[go: up one dir, main page]

DE3130774A1 - Thermoplastische formmasse - Google Patents

Thermoplastische formmasse

Info

Publication number
DE3130774A1
DE3130774A1 DE19813130774 DE3130774A DE3130774A1 DE 3130774 A1 DE3130774 A1 DE 3130774A1 DE 19813130774 DE19813130774 DE 19813130774 DE 3130774 A DE3130774 A DE 3130774A DE 3130774 A1 DE3130774 A1 DE 3130774A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weight
parts
component
copolymer
graft
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19813130774
Other languages
English (en)
Inventor
Franz Dipl.Chem. Dr. 6730 Neustadt Brandstetter
Adolf Dipl.Chem. Dr. 6700 Ludwigshafen Echte
Jürgen Dipl.Chem. Dr. 6900 Heidelberg Hambrecht
Rudolf H. Dipl.Chem. Dr. 6520 Worms Jung
Graham Edmund Dipl.Chem. Dr. 6940 Weinheim McKee
Bernhard Dipl.Chem. Dr. 6905 Schriesheim Scharf
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DE19813130774 priority Critical patent/DE3130774A1/de
Publication of DE3130774A1 publication Critical patent/DE3130774A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L35/00Compositions of homopolymers or copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a carboxyl radical, and containing at least one other carboxyl radical in the molecule, or of salts, anhydrides, esters, amides, imides or nitriles thereof; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L35/06Copolymers with vinyl aromatic monomers
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L51/00Compositions of graft polymers in which the grafted component is obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L51/04Compositions of graft polymers in which the grafted component is obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds; Compositions of derivatives of such polymers grafted on to rubbers
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L69/00Compositions of polycarbonates; Compositions of derivatives of polycarbonates

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Thermoplastische Formmasse
  • Die Erfindung betrifft thermoplastische Formmassen auf der Grundlage von schlagfest modifizierten Styrol-Maleinsäureanhydrid-Copolymerisaten und von Polycarbonaten.
  • Zum Stand der Technik nennen wir: (1) US-PS 3 130 177 (2) DE-OS 18 10 993 (3) DE-OS 23 25 585 Aus (1) ist es bekannt, ein ABS-Pfropfmischpolymerisat> bestehend aus einem Polybutadien-Kautschuk und einem Pfropfreis aus Styrol und Acrylnitril, mit Polycarbonat abzumischen. Die resultierenden Formmassen besitzen jedoch Wärmeformbeständigkeiten, die gegenüber herkömmlichen ABS-Harzen zwar deutlich angehoben sind, jedoch für bestimmte Anwendungen bei denen hohe Wärmeformbeständigkeiten gefordert sind, wie bei Haartrocknergehäusen in der Elektroindustrie, nicht ausreichen. Bei Polycarbonat-Anteilen > 50 % kann die Wärmeformbeständigkeit zwar angehoben werden, die Verarbeitung wird jedoch sehr erschwert.
  • Große Formteile sind im Spritzguß häufig nur mit Qualitätsmängels zu fertigen.
  • In (2) werden Mischungen aus ABS-Pfropfkautschuken einer wärmeformbeständigen Matrixkomponente und Polycarbonat beschrieben. Der Pfropfkautschuk enthält in seiner Pfropfhülle ebenso wie das Matrixmaterial oC-Methylstyrol, wodurch die Wärmeformbeständigkeit angehoben wird. Um Wärmeformbeständigkeiten über 1300C (Vicat-Temperatur DIN 53 460/B) zu erhalten, müssen jedoch solche Mengen an Polycarbonat hinzugegeben werden, daß das Fließverhalten der resultierenden Mischung eine problemlose Verarbeitung nicht erlaubt.
  • In (3) werden Mischungen von ABS-Pfropfkautschuken mit Matrixpolymeren und Polycarbonat beschrieben. Das Matrixpolymere ist aufgebaut aus Styrol, Acrylnitril und/oder einem (Meth)acrylsäureester und kann gegebenenfalls auch geringe Mengen Maleinsäureanhydrid enthalten. Die Pfropfhülle des ABS-Pfropfkautschuks kann ebenfalls diese Zusammensetzung aufweisen. Diese thermoplastischen Mischungen besitzen zwar gute mechanische Eigenschaften, für den Zweck der vorliegenden Erfindung reicht die Wärmeformbeständigkeit bei gleichzeitig befriedigender Verarbeitbarkeit jedoch nicht aus.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, thermoplastische Formmassen zu schaffen, die die guten mechanischen Eigenschaften der ABS /Polycarbonat-Mis chungen mit einer hohen Wärmeformbeständigkeit und einer guten Verarbeitbarkeit vereinigen.
  • Die Lösung dieser Aufgabe gelingt durch die in Patent an spruch 1 genannten Maßnahmen.
  • Nachstehend werden die Komponenten I der erfindungsgemäßen Formmasse, deren Herstellung und die Herstellung der Formmasse beschrieben.
  • Komponente I Die Komponente I der erfindungsgemäßen Formmasse stellt mindestens ein schlagfest modifiziertes S-MSA-Copolymerisat dar, das seinerseits mindestens aus einem Copolymerisat A und mindestens einem Pfropfmischpolymerisat B aufgebaut ist.
  • Komponente I ist in einem Anteil von 5-95 Gew.-%, (vorzugsweise von 20-80 Gew.-%, jeweils bezogen auf I und II, in der erfindungsgemäßen Formmasse vorhanden.
  • Nachstehend wird der Aufbau der Bestandteile A und B der Komponente I beschrieben.
  • Bestandteil A Der Bestandteil A der Komponente I wird durch kontinuierliche Mischpolymerisation der Monomeren a1), a2) und gegebenenfalls a3) bei hohen Temperaturen unter starkem Rühren hergestellt. Die Monomeren a1) und a2) werden kontinuierlich in ein Polymerisationsgefäß eingebracht und gl wohzeitig wird eine diesen Mengen entsprechende Menge des Polymerisationsgemisches aus dem Gefäß abgezogen (vgl.
  • A.W. Hanson, R.L. Zimmermann, Industrial Eng.
  • Chemistry 49, (1957) Seite 803). Der Bestandteil A ist verantwortlich für die gute Wärmeformbeständigkeit der Komponente I der erfindungsgemäßen Formmasse und ist in einem Anteil von 50 bis 95 Gew.-%, bevorzugt 60 bis 90 Gew.-%, jeweils bezogen auf die Komponente I, vorhanden.
  • Als monovinylaromatische Monomere a1) kommen Styrol, «-Methylstyrol oder kernalkylierte Styrole mit bis zu 12 Kohlenstoffatomen in Frage. Als Monomeres a2) wird Maleinsäureanhydrid angewendet und als Monomere vom Typ a3) sind vor allem Acrylnitril und (Meth)acrylsäureester von C1 bis C8-Alkanolen am Aufbau beteiligt. Zum Aufbau des Bestandteils der Komponente I werden 65 bis 95 Gew.-Teile des monovinylaromatischen Monomeren, vorzugsweise 75 bis 92 Gew.-Teile, angewendet. Vom Monomeren a2) werden 5 bis 35 Gew.-Teile, insbesondere 8 bis 25 Gew. -Teile, verwendet. Das Monomere a3) ist nur gegebenenfalls in 'der Formmasse enthalten; falls es angewendet wird, kommen Mengen von 2 bis 15 Gew.-Teile, insbesondere Mengen von 5 bis 12 Gew.-Teile, in Betracht.
  • Bestandteil B Bestandteil B der Komponente I ist ein Pfropfmischpolymerisat, das in einem Anteil von 5 bis 50 Gew.-S, insbesondere von 10 bis 40 Gew.-%, jeweils bezogen auf die Komponente I, angewendet wird. Dieses Pfropfmischpolymerisat ist aufgebaut aus 10 bis 50 Gew.-Teilen, vorzugsweise 15 bis 45 Gew. -Teilen eines Gemisches aus mindestens einem vinylaromatischen Monomeren b2), das bis zu 12 Kohlenstoffatome enthält, und 0,1 bis 25 Gew.-Teilen, vorzugsweise 5 bis 20 Gew.-Teilen mindestens eines (Meth)acrylsäureesters und/oder von Acrylnitril b3) als Pfropfhülle, auf 50 bis 90 Gew.-Teile, insbesondere 60 bis 80 Gew.-Teile einer elastomeren Pfropfgrundlage (Kautschukkomponente) b).
  • Die Herstellung Pfropfmischpolymerisate B ist an sich bekannt. Sie können z.B. hergestellt werden durch Polymerisation eines Gemisches von Styrol und Acrylnitril oder (Meth)acrylaten in Gegenwart eines Kautschuks.
  • Der Kautschuk bl) soll eine Glastemperatur (nach K.H.
  • Illers und H. Breuer, Kolloid-Zeitschrift 176, (1961) Seite 110) haben, die unter 0°C liegt. Als Kautschuk kommen beispielsweise in Frage: Polybutadien (vgl. DE-OS 1 420 775 und DE-OS 1 495 089).
  • Copolymerisate aus Butadien und Styrol (vgl. Brit. Patent 649 166), Copolymerisate aus Butadien und Styrol, Polyacrylester, die gegebenenfalls vernetzt sein können (vgl. DE-AS 1 138 921, DE-AS 1 224 486 oder DE-AS 1 260 135), sowie Copolymerisate aus Acrylsäureester und Butadien (vgl. DE-AS 1 238 207), ferner Elastomer von Copolymerisaten aus Acrylsäureestern mit Styrol, Acrylnitril und Vinylethern und Copolymerisate aus Ethylen und einem nicht konjugierten Dien (EPDM-Kautschuke).
  • Die vinylaromatischen Pfropfmonomeren b2) sind Styrol, $*Methylstyrol und/oder kernalkylierte Styrole mit bis zu 12 C-Atomen; als Monomere b3) kommen (Meth)acrylsäureester von Alkanolen mit bis zu 8 C-Atomen, sowie Acrylnitril oder Mischungen davon in Betracht.
  • Die Pfropfcopolymerisation kann dabei bekannterweise in Lösung, Suspension oder vorzugsweise in Emulsion erfolgen.
  • Die Weichphase des Pfropfmischpolymerisats weist, bei der bevorzugten Herstellung des Kautschuks und der Pfropfung in Emulsion einen mittleren Teilchendurchmesser (d50-Wert der integralen Masseverteilung) von>0,08 /um auf. In der Regel liegt der d50-Wert im Bereich von 0,1 bis 0,4 /um.
  • Die Schlagzähigkeit der Komponente I der Formmasse ist weitgehend vom Teilchendurchmesser der Weichphase unabhängig. Bei solchen Pfropfcopolymerisationen erfolgt eine zumindest teilweise chemische Verknüpfung der polymerisierenden Monomeren mit dem bereits polymerisierten Kautschuk, wobei die Verknüpfung wahrscheinlich an den im Kautschuk enthaltenen Doppelbindungen erfolgt. Zumindest ein Teil der Monomeren ist also auf den Kautschuk gepfropft.
  • Der Teil der Monomeren, der nicht auf den Kautschuk gepfropft ist, copolymerisiert für sich. Dieses Copolymerisat kann bei den hier in Rede stehenden Gemischen der Komponente B zugerechnet werden. Man kann den Anteil der gepfropften Monomeren dadurch ermitteln, daß man den Gelgehalt der Pfropfcopolymeren bestimmt: Das Pfropfcopolymerisat wird in einem Lösungsmittel, z.B.
  • in Methyl-Ethyl-Keton gelöst; dabei lösen sich nur die nichtgepfropften, für sich allein copolymerisierten Monomeren. Der Bestandteil B ist für die Schlagzähigkeit der Komponente I der erfindungsgemäßen Formmasse verantwortlich.
  • Wesentlich für das Eintreten des Erfolges ist nunmehr, daß die Bestandteile A und B der Komponente I der erfindungsgemäßen Formmasse derart aufgebaut und in der Mischung so aufeinander abgestimmt sind, daß der Absolutbetrag der Differenz der Gewichtsteile, der in der Hartmatrix enthaltenen Monomeren a2) und gegebenenfalls a3), und der im Pfropfmischpolymerisat enthaltenen Monomeren b3) 4 oder kleiner als 4 ist; mathematisch ausgedrückt Herstellung der Komponente I aus den Bestandteilen A+B Die Komponente I der erfindungsgemäßen Formmasse kann durch Abmischen einer Schmelze der Bestandteile A und B erhalten werden. Dabei werden die Bestandteile A und B als Schmelzen bei Temperaturen zwischen 200 und 260 0C auf Extrudern, Walzen oder Knetern bei Verweilzeiten von einigen Minuten gemischt. Man kann aber auch Lösungen des Bestandteils A und des Pfropfmischpolymerisates B vermischen und die Lösungsmittel anschließend entgasen. Vorzugsweise wird jedoch aus A, B und Komponente II (gegebenenfalls III) gleich in einem Arbeitsgang die erfindungsgemäße Formmasse hergestellt (s. unten).
  • Komponente II Die Komponente II der erfindungsgemäßen Formmasse stellt mindestens ein aus einem Polycarbonat aufgebautes Harz dar, das in Mengen von 95-5 Gew.-%, vorzugsweise 80 bis 20 Gew.-%, jeweils bezogen auf I + II, vorhanden ist.
  • Unter Polycarbonaten, die als Komponente II der erfindungsgemäßen Formmasse fungieren, sollen aromatische Polycarbonate auf der Basis von Homopolycarbonaten und Copolycarbonaten verstanden werden.
  • Bevorzugt handelt es sich um mindestens ein aromatisches Polycarbonat, dessen lineare Ketten zu mindestens 50 % aus wiederkehrenden Struktureinheiten der Formel bestehen, wobei R für H, C1 bis C3 Alkyl und X für eine Einfachbindung, -O- -CO-, 'S02-, C1 bis C10 Alkylen, C1 bis CiO Alkyliden, C5 bis C15 Cycloalkylen, C5 bis C15 Cycloalkyliden oder für stehen.
  • Für die Herstellung dieser Polycarbonate kommen beispielsweise folgende Bisphenole in Frage: Dihydroxydiphenyle, Bis-(hydroxyphenyl)alkane, Bis-(hydroxyphenyl)ether. Es können aber auch alle anderen, für die Herstellung von Polycarbonaten geeigneten Bisphenole eingesetzt werden, wie sie u,a. in der Monographie H. Schnell, Chemistry and Physiks of Polycarbonates, Intersience Publishers, New York, 1964, in der US-PS 2 999 835 und in der DE-OS 22 48 817 beschrieben sind. Besonders bevorzugt sind Polycarbonate auf Basis von 2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)propan. Die Synthese der Polycarbonate ist bekannt und wird beispielsweise in der US-PS 2 999 835, der GB-PS 772 627 un in Angewandte Makromolekulare Chemie 55, (1976), Seiten 175 bis 189, beschrieben.
  • Die Polycarbonate besitzen relative Viskositäten von 1,0 bis 1,4, gemessen an 0,5%igen Lösungen in Dichlormethan.
  • Besonders bevorzugt werden Polycarbonate mit relativen Viskositäten von 1,2 bis 1,35 eingesetzt.
  • Komponente III Zusätzlich zu den Komponenten I und II kann die erfindungsgemäße Formmasse gegebenenfalls übliche Zusatzstoffe in wirksamen Mengen enthalten. Als solche Zusatzstoffe seien genannt: Pigmente, Farbstoffe, FUllstofSe, Flammschutzmittel, weitere verträgliche Polymere, Antistatika, Antioxidantien und Schmiermittel.
  • Herstellung der erfindungsgemäßen Formmasse aus den Komponenten: Die Herstellung der erfindungsgemäßen Formmasse kann, wie nachstehend beschrieben, erfolgen: Die Mischung der Bestandteile A) und B) und der Komponente II kann auf verschiedene Weise hergestellt werden.
  • Z.B. können die Bestandteile A) und B) und die Komponente II gemeinsam in einem Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch gelöst werden und gemeinsam mit einem FE1-lungsmittel gefällt oder gemeinsam eingedampft werden.
  • Bevorzugt wird jedoch die erfindungsgemäße Formmasse aus der thermoplastischen Mischung von A, B und II über die Schmelze in Mischvorrichtungen, wie Extrudern, Innenknetern und Mischwalzen, hergestellt. Die Durchmischung wird bei 200 bis 3000C und bei Verweilzeiten von einigen Minuten vorgenommen. Wichtig ist dabei, daß der Bestandteil B und die Komponente II) keine Restfeuchtigkeit enthalten, da andernfalls das Eigenschaftsbild der thermoplastischen Mischungen negativ beeinflußt wird.
  • Sehr gut geeignet ist auch die Einmischung einer Lösung von Bestandteil B und Komponente II in geeigneten Gemischen von Lösungsmitteln in die Schmelze oder die Lösung des Bestandteils A unter anschließender Entgasung der Lösungsmittel, z.B. in Entgasungsextrudern, Filmextrudern oder anderen geeigneten Aggregaten.
  • Die erfindungsgemäßen Formmassen weisen gegenüber in Masse- bzw. in Lösung polymerisierten schlagzähen Styrol--Maleinsäureanhydrid-Copolymerisaten wesentlich verbesserte, auf dem Niveau von ABS-Polymerisaten liegende, mechanische Eigenschaften auf. Die Wärmeformbeständigkeit wird auch bei geringen Mengen Polycarbonat merklich angehoben; die Verarbeitbarkeit ist gegenüber Polymerblends auf Basis ABS/Polycarbonat verbessert.
  • Für die Herstellung der erfindungsgemäßen Formmassen wurden die in Tabelle 1 aufgeführten Copolymerisate A1 bis A3 und die in der Tabelle 2 genannten Pfropfkautschuke B1 bis B6 verwendet. Zusammensetzung und weitere Eigenschaften sind in den genannten Tabellen angegeben.
  • Als Komponente II wurde ein Handelsprodukt C auf Basis von 2,2-Bis-(3,5-dimethyl-4-hydroxyphenyl)-propan verwendet, das eine relative Viskosität von 1,31, gemessen 0,5%ig in Dichlormethan, aufwies.
  • Tabelle 1 Bestandteil An der Komponente I Bezeich- Typ des Zusammensetzung in Gew.-Teile Schlagzähig- Kerbschlag- Vicat nung Copolymeri- Teilen a2 + a3 keit zähigkeit °C sates+ S MSA AN [kJ/m2] [kJ/m2] A1 S-MSA 92 8 - 8 11,7 0,7 115 A2 S-MSA 87 13 - 13 13,8 0,8 128 A3 S-MSA-AN 75 10 15 25 13,5 0,9 128 S = Styrol MSA = Maleinsäureanhydrid AN = Acrylnitril +alle Copolymerisate haben eine Viskositätszahl VZ von 70 [ml/g] (0,5-%ig in Dimethylformamid) Tabelle 2 Pfropfmischpolymerisate Bn Bezeich- Zusammensetzung Zusammensetzung Kautschuk/Pfropfreis Tg Gew.-Teile nung des Kautschuks des Pfropfreises % °C (b3) % % Bu BA S AN B1 100 - 100 - 75 -81 0 B2 100 - 95 5 75 -80 5 B3 100 - 92 8 75 -80 8 B4 100 - 88 12 75 -78 12 B5 100 - 82 18 75 -81 18 B6 100 - 75 25 75 -78 25 Bu = Butadien BA = Butylacrylat S = Styrol AN = Acrylnitril Die in den Versuchen und Vergleichsversuchen genannten Parameter wurden wie folgt bestimmt: 1. Die Schlagzähigkeit und Kerbschlagzähigkeit in (kJ/m2) wurde nach DIN 53453 an spritzgegossenen Normkleinstäben bei einer Massetemperatur von 2500C gemessen.
  • 2. a) Die Viskositätszahlen, VZ der Hartkomponenten An, in (ml/g) wurden an einer 0,5 %igen Lösung in Dimethylformamid bestimmt.
  • b) Die relativen Viskositäten der Polycarbonate, Komponente II, wurden 0,5 %ig in Dichlor whan bestimmt.
  • 3. Der Vicat-Erweichungspunkt in 0C wurde nach DIN 53460, Verfahren B, in Silikonöl bestimmt.
  • 4. Der mittlere Teilchendurchmesser (d50-Wert der integralen Masseverteilung) wurde durch Auswertung von Elmi-Aufnahmen bestimmt.
  • 5. Die Tg-Werte der Kautschuke wurden nach K.H. Illers und H. Breuer, Kolloid-Zeitschrift, loc.cit. bestimmt.
  • 6. Der Meltindex wurde nach DIN 53 735 bestimmt. In den Versuchen sind die Werte angegeben in [g/10] die bei 2000C und 21,6 kp Belastung erhalten wurden (MFI-Werte).
  • Die Erfindung wird nachstehend anhand von Beispielen und einem Vergleichsversuch näher erläutert, wobei sich die genannten Teile und Prozente, sofern nichts anderes vermerkt ist, auf das Gewicht beziehen.
  • L Beispiele 1 bis 8, Versuche 1+2 Die in der Tabelle 3 genannten Komponenten An und Bn und C wurden in einem Fluidmischer vorgemischt und anschlieRend auf einem Kokneter bei etwa 220 bis 230 0C unter Stickstoff innig verknetet. Die Verweilzeit betrug etwa 4 Minuten.
  • Das dabei erhaltene Granulat wurde auf einer Einwellen--Extruder-Schnecke aufgeschmolzen und zu gleichmäßigem, für die Spritzgußverarbeitung geeigneten Granulat abgeschlagen. In Tabelle 3 sind die Eigenschaften der Mischung gen aufgeführt. Die Ergebnisse der Versuche 1 + 2 können als verschlechterte Ausführungsform der Erfindung angesehen werden.
  • Vergleichsversuche 1+2 Vergleichsversuch 1: Nach der Lehre der DE-AS 18 10 993, Beispiel 9, wurde folgende Abmischung hergestellt: 70 Teile eines Copolymerisats, bestehend aus 60 Teilen oS-Methylstyrol, 7 Teilen Styrol und 33 Teilen Acrylnitril sowie 20 Teile eines Pfropfcopolymerisats, bestehend aus 50 Teilen Polybutadien, 35 Teilen Styrol und 15 Teilen Acrylnitril wurden mit 10 Teilen 2,5 Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan-Polycarbonat gemischt.
  • Vergleichsversuch 2 entspricht Beispiel 5 der DE-AS 18 10 993 und enthält die in Vergleichs versuch 1 beschriebenen Komponenten in den Anteilen 40 Teile Copolymerisat, 10 Teile Pfropfkautschuk, 50 Teile Polycarbonat.
  • Beispiel Zusammen- Kerbschlag- Vicat (a@+a@)-b@ MFI@ setzung xähigkeit 2000C/21, 6kp Versuch [kJ/m] [0°C] [%] [g/10@] 1 76 A1 5,2 115 3 4,8 14 B2 10 C 2 76 A1 9,3 115 0 5,3 14 B3 10 C 3 76 A1 8,4 115 4 4,1 14 B4 10 C 4 67 A1 14,4 119 0 3,8 13 B3 20 c 5 42 A1 24,1 132 0 1,9 8 B3 50 C 6 76 A3 12,1 131 0 4,7 14 B5 10 C 7 67 A3 17,3 134 0 3,6 13 B5 20 C 8 67 A3 16,8 126 0 3,5 13 B6 20 C Versuch 1 76 A1 3,0 116 8 4,4 14 B 10 C Versuch 2 76 A1 3,2 115 17 4,7 14 B5 10 C Vergleichsversuche 1 5. Beschr. 6,2 109 - < 0,5 2 s. Beschr. 16,8 121 - < 0,5

Claims (4)

  1. Patentansprüche 1. Thermoplastische Formmasse, enthaltend ein Gemisch aus I 5-95 Gew.- mindestens eines schlagfest modifizierten Styrol-Maleinsäureanhydrid-Copolymerisates und II 95-5 Gew.-% mindestens. eines Polycarbonates gegebenenfalls enthaltend IIf übliche Zusatzstoffe in wirksamen Mengen.
    dadurch gekennzeichnet, daß das schlagfest modifizierte Styrol-Maleinsäureanhydrid Copolymerisat I ein Gemisch aus zwei Bestandteilen A und B enthält, nämlich 50 bis 95 Gew.-% eines Copolymerisates A, bezogen auf A + B, aufgebaut aus: a1) 65 bis 95 Gew.-Teilen mindestens eines monovinylaromatischen Monomeren, das bis zu 12 Kohlenstoffatome enthält, a2) 5 bis 35 Gew.-Teilen eines ungesättigten Dicarbonsäureanhydrids, gegebenenfalls enthaltend a3) 2 bis 15 Gew.-Teile eines acrylisch ungesättigten Monomeren, und 5 bis 50 Gew.-%, bezogen auf A + B, eines Pfropfmischpolymerisates B) aufgebaut aus: b1) 50 bis 90 Gew.-Teilen mindestens eines Kautschuks, der eine Glastemperatur, TG, von unterhalb 0°C aufweist, b2) 10 bis 50 Gew.-Teilen mindestens eines monovinylaromatischen Monomeren, das bis zu 12 Kohlenstoffatome enthält, und b3) 0,1 bis 25 Gew.-Teilen mindestens eines (Meth)-acrylsäureesters und/oder Acrylnitril, wobei sich die Absolutbeträge der Differenz der Gewicht st eile zwischen der Summe von Ca2) und a3)] und [b3)] um 4 oder weniger als 4 unterscheiden.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von Formmassen gemäß Anspruch 1 durch Mischen der Bestandteile A+B der Komponente I mit der Komponente II.
  3. 3. Verwendung der Formmassen gemäß Anspruch 1 zur Herstellung von Formteilen.
  4. 4. Formteile aus Formmassen gemäß Anspruch 1.
DE19813130774 1981-08-04 1981-08-04 Thermoplastische formmasse Withdrawn DE3130774A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19813130774 DE3130774A1 (de) 1981-08-04 1981-08-04 Thermoplastische formmasse

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19813130774 DE3130774A1 (de) 1981-08-04 1981-08-04 Thermoplastische formmasse

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE3130774A1 true DE3130774A1 (de) 1983-02-24

Family

ID=6138523

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19813130774 Withdrawn DE3130774A1 (de) 1981-08-04 1981-08-04 Thermoplastische formmasse

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE3130774A1 (de)

Cited By (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3420307A1 (de) * 1983-06-01 1984-12-06 Daicel Chemical Industries, Ltd., Sakai, Osaka Waermebestaendige harzzusammensetzung mit hoher schlagfestigkeit
EP0164477A1 (de) * 1984-06-14 1985-12-18 General Electric Company Polycarbonate mit Wärmebeständigkeit
WO1986000080A1 (en) * 1984-06-14 1986-01-03 General Electric Company Polycarbonates exhibiting improved heat resistance
EP0196111A3 (en) * 1985-03-29 1988-07-06 Sumitomo Naugatuck Co., Ltd. Thermoplastic resin composition
EP0226922A3 (de) * 1985-12-21 1988-07-27 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung thermoplastischer Formmassen mit flammwidrigen Eigenschaften
US4983658A (en) * 1984-08-17 1991-01-08 Bayer Aktiengesellschaft Thermoplastic moulding compositions with flame-repellent properties
EP0331970A3 (de) * 1988-03-08 1991-02-06 Ge Chemicals, Inc. Polymermischungen aud Polycarbonat, Styrolterpolymer und ABS-Harzen

Cited By (9)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3420307A1 (de) * 1983-06-01 1984-12-06 Daicel Chemical Industries, Ltd., Sakai, Osaka Waermebestaendige harzzusammensetzung mit hoher schlagfestigkeit
DE3420307C2 (de) * 1983-06-01 1998-10-15 Daicel Chem Wärmebeständige Harzzusammensetzung mit hoher Schlagfestigkeit
EP0164477A1 (de) * 1984-06-14 1985-12-18 General Electric Company Polycarbonate mit Wärmebeständigkeit
WO1986000080A1 (en) * 1984-06-14 1986-01-03 General Electric Company Polycarbonates exhibiting improved heat resistance
WO1986000083A1 (en) * 1984-06-14 1986-01-03 General Electric Company Polycarbonates exhibiting improved heat resistance
US4983658A (en) * 1984-08-17 1991-01-08 Bayer Aktiengesellschaft Thermoplastic moulding compositions with flame-repellent properties
EP0196111A3 (en) * 1985-03-29 1988-07-06 Sumitomo Naugatuck Co., Ltd. Thermoplastic resin composition
EP0226922A3 (de) * 1985-12-21 1988-07-27 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung thermoplastischer Formmassen mit flammwidrigen Eigenschaften
EP0331970A3 (de) * 1988-03-08 1991-02-06 Ge Chemicals, Inc. Polymermischungen aud Polycarbonat, Styrolterpolymer und ABS-Harzen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0244856B1 (de) Thermoplastische Formmasse auf Basis von Polycarbonat, ASA und Vinylaromaten/AN enthaltenden Copolymerisaten
EP0164513B1 (de) Thermoplastische Formmassen
EP0800555A1 (de) Thermoplastische formmassen auf der basis von pfropfcopolymeren und blockpolymeren
EP0522314A1 (de) Thermoplastische Formmassen auf der Basis von Polycarbonaten, Styrol/Acrylnitril-Polymerisaten und Polyolefinen
EP0534297A2 (de) Flammwidrig ausgerüstete Formmasse
EP0312929A2 (de) Thermoplastische Formmasse, Verfahren zu ihrer Herstellung und deren Verwendung
DE3787354T2 (de) Thermoplastische Harzzusammensetzung.
DE3325702A1 (de) Gemische aus polycarbonat und acrylnitril/butadien/styrol mit verbesserter schlagzaehigkeit
DE3130774A1 (de) Thermoplastische formmasse
DE3332325A1 (de) Thermoplastische formmasse
EP0161452B1 (de) Thermoplastische Formmassen
EP0219090A2 (de) Formmasse auf Basis von Polycarbonat, SAN-Copolymerisaten und einem Propfmischpolymerisat
EP0071786A1 (de) Thermoplastische Formmasse
DE3331158A1 (de) Thermoplastische formmasse
EP0137295B1 (de) Thermoplastische Formmasse
EP0601473B1 (de) Thermoplastische Formmassen auf der Basis von Polycarbonaten, Pfropfpolymerisaten und Styrol/Acrylnitril-Copolymerisaten
EP0149791B1 (de) Thermoplastische Formmassen
DE19714003A1 (de) Flammwidrige thermoplastische Formmassen mit guter Fließfähigkeit
EP0345652B1 (de) Verstärkte thermoplastische Formmassen
DE3910942A1 (de) Thermoplastische formmasse
EP0071785B1 (de) Thermoplastische Formmasse
EP0149141B1 (de) Thermoplastische Formmassen
DE3515867A1 (de) Verstaerkte thermoplastische formmasse
DE2337063C3 (de) Flammfeste thermoplastische Polycarbonat-Formmasse
EP0326979A2 (de) Thermoplastische Formmasse mit verbesserter Fliessfähigkeit und ihre Verwendung

Legal Events

Date Code Title Description
8130 Withdrawal