DE1801396A1 - Fliessbett-Beschichtungsvorrichtung - Google Patents
Fliessbett-BeschichtungsvorrichtungInfo
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Description
f>ATENTANW/£LTE
. I Ö U I J
. PATENTANWALT DiPl.-ING. R. MDLLER-BORNER PATENTANWALT DIPL-ING. HANS-H. WEY
1 BERLI N-DAHLEM 33 . PODBI ELSKIALLE E 68 8 MÖNCHEN 22- WIDENM AY ER STRASSE 49
20 597/8 Berlin, den 2. Oktober 1968
Europäische Atomgemeinsohaft (EURATOM),
Brüssel. (Belgien)
Die Erfindung bezieht sich auf Fliessbettvorrichtungen zum Be- "
schichten von gekörntem Material· Es wurde bereits vorgesohlagen,
mit Hilfe einer pyrolytisohen Kohlenstoff- oder Siliziumkarbidablagerung aus einem Gas oder einem Dampf einen Überzug
auf Teilchen aufzubringen.» Die für die Ablagerung dieser Substanzen erfordernohe hohe Temperatur machte es notwendig,
die das Gas oder den Dampf dem Fliessbett zuführende Leitung unter die Zersetzungstemperatur des Gases oder Dampfes bis
zu der Einspritzstelle in das Fliessbett zu kühleno
Darüber hinaus sind im Hinblick auf die Verminderung der Ab-* lagerung von Kohlenstoff an den Wänden oder an sonstigen
an die Einspritzstelle angirenzenden Iläohen Zweilochdüsenau8
führung en vorgeschlagen worden mit dem Ziel, einen Strom inerten Fliessbettgases über die Flächen der Fliessbettvorrichtung
um die Zone herum zu verteilen, in welcher die Reaktion stattfindet»
Hierbei ergeben sich jedoch Schwierigkeiten,
909819/1033 ·/.
eine Konstruktion zu erreichen, bei welcher ein hoher Konzentrd&itätagrad
der verschiedenen koaxialen Strömungadurohlässe
gewährleistet iat und wobei sioh eine gleichmäsaige
Gasverteilung erreichen lässt» Eine gleiohmässige Verteilung
dea inerten Fliessbettgases ist erwünscht * da sie dem Verhindern von Ablagerungen, der Beschiehtungssubstanzen an den
Flächen dei? Vorrichtung, die das Beschichtungsverfahren beeinträchtigen
könnten, förderlich sein kann»
Erfindungsgemäss wird eine Fliessbettvorrichtung zum Beschichten
von kornförmigen Stoffen oder Gegenständen mittels Pyrolyse eines Strömungemittels in Vorschlag gebracht $ die
aua einem Behandlungsgefäss und einer Strömungsmitteleinspritzeinheit
}$it zueinander koaxialen Einlassen für Fliessbett- und Behandlungsatrömungsmittel besteht und dadurch gekennzeichnet
ist, dass der Einlass für das Fliessbettströmungsmittel so angeordnet ist, dass um den Einlass für das
Behandlungsatrömungsmittel herum Strömungsmittel in wenigstens zwei gesonderten Strömen eingespritzt wird, von welohen
einige mit Hilfe des Einlasses für das Fliessbettströmungsmittel
über die Einspritzöffnung für das Behandlungsströmungsmittel und andere über die Innenfläche oder Innenflächen
des Gefässes geleitet werden»
Dazu kann ein Einlass für Behandlungaströmungsmittel mit Hilfe
der Mündung eines Rohrs vorgesehen werden, das äussere Längs-
909819/1033 ·/·
nuten aufweist zum Bilden von koaxialen Kanälen für Pliessbettstliömungsmittel·
Dae Rohr trägt in der Nähe seiner Mündung vorzugsweise einen Ring» der zum Aufteilen des Stromes
aus den Nuten in zwei ringförmige Strahlen dient,von welchen
einer um die Mündung des Rohrs herum auetritt· Der andere
ringförmige Strahl kann zwisohen dem Aussenumfang des Ringes
und den Aufweitungen der Bohrung im Boden des Gefässes, aus
dem das Rohr herausragt, abgegrenzt sein· Auf diese Weise werden die ringförmigen Austrittskanäle oder -Zwischenräume
für die Strömungsmittelstrahlen zueinander genau koaxial ^
gehalten·
line Ausführungsform der Plieasbett-Besohiohtungsvorriohtung
nach der Erfindung ist in der Zeiohnung dargestellt und wird im folgenden näher beschriebene Ss zeigern
Pigβ 1 einen axialen Langesohnitt duroh den unteren Teil
der Vorrichtung und duroh die Strömungsmittelein- " spritzeinheit,
Fig* 2 einen Teil von Fig· 1 in vergrössertem Massstäbe und
Pig. 3 einen Schnitt naoh der Linie A-A in Pig» 2»
G-emäss der Darstellung in Pig· 1 hat die innen konisch ausgebildete
Graphitbasis eines rohrförmigen Fliessbettgefässee
1 einen zylindrisch ausgebildeten Endabsohnitt 2, der in ein
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Senkloch eines Graphit-Halt erungs ringe β 3 eng hineinpasst»
Die innere Konizität des Gefässes 1 geht in eine mit ihr im
wesentlichen übereinstimmende konische Aufweitung 4 im oberen Teil der Bohrung des Halterungsringes 3 über» Der Ring 3
hat einen Gewindeabschnitt 3a, auf den eine Graphit-Mutter
5 aufgeschraubt ist9 die ausserdem zum Anbringen der wassergekühlten
Gaseinspritzeinheit 6 dient» Diese Einheit umfasst eine äussere Hülse 7» die auf ihrer Auasenaeite mit Schraubgewinde
versehen ist zwecks Yerschraubena mit der Mutter 5* die den Hniterungsring 3 und die Hülse 7 zusammenhält·
Die Bohrung des Ringes 3 nimmt im Schiebesitz ein Molybdänrohr
13 auf, das von dem Ring aus die die WaseerkUfeleinheit
unabhängig von dem R©hr 13 tragende Hülse 7 durehragt» Der
Aussenumfang des Rohres 13 ist mit Längsnuten 14 versehen,
die sieh zur Mündung 13a dee Rohres 13 hin allmählich vertiefen. Die Mündung 13a bildet eine Einsprit«öffnung für
das Behandlungsgas» An diesem Ende hat das Rohr 13 einen reduzierten Aussendurehmesser, und der duroh diese Reduzierung
entstehende Absatz ist mit einer Senkung versehen, um eine Ringnut 15 (Fig» 2) mit einem festen Randabsohnitt 16
zu bilden· In die Nut 15 ist im Schiebesitz gegen die Innenfläche des festen Randabschnitts 16 ein Ring 17 aus Graphit
eingesetzt» Die Tiefe der Hut 15 iet derart bemessen, dass
an ihrem Boden ein Ringkanal 15a entsteht*, der mit allem
Längenuten 14 so in Verbindung steht, das« tin ringförmiger
Spielraum 16 verbleibt, der um den in seinem Durchmesser
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reduzierten Endabschnitt des Rohres 13 herum eine ringförmige
Einspritzöffnung für inertes (Jas bildet»
Auf diese Weise entstehen freie Durchlässe zwisohen den aus
den Iiänganuten 14 gebildeten Kanälen und erstens einem ringförmigen
Raum 19 um das Rohr 13 herum gegenüber der konischen Aufweitung 4 des Ringes 3 und zweitens einer ringförmigen
Einspritzöffnung 18 um die !Bindung 13a des eigentlichen Rohres 13 herum«
Der Innendurchmesser der Hülse 7 ist gestuft zur Aufnahme
Ton zwei zueinander koaxialen Rohren aus rostfreiem Stahl»
und zwar eines Aussenrohrea 8 und eines Innenrohr es 9» während
ein ebenfalls aus rostfreiem Stahl gefertigtes drittes innerstes Rohr 10 in der Bohrung der Hülse 7 befestigt ist·
Das Ende des in der durch die gestuften Durchmesser entstehenden Ausnehmung Im Sehiebeeitz angebrachten Innenrohrs 9 ist
bei 9a durchbrochen, um zwisohen den ausaeren und den inneren
Ringräumen 11, 12, die Durchlässe für das Kühlwasser bilden» ä
eine wechselseitige Verbindung herzustellen*
Seim GFebrauoh fliesst entlang dem Aussenrohr 8 stetig Kühlwasser
und strömt durch die Ringräume 11, 12, während inertes G-as in die Ringräume zwischen dem Rohr 10 und dem Rohr 13 und
Kohlenwasserstoff oder ein sonstiges Behandlungsgas in das
eigentliche Rohr 15 hineingeleitet wird» Demzufolge fliesst das Behandlungsgas gerade in den Boden des Gefässes 1 hinein,
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währeni ias inerte Gaa in die Kanäle zwischen den in der
Wand de« Rohres 13 ausgebildeten, sich sur Mindung des
Hobrea lain vertiefendem Muten 14 hineinströmt* An der QTber»
esite dea Rohres 13-treten die Ströme inerten öasea aus dem
Nuten aus und gelangen in den Ringkanal 15a und tob. dort aus
sowohl in den ringförmigen Zwischenraum 18 hinein* um aus
ihm als ringförmiger Strahl um ilen Behandlungsgas einlass
in das Ctefäse» doh» tua äi« !Bindung 13a de® Rohres 13 hering
ale aueit als zweiter ringförmiger Strahl um den eigentlichen
Ring 17 herum auszutreten» Der Ring 17 ist so ausgebildet^,
dass er den zweiten ringförmigen Strahl der Aufweitung 4 ent«
lang leitet» deren Flächen an die Flächen des Gefäsets 1
bündig angrenzen»
Das Rohr 13 ist mit Hilfe nicht dargestellter Mittel in axialer
Richtung so einstellbar» dass sich die über den ringförmigen Zwischenraum 19 und über die ringförmige öffnung 18
strömenden Anteile inerten Gases verändern lassen»
Die beiden Ströme inerten Gases st aminen aus ununterbrochen
ringförmigen Strahlen oder Öffnungen zum Bestreichen der Düse und der Gefässfläohen, wobei die ringförmigen öffnungen
so atigegrenzt sind» dass sie unbesohadei der Wärmebewegungen
oder der formveränderung zwischen dem wassergekühlten Teil
der Einheit und den bei hoher Temperatur arbeitenden Teilen der Vorrichtung koaxial zu der Einspritzöffnung für das Behandlungsgas
verbleiben» Das Wärmegefälle zwischen diesen
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Teilen ist so, dass bei der verfügbaren Kühlung die Rohraründung
13a in ausreichendem Masse gekühlt wird, um in dem Rohr 13 eine Ablagerung von Beschiohtungssubstanzen zu verhindern,
wobei zugleich die Wärmeverluste aus dem Ofen in die wassergekühlten feile gering gehalten werden. Die erste
Wirkung wird erzielt, indem der Berührungsbereich zwischen dem das Behandlungsgas führenden Rohr 13 und dem Halterungsring
3 auf die Fläche der Stege zwischen den Nuten beschränkt wird, während die zweite Wirkung erzielt wird, indem daa
fliesabettströmungsmittel auf seinem Weg aus dem wasserge- ™
kühlten Abschnitt zu dem Ring 17 als Kühlmittel für das Rohr 13 verwendet wird· Darüber hinaus wird bei dieser
Ausführungeform ein. unerwünschter Wärmeübergang aus der
konischen Graphitbasis 1 auf die wassergekühlte Hülse 7
erheblioh verringert» was zu einem Abstand zwischen der Gefässbasis
1 und dem wassergekühlten Abschnitt führt, der etwas grosser 1st als bei vielen bisher bekannten Ausführungen
oder Bauarten»
·*■··—β — ©■"·« — β — ·"·«■—· —
Pat entansprüoh e t
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Claims (1)
- PATENTANWÄLTEI ö U I O 9 6£>ip&j7n9. J&ns-Jßinric/I QAyPATENTANWALT DIPL-ING. R. MOLLER-BORNER #) PATENTANWALT DIPL-ING. HANS-H. WEYBERLIN-DAHLEM 33 · PO DBI ELSKIALLEE 68»Χ· β MDNCHEN 22 · Wl D E N MAYE R STRASS E 4?TEL. 03Π · 762907 · TELEGR. PROPINDUS · TELEX 0184057 TEL. 0811 · 225585 · TELEGR. PROPINDUS · TELEX 0524244597/8 Berlin, den 2 ο Oktober 1968Europälsohe Atomgemeinschaft (EURATOM), Brüsael_J^Be Ig i en)Patentansprüche :1» Fllessbettvorrlehtung zum Beschichten von kornförmigen Stoffen oder Gegenständen mittels Pyrolyse eines Strömungsmittels, bestehend aus einem Behändlungsgefäse und einer Strömungsmitteleinspritzeinheit mit zueinander koaxialen Einlassen für Fliessbett- und Behandlungsetrömungsmittel, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlass (18) für das Fliessbettströmungsmittel so angeord-t net ist, dass um den Einlass (13a) für das Behandlungsströmung smitt el herum Strömungsmittel in wenigstens zwei gesonderten Strömen eingespritzt wird, von welchen einige mit Hilfe des Einlasses für das Fliessbettströmungamittel über die Einspritzöffnung für das Behandlungeströmungsmittel und andere über die Innenfläche oder Innenflächen des Gefässes (1) geleitet werden·Vorriohtung nach Anspruoh 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Behandlungsströmungsmittel über ein Rohr (13) einge-909819/1033 ,lassen wird* das in seiner Auaaenwand Nuten (14) auf« weist, die im Zusammenwirken mit angrenzenden Bauteilen (3) Kanäle (18, 19) für das Fliessbettströimingemittel bilden»3.· Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanäle (14) nahe einem Ende des Rohres (13) angrenzend an den Einlass (13a) für das Behandlungsströmungsmittel über einen Ringkanal (15a) miteinander in Verbindung stehen, von dem aus das Eliessbettströ— mungsmittel in zwei Ströme aufgeteilt wirdj die über die Mündung (13a) des Rohres und über die flächen des Gefässes (1) streichen©4* Vorrichtung nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, das« die Wand des Rohres (13) an dem dem Einlass für das Fliessbettströmungsmittel benachbarten Ende einen Abschnitt mit reduziertem Durchmesser aufweist, wobei in der Stirnfläche des so entstandenen Absatzes eine einen f mit den Iiänganuten (14) in Verbindung stehenden Ringkanal (15a) abgrenzende Ringnut (15) ausgebildet und in. der Ringnut *ln Ring (17) in der Weise befestigt ist, dass zwischen dem Ringkanal und der Mündung (13a) des Rohres ein ringförmiger Durchlass (18) entsteht»909819/1033ORIGINAL fNSPECTED
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|---|---|---|---|
| SH | Request for examination between 03.10.1968 and 22.04.1971 | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
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