DE2428080A1 - Sand- und kiesbagger - Google Patents
Sand- und kiesbaggerInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Sand- und Kiesbagger, genauer gesagt, auf die Ausrüstung an Bord eines solchen
Schiffes zum Entladen der Fracht.
Aufgabe der Erfindung ist es nämlich, ein System vorzuschlagen, mit welchem die Ladung mit großer Geschwindigkeit in
einem im wesentlichen trockenen Zustand angelandet werden kann.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Ladung vermittels unter Druck stehenden
Wassers aufgelockert und in den breiigen Zustand zurücküberführt wird, wobei die Ladung zur Entwässerung an Bord des
Schiffes auf Siebe gepumpt urid nach dem Entwässern an Land transportiert wird. Vorzugsweise liegt der Wasserdruck, der
angewandt wird, nicht unter 7 kg/cm .
WR/Si
409882/085/,
Um die Ladung, die in einem kompakten Zustand vorliegt, aufzulockern und in den schlammigen Zustand zurückzuversetzen,
können oszillierende Hochdruckdüsen verwandt werden wobei das Wasser mit hohem Druck auf den Boden des Laderaumes gerichtet
wird und ein Bereich hoher Turbulenz erzeugt. Nach der bevorzugten Ausgestaltung ist das Fahrzeug mit einem leitungsartigen
Kiel ausgestattet, in den das in den schlammigen oder breiigen Zustand zurückversetzte Material über entsprechende Ventile
aus den Turbulenzbereichen hineingeleitet wird, worauf es dann auf die in Deckshöhe befindlichen Siebe gepumpt wird. Nach
dem Absieben kann das Material durch übliche Transporteinrichtungen an Land gebracht werden, während das Wasser und die feinen
Anteile unter den Sieben wieder zurückgeleitet bzw. wieder in den Umlauf eingeführt werden.
Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels,
welches in der Zeichnung dargestellt ist, näher erläutert.
In der Zeichnung stellen dar:
Fig. 1 eine Seitenansicht des Schiffes, Fig.s 2 einen Decksplan des Hauptdeckes,
Fig. 3 eine Draufsicht auf die Tank- oder
Laderäume,
Fig. 4 einen Querschnitt durch das Schiff, Fig. 5 eine Ansicht der Deckseinrichtungen in
ausführlicherer Darstellung und Fig. 6 einen Querschnitt durch eine Düseneinrichtung.
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Die zu beschreibende Einrichtung dient dem Entladen von Sand- und Kiesbaggern, und die dazu erforderlichen Einrichtungen
befinden sich insgesamt an Bord des Schiffes. Die Einrichtung ermöglicht es, eine trockene Fracht mit einer Dichte von
-} 3
etwa 2,083 g/cm" (130 lbs./ft. ) an Land zu transportieren mit einer Geschwindigkeit von bis zfu 2200 t/h. Das zu handhabende
Material ist im wesentlichen Kies mit einer Korngröße zwischen 6 und 60 mm, wobei gelegentlich größere Steine mit einem Durchmesser
bis zu 200 mm vorkommen.
Es soll nun zunächst auf die Fig. 1 bis 4 Bezug genommen
werden. DasFahrzeug 11 jäb mit einem leitungsförmigen Kiel
12 und einer Löschpumpe 13 ähnlicher Konstruktion wie die Baggerpumpe 14 versehen und mit der Seewasser über die Kielleitungen
21, 22 aus Absetztanks 15 an Backbord und Steuerbord in Schiffsmitte abgesaugt wird. Die Löschpumpe 13 kann insgesamt
einen Gemischstrom von etwa 25600 Gallonen pro Minute handhaben, und das Löschen der Ladung geht mit einem Gemisch
vor sich, das 15 % Feststoffe pro Volumeneinheit enthält. Die Herstellung des Gemisches geschieht dadurch, daß man Wasser
unter hohem Druck in den Bodenbereich des Laderaumes 10 spritzt, und zwar vermittels sich langsam hin- und herbewegender
Spritzdüsen 20. Das Wasser wird über Rohrleitungen 19 vermittels einer Pumpe 17 zugeführt, die auch das Bugstrahlruder
über die Rohrleitung 18 versorgt, und sie besitzt eine Leistung
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von einigen 4000 Gallonen pro Minute und einen Förderdruck von
2
etwa 14 kg/cm .
etwa 14 kg/cm .
Die Hochdruckstrahlen lockern die festliegende kompakte Ladung auf und erzeugen einen Bereich hoher Turbulenz im Bodenbereich
des Laderaumes 10. Diese starke Bewegung hält die Teilchen in Suspension oberhalb eines pneumatisch betätigten Schieberventils
16, das den Zufluß der Feststoffe zu dem leitungsförmigen Kiel 22 steuert. Das in die Kielleitung eintretende
Material wird mit dem umgewälzten Seewasser der Saugseite der Pumpe 13 zugeführt. Um den Strom des Materials in dem Laderaum
zu unterstützen, wird auch Hochdruckwasser der Ladung in etwa Deckshöhe zugeführt. Die Menge entspricht etwa der, die mit den
Strahldüsen 20 eingespritzt wird und reicht aus, die Adhäsion eines solchen Baggergutes zu überwinden.
In den Fig. 5 und 6 -sind zwölf Ventile 16 über die Länge der Kielleitung 20 verteilt dargestellt, und zwar jeweils zwei
in der Nähe der Düsen, und die Drehbewegung der Düsenköpfe 20 wird vermittels pneumatischer Einrichtungen 23 herbeigeführt,
die unterhalb des Fußbodens des Laderaumes installiert sind. Das Hochdruckwasser wird den Düsen über Rotationskupplungen 25
zugeführt. Jedes Ventil wird über eine lineare Betätigungsvorrichtung 24 betätigt, die eine aufblasbare Dichtung enthält,
die den Zutritt von Luft verhindert, wenn das Ventil nicht in Gebrauch ist.
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Das Gemisch aus dem leitungsförmigen Kiel, das von der Löschpumpe 13 angesaugt wird, wird über eine Rohrleitung 26
einem Kasten 27 zugeführt, der auf Deck angeordnet ist. Dieser Kasten besitzt zwei Einlasse 28, die einander gegenüberliegen,
und auf diese Weise wird die Energie der beiden eingespeisten Ströme umgewandelt. Prallplatten innerhalb der Kästen bremsen
die Geschwindigkeit des Gemisches und gewährleisten eine gleichmäßige Verteilung auf die Schüttelsiebe 29, die unterhalb des
Kastens angeordnet sind. Die Schüttelsiebe sind von besonderer Konstruktion und obgleich sie im wesentlichen horizontal angeordnet
sind, findet eine Schwingung in geneigter Richtung zum Sieb in dem Traggehäuse statt. Das Gehäuse der Siebe verhindert,
daß Wasser aus dem System verlorengehen kann.
Vier solcher Siebe 29, jedes etwa 1,80 m χ 3,65 m, sind in dem System enthalten, und ein Abstand von etwa 8 mm (5/16")
gestattet einen schnellen und wirksamen Wasserabfluß mit den darin enthaltenen Feinteilen durch das Sieb, so daß die größeren
Feststoffteile, die die wertvolle Ladung des Schiffes darstellen, zurückgehalten werden. Der Durchfall der Siebe 29
wird in tiefen Rinnen 30 gesammelt, über die das Wasser unter dem Einfluß der Schwerkraft in .die Absetztanks 15 für eine
Wiederverwendung zurückfliießt. Die Absetztanks 15 enthalten
zu Beginn etwa 500 t reinen Seewassers, das an Bord genommen wird, wenn das Fahrzeug sich dem Hafen nähert. Die feinen
Teile werden aus der Ladung während des Entladens ausgewaschen
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und damit eine Verschmutzung des Hafens verhindert wird, werden diese feinen Teile in den Absetztanks gesammelt und zurückgehalten.
Hochgelegene Ansaugstellen ermöglichen die Entnahme relativ sauberen Wassers aus den Absetztanks zum Entladen oder
Löschen und für die Düsen. Wenn das Fahrzeug wieder freie See erreicht hat, werden die feinen Teile entladen bzw. in die See
zurückgegeben und die Tanks ausgespült. Diese Absetztanks haben trichterförmige Böden, damit der Reinigungsvorgang begünstigt
wird. In den Böden sind Ventile 31 angeordnet, die jenen
Ventilen entsprechen, die in dem leitungsförmigen Kiel enthalten
sind.
Die entwässerten Feststoffe gelangen über die Enden der Schüttelsiebe auf Rutschen 32, von wo sie auf Transporteinrichtungen
33 gelangen, die das Material wiederum auf einen Querförderer 34 abgeben, der eine lange Fördervorrichtung 35 beschickt,
die außenbords zum Entladen ausgeschwungen werden kann.
Die Siebeinrichtung wird auch während des Ladens des Schiffes benutzt, und zwar zum Sortieren der Ladung in dem
Maße wie sie an Bord kommt. Der Ausgang der Ladepumpe 14 ist mit der Rohrleitung 26 verbunden und die trocken klassierte
Ladung oder Fracht oder das Baggergut wird in die Laderäume vermittels eines Transportvorrichtungssystems 36 verteilt,
das das Gut von den Transporteinrichtungen 33 empfängt, die
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nun in entgegengesetzter Richtung umlaufen, und sie besitzen mehrere Entladungspunkte 37.
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Claims (10)
1. Verfahren zum Entladen eines Schiffes mit Baggergut aus Sand und/oder Kies, dadurch gekennzeichnet, daß das Baggergut
aufgelockert und in den fließfähigen, breiigen Zustand vermittels unter Druck stehenden Wassers zurückversetzt wird und
auf Entwässerungssiebe an Bord der Schiffe gepumpt wird, worauf
das Gut nach dem Entwässern an Land transportiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Wasserdruck von wenigstens 7 kg/cm verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Hochdruckwasser dem Baggergut im Bodenbereich des Laderaumes eingespritzt wird, ein Bereich hoher Turbulenz erzeugt wird
und aus diesem Turbulenzbereich das wieder fließfähige Material über selektiv zu betätigende Ventile eines leitungsförmigen
Kiels von Pumpen abgezogen wird, die es auf auf Deck befindliche Siebe pumpen.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
Hochdruckwasser auch dem Gut in dem Laderaum in Deckshöhe zugeführt wird.
WR/Si * -9-
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5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß
das durch die Siebe abfließende Wasser in Absetztanks aufgefangen wird, aus denen das Wasser zur Speisung der Hochdruckdüsen
entnommen wird.
6". Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch
1 bis 5f dadurch gekennzeichnet, daß Wasserdüsen am Boden der
Laderäume angeordnet sind, unter dem Boden der Laderäume ein leitungsförmiger Kiel (22) verläuft, selektiv zu betätigende
Ventile (16) zur Herstellung einer Verbindung zwischen dem Bodenbereich
der Laderäume und dem Kiel vorgesehen sind, eine Pumpe und Rohrleitungen zur Entnahme der Suspension aus dem leitungsförmigen
Kiel und Überführungen auf an Deck befindliche Siebe zur Abtrennung des Wassers und zum Transport der Feststoffe
an Land.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Düsen schwingen oder rotieren und der leitungsformige Kiel in der Mitte des Bodens des Laderaumes verläuft.
8«, Voaichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet,
daß auf gegenüberliegenden Seiten des Schiffes Absetztanks (15) angeordnet sind sowie eine Pumpe und Rohrleitungen vorgesehen
sind, die Wasser aus den Absetztanks entnimmt und den Hochdruckdüsen zuführt.
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9. Vorrichtung nach Anspruch 6,7 oder 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Transport des Ladegutes vermittels"Transporteinrichtungen
erfolgt, die sich in Längsschiffsrichtung erstrekke'n und das entwässerte Material von den Sieben einem gemeinsamen
Querschiffsförderer zuführen, der das Material an Land befördert.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die in Längsschiffsrichtung verlaufenden Transportvorrichtungen umsteuerbar sind und zum Laden der Ladung dienen, wenn sie
umgesteuert sind und dann das gebaggerte Material auf weitere in Längsschiffsrichtung verlaufende Transportvorrichtungen (36)
geben, die es in die Laderäume verteilen.
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. 44 .
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