DE1887305U - Vorrichtung zur bearbeitung von brotteig. - Google Patents
Vorrichtung zur bearbeitung von brotteig.Info
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Description
Vorrichtung zur Bearbeitung von Brotteig
Der Übergang zur halbautomatischen Arbeitsweise auch in handwerklichen
Betrieben hat dazu geführt, dass eine Reihe von Geräten
zur halbautomatischen Bearbeitung des Brotteiges und zur maschinellen Ausformung der Brotlaibe entwickelt wurden. Die
Bedienung einer solchen Maschine beschränkt sich auf eine einmalige
Einstellung aller Arbeitswerte, sowie auf das Einlegen
der unbearbeiteten, abgewogenen". Teigstücke und das Entnehmen
der fertig bearbeiteten und geformten Brotlaibe,
Diese Brotwirkvorrichtungen sind nach verschiedenen Systemen
aufgebaut und bestehen im Wesentlichen aus Transportbändern und Kombinationen von Walzenpaar-en, durch; die das Teigstück hindurehlaufen
muss, bis es-die. Maschine als fertiger Brotlaib verlässt,,
_2- ;■ if
Kennzeichnend für alle "bekannten Konstruktionen ist die Tatsache, dass das Teigstück einer intensiven Durchknetung unterworfen
werden muss, bevor es in die Brotlaibform gebracht wird.
Dieses starke Durchkneten (das Vorwirken) ist nötig, um dem Teigstück einerseits eine zum G-aren erforderliche Oberflächenspannung
zu geben und um andererseits lufteinSchlüsse aus dem Teig
herauszupressen. Nach dem Yorwirken erhält das Teigstück durch das Formwirken seine charakteristische Iiaibform.
Bei dem Gegenstand der !feuerung, der im folgenden an Hand der
Zeichnungen besprochen werden soll, sind die Arbeitsgänge Yorwirken
und Formwirken eindeutig voneinander getrennt und auf verschiedene Teile der Maschine übertragen.
Fig. 1 zeigt die G-esamtanordnung der Vorrichtung zum Brot-
wirken,
Fig. 2 einen Schnitt längs der linie A-A in Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt längs der linie B-B in Fig. 1,
Fig. 4· den ausgeschwenkten Vorwirker in der Arbeitsstellung
- und
Fig. 5 den eingeschwenkten Yorwirker in der Ruhestellung.
Der intensive Knetvorgang des Vorwirkens erfolgt in dem. Vorwirker
(Fig. 2) durch Auswalzen des Teigklumpens zwischen einer Walze
und einem ebenen Tisch 9, über den ein Transportband 8 läuft, welches den Teig durch den verschieden gross einstellbaren Walzenspalt
drückt. Der so entstandene Teigfladen wird durch ein hintei der Walze 14 herabhängendes Filzband 15 wieder zu einem zylindrischen
Körper zusammengerollt. Damit das Filzband die zum Einrollen nötige Schwere besitzt, wird es auf der Oberseite durch
ein Stahlkettenband belastet.
Während des Vorwirkens wird dieser Auswalz- und Ausrollvorgang
zweimal wiederholt, dazwischen wird das Teigstück um 90° geschwenkt,
so dass das Yorwirken über Kreuz erfolgt.
Das Formwirken, Toei dem das Teigstück in die Brotlaibform gebracht
wird, geschieht auf einer der bekannten TeigauswallmaschäL-nen,
Toei der auf der auslaufenden (in Fig., 1) rechten Seite, der später beschriebene Formwirker aufgesetzt ist*
G-emäss der !Teuerung sind Vbrwirker einerseits und Teigauswallma-.
schinen&ndererseits zwei miteinander verbundene Maschinen mit Einzelantrieb,
die so ausgebildet sind, dass sie sowohl einzeln benutzbar sind, als auch zum Zwecke des Brotwirkens in der ^in der
Fig. 1 dargestellten Weise arbeiten können.. Der besondere Vorteil
dieser Anordnung liegt darin, dass der Vorwirker als Zusatzgerät
mit einer bestehenden Teigäuswallmaschine beliebigen Eabrikatgs
kombiniert werden kann. Weiterhin wird duriSh diese Anordnung die
Ein-Mann-Bedienung einer Brotwirkanlage möglich,, da die Teig—
stücke auf der rechten Seite der Maschine auf den oberen Tisch (Yorwirker) eingeworfen werden, während ebenfalls auf: der rechten
Maschinenseite auf dem unteren Tisch die fertigen Brote ankommen
und von dem rechts stehenden Arbeiter entnommen werden«
Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus: der Teigauswallmaschine 1 mit dem rechten 2 und linken 3 Arbeitstisch, wobei auf dem rechten Arbeitstisch 2 ein Pormwirker 4 befestigt ist, und dem Yorwirker, der auf Stahlrohrfüssen 5 stehend
über die Teigauswallmaschine 1 geschoben wird. (Fig. 1). Der Vor-Wirker
setzt sich wiederum aus einem. i,ängstisch 6 und einem kürzeren Quertisch 7 zusammen, beide Tische stehen im rechten Winkel
zueinander. Über alle Tische 2, 3, 6, 7» 9 der Vorrichtung,
sowohl am Vorwirker als auch an der Teigauswallmaschine, laufen
mit einem maehanischen Antrieb versehene Pilz-Transportbänder 8,.
die "beidseitig mit Spannrollen 10 ausgestattet sind (Pig. 2),
Ein völlig formloses Teigstück kann nun von dem Arbeite^, der am
rechten Ende der Anlage steht, auf den Vorwirk-Iiängstisch β in den
!angtriehter 11 geworfen werden. Es wird den durch Pfeile (Pig·!)
bezeichneten Weg durch die Maschine laufen und zwar über den
Tisch 6, den Quertisch 7, unter dem Quertiseh 7 hindurch zum linken
Maschinentisch 3? durch die Walzen 12 zum rechten Masehinentisch
2 und durch den Formwirker 4 hindurch zurück zum Arbeiten.,
Auf diesem Wege durch die Maschine werden am. Teigstück Operationen vorgenommen, die es wirken und zum Brotlaib formen*. -
Auf dem ^ängstisch 6 des Vorwirkers ist zwischen den Seitenstegen
13 eine frei drehbare, nicht angetriebene Walze 14 gelagert, dahinter
ist ein breites Eilzband 15 aufgehängt, das durch ein Stahlkettenband, das über dem Eilzband liegt, beschwert wird. Durch
einen Exzentermechanismus ist dafür gesorgt, dass die Walze 14 in
den Seitenstegen 13 senkrecht auf und ab bewegt werden kann, um somit eine veränderliche, einstellbare Öffnung des Walzenspaltes
zu erzielen«
Es wurde bereits erwähnt, dass das Teigstück durch das Transportband
geschoben, durch die Walzen breitgewalzt und durch das lilzband
wieder aufgerollt wird. Hierbei entsteht ein etwa zylindrischer
Wirkling, der auf dem Tisch 6 .querliegend weitertransportiert
wird, bis er am Ende des Tisches an der schiefen Ebene 16 abrollt,
und in Längsrichtung auf dem Quertiseh 7 zu liegen kommt. Der
Wirkling hat also dureh den Wechsel der Tisehbandbewegungsrichtung
eine Drehung um 90° ausgeführt.
Auf dem Quertisch 7 wird er wieder wie "bei Tisch 6 durch eine Walze
getrieben, ausgewalzt und wieder durch das Filzband aufgerollt.
Am Ende des Tisches 7 fällt der zylindrische Wirkling in die Fangöffnung
des Rollbleches 17 und wird auf der Unterseite des Tisches
durch das ziehende Transportbandtrum sich am Eollbleoh abstützend weiterbewegt» Hä sich der Wirkling hierbei um seine Längsachse
dreht, wird er rundum durch Druck geglättet. Das Rollbleeh 17 ist
auf seiner dem Teig zugekehrten Seite mit Filz "belegt, weiter ist
es in seinem Abstand zur Unterseite des Tisches 7 einstellbar,
damit es der Grosse der Teigstücke bei verschiedenen Brotge- ·
wichten angepasst werden kann. ." . .
Der Wirkling fällt nun vom Eollblech 17 herab auf den linken TisiEh
5 der Teigauswallmaschine, auf den er in Längsrichtung-zu liegen
kommt. Das Transportband .der Teigauswallmaschine schiebt das Teigstück zum Walzenpaar 12, hier wird es dünn ausgewallt und zum
letzten Mal durch ein hinter dem Walzenpaar herabhängendes FiIzband
aufgewickelt. - -
Als querliegender Zylinder vorgeformt, durchläuft es nun noch den
Formwirker 4, der auf dem rechten Tisch 2 der Teigauswallmaschine
aufgebaut ist. G-emäss Fig» 3 besteht der Formwirker aus einem
Blechkasten 19 und einer darin aufgehängten Druckplatte 18, die sich in ihrer Höhe über dem Tisch der Teigauswallmaschine wie auch
in ihrer Heigung zum Tisch verstellen lässt. Die Druckplatte 18
wird meist nach hinten etwas tiefer hängend eingestellt, so dass
der Wirkling einen intensiven Knetvorgang bei gleichzeitiger Rotation
um seine Längsachse erfährt» Das Transportband rollt den
Wirkling durch den Formwirker hindurch: und befördert ihn auf der rechten Maschinenseite in die Hände des Arbeiters zurück.
Durch eine in der Mitte .der Druckplatte 18 angebrachte I>ängsleiste
20 (lig. 1), die unabhäiigig von der Druckplatte in der
Höhe verstellt werden kann, erhält der Brotlaib seine konvexe*
konkave oder zylindrische lörm. :
Pur die Konstruktion der beschriebenen Brotwirk-Anlage sind noch
folgende Merkmale von Bedeutung: - - - .. -
Der Yorwirker ist ein besonderes Gerät mit Einzelantrieb, das sich
mit jeder handelsüblichen Teigauswallmasohine verbinden und sich
zusammen mit ihr verwenden lässt. Ein Antriebsmotor 21 treibt gleichzeitig über eine Schneckenwelle 22 die.Schneckenräder 23
des Quertisches und Längstisches, welche wiederum über die Antriebswalzen
Io die Transportbänder 8 der Tische bewegen, :
Das Gehäuse 24 dieses Sehneckengetriebes ist in eine obere und
eine untere Hälfte geteilt, so dass man nach dem lösen einerKlemm<~
einrichtung den unteren Quertiseh 7 unter den oberen längstisch
einschwenken kann. Die Schwenkbewegung geschieht um die Sehneckenaehse
22 herum. Diese zusammengeschwenkte Stellung des Yorwirkers
ist als seine Ruhestellung zum Abstellen gedacht, da das Gerät in
dieser Stellung besonders wenig Platz einnimmt* .
Claims (8)
1. Vorrichtung zum. Wirken und Formen von Brotlaiben, dadurch gekennzeichnet,
dass ein Torwirker, "bestehend aus zwei mit Transportbändern (8) ausgestatteten Yfirktischen (6,7), die
in einem Winkel,, z.B* einem Winkel von 9O°V zueinander ste- hen
und als Wirkvorrichtung jeweils eine in der Höhe verstellbare,
quer zu den Wirktischen angeordnete, an sich:bekannte Walze
(14) aufweisen hinter der ein beschwertes, frei bewegliches !ilzfeand herabhängt, dergestalt mit einer Teigauswallmaschine
(1) mit aufgesetztem Formwirker (4) verbunden ist,
dass die Teigaufgabe und die Entnahme der Brotlaibe an der . gleichen Seite der Vorrichtung erfolgt. . ■-. . " ■" -,
2. Vorrichtung nach Anspruch .1, dadurch gekennzeichnet, dass' die
Transportbänder (8) der Wirktische (6,7) durch einen Elektromotor (.21), über eine senkrecht stehende Sehneckenwelle (22)
mittels Schneckenräder (23) angetrieben werden.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeich-_
net, dass das Gehäuse (24) des Schneckengetriebes (22,23)
zwischen den beiden Wirktischen (6,7) in einer horizontalen Ebene geteilt ist, wodurch die mit den G-ehäuseteilen verbundenen Wirktische um die Schneckenwelle (22) als Drehachse verschwenkbar
sind. ... ■'-■■■."" ;
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an den beiden Teilen des &ehäuses (24) oder an den
Wirktischen (6,7) eine Arretiereinrichtung vorgesehen ist.
■■■■■■- 8 - - .■■■;.
5» Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 "bis 4» dadurch gekennzeichnet, dass der quer verlaufende Wirktisch (7) ein parallel
zu seiner Unterseite liegendes, im Abstand zu dieser Unterseite
verstellbare, mit einem lilzbelag versehenes EqIITdIeoh.
(17) aufweist,
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass/Ln dem Blechkasten (19) des lormwirkers (.4) eine in der Höhe und in der Neigung zu dem Tisch (2 oder 3)
verstellbare Druckplatte (18) gelagert ist, die auf der Unterseite
einen Mlzbelag trägt,
7. V/orrichtungnach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckplatte (18) aus mehreren nebeneinander
liegenden Einzelplatten zusammengesetzt ist, von denen mindestens
die mittlerePlatte (2o) gegenüber den Seitenplatten in der Hohe verstellbar ist*
8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Wirktische (6, 7) des ¥orwirkers frei tragend
auf U-förmigen Müssen (5) befestig; sind.
vsSää-v
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1961E0015414 DE1887305U (de) | 1961-06-03 | 1961-06-03 | Vorrichtung zur bearbeitung von brotteig. |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1961E0015414 DE1887305U (de) | 1961-06-03 | 1961-06-03 | Vorrichtung zur bearbeitung von brotteig. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1887305U true DE1887305U (de) | 1964-02-13 |
Family
ID=33168071
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1961E0015414 Expired DE1887305U (de) | 1961-06-03 | 1961-06-03 | Vorrichtung zur bearbeitung von brotteig. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1887305U (de) |
-
1961
- 1961-06-03 DE DE1961E0015414 patent/DE1887305U/de not_active Expired
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