DE1881855U - Photographische kamera. - Google Patents
Photographische kamera.Info
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- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
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Description
RÄ.^78288'25.7.83
Kodak Aktiengesellschaft
Stuttgart-Wangen
Hedelfinger Strasse 51+, 60 und 70 23. Juli I963
Die Erfindung betrifft eine photographische Kamera mit einer Einrichtung zum schrittweisen Transport eines zur Bemessung
der Schrittlänge in bestimmten Abständen perforierten Filmstreifens längs einer bestimmten Bahn, bei der diese Einrichtung
einen Filmantrieb und ein Tastglied umfaßt, das in die Perforation des Filmstreifens einzufallen vermag und dann eine
Hemmung des Filmantriebes bewirkt.
Einrichtungen zum schrittweisen Transport eines Rollfilmes, von dem Flächenteile nacheinander belichtet werden sollen, bei
denen der Filmantrieb in Abhängigkeit von der Abtastung von im Filmstreifen in bestimmten Abständen vorgesehnen Perforationen
oder Ausschnitte arretiert wird, sind seit langem bekannt. Die bekannten Einrichtungen waren jedoch aus verschiedenen Gründen
nicht ganz befriedigend. So wurde infolge einer zu großen FiIm-
spannung der Film häufig zerkratzt oder gar zerrissen. Außerdem
hatte eine zu große Spannung oft eine Verwindung der Filmebene zur Folge. Andererseits war bei solchen Einrichtungen
die Brems- oder Verriegelungskraft häufig ungenügend, so daß eine sichere Hemmung des Filmantriebes unterblieb und der Film
vom Photograph zu weit transportiert werden konnte. Weiterhin kam es vor, daß die Einrichtung gänzlich versagte, weil das
Tastglied wegen ungewöhnlicher Steifheit der Papierhinterlegung nicht tief genug in die Perforation des Filmstreifens einfallen
konnte. Die geringe Einfalltiefe des Tastgliedes machte die Einhaltung sehr geringer Toleranzen bei der Fertigung solcher
Einrichtungen erforderlich. Trotzdem kam es immer wieder zu Fehlbelichtungen bzw. Doppelbelichtungen, weil die mit der
Transporteinrichtung gekoppelten Doppelbelichtungssperren wegen der geringen Schaltwege des Tasthebels versagten. Endlich
bestand der Mangel, daß mit solchen Einrichtungen versehene Kameras nicht probeweise betätigt werden konnten, weil bei
Fehlen eines Filmes die Transporteinrichtung und im allgemeinen auch der Verschlußauslöser gesperrt war.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorstehend genannten
Mängel der bekannten Einrichtungen zu vermeiden. Die Erfindung besteht darin, daß ein unabhängig angetriebenes Verriegelungsglied
vorgesehen ist, das als Folge der Bewegung des
Tastgliedes, wenn dieses in die Perforation des Filmstreifens einfällt, den Filmantrieb blockiert und eine weitere Bewegung
des Filmes verhindert.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung wird das Tastglied mit einer verhältnismäßig geringen Kraft gegen
die Oberfläche des Filmes gedrückt. Wenn das Tastglied dann in die Perforation bzw. eine Ausnehmung im Filmstreifen eingefallen
und vom Film in Richtung der Transportbewegung mitgenommen worden 1st, löst es eine unabhängig und unter der Kraft einer
starken Feder stehende Sperrklinke aus, die dann eine verhältnismäßig großen Weg durchläuft und mit verhältnismäßig hoher
Geschwindigkeit in ein Klinkenrad eingreift, das mit dem Filmantrieb fest verbunden ist. Die Bewegung der Sperrklinke gibt
zugleich den Verschlußauslösehebel frei, so daß der Photograph nun eine Aufnahme machen kann. Nach der Aufnahme wird die Sperrklinke
automatisch in ihre Spannstellung zurückgebracht, wo
sie erneut eine Betätigung des Verschlußauslösehebels verhindert. Zugleich wird das Tastglied aus der Perforation des Filmstreifens
herausgezogen und in seine Ausgangsstellung gebracht, in der es wieder die Oberfläche des Filmes berührt und bereit ist,
die nächste Ausnehmung im Film zu ertasten und in diese einzufallen, sobald der Photograph den Film zur Vorbereitung einer
weiteren Aufnahme weiterschaltet.
Es ist also ein Zweck der Erfindung, eine neue und verbesserte Einrichtung zum schrittweisen Transport eines Filmes in einer
Rollfilmkamera zu schaffen, in der ein Film Verwendung findet, der in bestimmten Abständen perforiert ist.
Ein anderes Ziel der Erfindung ist es, eine Einrichtung zur Bemessung
der Schrittlänge eines schrittweise fortgeschalteten Filmes zu schaffen, bei der von der Abtastung der Perforation
des Filmstreifens Gebrauch gemacht wird, um den Filmantrieb zu arretieren, ohne daß der Film einer Spannung ausgesetzt wird,
die ein Reißen, Verkratzen oder Verwinden des Filmes zur Folge haben könnte.
Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, die Bewegung des Gliedes zum Abtasten der Perforation des Filmstreifens zu vergrößern
und eine Hebelbewegung von genügender Größe und Geschwindigkeit zu erzeugen, um den Filmantrieb mit Sicherheit
zu hemmen.
Noch ein Ziel besteht darin, eine Transporteinrichtung zu schaffen,
welche die Perforation eines Rollfilmes abtastet und die automatisch und mit genügender Bewegungsfreiheit und genügender
Geschwindigkeit wirksam wird, um sicherzustellen, daß der Filmantrieb vom Photograph nicht überdreht werden kann, nachdem die
Tastvorrichtung zur Blockierung des Filmantriebes wirksam geworden ist.
Die Erfindung hat weiterhin den Zweck, eine Filmbemessungseinrichtung
für Rollfilm-Kameras zu schaffen, die einen genügenden Druck und eine genügende Bewegung des Tastgliedes erfordert, um
fehlerhafte Bemessungen zu vermeiden.
Ein weiteres Ziel der Erfindung ist es, eine relativ einfache und wirtschaftliche Bemessungsvorrichtung zu schaffen, welche
die Perforation eines Rollfilmes abtastet und die Bewegung des Tastgliedes genügend verstärkt, um die sichere Steuerung einer
Vorrichtung zu Verhinderung von Doppelbelichtungen zu gewährleisten.
Ein anderes Ziel ist darin zu erblicken, eine Vorrichtung zu schaffen, durch die der Filmantrieb mit Sicherheit gehemmt wird,
wenn sich ein Film in der Kamera befindet und die Vorrichtung die Perforation des transportierten Hollfilmes erfühlt, die
aber eine probeweise Betätigung der Kamera zuläßt, wenn sich kein Film darin befindet.
Weitere Ziele, Zwecke und charakteristische Merkmale der Erfindung
gehen aus der folgenden Beschreibung und der Zeichnung hervor, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt
ist. Es zeigen:
-6-
Fig. 1 eine einfache Rollfilmkamera, in der eine Vorrichtung nach der Erfindung eingebaut ist,
Fig. 2 eine vereinfachte perspektivische Ansicht einer Vorrichtung
nach der Erfindung, in der alle nicht zum Verständnis der Erfindung notwendigen Teile fortgelassen
sind, und die
Fig. 3 bis 6 Draufsichten auf die-Vorrichtung nach Fig. 2
in vier verschiedenen Stellungen zur Erläuterung der Wirkungsweise der Vorrichtung.
Fig. 1 zeigt eine typische, einfache Rollfilmkamera 11, in der ein
Rollfilm zur Herstellung von photographischen Aufnahmen nach Wunsch dem Licht ausgesetzt werden kann, das längs der optischen
Achse 13 in die Kamera einfällt. Eine Linse 15, eine Verschlußlamelle
17 und eine Blende 19, die alle in Fig. 2 in vereinfachter Weise dargestellt sind, sind längs der optischen Achse 13
angeordnet. Der Rollfilm 21, der in üblicher Weise in die Kamera eingelegt sein kann, wird nach jeder Aufnahme mit Hilfe eines
Aufzughebels 23 weitergeschaltet, der in nicht dargestellter Weise mit Hilfe einer Zahnrad-Klinken-Anordnung mit dem Filmantrieb
verbunden ist. Die Kamera 11 weist außerdem einen Verschlußauslösehebel 25 auf, der, wenn er vom Photograph niedergedrückt
wird, um den Stift 27 verschwenkt wird und hierbei den nicht dargestellten Verschluß auslöst, der seinerseits ein Verschwenken
der Verschlußlamelle 17 um den Stift 29 bewirkt, wodurch die
Belichtungsöffnung 19 kurzfristig freigegeben und der Film
in bekannter Weise belichtet wird.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, ist der Rollfilm 21 mit einer Perforation
31 versehen, die bei der Herstellung des Filmes in vorbestimmten Abständen ausgestanzt worden ist. Vor der ersten
und nach jeder weiteren Aufnahme bewegt der Photograph den Aufzughebel 23 vor und zurück und erteilt dabei dem Filmantrieb
der Kamera eine einsinnige Drehbewegung entgegen dem Uhrzeigersinn. Das Klinkenrad 33 ist fest mit der nicht dargestellten
Filmaufwickelspule verbunden und dreht sich ebenfalls entgegen dem Uhrzeigersinn, wenn der Film 21 mit Hilfe des Filmantriebes
in Richtung des in Fig. 2 gezeigten Pfeiles 22 angetrieben wird.
Die in der Zeichnung dargestellte Einrichtung zur Bemessung der Schrittlänge des schrittweise transportierten Filmes umfaßt ein
Tastglied 35, das mit dem Langloch 39 lose auf dem Stift 37
sitzt. Eine Feder kl, die um den Lagerzapfen V3 herumgewunden
ist und mit einem Ende am Stift k-5 und mit dem anderen Ende
am Arm k7 des Tastgliedes 35 anliegt, ist bestrebt, das Tastglied
sowohl entgegen dem Uhrzeigersinn um den Stift 37 zu verschwenken
als auch zugleich von der Bahn des Rollfilmes 21 fern zu halten.
Der Verriegelungshebel 51 ist drehbar auf dem Lagerzapfen !+3
angebracht und wird von der Feder 53 > die ebenfalls um den
Lagerzapfen !+3 herumgewunden 1st und mit einem Ende am Stift
k5 und mit dem anderen Ende an einem ausgestanzten Lappen 55
des Hebels 51 anliegt, im Uhrzeigersinn und damit in Richtung
auf den Film 21 beaufschlagt. Am Verriegelungshebel 51 1st
eine Nockenfläche 57 angebracht, die an einem abstehenden Lappen 59 des Tastgliedes 35 anliegt. Am Verriegelungshebel 51
ist ein Arm 61 zur Sperrung des Verschlusses angebracht, der den Verschlußauslösehebel 25 untergreift und damit ein Niederdrücken
des Hebels durch den Photographen verhindert, wenn der Verriegelungshebel die in Fig. 2 dargestellte Lage einnimmt.
Der Verriegelungshebel 51 ist außerdem mit einem Klinkenarm
63 versehen, der so ausgebildet ist, daß er in das Klinkenrad 33 eingreift, wenn der Verriegelungshebel sich unter
der Wirkung der Feder 53 im Uhrzeigersinn zu drehen vermag.
Um das Verständnis der in der Zeichnung dargestellten Vorrichtung nach der Erfindung zu erleichtern, wird im folgenden die
Funktionsweise dieser Vorrichtung anhand der Fig. 3 Ms 6 erläutert,
welche die einschlägigen Teile der Vorrichtung nach Figi 2 in vier Stellungen zeigen, die sie nacheinander bei der
Betätigung der Vorrichtung einnehmen.
Fig. 3 zeigt die Stellung der Teile der Vorrichtung, die sie
einnehmen, wenn der Photograph den Film 21 in Pfeilrichtung
zur Vorbereitung einer neuen Aufnahme weiterschaltet, wobei das Klinkenrad 33 mit der Filmaufwickelspule entgegen dem
Uhrzeigersinn verdreht wird. In der gezeigten Stellung befindet sich die Nase 65 des Tastgliedes 35 zwischen den beiden
Anschlägen 67 und 69. Das Tastglied 35 liegt unter der Kraft der Feder 1KL am Anschlag 69 an. Zugleich wird die Nase 65
des Tastgliedes 35 gegen die Fläche des Rollfilmes 21 gedruckt, und zwar von dem Verriegelungshebel 51>
der auf den Lappen 59 einwirkt. Wie oben erläutert wurde, ist die sehr stark ausgebildete
Feder 53 bestrebt, den Verriegelungshebel im Uhrzeigersinn zu verschwenken und infolgedessen in Richtung auf den
Film zu drücken.
Es ist zu beachten, daß das Tastglied nicht die volle Kraft der starken Feder 53 auf die Oberfläche des Filmes überträgt.
Die Feder hl liefert vielmehr eine Kraft, die bestrebt ist, das Tastglied von der Filmfläche zu entfernen und die infolgedessen
die Wirkung der starken Feder 53 abschwächt und den vom Tastglied auf die Filmoberfläche ausgeübten Druck vermindert.
Zu erwähnen ist noch der in den Fig. 3 bis 6 dargestellte, in Fig. 2 aber aus Gründen der Übersichtlichkeit fortgelassene
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Schaltarm 71» der in Fig. 3 in einer Spannstellung gezeigt ist,
in die er beim Spannen des Verschlusses der Kamera gebracht
wird. Der Schaltarm 71 ist auf dem Zapfen 73 drehbar gelagert
und wird mittels der Feder 75 mit hoher Geschwindigkeit verschwenkt,
wenn er aus seiner Spannstellung von einem Glied des Verschlusses freigegeben wird, das in der Zeichnung nicht näher
dargestellt ist, dessen Anbringung und Wirkungsweise aber für jeden Fachmann verständlich ist.
Es sei an dieser Stelle ferner bemerkt, daß in der gerade beschriebenen
Zeitspanne, in der der Film 21 transportiert wird und die verschiedenen Teile der Vorrichtung die in Fig. 3
dargestellte Lage einnehmen, und der vorausgehenden Zeit, die einer Belichtung des Filmes folgt, der Verschlußsperrarm 61
des Verriegelungshebels 51 im Wege des Verschlußauslösehebels
25 liegt und eine Auslösung des Verschlusses verhindert, bis der Film mit Hilfe des Filmantriebes ein genügendes Stück weiterbewegt
worden ist.
Wenn der Film so weit transportiert worden ist, daß ein Perforationsloch
31 der Nase 65 des Tasthebels 35 gegenübersteht, kann die Kraft der Feder 53 den Verriegelungshebel 51 im Uhrzeigersinn
verschwenken. Sie schiebt dabei den Tasthebel 35 durch die Bewegungsbahn des Filmes 21 hindurch, bis sich die
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Nase 65 durch das Perforationsloch 31 erstreckt, wie es in
Fig. k dargestellt ist. In dieser Position wird die geradlinige,
eine effektive Verlängerung des Tastgliedes 35 bewirkende Bewegung desselben durch Anschlagen des Stiftes 37
an der Hinterkante des Langloches 39 beendet. Die Bewegung des Verriegelungshebels im Uhrzeigersinn, die beim Eindringen
der Nase 65 in das Perforationsloch 31 erfolgt, ist nicht ausreichend,
um den Klinkenarm 63 des Verriegelungshebels 51 in
Eingriff mit dem Klinkenrad 33 zu bringen, jedoch wird dabei der Verschlußsperrarm 6l aus dem Weg des Verschlußauslösehebels
25 herausgeschwenkt. Infolgedessen wird durch das Einfallen des Tasthebels 35 in die Perforation des Filmstreifens der
Filmantrieb noch nicht blockiert, aber der Kameraverschluß zur Betätigung freigegeben.
Dieses Merkmal der Erfindung verdient besondere Beachtung, weil hierdurch ein zweifacher Zweck erfüllt wird. Zunächst wird dadurch
erreicht, daß Bewegungen des Tastgliedes, bei denen die Bewegungsebene des Filmes durchstoßen wird und die auf eine
unebene Papierhinterlegung oder ein kurzfristiges Nachlassen der Filmspannung zurückzuführen sind, nicht zu einer falschen
Bemessung der Schrittlänge beim Transport des Filmes führen können. Zum anderen nimmt das Tastglied 35 die in Fig. h dargestellte,
nach vorn gerückte Lage auch dann ein, wenn sich kein Film in der Kamera befindet. Wie gerade erläutert, greift in
dieser Lage der Klinkenarm 63 in das Klinkenrad 33 nicht ein,
so daß der Filmantrieb noch betätigt werden kann, und der Verschlußsperrarm
6l sperrt nicht mehr den Verschlußauslösehebel 25, so daß auch der Verschluß betätigt werden kann. Dies ermöglicht
es, die Kamera probeweise zu betätigen, ohne daß ein Film eingelegt werden muß»
Da der Filmantrieb durch das Einfallen des Tastgliedes 35 in die Perforation 31 noch nicht gehemmt wird, setzt der Photograph
das Transportleren des Filmes fort, bis die Hinterkante des Perforationsloches 31 an der Nase 65 des Tastgliedes 35
zur Anlage kommt und dieses entgegen dem Uhrzeigersinn und entgegen der Kraft der Feder *+l um den Stift 37 verschwenkt.
Dabei wird der Eappen 59 des Tastgliedes 35, in der Zeichnung nach links, längs der Nockenfläche 57 des Verriegelungshebels
51 bewegt. Sobald wie der Lappen 59 die scharf vorspringende
Ecke der Nockenfläche 57 erreicht, wird der Verriegelungshebel augenblicklich von der- indirekt auf ihn entgegen dem Uhrzeigersinn
einwirkenden Kraft der Feder hl befreit und bewegt sich
plötzlich mit hoher Geschwindigkeit unter der vollen Kraft der Feder 53 im Uhrzeigersinn , bis der Klinkenarm 63 des Verriegelungshebels
51 in das Klinkenrad 33 eingreift und eine weitere Bewegung des Filmantriebes mit Sicherheit verhindert.
Es sei besonders darauf hingewiesen, daß die Kraft der Feder 53 zwar durch die Feder ^l gemindert wird, um eine übermäßige Belastung
des Filmes 21 durch das Tastglied 53 zu vermeiden, daß aber die Kraft der Feder 53 bei der Verriegelung des Filmantriebes
voll zur Wirkung kommt.
Es ist ersichtlich, daß durch die so.eben beschriebene plötzliche Freigabe des Verriegelungshebels 51 unter der vollen Kraft der
starken Feder 53 noch weitere wesentliche Vorteile erzielt werden. Die Geschwindigkeit des Verriegelungshebels 51) der Weg,
den er durchläuft, und die Kraft, die er auf das Klinkenrad beim Blockieren des Filmantriebes ausübt, sind erstens von der Tasteinrichtung
gänzlich unabhängig, stehen zweitens in keiner Beziehung zur Kraft und Geschwindigkeit, mit der der Photograph
den Filmantrieb betätigt, und sind drittens von dem tatsächlichen Weg des Tastgliedes unabhängig. Die Erfindung macht es
infolgedessen möglich, die verhältnismäßig kleinen und schwachen Bewegungen des Tastgliedes beträchtlich zu verstärken, um eine
sichere Verriegelung zu erzielen, ohne daß dabei der Film 21 übermäßig belastet wird.
Die Verriegelung des Filmantriebes zeigt dem Photograph an, daß
der Film 21 genügend weit transportiert worden ist, um eine neue
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Aufnahme zu machen und daß der Verschlußauslösehebel ohne die
Gefahr einer Doppelbelichtung betätigt werden kann.
Wie oben erläutert, bewirkt ein Spannen des Verschlusses zugleich ein Spannen des Schaltarmes 71, der dann in der in Fig.
5 gezeigten Stellung verriegelt wird. Wenn nach der erfolgten Belichtung eines Filmes der Verschlußauslösehebel 25 in seine
Ruhelage zurückkehrt, gibt der nicht näher dargestellte Verschluß den Schaltarm 71frei, der dann um den Zapfen 73 unter
der Wirkung der Feder 75 mit hoher Geschwindigkeit entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt wird. Wie Fig. 6 zeigt, schlägt
der Schaltarm 71 an dem Verriegelungshebel 51 an und verschwenkt
diesen gegen die Kraft der Feder 53 entgegen dem Uhrzeigersinn um den Zapfen M-3» Bei dieser Schwenkbewegung des Verriegelungshebels 51 wird das Tastglied 35 von der Kraft der Feder 53 befreit,
Das Tastglied 35 bewegt sich nun allein unter der Wirkung der Feder hl zunächst von der Bewegungsbahn des Filmes 21 fort, wobei
die Nase 65 des Tastgliedes aus dem Perforationsloch 31
herausgezogen wird, wie es in Fig. 6 dargestellt ist. Diese Rückstellbewegung wird fortgesetzt, bis die Vorderkante des
Langloches 39 am Stift 37 anschlägt. Dann wird das Tastglied 35 durch die Kraft der Feder ^l im Uhrzeigersinn um den Stift
37 verschwenkt, bis es am Anschlag 69 anliegt, wie es die Fig. 3 zeigt.
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Die durch den Schaltarm 71 bewirkte Bewegung des Verriegelungshebels entgegen dem Uhrzeigersinn bringt erneut den Verschlußsperrarm 6l in den Weg des Verschlußauslösehebels 25 und den
Klinkenarm 63 außer Eingriff mit dem Klinkenrad 33, so daß der Filmantrieb zum Weiterschalten des Filmes freigegeben und zugleich
ein versehentliches Auslösen des Verschlusses verhindert wird, bis der Film 21 erneut ein genügendes Stück transportiert
worden ist, um die zur Bemessung der Schrittlänge vorhandenen Schaltglieder in der vorstehend beschriebenen Weise zur Wirkung
kommen zu lassen.
Bei dem beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung
dient die anfängliche Bewegung des Aufzughebels 23 in bekannter. Weise zum Spannen des Kameraverschlusses. Dabei gelangt
auch der Schaltarm 71 in seine Spannstellung, so daß alle Teile
ihre in Fig. 3 dargestellte Ausgangslage einnehmen können.
Es versteht sich, daß nur ein spezifisches Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben und dargestellt worden ist und dieses
im wesentlichen im Hinblick auf eine Vereinfachung der Erläuterung der Erfindung ausgewählt worden ist und nicht, um die
Erfindung auf irgend eine Ausführungsform zu beschränken. Es
versteht sich ferner, daß das dargestellte Ausführungsbeispiel
auf verschiedenste Weise abgeändert, angepaßt oder verändert werden kann, um Erfordernissen der Praxis gerecht zu werden, ohne
den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
Claims (1)
- Schutzansprüche1» Photographische Kamera mit einer Einrichtung zum schrittweisen Transport eines zur Bemessung der Schrittlänge in bestimmten Abständen perforierten Filmstreifens längs einer bestimmten Bahn, bei der diese Einrichtung einen Filmantrieb und ein Tastglied umfaßt, das in die Perforation des Filmstreifens einzufallen vermag und dann eine Hemmung des Filmantriebes bewirkt, dadurch gekennzeichnet, daß ein unabhängig angetriebenes Verriegelungsglied (5D vorgesehen ist, das als Folge der Bewegung des Tastgliedes (35)5 wenn dieses in die Perforation (31) des Filmstreifens (21) einfällt, den Filmantrieb (23,33) blockiert und eine weitere Bewegung des Filmes verhindert.2. Kamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,, daß das Tastglied (35) von einer ersten Stellung, in der es die Oberfläche des Filmes (21) berührt, über eine sich in Verlängerung der ersten befindlichen Zwischenstellung, in der es in die Perforation (3D des Filmstreifens eingefallen ist, in eine zweite Stellung bewegbar ist, die gegenüber der Zwischenstellung in Transportrichtung (22) des Filmes versetzt ist und in der das Tastglied innerhalb der Perforation den Filmstrei-fen berührt, und daß das unabhängig angetriebene Verriegelungsglied (51) den Filmantrieb (23»33) erst dann blockiert und den Transport des Filmes erst dann stoppt, wenn das Tastglied sich in der zweiten Stellung befindet.3. Kamera nach den Ansprüchen 1 und 2 mit einer Belichtungsöffnung und einem diese Öffnung abdeckenden Verschluß, dadurch gekennzeichnet, daß ein den Verschluß sperrendes Glied (6l) vorgesehen ist, das von dem Tastglied (35) gesteuert wird und die Freigabe der Belichtungsöffnung (19) durch die Verschlußlamelle (17) verhindert, solange sich das Tastglied in seiner ersten Stellung befindet.k. Kamera nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, daß das Verriegelungsglied (51) nach Auslösen des Verschlusses von diesem in die Entriegelungsstellung zurückgebracht wird.5* Kamera nach einem der Ansprüche 1 bis M-, dadurch gekennzeichnet, daß das Verriegelungsglied (51) als unter der Wirkung einer Feder (53) stehende Sperrklinke (63) ausgebildet ist, die mit einem Klinkenrad (33) zusammenwirkt, das an einem drehbaren Glied des Filmantriebes angebracht ist, und die Sperrklinke vom Tastglied (35) in einer Spannstellung außer Eingriff mit dem Klinkenrad des Filmantriebes gehalten wird-18-/■■' - 18 - ALund als Folge der Bewegung des Tastgliedes beim Einfall desselben in die Perforation (31) des Filmstreifens (21) unter der Wirkung der Feder in eine Ruhestellung übergeht, in der sie in das Klinkenrad eingreift und so den Filmantrieb blokkiert und einen weiteren Transport des Filmes verhindert.6. Kamera nach den Ansprüchen k und 5> dadurch gekennzeichnet, daß der Verschluß einen Schaltarm (71) enthält, der bei gespanntem Verschluß eine erste Stellung einnimmt und in eine zweite Stellung bewegt wird, nachdem der Verschluß zur Belichtung des Filmes ausgelöst worden ist, und daß die Sperrklinke (5lj63) aus ihrer Ruhestellung in die Spannstellung durch die Bewegung des Schaltarmes von der ersten in die zweite Stellung zurückgeführt wird.7· Kamera nach den Ansprüchen 3 und 5» dadurch gekennzeichnet, daß das den Verschluß sperrende Glied (6l) von der Bewegung der Sperrklinke (51»63) gesteuert wird und die Auslösung des Verschlusses und die Belichtung des Filmes (21) verhindert, solange sich die Sperrklinke in der Spannstellung befindet.8. Kamera nach den Ansprüchen 2 und 5> dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrklinke (51,63) eine Nockenfläche {57) aufweist, die in Eingriff mit dem Tastglied (35,59) steht und eine-19-plätzliche Bewegung der Sperrklinke in ihre Ruhestellung erst dann zuläßt, wenn das Tastglied von seiner Zwischenstellung durch die Bewegung des Filmes (21) längs seiner Bahn in die zweite Stellung gebracht wird.9. Kamera nach den Ansprüchen 2 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine die Sperrklinke (5l»63) beaufschlagende Feder (53) auch auf das Tastglied (35) eine Kraft in Richtung von dessen erster Stellung auf dessen Zwischenstellung ausübt und eine zweite Feder (kl) vorgesehen ist, die auf das Tastglied eine in Richtung von der zweiten Stellung zur ersten Stellung hin wirkende Kraft ausübt und die schwächer ist als die erste Feder, so daß die Wirkung der ersten Feder auf das Tastglied durch die zweite Feder vermindert und das Tastglied durch die zweite Feder in die erste Stellung zurückgeführt wird, wenn der Schaltarm (71) des Verschlusses sich in seiner zweiten Stellung befindet.
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