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DE188179C - - Google Patents

Info

Publication number
DE188179C
DE188179C DENDAT188179D DE188179DC DE188179C DE 188179 C DE188179 C DE 188179C DE NDAT188179 D DENDAT188179 D DE NDAT188179D DE 188179D C DE188179D C DE 188179DC DE 188179 C DE188179 C DE 188179C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pipes
section
sealing
pipe
sealing material
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT188179D
Other languages
English (en)
Publication of DE188179C publication Critical patent/DE188179C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16LPIPES; JOINTS OR FITTINGS FOR PIPES; SUPPORTS FOR PIPES, CABLES OR PROTECTIVE TUBING; MEANS FOR THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16L13/00Non-disconnectable pipe joints, e.g. soldered, adhesive, or caulked joints
    • F16L13/10Adhesive or cemented joints
    • F16L13/11Adhesive or cemented joints using materials which fill the space between parts of a joint before hardening
    • F16L13/113Adhesive or cemented joints using materials which fill the space between parts of a joint before hardening for concrete pipes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Sealing Material Composition (AREA)
  • Sewage (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 85 e. GRUPPE
G. μ. β. H. in FRITZLAR.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. Januar 1905 ab.
Um eine dichte Verbindung an der Stoßstelle zweier Rohre aus Zement herzustellen, hat man es versucht, die Stirnflächen, mit denen die Rohre gegeneinander stoßen, je mit einer ringsum laufenden Rille von überall gleicher Stärke zu versehen und dann ein Dichtungsmaterial in den beim Zusammentreffen der beiden Rohre gebildeten ringförmigen Hohlraum von überall gleichen Querschnitten einzupressen. Eine derartige Verbindung hielt auf die Dauer aber nicht dicht. Es wurde an der höchsten Stelle ein schmaler Kanal ausgespart und durch diesen bei den fertig verlegten Rohren der zwischen zwei Stoßflächen freigelassene ringförmige Hohlraum mit irgendeinem geeigneten flüssigen Dichtungsmaterial, wie Zement, Asphalt, Blei ■ ο. dgl., ausgegossen. Die Notwendigkeit, die rings um den ausgegossenen Hohlraum noch
so vorhandenen Ränder, also die eigentlichen Stoßflächen, zur Vermeidung eines Abbröckeins der Ränder beim Transport, Verlegen und festen Gegeneinanderdrücken der Rohre möglichst breit zu halten, machte es erforderlich, den Querschnitt des ringförmigen Hohlraumes in Richtung der Stoßfläche möglichst schmal zu gestalten und dafür zur Erzielung einer größeren Dichte den Hohlraum mehr in die Rohrwandung hineinragen zu lassen. Solange derart gebaute und zusammengesetzte Rohre nun in Gegenden von guter und harter Bodenbeschaffenheit verlegt wurden, zeigte sich bei den Versuchen kein Undichtwerden an den Stoßstellen. Wesentlich anders gestaltete es sich jedoch, wenn die Bodenverhältnisse nicht
so günsti'g, sondern feucht und schlammig waren. Hier trat nach erfolgtem Probeverlegen und Überschütten der Rohre meistens eine nachträgliche Durchbiegung der einen oder anderen Strecke der Leitung ein, was zur Folge hat, daß die Stoßflächen zweier benachbarten Rohre dieser Strecke in der oberen Zone des Rohrquerschnittes fester gegeneinander gedrückt, in der unteren Zone dagegen stark auseinander gezogen werden; die ganze in Mitleidenschaft gezogene Leitungsstrecke verhält sich also hinsichtlich der Beanspruchung der Stoßflächen wie ein auf zwei Stützen frei ruhender, elastischer, gleichmäßig belasteter Träger. Die in der oberen Zone zweier benachbarten Stoßflächen auftretenden Druckkräfte müssen unmittelbar von den zusammengepreßten Stoßflächen aufgenommen werden können; diese ziemlich groß zu wählen, erweist sich demnach hier als vorteilhaft; der Querschnitt des Dichtungsringes dagegen kann in der oberen Zone so schmal gewählt werden, wie es zur Erreichung der Dichtigkeit eben ausreicht, da er zur Überwindung der Druckkräfte nichts beizutragen hat. In der unteren Zone dagegen muß der Querschnitt des Dichtungsringes in Richtung der Stoßflächen ziemlich groß sein, mit Berücksichtigung der Flächenordnung und der Wahl des Dichtungsmateriales mindestens so groß, daß er den auftretenden Zugkräften hinreichenden Widerstand zu bieten und dieselben auf den Rohrquerschnitt zu übertragen imstande ist.
Wenn nun bei. den Versuchen den Festigkeitsbedingungen genügt wurde, so ergab sich
gleichzeitig noch ein anderer Vorteil. Es zeigte sich nämlich beim Ausgießen der eingangs erwähnten schmalen Dichtungsrinne, daß auch die sorgsamste Ausführung ein Undichtwerden am Rohrfuße trotz festen und sicheren Einbettens der Rohre selbst an von allem Verkehr fernliegenden Stellen, an welchen der Boden keine Erschütterungen erfahren konnte, noch lange Zeit nach dem
ίο Verlegen der Leitung nicht verhinderte. Man suchte diesem Ubelstand dadurch abzuhelfen, daß man die Leitung unterhalb der Stoßflächen durch breitflächige Platten unterstützte oder die Rohrleitungen an den Stoßstellen mit Muffen umgab; durch diese Maßnahme wurde zwar das Auftreten von Undichtigkeiten einigermaßen beschränkt, aber bei weitem nicht vollständig beseitigt. Nun glaubte man sein Augenmerk auf die chemische Beschaffenheit des Dichtungsmateriales lenken zu müssen und nahm an, daß die bisher dazu verwandten Materialien nicht die gegen die Einflüsse der Witterung und der in Boden und Rohrleitung enthaltenen Flüssigkeiten erforderliche Wider-Standsfähigkeit besäßen, jedoch vermochten auch alle in dieser Richtung angestellten Versuche und Verbesserungen die unliebsame Erscheinung nicht zu beseitigen. Sobald nun wieder die Dichtungsrinne am Rohrfuße in Richtung der Stoßfuge erweitert wurde, trat kein Undichtwerden mehr auf. Es hatten nämlich im Eingußmaterial auftretende Blasen bei dem dünnen Querschnitt der Dichtungsrinne das Durchsickern der Erdflüssigkeit bezw. der im Rohre befindlichen Flüssigkeit begünstigt, was jetzt ausgeschlossen war. So entstand die nachstehend beschriebene Konstruktion.
Fig. ι zeigt zwei zusammenstoßende Rohre in Ansicht; Fig. 2 gibt einen an der Stoßfläche durch die Rohre gelegten Längsschnitt wieder, während Fig. 3 eine Ansicht auf die Stoßfläche eines Rohres darstellt.
Zur Aufnahme des Dichtungsmateriales ist jedes Rohr α an seiner Stoßfläche mit der ringsum laufenden Rille b versehen, so daß beim Zusammenlegen .zweier Rohre in deren Stoßflächen ein ringsum laufender Hohlraum entsteht. Dieser ist zwecks Einfüllen des Dichtungsmateriales mit dem Rohräußern durch den kurzen Kanal c in Verbindung. In gewissen Fällen, z. B. bei Rohren von großem Durchmesser oder bei Anwendung eines sehr schnell erstarrenden Dichtungsmateriales, wird es sich empfehlen, einen Kanal c nicht nur am Kopfe, sondern auch noch an den Seiten der Rohre anzuordnen, damit das Dichtungsmaterial einen möglichst kleinen Weg zurückzulegen hat, auf dem ein vorzeitiges Erstarren ausgeschlossen ist. Zum Unterschiede von allen bisher gebräuchlichen Dichtungsringen hat hier die Rille b nicht überall den gleichen Querschnitt, sondern erhält in der unteren Zone, wie aus Fig. 3 deutlich hervorgeht, eine Verbreiterung. Zur Erzielung eines möglichst großen, der Durchbiegung bei Einsenkungen widerstehenden Momentes wird man natürlich die Verbreiterungen der Rille b möglichst weit nach unten, d. h. in den Rohrfuß legen. Um ein besseres Zusammenpassen der Rohren zu erzielen, können sie mit Vorsprüngen d versehen sein. Auch versuchte man der Einsenkung dadurch entgegenzuwirken, daß man die Stoßstellen durch geeignet geformte Unterlagen e unterstützte, was aber bei guter Ausführung der Dichtung nicht erforderlich ist. Als einzugießendes Bindemittel wird man ein solches wählen, welches außer der erforderlichen Dichtigkeit auch die nötige Zugfestigkeit besitzt und mit dem Zement eine möglichst innige Verbindung eingeht.
Die mit Zementrohren angestellten Versuche haben die günstigsten Resultate bei Verwendung von Asphaltkitt ergeben. Man ging bei den Versuchen in der Weise vor, daß man zwei oder mehrere nach dem Verfahren verbundene Rohre einen steilen, ziemlich unebenen Abhang herunterrollen ließ. Das Ergebnis war, daß von den zahlreichen Proben keine einzige Dichtungsstelle beschädigt wurde. Es brachen vielmehr sehr viele Rohre durch das heftige Aufstoßen der Ecken entzwei und viele sogar dicht neben den Dichtungsstellen. Sehr selten jedoch verfolgte der Bruch ein kurzes Stück die Stoßstelle. Man erweiterte die Versuche dahin, daß man eine längere, nach dem Verfahren zusammengefügte Rohrreihe in sehr weiches Erdreich einbettete, wobei die Enden der Strecke fest auflagen, die Dichtungsstellen der Strecke dagegen nicht unterstützt waren; nach längerem Liegen war zwar eine starke Durchbiegung der Strecke zu bemerken, jedoch hatte die Dichtigkeit und Undurchlässigkeit nicht die geringste Einbuße erlitten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verbindung für Zementrohre mit Fuß, bei denen an beiden Stirnseiten ringsherum laufende, beim Zusammenschieben der Rohre einen geschlossenen Hohlringraum no bildende Rinnen vorgesehen sind, gekennzeichnet durch eine Verbreiterung der Rinne in der Stirnebene des Rohrfußes, zum Zwecke, durch den größeren Querschnitt des Verbindungskörpers die Festigkeit und Dichtigkeit zu erhöhen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT188179D Active DE188179C (de)

Publications (1)

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Family

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Application Number Title Priority Date Filing Date
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DE (1) DE188179C (de)

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