DE188179C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE188179C DE188179C DENDAT188179D DE188179DC DE188179C DE 188179 C DE188179 C DE 188179C DE NDAT188179 D DENDAT188179 D DE NDAT188179D DE 188179D C DE188179D C DE 188179DC DE 188179 C DE188179 C DE 188179C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- pipes
- section
- sealing
- pipe
- sealing material
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16L—PIPES; JOINTS OR FITTINGS FOR PIPES; SUPPORTS FOR PIPES, CABLES OR PROTECTIVE TUBING; MEANS FOR THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16L13/00—Non-disconnectable pipe joints, e.g. soldered, adhesive, or caulked joints
- F16L13/10—Adhesive or cemented joints
- F16L13/11—Adhesive or cemented joints using materials which fill the space between parts of a joint before hardening
- F16L13/113—Adhesive or cemented joints using materials which fill the space between parts of a joint before hardening for concrete pipes
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Sealing Material Composition (AREA)
- Sewage (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 85 e. GRUPPE
G. μ. β. H. in FRITZLAR.
Um eine dichte Verbindung an der Stoßstelle zweier Rohre aus Zement herzustellen,
hat man es versucht, die Stirnflächen, mit denen die Rohre gegeneinander stoßen, je
mit einer ringsum laufenden Rille von überall gleicher Stärke zu versehen und dann ein
Dichtungsmaterial in den beim Zusammentreffen der beiden Rohre gebildeten ringförmigen
Hohlraum von überall gleichen Querschnitten einzupressen. Eine derartige Verbindung
hielt auf die Dauer aber nicht dicht. Es wurde an der höchsten Stelle ein schmaler
Kanal ausgespart und durch diesen bei den fertig verlegten Rohren der zwischen zwei
Stoßflächen freigelassene ringförmige Hohlraum mit irgendeinem geeigneten flüssigen
Dichtungsmaterial, wie Zement, Asphalt, Blei ■ ο. dgl., ausgegossen. Die Notwendigkeit, die
rings um den ausgegossenen Hohlraum noch
so vorhandenen Ränder, also die eigentlichen
Stoßflächen, zur Vermeidung eines Abbröckeins der Ränder beim Transport, Verlegen und
festen Gegeneinanderdrücken der Rohre möglichst breit zu halten, machte es erforderlich,
den Querschnitt des ringförmigen Hohlraumes in Richtung der Stoßfläche möglichst schmal
zu gestalten und dafür zur Erzielung einer größeren Dichte den Hohlraum mehr in die
Rohrwandung hineinragen zu lassen. Solange derart gebaute und zusammengesetzte Rohre
nun in Gegenden von guter und harter Bodenbeschaffenheit verlegt wurden, zeigte sich bei
den Versuchen kein Undichtwerden an den Stoßstellen. Wesentlich anders gestaltete es
sich jedoch, wenn die Bodenverhältnisse nicht
so günsti'g, sondern feucht und schlammig waren. Hier trat nach erfolgtem Probeverlegen
und Überschütten der Rohre meistens eine nachträgliche Durchbiegung der einen oder
anderen Strecke der Leitung ein, was zur Folge hat, daß die Stoßflächen zweier benachbarten
Rohre dieser Strecke in der oberen Zone des Rohrquerschnittes fester gegeneinander
gedrückt, in der unteren Zone dagegen stark auseinander gezogen werden; die ganze
in Mitleidenschaft gezogene Leitungsstrecke verhält sich also hinsichtlich der Beanspruchung
der Stoßflächen wie ein auf zwei Stützen frei ruhender, elastischer, gleichmäßig belasteter
Träger. Die in der oberen Zone zweier benachbarten Stoßflächen auftretenden Druckkräfte
müssen unmittelbar von den zusammengepreßten Stoßflächen aufgenommen werden können; diese ziemlich groß zu wählen, erweist
sich demnach hier als vorteilhaft; der Querschnitt des Dichtungsringes dagegen kann
in der oberen Zone so schmal gewählt werden, wie es zur Erreichung der Dichtigkeit eben
ausreicht, da er zur Überwindung der Druckkräfte nichts beizutragen hat. In der unteren
Zone dagegen muß der Querschnitt des Dichtungsringes in Richtung der Stoßflächen ziemlich
groß sein, mit Berücksichtigung der Flächenordnung und der Wahl des Dichtungsmateriales
mindestens so groß, daß er den auftretenden Zugkräften hinreichenden Widerstand zu bieten und dieselben auf den Rohrquerschnitt
zu übertragen imstande ist.
Wenn nun bei. den Versuchen den Festigkeitsbedingungen genügt wurde, so ergab sich
gleichzeitig noch ein anderer Vorteil. Es zeigte sich nämlich beim Ausgießen der eingangs
erwähnten schmalen Dichtungsrinne, daß auch die sorgsamste Ausführung ein Undichtwerden
am Rohrfuße trotz festen und sicheren Einbettens der Rohre selbst an von
allem Verkehr fernliegenden Stellen, an welchen der Boden keine Erschütterungen erfahren
konnte, noch lange Zeit nach dem
ίο Verlegen der Leitung nicht verhinderte. Man
suchte diesem Ubelstand dadurch abzuhelfen, daß man die Leitung unterhalb der Stoßflächen
durch breitflächige Platten unterstützte oder die Rohrleitungen an den Stoßstellen mit
Muffen umgab; durch diese Maßnahme wurde zwar das Auftreten von Undichtigkeiten
einigermaßen beschränkt, aber bei weitem nicht vollständig beseitigt. Nun glaubte man
sein Augenmerk auf die chemische Beschaffenheit des Dichtungsmateriales lenken zu müssen
und nahm an, daß die bisher dazu verwandten Materialien nicht die gegen die Einflüsse der
Witterung und der in Boden und Rohrleitung enthaltenen Flüssigkeiten erforderliche Wider-Standsfähigkeit
besäßen, jedoch vermochten auch alle in dieser Richtung angestellten Versuche und Verbesserungen die unliebsame Erscheinung
nicht zu beseitigen. Sobald nun wieder die Dichtungsrinne am Rohrfuße in Richtung der Stoßfuge erweitert wurde, trat
kein Undichtwerden mehr auf. Es hatten nämlich im Eingußmaterial auftretende Blasen
bei dem dünnen Querschnitt der Dichtungsrinne das Durchsickern der Erdflüssigkeit bezw. der
im Rohre befindlichen Flüssigkeit begünstigt, was jetzt ausgeschlossen war. So entstand
die nachstehend beschriebene Konstruktion.
Fig. ι zeigt zwei zusammenstoßende Rohre in Ansicht; Fig. 2 gibt einen an der Stoßfläche
durch die Rohre gelegten Längsschnitt wieder, während Fig. 3 eine Ansicht auf die
Stoßfläche eines Rohres darstellt.
Zur Aufnahme des Dichtungsmateriales ist jedes Rohr α an seiner Stoßfläche mit der
ringsum laufenden Rille b versehen, so daß beim Zusammenlegen .zweier Rohre in deren Stoßflächen
ein ringsum laufender Hohlraum entsteht. Dieser ist zwecks Einfüllen des Dichtungsmateriales
mit dem Rohräußern durch den kurzen Kanal c in Verbindung. In gewissen Fällen, z. B. bei Rohren von großem
Durchmesser oder bei Anwendung eines sehr schnell erstarrenden Dichtungsmateriales, wird
es sich empfehlen, einen Kanal c nicht nur am Kopfe, sondern auch noch an den Seiten
der Rohre anzuordnen, damit das Dichtungsmaterial einen möglichst kleinen Weg zurückzulegen
hat, auf dem ein vorzeitiges Erstarren ausgeschlossen ist. Zum Unterschiede von allen bisher gebräuchlichen Dichtungsringen
hat hier die Rille b nicht überall den gleichen Querschnitt, sondern erhält in der unteren
Zone, wie aus Fig. 3 deutlich hervorgeht, eine Verbreiterung. Zur Erzielung eines möglichst
großen, der Durchbiegung bei Einsenkungen widerstehenden Momentes wird man natürlich
die Verbreiterungen der Rille b möglichst weit nach unten, d. h. in den Rohrfuß legen.
Um ein besseres Zusammenpassen der Rohren zu erzielen, können sie mit Vorsprüngen d
versehen sein. Auch versuchte man der Einsenkung dadurch entgegenzuwirken, daß man
die Stoßstellen durch geeignet geformte Unterlagen e unterstützte, was aber bei guter Ausführung
der Dichtung nicht erforderlich ist. Als einzugießendes Bindemittel wird man ein
solches wählen, welches außer der erforderlichen Dichtigkeit auch die nötige Zugfestigkeit
besitzt und mit dem Zement eine möglichst innige Verbindung eingeht.
Die mit Zementrohren angestellten Versuche haben die günstigsten Resultate bei Verwendung
von Asphaltkitt ergeben. Man ging bei den Versuchen in der Weise vor, daß man zwei oder mehrere nach dem Verfahren verbundene
Rohre einen steilen, ziemlich unebenen Abhang herunterrollen ließ. Das Ergebnis war, daß von den zahlreichen Proben
keine einzige Dichtungsstelle beschädigt wurde. Es brachen vielmehr sehr viele Rohre durch
das heftige Aufstoßen der Ecken entzwei und viele sogar dicht neben den Dichtungsstellen.
Sehr selten jedoch verfolgte der Bruch ein kurzes Stück die Stoßstelle. Man erweiterte
die Versuche dahin, daß man eine längere, nach dem Verfahren zusammengefügte Rohrreihe
in sehr weiches Erdreich einbettete, wobei die Enden der Strecke fest auflagen, die
Dichtungsstellen der Strecke dagegen nicht unterstützt waren; nach längerem Liegen war
zwar eine starke Durchbiegung der Strecke zu bemerken, jedoch hatte die Dichtigkeit und
Undurchlässigkeit nicht die geringste Einbuße erlitten.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verbindung für Zementrohre mit Fuß, bei denen an beiden Stirnseiten ringsherum laufende, beim Zusammenschieben der Rohre einen geschlossenen Hohlringraum no bildende Rinnen vorgesehen sind, gekennzeichnet durch eine Verbreiterung der Rinne in der Stirnebene des Rohrfußes, zum Zwecke, durch den größeren Querschnitt des Verbindungskörpers die Festigkeit und Dichtigkeit zu erhöhen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE188179C true DE188179C (de) |
Family
ID=451812
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT188179D Active DE188179C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE188179C (de) |
-
0
- DE DENDAT188179D patent/DE188179C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3416568C2 (de) | ||
| DE2704438C2 (de) | Verfahren zum Reparieren von Abflußrohren | |
| DE1942775B2 (de) | Erdanker | |
| DE1271471B (de) | Verfahren zum Einbringen eines Innenrohres in ein Mantelrohr durch Einschwimmen | |
| EP2674569A1 (de) | Fugendichtung für Rohrvortriebe | |
| DE188179C (de) | ||
| DE2062998A1 (de) | Verfahren zum satten Anschließen eines Betonkörpers an eine unregelmäßig geformte Fläche unter Verwendung elastischer Schalungen | |
| DE4402358A1 (de) | Stapeltopfpfeiler | |
| DE3144356C2 (de) | Vorbausäule für abzuteufende und bereits abgeteufte Schächte, insbes. zum Verstärken eines Schachtausbaues z.B. einer Tübbingsäule | |
| AT331296B (de) | Vorrichtung zum abdichten einer fuge zwischen in einem stollen nebeneinander liegenden vortriebselementen und verfahren zu deren herstellung | |
| DE69406816T2 (de) | Rohrvortriebsstrang und entsprechendes Vortriebsrohr | |
| DE2207216A1 (de) | Draenageelement | |
| DE3145924A1 (de) | Stossverbindung von bewehrungsstaeben | |
| DE1231190B (de) | Aus einzelnen Rohrschuessen bestehender Rohrstrang zum Verrohren von mit Fluessigkeit gefuellten Bohrloechern od. dgl. | |
| DE4138781C2 (de) | Verfahren und Schlauchelement zum gleichmäßigen Absetzen einer Last auf einer Auflagerfläche | |
| DE19849142A1 (de) | Betonrohrleitungssystem | |
| DE10038592A1 (de) | System zum temporären Hochwasserschutz | |
| DE3625129C2 (de) | Schachtausbau mit Gußeisen-Ringelementen für tiefe Gefrierschächte des Bergbaus | |
| CH704231A2 (de) | Rohrleitung mit mindestens zwei Rohrelementen und einem zwischen den Stirnseiten der Rohrelemente befindlichen Schlauch als Druckübertragungsmittel und Dichtung. | |
| DE1634431A1 (de) | Verfahren zum Wiederherstellen der Tragfaehigkeit baufaellig gewordener Gruendungskoerper | |
| AT401538B (de) | Vorzugsweise konisch ausgebildetes anschlusselement | |
| DE8220381U1 (de) | Strassenschacht | |
| AT329464B (de) | Fertigteil fur den kanalbau oder tunnelbau | |
| AT265981B (de) | Druckstollenpanzerung und Verfahren zur Herstellung einer solchen | |
| CH383277A (de) | Mehrzweckröhre, insbesondere für Bodenentwässerungsleitungen |