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DE1231190B - Aus einzelnen Rohrschuessen bestehender Rohrstrang zum Verrohren von mit Fluessigkeit gefuellten Bohrloechern od. dgl. - Google Patents

Aus einzelnen Rohrschuessen bestehender Rohrstrang zum Verrohren von mit Fluessigkeit gefuellten Bohrloechern od. dgl.

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Publication number
DE1231190B
DE1231190B DET29636A DET0029636A DE1231190B DE 1231190 B DE1231190 B DE 1231190B DE T29636 A DET29636 A DE T29636A DE T0029636 A DET0029636 A DE T0029636A DE 1231190 B DE1231190 B DE 1231190B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pipe string
pipe
lightweight material
string according
pipes
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DET29636A
Other languages
English (en)
Inventor
Hans-Werner Thiemann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
WILHELM TENTEN GmbH
Original Assignee
WILHELM TENTEN GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by WILHELM TENTEN GmbH filed Critical WILHELM TENTEN GmbH
Priority to DET29636A priority Critical patent/DE1231190B/de
Publication of DE1231190B publication Critical patent/DE1231190B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B17/00Drilling rods or pipes; Flexible drill strings; Kellies; Drill collars; Sucker rods; Cables; Casings; Tubings

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Rigid Pipes And Flexible Pipes (AREA)

Description

  • Aus einzelnen Rohrschüssen bestehender Rohrstrang zum Verrohren von mit Flüssigkeit gefüllten Bohrlöchern od. dgl. Die Erfindung betrifft einen aus einzelnen Rohrschüssen bestehenden Rohrstrang zum Verrohren von mit Flüssigkeit gefüllten Bohrlöchern od. dgl. Die einzelnen Rohrschüsse können zugfest miteinander verbunden sein oder mittels Gestänge lose aufgesteckt in das Bohrloch eingebracht werden. Letzteres ist z. B. bei Keramikrohren üblich.
  • Beim Einbau von Rohrsträngen treten häufig bestimmte Schwierigkeiten dadurch auf, daß sich im Verlauf des Einbauens das Gewicht des Rohrstranges erhöht. Es sind zwar bereits einige Vorschläge gemacht worden mit dem Ziel, das wirksame Gewicht des Rohrstranges und damit z. B. die Belastung des Hakens des Einbaugerätes zu verringern. Diese Vorschläge zielen z. B. darauf ab, den Rohrstrang am unteren Ende oder gegebenenfalls in einer oder mehreren darüberliegenden Ebenen zu verschließen, um den Rohrstrang so während des Einbauvorganges vorübergehend als Schwimmkörper auszubilden. AU diese bekannten Vorschläge sind jedoch in ihrer Ausführung verhältnismäßig kompliziert, da die Notwendigkeit besteht, nach Beendigung des Einbaus des Rohrstranges die in demselben befindlichen Verschlüsse zu entfernen. Schwierigkeiten können insbesondere dann entstehen, wenn es, wie z. B. bei Brunnenbohrungen, erforderlich ist, eine Pumpe innerhalb des Rohrstranges nach unten zu bringen. Hierbei muß im allgemeinen der innere Querschnitt des Rohrstranges völlig frei sein, damit die Pumpe nicht irgendwo steckenbleibt. Es liegt auf der Hand, daß bei Einbau irgendwelcher Verschlüsse in den Rohrstrang Querschnittsverengungen häufig auftreten, da es nicht immer gelingt, diese Verschlüsse vollständig zu beseitigen.
  • Es ist weiterhin im Zusammenhang mit einem Bohrgestänge zur Durchführung von Erdbohrungen nach dem Spülbohrverfahren bekannt, am Umfang der einzelnen Gestängeabschnitte geschlossene Hohlräume anzuordnen, die auf Grund des beim Eintauchen des Bohrgestänges in die das Bohrloch fül- lende Spülflüssigkeit wirksam werdenden Auftriebes das Gewicht des Bohrgestänges herabzusetzen vermögen. Dabei handelt es sich in erster Linie um Mantelrohre. Aber auch in Längsrichtung der Gestängeabschnitte an deren Außenwand verlaufende Rohre sollen denselben Zweck erfüllen. Nachteilig ist hierbei insbesondere die Tatsache, daß in jedem Fall, ob nun Mantelrohre oder außenseitig angebrachte Rohre verwendet werden, die Herstellung des Bohrgestänges außerordentlich teuer ist.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Nachteile der bekannten Vorrichtungen zu beseitigen. Insbesondere bezweckt sie die Schaffung eines Rohrstranges, der bezüglich Herstellung und Handhabung einfach und billig ist. Dabei soll der Rohrstrang nach Beendigung des Einbauvorganges sofort, also ohne Zwischenschaltung besonderer Maßnahmen, betriebsbereit sein. Weiterhin soll die Erfindung insbesondere auf solche Rohrstränge anwendbar sein, die, wie bei Brunnen üblich, zu einem Teil aus Filterrohren zusammengesetzt sind. Da durch die Filterrohre die im Bohrloch stehende Flüssigkeit, im allgemeinen Wasser, in das Innere des Rohrstranges gelangen kann, wäre es bei Anwendung des vorstehend zuerst besprochenen Vorschlages notwendig, zu beiden Seiten jedes im Bohrstrang einzubauenden Filterrohres besondere Absperrungen vorzusehen, wenn der Rohrstrang ein Schwimmkörper sein soll.
  • Zur Lösung der vorstehend bezeichneten Aufgabe schlägt die Erfindung vor, daß der Rohrstrang ganz oder auf Teilen seines in der Flüssigkeit befindlichen Bereiches außenseitig mit Leichtstoff, vorzugsweise Schaumstoff, versehen ist. Dieser Schaumstoff oder ein anderer geeigneter Leichtstoff weist ein geringes spezifisches Gewicht auf, so daß es auch bei Verwendung verhältnismäßig geringer Mengen möglich ist, das Gewicht des Gesamtrohrstranges wesentlich zu reduzieren. Voraussetzung ist lediglich, daß, wie bei dem im Handel sich befindlichen Schaumstoffen allgemein üblich, die Poren verschlossen sind, so daß das Material keine oder nur in unwesentlichem Maß Flüssigkeit aufsaugen kann.
  • Die Anbringung des Leichtstoffes am Rohrschuß kann an der Einbaustelle erfolgen. Das kann z. B. durch Ankleben oder auch mittels Schellen geschehen. Vorteilhaft ist die Auflage aus Leichtstoff ringförmig bzw. zylindrisch ausgebildet. Sie kann aus zwei im Querschnitt jeweils halbkreisförmigen Schalen bestehen, die sich in montiertem Zustand zu einem Hohlzylinder ergänzen. Es ist aber auch möglich, den Leichtstoff, also z. B. in Gestalt des bereits erwähnten Schaumstoffes, unmittelbar auf die Mantelfläche des Rohrschusses aufzuspritzen. In all diesen Fällen können die einzelnen Rohrschüsse natürlich auch bereits mit der Auflage des Leichtstoffes versehen an der Einbaustelle angeliefert werden.
  • Es liegt auf der Hand, daß das Ausmaß der Entlastung, also der durph die Anbringung der Auflage aus Leichtstoff zu erzielenden Verringerung des wirksamen Gewichtes, sich genau einstellen läßt, und zwar in Abhängigkeit von der Dicke der Auflage und von der Anzahl der Rohrschüsse, die mit einer solchen Auflage versehen sind.
  • Als besonderer Vorteil des Vorschlages gemäß der Erfindung ist die Tatsache zu werten, daß die Leichtstoffauflage, die, wie vorstehend erwähnt, vorzugsweise. als Umhüllung- ausgebildet ist, im allgemeinen keinen zusätzlichen, Raum erfordert. Tatsache ist nämlich, daß Rohrsiränge, die aus einzelnen Rohrschüssen zusammengesetzt sind, an denVerbindungsstellen Erweiterungen, beispielsweise Muffen, aufweisen, die den maximalen Durchmesser des Rohrstranges bestimmen. Gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung können die Auflagen aus Schaumstoff oder einem anderen Leichtstoff im Bereich zwischen diesen Erweiterungen angebracht sein. Sie sind zweckmäßig so bemessen, daß der äußere Gesamtdurchmesser des umhüllten Rohrabschnittes gleich dem äußeren Gesamtdurchmesser der an den Verbindungsstellen - gegebenenfalls auch an anderen Stellen - befindlichen:Erweiterungen ist. Der auf Teilen seiner Länge umkleidete Rohrstrang weist mithin keinen größeren Maximaldurchmesser auf, als an den Verbindungsstellen ohnehin vorhanden ist. Es besteht also keine Notwendigkeit, bei der Wahl des Bohrlochdurchmessers irgendwelche Rücksicht auf das Anbringen des Leichtstoffes zu nehmen. Vielmehr weist das Vorhandensein der Umkleidung aus diesem Stoff noch einen besonderen Vorteil auf. Bei Verrohrungen für Brunnenbohrungen ist es im allgemeinen so, daß nach Beendigung des Einbaus der zwischen Bohrlochwandung und Rohrstrang befindliche Ringraum mit Kies oder ähnlichem Material ausgefüllt wird. Die Breite dieses Ringraumes ist nicht sehr groß. Deshalb besteht bei Verwendung der üblichen Rohrschüsse die Gefahr, daß sich an den Verbindungsstellen, also dort, wo der Rohrstrang erweitert ist, sogenannte Brücken bilden. Das für die Ausfüllung des Ringraumes verwendete Material setzt sich also an einer der Verbindungsstellen fest, so daß das folgende Material sich oberhalb dieser Stelle staut und mit einem erheblichen Teil seines Gewichtes den Rohrstrang belasten. Dies ist insbesondere dann nachteilig, wenn der Rohrstrang, wie es bei Brunnen häufig der Fall ist, aus Asbestzementrohren oder aus Rohren mit vergleichbarer, also verhältnismäßig geringer Festigkeit besteht. Diese Rohre sind nicht in der Lage, die Zugkräfte aufzunehmen, die bei Stahlrohren ohne weiteres zulässig sind. Es besteht also bei Rohren aus Asbestzement oder vergleichbaren Materialien die Gefahr, daß sie unter Umständen noch nach Beendigung des Einbaus auf Grund solcher Brückenbildungen abreißen. Dies ist dann nicht möglich, wenn, wie die Erfindung unter anderem vorschlägt, der Raum zwischen den Erweiterungen weitgehend mit Leichtstoff ausgefüllt ist, so daß im Ergebnis eine glatte Rohrtour entsteht, bei der die genannte Brückenbildung in Ermangelung von Vorsprüngen u. dgl. nicht auftreten kann. Die§ gilt auch dann, wenn die Umhüllung aus Schaumstoff oder einem anderen Leichtstoff unterhalb der oberen Erweiterung eines Rohrschusses in einem Abstand von derselben beginnt. Dies kann deshalb notwendig sein, um für die Abfangvorrichtung, die jeweils hinter die obere Erweiterung jedes Rohrschusses greift, eine Angriffsstelle zu bilden bzw. zu belassen.
  • Die Gefahr, daß sich an dieser Stelle Brücken bilden, ist jedoch nicht gegeben, da das obere Ende der Umkleidung aus Schaumstoff od. dgl. sich in einem kurzen Abstand unterhalb der oberen Erweiterung des jeweiligen Rohrschusses, also z. B. der Verbindungsmuffe, befindet, daß das für die Verfüllung benutzte Material am Ansatz der Leichtstoffumhüllung außenseitig vorbeifällt.
  • Es ist zwar bereits bekannt, an einem für einen Bohrhammer bestimmten Bohrgestänge, dessen ein4 zelne Stangen mittels Muffen verbunden sind, eine Kunststoffumkleidung anzubringen. Dies dient jedoch dazu, dem Bohrgestänge eine bessere Führung innerhalb des Bohrloches zu geben. Die Ummantelung erfährt also auch eine erhebliche Beanspruchung, so daß es allein aus diesem Grund nicht möglich wäre, dafür ein Material, wie Schaumstoff oder ein Leichtstoff, ähnlicher Festigkeit zu verwenden.
  • Die Bedeutung der Erfindung in bezug auf Rohrstränge aus einem Material geringerer Festigkeit wird auch noch in einem anderen Zusammenhang deutlich. Die in den beispielsweise aus Asbestzementrohren bestehenden Rohrstrang eines Brunnens einzubauenden Filterrohre werden zunächst ebenfalls als Vollwandrohre hergestellt, worauf die Wandungen dieser Rohre mit Durchbrechungen versehen werden, durch die die Flüssigkeit, zumeist Wasser, in den Rohrstrang hineinfließt. Die genaue Ausgestaltung der Filterrohre ist für die hier zu erörternde Frage belanglos. Fest steht jedenfalls, daß durch die An..r bringung der Durchbrechungen die Rohre eine gewisse Schwächung erfahren. Da das Filterrohr während des Einbaus eine bestimmte Last aufzunehmen in der Lage sein muß, kann die Anzahl der Durchbrechungen eine bestimmte obere Grenze nicht überschreiten. Dadurch wird zugleich der insgesamt.vorhandene Durchtrittsquerschnitt für das Wasser nach oben begrenzt. In der Praxis wirkt sich das dahingehend aus, daß beispielsweise Filterrohre aus Asbestzement eine geringere Leistung haben als beispielsweise Filterrohre aus Stahl, da bei letzteren auf Grund der Festigkeit des Werkstoffes sehr viel mehr Durchbrechungen angebracht werden können.
  • Entscheidend ist dabei, daß die Mindestfestigkeit der Filterrohre, die die Zahl der anzubringenden Durchbrechungen nach oben begrenzt, nicht durch die während des Betriebs des Brunnens eintretenden Beanspruchungen festgelegt wird, sondern vielmehr durch die Beanspruchung während des Einbaus der Rohre in die Brunnenbohrung. Dabei erfolgt nämlich eine erhebliche Zugbeanspruchung der Rohre, deren Größe von der Länge des am Einbaugerät hängenden Rohrstranges abhängig ist. Wenn die beim Einbau auf den Rohrstrang einwirkenden Zugkräfte nicht berücksichtigt zu werden brauchten, wäre es möglich, auch Filterrohre aus Asbestzement und bezüglich ihrer Festigkeit vergleichbaren Werkstoffen etwa mit so viel Durchbrechungen, also Filteröffnungen, zu versehen, daß die Leistung,solcher Rohre der von Filterrohren aus Stahl u. dgl. gleichkäme. Die Erfindung gibt die Möglichkeit, die vorgenannte Voraussetzung zu erfüllen. Sie erweitert somit die Anwendbarkeit der Rohre aus Asbestzement, die im übrigen hinsichtlich Korrosionsbeständigkeit und dergleichen Rohren aus Stahl ohnehin im allgemeinen überlegen sind.
  • Im Zusammenhang mit der Verrohrung von Brunnen weist die Lehre gemäß der Erfindung noch einen weiteren Vorteil auf. Dieser besteht darin, daß irgendwelche Teile des Schaumstoffes od. dgl., die beim Einbau abgerissen werden, auf Grund ihres geringen spezifischen Gewichtes aufschwimmen. Es besteht somit nicht die Gefahr, daß sie in den Bereichen, in denen, die Filterrohre angebracht sind, irgendwelche Verstopfungen hervorrufen.
  • Selbstverständlich ist die Erfindung auch bei anderen Rohrsträngen, also solchen ohne Filterrohre, mit besonderem Vorteil anwendbar. Bei Stahlrohren beispielsweise spielt zwar die Frage der während des Einbaus auftretenden Zugbeanspruchung keine große Rolle. Immerhin muß das Einbaugerät auf Grund des hohen Gewichtes von Stahlrohren entsprechend dimensioniert sein. Es liegt auf der Hand, daß dies durch Anwendung der Erfindung ebenfalls günstig beeinflußt werden kann.
  • Ähnliches gilt für die normalen, also mit voller Wand versehenen Rohre aus Asbestzement und derartigen Werkstoffen. Die Wandstärke dieser Rohre muß unter Zugrundelegung der heute üblichen Verfahren wesentlich stärker bemessen werden, als es für den an den Einbau anschließenden Dauerbetrieb beispielsweise eines Brunnens an sich notwendig wäre, und zwar, wie bereits ausgeführt worden war, lediglich im Hinblick auf die während des Einbaus auftretenden Zugbeanspruchungen. Bei Anwendung der Lehre gemäß der Erfindung können Rohre mit wesentlich geringerer Wandstärke als bisher verwendet werden. Die dadurch eintretende Verbilligung ist größer als die durch die Anbringung der Auflagen aus Leichtstoff entstehenden Kosten.
  • Schließlich sei auch noch die Möglichkeit erwähnt, die Auflage aus Leichtstoff mit Bewehrungen zu versehen. Diese können ihrerseits aus einem Material bestehen, dessen Gewicht gering ist, z. B. Leichtmetall oder Kunststoff.
  • Die Schicht aus Schaumstoff kann weiterhin außenseitig radiale, vorzugsweise in Längsrichtung des Rohrstranges verlaufende Rippen tragen, die gegebenenfalls auch zusätzlich bewehrt sind. Die Rippen ermöglichen es, den Rohrstrang im Bohrloch zu zentrieren.
  • Es sei noch erwähnt, daß der Vorschlag gemäß der Erfindung auch bei der Herstellung von Brunnenverrohrungen im Braunkohlentagebau angewandt werden kann. Dort werden die Brunnen abgebaggert. Deshalb ist Voraussetzung, daß die Verrohrung aus einem Werkstoff besteht, der dem Bagger keinen großen Widerstand entgegensetzt und darüber hinaus auch in kleinere Stücke zerfällt. Es liegt auf der Hand, daß auch eine Auflage aus Schaumstoff hinsichtlich der Abbaggerbarkeit allen Anforderungen genügt.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt F i g. 1 im Schema einen Längsschnitt durch eine Brunnenbohrung mit darin eingebauter Verrohrung, F i g. 2 einen Ausschnitt aus der Verrohrung in größerem Maßstab, F i g. 3 einen Querschnitt durch die Verrohrung, wobei die Schaumstoffumhüllung nüt radialen Fortsätzen versehen ist.
  • Das in F i g. 1 dargestellte, von der Tagesoberfläche 10 niedergebrachte Bohrloch 11 ist mit Wasser gefüllt. Nach seiner Fertigstellung wird es mittels eines Einbaugerätes 12 mit einer Verrohrung 14 versehen, die aus Vollwandrohren 15 und Filterrohren 16 besteht. Die Anordnung ist dabei so getroffen, daß zwischen jeweils zwei Filterrohren 16 drei Vollwandrohre 15 eingeschaltet sind. Die Verbindung zwischen den einzelnen Rohrschüssen 15 bzw. 16 erfolgt in bekannter Weise jeweils über eine Muffe 17. Sowohl Muffe 17 als auch Rohre 15 (oder 16) sind mit Nuten 18 bzw. 19 versehen, die jeweils gemeinsam einen umlaufenden Kanal 20 bilden (vgl. F i g. 2). In diesen ist als Verbindungselement ein Metallseil 20 a eingeschoben, das in gummielastisches Material eingebettet ist. Auf diese Weise werden die einzelnen Rohrschüsse 15 und 16 zugfest miteinander verbunden. Diese Art der Verbindung ist insbesondere für Rohre aus nichtmetallischem Werkstoff, wie Asbestzement und Kunststoff, geeignet.
  • Mit 29 sind Dichtringe bezeichnet, die in einer umlaufenden Nut der Muffe 17 angeordnet sind. Selbstverständlich kann, abweichend von der Darstellung in F i g. 2, der Dichtring auch in einer Nut des Rohrschusses liegen.
  • Die Vollwandrohre 15 sind zum großen Teil mit einer Umhüllung 21 aus Schaumstoff od. dgl. versehen. Die Stärke dieser einen Hohlzylinder darstellenden Schicht ist der Stärke der Verbindungsmuffen 17 angepaßt, so daß, wie insbesondere F i g. 2 erkennen läßt, die Umhüllung 21 den zwischen den Muffen 17 befindlichen Raum ausfüllt. Lediglich am oberen Ende jedes Rohrschusses 15 verbleibt zwischen Muffe 17 und oberem Rand 22 der Schaumstoffumhüllung ein freier Raum 23, an dem am je- weils oberen Rohrschuß die Abfangvorrichtung angreifen kann.
  • Die Befestigung der Schaumstoffauflage erfolgt bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel mittels Schellen 24. Die Auflage 21 kann dabei aus zwei Halbzylindem bestehen. Es ist aber auch möglich, die Auflage für jeden Rohrschuß einstückig herzustellen. In diesem Fall wird der Hohlzylinder über die Vollwandrohre gezogen. Irgendwelche Schwierigkeiten entstehen dabei nicht, da es ohne weiteres möglich ist, den Innendurchmesser des Hohlzylinders 21 geringfügig größer zu wählen als den Außendurchmesser der Vollwandrohre 15.
  • Beim Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 3 ist der die Umhüllung des Rohres 115 bildende Hohlzylinder 121 aus Schaumstoff od. dgl. mit radialen, in Längsrichtung verlaufenden Rippen 125 versehen. Diese können dazu dienen, den Rohrstrang im Bohrloch zu zentrieren. Sie weisen zweckmäßig Bewehrungseinlagen 126 auf. Diese können übrigens auch in dem eigentlichen Hohlzylinder 121, wie bei 127 angedeutet, angebracht sein, beispielsweise in Form eines Gewebes aus dünnen Leichtmetalldrähten oder Kunststoffäden od. dgl.
  • Der zwischen der Wandung des Bohrloches 11 und dem Rohrstrang 14 befindliche Raum 28 wird nach Einbau des Stranges 14 mit Kies oder ähnlichem Material verfüllt.
  • Es liegt auf der Hand, daß das Ausmaß, um welches das Gewicht des Rohrstranges 14 durch die Auflagen aus Schaumstoff od. dgl. verringert wird, jederzeit auf einfache Weise durch die Anzahl der Rohre, die mit diesen Auflagen zu versehen sind, bestimmt werden kann.
  • Obwohl die Zeichnung lediglich Auflagen aus verschlossenem Schaumstoff od. dgl. zeigt, die zumindest in montiertem Zustand hohlzylindrisch sind, ist es natürlich auch möglich, den Auflagen eine andere Form oder Gestalt zu geben. Sie können beispielsweise auch in Form längsverlaufender Streifen an den Rohren befestigtwerden.

Claims (2)

  1. Patentanspräche: 1. Aus einzelnen Rohrschüssen bestehender Rohrstrang zum Verrohren von mit Flüssigkeit gefüllten Bohrlöchern od. dgl., d a d u r c h g e - kennzeichnet, daß er ganz oder auf Teilen seines in der Flüssigkeit befindlichen Bereiches außenseitig mit Leichtstoff (21), vorzugsweise Schaumstoff, versehen ist.
  2. 2. Rohrstrang nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Leichtstoff (21) angeklebt ist. 3. Rohrstrang nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Leichtstoff (21) mittels Schellen (24) befestigt ist. 4. Rohrstrang nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage (21) aus Leichtstoff ringförmig bzw. zylindrisch ausgebildet ist. 5. Rohrstrang nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn eichnet, daß Leichtstoffring bzw. -zylinder (21) aus zwei im Quersclinitt jeweils halbkreisförmigen Schalen bestehen. 6. Rohrstrang nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Leichtstoff unmittelbar auf die Mantelfläche des Rohrschusses aufgespritzt ist. 7. Rohrstrang nach einem der vorhergehenden Ansprüche, der an den Verbindungsstellen der einzelnen Rohrschüsse Erweiterungen aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagen (21) aus Leichtstoff im Bereich zwischen diesen Erweiterungen (17) angebracht sind. 8. Rohrstrang nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Gesamtdurchmesser des umhüllten Rohrabschnittes (15) gleich dem äußeren Gesamtdurchmesser der an den Verbindungsstellen befindlichen Erweiterungen (17) ist. 9. Rohrstrang nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage aus Leichtstoff (21) unterhalb der oberen Erweiterung (17) in einem Abstand von derselben beginnt. 10. Rohrstrang nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Leichtstoff (121) mit Bewehrungen (127) versehen ist. 11. Rohrstrang nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn eichnet, daß die Auflage aus Leichtstoff (121) außenseitig radiale, vorteilhaft in Längsrichtung des Rohrstranges (14) verlaufende Rippen (125) trägt, die gegebenenfalls zusätzlich bewehrt sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr. 1191771, 1191772.
DET29636A 1965-10-22 1965-10-22 Aus einzelnen Rohrschuessen bestehender Rohrstrang zum Verrohren von mit Fluessigkeit gefuellten Bohrloechern od. dgl. Pending DE1231190B (de)

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