DE1873235U - Endoskop, insbesondere gastroskop. - Google Patents
Endoskop, insbesondere gastroskop.Info
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Description
Endoskop, insbesondere Gastroskop
Die Neuerung bezieht sieh auf ein Endoskop, insbesondere auf ein Gastroskop, mit im Bereich des distalen
Endes des Körperhöhlenrohres angeordneten seitlichen Fenstern für den Jßastritt der Lichtstrahlen einer Lichtquelle und für den Durchgang der "BiIcW
strahlen eines Sehrohres.
Bei bekannten Ausführungen derartiger Endoskope befindet
sich am distalen Ende ein seitliches Fenster für den Durchgang der mittels eines Objektivprismas
um etwa 90 abgelenkten Bildstrahlen und ein weiteres Fenster für den Austritt der Lichtstrahlen,
die mittels einer spiegelnden Schrägfläche in das Blickfeld gebracht werden. Bei- der für den unbehin«
derten Durchgang der Lieht« und Bildstrahlen erforderliehen
Größe dieser hintereinander liegenden Fenster ergibt sich ein Terhältnismäßig großer !bestand zwischen denselben. Da das Licht annähernd in
das Blickfeld gebracht werden muß, ist bei den bekannten Gastroskopen der Winkel der spiegelnden
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m .2 -
Schrägfläche steiler als 45"°, um das Objekt in etwa
70 mm Entfernung vom Objektiv ausleuchten zu können,
Bei der Gastroskopie, und zwar Insbesondere bei der
Untersuchung der Oardia müssen unterschiedliche Abstände zum Objektiv berücksichtigt werden, die
zwischen 2 und 150 mm liegen. Wird der Abstand zwischen Objekt und Objektiv kleiner als 70 mm, wird
das Bild vom lande her dunkler und ist bei einem kleineren Abstand als 10 mm nicht mehr erkennbar.
Bei einem über 70 mm hinausgehenden Abstand wandern dagegen die Lichtstrahlen in entgegengesetzter Richtung
aus dem Blickfeld hinaus. Nun ist aber beispielsweise bei der Betrachtung des Magenausganges
aus einiger Entfernung eine große Lichtfülle ebenso wichtig wie die Beleuchtung des Blickfeldes bei sehr
kleinem Abstand oder dann, wenn das Ausblickfenster ganz an der Magenwand oder in der Cardia anliegt.
Auch bei der Photographie, Farbphotographie, Kinematographie und bei Fernsehaufnahmen hat das Abwandern der Lichtstrahlen aus dem Zentrum des Blickfeldes heraus Unterbelichtungen zur Folge.
Ein weiterer Uaehteil ist in der Baulänge der G-astroskopspitze
zu erblicken, die sieh; durch die Hintereinanderanordnung
eines Fensters für die Bildstrahlen und eines zweiten Fensters für die Lichtstrahlen ergibt,
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wobei den eigentlichen Abschluß des Körperhöhlenrohres
eine Gumm.i<-Leitspitze bildet.
TJm nämlich beispielsweise den Magenausgang zur Dar-*
stellung bringen zu können, muß das Korperhöhlenrohr sehr tief eingeführt werden. Trifft die Gummispitze auf
den unteren Magenpol, dann befindet sieh das Fenster
für die Lichtstrahlen zwar tief genug, um den Magenausgang zu beleuchten, aber das dahinterliegende Elioffenster
liegt zu hoch,-um den Magenausgang sehen zu können.
Is ist schon versucht worden, die Lichtstrahlen und die
Bildstrahlen durch ein gemeinsames Prisma abzulenken*
Dabei konnten zwar an der Eingangsflache des Prismas
störende lichtreflexe -vermieden werden, nicht aber an
der Ausgangsfläche.
Mit dem neuen Endoskop sollen die Lichtstrahlen in die
unmittelbare Iahe des Ausblickfensters gebracht sowie die Baulänge des Endoskopendes verkürzt werden* Dies wird
dadurch erreicht, daß innerhalb des Korperhöhlenrohres
vor einem einzelnen Fenster eine Gruppe nebeneinander
angeordneter, unter sich getrennter Prismen vorgesehen ist, von denen mindestens eines zur Ablenkung der Bildstrahlen bestimmt ist«
Die einander zugeordneten Seitenflächen der einzelnen Prismen haben eine Metallschicht, so daß jedes Prisma
der Gruppe unbeeinflusst vom benachbarten bleibt. Der
mittlere Schacht für den Durchgang der Bildstrahlen ist in seiner Breite so bemessen, daß der kreisförmige Ausblick gerade noch möglieh ist. Die beiden
äußeren Prismen, die zur Ablenkung der Lichtstrahlen dienen, können schmäler sein als es die bauliche
Breite des G-astroskopes erfordern würde, damit beider~
seits neben dem Bildstrahlensehaeht ein schmales Liehtbündel austreten kann, dessen Divergenz durch
die mehrfache Brechung der Lichtstrahlen im schmalen Lichtschacht vergrößert wird.
Unmittelbar am Fenster treten die Lichtstrahlen in
den Bereich der Bildstrahlen des mittleren Schachtes
ein* Von einer prismatischen Ablenkung der Lichtstrahlen zum Blickfeld hin wird abgesehen, weil sich sonst bei
größerem Objektabstand zwei Lichtfelder bilden wurden
und weil bei der Anordnung der Prismengruppe das Blickfeld auch dann voll ausgeleuchtet ist, wenn sieh
das Objekt in nächster Iahe der Prismengruppe befindet.
Die untemniander verkittete Prismengruppe ist an den
Außenflächen glatt, so daß es keines abschließenden Deckglases bedarf. Ein Deckglas kann jedoch vorgesehen werden, wenn man bei bestimmten Objektivarten,
die nur in einer bestimmten Entfernung scharfe Bilder
ergeben, einen gewissen Abstand "von der Magenwand
einhalten und von der Verwendung eines verstellbaren Okulars zur Einstellung der Bildschärfe absehen will.
Auch bei solchen G-astroskopen, bei denen die BiId*-
übertragung über Glasfaserbündel erfolgt und die bis in das Duodenum eingeführt werden, bringt die Yerwendung
dea? Brismengruppe Vorteile.
Die im Körperhöhlenrohr des G-astroskopes verlaufenden
flexiblen !lichtleiter sind an ihren Enden mit Metallfassungen
versehen, wodurch das Einfallen von Lichtstrahlen in den mittleren Sehacht für die Bildstrahlen
im Bereich der Einstrahlungsflächen vermieden wird. Auch können die beiden Schächte für
die Lichtstrahlen in ihrer Lange geringfügig gekürzt werden, damit ihre Einstrahlungsflachen hinter der
Einstrahlungsfläche des mittleren Schachtes der Bild— strahlen liegen. Es ist dies eine andere Möglichkeit,
störende Liehtreflexe zu vermeiden, wobei der Sehacht für die Bildstrahlen gleichzeitig als seitliche Begrenzung
für die lichtleiter dient.
Ferner ist es möglich, die Prismengruppe bei solchen
G-astroskopen anzuwenden, bei denen die Beleuchtung am
distalen Ende mittels Glühlampe erfolgt. Dabei ist die Prismengruppe in einer Schraubkappe so angeordnet,, daß
m-
beiderseits neben dem Schaft des teleskopisehen Sehrohres zwei zylinderförmige Lampen, mit eingeschmolzener
Sammellinse in Fassungen eingeschraubt sind, zu denen
die Stromleitungen führen,· .Die Sehraubkappe greift
über die beiden Lampen, so daß das Instrument außen ebenfalls glatt und ohne Torsprünge ist· Innerhalb
der Sehraubkappe stehen die Glühlampen den außenliegenden Prismensehächten gegenüber.
Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Heuerung ·-
in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht, das einen teilweisen Schnitt durch das Körperhöhlenrohr
eines Endoskopes zeigt· In diesem Ausführungsbeispiel sind das Körperhöhlenrohr selbst mit 1, das
teleskopische Sehrohr mit 2, das Okular mit 3, die proximale lichtquelle mit 4>
der dieser Lichtquelle zugeordnete Brennspiegel mit 5 und dea?. aus einem
Faserbündel bestehendes Lichtleiter mit 6 bezeichnet»
Der Anschaulichkeit halber ist die Darstellung nicht als Konstruktionsschnitt sondern als Sehemasolraitt
ausgeführt·
Am distalen Endendes Körperhöhlenrohres t befindet
sich eine elastische Endoskopspitze 7 tmd unmittelbar
dahinter das in gestrichelten Linien gezeigte .Fenster
für den seitlichen Durchgang der Bildstrahlen und der Lichtstrahlen· Me von der Lichtquelle 4 ausgehenden
.«st. l m
■
Lichtstrahlen werden über den Lichtleiter 6, der um
das Sehrohr 2 herum angeordnet ist, zum distalen Ende des Körperhöhlenrohres 1 geleitet. Die Lichtstrahlen
treffen dort im Bereich des Fensters 8 auf eine G-ruppe von nebeneinander angeordneten, unter sieh
jedoch getrennten Prismen 9> 10 und 10*'^ Im dargestellten
Ausführungsbeispiel sind drei Prismen vorgesehen, von denen die beiden äußeren, nämlich 10 und
zur seitliehen Ablenkung der Lichtstrahlen dienen, während das mittlere Prisma 9 zur Ablenkung der Bildstrahlen
bestimmt ist. Auf dieses mittlere Prisma 9 trifft das Objektiv 11 des Sehrohres 2.
Die zu einer G-ruppe vereinigten Prismen 9» 10 und IQ1'
besitzen an den einander zugekehrten Flächen Metallschichten, die sie optisch voneinander trennen, und
zwar können die einzelnen Prismen einer G-ruppe lose
aneinandergereiht oder aber untereinander verkittet sein·
Das mittlere Prisma ist in seiner Breite so bemessen,
daß der kreisförmige ikisbliek des Sehrohres gerade noch möglich ist· Die beiden äußeren Prismen 10 und 10*
sind etwas schmaler als es die bauliche Breite des Körperhöhlenrohres erfordern würde, damit beiderseits
neben dem mittleren Prisma ein schmales Liehtbündel austreten kann, dessen Divergenz durch die mehrfache
Brechung der Lichtstrahlen in den für die Ablenkung derselben vorgesehenen Prismen vergrößert wird·
m 8 «
Die Prismengruppe ist an ihren Aäißenf lachen glatt,
weshalb es keines abschließenden Deckglases bedarf.
%, Bin Deckglas kann aber Torgesehen werden, wenn es
erforderlich sein sollte.
Die den äußeren Prismen zugeordneten Enden der Lichtleiter
können mit einer Metalleinfassung versehen sein,
damit vermieden wird, daß streuende lichtstrahlen auf ,
das mittlere Prisma 9 im Bereich des Objektivs des Sehrohres treffen. Zu diesem Zweck kann auch die Anordnung
so getroffen sein, daß die beiden Prismen 10 und 10* um ein G-eringes kurzer sind als das mittlere
Prisma 9, damit ihre linstrahlungsflachen hinter die
Abstrahlungsfläche des mittleren Prismas 9 zu liegen
kommen. Auf diese Weise können störende Lichtreflexe wirksam verhindert werden.
Claims (5)
1. Endoskop, insbesondere G-astroskop, mit im Bereich
des distalen Indes des Körperhöhlenrohres angeordneten Fenstern für den Austritt der Iientstrahlen
einer Mentquelle und den Durchgang der Bildstrahlen
eines Sehrohres, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des Körperhöhlenrohres vor einem einzelnen
Fenster eine G-ruppe nebeneinander angeordneter^ unter sieh getrennter Prismen vorgesehen ist, von
denen mindestens eines zur Ablenkung der Lichtstrahlen und mindestens eines zur Ablenkung der
Bildstrahlen bestimmt ist,
2·' Endoskop nach Anspruch 1, dadureh gekennzeichnet,
daß das mittlere Prisma einer aus drei Einzelprismen bestehenden Gruppe zur Ablenkung der Bildstrahlen,
die beiden äußeren Prismen zur Ablenkung der Lichtstrahlen dienen«
3· Endoskop nach Ansprüchen 1 oder 2, dadureh gekennzeichnet,
daß die zur Ablenkung der !Lichtstrahlen dienenden Prismen der G-ruppe mindestens teilweise
einer oder mehreren am proximalen Ende des Körperhöhlenrohres angeordneten lichtquellen zugeordnet sind.
G 5530
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4· Endoskop nach Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekenn-
Y ■■.■■.
zeichnet, daß die zur Ablenkung der Lichtstrahlen -■ dienenden Prismen der Gruppe mindestens teilweise
einer oder mehreren im distalen Ende des Körperhöhlenrohres angeordneten lichtquellen zugeordnet
sind ·
5. Endoskop nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Prismen einer Gruppe unter sich optisch getrennt sind.
6, Endoskop nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Prismen einer Gruppe unter sich sowohl optisch als auch
mechanisch getrennt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST15832U DE1873235U (de) | 1963-04-04 | 1963-04-04 | Endoskop, insbesondere gastroskop. |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEST15832U DE1873235U (de) | 1963-04-04 | 1963-04-04 | Endoskop, insbesondere gastroskop. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1873235U true DE1873235U (de) | 1963-06-06 |
Family
ID=33150767
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEST15832U Expired DE1873235U (de) | 1963-04-04 | 1963-04-04 | Endoskop, insbesondere gastroskop. |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1873235U (de) |
-
1963
- 1963-04-04 DE DEST15832U patent/DE1873235U/de not_active Expired
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