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Klemmhülse für das Beheizen von Lockenwickeln Die Neuerung betrifft
eine Klemmhülse für das Beheizen von Lockenwickeln, die als langgestreckter, rohrförmiger
Körper aus elastomerem Material mit einem sich über die gesamte Länge erstreckenden
Längsschlitz ausgeführt ist und an ihrer dem Schlitz gegenüberliegenden Seite ein
als elastisches Gelenkband wirkendes Verbindungsstück aufweist, an das sich beiderseits
Ansätze mit flugeiförmigem Querschnitt anschließen, die bei ihrer Annäherung ein
Öffnen des Schlitzes bewirken.
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Um die Lockenwickel zu beheizen, werden Klemmhülse der oben beschriebenen
Art zunächst auf Heizstäbe aufgesetzt, um Wärme zu speichern. Nach dem Erhitzen
werden die Klemmhülse auf die Lockenwickel aufgesetzt, so daß sie ihre Wärme an
die Haare abgeben, die gegebenenfalls vorher mit einer Frisier-Flüssigkeit imprägniert
wurden.
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Bei den bisher bekannten Klemmhulsen mit einstückigen Klemmhulsenkörpern
aus elastomerem Material bildet die den Innenraum der Klemmhülse begrenzende Innenwand
eine zumindest angenähert zylindrische Fläche, die auch im Bereich des als
elastisches
Gelenkband wirkenden Verbindungsstückes zylindrisch ist, so daß das Material der
Hälse im Bereich dieses Gelenkteiles beim Beheizen der Klemmhülse unmittelbar an
der heißen Oberfläche des Heizstabes anliegt und infolgedessen relativ stark erhitzt
wird. Dadurch tritt aber eine verhältnismäßig rasche thermische Alterung des elastischen
bzw. elastomeren Materials an dieser auch mechanisch stark beanspruchten Stelle
ein, so daß sich hier die ersten Risse und Anbruch zeigen, die schnell zur Zerstörung
der Klemmhülse führen.
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Wenn man diesen durch Alterung gefährdeten Gelenkteil durch ein Gelenk
oder Gelenkband aus wärmefestem Material, z. B. aus Metall, ersetzt, so wird die
Klemmhülse durch ihre mehrteilige Ausführung in unerwünschter Weise verteuert und
man muß zusätzliche Maßnahmen für eine Isolierung der Druckflächen der'zum Öffnen
der Klemme benutzten Ansätze vorsehen, wenn diese z. B. als Teile des Metallgelenkbandes
ausgebildet werden.
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Die Neuerung betrifft nun eine Klemmhülse für das Beheizen von Lockenwickeln,
die als langgestreckter, rohrförmiger Körper aus elastomerem Material mit einem
sich über die gesamte Länge erstreckenden Längsschlitz ausgeführt ist und an ihrer
dem Schlitz gegenüberliegenden Seite ein als elastisches Gelenkband wirkendes Verbindungsstück
aufweist, an das sich beiderseits Ansätze mit flügelförmigen Querschnitt anschließen,
die bei ihrer Annäherung ein Öffnen des Schlitzes bewirken, bei der die oben erwähnten
Nachteile vermieden und insbesondere die für die Anwendung der Klemmhülse notwendige
Elastizität
des Gelenkband-VerbindungsstUckes für längere Zeit erhalten
bleibt.
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Die neuerungsgemäße Heiz-Klemmhulse ist dadurch gekennzeichnet, daß
das Verbindungsstück bruckenförmig gestaltet ist und seine nach dem etwa zylindrischen
Innenraum des rohrförmigen Körpers gerichtete stark konkav gekrümmte Fläche einen
Belüftungskanal begrenzt.
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Die Neuerung soll nunmehr in ihren Einzelheiten unter Hinweis auf
die in der Zeichnung dargestellte spezielle Ausführungsform beschrieben werden,
die ein Beispiel einer neuerungsgemäßen Heiz-KlemmhUlse für Lockenwickel darstellt.
Es zeigen : Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer neuerunggemäßen Heiz-Klemmhulse,
die auf einen Heizstab aufgesetzt ist ; Fig. 2 eine Stirnansicht der Heiz-Klemmhulse
nach ihrem Abnehmen von dem Heizstab, in etwas vergrößertem Maßstab.
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Die in der Zeichnung veranschaulichte Heiz-Klemmhulse für Lockenwickel
besteht aus einem langgestreckten rohrförmigen Körper 1 aus elastischem Material,
in dessen Innerem eine zylindrische Höhlung 2 vorgesehen ist. Der Körper 1 ist an
der mit 3 bezeichneten Stelle über seine ganze Länge hinweg geschlitzt, so daß die
beiden Hälften des rohrförmigen Körpers in dem Bereich des Längsschlitzes 3 auseinandergezogen
werden können, so daß man sie entweder auf einen Heizstab 4 (Fig. 1) oder auf den
zu beheizenden Lockenwickel aufsetzen kann.
| An der dem Schlitz 3 gegenüberliegenden Seite des. Körpers
1 |
| 1-1 U |
ist ein als elastisches Gelenkband wirkendes Verbindungsstück 5 vorgesehen, dessen
Wirkungsweise weiter unten erläutert wird.
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An beiden Seiten des bruckenbogenförmigen Verbindungsstükkes 5 ist
der rohrförmige Körper mit je einem im Querschnitt flügelförmigen Profil-Ansatz
6 versehen, der eine weit von der zu beheizenden Innenfläche entfernt liegende Fläche
7 aufweist, an die sich die Finger des Benutzers anlegen können. Die flügelförmigen
Profil-Ansätze 6 stehen an der dem Spalt 3 gegenüberliegenden Seite anschließend
an das brückenbogenförmige Verbindtngsstuck etwa radial heraus, so daß bei einem
durch die Finger des Benutzers auf die Flächen 7 der flügelförmigen Ansätze ausgeübten
Druck diese bei ihrer Annäherung das als elastisches Gelenkband wirkende Verbindungsstück
5 biegen und damit den Abstand der beiden Ränder des Spaltes 3-erweitern bzw. den
geschlitzten Hülsenkörper 1 öffnen.
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Man kann so durch Drücken auf die Flächen 7 der fluilzelförmigen
Ansätze 6 die Ränder des Spaltes 3 auseinanderbewegen und die Heiz-Klemmhulse entweder
auf einen Heizstab 4 oder auf einen Lockenwickel aufsetzen.
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Wenn die Klemmhülse auf den Heizstab gesetzt ist, liegt die Innenfläche
8 ihrer Höhlung 2, die ungefähr die Form eines geraden Kreiszylinders hat, mit leichtem
elastischem Druck eng an dem Stab an. Über diese Fläche erfolgt der Wärmeaustausch.
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Die Klemmhülse besteht aus einem einzigen Block eines elastischen
Materials,
beispielsweise aus Gummi, und die unmittelbare Beheizung dieses Materials bringt
die Gefahr einer Verringerung der Elastizität der Hülse mit sich, die sich besonders
an dem auch mechanisch stark beanspruchten Verbindungsstück 5 auswirken müßte, wenn
dieses auch an dem Heizstab anliegen wurde. Um dies zu vermeiden, ist nun derjenige
Teil der Hülse, der als scharnierähnliches elastisches Gelenkband wirkt, als brückenbogenartiges
Verbindungsstück 5 ausgebildet, dessen innere Fläche 9 derart gekrümmt ist, daß
sie ihre hohle Seite dem Heizstab zuwendet und einen Belüftungskanal begrenzt.
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Die stark konkav gekrümmte Fläche 9 an der Unterseite des brückenbogenförmigen
Verbindungsstückes 5 bringt zunächst den wiederholt auf Biegung beanspruchten mittleren
Teil dieses VerbindLmgsstückes in einen größeren Abstand von der Oberfläche des
Heizstabes 4, auf dem die Klemmhülse vor ihrer Verwendung aufgeheizt wird. Während
an den glatten, etwa zylindrischen Innenflächen der Klemmhülse, die satt an der
Heizstaboberfläche anliegen, ein guter Wärmeübergang vorhanden ist, der zu einer
raschen Erwärmung dieser Klemmhülsenteile führt, erwärmt sich das weiter entfernt
vom Heizstab befindliche Verbindungsstück 5 wesentlich weniger. Hierzu trägt auch
eine gewisse Belüftung durch den von der konkaven Fläche 9 begrenzten Belüftungskanal
bei. Der Heizstab ist stets zylindrisch und vollkommen glatt, so daß während des
Aufheizvorganges der Belüftungskanal immer offen bleibt und seine Aufgabe als Mittel
zur Kühlung des Verbindungsstückes erfüllen kann.
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Wird die Klemmhülse auf einen Lockenwickel aufgesetzt, um die in
ihr gespeicherte Wärme auf die Haare zu übertragen, so befindet sich die Klemmhülse
bereits wieder im Stadium der Abkühlung ; selbst wenn gelegentlich die auf den Lockenwickel
aufgewickelten Haare nicht fest an dem Lockenwickel anliegen sollten und etwas in
den Belüftungskanal eindringen würden, so hätte ein solches teilweises Verringern
des LUftungskanal-Querschnitts nichts zu bedeuten ; die Temperatur des Verbindungsstückes
nimmt trotzdem ab.
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Die äußere Fläche 10 des Verbindungsstückes 5 kann eine flache oder
ebene Fläche sein.
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Es wurde festgestellt, daß Heiz-Klemmhülsen, die mit einem an der
Innenseite stark gewölbten Verbindungsstück 5 ausgestattet sind, wie es soeben beschrieben
wurde, zwei-bis dreimal länger betriebsfähig bleiben, als solche Klemmhülse, die
keine konkave Fläche 9 an der Innenseite des Verbindungsstückes aufweisen.
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Beispielsweise ist eine Klemmhülse, die aus elastischem Material
hergestellt ist, das (in Gewichtsprozenten) 39 % eines Elastomeren, wie Neopren,
46 % Ruß und 11 % eines Plastifikators, wie z. B. ein Acetonextrakt enthält, während
der Rest aus Mineralstoffen, wie Zinkoxyd und Manganoxyd, besteht., durchaus dazu
geeignet, bis auf 1350 C auf einem Heizstab erhitzt zu werden. Eine derartige Klemmhü.
lse behält ihre Elastizität im Bereich des Gelenk-Verbindungsstückes 5-wenn an dieser
Stelle
keine nach innen hohle Brücke bzw. eine konkave Ausnehmung
vorgesehen ist-fur nur ungefähr 300 Betriebsstunden. Wenn die Hülse jedoch eine
hohl gebogene Brücke als Scharnier aufweist, kann man sie unter Wahrung einer guten
Elastizität zumindest 700 Stunden benutzen.
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Anderseits absorbiert die aus einem zusammenhängenden Stück eines
elastischen Materials, wie Gummi, bestehende Klemmhülse eine erhebliche Menge von
Kalorien ; sie ist besonders gut geeignet, um eine gleichmäßige Erwärmung der Lockenwickel
zu erzielen.