DE1852033U - Papierrollenwechselvorrichtung bei rotationsdruckmaschinen. - Google Patents
Papierrollenwechselvorrichtung bei rotationsdruckmaschinen.Info
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Description
- Papierrollenwechselvorrichtung bei Rotationsdruckmaschinen.
- Die Erfindung betrifft eine insbesondere für Rotationsdruckmaschinen bestimmte selbsttätige Papierrollenwechselvorrichtung mit einem die Rollen tragenden, drehbaren, dreiarmigen Rollenstern, den einzelnen Rollen zugeordneten Bremsen und einem die ablaufende Papierrolle antreibenden, endlosen Gurt, dessen Umlaufgeschwindigkeit in Abhängigkeit von der Papierbahnspannung mittels einer Schwingwalze regelbar ist, die auch von dem Zeitpunkt an, in dem die ablaufende Rolle durch Verschwenken des Rollensternes aus der Laufstellung in die Rollenwechselstellung mit dem endlosen Gurt außer Berührung kommt, die Bremsung der auslaufenden Rolle regelt, wobei deren Bremse mittels einer elektrischen Auswahlvorrichtung einschaltbar ist.
- Bei unterschiedlichen Papierrollenwechselvorrichtungen werden zur Rollenbremsung bevorzugt elektrisch steuerbare Bremsen, wie elektromechanische Reibbremsen und generatorisch mit Gleichstrom-Generator wirkende Bremsen verwendet. Zur Bremsung von Papierrollen an Rotationsmaschinen sowie Auf-und Abwickelvorrichtungen kennt man auch Induktionsbremsen mit konstantem oder auch von der Belastung abhängigem, unregelmäßig verlaufendem Bremsmoment. Die Bremse der Restrolle wird jeweils bei der Drehbewegung des Rollensternes, welche die Verbindung der auslaufenden Bahn der Restrolle mit der Ersatzrolle einleitet, durch eine elektrische Auswahlvorrichtung eingeschaltet, die koaxial zur Achse des dreiarmigen Rollensternes angeordnete Schleifringe besitzt. Dabei ist auch die Möglichkeit bekannt, jede der drei Bremsen eines Rollensternes, also jeweils die Rollenbremse der ablaufenden Rolle jederzeit von Hand einzuschalten, um die Bahn zusätzlich zu bremsen. Es ist also die Rollenbremse dazu verwendbar, in Zusammenwirken mit dem an der Rolle anliegenden endlosen Gurt besonders hohe Papierbahnspannung zu meistern. Eine solche Möglichkeit ist vor allem bei extrem hohen Papierbahnspannungen erwünscht, wie sie bei Tiefdruckmaschinen vorkommen. Aber die Möglichkeit einer freizügigen Einschaltung der Rollenbremsen ist an sich mehr oder weniger uninteressant oder auch praktisch wertlos bei Bremsen, die entweder nicht genügend regelbar sind oder eine ständige Überwachung erfordern oder zu kostspielig und sperrig sind.
- Schließlich besteht noch die Aufgabe, eine Rollenbremse zu verwenden, die selbsttätig die Schwingwalze in der Aufrechterhaltung einer konstanten Papierbahnspannung unterstützt und entlastet.
- Diese unterschiedlichen Möglichkeiten und Wünsche sind vereinbar durch eine Rollenbremsung mit Induktionsbremsen, deren Charakteristik nach dem Vorschlag der Erfindung derart bestimmt wird, daß im Wirkbereich das Bremsmoment bzw. Drehmoment bei steigender Drehzahl abnimmt. Die Bremswirkung wird also mit dem Schwinden der Rolle selbsttätig kleiner. Dadurch fällt der Schwingwalze nur noch in verringertem Maße die Aufgabe zu, die Bremsung der Restrolle vom Zeitpunkt des Verlassens des endlosen Gurtes an zu regeln. Es ist ein Höchstmaß an gleichbleibender Papierbahnspannung erreichbar. Auch bei sehr rasch laufenden Maschinen ist ein störungsfreier Rollenwechsel gewährleistet.
- Die Bremsung läßt sich schwierigsten Betriebsbedingungen anpassen, die aus unterschiedlichen Papierbreiten und-spannungen erwachsen. Man kann auch sorglos mit extrem hohen Papierbahnspannungen arbeiten. Es ist in einfacher Weise möglich, den Bremseffekt und damit die gewünschte Papierbahnspannung, wie zu gewünscht, von Fall zu Fall wählen und vorzubestimmen.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch veranschaulicht. Es zeigen Abb. 1 eine Frontansicht der Rollenwechselvorrichtung, Abb. 2 die Induktionsbremsen für die Papierrollen in Zusammenhang mit einer angedeuteten elektrischen Auswahlvorrichtung.
- Der dreiarmige, motorisch verdrehbare Rollenstern 1 bis 3 ist in Abb. 1 in Anklebestellung gezeigt und trägt dabei die ablaufende Restrolle 4 und die an die ablaufende Bahn 5 anzuklebende Ersatzrolle 6. An dieser liegt der endlose Gurt 7 an, dessen Antrieb in Abhängigkeit von der Papierbahnspannung durch eine von der Papierbahn umschlungene Schwingwalze 8 gesteuert wird. Der an der Maschinenseitenwand gelagerte Schwenkrahmen 9 trägt die Anklebe-Bürste 10, das Trennmesser 11 sowie einen Gleitschuh 12 für die ablaufende Bahn 5.
- Zum Rollenwechsel bringt der Gurt 7, nachdem er durch Verdrehen des Rollensternes von der Restrolle 4 verlassen ist, die Ersatzrolle auf die Geschwindigkeit der ablaufenden Bahn. Das einwandfreie Zusammenkleben erfordert eine genaue Übereinstimmung der beiden Papiergeschwindigkeiten. Bis zum erfolgten Rollenwechsel soll die Papierbahnspannung der ablaufenden Rolle 4 auch während der Drehbewegung des Rollensternes 1-3, wie bekannt, dadurch konstant bleiben, daß auch die Achsbremsung dieser Restrolle durch die Schwingwalze 8 gesteuert wird.
- Als Achsbremse dienen hier sogenannte Induktionsbremsen A, B und C, deren Verteilung auf die drei Arme 1 bis 3 des Rollensternes in Abb. 2 schematisch dargestellt ist. Die Polteilung und damit die Charakteristik der Induktionsbremsen wird derart vorbestimmt, daß sich ohne Eingriff üblicher Regelorgane eine selbsttätige Drehmomentenverminderung bei kleiner werdender Papierrolle und dadurch größer werdender Drehzahl der erschöpften Rolle ergibt. Jede Induktionsbremse ist mit Hilfe einer geeigneten elektrischen Auswahlvorrichtung über koaxial zum Rollenstern angeordnete Schleifringe D, E und Bürsten H, J für sich einschaltbar.
- Der Rollenwechsel kann durch Druckknopfsteuerung von Hand oder auch selbsttätig eingeleitet werden. Sein Ablauf erfolgt selbsttätig vermittels einer geeigneten elektrischen Steuervorrichtung. Diese ist über zwei hintereinander geschaltete Potentiometer F mund G mit der elektrischen Schaltvorrichtung für die Induktionsbremsen verbunden. Das eine Potentiometer F wird durch die Bewegungen der Schwingwalze geregelt, das andere Potentiometer G von Hand auf die gewünschten Papierspannungsverhältnisse eingestellt.
- Zu Beginn der Rollensterndrehung, also wenn die ablaufende Restrolle 4 den endlosen Gurt verläßt, wird der Bremsstrom der z auf diese Rolle 4 wirkenden Induktionsbremse A eingeschaltet, während die beiden Bremsen C und B gesperrt sind.
- Nunmehr dreht sich der Rollenstern 1-3 im Uhrzeigersinn, so daß sein Arm 1 mit der Restrolle 4 in die Anklebestellung gelangt, die in Abb. 1 ersichtlich ist und in Abb. 2 der Lage des Armes 2 entspricht. Dabei wird die Beaufschlagung der Bremse A für die Restrolle bis zum selbsttätigen Abschalten des Bremsstromes bzw. bis zum erfolgten Rollenwechsel durch eine nicht dargestellte elektrische Schaltung aufrecht erhalten.
- Die Bremse der ablaufenden Restrolle steht bis zum erfolgten Rollenwechsel, wie an sich bekannt, unter dem Einfluß der Schwingwalze 8, die auch die Geschwindigkeit des endlosen Gurttes 7 steuert. Diesem Zweck dient das von der Schwingwalze 8 beeinflußte Potentiometer F in der Verbindungsleitung zwischen der nicht gezeichneten Steuereinrichtung für den Rollenwechsel und der Klemme an Segment E.
- Insbesondere bei Rollen-Tiefdruckmaschinen ist es häufig erwünscht, mit besonders hohen Papierbahnspannungen zu arbeiten.
- Diese Möglichkeit bietet sich ohne große Umstände durch ein zusätzliches Relais in der nicht gezeichneten Autopasterschaltung, mit dessen Hilfe man jeweils die Induktions-Bremse der am endlosen Gurt anliegenden Papierrolle von Hand. beliebig jederzeit einschalten kann, um den endlosen Gurt bei seiner Einwirkung auf die ablaufende Bahn zu unterstützen. Diese zusätzliche Einschaltung wird für extrem hohe Papierbahnspannungen beim Verarbeiten kleiner Papierrollen vorgenommen. Sie läßt sich jederzeit von Hand unterbrechen oder auch beim nächsten Rollenwechsel beim Trennen der Bahnen selbsttätig abschalten.
- Das zusätzlich im Regelkreis angeordnete Potentiometer G ist von Hand regelbar. Mit seiner Hilfe lassen sich Festwert für gewünschte Papierspannungen bei bestimmter Papierbreite vorsehen.
- Es dient dazu, den jeweils erforderlichen Bremseffekt und damit die entsprechende Papierbahnspannung vor dem Einschalten nach Eich-Skala zu wählen.
Claims (2)
- Schutzansprüche 1. Selbsttätige Papierrollenwechselvorrichtung, insbesondere für Rotationsdruckmaschinen, mit einem mehrere Rollen tra-'genen, drehbaren Rollenstern, den einzelnen Rollen zugeordneten Induktions-Bremsen und einem die ablaufende Rolle antreibenden, endlosen Gurt, dessen Umlaufgeschwindigkeit in Abhängigkeit von der Papierbahnspannung mittels einer Schwingwalze regelbar ist, die auch von dem Zeitpunkt an, in dem die ablaufende Rolle durch Verschwenken des Rollensternes aus der Laufstellung in die Rollenwechselstellung mit dem endlosen Gurt außer Berührung kommt, die Bremsung der auslaufenden Rolle regelt, wobei deren Bremse mittels einer elektrischen Auswahlvorrichtung einschaltbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß Induktions-Bremsen (A, B, C) von solcher Charakteristik verwendet werden, daß im Wirkbereich ihr Bremsmoment bzw. Drehmoment bei steigender Drehzahl abnimmt.
- 2. Papierrollenwechselvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Regelkreis der Induktions-Bremsen in
selbsttätig regelbaren Potentiometer (F) ein entsprechend dem Papierbahnzug geeichtes, von Hand nach Eich-Skala einstellbares Potentiometer (G) zur vorwählbaren Einstellung des gewünschen Bremseffektes angeordnet ist.Hintereinanderschaltung mit dem durch die Schwingwalze
Priority Applications (1)
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| DESCH26324U DE1852033U (de) | 1959-12-10 | 1959-12-10 | Papierrollenwechselvorrichtung bei rotationsdruckmaschinen. |
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1959
- 1959-12-10 DE DESCH26324U patent/DE1852033U/de not_active Expired
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