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| Schriftanordnung, insbesondere |
| Liedanzeige für Kirchenräume |
| CD |
| Das Muster bezieht sich auf eine Schriftanordnung, insbe- |
sondere Liedanzeige für Kirchenräume, mit wenigstens einer Steckschiene zur Aufnahme
von Schriftzeichen.
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Bei den bisher bekannten Schriftanordnungen, insbesondere Liedanzeigen,
ergiebt sich der Nachteil eines ungefälligen Aussehens, ferner sind sie schwer zu
handhaben. Schriftzeichen, welche aus Buchstaben, Zahlen sowie + und-= Zeichen bestehen,
sind bei bekannten Liedanzeigen im allgemeinen auf Tafeln angeordnet, die aus Holz
oder einem anderen schweren Material ausgeführt sind. Das setzt voraus, daß die
Steckschienen beträchtliche Stabilität haben müssen oder eine starke Verankerung
aufweisen. Darüber hinaus sind diese bekannten Steckschienen vor einer festen Platte
angeordnet, an welche sich die die Schriftzeichen tragenden Tafeln mit ihrem oberen
Rand abstützen. Die bekannten Liedanzeigen wirken daher ungefällig. Ihre Bedienung
dauert infolge der einzusteckenden Tafeln mit Schriftzeichen beträchtliche Zeit
und stellt auch eine erhebliche körperliebe
Beanspruchung dar,
insbesondere wenn in großen Kirchen mehrere Liedanzeigen eingesteckt werden müssen.
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Dabei ist zu berücksichtigen, daß beispielsweise auf einer Zeile einer
Liedanzeige durchschnittlich acht Schriftzeichen stehen und eine Liedanzeige etwa
fünf bis zehn Zeilen hat. Wenn beispielsweise nur zehn Liedanzeigen in einer Kirche
vorhanden sind, müssen z. B. bei fünf Zeilen jeweils vierhundert Schriftzeichen
gesteckt werden. Daraus ist erkennbar, daß schon in einer Erleichterung dieser Arbeit
ein wesentlicher Fortschritt liegt.
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Hinzu kommt, daß die bekannten Liedanzeigen das Kirchenbild ungünstig
beeinflussen. Insbesondere wenn eine Kirche für Orgelkonzerte oder dergleichen verwendet
wird, verunstalten die im allgemeinen schwarze Tafeln aufwehenden Liedanzeigen das
Bild des Kirchenraumes. Wenn diese bekannten Liedanzeigen als Ständer ausgeführt
und somit beweglich sind, erfordert ihre Entfernung aus dem Kirchenraum ebenfalls
eine beträchtliche Arbeit.
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Die mustergemäße Liedanzeige ist unter der Aufgabenstellung ausgeführt,
daß diese Nachteile beseitigt werden und dabei eine Anordnung geschaffen wird, welche
nicht nur leichter zu bedienen ist, sondern die sich auch organisch an das Bild
eines Kirchen-Innenraumes anpaßt und selbst wenn sie beispielsweise bei Orgelkonzerten
an ihrem Ort verbleibt, den Eindruck des Innenraumes nicht stört, d. h. praktisch
nicht auffällt. Diese Aufgabe wird mustergemäß dadurch
gelöst, daß
die Schriftzeichen entsprechend ihrem Schriftzug aus durch Spritzguß zu verarbeitendem
Material hergestellt, zu der Steckschüsse kontrastierend gefärbt und mit einem Steckfuß
versehen sind, der von oben in die Steckschiene einsteckbar ist.
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Gemäß der besonderen bevorzugten Ausführungsform bestehen die Schriftzeichen
aus Kunststoff. Ferner sieht die bevorzugte Ausführungsform vor, dass die Schriftzeichen
mit einem Steckfuß versehen sind, der schwacher als die Schriftzeichen ist und deren
untere Begrenzung durch den Stärkenunterschied zwisehen dem Steckfuß und dem Schriftzeichen
gegenüber dem Steckfuß erkennbar hervorhebt, dessen vordere Fläche hinter der vorderen
Fl ; dche-des Schriftzeichens liegt.
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Die Ausführung der Schriftzeichen aus Kunststoff entsprechend ihrem
Schriftzug führt dabei zu einer weitaus leichteren Ausführungsform als mit den bekannten
Holztafeln, weil einerseits die nur aus ihrem Schriftzug bestehenden Schriftzeichen
weniger Material haben und somit an sich leichter sind und weiterhin aus dem Kunststoff
ein sehr geringes Gewicht resultiert. Die Verwendung aus Kunststoff hat bei der
Ausführung mit einer zu der Farbe der Steckschiene kontrastierenden Farbe ferner
den Vorteil, daß die Schriftzeichen aus eingefärbtem Kunststoff hergestellt werden,
so daß sich ihre Farbe nicht abnutzt oder durch längere Benutzung verändert, was
bei auf Täfelchen gemalten Schriftzeichen der Fall ist. Die zu der Steckschiene
kontrastierend gefärbten
Schriftzeichen sind so ausgeführt, daß
sie sich gegenüber der Umgebung im Eirchen-Innenraum, beispielsweise von der dahinterliegenden
Wand freistehend abheben, während die Steckschiene entsprechend der Wand gefärbt
sein kann, so daß die Steckschiene'gegenüber den Schriftzeichen verschwindet und
die Schriftzeichen gut erkennbar, gleichsam losgelöst von Befestigungsvorrichtungen,
erscheinen.
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Dabei ist der Steckfuß schwächer als die Schriftz eichen selbst ausgeführt,
so daß er bei der vorteilhaften Verwendung von gefärbtem Kunststoff, beispielsweise
bei unten gekrümmten Schriftzeichen zurücktritt, so daß er auch die untere Begrenzung
derartiger bchriftzeichen nicht beeinträchtigt.
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Vorteilhaft ist der Steckschlitz für die Schriftzeichen aus der Mitte
der im Querschnitt im wesentlichen quadratisch ausgeführten Steckschiene zu deren
Vorderseite hin versetzt. Hierbei wird bevorzugt, daß zwischen einer hinteren Bezugsseite
der Steckschiene zu ihrer Befestigung oder Anlage und dem Steckschlitz ein Mindestabstand
von 5 mm vorgesehen ist.
| Das Muster nutzt somit auch die Lichtwirkung zur Kenntlich- |
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machung der Schriftzeichen aus, die in einem bestimmten Abstand beispielsweise von
einer Wand oder einer Tafel angeordnet sind, ivodiluch sich eine gewisse, aber durch
den kleinen Abstand nicht den optischen Eindruck verzerrende
Schattenwirkung
ergibt, welche die Schriftzeichen besonders gut erkennbar macht und den gefälligen
Eindruck verbessert. Dadurcn ird sogleich die Möglichkeit geschaffen, dass die Schriftzeichen
oben einzeln erfaßbar sind, ohne die dahinter liegende land zu berühren oder zu
beschmutzen.
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In einer einfachen Ausführungsform schafft das Muster eine Steckschiene
mit fest an ihrer Hinterseite angeordneten stiftförmigen Befestigungsmitteln oder
vorteilhaften nadeln zur Befestigung an Vorhängen, welche somit unmittelbar an einer
wand des Kirchen-Innenraumes angeordnet werden können. Die mustergemäßen Steckschienen
sind gemäß einer weiteren Ausführungsform auf einer Tafel angeordnet. Diese ist
in besonders bevorzugter Weise durchsichtig und besteht beispielsweise aus Plexiglas.
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Diese Ausführungsform schafft den Vorteil, daß'eine Befestigung aller
Schienen durch ein einziges oder zwei Befestigungsmittel möglich ist, wobei eine
Aufhängung an einem Ständer oder an einem schwenkbaren Träger einbezogen wird. Die
Haltemittel sind dabei zweckmäßig im Bereich einzelner und an sich undurchsichtiger
StecKschienen vorgesehen, so daß sie verdeckt sind. Gemäß einer anderen Ausführungsform
ist die Tafel zum Beispiel aus Holz, Kunststoff oder Metall und im wesentlichen
in gleicher Farbe wie die Steckschienen und kontrastierend zur Farbe der Buchstaben
ausgeführt.
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Weiterhin sieht das Muster in einer Ausführungsform vor, daß mehrere
Steckschienen prallel zueinander einseitig an
| einem Träger angeordnet sind, an welchem Scharniere mit |
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Maueranker vorgesehen sind, wobei die obigen Bedin-
| gungalfu. r die Anordnung der Heltemit'cej-eingenalten |
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sind.
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Es versteht sich, daß auch eine Ausführungsform einbezogen wird, gemäß
welcher mehrere mustergemäße Steckschienen in einem Rahmen zusammengehalten werden.
| Das lauster wird im folgenden anhand von in der Zeichnung |
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dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In der Zeichnung zeigen : Figur
1 die perspektivische Ansicht einer Steckschiene,
| Figur 1a eine Stirnansicht der Steckschiene gemäß |
| Figur1, |
| Figur 2 die Vorderansicht eines Schriftzeichens, |
| Figur 3 die Seitenansicht eines Schriftzeichens, |
Figur 4 eine Vorderansicht eines weiteren Schriftzeichens, Figur 5 die Vorderansicht
einer Vereinigung mehrerer Steckschienen an einer Tafel, Figur 6 eine Seitenansicht
von Figur 5, Figur 7 eine schwenkbare Anordnung der Steckschienen,
Figur
8 eine aufstellbare Anordnung einer Tafel gemäß Figur 5.
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Die Steckschiene1, die beispielsweise aus Holz besteht, ist vorteilhaft
quadratisch mit einem Querschnitt von 15 x 15 mm ausgeführt. Sie hat einen Steckschlitz
2, in den Steckfüße von Schriftzeichen einsetzbar sind.
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Es ist ersichtlich, daß der Steckschlitz 2 zur Vorderseite 3 von einer
Bezugsseite 4 der Steckschiene versetzt ist. An letzterer sind beispielsweise Mauerhaken
5, 6 zur Befestigung an einer Wand angeordnet. Vorteilhaft beträgt der Abstand zwischen
der Bezugsseite 4 und der zugekehrten Begrenzung des Steckschlitzes 2 7 mm.
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Hierdurch ist ein Mindestabstand der Schriftzeichen von einer Wand
oder Tafel an der Bezugsseite 4 sichergestellt, so daß eine geringe und bemessene
Schattenwirkung bei Lichteinfall entstent.
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Die Schiene hat eine Länge von beispielsweise 55 bis 70 cm.
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Die in den Figuren 2 bis 4 gezeigten Schriftzeichen haben vorteilhaft
bei der angegebenen Schienenabmessung eine Höhe von etwa 10 cm. Die Schriftzeichen,
die in kontrastierender Farbe zur Steckschiene 1 ausgeführt sind, sind aus gefärbtem
Kunststoff gegossen. Die Schriftzeichen 7, 8 haben jeweils einen Steckfuß 9 ? 10,
der gegenüber dem Schriftzeichen selbst verminderte Stärke hat, so daß
wenigstens
seine Vorderseite 11 gegenüber der Vorderseite 12 des Schriftzeichens selbst zurückgesetzt
ist. Hierdurch liegt die Vorderseite des in die Steckschiene eingesetzten Schriftzeichens
nahe an der Vorderseite der Stecnschiene. Insbesondere ist dieses wesentlich bei
schriftzeichen 8 mit einem bogenförmigen unteren Rand, weil dadurch die untere Begrenzungslinie
hervorgehoben ist und der schwerfällige Eindruck, den ein gut sichtbarer Steckfuß
haben würde, verschw indet.
| Bei Verwendung von Steckschienen gemäß der Figur 1 |
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| und 1a können beliebig viele Steckschienen neben- |
| oder untereinander unmittelbar an einer and ange- |
ordnet werden, wobei die Steckschienen vorteilhaft gleiche Farbe wie die Wand und
die Schriftzeichen dazu kontrastierende Farbe haben. Anstelle der gezeigten Maueranker
können je nach der vorgesehenen Verwendung oder bandart auch andere Befestigungselemente
angeordnet sein, z. B. können nadelartige Einrichtungen zur Befestigung an Vorhängen
vorgesehen sein.
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Das Muster bezieht die Anordnung mehrerer Steckschienen 13 an einer
Tafel 14 ein. Diese Tafel besteht gemäß der bevorzugten Ausführungsform aus durchsichtigem
Material, beispielsweise aus Plexiglas. Bei dieser Ausführungsform genügen beispielsweise
zwei Befestigungsmittel in Form von uauerankern 15, die zweckmäßig hinter einer
StecK-schiene 13 angeordnet sind, so daß sie bei durchsichtiger
| Ausfünrung der Tafel 14 nicht sichter sind. Die Tafel 14 |
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mann in der in Figur 6 gestrichelten gleise einen oberen Abschnitt
16 haben, so daß eine gleichmäßige Hinterlegung aller Schriftzeichen erfolgt.
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Das ist, wie auch in Figur 8 gezeigt ist, vorteilhaft, wenn die Tafel
14 undurchsichtig ist und beispielsweise aus gefärbtem Kunststoff besteht, der gleiche
Farbe wie die Steckschienen 13 hat. Eine solche Tafel kann auch mit einem Fuß 17
versehen sein,
| so daß die Tafel beliebig aufstellbar ist. |
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Gemäß Figur 7 sind mehrere Steckschienen 18 einseitig an einem Träger 19 befestigt.
Dieser Träger ist mittels Scharnieren 20,21 beispielsweise mit Hauerhaken 22,23
verbunden, die die Befestigung an einer ùifand so ermög-
| lichen, daß die Schienengruppe 18 in eine beliebige |
| CD |
Lage verschwenkbar ist. Bs versteht sich, daß der Träger 19 mustergemäß auch in
Form eines Rahmens ausgeführt sein kann, so daß wenigstens auch die in Figur 7 rechten
Enden der Steckschienen miteinander verbunden sind. Auch ein solcher Rahmen, dessen
rechte Verbindung durch die gestricnelte Linie 24 angedeutet ist, Kann gemäß einer
besonderen Ausführungsform in der annand der Figuren 5 und 6 geschilderten Weise
an einer Wand befestigt werden, die somit zwischen den Steckschienen erscheint und
den Hintergrund für die Schriftzeichen bildet.