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Kartoffellegemaschine mit Vorratsteller Gegenstand der Erfindung sind
Kartoffellegemaschinen mit oberhalb des Legerohres über einem feststehenden Boden
drehbar angeordnetem, zur Aufnahme einzelner Kartoffeln durch Radialwände unterteiltem
Vorratsteller. Derartige Vorratsteller werden insbesondere in Verbindung mit dem
Fehlstellenausgleich verwendet, beispielsweise bei den Legemaschinen der Patentschriften
920.944 und 1 010 307. Bei diesen Maschinen können soviel Fehlstellen selbsttätig
korrigiert werden, wie der Vorratsteller Fächer zur Aufnahme von Ersatzkartoffeln
besitzt. Es sind deshalb Teller mit möglichst vielen Fächern erwünscht. Durch eine
entsprechende Vergrößerung der Vorratsteller läßt sich das aber nicht erreichen,
weil das Trägheitsmoment des Tellers bald die Grenze überschreitet, wo der Bodenantrieb
zur sicheren Betätigung des Fehlstellenausgleichs noch gewährleistet ist.
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Um eine größere Anzahl von Fächern unterzubringen, hat die österreichische
Patentschrift 182 552 zwei übereinander angeordnete Vorratsteller vorgesehen, von
denen zunächst der untere seine Ersatzkartoffeln auswirft und dann durch die im
oberen Teller befindlichen Kartoffeln erneut geladen wird. diese Zweitelleranordnung
zeigt aber den Nachteil, daß der Bedienungsmann nicht jederzeit übersehen kann,
ob der untere Teller mit Kartoffeln gefüllt ist. Er kann auch nicht direkt in den
unteren Teller einlegen, sondern muß dazu jedesmal einen Ladevorgang vollziehen.
Ferner erweist es sich hier nachteilig,
daß für den Antrieb beider
Teller mindestens das doppelte Antriebsmoment erforderlich ist, als bei der üblichen
Eintellerausführung.
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Die vorliegende Erfindung sieht zur Vermeidung aller dieser Nachteile
einen Vorratsteller vor, auf dem die Fächer in zwei konzentrischen Kreisen angeordnet
sind. Dadurch wird auch der bei den bisher bekannten Vorratstellern ungenützt innere.
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Tellerraum zur Aufnahme von Ersatzkartoffeln genutzt. Während die
äußeren Fächer ihre Ersatzkartoffeln zur Fehlstellenkorrektur abwerfen, füllen sie
sich beim Weiterdrehen selbsttätig aus den entsprechenden inneren Fächern. Gegenüber
dem bekannten Stande der Technik ergeben sich hier die Vorteile, daß man die doppelte
Anzahl von Fächern stets offen vor sich hat und daß die Uberwachungsperson jederzeit
in jedes beliebige Fach nachlegen kann, ohne einen besonderen Ladevorgang ausführen
zu müssen. Der Tellerdurchmesser wird nicht oder nicht nennenwert großer, als bei
den bisher bekannten Vorratstellern gleicher Fächerzahl, und Fächergroße.
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Die Erfindung besteht darin, daß die Radialwände des Vorratstellers
Ausschnitte aufweisen, in welche eine feststehende Ringwand derart eingreift, daß
eine gleiche Anzahl innerer und äußerer Fächer entsteht. Je nachdem sich bei der
betreffenden Kartoffellegemaschine der Legerohreinlauf unterhalb der äußeren oder
der inneren Fächerreihe befindet, besitzen im ersteren Falle die inneren, im letzteren
Falle die äußeren Fächer eine mit dem Vorratsteller festverbundene Bodenfläche,
die nach der Ringwand hin geneigt ist.
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Fig. 1 zeigt die Beispielsausführung des Vorratstellers einer
legemaschine,
deren Legerohreinlauf sich unterhalb der äußeren Fächerreihe befindet, in perspektivischer
Darstellung.
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Fig. 2 zeigt den Querschnitt des Vorratstellers einer Kartoffellegemaschine,
deren Legerohreinlauf sich unterhalb der inneren Fächerreihe befindet.
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Am oberen Ende des Legerohres 1 der Kartoffellegemaschine, deren sonstige
Einzelheiten als für den Erfindungsgedanken unwesentlich hier nicht dargestellt
sind, ist der kreisförmige Boden 3 fest angeordnet. Er trägt die Lagerung für den
Vorratsteller 5, der im Sinne der Pfeilrichtung je nach Art der Maschine absatzweise
oder kontinuierlich gedreht wird.
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Der Vorratsteller besteht aus einem mittleren Blechkegel 6 und einem
Außenring 77 die durch zehn Radialwände 8 miteinander verbunden sind. In den Radialwänden
befinden sich die Ausschnitte 9, in welche die konzentrische Ringwand 10 eingreift.
Die Ringwand ist mit dem Boden 3 fest verschraubt und ist also feststehend. Sie
besitzt als Kartoffeldurchlaß einen Ausschnitt 11, durch welchen die Kartoffeln
aus den inneren Fächern in die äußeren gelangen. Der Kartoffeldurchlaß 11 ist dem
Legerohreinlauf 2 benachbart, so daß jede Radialwand des Vorratstellers zunächst
die Stelle mit dem Legerohreinlauf 2 und dann die mit dem Kartoffeldurchlaß 11 passiert.
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Zu Beginn der Biegearbeit werden die inneren Fächer 12 und die äußeren
Fächer 13 mit je einer Kartoffel gefüllt. Wenn sich ein äußeres Fach aber den Legerohreinlauf
2 hinwegbewegt, fällt die Kartoffel durch den Ausschnitt des Bodens 3 hindurch in
das Legerohr. Das leere Fach gelangt anschließend durch
die Drehung
vor den Kartoffeldurchlaß 11, so daß die im inneren Fach 13 befindliche Kartoffel
den Kegelmantel abwärts in das leere Fach rollt. So wandern bei der Drehung der
Reihe nach sämtliche Kartoffeln der Innenfächer durch den Kartoffeldurchlaß hindurch
in die Außenfächer, werden bis zum Legerohreinlauf transportiert und in das legerohr
abgeworfen. Es werden also sämtliche Kartoffeln ohne Zutun des Bedienungsmannes
und ohne Ladungsvorgang ausgelegt. Wenn das geschehen ist, müssen sämtliche Fächer
wieder gefüllt werden.
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Bei dem in Fig. 2 dargestellten Querschnitt des Vorratstellers handelt
es sich um eine Kartoffellegemaschine, deren Legerohreinlauf 2 sich unterhalb der
inneren Fächerreihe befindet.
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Am feststehenden Boden 3 sitzt die Lagerung der Tellerwelle 4, welche
mit der Tellernabe 14 mittels des Stiftes 15 starr verbunden ist. Der Boden 3 weist
oberhalb des Legerohreinlaufes 2 eine Öffnung 16 auf, durch welche die Kartoffeln
aus den inneren Fächern in das Legerohr 1 fallen können.
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Der Boden 3 ist am Umfang topfförmig hochgezogen und bildet dort die
Ringwand 10, welche den Vorratsteller 5 in innere und äußere Fächer teilt. An einer
Stelle der Ringwand befindet sich der Kartoffeldurchlaß 11, von dem die Kartoffeln
aus den äußeren Fächern in die inneren Fächer gelangen können.
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Der Vorratsteller besteht aus der Nabe 14, dem Außenring 7 und den
Radialwänden 8, die mit Ausschnitten 9 für die Ringwand 10 versehen sind. Auch bei
dieser Ausführung ist der Legerohreinlauf 2 dem Kartoffeldurchlaß 11 benachbart,
so daß jede Radialwand des Vorratstellers unmittelbar nacheinander die Öffnung 16
und den Kartoffeldurchlaß 11 passiert.
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Zu Beginn der Legearbeit werden sämtliche Fächer mit je einer Kartoffel
gefüllt. Sobald ein inneres Fach beim Hinwegstreichen über die Öffnung 16 seine
Kartoffeln in das Legerohr abgegeben hat, passiert es den Kartoffeldurchlaß 11 und
füllt sich dort selbsttätig dadurch, daß die Kartoffel aus dem äußeren Fach 13 in
diesem Augenblick von der schrägen Fläche des Außenringes 7 durch den Kartoffeldurchlaß
in das entleerte innere Fach rollt. Auf diese Weise werden sämtliche Kartoffeln
durch die bloße Umdrehung des Vorratstellers ohne Zutun eines Bedienungsmannes zum
Legerohr geführt.