DE1736122U - Vorrichtung zum trocknen des schmiermitteltraegers auf stahldraht, der im durchlaufverfahren entzundert und gezogen wird. - Google Patents
Vorrichtung zum trocknen des schmiermitteltraegers auf stahldraht, der im durchlaufverfahren entzundert und gezogen wird.Info
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Description
PA 547 689-4.10.56
HOTTENWERK OBERHAUSES ' . "
OHAFr ^1' Ul"· »"·
Vorrichtung zum Trocknen des Schmiermittelträgers auf Stahldrsht,
der im Eurehleufverfahren entzundert und gezogen wird
Stahldraht wird vor dem Ziehen von der f/alz- oder Glühhaut befreit,
d. h. entzur.dert. Kech der Entzunderung, ob sie nun auf
chemischem oder mechanischem Wege vorgenommen wurde, ,wird der
entzunderte Draht üblicherweise - gegebenenfalls nach einer Abspülung mit Wasser - in ein Kalkbad, Boraxbad oder dergl.
getaucht* wobei sich auf dem Draht ein Überzug von den genannten Stoffen bildet. Anschließend wird der Draht entweder in
Trockenöfen oder durch längeres Stehenlassen an der Luft getrocknet.
Der so auf den Draht gebrachte Überzug von Kalk, Borax oaer dergl. wirkt u. a. als Schmiermittelträger, das heißt, er bildet
eine Tragschicht, die bewirkt, daß beim Ziehen das Schmiermittel (wie z. B. Fett, Seife o. ä.) besser als auf nacktem
Draht haftet bzw. die mit dem Schmiermittel getränkt wird und mit ihm durch chemische Umsetzung eine festheftende Gleitschicht bildet.
Der Schmiermittelträfver muß so beschaffen sein, deß er beim
Ziehen die bildsame Verformung des Drahtwerkstoffes mitmacht,
ohne sich hierbei zusammen mit dem Schmiermittel vom Draht 2u
lösen. Es ist dabei von besonderer Wichtigkeit, daß der Schmiermittelträger beim Ziehen des Drahtes im weitgehendem Maße trocken
ist. Ist dies nicht der Pail und der Schmiermittelträger auf dem
Draht kommt im feuchten Zustande in Berührung mit dem Schmiermittel und dem Ziehwerkzeug, so werden Schmiermittelträger und
Schmiermittel unter den beim Ziehen herrschenden hohen Drücken stellenweise oder ganz vom Draht weggedrückt. Unter diesen Umständen
ist eine ausreichende und gleichmäßige Schmierwirkung beim Ziehen nicht gegeben und das Ziehwerkzeug fallt einer raschen
Zerstörung anheim»
Bei den nichtkontinuierlich arbeitenden Entzunderungs- und Drahtziehverfahren
bereitet es keine Schwierigkeiten, den auf den Draht aufgebrachten Schmiermittelträger in ausreichendem Maße zu
trocknen, da man bei dieser Arbeitsweise die Drahtringe vor dem Ziehen ohne weiteres so lange Zeit im trockenofen oder an der Luft
liegenlassen kann, bis der gewünschte Trockenheitsgrad erreicht
ist.
Anders ist es bei einer Arbeitsweise, bei der der Draht in einem Durchgang entzundert und gezogen wird, bei der er also Sntzunderungsvorrichtung,
Schmiermittelbad und Drahtziehmaschinen unmittelbar hintereinander durchlauft. Bei dieser Anordnung muß ein
auf den Draht aufgebrachter Schmiermittelträger innerhalb der
Zeit, in der der Draht vom Schmiermittelträgerbad zum SBiehhol besieh
wegt wird, getrocknet werden. Da-bei dieser Anordnung Entzünde* rungsvorriahtung, Schmiermittelbad und Drahtziehmaschinen naturgemäß dicht nebeneinander befinden, ist die hierbei für die Trocknung des Schmiermittelträgers zur Verfügung stehende Zeit bei den in Irage kommenden Drahtgeschwindigkeiten so kurz, daß während dieser Zeit die üblichen und bewährten Schmiermittelträger den gewünschten Trockenheitsgrad nicht erreichen können.
wegt wird, getrocknet werden. Da-bei dieser Anordnung Entzünde* rungsvorriahtung, Schmiermittelbad und Drahtziehmaschinen naturgemäß dicht nebeneinander befinden, ist die hierbei für die Trocknung des Schmiermittelträgers zur Verfügung stehende Zeit bei den in Irage kommenden Drahtgeschwindigkeiten so kurz, daß während dieser Zeit die üblichen und bewährten Schmiermittelträger den gewünschten Trockenheitsgrad nicht erreichen können.
Aus betrieblichen Gründen ist es nicht möglich, Schmiermittelträgerbad
und Ziehmaschine in einem so großen Abstand voneinander anzuordnen, daß der Draht auf dem Wege zwischen dem Sohmiermittelträgerbad
und der Ziehmaschine völlig trocknet, da sich hierbei eine ausserordentlich große Baulänge der Anlage ergeben
würde, die für den Betrieb sehr unvorteilhaft wäre. Es geht auch nicht an, diese gjroße Baulänge dadurch zu verkürzen,
daß der Draht auf seinem Wege zwischen Schmiermittelträgerbad
und Ziehhol durch Rollen mehrmals umgelenkt wird, weil sich hierbei eine sehr umständliche und störanfällige Einrichtung
ergäbe, die für die Praxis nicht tragbar wäre.
Man hat daher Überlegungen in dieser Richtung nicht weiter verfolgt, sondern die Frage des Drahtziehens nach oben beschriebenem Verfahren von der Schmiermittelseite her zu
lösen versucht, in dem man an Stelle der bisher üblichen Schmiermittel, wie z. B. Natronseife, andere Schmiermittel
- wie Stearate - verwendete, die auf Grund ihrer chemischen und physikalischen Beschaffenheit die Anwendung von Schmier-
— Δ —
mittelträoern entbehrlich machen sollten,. Vielfach versuchte
man such in diesem Sinne günstige Wirkungen dadurch zu erzielen, daß diesen Schmiermitteln Schmiermittelträger beigemischt
werden. Diese Verfahren haben jedoch nicht voll befriedigt, weil sich bei ihrer Anwendung in der Regel ein höherer
und sehr ungleichmäßiger Ziehwerkzeugverschleiß ergibt; ausserdem bereitet hierbei das Ablesen aer Schmiermittel vom gezogenen
Draht - wo diese Maßnahme betriebstechnisch erforderlich ist - große Schwierigkeiten.
Die vorgeschlagene Neuerung hat eine Vorrichtung zum Gegenstand,
die es auf einfache Weise ermöglicht, bei der im Vorstehenden beschriebenen Arbeitsweise der Drahterzeugung im Durchlaufverfahren
übliche Schmiermittelträger auf dem Draht vor dem Ziehen
im Durchlaufverfahren sfa weit zu trocknen, dpß der Draht betriebssicher
und einwandfrei mit den gebräuchlichen Schmiermitteln wie Fett oder Seife gezogen werden kenn.
Genüiß der !Neuerung wird der Draht nsch stattgefurdener Entzunderung
und nach Durchlaufen eines heißen Schmiermittelträgerbades
(i*alk, Borax oder dergl.) durch eine Vorrichtung geführt, in
der überflüssiger Schmiermittel träger vom Dr&ht - z.veckmäßiger-,veise
durch Anblasen des Drahtes mit Preßluft - entfernt wird. Sodann durchläuft der Draht zum Zwecke der Vortrocknung des
Schmiermittelträgers ein Rohr, das zur Erleichterung des Einlegene
des Drahtes geteilt una aufklappbar ausgebildet ist. Durch dieses Rohr wird Warmluft - vorzugsAeise im Gegenstrom geblasen.
Der auf diese Weise vorgetrocknete Draht wird sodann gemäß der
Neuerung ,auf eine angetriebene Trommel aufgewickelt» auf die
er, ähnlich wie beim Drahtziehen, schollend aufläuft. Ton der
Trommel wird der Draht, ähnlich wie "bei einer Ziehmaschine mit kontinuierlichem Ziehvorgang, über Kopf zentral abgezogen - wobei
er durch einen Bremsfinger gehalten wird - und der Ziehmaschine zugeleitet. Durch das Aufwickeln des Drahtes auf eine
Trommel der im Vorstehenden beschriebenen Art wird die Zeitspanne zwischen der Auftragung des Schmiermittelträgers auf den
Draht und dem ersten Ziehvorgang - die wegeii des engen Nebeneinanderliegens
des Schmiermittelträgerbadea und der Ziehvorrichtung
bei den üblichen Anlagen, wie bereits ausgeführt, sehr kurz ist - so weit verlängert, daß die Trocknung des Schmiermittelträgers
auf dem Draht, zumal unter Anwendung der im Nächstehenden
beschriebenen zusätzlichen Trocknungsmaßnahmen, im erforderlichen
Ausmaß gewährleistet ist. Die Verweilzeit des Drahtes auf der Trommel ist abhängig vom Ausmaß der Bevorratung,
die durch diese Trommel bewirkt wird. Zweckmäßigerweise wählt man eine Trommel, auf der möglichst große Drahtmengen untergebracht
werden können, damit für alle in Betracht kommenden lalle genügend lange Verweilzeiten des Drahtes auf der Trommel
gegeben sind.
Während der Draht auf die Trommel aufgewickelt wird und sich auf der Trommel befindet, wird er gemäß der Heuerurg zur Intensivierung
des Trocknungsprozess^s noch einem Warmluftstrom oder einer Infrarotbestrahlung
ausgesetzt. Erforderlichenfalls kann auch der von der Trommel ablaufende Draht noch einer Warmluft- oder
Infrarotbestrahlung ausgesetzt werden.
-ρ 6-
Bin Ausführungsbeispiel dar Neuerung ist in. beiliegender Zeichnung
schematiseh dargestellt.
Bei (l) läuft der Draht in eine an sich bekannte Biegeen-fcguüderungsvorriehtung
(2) ein· lachdem er diese durchlaufen hat» gelangt er in eine Reinigungsvorrichtung (3), in 4er dem Draht
anhaftende Zunderreste, Staub usw. im gewünschten Maße entfernt werden. Indem der Draht dann durch ein, vorzugsweise erwärmtes,
Schmiermittelträgerbad (4) wie z. B. eine Kalk-, Boraxoder dergl.-!lösung, geleitet wird, wird er mit dem Schmiermittelträger
versehen.
Nach Verlassen dieses Bades durchläuft der Draht eine Abstreifvorrichtung (5)» durch die dafür gesorgt wird, daß auf dem Draht
keine größere Schmiermittelträgermenge verbleibt, als zum nachfolgenden
Ziehen erforderlich ist.
Der Draht wird nun über Pührungsrollen (6) durch ein Rohr (7)
mit Anschlußstutzen (8) durch das Luft - vorzugsweise erwärmte
Luft im Gegenstrom - geblasen wird, auf den Haspel (9) geleitet
und auf diesem aufgewickelt. Hierbei wird im Bedarfsfall durch Düsen (10) kalte oder angewärmte luft gegen den Draht geblasen.
Am oberen Ende des Haspels (9) wird der Draht abgezogen und über eine Führungsrolle (11) einer Ziehmaschine (12) bekannter Art au*
geleitet.
TjBafce.Bfr anspräche
Claims (1)
- P.A. 547 689—ή. 10.56SoliutzansprucliYorrichtung zum Trocknen des Schmier mitt el trägers auf Stahldreht r der im Durchlaufνerfahren entzundert und gezogen wird, gekennzeichnet durch ein erwärmtes Schmiermittelträgerbad mit diesem nachgeschälteten Pressluftdüsen zur Entfernung überflüssigen Schmiermittelträgers, mit einem nach diesem angeordneten, geteilten und aufklappbaren Trockenrohr sowie einer angetriebenen trommel, auf die eier Draht schollend aufläuft und von aer er über kopf zentral abgezogen wird und Warm— luftdüsen, deren Luftstrahlen auf den auf der Trommel aufgelaufenen Draht oder den von der Trommel ablaufenden Draht gerichtet sind und/oder Infrarotheizjiörpern, asTen Wärmest rahlen auf den auf die Trommel auflaufenden bzw. den auf der Trommel aufgelaufenen oaer den von der Trommel ablaufenden Draht gerichtet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1956H0022935 DE1736122U (de) | 1956-10-04 | 1956-10-04 | Vorrichtung zum trocknen des schmiermitteltraegers auf stahldraht, der im durchlaufverfahren entzundert und gezogen wird. |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1956H0022935 DE1736122U (de) | 1956-10-04 | 1956-10-04 | Vorrichtung zum trocknen des schmiermitteltraegers auf stahldraht, der im durchlaufverfahren entzundert und gezogen wird. |
Publications (1)
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| DE1736122U true DE1736122U (de) | 1956-12-20 |
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| DE1956H0022935 Expired DE1736122U (de) | 1956-10-04 | 1956-10-04 | Vorrichtung zum trocknen des schmiermitteltraegers auf stahldraht, der im durchlaufverfahren entzundert und gezogen wird. |
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|---|---|
| DE (1) | DE1736122U (de) |
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1956
- 1956-10-04 DE DE1956H0022935 patent/DE1736122U/de not_active Expired
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