DE1720477A1 - Verfahren zur Verminderung der Anzahl aliphatischer Mehrfachbindungen in Poly(oxyalkylen)polyolen - Google Patents
Verfahren zur Verminderung der Anzahl aliphatischer Mehrfachbindungen in Poly(oxyalkylen)polyolenInfo
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Description
Dr. Pass, Rechtsanwalt München, den 26. Mai 1967
in Gen. VoIIm. <HL-Nr. 52/64) Dr. Wg. /ku
der Fc DCW CORNING Corp. 0
dc 1363/813
Es ist bekannt, daß in Poly(oxyalkylen)polyolen aliphatische
Mehrfachbindungen vorhanden sind. Es wurde bereits viel Mühe aufgewendet, die Anzahl der aliphatischen Mehrfachbindungen
in diesen Verbindungen auf verschiedene Weise zu steuern. Die meisten dieser Anstrengungen wurden auf dem Gebiet der Produktionstechnik
gemacht, waren aber nur von geringem praktischen Wert.
Die handelsüblichen Poly(oxypropylen)diole, die für die Herstellung
von Urethanelastomeren Verwendung finden, waren von besonderem Interesse, da sie anstelle von 100 % dihydroxyfunktionellen
Polymermolekülen unterschiedliche Mengen an Molekülen enthielten, die an einem Ende eine Hydroxylgruppe und am
anderen Ende eine ungesättigte Gruppe vom Vinyltyp (CHp=CH)
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aufwiesen. Allgemein gesprochen, übersteigt die Anzahl an ungesättigten
Monohydroxymolekülen in den gegenwärtig zur Verfügung stehenden Polyolen üblicherweise 50 Mol# nicht (das sind
50 auf jeweils 100 Mole) und häufig übersteigt sie 25 Mol#
nicht. Die Gegenwart von derartigen Monohydroxyprodukten in den Poly(oxypropylen)diolen beeinflußt jedoch in störender Weise
die Eigenschaften der daraus hergestellten ürethanelastomeren, deren Zugfestigkeit, Einreißfestigkeit, Elastizitätsmodul und
Härte mit zunehmender Anzahl an ungesättigten Bindungen (Monohydroxyverbindungen)
abnehmen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher ein Verfahren, durch das die Menge an ungesättigten Bindungen in Poly(oxyalkylen)polyolen
herabgesetzt wird, so daß die erhaltenen Produkte, insbesondere, die Poly(oxypropylen)diole mit gutem Erfolg
für die Herstellung von Ürethanelastomeren mit verbesserten Eigenschaften verwendet werden können; ferner ermöglichen die
so erhältlichen Produkte eine genaue Kontrolle und ein besseres "Maßschneidern" der Eigenschaften der daraus hergestellten
Ürethanelastomeren.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Verminderung der Anzahl allphatischer
Mehrfachbindungen in Poly(oxyalkylen)polyolen ist dadurch gekennzeichnet, daß die Poly(oxyalkylen)polyole mit Siloxanen,
die je Molekül mindestens zwei Si-gebundene Wasser-
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stoffatome enthalten, vermischt und in Gegenwart von Platinkatalysatoren
umgesetzt werden.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird die Anzahl der aliphatischen
Mehrfachbindungen in den Polyolen vermutlich dadurch herabgesetzt, daß die ungesättigten Enden von jeweils zwei Molekülen
mit dem Siloxan unter Bildung eines einzigen difunktionellen Moleküls verbunden werden, so daß ein neues Dihydroxymolekül
entsteht. Durch experimentellen Nachweis wurde sichergestellt, daß das einfache Entfernen der ungesättigten Bindungen
in den Polyolen nicht zu den oben erwähnten verbesserten Eigenschaften der daraus hergestellten Elastomeren führt. Die
erwähnte Umsetzung kann durch die folgende Reaktionsgleichung veranschaulicht werden:
Rp Rg R_ Rp
2HO C=C + HSiOSiH H0—c-CSiOSiC-C~~OH
Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens können die aliphatischen
Mehrfachbindungen aus beliebigen Poly(oxyalkylen)polyolen
entfernt werden. Das Problem der aliphatischen Mehrfachbindungen ist jedoch besonders akut bei Poly(oxypropylen)diolen, in
welchen die Anzahl an ungesättigten Bindungen mit steigendem Molekulargewicht zunimmt. Ebenso findet sich eine signifikante
Menge an aliphatischen Mehrfachbindungen in PoIy(oxypropylen)-
- 4 209815/12 6 4
triolen und bestimmten Poly(oxybutylen)diolen. Vorzugsweise werden bei dem.erfindungsgemäßen Verfahren Poly(oxypropylen)-diole
mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von etwa 4000 eingesetzt.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren können beliebige Siloxane,
die mindestens zwei Si-gebundene Η-Atome je Molekül enthalten,
eingesetzt werden. Die Siloxane können Homo- oder Mischpolymerisate sein und eine lineare, verzweigte oder cyclische Struktur
haben. Es ist einleuchtend, daß Siloxane von relativ niedrigem Molekulargewicht bevorzugt sind, insbesondere, wenn je
Molekül nur zwei Si-gebundene Η-Atome vorhanden sind. Es wurde festgestellt, daß bei Einsatz von Siloxanen, die nur zwei
Si-gebundene Η-Atome enthalten, keine wesentliche Zunahme der Viskosität des Polyols auftritt, während bei Verwendung von
Siloxanen mit mehr als zwei Si-gebundenen Η-Atomen die Viskosität des Polyols nach der Reaktion ansteigt. Auf diese Weise
ist es möglich, die Viskosität des Polyols zu steuern und unterschiedlichen Anforderungen anzupassen. Außer den Si-gebundenen
Η-Atomen, können die Si-Atome in den Siloxanen beliebige Substituenten tragen, die keinen störenden Einfluß auf das
Polyol selbst oder auf andere Produkte, die mit dem Polyol kombiniert oder umgesetzt werden, ausüben. Aus wirtschaftlichen
Gründen und aufgrund der leichten Verfügbarkeit sind Methyl-
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reste als Substituenten in den Siloxanen bevorzugt. Für das erfindungsgemäße Verfahren werden als Siloxane vorzugsweise
syiD. Tetramethyldisiloxan, 1,1,1,5,5,TiTiT-Octamethyltetrasiloxan,
I,l,l,3>5i7i9i9»9-Nonamethylpentasiloxan oder Methylhydrogen-cyclotetrasiloxan
verwendet.
Die Menge der eingesetzten Siloxane kann in einem weiten Bereich variiert werden, von weniger bis geringfügig mehr, als
der stöchiometrischen Menge der Si-gebundenen Η-Atome, in bezug auf die Menge an aliphatischen Mehrfachbindungen im Polyol
entspricht. Dadurch kann die Menge an aliphatischen Mehrfachbindungen im Polyol gesteuert werden, wenn es erwünscht ist,
daß noch einige dieser ungesättigten Bindungen erhalten bleiben, die wie bereits erwähnt, die Eigenschaften der daraus
hergestellten Produkte beeinflussen. Allgemein gesprochen ist es bevorzugt, annähernd stöchiometrische Mengen zu verwenden,
um praktisch alle aliphatischen Mehrfachbindungen zu entfernen. Soll dagegen eine geringe Menge dieser aliphatischen Mehrfachbindungen
im Polyol erhalten bleiben, kann dies durch einfache Mischtechnik erreicht werden. Es sollte jedoch sorgfältig
darauf geachtet werden, einen großen Überschuß an Si-gebundenen Η-Atomen zu vermeiden, da diese ebenso störend wirken können,
wie die aliphatischen Mehrfachbindungen des Polyols.
Als Katalysator, zur Unterstützung der Reaktion zwischen Polyol und Siloxan wird Platin verwendet. Das Platin kann in Form von
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1720A77
Platinschwarz, zusammen mit einem Träger, wie Silica-Gel, Asbest,
Tierkohle, γ -Aluminium oder komplexen Platinverbindungen
und Chlorplatinsäure, wobei die letztgenannte Form bevorzugt ist, verwendet werden. Bezüglich der verwendeten Katalysatormenge
wird die obereGrenze durch wirtschaftliche Erwägungen und die untere Grenze zumindestens in gewissem Ausmaß von
der Art und Reinheit der Reaktionsteilnehmer bestimmt. Wenn die Reaktionsteilnehmer außerordentlich rein sind, genügen
sehr geringe Platinkonzentrationen, beispielsweise etwa 1 χ ΙΟ""10 Mol Pt je ungesättigtes Molekül. Viele Reaktionsteilnehmer,
beispielsweise die handelsüblichen Polyole, die üblicherweise verwendet werden, enthalten jedoch Verunreinigungen,
die geringe Katalysatorkonzentrationen vergiften; aus diesem Grunde ist es vorteilhaft, mindestens 1 χ 10~ Mol Pt je ungesättigtes
Polyol-Molekül einzusetzen.
So weit bis jetzt bekannt, ist die Reihenfolge, in der Polyol, Siloxan und Katalysator miteinander vermischt werden, nicht
entscheidend. Vorteilhaft werden Polyol und Siloxan vermischt, dieses Gemisch auf die gewünschte Reaktionstemperatur erhitzt,
dann der Katalysator zugegeben und die Reaktionstemperatür
während des Reaktinnsablaufes aufrechterhalten. Im allgemeinen
kann bei beliebiger Temperatur im Bereich von etwa Raumtemperatur bis zu etwa 150° C gearbeitet werden. Zur Zeit wird ange-
- 7 2 0 9 8 1 S η ? P
172047?
nommen, daß bei Temperaturen im Bereich von 65° C bis 90° C eine optimale Reaktionsgeschwindigkeit erzielt wird.
Es sei darauf hingewiesen, daß anstelle der beschriebenen Siloxane
selbstverständlich auch andere bekannte Verbindungen, die sich an C=C-Doppelbindungen anlagern können, verwendet
werden können. Derartige Verbindungen können entweder Si-Atome
oder keine Si-Atome enthalten. Als Beispiel seien Verbindungen, die mindestens zwei Mercaptangruppen enthalten, erwähnt.
Dasselbe gilt im Hinblick auf den verwendeten Katalysator. So ist beispielsweise bekannt, daß Palladium die Addition
von Si-gebundenen Η-Atomen an C=C-Doppelbindungen katalysiert,
dieses kann daher anstelle von Platin verwendet werden. Obwohl es andere äquivalente Verbindungen gibt, sei jedoch
darauf hingewiesen, daß die beschriebenen Siloxane und Platinkatalysatoren bei weitem die besten Ergebnisse liefern.
900 g eines handelsüblichen Poly(oxypropylen)diols "A" mit
einem Molekulargewicht von etwa 4000, das etwa 0,87 Gew.~#
Hydroxylgruppen und 0,04l4 Äquivalente an Vinylbindungen enthielt,
wurden in einen Kolben mit 2,78 g sym. Tetramethyldisiloxan
gegeben, das etwa O,O4l4 Äquivalente an Si-gebundenen
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Wasserstoffatomen (SiH) enthielt. Das Gemisch wurde auf 70° C
erhitzt, dann wurden 18 Tropfen Chlorplatinsäure in Dimethylphthalat
(0,1-molar) zugegeben und erneut 10 Minuten unter Rühren erhitzt. Dann wurde das Gemisch abgekühlt, von flüchtigen
Bestandteilen befreit und filtriert. Es wurde das verbesserte Diol erhalten, das eine leicht braune Flüssigkeit war,
eine Viskosität von 89O cSt./25° C, einen Brechungsindex von 1,4495/25° C hatte und das etwa 0,88 Gew.-# Hydroxylgruppen
enthielt.
Das vorher beschriebene Verfahren wurde wiederholt, wobei 3,86 g der Siloxane verwendet wurden mit etwa 0,0576 Äquivalenten
an Si-gebundenen Wasserstoffatomen und 900 g eines anderen
handelsüblichen Poly(oxypropylen)diols MBn, das sich von
dem ersteren dadurch unterschied, daß es etwa 0,85 Gew.-% Hydroxylgruppen
und 0,0576 Äquivalente an Vinylbindungen enthielt. Das Gemisch wurde nach beendeter Umsetzung filtriert
und bei 120° C und einem Druck von 1 mm Hg von den flüchtigen Bestandteilen befreit. Das erhaltene verbesserte Diol hatte
eine Viskosität von 1014 cSt./25° C, einen Brechungsindex von 1,4495/25° C und enthielt etwa 0,825 Gew.-% Hydroxylgruppen.
Zum Beweis der vorteilhaften Eigenschaften der nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren hergestellten verbesserten Dlole,
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wurden vier Urethanelastomere aus folgenden Bestandteilen
hergestellt: 200 g Diol, 6 g eines handelsüblichen Poly(oxypropylen)triols,
0,2 g 2,6-ditert.-Butylphenyl, 112 g Ruß (P-33h 0,09 g Methylzinntrichlorid, 300 g Xylol und 17 g Toluoldiisocyanat.
Die verwendeten Diole waren handelsübliche 11A" und MBn-Diole, wie vom Hersteller erhältlich, (zum Vergleich)
und die verbesserten Arten, wie oben hergestellt. Die ^ physikalischen Eigenschaften der Elastomeren sind in folgender
Tabelle angegeben:
- 10 209815/
DIOL
MoIJt aliphatische
Mehrfachbindungen
Härte, anfänglich
Härte, nach 10 Sekunden
Modul bei 150 % Nj Dehnung
ο
ο
cd Zugfestigkeit in — kg/cm2 (psi)
_» %> Dehnung
J Reißfestigkeit in kg/cm (pli)
"A" handelsüblich "B" handelsüblich "A" verbessert "B" verbessert
17,6 47
34 100
10,12 (144) 1100
9,0 (50)
| 24 | ,2 | (109) | 56 | ,51 | (548) | 54 | 51 | ■ |
| 47 | 45 | 45 | I (533) f |
|||||
| (37) | 161 | ,82 | (88) | 166 | 75 | |||
| 85 | 38 | 37, | (93) | |||||
| 7 | ,66 | 1713 | 1647 | |||||
| 610 | 15 | 16, | ||||||
| 6 | ,66 | |||||||
Aus diesen Ergebnissen ist ersichtlich, daß die physikalischen Eigenschaften der Elastomeren mit steigender Menge an Mehrfachbindungen
in dem Diol, abnehmen. Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren verbesserten Diole zeigen signifikante Verbesserungen
der physikalischen Eigenschaften der Elastomeren und die beiden verbesserten Produkte lieferten einheitliche Ergebnisse.
Ein Druckkessel von 189 1 (50 Gallons) Fassungsvermögen wurde mit 172 kg eines handelsüblichen Poly(oxypropylen)diols, das
ein Molekulargewicht von 4000 hatte, etwa 0,8J Gew.-% Hydroxylgruppen
und 0,063 Milliäquivalente an Vinylbindungen je g enthielt, und l460 g 1,1,1,3,5,7,7,7-Octamethyltetrasiloxan beschickt.
Die Lösung wurde auf 90° C erhitzt und dann wurden 0,428 g in Isopropanol gelöste Chlorplatinsäure zugegeben. Anschließend
wurde die Lösung eine Stunde auf 95° C bis 100° C erhitzt. Das erhaltene verbesserte Diol hatte eine Viskosität
von 911 cSt./25° C, einen Brechungsindex von 1,4480/25° C und enthielt 0,82 Gew.-^ Hydroxylgruppen und nur 0,004 Milliäquivalente
an Vinylbindungen je g.
Das Verfahren aus Beispiel 2 wurde wiederholt, wobei II82 kg
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des Diols, 10 kg des Siloxans und 2,93 g Katalysator verwendet
wurden. Die Lösung wurde etwa 1 1/2 Stunden auf 90° C erhitzt, nachdem der Katalysator zugegeben worden war. Das
erhaltene verbesserte Diol hatte eine Viskosität von 883 cSt./
25° C, einen Brechungsindex von 1,4494/25° C und enthielt 0,84 Gew.-% Hydroxylgruppen und keine nachweisbaren Vinylbindungen.
815 g eines handelsüblichen Poly(oxypropylen)diols mit einem
Molekulargewicht von 4000, das etwa 0,82 Gew.-^ Hydroxylgruppen
und 0,063 Milliäquivalente an Vinylbindungen pro g enthielt, und 3 g Methylhydrogencyclotetrasiloxan wurden vermischt
und auf 90° C erhitzt; dann wurden 0,25 ml einer 2 Gew.-#igen
Chlorplatinsäure gelöst in Isopropanol zugegeben, wodurch die Temperatur auf 96° C anstieg. Dann wurde das Gemisch eine
Stunde auf einer Temperatur von 90° C gehalten, wonach die Umsetzung
vollständig war. Das erhaltene verbesserte Polyol hatte eine Viskosität von 1070 cSt./25° C, einen Brechungsindex
von 1,4495/25° C und enthielt etwa 0,82 Gew.-Ji Hydroxylgruppen
und 0,00666 Milliäquivalente an Vinylbindungen pro g.
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1 7 7 f' / 7 n
\ I L U -♦ / ;
Das Verfahren aus Beispiel 4 wurde wiederholt, mit dem Unterschied,
daß anstelle des dort verwendeten Siloxans I,l,l,3,5>7i9j9>9-Nonamethylpentasiloxan eingesetzt wurde.
Die Zugabe des Katalysators verursachte ein Ansteigen der Temperatur auf 104° C. Nach beendeter Umsetzung wurde das Produkt
von flüchtigen Bestandteilen befreit. Es hatte eine Viskosität von 1059 cSt./25° C, einen Brechungsindex von 1,4494/25° c
und enthielt etwa 0,82 Gew.-% Hydroxylgruppen und 0,02 Milliäquivalente
an Vinylbindungen pro g.
400 g eines handelsüblichen Poly(oxyäthylen-oxypropylen)diol-Mischpolymerisates
mit statistischer Verteilung der Einheiten und einem Molekulargewicht von 4d00, das etwa 0,86 Gew.-# Hydroxylgruppen
und 0,028 Mill!äquivalente an Vinylbindungen pro
g enthielt, wurden mit 0,75 g sym. Tetramethyldisiloxan vermischt und auf 80° C erhitzt. Dann wurden 0,0259 ml einer
1 Gew.-#igen Chlorplatinsäure gelöst in Isopropanol zugegeben und erneut eine Stunde auf 80° C erhitzt. Das erhaltene verbesserte
Diol hatte eine Viskosität von 830 cSt./25° C, einen
Brechungsindex von 1,4526/25° C und enthielt etwa 0,865 Gew.-^
Hydroxylgruppen und 0,0156 Milliäquivalente an Vinylbindungen pro g.
-14 - o.-;.:.:.:.-:::-^3
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I 7 Ί U ; 7 ^7
Das Verfahren aus Beispiel 6 wurde wiederholt, mit dem Unterschied,
daß anstelle des dort verwendeten Diols ein Diol-Mischpolymerisat
mit einem Molekulargewicht von 3000, das etwa 1,13 Gew.-% Hydroxylgruppen enthielt, eingesetzt wurde. Die
Zugabe des Katalysators verursachte ein Ansteigen der Temperatur auf 92° C. Nach beendeter Umsetzung wurde festgestellt,
daß das erhaltene verbesserte Dlol eine Viskosität von 550
cSt./25° C und einen Brechungsindex von 1,4524/25° C hatte und
etwa 1,09 Gew.-^ Hydroxylgruppen und 0,011 Mllliäquivalente
an Vinylbindungen pro g enthielt.
300 g eines handelsüblichen Poly(oxypropylen)diols mit einem
Molekulargewicht von 3000, das etwa 1,13 Gew.-^ Hydroxylgruppen
und 0,06 Milliäquivalente an Vinylbindungen enthielt, wurden mit 1,2 g sym. Tetramethyldisiloxan vermischt und das erhaltene
Gemisch auf 80° C erhitzt. Dann wurden O,O4l7 ml einer
1 #igen Chlorplatinsäure gelöst in Isopropanol zugegeben, wobei die Temperatur auf 87° C anstieg. Das Gemisch wurde dann eine
Stunde auf 90° C erhitzt. Das erhaltene verbesserte Diol hatte
eine Viskosität von 686 cSt./25° C, einen Brechungsindex von
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1,4495/25° C und enthielt etwa 1,09 Gew.-^ Hydroxylgruppen und
0,015 Milliäquivalente an Vinylbindungen pro g.
400 g eines handelsüblichen Poly(oxypropylen)triols mit einem
Molekulargewicht von 3000, das etwa 1,7 Gew.-^ Hydroxylgruppen
und 0,033 Milliäquivalente an Vinylbindungen enthielt, wurden
auf 70° C erhitzt und dann wurden 0,85 g sym. Tetramethyldisiloxan
und 6 Tropfen einer 0,1 molaren Chlorplatinsäure gelöst in Dimethylphthalat zugegeben. Das Erhitzen wurde erneut 15
Minuten durchgeführt, wonach die Umsetzung vollständig war. Das erhaltene verbesserte Triol hatte eine Viskosität von 48l
cSt./25° C, einen Brechungsindex von 1,4505/25° C und enthielt
etwa 1,73 Gew.-^ Hydroxylgruppen und 0,0037 Milliäquivalente
an Vinylbindungen pro g.
Das Verfahren aus Beispiel 9 wurde wtderholt, mit dem Unterschied,
daß 12 Tropfen des Platinkatalysators verwendet wurden und anstelle des dort verwendeten Siloxans 1,78 g
1,1,1,3,5,7,7,7-Octamethyltetrasiloxan eingesetzt wurden und
das Triol vor Zugabe der anderen Verbindungen auf 77° C er-
- 16 20981.5/1264 C
hitzt wurde. Das Gemisch wurde für die nächsten drei Stunden auf 110° C erhitzt und dann Übernacht bei Raumtemperatur stehen
gelassen. Das erhaltene Produkt hatte eine Viskosität von 462 cSt./25° C, einen'Brechungsindex von 1,4505/25° C und enthielt
etwa 1,73 Gew.-# Hydroxylgruppen und 0,0048 Äquivalente
an Vinylbindungen pro g.
ORiGSNAL IMSPHCTED
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Claims (4)
1. Verfahren zur Verminderung der Anzahl aliphatischer Mehrfaohbindungen in Poly(oxyalkylen)polyolen, dadurch
gekennzeichnet , daß die Poly(oxyalkylen)polyole mit Siloxanen, die je Molekül mindestens zwei Si-gebundene Wasserstoffatome enthalten, vermischt und in Gegenwart von
Platinkatalysatoren umgesetzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafl die Umsetzung bei Temperaturen im Bereich von Raumtemperatur bis zu etwa 150° C durchgeführt
wird.
j5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dafl als Poly(oxyalkylen)polyole
Poly(oxyalkylen)diole oder -triole verwendet werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, daduroh gekennzeichnet, dafl als Siloxane sym. Tetramethyldieiloxan, 1,1,1,3,5,7,7,7-Octamethyltetrasiloxan,
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1,1,1,3,5,7,9,9,9-Nonamethylpentasiloxan oder Methylhydrogencyclotetraslloxan
verwendet werden.
5· Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dafl soviel Siloxane verwendet werden, daß die Anzahl der Si-gebundenen Wasserstoffatome der An·
zahl der aliphatischen Mehrfachbindungen in den Poly(oxyalkylen)polyolen etwa stOohlonetrisch äquivalent ist.
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