DE1715368U - Ausloeser fuer schaltgeraete zum schutze mehrphasig betriebener motoren gegen ueberstrom und einphasenlauf. - Google Patents
Ausloeser fuer schaltgeraete zum schutze mehrphasig betriebener motoren gegen ueberstrom und einphasenlauf.Info
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H71/00—Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
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Description
Die Neuerung betrifft Auslöser für Schaltgeräte zum Schütze
mehrphasig betriebener Motoren - insbesondere von Drehstrom-Käfigläufermotoren
- sowohl gegen Überstrom als auch gegen Einphasenlauf,
bei denen die Bewegung atromempfindlicher, poleigener
Stromfühl»r - z.B. von Relaisankern oder beheizten Bimetall-Streifen
- mittels eines, mit zwei Satz je beiderseits der Stromfühler angeorneter und mit iiesen unabhängig voneinander
zusammenarbeitender Anschläge versehenen Übertragunge-Systemes
auf ein Auslöseorgan bzw· SchaltschloS an sich beliebiger
Art übertragen wird.
Bekanntlich bieten Überstrom-Auslöser ohne besonderen Schutz gegen Phasenausfall in zahlreichen BetriebsfAllen ungenügenden
Motorschutz; so wird z.B. bei Anordnung von Bimetall-Streifen mit einem Auslöse-Grenzstro« von 1,15 - 1,20 I in
den Zuleitungen eines dreieck-geschalteten Motora dessen Über-
lastung in einem Wioklungsstrang um 30 - 35$ nicht verhindert,
was häufig zur Zerstörung der Wicklung führt. Mitunter werden auch stark unterbelastete oder sogar leelaufende Motoren, die
einphasig nicht anlaufen können, mangele an, von ihnen selbst während dee Laufens erzielter Kühlwirkung beschädigt. Bei Arbeitsvorgängen,
an denen mehrere Motoren beteiligt sind, kann das nicht zeitgerechte Abschalten eines im Einphaaenlauf betriebenen
Motors, dessen automatisches Wiederanlassen im Aussetz-Betrieb
mithin unmöglich ist, zu schweren Betriebsstörungen führen.
Es wurden daher bereits Ausgestaltungen von Auslösern für Motorsohutz-Schalter vorgeschlagen, die sowohl bei symmetrischer
Überlastung als auch bei Einphasenlauf ansprechen· Bei diesen bisher bekannten Ausführungsfordnen erfolgt jedoch die Bewegungsübertragung
der bei Einphasenlauf zurückbleibenden Stromfühler auf das Auslöseorgan durch je »inen besonderen Umlenk-Hebel,
deren Gelenklager die Betriebssicherheit beeinträchtigen; außerdem lösen diese Schutzeinrichtungen sowohl bei symmetrischer
Überlastung als auch Phasen-Ausfall stets zwangsläufig mit gleichbleibender
Empfindlichkeit aus·
Dem gegenüber schafft nun die Neuerung Auslöser für Motor*- .<BOhutz-Schalter,
bei denen nicht nur diese Nachteile vermieden werden, sondern durch vorteilhafte konstruktive Ausgestaltung
des kinematischen Übertragungs-Systemes auch für beide vorgesehene
Betriebsfalle einf, voneinander unabhängige Justierung
der Auslöse-Empfindlichkeit sowie insbesondere auch unterschied»
liehe - und zwar für Einphaaenlauf wesentlich kürzere - Ααβ-lösezeiten
ermöglicht werden, weiche Maßnahmen gerade bei Verwendung solcher Geräte für getrennte Schutzerfordernisse als
besonders bedeutungsvoll erkannt wurden; darüber hinaus ist das der Neuerung gemäße Gerät aber auch unter weitestgehender
Verwendung bereits - z.B. aus der österreichischen Patentschrift Nr. 183 310 - betriebsmäßig aus dauerhaft bewährten Konstruktionselementen aufgebaut.
Schließlich befaßt sich die Neuerung mit einer zusätzlichen -
dem speziellen Aufbau des Übertragungs-Systemes angepaßten Einrichtung
zur Einstellung des Auslöse-^ennatromea, d.h. «ur
genaueijÄnpassung an den jeweiligen Motor-Nennstrom, und »war un-
zwiscHen
abhängig von der Beziehung / Suslöse-G-renzstrom bei aymmetrisoher Überlastung bzw· Einphasenlauf.
abhängig von der Beziehung / Suslöse-G-renzstrom bei aymmetrisoher Überlastung bzw· Einphasenlauf.
Nach der Neuerung wird dies bei Auslösern der eingangs beschriebenen
Art für Schaltgeräte zum Schütze mehrphasig betriebener Motoren gegen Überstrom und Einphasenlauf dadurch erreicht,
daß das mit den Stromfühlern zusammenwirkende Übertragungs-Systern
aus drei, in einen gemeinsamen Rahmen parallel und gegeneinander längsverschiebbar eingesetzten Stangen sowie einem einzigen, auf
einer derselben mittelbar oder unmittelbar gelagerten, begrenzt schwenkbaren Kupplungshebel besteht, der an beiden anderen
Stangen lose anliegt,wobei zwei der Stangen je einen Satz der Betätigungs-Anschläge tragen und die dritte mit den Auslöseorgan
zusammenwirkt«
Nach einem weiteren Merkami der Neuerung sind sowohl die
Anschläge für symmetrische Überlastung als auch diejenigen für Einphasenlauf bzw·stark asymmetrische Belastung zwecks getrennter
Justierung der Auslöse-Empfindliohkeit in beiden Fällen auf
ihren - zweckmäßig als Schraubenspindel ausgebildeten - Schaltstange axial verstellbar·
Nach der Neuerung sind nun mehrere Varianten für die konstruktive Ausgestaltung des Auslösers für Motorschute-Schalter
vorgesehen :
so ist im einfachsten Falle der gemeinsame Rahmen des Übertragungs-Systemes längsverschiebbar gelagert und an ihm die,
die Betätigungs-Anschläge für symmetrische Überlastung tragende Stange im Betrieb unveränderlich - vorzugsweise jedoch einstellbar
- befestigt, wogegen beide anderen Stangen axial verschiebbar in diesen Rahmen eingesetzt sind·
Bei einer anderen, besonders verteilhaften Ausgestaltung
der Neuerung ist der gemeinsame Rahmen des Übertragungs-Systemes ortsfest und sind in ihm alle drei Schaltstangen - nämlich die
Träger der Betätigungs-Anschläge sowie die Auslösestange - axial
verschiebbar gelagert; der Kupplungshebel sitzt dabei vorzugsweise auf der mittleren Stange mit radialem Spiel auf, umfaßt
beide äußeren mit Längsschlitzen und wirkt mit allen drei Sehaltetangen mittels je eines, auf diesen befestigten Kragens zusammen·
In der Belohnung sind als Ausfiihrungsbeispiele der Neuerung
zwei zweckmäßige, konstruktive Ausfiihrungsfornen elektrischer Auslöser für einen dreiphasigen Überstrom-Selbstschalter in
beiden Betriebsfällen in verschiedenen ^hasen dargestellt. Bs zeigen :
Pig. 1 und 2 einen einfachen Auslöser, in entlasteter Ruhestellung-
also mit kalten Stromfühlern (8a-c) - von seitwärts und.unten;
Pig. 3 und 4 beide Wirkstellungen desselben in Unterricht,
nämlich
Pig. 3 den Moment der Auslösung bei symmetrischer Überlastung als
parallelan Vorschub aller drei Stromfühler (8/9 a-o) - bzw.
Pig. 4 die Auslösung bei Einphasenlauf bzw. stark asymmetrischer Belastung - bedingt durch Kaltbleiben, Zurückbleiben
oder raschen Rückgang eines der drei Stromfühler (9b) gegenüber beide!» anderen (9a und o);
in Pig, 5 bis 10 eine verbesserte Ausgestaltung der Auslösers mit extrem verkürzter Auslösezeit für Einphasenlauf in
verschiedenen Betriebsphaeen dargestellt, und zwar entsprechend
Pig. 5 wieder der entlasteten Ruhestellung, Fig. 6, 7 und
dem Einschaltvorgang in zwei Zwischenlagen bzw. Endstellung mit unter Nenn-Strom belasteten Stromfühlern (8-9); und schließlieh
Pig. 9 und 10 wieder dem AuslöserM>ment in "beiden vorgesehenen
Betriebsfä*-llen gemäß Fig. 3 und 4;
in Fig. 5 und 10 ist weiters die Einrichtung zur Einstellung
des Auslöse-Nennstromes mit eingeschaltetem bzw. ausgeschaltetem
Auslöseorgan veranschaulicht.
Bei dem, in Fig. 1 bis 4 dargestellten Auslöser ist an der keramischen Grundplatte 1 mittels zweier Federn 2 die, aas
dem bügeiförmigen Rahmen 3 sowie dem Anschlag-Träger 4 bestehende
Auslöse-Brücke lagerfrei federnd und somit längsverschiebbar angebracht; im Träger 4 ist nun ein Gewindebolzen 6 eingenietet,
der drei, der Überstrom-Auslösung dienende Anschläge
7a, 7b, und 7c trägt, die zwecks gleichmäßiger Einstellung der Phasen verstellbar sind, im Betriebe jedoch gegen die Brücke 3-4
unveränderlich bleiben. Beide Brückenteile 3 unda4 sind an sich miteinader gekoppelt, können1 jedoch vor Inbetriebnahme
zur erforderlichen Anpassung des Auslöse-Nennstromes an den
jeweiligen Motor-Nennstrom mittels der Einstellscheibe 5 in Längsrichtung gegen einander versohoben werden. An der Grundplatte
1 sind weitere an nicht eingezeichneten Anschlußklemmen
drei - hier als Bimetall-Streifen 8a, 8b, und 8c ausgebildete stromempfindliohe
Fühler befestigt, die an ihren Enden mit Keramikhütchen 9a-c versehen sind und mittels dieser mit den
erwähnten Anschlägen 7a-c zusammenarbeiten.
Bei Inbetriebnahme des Auslösers krümmen sich nun all« drei Bimetall-Streifen 8a-c - wie in Fig. 1 strichpunktiert
angedeutet - so weit, daß sie nach Erreichen der zugehörigen Überstrom-Anschläge 7a-c mit diesen die ganze Brücke samt der,
in ihr festgestellten Stoßstange 12 um den Betrag χ bis au deren Anliegen am Auslöse-Organ U verschieben, das, wie bereits
erwähnt, selbstverständlich beliebiger Art - z.B. als Schaltkontakt, Drehkeilachse oder dgl. ausgebildet - sein kann·
Be3/allphasiger Überlastung wird nun gemäß Fig. 3 durch
Druck aller drei Bimetall-Streifen 8a-c auf die Überstrom-Anschläge
7a-c die ganze AuslSse-Brücke 3-4 mit der Stoßstange um den weiteren Betrag ^r nach rechts verschoben und dadurch
das Auslöse J-Organ ausgelöst; zur Verdeutlichung dieses Sachverhaltes
ist in Fig. 2-4 neben der Auslöse-Brücke eine Bezugskante Z eingezeichnet. Soweit stimmt die beschriebene
Wirkungsweise mit derjenigen bekannter Überstrom-Auslöser überein.
Um nun "bei Stromab- "bzw. -ausfall in mindestens einer
Phase - d.h. "bei sogenanntem Einphasenlauf - eine sofortige Abschaltung dea angeschlossenen Verbrauchers herbeizuführen,
dient der Keuerungs gemäß folgende zusätzliche Einrichtung :
Im Rahmen 3 der Auslöse-Brücke ist parallel zu diesem eine, mit
Gewinde versehene Stange 10 mit ihren abgedrehten Enden beschränkt längsverschiebbar gelagert, welche drei - gleichfalls mit den
Bimetall-Streifen 8a-c zusammenarbeitende -, vorzugsweise einstellbare, der Auslösung bei Unterstrom in mindestens einer
Phasei-dienende-. Anschläge 11a, 11b, und 11c trägt, die jedoch
bezüglich der Überstrom- Anschläge 7a-c jenseits der zugeordneten
.und
Keramikhütchen 9a-c liegen/daher von diesen nur bei Rückgang gegen die Ruhelage bzw. bei Verbleiben in dieser - also bei Erkalten mindestens eines Bimetall-Streifens 8 - erfaßt werden, wodurch jeweils die Stange 10 nach links gedrückt wird* Weiters ist im Rahmen 3, gegenüber dieser Stange 10, eine Stoßstange längsverschiebbar eingesetzt} der Träger 10 der Unterstrom-Ansohläge 11a-c ist nun mit dieser Stoßstange 12 mittels eines, am linken Ende des Rahmens 3 gelagerten*, zweiarmigen Hebels kinematisch gekoppelt; diese kinematische Verbindung bewirkt nun in beiden kritischen Auslöse-Fällen folgende Bewegungen : bei Überstrom - Fig. 3 - macht die Stoßstange 12 infolge ihrer Abstützung am Kupplungshebel 13 die Bewegung der ganzen Auslöse-Brücke 3-4 mit; bei Einphasenlauf dagegen wird der Ansohlagträger 10 - wie in Fig. 4 angedeutet - durch Gegendruck bereits eins einzigen, rückläufigen Bimetalle-Streifens - hier des mittleren 8-9b - auf dem zugehörigen Unterstom-Anschlag 11b nach links verschoben und dadaroh die Stoßstange Xl vermittels des Kupplungshebels 13 gegenüber der ruhenden - d.h. entsprechend der normalen Betriebsstellung (Fig. 1 strichpunktiert ), lediglieh um den Betrag χ verschobenen - Auslöse-Brücke 3-4 bis aar Betätigung des Auslöse-Organes U nach rechts verschoben, und zwar um den gleichen Betrag j wie im Falle gemäß Fig. 3.
Keramikhütchen 9a-c liegen/daher von diesen nur bei Rückgang gegen die Ruhelage bzw. bei Verbleiben in dieser - also bei Erkalten mindestens eines Bimetall-Streifens 8 - erfaßt werden, wodurch jeweils die Stange 10 nach links gedrückt wird* Weiters ist im Rahmen 3, gegenüber dieser Stange 10, eine Stoßstange längsverschiebbar eingesetzt} der Träger 10 der Unterstrom-Ansohläge 11a-c ist nun mit dieser Stoßstange 12 mittels eines, am linken Ende des Rahmens 3 gelagerten*, zweiarmigen Hebels kinematisch gekoppelt; diese kinematische Verbindung bewirkt nun in beiden kritischen Auslöse-Fällen folgende Bewegungen : bei Überstrom - Fig. 3 - macht die Stoßstange 12 infolge ihrer Abstützung am Kupplungshebel 13 die Bewegung der ganzen Auslöse-Brücke 3-4 mit; bei Einphasenlauf dagegen wird der Ansohlagträger 10 - wie in Fig. 4 angedeutet - durch Gegendruck bereits eins einzigen, rückläufigen Bimetalle-Streifens - hier des mittleren 8-9b - auf dem zugehörigen Unterstom-Anschlag 11b nach links verschoben und dadaroh die Stoßstange Xl vermittels des Kupplungshebels 13 gegenüber der ruhenden - d.h. entsprechend der normalen Betriebsstellung (Fig. 1 strichpunktiert ), lediglieh um den Betrag χ verschobenen - Auslöse-Brücke 3-4 bis aar Betätigung des Auslöse-Organes U nach rechts verschoben, und zwar um den gleichen Betrag j wie im Falle gemäß Fig. 3.
In Fig. 5 bis 10 ist eine weitere, bevorzugte Ausgestaltung des der Neuerung gemäßen Auslösers fü» Schaltgeräte Hergestellt;
bei diesem Auslöser besteht nun das Übertragungs-System aus
einem ortsfesten RahTTnen 14, in dem sowohl beide, als Schrauben-Spindeln
ausgebildeten Anschlagträger 6 und 10 als auch die, das Schaltschloß U auslösende Stange 12 - zweckmäßig in
größerem Abstand vom ersteren - längsverschiebbar gelagert
sind. Die mittlere Sehaltstange 6 trägt wieder - wie beim
ersten Ausfiihrungsbeispiel - die, bei symmetrischer Überlastung
von den drei Stromfiihlern 9a-c gleichzeitig betätigen, verstellbaren
Anschläge 7&-c und ebenso sind auf der oberen Schaltstange 10 die, auf der anderen Seite der drei Stromfühltr 9a-e
angeorneten, bei Einphasenlauf bzw. asymmetrischer Belastung
wirksamen Anschläge 11a-o ebenfalle verstellbar angebracht.
Weiters ist der, mit den drei Schaltstangen fallweise
zusammenwirkende Kupplungshebel 15, der auf dem mittleren Ansohlagträger 6 mit einer, diesem gegenüber entsprechend
wiitern Bohrung 16 lose aufsitzt und beide äußeren Schaltstangen 12 und 10 mit Längsschlitzen 17 und 17' umfaßt,
zwischen drei, je auf den Schaltstangen alternierend zum
Kupplungshebel fixierte Kragen 18, 19 bzw. 20 angeordnet.
In der in Fig. 5 dargestellten Ruhelage liegen alle drei Schaltstangen 6, 12, und 10 annähernd am linken Rahmenteil 14,
sowie von den Überstrom-Aasehlägen 7a-c entsprechend abgesetzten kalten Stromfühler 9a-c etwa an den Anschlägen 11a-e der
oberen Schaltstange 10 an, und der Kupplungshebel 15 hat ein geringes axiales Spiel zwischen den Kragen 18, 19 and 20 der
Auslöse-Stangenj die Auslöse-Btange 12 befindet sich im Abstand
a vom Anschlag 241 des eingeschalteten Sehaltechloseee Tl·*
Bei Einschaltung des vom Auslöser überwachten Motors oder dgl. ergibt eich nun folgende Wirkungsweise :
1.) Bei Anlassen des angeschlossenen Verbrauchers auf Nennstrom
stellt sich das Übertragungs-System des Auslösers über beide in Fig. 6 und 7 angedeuteten Zwischenstellung auf die in Fig.
veranschaulichte normale Betriebsstellung ein. Die sich durch
Erwärmung nach rechts biegenden Stromfühler 9a-c erreichen
zuerst die -Anschläge 7a-c der mittleren ^chaltatange (Pig, 6),
schieben diese dann noch etwas vor, and zwar bis sich der, nanmehr an beiden äußeren Kragen 19 und 20 abgestützte Kupplungshebel
15 mit seiner Bohrung 16 auf der mittleren Schaltstange verkantet (Fig· 7), worauf dann schließlich durch den verkanteten
Kupplungshebel 15alle drei Schaltstangen bis zur Erreichnug
der Endstellung der Stromfühler 9a-e um den Betrag χ parallel
vorgesoholben werden, bis in Endstellung der Stromfühler 9a-e
die Schaltstange 12 gerade am Anschlag 24* des, mit dem Sehalt-Schloß
U gekuppelten Einstellorgane anliegt (Fig· 8)·
2.) Bei allphasiger Überlastung ergibt sich nun die in Fig.
dargestellte Situation t unter Wirkung der von allen drei Stromfühlern 9a-c in Auslöserichtung angetriebenen mittleren Schaltstange
6 wird der Kupplungshebel 15 und mit ihm die auf ihm mit ihremKragen 19 aufsitzende Auslöse-Stange 12 um den Betrag
^ weiter vorgeschoben und durch Betätigung des Hebel« 24 das Schalt-Sohloß U ausgelöst; die obere Schaltstange 10 läuft
hierbei ohne Funktion leer mit. Bei allphasiger überlastung wird also der Weg der Stromfühler 9 auf die Auslöse-Stange 12
im Verhältnis 1 : 1 übertragen.
3.) Fig. 10 zeigt schließlich den Betriebsfall des Einphasenlaufes
bzw. stark asymmetrischer Belastung, wobei ausreichende negative Bewegung des stromlosen Fühlers 9b bis zum Auf treffen
auf den zugehörigen Anschlag 11b auf der oberen Auslöse-Stange bzw. -beim Anlassen im Einphasenlauf - Verharren dieses Fühlers
in der Ausgangsstellung angenommen ist. Hierbei tritt nun die obere Schaltstange 10 in Funktion und es ergibt sich durch Auftreiben
ihres Kragens 20 auf das obere Ende (17) des Kupplungshebels 15 ein neuer Drehpunkt für den nunmehr als einarmiger
ütoersetzungshtbel wirkenden Kupplungshebel 15, so daß nunmehr
die relative Verschiebung der belasteten Stromfühler 9a end 9β
gegenüber dem zurückbleibenden 91» mit entsprechend großem Übersetzungsverhältnis c : d auf die Auslöse-Stange 12 übertragen
and dadurch eine wesentliche Verkürzung der Auslösezeit gegenüber
derjenigen bei symmetrischer Überlastung »rzielt wird.
Durch, diese der Neuerung gemäße., konstruktive Ausgestaltung kann nun bei geeigneter Wahl des ^bersetzungaverhärtniaaee
ο : d eine derartige Auslöseempfindliehkeit erreicht werden,
daß bei Phasenausfall selbst dann ausgelöst wird, wenn in den intakten Phasen bloß Nennstrom oder auch ein niedrigerer fließt;
umgekehrt kann mit leiehigkeit ein höherer Auslöse-Grenzstrom
bei Einphasenlauf βin.justiert werden, wenn man die Ansohläge
11a-e entsprechend nach links verstellt.
In Fig. 5 und 10 is* schließlich das, zwischen Auelöee-Stange 12 und dem, hier ale Schalt-Sohloß U dargestellten
Auslöse-Organ angeordnete Gestänge zur Einstellung dea Auslöse-Nennstromea im Betriebe dargestellt. Der Neuerung gemäfl besteht
dieses aus einem, am ortfesten Rahmen 14 bei 21 drehbar gelagerten.,
zweiarmige*» Hebel 22, der mit einem Ende 22* auf der Sperrklinke 27 des Sehalthebels 28 aufliegt und am anderen eine, mit
einer spiralförmigen Kulisse 26*versehene, einstellbare Sehelbe
26 trägt und aus einem einarmigen Hebel 24, der auf einem zweiarmigen üebel 22 nahe dessen Ende bei 23 angelenkt ist and mit
seinem, in der Kulisse 26* der Kulisaenscheibe 26 geführten
freien Ende 24? an der Auslöse-Stange 12 anliegt. Beide dieserart kraftsohliissig gekuppelten Hebel können nun durohnentsprechende Verdrehung der Kulissensoheibe 26 mehr oder weniger
fächerförmig auseinendergespreizt und dabei der, am Ende des einarmigen Hebels 24 befindliche. Anschlag 24* in solcher Entfernung vom Ende der AusliSse-Stange 12 eingestallt werden, daß
der verbleibende Hub der Auslöse-Stange dem gewünschten Auslöse-Hennstrom entspricht.
Durch diese der Neuerung gemäße, konstruktive Ausgestaltung werden auch tatsächlich, die erwarteten, vielfachen technischen und wirtschaftlichen Vorteile erzielt, und zwarj. - :
1. durch Anordnung eines einzigen Kupplungshebels 15 bzw·
zur Umlenkung der gegenläufigen Bewegung bei Unterstrom-Auslöse
werden
auf die Stoßrichtung der Aualb'se-Stange 12'die, im Schalterbau
ungünstigen Gelenklager auf ein einziges reduziert bzw. Oberhaupt vermieden;
2. wird außerdem- durch direkte Lagerung dieses Hebels auf dem
Rahmen 3 der verschiebbaren Auslöse-Brücke bzw. auf deren
mittlere Träger-Stange 6,selbst, eine stete gleichbleibende, vom
momentanen Betriebszustande - Erwärmung der Bimetalle - völlig anabhängige Auslöse-Genauigkeit bei Einphaeenlauf erreicht,
was für den Schutz der angeschlossenen Aggregate von größter Wichitgkeit ist;
3. die sehr wichtige, getrennte Justierbarkeit beider Anschlag-Sätze für die Auslösung bei allphasiger Überlastang
bzw. bei. Einphasenlauf oder stark asymmetrischer Überlastung, wobei durch entsprechende Verstellung der Anschläge 7a-c bzw.
11a-c auf ihren Trägerspindeln 6 bzw« 10 wahlweise für einen
der beiden Fälle ein niedrigerer Ausluse-Grenzstrom eingestellt
werden kann als für den anderen;
4· kann außerdem insbesondere durch entsprechende Wahl des Übersetzungsverhältnisses c : d des Kupplungshebels 13 b»w. 15
eine entsprechende Erhöhung der Auslöseempfindlichkeit bzw.
wesentliche Verkürzung der Auslb'sezeit bei Einphasenlauf erreicht
werden, so daß bei Phasenausfall selbst dann ausgelöst wird, wenn in den intakten Phasen bloß Hennstrom oder auch nur ein
niedrigerer fließt j
5. ist schließlich das gesamte, der Neureung entsprechende
Gerät im wesentliehen aus bereite seit langem betriebsmäßig ale
dauerhaft bewährte iLonstruktionselementen aufgebaut.
Claims (8)
- SCHUTZANSPRÜCHE1 · Auslöser für Sc&altgeräte zum Schütze mehrphasig betriebener Mototen. gegen überstrom und Einphasenlauf, "bei denen die Bewegung stromempfindlicher, poleigener Strompfühler - z.B. von Relaisankern oder "beheizten Bimetall-Streifen - mittels •ines, mit zwei Satz je beiderseits der Stromfühler angeordneter und mit diesen unabhängig voneinander zusammenarbeitender Anschläge versehenen Übertragungs-Systemes auf ein Auelöseergan an sich beliebiger Art übertragen wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Übertragungs-System aus drei, in einem gemeinsamen Rahmen (3 bzw. 14) parallel und gegeneinander längsverschieb— bar eingesetzten Stangen (6, 10 und 12) sowie einem einzigen, auf einer derselben mittelbar oder unmittelbar gelagerten, begrenzt schwenkbaren Kupplungshebel (13 bzw. 15) besteht, der an beiden anderen Stangen (10 und 12) lose anliegt, wobei awei der Stangen (6 bzw. 10) je einen Satz der Betätigungs-Aneohläge (7a-c bzw, 11a-c) tragen und die dritte (12) mit dem Aaslöeeorgan (U) zusammenwirkt·
- 2. Auslöser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Anschläge (7a-c) für symmetrische Überlastung als auoh diejenigen (11a-c) für Einphasenlauf bzw, stark asymmetrischer Belastung zwecks getrennter Justierung der Auslöee-Empfindliohkeit in beidenPällen auf ihren - zweckmäßig ala Schraubenspindel ausgebildeten-Sohaltstangen (6 bzw. 10) axial verstellbar sind.
- 3. Auslöser nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der gemeinsame Rahmen (3) des Übertragungs-Systemes längsveraohiebbar gelagert ist und ihm die, die Betätigunga-Anschläge (7a-o) für aymmetrische Überlastung tragende Stange (6) im Betrieb unverrückbar - vorzugsweise jedoch einstellbar - befestigt ist aowie beide anderen Stangen (10 und 12) axial verschiebbar einsetzt sind.(Fig. 1-4)·
- 4· Auslöser nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der gemeinsame Rahmen (14-14) des tJbertragungs-Systemes ortsfest ist und in ihm alle drei Sehaltstangen - nämlich in Träger (6 und 10) der Betätigungaanschläge sowie die Auslösestange (12) axial verschiebbar gelagert sind (Pig· 5 - 10)·
- 5. Auslöser nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kupplungshebel (13) auf der mittleren Stange (6) mit radialem Spiel (16) aufsitzt sowie beide äußeren Stangen (10 und 12) mit Längsschlitzen (17 bzw. 17') umfaßt und das ferner die drei Schalt-Stangen (6, 12 und 10) mit je einem, mit dem Kupplungshebel (15) zusammenwirkenden Kragen (18, 19 bzw« 20) versehen sind·
- 6. Auslöser nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei symmetrischer überlastung die, die zugehörigen Betätiganga-Aaaohläge (7a-c) tragende Stange (6) mit der nacheilenden Aaslöse-Stange (12) mittels des durch den in seiner Bohrung (I6)~verkanteten Kupplungshebel (15) starr und daher parallel verschiebbar sind (Pig· 8 und 9).
- 7· Auslöser nach Anspruch^, dadurch gekennzeichnet, daß bei Einflhasenlauf oder stark asymmetrischer Belastung - durch Kaltbleiben, Zurückbleiben oder raschen Rückgang eines der drei Stromfühler (9a-o) - alle drei Schaltstangen (10, 6 und 12) mit dem, an die drei zugehörigen Kragen (20, 18 und 19) anliegenden, einarmig wirkenden Kupplungshebel (15) derart zusammenwirken, daß sein Berührungspunkt mit dem Kragen (20) des äußeren Anachlagträgers (10) infolge Blockierung desselben durch einen un- oder unterbelasteten Stromfühler (9a-11b) den Drehpunkt bildet, um welchen der, am Kragen (18) der mittleren - von den erregt ge-bliebenen bzw. überlasteten Stromfiihler (9a und 9c) gehaltenen bzw. angetriebenen - Schaltstange(6) abgestützte Hebel (15) den Weg dieser letzteren Stromfühler mit großem übersetzungsverhältnis (o : d) auf die Auslösestange (12) überträgt, wobei duroh geeignete Wahl der Achsabstände (a, b) der drei Schalt-Stangen bei Einphasenlauf ein» wesentliche Terkürzung der Auslöeezeit gegenüber derjenigen bei gleich großer, symmetrischer Überlastung erzielt werden kann (Pig. 10).
- 8. Auslöser nach einsm der vorherigen Ansprüche, dadurch gkennzelehnet, daß zwischen Auslösestange (12) und Auslöseorgan (U) ein, zwecks Einstellbarkeit des Auslöse-Nennstromes verstellbares Gestänge angeordnet ist, das aus einem, am ortsfesten Eahmen (14) gelagerten (bei 21), einerends (22·) auf der Sperrklinke (27) aufliegenden und andemendes eine einstellbare Kulissenscheibe (26)tragenden, zweiarmigen Hebel (22) sowie einem, mit diesem kraftschlüssig gekuppelten einarmigen Hebel (24) besteht, der auf dem ersteren nahe seinem Ende (bei 23) angelenkt and mit seinem, in der Kulisse (26·) geführten freien Ende (24*) an der Auslöse-Stange (12) anliegt (Fig. 5 und 10).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH15994U DE1715368U (de) | 1955-10-05 | 1955-10-05 | Ausloeser fuer schaltgeraete zum schutze mehrphasig betriebener motoren gegen ueberstrom und einphasenlauf. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH15994U DE1715368U (de) | 1955-10-05 | 1955-10-05 | Ausloeser fuer schaltgeraete zum schutze mehrphasig betriebener motoren gegen ueberstrom und einphasenlauf. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1715368U true DE1715368U (de) | 1956-01-19 |
Family
ID=32517685
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH15994U Expired DE1715368U (de) | 1955-10-05 | 1955-10-05 | Ausloeser fuer schaltgeraete zum schutze mehrphasig betriebener motoren gegen ueberstrom und einphasenlauf. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1715368U (de) |
-
1955
- 1955-10-05 DE DESCH15994U patent/DE1715368U/de not_active Expired
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