DE3840482A1 - Elektrischer selbstschalter - Google Patents
Elektrischer selbstschalterInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen elektrischen Selbstschal
ter, insbesondere einen Hauptsicherungsautomaten zur se
lektiven Unterbrechung von einzeln abgesicherten Ver
braucherstromkreisen, mit einer Hauptkontaktstelle und
einer hierzu parallel geschalteten Nebenkontaktstelle,
mit einem Hauptschaltwerk mit einer Verklinkungsstelle
zur Betätigung der Haupt- und der Nebenkontaktstelle.
Neuerdings setzt sich mehr und mehr durch, einzeln abge
sicherte Verbrauchernetze durch vorgeschaltete sogenann
te Hauptsicherungsautomaten netzseitig abzusichern. Da
bei kommt es darauf an, daß bei Auftreten einer Störung
in einem Verbraucher, die zum Kurzschluß im zugehörigen
Stromkreis führt, nicht die übrigen verbundenen Verbrau
chernetze durch Ansprechen des Hauptsicherungsautomaten
vom Versorgungsnetz getrennt werden, wie es beim Einsatz
vom Schmelzsicherungen zwangsläufig der Fall ist.
Statt dessen soll der Hauptsicherungsautomat selektiv
ansprechen, d. h., die Stromversorgung soll zunächst ge
währleistet bleiben, zumindest so lange bis die dem be
troffenen Verbraucher zugeordnete Sicherung den kurz
schlußführenden Stromkreis vom Netz getrennt hat, ohne
daß die übrigen Verbrauchernetze betroffen sind.
Andererseits soll bei unzulässig hohen Überströmen, bei
spielsweise infolge eines Kurzschlusses zwischen dem
vorgeschalteten Hauptsicherungsautomaten und den nachge
schalteten, einzeln abgesicherten Verbrauchernetzen die
sichere Abschaltung gewährleistet sein.
Bei verschiedenen bekannt gewordenen Hauptsicherungsau
tomaten (DE-PS 28 54 616, DE-PS 28 54 711), die zur se
lektiven Abschaltung von einzeln abgesicherten Verbrau
cherstromkreisen bei Auftreten eines unzulässig hohen
Stroms, z. B. infolge Kurzschluß dienen, sind Umschalt
vorrichtungen vorgesehen, die den Strom von einem Haupt
strompfad auf einen Nebenstrompfad umschalten. Dieser
Nebenstrompfad ist dabei hochohmig ausgelegt, so daß nur
ein verminderter Stromfluß erfolgt.
Für die selektive Abschaltung bzw. Unterbrechung des
Stromflusses ist es von Bedeutung, daß der Spannungswert
nicht unter 70% seines Nennwertes absinkt, da hierdurch
sonst in den nicht betroffenen Verbraucherstromkreisen
eingesetzte selbsthaltende Schaltschütze abfallen kön
nen. Darüberhinaus ist es auch wünschenswert, daß die
selektive Unterbrechung der Stromversorgung zeitlich be
fristet ist z. B. auf 1/4 oder 1/2 Periode der anliegen
den Netzfrequenz. Die Einhaltung dieser Kriterien ist
bei den bekannten Sicherungsautomaten nur mit erhebli
chem Aufwand gewährleistet.
Ausgehend vom vorstehend genannten Stand der Technik ist
es daher Aufgabe der Erfindung einen Selbstschalter der
eingangs genannten Art zu schaffen, der die bekannten
Nachteile vermeidet und unter weitgehender Verwendung
von für die Fertigung einfacher Selbstschalter üblichen
Serienteilen kostengünstig herstellbar ist.
Die Lösung der Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch ge
kennzeichnet, daß ein Selektivschaltwerk vorgesehen ist,
welches mit einer Verzögerungseinrichtung zusammenarbei
tet, die bei Auftreten eines Überstroms anspricht und
das Selektivschaltwerk beaufschlagt, daß das Selektiv
schaltwerk in Wirkverbindung mit dem Hauptschaltwerk
steht, daß ein Schlaganker vorgesehen ist, der bei Auf
treten eines Überstroms die Hauptkontaktstelle auf
schlägt und daß eine Haltevorrichtung zur vorübergehen
den Offenhaltung der Hauptkontaktstelle vorgesehen ist,
die mit dem Selektivschaltwerk zusammenarbeitet.
Das erfindungsgemäße Selektivschaltwerk besitzt hierbei
eine Schaltbrücke, die um einen im Schaltergehäuse fest
angeordneten Drehpunkt schwenkbar gelagert ist und dazu
dient, die von der Verzögerungseinrichtung ausgehende
Beaufschlagung auf die Haltevorrichtung sowie auf das
Hauptschaltwerk zu übertragen.
In zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung ist dabei
vorgesehen, daß das Selektivschaltwerk ferner eine Rast
vorrichtung besitzt, die mit der Schaltbrücke zusammen
arbeitet und hinsichtlich der Betätigung des Haupt
schaltwerks als Selektionsglied dient, d. h., dieses
erst mit Verzögerung beaufschlagt, währenddessen gegebe
nenfalls die nachgeschaltete, den betroffenen Verbrau
cherstromkreis zugeordnete Leitungssicherung die Tren
nung vom Netz bewirkt hat.
Der mit dem erfindungsgemäßen Selektivschaltwerk verse
hene elektrische Selbstschalter macht im übrigen Ge
brauch von der in der deutschen Patentanmeldung
P 38 23 976.0 vorgeschlagenen Verzögerungseinrichtung.
Statt dieser kann aber auch eine andere Verzögerungsein
richtung zum Einsatz kommen, sofern sie geeignet ist zur
Betätigung der Schaltbrücke.
Diese und weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Er
findung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungs
beispieles sollen die Erfindung sowie vorteilhafte Aus
gestaltungen und Verbesserungen der Erfindung näher er
läutert und beschrieben werden.
Es zeigen:
Fig. 1 bis 4 den prinzipiellen Aufbau des erfin
dungsgemäßen Selektivschaltwerks in
verschiedenen Schaltpositionen,
Fig. 1 bei Auslösung des Selektivschalt
werks durch die Verzögerungseinrich
tung,
Fig. 2 nach erfolgter Kurzzeitauslösung des
Selektivschaltwerks,
Fig. 3 bei erneuter Auslösung des Selektiv
schalterwerks durch die Verzöge
rungseinrichtung,
Fig. 4 Ruhelage des Selektivschaltwerks bei
geschlossener Hauptkontaktstelle,
Fig. 5 Teilansicht und Längsschnitt durch
das schematisierte Selektivschalt
werk.
Fig. 1 zeigt den schematischen Aufbau eines zu einem
elektrischen Selbstschalter gehörigen Selektivschalt
werks 10, das sowohl mit einem andeutungsweise darge
stellten Hauptschaltwerk 11 als auch mit einer Verzöge
rungseinrichtung 12 sowie einer eine Hauptkontaktstelle
14 beaufschlagenden Haltevorrichtung 16 zusammenarbei
tet.
Das Selektivschaltwerk 10 besteht im wesentlichen aus
einer Schaltbrücke 20, die etwa auf der halben Länge in
einem Stützlager 21 schwenkbar gelagert ist. Auf diese
Weise sind zwei Hebelarme 22, 23 der Schaltbrücke 20 ge
bildet, die einerseits mit der Verzögerungseinrichtung
12 sowie über einen Stellhebel 24 mit der Haltevorrich
tung 16 und auf der gegenüberliegenden Seite über eine
Lasche 26 und einen Rasthebel 28 mit dem Hauptschaltwerk
11 zusammenarbeiten.
Der Stellhebel 24 der in einem Drehlager 25 gelenkig an
der Schaltbrücke 20 anschließt, ist im nicht näher ge
zeigten Gehäuse des elektrischen Schaltgeräts axial ver
schieblich geführt, so daß seine Beaufschlagungsrichtung
für die Haltevorrichtung 16 stets gleichbleibend einge
halten wird.
Die zur Beaufschlagung der Schaltbrücke 20 vorgesehene
Verzögerungseinrichtung 12 besitzt einen Spulenkörper 30
mit einem zentralen Hohlraum 31, in welchem ein längs
verschieblicher Magnetanker 32 sowie ein Magnetkern 33
angeordnet sind, durch welchen ein mit dem Magnetanker
32 verbundener Stößel 34 geführt ist, der die Bewegung
des Magnetankers 32 auf die Schaltbrücke 20 überträgt.
Dem Krafteinleitungspunkt des Stößels 34 an der Schalt
brücke 20 gegenüberliegend ist eine Rückstellfeder 35
angeordnet, die sich am Gehäuse bzw. an einem mit der
Verzögerungseinrichtung 12 verbundenen Widerlager ab
stützt. Hierdurch ist sichergestellt, daß die Schalt
brücke 20 stets in Wirkverbindung mit der Verzögerungs
einrichtung 12 steht.
Die Rückstellfeder 35 beaufschlagt den Magnetanker 32
über die Schaltbrücke 20 und den Stößel 34 soweit, bis
der Magnetanker 32 an einem Anschlag 36 zur Anlage
kommt.
Durch das Stützlager 21 wird die Schaltbrücke 20 in etwa
zwei gleichlange Hebelarme 22, 23 unterteilt. Der der
Verzögerungseinrichtung 12 abgewandte Hebelarm 23 be
sitzt ebenfalls ein Drehgelenk 27, das in etwa gleichem
Abstand vom Stützlager 21 angeordnet ist wie das auf dem
der Verzögerungseinrichtung 12 zugewandten Hebelarm 22
befindliche Drehgelenk 25.
Über das Drehgelenk 27 ist die Schaltbrücke 20 mit der
Lasche 26 gelenkig verbunden.
Die Lasche 26 ist ein C-förmig gestalteter Übertragungs
hebel, der aus einem geradlinigen Teil besteht, an des
sen Enden jeweils rechtwinklig abgebogene Schenkel 37,
38 angeformt sind. Der Schenkel 37 schließt hierbei an
das Drehgelenk 27 an, während der gegenüberliegende
Schenkel 38 von einem Führungsbolzen 39 durchdrungen
ist, welcher in einer Schiebeführung 40 eingreift, die
in eine hier nur angedeutete, das Selektivschaltwerk 10
beidseitig umfassende Halteplatte 42 eingelassen ist,
wie aus Fig. 5 ersichtlich ist.
Ebenfalls in die Schiebeführung 40 greift ein mit dem
Rasthebel 28 verbundener Schwenkbolzen 29 ein, der so
einerseits eine Schwenkbewegung des Rasthebels 28 ermög
licht und andererseits dessen Verschiebung innerhalb der
Längsführung 40.
Der Rasthebel 28 ist T-förmig ausgebildet und besitzt an
dem dem Schwenkbolzen 29 abgewandten Ende eine angeform
te Nase 44 mit einer quer zu seiner Längsachse verlau
fenden Anlagefläche 45. Das mit dem Schwenkbolzen 29
versehene Ende des Rasthebels 28 ist mit einer hierzu
quer angeordneten Traverse 46 verbunden, deren eines En
de von einer Druckfeder 47 beaufschlagt ist und deren
gegenüberliegendes anderes Ende mit der Schwenkbrücke 20
zusammenarbeitet.
Hierzu ist am freien Ende des Hebelarms 23 der Schwenk
brücke 20 ein Haltewinkel 48 angeformt, der je nach
Schwenkstellung des Rasthebels 28 bzw. der Schaltbrücke
20 mit der Traverse 46 des Rasthebels 28 in Anschlag
kommt oder nicht.
Um Fehlfunktionen des Rasthebels 28 zu vermeiden kann es
zweckmäßig sein, die Traverse 46 mit einer Anformung 49
zu versehen, die als Führung für die angreifende Druck
feder 47 dient.
Dem oberen Schenkel 38 der Lasche 26 benachbart ist das
Hauptschaltwerk 11, dessen schwenkbarer Auslösehebel 50
mit einem ebenfalls schwenkbar angeordneten Klinkenhebel
52 eine Verklinkungsstelle 54 bildet, die durch Beauf
schlagung durch den in der Längsführung 40 verschiebba
ren Rasthebel 28 bzw. durch dessen Nase 44, wie in Fig.
3 gezeigt, entklinkbar ist.
Entsprechend der Wirkungsweise des Selektivschaltwerks
10 zeigt Fig. 1 den Schaltzustand, den es nach Beauf
schlagung durch die Verzögerungseinrichtung 12 infolge
eines in einem nachgeschalteten Verbrauchernetz aufge
tretenen Kurzschlußstromes einnimmt.
Zu diesem Zweck ist die Verzögerungseinrichtung 12 elek
trisch so geschaltet, daß sie vom Kurzschlußstrom durch
strömt ist ebenso wie ein die Hauptkontaktstelle 14 be
aufschlagender Schlaganker 60, der mit seinem Schlag
stift 61 die Hauptkontaktstelle 14 aufschlägt, so daß
sich dessen bewegliches Kontaktstück 15 in der zugeord
neten Haltevorrichtung 16 verklinkt.
Infolge des Kurzschlußstromes, der die Spule 30 der Ver
zögerungseinrichtung 12 durchflutet, wird der Magnetan
ker 32 aus seiner Ruhelage von dem Anschlag 36 axial
verschoben, so daß er mit seinem Stößel 34 den Hebelarm
22 der Schaltbrücke 20 des Selektivschaltwerks 10 gegen
die Kraft der Rückstellfeder 35 derart beaufschlagt, daß
die Schaltbrücke 20 um den Drehpunkt 21 schwenkt, wo
durch der gegenüberliegende Hebelarm 23 sich nach oben
bewegt und hierbei die Lasche 26, die im Drehgelenk 27
an der Schaltbrücke 20 angelenkt ist, mit dem im oberen
Schaltarm 38 angeordneten Führungsbolzen 39 in der
Längsführung 40 bis zum Anschlag hochgleitet. Hierdurch
wird der Traverse 46 des Rasthebels 28 der Weg zunächst
durch Abheben des Haltewinkels 48 freigegeben, wie im
Vergleich zu der in Fig. 4 gezeigten Schaltstellung,
die die Ruhelage im eingeschalteten Zustand zeigt, zu
erkennen ist.
Der Rasthebel 28, der ebenfalls gleitend in der Längs
führung 40 geführt ist, bildet gemeinsam mit der Druck
feder 47 ein träges Feder-Masse-System, dessen Behar
rungsvermögen wie folgt genutzt wird.
Nach der Freigabe der Traverse 46 des Rasthebels 28
durch das spontane Abheben des Haltewinkels 48 entspre
chend der in Fig. 4 gezeigten Schaltstellung, schwenkt
der Rasthebel 28, der Federkraft der Druckfeder 47 fol
gend, mit leichter Verzögerung infolge seines Behar
rungsvermögens im Gegenuhrzeigersinn. Da sich gleichzei
tig mit der Freigabe der Traverse 46 auch die Lasche 26
in der Längsführung 40 nach oben verlagert und diese
Stellung trägheitsbedingt früher einnimmt, als der Rast
hebel 28 schwenken kann, bildet der Führungsbolzen 39 im
Haltearm 38 der Lasche 26 gleichsam einen Anschlag für
die Nase 44 des Rasthebels 28, so daß dieser nur einen
geringen Schwenkweg vollziehen kann - nicht in die für
die Betätigung des Hauptschaltwerks erforderliche senk
rechte Position gelangt.
Der Magnetanker 32 der Verzögerungseinrichtung 12, deren
Aufbau und Wirkungsweise in der deutschen Patentanmel
dung P 38 23 976.0 behandelt ist, gleitet innerhalb ei
ner definierten Zeitspanne aus der in Fig. 1 gezeigten
Position zurück in Richtung Anschlag 36.
Eine beim Zurückgleiten erreichte Zwischenposition ist
in Fig. 2 dargestellt. Dabei hat der Magnetanker 32 et
wa die Hälfte seines Verschiebungsweges zurückgelegt.
Gleichzeitig ist die Schaltbrücke 20 aufgrund der Beauf
schlagung der Rückstellfeder 35 stets im Anschlag mit
dem Stößel 34 ebenfalls ein Stück zurückgeschwenkt.
Hierdurch wird erreicht, daß sich die Lasche 26 mit dem
Führungsbolzen 39 in der Längsführung 40 soweit nach un
ten verschiebt, daß die Nase 44 des Rasthebels 28 den
Führungsbolzen 39 übergreift, wobei sich der Rasthebel
28 mit seiner Längsseite am Führungsbolzen 39 anlegt und
die Anschlagfläche 45 der Nase 44 des Rasthebels in den
Verschiebeweg des Führungsbolzens 39 gelangt.
Bei der in Fig. 2 gezeigten Mittelstellung sowohl des
Magnetankers 32 der Verzögerungseinrichtung 12 als auch
demgemäß der Schaltbrücke 20 des Selektivschaltwerks 10
gelangt der Stellhebel 24 mit der Haltevorrichtung 16
für die Hauptkontaktstelle 14 gerade in Kontakt, ohne
jedoch die Verklinkung des beweglichen Kontaktstücks 15
der Hauptkontaktstelle 14 in der Haltevorrichtung 16 zu
lösen.
Sollte zu diesem Zeitpunkt der zunächst von der Verzöge
rungseinrichtung 12 und dem Schlaganker 60, entsprechend
Fig. 1 erfaßte Überstrom im nachgeschalteten Verbrau
chernetz noch nicht abgeschaltet sein, so ist schal
tungsmäßig eine erneute Beaufschlagung durch die Verzö
gerungseinrichtung 12 vorgesehen, deren kinematischer
Ablauf in Fig. 3 dargestellt ist.
Gemäß dem erfindungsgemäßen Selektivschaltwerk 10 beauf
schlagt der Schlaganker 32 erneut die Schaltbrücke 20
so, daß der am gegenüberliegenden Hebelarm 23 angeord
nete Haltewinkel 48 die Traverse 46 freigibt und der
Rasthebel 28, dessen Nase 44 sich am Führungsbolzen 39
der Lasche 26 verhakt hat, infolge der zuvor beschriebe
nen Längsverschiebung der Lasche 26 entlang der Längs
führung 40 auf das Hauptschaltwerk 11 zu dessen Entklin
kung bewegbar ist. Während die Anschlagfläche 45 der Na
se 44 sich am Führungsbolzen 39 der Lasche 26 abstützt,
betätigt der Rasthebel 28 mit der der Anschlagfläche 45
gegenüberliegenden Stirnfläche den Verklinkungshebel 50
des Hauptschaltwerks 11, so daß der Klinkenhebel 52, der
in Pfeilrichtung P beaufschlagt ist, dieser Kraft fol
gend einschwenken kann und hierdurch die dauerhafte Öff
nung sowohl der Hauptkontaktstelle 14 als auch einer
nicht näher gezeigten Nebenkontaktstelle gewährleistet.
Zur Rückstellung in die in Fig. 4 dargestellte Ein
schaltstellung ist die Betätigung eines hier nicht näher
dargestellten Handbetätigungsorgans, das auf das Haupt
schaltwerk 11 wirkt, erforderlich. Wie aus den in Fig.
1 bis 4 gezeigten Schaltpositionen des Selektiv
schaltwerks hervorgeht, ist die ordnungsgemäße Wieder
einschaltung des elektrischen Selbstschalters nur mög
lich, wenn sich der Magnetanker 32 der Verzögerungsein
richtung 12 in seine Ruhelage am Anschlag 36 befindet,
da nur so die Entklinkung der Haltevorrichtung für die
Hauptkontaktstelle mittels Stellehebels 24 ermöglicht
ist. Dies hat zur Folge, daß beispielsweise eine Wieder
einschaltung unmittelbar nach endgültiger Unterbrechung
des elektrischen Selbstschalters infolge der Auslösung
des Hauptschaltwerks 11 erst möglich ist, wenn die Hal
tevorrichtung 16 für das bewegliche Kontaktstück 15 der
Hauptkontaktstelle 14 über den Stellhebel 24 soweit be
aufschlagt ist, wie in Fig. 4 gezeigt ist, daß das be
wegliche Kontaktstück 15 nicht in Eingriff mit seiner
Haltevorrichtung 16 gelangen kann.
Zur Freigabe des in der Haltevorrichtung 16 verklinkten
beweglichen Kontaktstücks 15 der Hauptkontaktstelle 14
ist es erforderlich, daß der Stellhebel 24 die Haltevor
richtung 16 aus ihrer in den Fig. 1 bis 3 gezeigten
Verklinkungslage bewegt, wie es in Fig. 4 gezeigt ist.
Hierbei nimmt die Schaltbrücke 20 zur Verschiebungsrich
tung des Stellhebels 24 eine rechtwinklige Stellung ein,
wodurch gleichzeitig mit Hilfe des Haltearms 48 über die
Traverse 46 der Rasthebel 28 unter gleichzeitiger Span
nung der Druckfeder 47 im Uhrzeigersinn verschwenkt
wird, so daß er außer Eingriff mit dem Hauptschaltwerk
11 gelangt.
In Fig. 5 ist der Bereich des Selektivschaltwerks 10
dargestellt, der die Lasche 26 sowie den Rasthebel 28
umfaßt, in seitlicher Darstellung wiedergegeben sowie
ein Längsschnitt der darin angegebenen Schnittlinie V-V.
Mittels dieser Darstellung soll die Lage der einzelnen
genannten Hebel zueinander, z. B. Lasche 26, Rasthebel
28, Schaltbrücke 20 mit Haltewinkel 48, verdeutlicht und
näher erläutert werden.
So ist anhand dieser beispielhaft gezeigten Ausgestal
tung des Selektivschaltwerks 10 deutlich zu erkennen,
daß die Schaltbrücke 20 als U-förmig profilierter Längs
stab ausgebildet ist, dessen Seitenwangen von die Dreh
gelenke 25, 27 sowie die Schwenkachse 21 bildenden Bol
zen durchgriffen ist. Die Lasche 26 ist aus zwei gleich
gestalteten Flachteilen gefertigt, die mittels eines
Verbindungssteges 43 im Bereich der Drehachse 27 mitein
ander verbunden sind.
Von den beiden die Lasche 26 bildenden Flachteilen um
schlossen ist der Rasthebel 28, der mit seiner Nase 44
am Führungsbolzen 39 anliegt. Als äußere Begrenzung des
Selektivschaltwerks 10 dient der Halterahmen 42, in wel
chen die Längsführung 40 eingearbeitet ist und der unter
Einhaltung der erforderlichen Toleranzen unzulässiges
Spiel der miteinander in Wirkverbindung stehenden Ein
zelteile verhindert.
Claims (6)
1. Elektrischer Selbstschalter, insbesondere Haupt
sicherungsautomat, zur selektiven Unterbrechung von ein
zeln abgesicherten Verbrauchernetzen, mit einer Haupt
kontaktstelle und einer hierzu parallel geschalteten Ne
benkontaktstelle, mit einem Hauptschaltwerk mit einer
Verklinkungsstelle zur Betätigung der Haupt- und Neben
kontaktstelle, dadurch gekennzeichnet, daß ein Selektiv
schaltwerk (10) vorgesehen ist, welches mit einer Verzö
gerungseinrichtung (12) zusammenarbeitet, welche bei
Auftreten eines Überstroms anspricht und das Selektiv
schaltwerk (10) beaufschlagt, daß das Selektivschaltwerk
(10) in Wirkverbindung mit dem Hauptschaltwerk (11)
steht, daß ein Schlaganker (60) vorgesehen ist, der bei
Auftreten eines Überstromes die Hauptkontaktstelle (14)
aufschlägt,und daß eine Haltevorrichtung (16) zur vor
übergehenden Offenhaltung der Hauptkontaktstelle (14)
mit dem Selektivschaltwerk (10) zusammenarbeitet.
2. Elektrischer Selbstschalter nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß das Selektivschaltwerk (10)
eine starre, aus zwei Hebelarmen (22, 23) gebildete
Schaltbrücke (20) besitzt, die schwenkbar gelagert ist
und mit dem ersten Hebelarm mit der Verzögerungseinrich
tung (12) zusammenarbeitet, während der zweite Hebelarm
(23) mit dem Hauptschaltwerk (11) in Wirkverbindung
steht.
3. Elektrischer Selbstschalter nach Anspruch 1 oder
2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltbrücke (20) des
Selektivschaltwerks (10) zur Betätigung der Haltevor
richtung (16) für die Hauptkontaktstelle (14) dient.
4. Elektrischer Selbstschalter nach einem der vor
herigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Se
lektivschaltwerk neben der Schaltbrücke (20) eine mit
ihr gelenkig verbundene Lasche (26) aufweist sowie einen
Rasthebel (28) der an der Schaltbrücke (20) verrastbar
ist und zur Beaufschlagung des Hauptschaltwerks (11)
dient.
5. Elektrischer Selbstschalter nach einem der vor
herigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Rast
hebel (28) eine Traverse (46) besitzt, die einerseits
mit einer Druckfeder (47) und andererseits mit einem an
die Schaltbrücke angeformten Haltewinkel (48) zusammen
arbeitet.
6. Elektrischer Selbstschalter nach einem der vor
herigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Betä
tigung der Haltevorrichtung (16) für die Hauptkontakt
stelle (14) ein Stellhebel (24) dient, der in einem
Drehgelenk (25) an der Schaltbrücke (20) angelenkt ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883840482 DE3840482A1 (de) | 1988-12-01 | 1988-12-01 | Elektrischer selbstschalter |
| EP19890121808 EP0371419A3 (de) | 1988-12-01 | 1989-11-25 | Elektrischer Selbstschalter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883840482 DE3840482A1 (de) | 1988-12-01 | 1988-12-01 | Elektrischer selbstschalter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3840482A1 true DE3840482A1 (de) | 1990-06-07 |
Family
ID=6368232
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19883840482 Ceased DE3840482A1 (de) | 1988-12-01 | 1988-12-01 | Elektrischer selbstschalter |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP0371419A3 (de) |
| DE (1) | DE3840482A1 (de) |
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| EP0371419A3 (de) | 1991-09-25 |
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