DE1709862U - Handfeger mit wendbarem borstenteil. - Google Patents
Handfeger mit wendbarem borstenteil.Info
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Description
Anmelder; Ober-Ing. Inton Haering,
Düsseldorf, Korveyer Str» 50
"Handfeger mit wendbarem Borstenteil"
Die Neuerung betrifft einen Handfeger, bei dem der Borstenteil
mit dem Handgriff nicht fest verbunden ist sondern umgewendet werden kann, so daß dann das ursprünglich vordere Ende des Borstenteiles
nach, hinten, ä.»h» zum Handgriff hin, zu liegen kommt, Durch
eine solche an sich seit vielen Jahrzehnten bekannte Konstruktion wird eine möglichst gleichmäßige Abnutzung und damit Ausnutzung
der teuren Borstea erstrebt, denn bekanntlieh nutzen sich die
Borsten an der Spitze eines Handfegers sehr viel schneller ab als am rückwärtigen Teil* Bei den gebräuchlichen Handfegern, bei denen
der Borstenteil mit dem Handfeger fsä verbunden sind, ergibt sich
daher der Sachteil, daß nach Abnutzung der Borsten an der Spitze
der ganze Handfeger unbrauchbar ist, obwohl die rückwärtigen Borsten
praktisch noch gar nicht abgenutzt sind«
Die vorgeschlagenen Ausführungsformen mit umsetzbarem Borstenteil
erstreben dementsprechend, nach Abnutzung der Borsten an der Spitze die bis dahin geschonten Borsten des rückwärtigen Endes
an die Spitze zu bringen, so daß man den Handgriff dann noch eine erhebliche Zeit weiter benutzen kann. Sie Lebensdauer des Borstenträgers
wird durch eine solche Wendbarkeit also praktisch etwa verdoppelt·
Konstruktive Vorschläge zur Verwirklichung dieses Grundgedankens
sind in sehr großer Zahl gemacht worden· In der Praxis hat sich jedoch kein einziger dieser Vorschläge durchsetzen können,
denn im Handel erhältlich sind ausschließlich Handfeger, bei denen
der Borstenteil, die Deckplatte und der Handgriff eine feste Einheit "bilden, und zwar ist hierbei der Borstenträger mit dem Handgriff
aus einem Stück gefertigt, während die Deckplatte auf die rückwärtig Fläche des Borstenträgers aufgesetzt ist.
Der Grund dafür, daß Handfeger mit wendbarem Borstenteil
sich in der Praxis nicht haben durchsetzen können, liegt zunächst einmal offensichtlich darin, daß die meisten der Torgeschlagenen
Konstruktionen viel zu kompliziert und daher zu teuer sind, so daß der Mehrpreis den Vorteil der erhöhten Lebensdauer weitgehend
oder ganz wieder aufhebt. Ein weiterer Uaehjeil der meisten vorgeschlagenen
Konstruktionen besteht darin,, daß die -äandhabung für
den Benutzer, also in der Segel für die Hausfrau, zu umständlich
ist, so daß diese Verbraucher sich nicirfe gern mit einer solchen Mihe belasten sondern es vorziehen, bei den allgemein gebräuchlichen
Handfegern zu verbleiben und nach Abnutzung der Borsten an der
Spitze lieber einen neuen zu kaufen. Dieses ist natürlich sehr unwirtschaftlich, denn bei einem Handfeger stellen gerade die
Borsten den teuren Bestandteil dar, so daß eine geringfügige Verteuerung
des Haltekörpers durchaus gerechtfertigt wäre, da er praktisch auf unbegrenzte Dauer erhalten bleibt. Insbesondere für
Industriebetriebe mit großem Verbrauch an Handfegern zum Heinigen
von Maschinen und Arbeitsplätzen können sich im. Laufe der Zeit
durch restlose Ausnutzung des Borstenmaterials einerseits und des ständig wieder verwendbars-n Haltekörpers mit Handgriff andererseits
durchaus erhebliche Ersparnisse ergehen»
Auf Grund dieser Ueberlegungen ist die Neuerung von der Aufgabe
ausgegangen, die Konstruktion möglichst einfach zu gestalten und dabei weiterhin auch anzustreben, daß die Bedienung durch den
Yerbraucher möglichst einfach ist· So geht der Handfeger gemäß
der Feuerung Ton einer bekannten Ausführungsform §us, bei der die
Deckleiste und der Handgriff eine starre Sinheit bilden, während der Borstenteil an der Deckleiste schwenkbar befestigt ist,, und
zwar besteht das wesentliche Merkmal des Handfegers gemäß der Heuerung, durch das er sich gegenüber dieser bekannten Ausführungsform, unterscheidet, darin, daß als Befestigungselement eine durch
die Deckleiste hindurchgesteckte, in den Borstenträger hineinge— schraubte Handel-, Oesen—, Flügelschraube od· dgl. dient, d.h.
also eine Schraube, die ohne besonderes Werkzeug von Hand ergriffen
und gelöst bzw» angezogen werden kann.
Zur Yeranschaulichung des Ueuerungsgedankens ist in der
Zeichnung ein Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigt Fig· 1 diesen Handfeger in Seitenansicht und
Fig. 2 in Ansicht von oben mit zur Yeranschaulichung aus der
Arbeitsstellung etwas herausgedrehtem Borstenteil.
Dieses zur Erläuterung des Heuerungsgedankens gewählte Aus— führungsbeispiel stellt einen Handfeger mit Holzkörper dar. Der
Handgriff T und die Deckplatte 2 bestehen hierbei aus einem einzigen Holzstück, während der Borstenträger 3 ein besonderes Teil darstellt
Fertigungsmäßig wird man bei der Herstellung der Holzteile am besten
so vorgehen, daß man. als Ausgangsmaterial einen Holzblock verwendet,
der in seinen äußeren Umrissen dem aus Fig* 1 erkennbaren gesamten
Holzkörper 1-2-3 entspricht, worauf_ men daran einen Sägescii^itt A
parallel zur Ebene- der Deckplatte und des Borstenträgers den
letzteren aus dem Holzblock herausschneidet· Ss handelt sich
hierbei also um einen Sägeschnitt, der im wesentlichen eben verläuft and sich an dea jSua Handgriff 1 zulaufenden Ende abwärts
krüsEtt, um dort aus dea Holzblock 1-2-3 auszutreten· Sofern die
lichte Weite dieses Säge Schnittes noch nicht genügt, kann jaan dann
die kleine Stirnfläche 4 des Borstenträgers 3 etwas nacharbeiten
und ihr die aus 3?ig. 2 ersichtliche leieht gekrauste £ora gaben,
um. ein/ freies Drehen des Borstenträgers 3 au ermöglichen· ^iese
Bearbeitung der Stirnfläche 4 zu einer leicht gekrümmten fläche kann sich gegebenenfalls auf die Hälfte der i, tiraf lJ.ehe 4 beschränke,
die in. £vig· 2 durch eine Pfeillinie gekennseichnet ist, denn es
genügt Ja» wenn der Borstenträger 3 nur nach einer S.ite, nämlich
in Sichtung des in *:ig· 2 gezeichneten Pfeiles, herausgeschwenkt
werden kann. In der entgegengesetzten Drehrichtung dient dann der
stehengebliebene Steg 5 gleichzeitig als Anschlag zur Festlegung der Endsteilung.
Au dea Borstenträger 3 sind in der üblichen Weise die Borsten
befestigt, und zwar kommen hierfür Saturbarsten oder synthetische Borsten ia Fräse.
Zur Befestigung des aus dem. Borstenträger 3 und den Borsten
bestehenden Borstenteiles an der Deckplatte 2 dient bei diesem •^usführungsbeispiel eine Bändelschraube 7. Diene ist durch ein
loch in der Deckplatte 2 hindurehgesteckt und in den Borstenträger
hineingeschraubt· Durch Ansiehen der Händelachraube wird also der Borstenteil 3/6 fest in der Arbeitsstellung gehalten. i>ind die
liegenden Ende,
abgenutzt, so kann man diese I£ändeTsOhi£ai£bje_7 leicht von Handlösen,
den Borstenteil 3/6 um die als Drehachse dienende Schraube 7 drehen
and nach erfolgter Drehung um 180° wieder fest einstellen· ftie
schon hervorgehoben, ist es also wesentlich, daß die Halteschraube
Ton Hand bedient werden kann, daß also kein Werkzeug benötigt wird.
Dieses ist gerade für die Hausfrau sehr wichtig, die ja in der Hegel nicht immer ein passendes Werkzeug zur Verfügung hat. Tor
allem ermöglicht es die leichte Bedienbarkeit auch, die Umstellung des Borstenteiles laufend von Zeit zu Zeit zu wiederholen und dadurc
ständig eine etwa gleichmäßige Abnutzung der Borsten zu erreichen.
Man ist also nicht genötigt, bis zur vollständigen Abnutzung der an der Spitze befindliehen Borsten zu warten* Auf diese Weise wird
eine gleichmäßig gute Brauchbarkeit während der ganzen. Benutzungsdauer erzielt.
Qm die richtig Arbeitslage des schwenkbaren Borstenteiles auf einfache Weise genau festzulegen, sind bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel Paare von Paßelementen vorgesehen, und zwar besteht
jedes Paar aus einer Kamme 8, die hier am Borstenträger angebracht
ist, und einem Korn 9» das sich dementsprechend an der Deckplatte befindet. Das Ausführungsbeispiel verwendet zwei solche Paare, jedoch
kann man aueh mit einem einzigen Paar auskommen.
b'ie aus vorstehenden Erläuterungen, hervorgeht, ist die Herstellung
des Handfegers gemäß der !Teuerung kaum teurer als die eines
Handfegers der allgemein gebräuchlichen Art. Der Aufwand an Holz ist nicht größer,, und als Befestigungsschraube können Händel-,
Oesen- oder Flügelschrauben benutzt werden, die als Massenartikel seü
billig sind. Auch die Paßelemente verursachen keine merkbaren Sßten.
Wenngleich als ^usfiihrungsb ei spiel ein Handfeger aus Holz
gewählt ist, so kann der Neuerungsgedanke doch. auch, auf andere
Weise verwirklicht werden, und zwar kann man den Handgriff nebst Deckplatte leicht und "billig aus einem Kunststoff herstellen,
"beispielsweise durch. Pressen oder Spritzen. Dadurch ergibt sich
an
u.a. der Vorteil, daß man/die gebräuchlichen ^ormen nicht gebunden ist, die sich bei Herstellung aus Holz aus Preisgriinden ergeben. So kann man "bei Herstellung aus Kunststoff beispielsweise den Handgriff stärker nach oben abwinkein, was die Handhabung int Gebrauch sehr erleichtert* SelbstvaEtändlich ist es möglich, auch den Borsten träger 3 aus Kunststoff herzustellen*
u.a. der Vorteil, daß man/die gebräuchlichen ^ormen nicht gebunden ist, die sich bei Herstellung aus Holz aus Preisgriinden ergeben. So kann man "bei Herstellung aus Kunststoff beispielsweise den Handgriff stärker nach oben abwinkein, was die Handhabung int Gebrauch sehr erleichtert* SelbstvaEtändlich ist es möglich, auch den Borsten träger 3 aus Kunststoff herzustellen*
Claims (1)
- Schutzansprüche1· Handfeger» bei dem der Borstenteil an der mit dem Handgriff eine starre Einheit bildenden, vorzugsweise mit diesem aus einem Stack bestehenden Deckleiste schwenkbar befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß als Befestigungselement eine durch die Deckleiste (2) hindurchgesteckte, in den Borstenträger (3) hineingesehraubte Handel- (7), Oesen-, Flügelschraube oder dgl. dient»2» Handfeger nach. Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
er ein oder mehrere Paare von Paßelementen (8/9) aufweist, wobei von jedem Paar ein -Element am Borstenträger und das G-egenelement an der Deckplatte angeordnet ist, so daß diese Paßelemente durch ihr t^piirasten die genaue Bndstellung des schwenkbaren Borstenteilss festlegen►3«Handfeger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Paar von Paßelementen aus einem vorspringenden Korn (9) und einer als G-egenelement dienenden Kimme (8) besteht.4* Handfeger aus Holz nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Borstenträger und die Deckleiste aus einem einzigen Holzblock durch entsprechendes Durchführen
eines Sägeschnittes hergestellt sind.5· Handfeger nach einem der Ansprüche 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet, daß zumindest die Deckleiste (2) nebst Handgriff (1) aus Kunststoff, und zwar vorzugsweise aus einem einzigen Stück gefertigt L besteht·.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1955H0017638 DE1709862U (de) | 1955-02-10 | 1955-02-10 | Handfeger mit wendbarem borstenteil. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1955H0017638 DE1709862U (de) | 1955-02-10 | 1955-02-10 | Handfeger mit wendbarem borstenteil. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1709862U true DE1709862U (de) | 1955-11-03 |
Family
ID=32401475
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1955H0017638 Expired DE1709862U (de) | 1955-02-10 | 1955-02-10 | Handfeger mit wendbarem borstenteil. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1709862U (de) |
-
1955
- 1955-02-10 DE DE1955H0017638 patent/DE1709862U/de not_active Expired
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