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Flachpinsel oder Malerbürste, deren Borstenkopf aus einer Anzahl von
Borstenbüscheln zusammengesetzt ist Den Erfindungsgegenstand bildet die Herstellung
voll Flachpinseln oder Malerbürsten, deren Borstenkopf aus einer Anzahl von Borstenbüscheln
zusammengesetzt ist, die selbständig in Zwingen gefaßt sind.
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Gegenüber bekannten Ausführungen besteht die Erfindung darin, daß
die in bekannter @Z'eise reiterartig auf dem Pinselstiele oder dein Bürstenholz
sitzenden Borstenbüschelzwingen quadratischen oder rechteckigen Ouerschnitt haben
und als Eckstücke Borstenbüschel verwendet sind, deren Zwingen drei Verlängerungs-
und Befestigungslappen besitzen, voll denen zwei seitlich über den Pinselstiel oder
das Bürstenholz greifen, während der dritte über deren Stirnseite als Abdeckblende
faßt.
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Dadurch wird es möglich, Flachpinsel und Bürsten unter @'erivendung
von einzeln und sellatän;lig gefaßten Borstenbüscheln in einfacher und zuverlässiger
Weise in verschiedenen Größen herzustellen, weil durch das reiterartige Aufsetzen
der Borstenbüschel der Zusammenbau je nach der gewollten Größenabmessung in einfacher
Weise gesichert ist. Die quadratische oder rechteckige Grundrißform der einzelnen
Borstenbüschelzwingen ergibt einen sicheren Schluß und ein gutes Ineinanderscillagen
des Borstenkopfes, während die Eckzwingen mit den weiteren Befestigungslappen all
den Stirnseiten ein Wackeln und Drelieli der reiterartigen Fassungszwingen um die
Befestigungsstifte ihrer beiden seitlichen Lappen verhindern und somit die Eckpfeiler
bilden, von denen die mittleren Reiterzwingen mit festgelegt und abgesteift sind.
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Bei der bekannten Flachpinselausführung, bei welcher der Borstenkopf
aus mehreren in Rundhülsen gefaßten Borstenbüscheln zusamznengesetzt ist, die durch
eine über die Rundhülsenfas.sungen gelegte Bandage zusammengefaßt sind, werden diese
Vorteile nicht erreicht. Die in Rundzwingen gefaßten Borstenbüschel ergeben keinen
dicht schließenden Borstenkopf, weil die Flächenanlage zwischen den einzelnen Zwingen
fehlt, und weiterhin ist auch der Zusammenbau schwieriger sowie umständlicher, ohne
dabei den sicheren Halt des Borstenkopfes zu gewährleisten, den die reiterartige
Aufsatzbefestigung der rechteckigen und in den Eckstücken mit drei Verlängerungsbefestigungslapperi
ausgebildeten Borstenbüschelzwingen nach der Erfindung trotz einfacherer und billigerer
Herstellung sichert. Man hat zwar schon vorgeschlagen, bei Flachpinseln mit ganzem
Borstenkopf die ovalen Fassungszwingen mit Seitenlappen zu versehen, die über das
Ende des Pilzselstieles greifen und zur Vorverbindung beider Teile dienen, bis die
eigentliche äußere Zwinge aufgebracht ist, welche die Zusainmenschlußverbindung
beider Teile sichert. Diese bekannten reiterartigen Elemente
würden
auch bei reihenweiser Anordnung zwecks Zusammensetzung eines größeren Pinsels aus
Einzelelementen nach bekannten Vorbildern für ihren sicheren Sitz noch einer besonderen,
um Zwinge und Bürstengriff gelegten Befestigungshülse bedürfen. Nach der Erfindung
dagegen wird durch die Befestigungslappen an den Stirnseiten der beiden äußeren
Elemente einer Reihe von reiterartigen Einzelelementen von rechteckigem oder quadratischem
Querschnitt ein sicherer Sitz geschaffen.
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In der Zeichnung ist die Erfindung an einem Flachpinsel beispielsweise
dargestellt. Abb. i zeigt in Seitenansicht, Vorderansicht und Grundriß einen selbständig
gefaßten Borstenbüschel i, der in einer Zwinge 2 von rechteckiger Grundform gehalten
ist, die nach unten vorragende, seitliche Verlängerungslappen 3 besitzt.
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Abb. 2 zeigt in gleicher Weise eine Borstenbüschelfassung, bei der
die Zwinge außer den seitlichen Verlängerungslappen 3 noch einen winkelig dazu stehenden
dritten Verlängerungslappen 4 aufweist, so daß diese Fassung als Eckstück auf das
Pinselstielliolz aufgesetzt werden kann, wobei der Lappen .4 als Abdeckblende über
dessen Stirnseite greift.
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Abb. 3 läßt in Seitenansicht einen unter Zuhilfenahme der einzeln
gefaßten Borstenbüschel hergestellten Flachpinsel erkennen.
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Die mit zwei oder drei seitlichen Verlängerungslappen ausgestatteten
Fassungsrahmen :2 für die einzelnen Borstenbüschel i sind entweder durch Löt- oder
Falzfuge geschlossen oder von vornherein geschlossen gezogen.
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Der Borstenbüschel i sitzt mit seinem unteren Ende in bekannter Weise
zweckmäßig eingekittet oder eingepecht in dem Fassungsrahmen und kann entweder mit
oder ohne Anwendung eines Verspannungskeiles 5 gefaßt sein.
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Der Pinsel wird unter Verwendung einer Anzahl derartiger selbständiger
Borstenfassungsbündel zusammengebaut, die nebeneinander auf dem O_uerholze des Pinselstieles
6 aufgereiht werden, so daß sich der geschlossene Borstenkopf ergibt.
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Mittels ihrer Fassungen z sitzen die einzelnen Bor stenbüschel i reiterartig
auf dem Stiele 6, und die Verlängerungslappen 3 greifen seitlich über denselben.
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Als Endstücke werden Borstenbüschelfassungen verwendet, die einen
dritten Verlängerungslappen 4 besitzen, der über die Stirnfläche des Stieles als
Abdeckblende greift.
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Die Befestigung der einzelnen Borstenfassungen erfolgt durch Nägel
oder Schrauben, welche die Verlängerungslappen 3, 4. der Fassungszwingen durchsetzen
und in den Pinselstiel eingetrieben oder eingeschraubt sind. Außer dieser Befestigung
kann bei Borstenfassungen mit innerem Verspannungskei15 eine weitere Sicherung noch
dadurch erreicht werden, daß man in der Längsrichtung des Borstenkopfes und des
Verspannungskeiles durch letzteren einen Nagel eintreibt oder eine Schraube eindreht,
die von oben in das Pinselgriffliolz eindringt.