DE1778252A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von vorzugsweise als becherartige,sich nach oben oder unten verjuengende Behaelter ausgebildeten Werkstuecken - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von vorzugsweise als becherartige,sich nach oben oder unten verjuengende Behaelter ausgebildeten WerkstueckenInfo
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Description
" Patentanwälte
DIPL-ING. F. ROSENKE
7000 Stuttgart-1 Stuttgart, 9. April 196
Gymnaiiumstr. 31B ,
Jj. 0711/291133 Dr.W./pf
Betr.: Patent- und Gebrauehsmusterhilfsanmeldung D.3449
Michael Hörauf
Maschinenfabrik
Maschinenfabrik
7323 BoIl
Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von vorzugsweise als becherartige, sich nach oben oder unten verjüngende
Behälter ausgebildeten Werkstücken
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstexlen von vorzugsweise
ais becherartige, sich nach oben oder unten verjüngende Behälter ausgebildeten Werkstücken, deren Hüxsen aus Kunststoff
bestehen, sowie Vorrichtungen zum Durchführen dieses Verfahrens
.
Es ist bekannt, becherartige Behälter aus Kunststoff daduroh
herzustellen, daß eine erwärmte Kunststoff-Folie mittels Druckluft in eine sich verjüngende Hohlform hineingedrüokt wird.
In einem anschließenden 3ohneidvorgang wird das Werkstück von
der Folie getrennt. Nachteilig bei diesem Verfahren ist u.a.,
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daß viel Abfall an Folie entsteht, ferner daß es nur für Behälter anwendbar ist, deren Höhe im Vergleich zur Grundflache
ein bestimmtes Maß nicht überschreitet, und daß erst die fertigen Becher mit Texten, z.B. für Markenbezeichnung und Werbung,
bedruckt werden können. Die hierfür erforderlichen Druckapparate sind sehr teuer und haben verhältnismäßig geringe Leistung, weil
nach dem Bedrucken eine gewisse Trocknungszeit erforderlich ist. Bereits die Folie zu bedrucken, ist nicht möglich, weil Schriften
und Bilder durch den Ziehvorgang stark und unregelmäßig verzerrt werden.
Weiterhin ist es bekannt, Kunststoffbecher auf Spritzmaschinen herzustellen. Diese Spritzmaschinen sind sehr teuer und die
Wandstärke der Becher muß verhältnismäßig dick gewählt werden. Auoh können bei diesem Verfahren gewisse Werkstoffe nicht verarbeitet
werden, die aber wegen ihres günstigen indifferenten Verhaltens gegenüber dem Füllgut(flüssige oder pastöse Nahrungsmittel
u. dgl.) gewünscht sind. Der Nachteil, daß erst der fertige Behälter bedruckt werden kann, ist auch hier vorhanden.
Schließlich ist auch bekannt, becherartige Behälter aus Kunststoff
durch Blasen herzustellen. Dabei werden zunächst zylindrische Schläuche aus dem Kunststoff hergestellt, die dann angewärmt,
duroh ein offenes zweiteiliges Werkzeug hindurchgeführt und beim Schließen des Werkzeugs beidseitig abgeklemmt werden.
Dann wird duroh Preßluft der Schlauch an die die Becherform
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aufweisenden Innenwände des Werkzeugs angedrückt. Nachteilig
bei diesem Verfahren ist, daß sehr viel Werkstoffabfalj entsteht und daß die Hülsen, bzw. die fertigen Becher erst nachträglich
bedruckt werden können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren.zum
Herstellen von vorzugsweise als becherartige und sich nach oben oder unten verjüngende Behälter ausgebildeten Werkstücken, deren
Hülsen aus Kunststoff bestehen, zu finden, bei dem die Mängel der bekannten Verfahren vermieden sind. Ferner sollten geeignete
Vorrichtungen zum Durchführen dieses Verfahrens gefunden werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren besteht darin, daß aus ebenen Zuschnitten zunächst etwa zylindrische Hülsen gewiokelt und
geschlossen werden, die dann zu eich verjüngenden Hülsen umgeformt
werden. Bei diesem Verfahren ist es möglich, sehr verschiedenartige
Behälterformen und Behältergrößen auf wirtschaftliche Weise herzustellen und es ist ferner möglich, schon die
Folien oder die Folienbänder oder die ebenen Zuschnitte zu bedrucken. Besonders vorteilhaft wirkt es sich bei diesem Verfahren
aus, daß es möglich ist, ebene Zuschnitte aus Bändern oder Folien völlig abfallfrei herzustellen. Dabei ist es in
den meisten Fällen zweckmäßig, rechteckige Zuschnitte herzustellen. Doch ist es auch möglich, den Zuschnitten eine Parallelogrammform
zu geben, die beispielsweise für Beoherformen geeignet ist, deren Hülsen mindestens eine ebene Seitenfläche aufweisen,
in der die Verbindungsflächen schräg liegen sollen.
1098U/ 1391
Je nach dem Verfahren, das zum Schließen der Hülsen verwendet wird - die Verbindungsflächen der Hülsen können verleimt oder
auf verschiedene Weise verschweißt werden - und je nach der Wahl der nachfolgenden Arbeitsgänge, kann es zweckmäßig sein,
die geschlossenen Hülsen vor oder nach dem Einsetzen des Bodens zu einer sich verjüngenden Hülse umzuformen. Besonders vorteilhaft
ist es, die aneinanderstoßenden Verbindungsflächen der Hül/se und/oder des Bodens mit der Hülse durch elektrische
W Impulsschweißung miteinander zu verbinden. Dadurch werden saubere und dichte Verbindungsflächen erzielt.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens besteht darin, daß die Umformung der zylindrischen Hülsen durch radiales Aufweiten
von innen mitteis eines beheizten und in Längsrichtung der Hülse relativ bewegten Werkzeugs erfolgt. Es ist aber auch
möglich und kann in bestimmten Fällen Vorteile bringen, wenn die Umformung durch radiales Zusammendrücken von außen durch
in Längsrichtung der Hülae relativ bewegte Werkzeuge erfolgt.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens besteht darin, daß die Verformung der zylindrischen Hülse durch heiße
Druckluft erfolgt. Mit dieser Methode ist es beispielsweise ohne Schwierigkeit möglich, Becher zu erzeugen, deren Hülsen
sich nach oben und nach unten verjüngen.
Vorteilhmte Ausgestaltungen der Vorrichtungen zum Durchführen
des erfindungsgemäßen Verfahrens ergeben sich, wenn Werkzeuge . zum Wickeln und Schließen etwa zylindrischer Hülsen aus ebenen
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Zuschnitten und zum Umformen dieser Hülsen vorgesehen werden, und wenn das Vferkzeug zum Ausweiten bzw. Zusammendrücken der
zylindrischen Hülsen ein in Längsrichtung der Hülse beweglicher Dorn bzw. Hohldorn ist, der mindestens zwei getrennte Heizzonen
aufweist. Dadurch ist es beispielsweise möglich, die Hülse während des Verformens durch den vorderen, zuerst arbeitenden
Teil des Domes besonders stark anzuwärmen. Ferner ist es vortGilhaft, das Werkzeug zum Zusammendrücken der Hülse als
Hohldorn auszubilden und einen weiteren Stützdorn vorzusehen, der durch den Hohldorn wahrend seines Arbeitshubes mitbewegt
wird. Damit wird sichergestellt, daß die Verformung der Hülse gleichmäßig und genau formgerecht erfolgt.
Bei Vorrichtungen zum Verformen der Hülse mittels heißer Druckluft
ist es vorteilhaft, wenn zuerst durch einen an dem Schließwerkzeug angeordneten Formstempel ein offenes Ende der Hülse zu
einem Flansch umgeformt wird, der während des anschließenden Umformens der Hülse durch heiße Druckluft zwischen dem Schließwerkzeug
und dem Formwerkzeug luftdicht eingespannt wird. Damit wird ohne besonderen Aufwand eine gute Abdichtung erzielt und
der Flansch kann ein Teil der endgültigen Form des Behälters sein, oder einen nachfolgenden Arbeitsgang, beispielsweise
das Umroiien einer Mundrolle erleichtern. Dabei kann es zweckmäiiig
sein, auch das andere offene Ende der Hülse wahrend des Umformens durch Dichtungsringe luftdicht an das Formwerkzeug anzupressen.
Diese Dichtungsringe werden zweckmäßig aus elastischem V/erkstoff, beispielsweise aus Gummi o. dgl. gemacht, die
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— ο —
zum Abdichten durch konische Stempel elastisch verformt werden. Um Becher herstellen zu können, deren Hülsen sich nach oben und
unten verjüngen, ist es in weiterer Ausgestaltung dieser Vorrichtungen zweckmäßig, die Formschalen mindestens zweiteilig auszugestalten.
Bei allen Vorrichtungen zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens kann es je nach der Größe und Form der Behälter und
Werkzeuge vorteilhaft sein, die der Formgebung dienenden Formwerkzeuge
zu heizen oder aber zu kühlen. Beispielsweise wird beim Fertigungsbeginn geheizt und nach einiger Zeit, wenn die
Aufheizung des GesamtWerkzeuges wegen der beheizten Dorne zu
hoch wird, gekühlt. Bei günstiger Wahl der Reihenfolge für weitere Bearbeitungen und entsprechender Werkzeuge ist es möglich,
weitere Werkzeuge, die die offenen Randflächen der Hülsen zusätzlich umformen, beispielsweise den Boden einbördefa, oder
Mundrollen oder Sicken anformen, an den Werkzeugen zum Umformen der zylindrischen Hülsen anzubringen. Dadurch können Arbeitsstationen und unter Umständen auch zusätzliche Abkühlzonen, die
die Produktion vermindern oder die Vorrichtungen verteuern, eingespart werden.
Weitere Vorteile und Ausgestaltungsmöglichkeiten des erfindungsgemäßen
Verfahrens und der Vorrichtungen hierzu ergeben sich aus dem Kennzeichen des Anspruchs 20 und aus der Beschreibung.
Die Erfindung soll anhand von Ausführungsbeispielen in einigen mehr oder weniger schensfcischen Figuren näher erläutert werden.
1391 _ 7 _
zeigen:
Fig. l den Längsschnitt durch eine Vorrichtung zum Aufweiten
zylindrischer Hülsen mit einem konischen Dorn und einer zylindrischen PührungsDüchse; der Dorn ist eben
in die zylindrische Hülse eingeführt;
Pig. λ den Längsschnitt durch die Vorrichtung nach Fig. 1,
jedoch in der untersten Lage des Domes; die Hülse ist konisch aufgeweitet;
Pig. 3 den Querschnitt durch eine zylindrisch gewickelte Hülse,
deren Verbindungsflachen auf einem »ViCKeidorn mit einem
Schvveiijbacken für elektrische Impulsschweißung verschweigt
werden;
Fig. 4 den Längsschnitt durch eine Vorrichtung ahnlich Fig. 1,
jedoch mit einem Zusatzwerkzeug zum Umrollen des oberen Randes der konisch aufgeweiteten Hülse zu eher taundroile;
Fig. 5 den Langsschnitt durch den unteren Teil einer nach Fig. λ
konisch aufgeweiteten Hülse, in die von unten her ein Boden eingebracht istj
Fig. 6 den Längsschnitt durch eine Vorrichtung zum Umbördeln
des Flansches eines in die konische Hülse von oben eingebrachten Bodens und zum Umrollen des freien
Hülsenrandes nach außen zu einer Mundrolle mit mehrteiligen
Stützschalen;
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Fig. 6a eine etwas veränderte Form des oberen Hülsenrandes der in Fig. 6 dargestellten Hülse;
Fig. 7 den Längsschnitt durch eine Vorrichtung zum Umbördeln
der Hülse um den Flansch des eingesetzten Bodens und zum Verbinden des Bodens mit der Hülse vor dem konischen
Aufweiten der Hülse;
Fig. 8 den Längsschnitt durch eine Vorrichtung zum Zusammendrücken
zylindrischer Hülsen mit einem konischen Hohldorn und einem entsprechend geformten Stützdorn; der
Hohldorn hat eben die zylindrische Hülse von auiien umfaßt;
Fig» 9 den Längsschnitt durch die Vorrichtung nach Fig. δ, jedoch
in der unteren Lage des Domes; die Hülse ist konisch zusammengedrückt j ■
Fig.10 den Längsschnitt durch eine Vorrichtung zum Aufweiten
zylindrischer Hülsen mit heißer Druckluft, mit einer zweiteiligen Außenform und einem am Schließwerkzeug angeordneten
Formstempel zur. \nformen eines konischen Flansches an die Hülse;
Fig. 11 den Längsschnitt durch eine Vorrichtung zum Zusammendrücken
zylindrischer Hülsen mit heißer Druckluft gegen eine Innenform;
— 9 _ 108844/1391
Pig. 12 von einem Folienband abfallfrei geschnittene rechteckige
Zuschnitte, die um eine in Längsrichtung des Folienbandes gewählte Wickelachse gewickelt werden;
Figo 12a die Ansicht einer aus den Zuschnitten nach Fig. 12 gewickelten zylindrischen Hülse;
Fig. 12b die Draufsicht auf die Hülse der Fig. 12a;
Fig. 13 aus einem Folienband abfallfrei geschnittene rechteckige Zuschnitte, die um eine quer zum Folienband
gewählte Wickelachse gewickelt werden;
Fig. 13a die Ansicht einer aus den Zuschnitten nach Fig. 13 gewickelten zylindrischen Hülse mit viereckigem
Querschnitt;
Fig. 13b die Draufsicht auf die Hülse der Fig. 13a;
Fig. 14 aus einem Folienband abfallfrei geschnittene paratlelogrammförmige
Zuschnitte, die um eine quer zum Folienband gewählte Achse gewickelt werden;
Fig.14a die Ansicht einer aus den Zuschnitten nach Fig. 14
gewickelten zylindrischen Hülse mit rechteckigem Querschnitt;
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- ίο -
Fig. 14b die Draufsicht auf die Hülse der Fig. 14aj
Fig. 15 die Draufsicht auf eine Vorrichtung mit einem Radstern, auf dem die Hülse aus einem ebenen Zuschnitt
gewickelt und geschlossen wird; einem Übergabestern, der die geschlossenen Hülsen den
Aufnahmen einer laufenden Transportkette übergibt; einem Arbeitsrad, an dessen Werkzeugstationen die
Hülsen umgeformt werden; einem Übergaberad für das Einbringen der Böden in die im Transportrad befindlichen
umgeformten Hülsen; einem Arbeitsrad, an dessen Werkzeugstationen die Böden mit den Hülsen verbunden
werden; zwei weiteren Arbeitsrädern, an deren Werkζeugstationen die Böden eingebördelt und die Mundrollen
umgerollt werden; und schließlich einem Übergaberad, das die fertigen Werkstücke aus der Transportkette
nimmt und einer Abzugsbahn zuführt.
In den Fig. 1 und 2 ist die etwa zylindrisch gewickelte und geschlossene
Hülse 1 in einem Aufnahmewerkzeug 2 abgestützt, in
dem der Stützstempel 3 unter Federdruck beweglich angeordnet ist. Durch die Kanäle 3a und den Hohlraum 3b wird der Stützstempel
3 mit durchlaufender Flüssigkeit je nach den Erfordernissen
beheizt oder gekühlt. Als Verformungswerkzeug dient der Dorn 4, dessen etwa zylindrische Einführungsfläche 4a am
Stempelschaft 4b angeordnet ist. Der konische Teil 4o des Domes sitzt auswechselbar auf dem Teil 4a, b. Auch dieser Dorn wird
in den Kanälen 4d von Flfesigkeit durchflossen. Falls dieser
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Stenpel nur beheizt werden soll, kann er auch elektrisch beheizt
werden. Die Fig< 2 zeigt das Ende des VerforraungsVorganges,
wobei der Stützsteppel 3 durch den Formstempel 4 nach unten gedrückt ist. Die Hülse la hat eine konische
Form mit kurzem zylindrischen Ende Ib erhalten. In Fig. 3
ist gezeigt, wie die Verbindungsflachen 31a einer zylindrisch
gewickelten Hülse 31 durch elektrische Impulse verschweißt werden, und zwar durch den in dem Wickeldorn 32 sitzenden
Schweiiabacken 33- Beim Schweißvorgang druckt von außen eine
Heizleiste 34 gegen die Verbindungsflachen 31a.
In Fig. 4 sitzt die bereits konisch verformte Hülse 41 in dem Aufnahmewerkzeug 43 und wird durch den äußeren Stützring 43a
zusatzlich gehalten. An dem Dorn 44, mit dem die Hülse konisch ausgeweitet wurde, ist ein weiteres Werkzeug 45 angeordnet,
mit dem der obere, gestrichelt eingezeichnete Rand 4k der Hüise
zu einer Mundrolle 41b umgerollt wird. Auch dieses Werkzeug kann beheizt sein, siehe die Kanäle 45a.
In Fig. 5 sitzt die bereits verformte Hülse 51 in einer Aufnahme
52 und der Boden 56 ist durch einen Saugstempei 57 in die Hülse eingebracht. Dieses Einbringen des Bodens kann noch in derselben
Halterung 5^ erfolgen, in der auch die Hülse aufgeweitet worden
ist.
In Fig. 6 ist die konisch geformte Hülse 61 in einer zweiteiligen äußeren Halterung 62 aufgenommen. Der dazugehörige zweiteilige
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BAD
ic ~*
StützBtempel 63 iet auswechselbar und stützt das Werkstück
ab, im gezeichneten Beispiel während des Umbördelns des oberen
Hülsenrandes um den Plansch des Bodens 66 durch das Umformwerkzeug
64. Auf den zusätzlichen Stützstempel 63 kann unter Umständen verzichtet werden. Wird der obere Rand 61a
der Hülse 61b etwa zylindrisch geformt, wie in Fig. 6a gezeigt, so kann die zusätzliche Abstützung dieses oberen Randes bei
Beinern Umbb'rdeln um den entsprechend geformten Boden 66a durch eine nioht dargestellte, nach unten reichende Verlängerung
des Umformwerkzeuges 64 oder durch eine nicht dargestellte, nach oben reichende Verlängerung des zweiteiligen Stützwerkzeuges
62 erfolgen. Wird beim Geeamtwerkzeug nach Pig. 6 vorgesehen,
daß in die aufgeweitete Hülse zunächst der Boden eingebracht und eingebördelt wird, ehe das Werkzeug 67 zum
Umrollen der Mundrolle 61b angesetzt wird, so kann der Boden auch durch einen zusätzlichen, strichpunktiert eingezeichneten
Stützstempel 68 unterstützt werden.
In Fig, 7 ist der Boden 76 in die zylindrische Hülse 71 eingebracht
und der untere Rand der Hülse ist durch das Werkzeug 73 bereits um den Flansch des Bodens umgebördelt. DaB
im wesentlichen aus den Segmenten 77a und dem Spreizdorn 77b bestehende Werkzeug 77 verbindet den eingebördelten Boden
mit der Hülse. DiesesVerbinden kann je nach dem Werkstoff
des Bodens durch Versiegeln oder Verschweißen erfolgen.
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In; den Fig. 8 und 9 formt der Hohldorn 84 die zylindrische
Hülse 81 zu einer größtenteils konischen Hülse 81a duroh Zusammendrücken um. Ein Stützdorn 83 ist in seinem unteren
Teil der zylindrischen Form der Hülse und in seinem oberen Teil der konischen Form der verformten Hülse angepaßt. Der
unter Federdruok stehende Stützdorn 83 wird während des Fertigungsvorganges
vom Dorn 84 nach unten mitgenommen, so daß die verformte Hülse nicht unzulässig nach innen ausweichen kann.
Der Spalt zwischen den Dornen 83 und 84 ist etwa gleioh oder nur geringfügig größer als die Wandstärke der verformten Hülse.
Die Kanäle 83a des Stützdomes 83 und die Kanäle 84o, d des
Domes 84 dienen der Beheizung oder Abkühlung der Werkzeuge und damit des Werkstückes. Der Dorn 84 besteht aus zwei gegeneinander
wärmeisolierten Teilen 84a, b, die getrennt und verschieden stark aufgeheizt werden können.
In Fig. 10 sind in dem Werkzeughalter 102 die beiden Formesohaien 104a, 104b radial verschiebbar gelagert. Die etwa zylindrische
Hülse 101 stützt sich an ihrem unteren Rand gegen diese Formschalen. Die Verformung beginnt damit, daß der beheizte Sohließdorn
105 den oberen Rand der Hülse 101 zu einem im gezeichneten Beispiel konischen Flansch 101a aufweitet und diesen gegen eine
entsprechende konische Fläche der Formsohalen 104a, 104b drüokt.
Etwa gleichzeitig wird der aus Gummi o. dgl. bestehende elastische Dichtungsring 107 durch den Spreizdorn 107a ausgeweitet, so daß
er den unteren Rand der Hülse 101 gegen die Formsohalen preßt. Dann wird durch den Kanal 105a des Sohließwerkzeuges 105 bi iße
- U -109844/1391
Druckluft eingeblasen, die die Hülse 101 ausweitet und gegen die Formschalen 104a, b drückt. Dabei können in den Werkzeughälften
104a und 104b Bohrungen o. dgl. vorgesehen sein, durch die die Luft zwischen dem Werkzeug und der Hülse 101 entweichen
kann. Nach einer gewissen Erstarrungszeit werden die Stempel und Formschalen zurückgezogen, so daß das Werkstück entnommen
werden kann. Soll das Werkstück eine sich nur nach einer Eiohtung verjüngende Form erhalten, können die Formschalen 104a, b
durch einen einzigen Formring ersetzt werden.
In Fig. 11 wird eine zylindrische Hülse 111 ähnlich wie in Fig.10
durch heiße Druckluft umgeformt, jedoch wird die Druckluft durch den Kanal 113a, b des Stützzylinders 113 von außen eingeblasen,
so daß die Hülse eine sich verjüngende Form erhält, die durch den Formdorn 114 gegeben ist. Der zwischen dem Domträger 112
und dem Dorn 114 zusammengedrückte Dichtungsring 112a und der zwischen dem Stützzylinder 113 und dem Anformstempel 115 zusammengepreßte
Dichtungsring 113c bewirken die erforderliche Abdichtung während des Verformungsvorganges. Dabei ist der oben
an die Hülse 111 durch den Anformstempel 115 angeformte Flansch lila zwischen diesem Anformstempel und dem Formdorn 114 festgekElemmt.
Während des Verformens entweicht die verdrängte Luft durch die Kanäle 114a, die noch mit besonderen, nioht dargestellten
Ventilstopfen versehen sein können. Auch, eine Verformung
duroh Verwendung von unterdruck ist denkbar.
In den Fig. 12, 13t 14 sind Möglichkeiten der abfallfreien
Herstellung von etwa zylindrischen Hülsen dargestellt. Das
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Folienband 121 wird quer in rechteckige ebene Zuschnitte 121a zerteilt, die auf einem Wickeldorn um eine in Bandrichtung
liegende Achse 121b zu zylindrischen Hülsen 121c gewickelt werden.
Das Folienband 131 wird ebenfalls quer in rechteckige ebene Zuschnitte 131a zerteilt, die um eine quer zur Bandrichtung
liegende Achse 131b zu etwa zylindrischen viereckigen Hülsen 131c gewickelt werden.
Das Folienband 141 wird in jeweils zwei parallel nebeneinanderliegende
parallelogrammförmige ebene Zuschnitte 141a zerschnitten, die auf einem Wickeldorn um eine quer zur Bandrichtung
liegende Achse 141b zu zylindrischen viereckigen Hülsen 141c gewickelt werden. Die VerbindungBfläohen 141d
dieser Hülsen 141c liegen nicht parallel, sondern schräg zu der Achse.
In Fig. 15 werden die rechteckigen ebenen Zuschnitte 151»
die bereits bedruckt Bein können, dem kontinuierlich laufenden Radstern 152 zugeführt, auf dessen zylindrischen Wickeldornen
152a sie zu etwa zylindrischen Hülsen gewickelt und geschlossen werden. Diese geschlossenen Hülsen 151a werden
von dem Übergabestern 153 in Aufnahmen der kontinuierlich laufenden Transportkette 154 überführt und den Arbeitsstationen
des Arbeitsrad^s 155 zugeführt, wo sie mit geeigneten Werkzeugen,
wie sie vorzugsweise in den Fig. 1, 8, 10, 11 dargestellt sind,
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zu sich verjüngenden Hülsen 151b verformt werden. Diese Werkstücke 151b werden auf der Transportkette 154 an ein
mitlaufendes Übergaberad 157 herangeführt, das die Böden 156 in die Werkstücke 151b einbringt. Die aus Kunststoff
oder Papier bestehenden Böden 156 werden von einem Band 156a in der Arbeitsstation 156b ausgestanzt und gefomrmt und auf
das Übergaberad 157 gebraoht. In dem nachfolgenden Arbeitsrad 158 werden die Böden 156 mit den Hülsen 151 b verbunden,
beispielsweise verschweißt. Die so gewonnenen Werkstücke 151c werden zu einem Arbeitsrad 158.transportiert, wo die Böden
in die Hülsen eingebördelt werden. Im darauffolgenden letzten Arbeitsrad 159 werden noch Mundrollen oder Sicken an das Werkstück
angerollt. Das fertige Werkstück 151d wird durch das Abnahmerad 160 aus den Aufnahmen der Transportkette 154 genommen
und der Abzugsbahn zugeführt. Anstatt die Böden nach dem Verformen der Hülsen in diese Hülsen einzubringen und mit ihnen
zu verbinden, wie in Fig. 15 gezeigt, können sie auch vor dem Verformen der Hülse in dieselbe eingebracht werden, also beispielsweise
zwischen dem Übergabestern 153 und dem Arbeitsrad 155. Auch andere Varianten des Fertigungsganges der Fig. 15
sind möglich. Beispielsweise können anstelle der durch alle Stationen laufenden Transportkette 154 auch Übergaberader und
Übergabesterne zwischen den verschiedenen Arbeitsrädern angeordnet werden. Ferner könnten die Werkstücke auch in geschalteten
Transportmitteln bearbeitet werden.
1098U/1391
- 17 -
Claims (1)
1. Verfahren zum Herstellen von vorzugsweise als beoherartige,
sich nach oben oder unten verjüngende Behälter ausgebildeten Werkstücken» deren Hülsen aus Kunststoff bestehen, dadurch
gekennzeichnet, daß aus ebenen Zuschnitten zunächst etwa zylindrische Hülsen gewickelt und geschlossen werden, die dann
zu sich verjüngenden Hülsen umgeformt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
ebenen Zuschnitte aus Bändern abfallfrei hergestellt werden (Pig. 12, 13, U).
3. Verfahren nach den Ansprüchen t und 2, dadurch gekennstlohnet,
daß die Hülsen aus rechteckigen ebenen Zuschnitten, hergestellt werden (Jig. 12, 13).
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hüls ei** aus als ebene Parallelogramme ausgebildeten Zuschnitten
hergestellt werden (Pig. 14).
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die etwa zylindrische und geschlossene Hülse vor dem Einsetzen
des Bodens zu einer sich verjüngenden Hülse umgeformt wird (S1Ig. 1, 8, 10, 11).
- 18 1098U/1391
6. Verfahren naoh Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die'
zylindrische und g4schlossene Hülse nach dem Einsetzen dea
Bodens zu einer aich verjüngenden Hülse umgeformt wird (Pig.10),
7. Verfahren naoh den Ansprüchen 1 bis 4» dadurch gekennzeichnet,
daß die aneinanderstoßenden Verbindungsflächen der Hülse und/ oder des Bodens mit der Hülse durch elektrische Impulsschweißung
miteinander verbunden v/erden (Pig. 5» 10).
8. Verfahren naoh den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Umformung der zylindrischen Hülse durch radiales Aufweiten
von innen mittels eines beheizten und in Längsrichtung der Hülse relativ bewegten Werkzeuges erfolgt (fig. 1» 2),
9. Verfahren naoh den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Umformung der zylindrischen Hülse durch radiales
' sammendrüoken von außen mittels eines beheizten und in
richtung der Hülse relativ bewegten Werkzeuges erfolgt
' 8, 9).
10, Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch
net, daß die Umformung der aylindrisohen Hülse durch heiße
Druckluft erfolgt.
11, Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach den Ansprü-'
ohen 1, 8 und 9, daduroh gekennzeichnet, daß Werkzeuge zum Wickeln und Schließen etwa zylindrischer iiülsen aus ebenen
109844/1391 " ly "
— JJy ·-
Zuschnitten und zum Umformen dieser Hülsen vorgesehen sind, und daß das Werkzeug zum Ausweiten bzw. Zusammendrücken der
zylindrischen Hülse ein in Längsrichtung der Hülse beweglicher Dorn ist, der mindestens zwei getrennte Heizzonen aufweist
(Fig. 8).
12. Vorrichtung nach Anspruch*11, dadurch gekennzeichnet, daß das
Werkzeug zum Zusammendrücken der Hülse ein Hohldorn ist, der
während seines Arbeitshubs einen etwa die herzustellende Innenform des Werkstücks aufweisenden Stützdorn mitbewegt (Fig.
β, 9).
13. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß zuerst durch einen an dem Schließverkzeug
angeordneten Formstempel ein offenes Ende der Hülse zu einem Plansch umgeformt wird, der während des anschließenden
Umxormens der Hülse durch heiße Druckluft zwischen dem
Scliließv/erkzeug und dem Formwerkzeug luftdicht eingespannt
ist (Fig. 10, 11). (
H. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß das andere offene Ende der Hülse während des Umformens durch
I:eiie Druckluft durch Dichtungsringe luftdicht an das Formwerkzeug
angepreßt ist.(Fig. 10, 11).
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der
Dichtungsring ein elastischer, aus Gummi o. dgl. bestehender Hing ist, der zun Abdichten durch konische Stempel elastisch
verl'orat wird (Fig. 10, 11). -- „.„,,,v
1ΪΪ9 844/ 1 391 ^0^^
- 20 --
16. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens naoh Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß-das Formwerkzeug, gegen das die
Hülse mittels heißer Druckluft angedrückt wird, mindestens zwei radial trennbare Formeohalen aufweißt (Pig. 10).
17· Vorrichtung naoh einem oder mehreren der Ansprüche 11 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß die der Formgebung der Hülse dienenden Formwerkzeuge geheizt sind.
1S. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die der Formgebung der Hülsθ dienenden
Formwerkzeuge durch Flüssigkeit geheizt und/oder gekühlt sind. ...,_■■ /.;
19» Vorrichtung naoh einem oder mehreren der Ansprüche 11 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, daß an den Werlcegugen zum Umformen
der zylindrisohen Hülsen weitere Verk&eiigö ang6oi*Met
&Le die offenen Randfiäohen der Hülsen feeatzlioh
(lig. 4, 6).
20« Vorrichtung zum Durchführen dee Verfahrens nach Anspruch 1
und einem oder mehreren der übrigen Anaprüche, gekennzeichnet durch folgende Anordnung der Zuführeinrichtungen, übergabe-
mittel und Arbeitestationen:
a) die ebenen Zuschnitte für die Hülsen werden einem kontinuierlich
laufenden Radstern zugeführt, auf dem sie · gewickelt und verschlossen werden,
1 09 8UV 1391 α
•b) die geschlossenen Hülsen werden von einem Übergäbestern
in eine kontinuierlich laufende Transportbahn eingebracht
und einem mit der Üransportbahn mitlaufenden Arbeit sr ad. θ»
zugeführt, in den die etwa zylindrischen Hülsen in sich verjüngende Hülsen umgeformt werden,
c) die Eransρortbahn bringt die umgeformten Hülsen über ein
■ raitlaufendes Übergaberad, an dem die in einer besonderen
'.ierHzeugstation hergestellten Böden in die Luisen eingebracht
werden, zu einem I'ransportrad, wo die !,öden mit
den Hülsen verbunden, beispielsweise verschweißt v/erden,
d)in einen oder mehreren weiteren, mit der l'ransportbahn
nitlaufenden Arbeitsrädern werden die Böden in die Hülsen
eingebördelt und gegebenenfalls weitere Umformungen des Werkstückes vorgenommen, beispielsweise Hundrollen umgerollt
und Sicken angebracht,
e) nach, den letzten Arbeitsrad werden die Werkstücke durch
ein Abnahmerad aus der 'Jiransportbahn genommen und einer
Abzugsbahn zugeführt (Fig. 12).
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Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681778252 DE1778252A1 (de) | 1968-04-11 | 1968-04-11 | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von vorzugsweise als becherartige,sich nach oben oder unten verjuengende Behaelter ausgebildeten Werkstuecken |
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| DE19681778252 DE1778252A1 (de) | 1968-04-11 | 1968-04-11 | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von vorzugsweise als becherartige,sich nach oben oder unten verjuengende Behaelter ausgebildeten Werkstuecken |
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