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DE1703781B1 - Geschoss mit mehreren Innengeschossen - Google Patents

Geschoss mit mehreren Innengeschossen

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Publication number
DE1703781B1
DE1703781B1 DE19681703781 DE1703781A DE1703781B1 DE 1703781 B1 DE1703781 B1 DE 1703781B1 DE 19681703781 DE19681703781 DE 19681703781 DE 1703781 A DE1703781 A DE 1703781A DE 1703781 B1 DE1703781 B1 DE 1703781B1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
projectiles
floors
projectile
explosive devices
floor
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19681703781
Other languages
English (en)
Other versions
DE1703781C2 (de
Inventor
Eike Middeldorf
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Federal Government of Germany
Original Assignee
Federal Government of Germany
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Federal Government of Germany filed Critical Federal Government of Germany
Priority to DE19681703781 priority Critical patent/DE1703781C2/de
Publication of DE1703781B1 publication Critical patent/DE1703781B1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1703781C2 publication Critical patent/DE1703781C2/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B12/00Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
    • F42B12/02Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect
    • F42B12/36Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect for dispensing materials; for producing chemical or physical reaction; for signalling ; for transmitting information
    • F42B12/56Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect for dispensing materials; for producing chemical or physical reaction; for signalling ; for transmitting information for dispensing discrete solid bodies
    • F42B12/58Cluster or cargo ammunition, i.e. projectiles containing one or more submissiles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)
  • Buildings Adapted To Withstand Abnormal External Influences (AREA)

Description

Die Panzer und Schützenpanzer der siebziger Jahre werden nur dann noch ein Ziel im heutigen Ausmaß bieten, wenn sie unmittelbar angreifen. Wenn sie jedoch zur Feuerunterstützung oder Feuerüberwachung eingesetzt sind, werden sie kein oder kaum noch ein frontales oder seitliches Ziel darstellen. Sie werden vielmehr im wesentlichen nur noch Augenblicksziele oder indirekt erfaßbare Ziele sein wegen der Möglichkeit hydraulischer Höhenänderung, Richten über Fernsehschinne oder über eine ausgefahrene Optik.
Entscheidend ist daher ihre Bekämpfung mit vertikal wirkenden Kampfmitteln.
Die vertikale Bekämpfung durch Flugzeuge ist jedoch kostspielig und kann nicht jederzeit durchgeführt werden. Die Kampftruppen brauchen daher ein billiges, (in Massen und jederzeit einsatzbereites Kampfmittel zur indirekten, vertikal wirkenden Panzerbekämpfung.
Für die Panzerbekämpfung im indirekten Beschüß ist die Verwendung von Hohlladungsgranaten als Tochtergeschosse bekannt (DT-PS 1 208 220). Da Hohlladungsgeschosse möglichst senkrecht auf ihr Ziel auftreffen sollten und da die Zahl der Tochtergeschosse gegenüber Schrapnells stark verringert ist, müssen im indirekten Beschüß Hohlladungstochtergeschosse zur Panzerbekämpfung auf eine begrenzte Fläche des Erdbodens gerichtet werden. Die hierfür vorgesehenen zahlreichen, ausschwenkbaren Abschußrohre dieser Rakete sind aufwendig und bewirken einen ungünstigen Anteil des Nutzraumes an der Rakete.
Die Erfindung geht deshalb von bekannten Geschossen mit einer Füllung aus mehreren selbständigen Innengeschossen aus (DRP 186 520), die kopfseitig zur Sicherung des lagerichtigen Auftreffens mit Blei beschwert sind, sowie aus weiteren Kleingeschossen und Sprengkörpern. Derartige Geschosse sind bisher aber zur Panzerbekämpfung nicht geeignet gewesen. Die Innengeschosse werden nämlich schrapnellartig in alle Richtungen gestreut und kommen wegen ihrer gegenüber Schrapnells geringen Zahl nicht in genügender Dichte in das Zielgebiet.
Der Erfindung liegt deshalb die weitergehende Aufgabe zugrunde, derartige Geschosse zur Panzerbekämpfung aus einem Raum oberhalb einer Panzeransammlung zu verwenden und die Innengeschosse mit relativ engem Streubereich gerichtet auszustoßen.
Die Erfindung erfüllt diese Ansprüche. Sie ist in den Patentansprüchen im Wesen umrissen.
Die erfindungsgemäßen Geschosse sind somit für die Panzerbekämpfung geeignete Mörserpatronen und bieten folgende Vorteile:
Sie erlauben einen Kampf aus der Deckung und eine
ίο hohe Feuergeschwindigkeit. Eine einzige erfindungsgemäße Mörserpatrone kann zahlreiche panzerbrechende kleinere Granaten und andere Sprengkörper und Kleingeschosse, die etwa mit Sondermitteln gefüllt sind, in den Zielraum bringen. Wenn nur eines dieser Kampfmittel auf ein Panzerfahrzeug trifft, wird dieses ganz oder weitgehend außer Gefecht gesetzt. Der Panzer wird nämlich an seiner empfindlichsten Stelle getroffen, denn seine Panzerung ist auf der Turmoberseite und auf den hinteren oberen zwei Dritteln verhältnismäßig
ao gering, und er bietet bei vertikaler Bekämpfung das größte Ziel. Besonders vorteilhaft ist auch noch, daß die erfindungsgemäßen Mörserpatronen aus den eingeführten Mörsern verschossen werden können, denn ihr Kaliber und ihre ballistischen Eigenschaften können
as ohne weiteres den üblichen Mörserpatronen angepaßt werden.
Die Anordnung von Tochtergeschossen in Mörserpatronen ist an sich bekannt (OE-PS 104 475); sie werden aber durch Explosion eines der Tochtergeschosse in alle Richtungen schrapnellartig gestreut. Eine derartige Streucharakteristik ist für die Panzerbekämpfung und für Hohlladungsgranaten nicht geeignet. Darüber hinaus ist in den Tochtergeschossen nur ein Aufschlagzünder verwendbar.
Eine über Druckplatte wirkende Ausstoßladung ist an sich bei einer drallstabilisierten Flak-Granate bekannt (GB-PS 552 918). Der damit bewirkte Ausstoßvorgang ist aber nicht für die Streucharakteristik der Tochtergeschosse maßgebend. Die Tochtergeschosse werden vielmehr durch den Drall und ihre besondere Formgebung schrapnellartig gestreut. Zur Bekämpfung der leicht verletzlichen und beim Zielen sichtbaren, also im direkten Schuß bekämpfbaren Flugzeuge mag dies angebracht sein, führt aber nicht zu einer genügenden Effizienz bei der Panzerbekämpfung. Darüber hinaus lassen sich Hohlladungsgranaten nicht in der notwendigen verschachtelten Form fertigen.
Auch wurde es vorgeschlagen (DT-OS 1 815 822), für den Ausstoß von Tochtergeschossen in einen nach vorn zielenden, kegligen Winkelraum einen besonderen Mechanismus zur Öffnung des Muttergeschoßmantels sowie eine die Tochtergeschosse seitlich ablenkende Führungseinrichtung vorzusehen. Eine derartige Mechanik ist umfangreich, dadurch teuer, schwer und störanfällig.
Sie ist nicht Gegenstand des Schutzbegehrens.
Ferner ist es bekannt (US-PS 1 340 871), Tochtergeschosse aus einer drallstabilisierten Granate durch Zünden einer separaten Sprengladung freizusetzen. Dabei wird aber die schrapnellartige, für den abweichenden Zweck der Luftschiff- und Ballon-Bekämpfung günstige Streucharakteristik wiederum durch den Drall erzeugt. Diese Streucharakteristik ist aber für die Bekämpfung von Panzerverbänden und der geringen Zahl der Tochtergeschosse nicht effizient genug und für Hohlladungsgranaten nicht geeignet.
Es ist schließlich an sich bekannt (DT-PS 186 520), kleinere Vollkugeln zwischen Tochtergeschossen anzuordnen; sie werden von dort aber schrapnellartig in
alle Richtungen gestreut und kommen wegen ihrer gegenüber Schrapnells geringen Zahl nicht in genügender Dichte in das Zielgebiet. Durch die Erfindung werden auch die wenigen Beiladungen auf die begrenzte Zielfläche konzentriert.
Nachstehend wird an Hand der einen Längs- und einen Querschnitt zeigenden Zeichnung und ohne Beschränkung hierauf eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Mörserpatrone für das Kaliber 120 mm beschrieben.
Am Kopf der Patrone befindet sich der Zeitzünder 1. Die eigentliche Patronenhülse 2, aus Stahl oder Kunststoff, ist mittels eines Gewindes 3 mit dem konischen Teil Patrone verbunden. Das obere, mit dem Gewinde versehene Ende des konischen Teils bildet gleichzeitig die Bodenverschlußplatte der zylindrischen Patronenhülse 2. Auf den konischen Teil 4 folgt der Schaft 5 mit den Flügeln 6. Unterhalb des Zeitzünders 1, im Kopfteil der Patrone liegt die Ausstoßladung 7. Ihr Raum, in dem sie sich befindet, wird durch die Platte 8 gegen den zylindrischen Innenraum der Patronenhülse abgeschlossen. Im Innenraum sind 12 Hohlladungsgranaten 9 vom Kaliber 40 χ 110 mm angeordnet. Die verbleibenden Hohlräume können zusätzlich mit 30 stabförmigen Sprengkörpern 10 des Kalibers 18 χ 30 mm ausgefüllt sein.
Diese beispielsweise Mörserpatrone wird auf Schußentfernungen von etwa 300 bis 6000 Meter eingesetzt. Der Zeitzünder zerlegt sie etwa 300 Meter über der Erde im Zielraum. Sobald der Doppelzünder die Ausstoßladung gezündet hat, schert der über die Druckplatte wirkende Gasdruck das Gewinde der Bodenverschlußplatte ab und treibt die HL-Granaten und Sprengkörper aus der eigentlichen Patronenhülse heraus. Dieser herausgestoßene Inhalt fällt fächerartig und ohne Drall zu Boden. Seine Streuung soll etwa 0,1 km2 sein.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Geschoß mit einer Füllung aus mehreren selbständigen Innengeschossen, die kopfseitig zur Sicherung des lagerichtigen Auftreffens mit Blei beschwert sind, sowie aus weiteren Kleingeschossen und Sprengkörpern, dadurch gekennzeichn e t, daß das Geschoß ein Mörsergeschoß ist, dessen Zeitzünder (1) im Zielraum etwa 300 m über der Erde, Hohlladungsgeschosse (9) ausstößt, wobei in an sich bekannter Weise eine Ausstoßladung (7) über eine Druckplatte (8) und die Hohlladungsgeschosse (9) auf ein Abschergewinde (3) der Bodenplatte (4) wirkt und die verbleibenden Hohlräume mit den Kleingeschossen und Sprengkörpern (10) gefüllt sind.
2. Geschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprengkörper (10) stabförmig sind.
3. Geschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Kleingeschosse Handflammpatronen-Mittel verwendet sind.
DE19681703781 1968-07-10 1968-07-10 Geschoß mit mehreren Innengeschossen Expired DE1703781C2 (de)

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Publication Number Publication Date
DE1703781B1 true DE1703781B1 (de) 1974-09-05
DE1703781C2 DE1703781C2 (de) 1975-05-07

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DE (1) DE1703781C2 (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1798514A1 (de) * 2005-12-14 2007-06-20 Israel Military Industries Ltd. Verfahren zur Konvertierug eines Geschoss mit Sekundärgeschossen

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DE1815822A1 (de) * 1968-02-06 1969-10-30 Oerlikon Buehrle Ag Geschoss mit Sekundaergeschossen

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Also Published As

Publication number Publication date
DE1703781C2 (de) 1975-05-07

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Legal Events

Date Code Title Description
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977