DE1703781B1 - Geschoss mit mehreren Innengeschossen - Google Patents
Geschoss mit mehreren InnengeschossenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B12/00—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
- F42B12/02—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect
- F42B12/36—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect for dispensing materials; for producing chemical or physical reaction; for signalling ; for transmitting information
- F42B12/56—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect for dispensing materials; for producing chemical or physical reaction; for signalling ; for transmitting information for dispensing discrete solid bodies
- F42B12/58—Cluster or cargo ammunition, i.e. projectiles containing one or more submissiles
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Description
Die Panzer und Schützenpanzer der siebziger Jahre werden nur dann noch ein Ziel im heutigen Ausmaß
bieten, wenn sie unmittelbar angreifen. Wenn sie jedoch zur Feuerunterstützung oder Feuerüberwachung
eingesetzt sind, werden sie kein oder kaum noch ein frontales oder seitliches Ziel darstellen. Sie werden
vielmehr im wesentlichen nur noch Augenblicksziele oder indirekt erfaßbare Ziele sein wegen der Möglichkeit
hydraulischer Höhenänderung, Richten über Fernsehschinne oder über eine ausgefahrene Optik.
Entscheidend ist daher ihre Bekämpfung mit vertikal wirkenden Kampfmitteln.
Die vertikale Bekämpfung durch Flugzeuge ist jedoch kostspielig und kann nicht jederzeit durchgeführt
werden. Die Kampftruppen brauchen daher ein billiges,
(in Massen und jederzeit einsatzbereites Kampfmittel
zur indirekten, vertikal wirkenden Panzerbekämpfung.
Für die Panzerbekämpfung im indirekten Beschüß ist die Verwendung von Hohlladungsgranaten als Tochtergeschosse
bekannt (DT-PS 1 208 220). Da Hohlladungsgeschosse möglichst senkrecht auf ihr Ziel auftreffen
sollten und da die Zahl der Tochtergeschosse gegenüber Schrapnells stark verringert ist, müssen im
indirekten Beschüß Hohlladungstochtergeschosse zur Panzerbekämpfung auf eine begrenzte Fläche des Erdbodens
gerichtet werden. Die hierfür vorgesehenen zahlreichen, ausschwenkbaren Abschußrohre dieser
Rakete sind aufwendig und bewirken einen ungünstigen Anteil des Nutzraumes an der Rakete.
Die Erfindung geht deshalb von bekannten Geschossen mit einer Füllung aus mehreren selbständigen Innengeschossen
aus (DRP 186 520), die kopfseitig zur Sicherung des lagerichtigen Auftreffens mit Blei beschwert
sind, sowie aus weiteren Kleingeschossen und Sprengkörpern. Derartige Geschosse sind bisher aber
zur Panzerbekämpfung nicht geeignet gewesen. Die Innengeschosse werden nämlich schrapnellartig in alle
Richtungen gestreut und kommen wegen ihrer gegenüber Schrapnells geringen Zahl nicht in genügender
Dichte in das Zielgebiet.
Der Erfindung liegt deshalb die weitergehende Aufgabe zugrunde, derartige Geschosse zur Panzerbekämpfung aus einem Raum oberhalb einer Panzeransammlung
zu verwenden und die Innengeschosse mit relativ engem Streubereich gerichtet auszustoßen.
Die Erfindung erfüllt diese Ansprüche. Sie ist in den Patentansprüchen im Wesen umrissen.
Die erfindungsgemäßen Geschosse sind somit für die Panzerbekämpfung geeignete Mörserpatronen und
bieten folgende Vorteile:
Sie erlauben einen Kampf aus der Deckung und eine
Sie erlauben einen Kampf aus der Deckung und eine
ίο hohe Feuergeschwindigkeit. Eine einzige erfindungsgemäße
Mörserpatrone kann zahlreiche panzerbrechende kleinere Granaten und andere Sprengkörper und
Kleingeschosse, die etwa mit Sondermitteln gefüllt sind, in den Zielraum bringen. Wenn nur eines dieser Kampfmittel
auf ein Panzerfahrzeug trifft, wird dieses ganz oder weitgehend außer Gefecht gesetzt. Der Panzer
wird nämlich an seiner empfindlichsten Stelle getroffen, denn seine Panzerung ist auf der Turmoberseite und
auf den hinteren oberen zwei Dritteln verhältnismäßig
ao gering, und er bietet bei vertikaler Bekämpfung das
größte Ziel. Besonders vorteilhaft ist auch noch, daß die erfindungsgemäßen Mörserpatronen aus den eingeführten
Mörsern verschossen werden können, denn ihr Kaliber und ihre ballistischen Eigenschaften können
as ohne weiteres den üblichen Mörserpatronen angepaßt
werden.
Die Anordnung von Tochtergeschossen in Mörserpatronen ist an sich bekannt (OE-PS 104 475); sie werden
aber durch Explosion eines der Tochtergeschosse in alle Richtungen schrapnellartig gestreut. Eine derartige
Streucharakteristik ist für die Panzerbekämpfung und für Hohlladungsgranaten nicht geeignet. Darüber
hinaus ist in den Tochtergeschossen nur ein Aufschlagzünder verwendbar.
Eine über Druckplatte wirkende Ausstoßladung ist an sich bei einer drallstabilisierten Flak-Granate bekannt
(GB-PS 552 918). Der damit bewirkte Ausstoßvorgang ist aber nicht für die Streucharakteristik der
Tochtergeschosse maßgebend. Die Tochtergeschosse werden vielmehr durch den Drall und ihre besondere
Formgebung schrapnellartig gestreut. Zur Bekämpfung der leicht verletzlichen und beim Zielen sichtbaren, also
im direkten Schuß bekämpfbaren Flugzeuge mag dies angebracht sein, führt aber nicht zu einer genügenden
Effizienz bei der Panzerbekämpfung. Darüber hinaus lassen sich Hohlladungsgranaten nicht in der notwendigen
verschachtelten Form fertigen.
Auch wurde es vorgeschlagen (DT-OS 1 815 822), für den Ausstoß von Tochtergeschossen in einen nach vorn
zielenden, kegligen Winkelraum einen besonderen Mechanismus zur Öffnung des Muttergeschoßmantels sowie
eine die Tochtergeschosse seitlich ablenkende Führungseinrichtung vorzusehen. Eine derartige Mechanik
ist umfangreich, dadurch teuer, schwer und störanfällig.
Sie ist nicht Gegenstand des Schutzbegehrens.
Ferner ist es bekannt (US-PS 1 340 871), Tochtergeschosse
aus einer drallstabilisierten Granate durch Zünden einer separaten Sprengladung freizusetzen. Dabei
wird aber die schrapnellartige, für den abweichenden Zweck der Luftschiff- und Ballon-Bekämpfung günstige
Streucharakteristik wiederum durch den Drall erzeugt. Diese Streucharakteristik ist aber für die Bekämpfung
von Panzerverbänden und der geringen Zahl der Tochtergeschosse nicht effizient genug und für Hohlladungsgranaten
nicht geeignet.
Es ist schließlich an sich bekannt (DT-PS 186 520), kleinere Vollkugeln zwischen Tochtergeschossen anzuordnen; sie werden von dort aber schrapnellartig in
alle Richtungen gestreut und kommen wegen ihrer gegenüber Schrapnells geringen Zahl nicht in genügender
Dichte in das Zielgebiet. Durch die Erfindung werden auch die wenigen Beiladungen auf die begrenzte Zielfläche
konzentriert.
Nachstehend wird an Hand der einen Längs- und einen Querschnitt zeigenden Zeichnung und ohne Beschränkung
hierauf eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Mörserpatrone für das Kaliber 120 mm
beschrieben.
Am Kopf der Patrone befindet sich der Zeitzünder 1. Die eigentliche Patronenhülse 2, aus Stahl oder Kunststoff,
ist mittels eines Gewindes 3 mit dem konischen Teil Patrone verbunden. Das obere, mit dem Gewinde
versehene Ende des konischen Teils bildet gleichzeitig die Bodenverschlußplatte der zylindrischen Patronenhülse
2. Auf den konischen Teil 4 folgt der Schaft 5 mit den Flügeln 6. Unterhalb des Zeitzünders 1, im Kopfteil
der Patrone liegt die Ausstoßladung 7. Ihr Raum, in dem sie sich befindet, wird durch die Platte 8 gegen den
zylindrischen Innenraum der Patronenhülse abgeschlossen. Im Innenraum sind 12 Hohlladungsgranaten
9 vom Kaliber 40 χ 110 mm angeordnet. Die verbleibenden Hohlräume können zusätzlich mit 30 stabförmigen
Sprengkörpern 10 des Kalibers 18 χ 30 mm ausgefüllt sein.
Diese beispielsweise Mörserpatrone wird auf Schußentfernungen von etwa 300 bis 6000 Meter eingesetzt.
Der Zeitzünder zerlegt sie etwa 300 Meter über der Erde im Zielraum. Sobald der Doppelzünder die Ausstoßladung
gezündet hat, schert der über die Druckplatte wirkende Gasdruck das Gewinde der Bodenverschlußplatte
ab und treibt die HL-Granaten und Sprengkörper aus der eigentlichen Patronenhülse heraus.
Dieser herausgestoßene Inhalt fällt fächerartig und ohne Drall zu Boden. Seine Streuung soll etwa 0,1 km2
sein.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Geschoß mit einer Füllung aus mehreren selbständigen
Innengeschossen, die kopfseitig zur Sicherung des lagerichtigen Auftreffens mit Blei beschwert
sind, sowie aus weiteren Kleingeschossen und Sprengkörpern, dadurch gekennzeichn
e t, daß das Geschoß ein Mörsergeschoß ist, dessen Zeitzünder (1) im Zielraum etwa 300 m über der
Erde, Hohlladungsgeschosse (9) ausstößt, wobei in an sich bekannter Weise eine Ausstoßladung (7)
über eine Druckplatte (8) und die Hohlladungsgeschosse (9) auf ein Abschergewinde (3) der Bodenplatte
(4) wirkt und die verbleibenden Hohlräume mit den Kleingeschossen und Sprengkörpern (10)
gefüllt sind.
2. Geschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Sprengkörper (10) stabförmig sind.
3. Geschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Kleingeschosse Handflammpatronen-Mittel
verwendet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681703781 DE1703781C2 (de) | 1968-07-10 | 1968-07-10 | Geschoß mit mehreren Innengeschossen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681703781 DE1703781C2 (de) | 1968-07-10 | 1968-07-10 | Geschoß mit mehreren Innengeschossen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1703781B1 true DE1703781B1 (de) | 1974-09-05 |
| DE1703781C2 DE1703781C2 (de) | 1975-05-07 |
Family
ID=5688559
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19681703781 Expired DE1703781C2 (de) | 1968-07-10 | 1968-07-10 | Geschoß mit mehreren Innengeschossen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1703781C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1798514A1 (de) * | 2005-12-14 | 2007-06-20 | Israel Military Industries Ltd. | Verfahren zur Konvertierug eines Geschoss mit Sekundärgeschossen |
Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE186520C (de) * | ||||
| US1340871A (en) * | 1917-06-21 | 1920-05-25 | Vickers Ltd | Explosive shell |
| AT104475B (de) * | 1921-03-16 | 1926-10-25 | Theodor Ing Pantoflicek | Geschoß für Minenwerfer, Granatenwerfer oder Geschütze. |
| GB552918A (en) * | 1940-11-25 | 1943-04-30 | Jan Constantine Stark | Anti-aircraft barrage projectile |
| DE1208220B (de) * | 1960-04-30 | 1965-12-30 | Heinrich Klein Dr Ing | Gefechtskopf fuer einen angetriebenen Flugkoerper |
| DE1815822A1 (de) * | 1968-02-06 | 1969-10-30 | Oerlikon Buehrle Ag | Geschoss mit Sekundaergeschossen |
-
1968
- 1968-07-10 DE DE19681703781 patent/DE1703781C2/de not_active Expired
Patent Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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|---|---|---|---|---|
| EP1798514A1 (de) * | 2005-12-14 | 2007-06-20 | Israel Military Industries Ltd. | Verfahren zur Konvertierug eines Geschoss mit Sekundärgeschossen |
| US7490555B2 (en) * | 2005-12-14 | 2009-02-17 | Israel Military Industry Ltd. | Method of converting a cluster bomb into a unitary bomb |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1703781C2 (de) | 1975-05-07 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 |