DE1793273A1 - Verfahren zur Zerlegung von C?-Kohlenwasserstoffgemischen - Google Patents
Verfahren zur Zerlegung von C?-KohlenwasserstoffgemischenInfo
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für den Druck der Offenlegungsschrift bestimmte Unterlagen
(P 17 93 273.9)
FARBENFABRIKEN BAYER AG
ERDÖLCHEMIE Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Leverkusen, 29.1.1970 Verfahren zur Zerlegung von C1--Kohlenwasserstoffgemischen
Es ist bekannt, daß man C^-Kohlenwasserstoffschnitte, wie sie
beispielsweise aus Crackbenzin gewonnen warden, durch Behandlung mit selektiven Lösungsmitteln im allgemeinen mit Hilfe
einer oder mehrerer Extraktivdestillationen zerlegen kann. Dabei geht man so vor, daß man das Cc-Zulaufgemisch, welches
sich aus Paraffinen, Olefinen und Diolefinen zusammensetzt,
gasförmig der Extraktivdestillation zuführt. Dort beläd sich das Lösungsmittel mit den Diolefinen, während die Paraffine
und Olefine weitgehend diolefinfrei am Kopf der Kolonne entnommen werden. Beim weiteren Ausgasen des Lösungsmittels
können die verschiedenen Stoffe entsprechend der Selektivität als reine Komponenten gewonnen werden (z.B. Isopren, Gyclopenten,
Pentadien-1,3» Cyclopentadien). Am Sumpf wird ein
kohlenwasserstofffreies Lösungsmittel abgezogen, aas teilweise in einer nachgeschalteten Regeneration von den höhersiedenden
Verbindungen gereinigt werden muß.
Im Ausgaser und in der Regeneration werden die zumeist hochsiedenden
und thermisch instabilen. Lösungsmittel einer hohen thermischen Belastung unterworfen, wodurch auf die Dauer
spürbare Verluste durch Zersetzung der zum Teil recht teuren Lösungsmittel und Verunreinigungen durch Zersetzungsprodukte
in den Kohlenwasserstoffströmen verursacht werden.
109827/1904,
Verschiedene Wege sind besohritten worden, um die hohen
Temperaturen zu umgehen. Die Zugabe von Wasser zu den Lösungsmitteln erhöht einerseits die Selektivität, findet aber andererseits
durch die bei -steigendem Wassergehalt abnehmende Löslichkeit der Kohlenwasserstoffe im Lösungsmittel seine Grenzen, so
daß sich die Zugabe von 5$ bis maximal 10$ Wasser auf den
Siedepunkt noch nicht in ausreichendem Maß bemerkbar macht.
Das Ausgasen der Lösungsmittel sowoh] bei der Extraktivdestillation
als auch nach einer Flüssig-Flüssig-Extraktion im Vakuum gestaltet sich recht kostspielig, da die Kondensationstemperaturen
der Kohlenwasserstoffe unter die üblichen Kühlwassertemperaturen
sinken und eine Solekühlung erforderlich wird.
Es wurde nun gefunden, daß die vorerwähnten Nachteile vermieden werden, wenn man bei der Zerlegung eines Cc-Kohlenwasserstoffgemisches,
das cyclische, verzweigte und normale Paraffine, Olefine und Diolefine enthält, in einer Flüssig-Flüssig-.Extraktion
in Kombination mit einer Extraktivdestillation mit einem selektiven Lösungsmittel so arbeitet, daß das selektive
Lösungsmittel in einer Flüssig-Flüssig-Gegenextraktion mit einem zweiten Lösungsmittel von den C^- Diolefinen getrennt
wird und ein Teil der Cc-Kohlenwasserstoffdämpfe am Kopf der
Destillationskolonne zur Trennung des zweiten Lösungsmittels von den Diolefinen zum Betreiben der Extraktivdestillation
benutzt wird. Das zweite Lösungsmittel kann ein um 300C - 4O0C
höher als die C^-Diolefine siedender Paraffin-Kohlenwasserstoff
sein, welcher in einer normalen Destillation leicht von den C1--Kohlenwasserstoffen
abgetrennt werden kann.
EC 41 = Le A 11 716 - 2 -
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Auf diese Weise wird es möglich, thermisch instabile, aber in den Trenneigenschaften sehr gute Lösungsmittel einzusetzen und
außerdem energetisch die C^-Kohlenwasserstoff-Zerlegung wesentlich
günstiger durchzuführen als nach den bisher bekannten Verfahrensanordnungen.
Als Lösungsmittel für das erfindungsgemäße Verfahren eignen
sich z.B.
Lösungsmittel 1: a) N-Methyloxazolidon und
b) 1-Oxo-i-methyl-phospholin
Lösungsmittel 2: a) Hexan und b) Heptan
Das C -Einsatzgemisch für das erfindungsgemäße Verfahren
besteht im allgemeinen etwa zu 50 Gew. # aus Pentanen und Pentenen, der Rest enthält im wesentlichen Diolefine.
Das erfindungsgemäße Verfahren ^i anhand der Abbildung
erläutert: Das C^-Gemisch wird flüssig Über Leitung 1 in das
untere Drittel einer Extraktionskolonne A1 eingeleitet. Über
Leitung 2 fließt am oberen Ende der Kolonne A1 das Lösungsmittel
zu. Der untere Teil der Kolonne A1 dient einer Verstärkungsextraktion,
dem aus Kolonne B über Leitung 3 ein Diolefin-Strom zugeführt wird. Das Raffinat - Paraffine,
Olefine und geringe Mengen Diolefine - fließt über Leitung 4 einer Wasserwäsche A zu, wo restliche Lösungsmittelspuren
ausgewaschen werden und wird dann über 8 entnommen. Das mit Diolefinen und zu einem geringen Teil Pentenen beladene Lösungs
mittel verläßt die Kolonne A1 über Leitung 5· Dieser Strom
EC 4.1 = Le A 11 716 - 3 -
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BAD ORIGINAL
wird durch die Ströme 2 und 3 aufgeheizt und am Kopf der Destillationskolonne B aufgegeben. Am unteren Ende der Kolonne
B - einer Seitenkolonne zur Kolonne C - wird das nur mit Diolefinen,
Cyclopenten und C^-Acetylenen beladene Lösungsmittel
über Leitung 6 in die Mitte der Kolonne C gegeben. An der gleichen Stelle wird ein Teil der Kohlenwasserstoffdämpfe aus
Kolonne C über Leitung 7 zur Kolonne B geführt. Das am Koionnen kopf von B gasförmig austretende Gemisch wird gegen- Strom 5
verflüssigt und anschließend auf die Extraktionstemperatur in A1 gekühlt. Am Kopf von C wird ein reines Isopren-Cyclopenten-Gemisch
entnommen und über Leitung 16 zur Kolonne P geführt, in deren Kopf 18 polymerisationsfähigee Isopren und am Sumpf
über 17 ein cyolopentenreiches Gemisch der Kolonne G zugeführt
wird. Am Seitenstrom der Kolonne G (20) wird polymerisationsfähiges Cyclopenten entnommen. Das Kopf- und Sumpfprodukt
von G werden zum Einsatz (1) zurückgeführt.
Die restlichen Diene werden mit dem Lösungsmittel am Sumpf von C über Leitung 9 einer Gegenstrom-Extraktion E zugeführt.
Als zweites Lösungsmittel dient dort ein Paraffin-Kohlenwasserstoff
(13), der mindestens 300C höher siedet als die C5-DiOIefine
z.B. n-Heptan. Als Raffinat - schwere Phase- verläßt das Lösungsmittel J_ die Kolonne E am unteren Ende bis auf 1 - 2 #
n-Heptan frei von Kohlenwasserstoffen und wird über Leitung 2
zur Extraktionskolonne A und übei .ueiLuug 1ü auta K.my£ 4«r
Kolonne C zurückgeführt.
EC 41 = Le A 11 716 - 4 -
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BAD ORIGINAL
Der Extrakt - Lösungsmittel 2 und C -Diolefine - gelangt über
12 in die Kolonne D und wird durch einfache Destillation zerlegt, wobei ein Teil des C^-Dampfes über Leitung 14 der Kolonne
C zugeführt und der Rest kondensiert über Leitung 15 entnommen wird.
Am 20. Boden einer pulsierenden Siebbodenkolonne A (35 mm 0)
mit 80 Böden werden 7350 cm /h eines Ce-Kohlenwasserstoffschnittes,
der etwa 67,5^ Pentan und Penten, 2# Cyclopenten,
13,5$ Isopren und 17$ restliche Diolefine enthält, flüssig
eingeleitet. Diese Flüssig-Flüssig-Extraktion läuft bei 15°C
und 760 Torr. Der Zulauf an 1-Oxo-i-methyl-phospholin mit 2
Gew. $ HpO, das hier als selektives Lösungsmittel verwendet wird, auf den 80. Boden der Kolonne beträgt 8500 cm /h. Am
Kopf ist eine Wasserwäsohe mit 10 Siebböden nachgeschaltet.
Das am anderen Ende ablaufende mit Kohlenwasserstoff beladene Lösungsmittel wird am Kopf auf den 40. Boden einer 80 mm 0
Laborbodenkolonne (Seitenkolonne B) aufgegeben. Die Kolonne steht unter einem Kopfdruck von 760 Torr. Am Sumpf der Seitenkolonne
B läuft der mit Diolefinen beladene Lösungsmittelstrom über Leitung 6 auf den 70-. Boden der Kolonne C (Laborbodenkolonne
mit 80 mm 0 und einer Glocke - Kopfdruck 760 Torr).
Am 90. Boden läuft ein Lösungsmitteletrom, ebenfalle 1-Oxo-imethyl-phospholin
mit 2 Gew. i» Wasser, von 13000 cm /h und 4O0C 5 Böden unter dem Kopf der Kolonne C zu. Daa Rücklaufverhältnis
R/E (flüssiger Rücklauf zu flüssiger Kohlenwaseer-
EC 41 = Le A 11 716 - 5 -
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(D
stoffentnahmemenge) beträgt 7. Als Kopfprodukt werden 106C
cm /h eines Isopren-Cyclopenten-Geniachea entnerven, welches
in den Kolonnen P und G (Glaslaborrodenkolonnen 50 mm 0 nach
Schmiekler-Fritz mit 50 Böden) in polymerisaticnsfähiges
Isopren und Cyclopenten zerlegt wird. Am Sumpf der Kolonne C fließt das gesamte Lösungsmittel mit etwa 25 % Kohlenwasserstoffbeladung
über Leitung 8 der Extraktion E (pulsierende Siebbodenkolonne 50 mm 0 mit 60 Böden - 200C) zu. In dieser
Flüssig-Flüssig-Gegenextraktion werden mit 16000 cm /h n-Heptan die Ct--Kohlenwassere'toffe aus dem 1-Oxo-i-methyl-
fP phospholin herausgelöst. Das 1-Oxo-i-methyl-phospholin läuft
mit einem Restgehalt von ca. 2% n-Heptan am unterer. Ende der
Kolonne E ab und gelangt über die Leitung 2 und 9 wieder zur
Kolonne A1 und zum Kopf der Kolonne C. In Kolonne D, einer
80 mm 0 Laborbodenkolonne mit 50 Eöden, werden am Sumpf das
n-Heptan und am Kopf 1150 cm /h C^-Diolefine abgenommen. Die
restlirhen Diene werden dampfförmig in den Sumpf der Kolonne C zurückgeleitet. Das Rücklaufverhältnis R/E beträgt 18,5 und der
Kopfdruck von D entspricht mit 82Ό Torr dem Sumpfdruck der
α Kolonne C. .
EC 41 = Le A 11 716 - 6 -
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Claims (2)
1) Verfahren zur Zerlegung eines C^-Kohlenwasserstoffgemisches,
das cyclische, verzweigte und normale Paraffine, Olefine und Liolefine enthält, in einer Flüssig-Flüssig-Extraktion
in Kombination mit einer Extraktivdestillation mit einem selektiven Lösungsmittel, dadurch gekennzeichnet, daß das
selektive Lösungsmittel in einer Flüssig-Flüasig-Gegenextraktion
mit einem zweiten Lösungsmittel von den Cc-Biolefinen
getrennt wird und ein Teil der Cc-Kohlenwasserstoffdämpfe
am Kopf der Destillationskolonne zur Trennung des zweiten Lösungsmittels von den Diolefinen zum Betreiben
der Extraktivdestillation benutzt wird.
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Lösungsmittel ein um ^:0" - -0 ;her als die
Cc-Kohlenwasserstoffe siedender Paraffin-Kohlenwasserstoff
ist.
EC 41 = Le A 11 716 - 7 -
109827/1904
BAD ORIGINAL
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Also Published As
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