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DE1793260A1 - Fluoracetylamino-trichlormethyl-methyl-thio-carbaminsaeureester und -harnstoffe - Google Patents

Fluoracetylamino-trichlormethyl-methyl-thio-carbaminsaeureester und -harnstoffe

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Publication number
DE1793260A1
DE1793260A1 DE19681793260 DE1793260A DE1793260A1 DE 1793260 A1 DE1793260 A1 DE 1793260A1 DE 19681793260 DE19681793260 DE 19681793260 DE 1793260 A DE1793260 A DE 1793260A DE 1793260 A1 DE1793260 A1 DE 1793260A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ureas
acid ester
fluoroacetylamino
trichloromethyl
methyl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19681793260
Other languages
English (en)
Inventor
Christa Dr Fest
Klaus Dr Grohe
Ingeborg Dr Hammann
Guenther Dr Hermann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DE19681793260 priority Critical patent/DE1793260A1/de
Priority to CH1113069A priority patent/CH520663A/de
Priority to IL32678A priority patent/IL32678A0/xx
Priority to GB38633/69A priority patent/GB1236165A/en
Priority to ES370705A priority patent/ES370705A1/es
Priority to NL6912861A priority patent/NL6912861A/xx
Priority to BR211809/69A priority patent/BR6911809D0/pt
Priority to BE737880D priority patent/BE737880A/xx
Priority to AT806669A priority patent/AT293785B/de
Priority to FR696928889A priority patent/FR2017014B1/fr
Publication of DE1793260A1 publication Critical patent/DE1793260A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C335/00Thioureas, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C335/04Derivatives of thiourea
    • C07C335/06Derivatives of thiourea having nitrogen atoms of thiourea groups bound to acyclic carbon atoms
    • C07C335/08Derivatives of thiourea having nitrogen atoms of thiourea groups bound to acyclic carbon atoms of a saturated carbon skeleton
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C335/00Thioureas, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C335/04Derivatives of thiourea
    • C07C335/16Derivatives of thiourea having nitrogen atoms of thiourea groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

1793260 FARBENFABRIKEN BAYER AG
LEVERKUSEN- Bayerwerk Patent -Abteilung
ST/vR
Fluoracetylamino-trichlormethyl-methyl-thioearbaminsäureester und -harnstoffe
Die vorliegende Erfindung betrifft neue Fluoracetylaminotrichloraethyl-methyl-thiocarbaminsäureester und -harnstoffe, welche insektizide, acarizide und selektiv rodentizide Eigenschaften haben sowie ein Verfahren zu ihrer Herstellung.
Es ist bereits bekannt geworden, dass Pluoracetylamino-trichlormethylmethan-Derivate, z. B. der S-(fluoracetylaminotrichlormethyl)-thiokohlensäure-methylester und das S-Benzoylfluoracetylamino-trichlormethyl-methylmercaptan, als insektizide und acarizide Mittel verwendet werden können (vergleiche Englische Patentschrift 1,117,571).
Es wurde gefunden, dass die neuen Pluoracetylamino-trichlormethyl-methyl-thiocarbaminsäureester und -harnstoffe der Formel
F-CH0-CC-NH-CH-NH-C-Xr
2 ' (D
Le A 11 701
209808/1955
in welcher
X für Sauerstoff oder -NRf- steht, R» für Wasserstoff oder Alkyl steht,
R für Alkyl, Halogenalkyl, Aryl oder substituiertes Aryl steht, und
R, R1 zusammen mit dem Stickstoff-Atom für einen heterocyclischen Rest stehen,
A starke insektizide, acarizide und selektiv rodentizide Eigenschaften aufweisen.
Weiterhin wurde gefunden, dass man die Fluoracetylaminotrichlormethyl-methyl-thiocarbaminsäureester und -harnstoffe der Formel (I) erhält, wenn man Fluoressigeäure-1-iBothiocyanate-2,2,2-trichloräthylamid der Formel
F-CH9-CO-NH-CH-NCS (II) CCl3
mit Verbindungen der Formel
H-I-R (III)
in welcher
X und R die obengenannte Bedeutung haben,
umsetzt.
Le A 11 701 - 2 -
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Es ist als ausgesprochen überraschend zu bezeichnen, dass die erfindungemässen Fluoracetylamlno-trichlormethylmethan-Derivate den vorbekannten Fluoracetylamino-trichlormethylmethan-Derivaten hinsichtlich ihrer insectiziden und acariziden Wirkung überlegen sind.
Verwendet man Fluoreesigsäure-1-isothiocyanate^,2,2-trichlor iiohjxamid und Methal-amin als Ausgangsstoffe, so kann der Reaktionsablauf durch das folgende Formelschema wiedergegeben werden:
F-CH9-CO-NH-CH-NCS + NHNCH
CCl,
F-CH2-CO-NH-CH-NH-C-NHCh, CCl3
(IV)
Das Fluoressigsäure-1-isothiocyanat-2,2,2-trichloräthylamid ist bereits bekannt. Die zu verwendenden Alkohole und Amine sind durch die angegebene Formel (III) eindeutig charakterisiert. In dieser Formel steht R1 vorzugsweise für Wasserstoff und Alkyl mit 1 bis 4 C-Atomen, R vorzugsweise für Alkyl mit 1 bis 4 C-Atomen, Halogenalkyl mit 1 bis 4 C-Atomen und 1 bie 5 Halogen-Atomen, besonders Chlor, Brom und Fluor sowie Phenyl, das gegebenenfalls durch Alkyl mit 1 bis 4 C-Atomen, Halogen, wie Chlor, Brom, Fluor und/oder Nitro substituiert ist.
R und R1 stehen zusammen mit dem Stickstoff-Atom für die
Ie A 11 701
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heterocyclischen Reste mit 5 bis 6 Ringgliedern, die gegebenenfalls Sauerstoff oder Stickstoff sind. Als Beispiele seien genannt die Reste von Pyrrolidin, Piperidin, Morpholin und ImidazoI.
Die erfindungsgemäss Umsetzung wird zweckmässigerweise in Gegenwart von Verdünnungsmitteln vorgenommen, die je nach Reaktionspartnern variiert werden können. Als Verdünnungsmittel kommen im wesentlichen infrage: Chlorierte Kohlenwasserstoffe, wie Tetrachlorkohlenstoff, Chloroform, Methylenchlorid, Chlorbenzol.
Die Reaktionstemperatüren können in einem grösseren Bereich variiert werden. Im allgemeinen arbeitet man zwischen O0 und 80° C, vorzugsweise zwischen 10° und 60° C. Die Reaktionen können bei Zimmertemperaturen durchgeführt werden, da sie exotherm verlaufen.
Bei der Durchführung des Verfahrens setzt man etwa äquimolare Mengen der Ausgangsstoffe ein. Die Verwendung eines Überschusses des einen oder anderen Reaktionspartners bringt keinen besonderen Vorteil.
Die Umsetzung erfolgt in üblicher Weise durch Zusammengeben der Reaktionskomponenten, zweckmässigerwelse unter Verwendung
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eines Verdünnungsmittels. Die Aufarbeitung erfolgt in Üblicher Weise, z. B. durch Filtration und anschliessende Einengung des Filtrats.
Die erfindungsgemässen Wirkstoffe weisen starke insektizide und acarizide Wirkungen auf. Sie besitzen systemische Eigenschaften. Die Wirkungen setzen schnell ein und halten lange an. Die Wirkstoffe können deshalb mit gutem Erfolg zur Bekämpfung von schädlichen saugenden und beiseenden Insekten, Dipteren sowie Milben (Acarina) verwendet werden.
Zu den saugenden Insekten gehören im wesentlichen Blattläuse, wie die Pfirsichblattlaus (Myzus persicae), die schwarze Bohnenblattlaus (Doralis fabae); Schildläuse, wie Aepidiotus hederae, Lecanium hesperidum, Pseudococcus maritimus; Thysanopteren, wie Hercinothrips femoralis; und Wanzen, wie die Rübenwanze (Piesma quadrata) und die Bettwanze (Cimex lectularius).
Zu den beissenden Insekten zählen im wesentlichen Schmetterlingsraupen, wie Plutella maculipennis, Lymantria dispar; Käfer, wie Kornkäfer (Sitophllus granarius), der Kartoffelkäfer (Leptinotarsa decemlineata), aber auch im Boden lebende Arten, wie die Drahtwürmer (Agriotes ep.) und die Engerlinge (Helolontha melolontha); Schaben, wie die Deutsche Schabe
Le A 11 701
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(Blattella germanica); Orthopteren, wie das Heimchen (Gryl-Iu8 domesticus); Termiten, wie Reticulitermes; Hymenopteren, wie Ameisen.
Die Dipteren umfassen insbesondere die Fliegen, wie die Taufliege (Drosphila melanogaster), die Mittelmeerfraehtfliege (Ceratitis capitata), die Stubenfliege (Musca domestica), und Mücken, wie die Stechmücke (Aedes aegypti).
Bei den Milben sind besonders wichtig die Spinnmilben (Tetranychadae), wie die gemeine Spinnmilbe (Tetranyehue urticae), die Obstbaumspinnmilbe (Pynonychus ulai); Gallmilben, wie die Johannisbeergallmilbe (Eriophyee ribis) und Tarsonemiden, wie Tarsonemus pallidus; sowie Zecken.
Die erfindungsgemässen Stoffe weisen auch selektiv rodentizide Eigenschaften auf und eigenen sich deshalb gut zur Bekämpfung schädlicher Kurzschwanzmäuse (Microtinae).
Hierzu gehören z. B. die Feldmaus (Microtus arvalis), die Erdmaus (Microtus agrestis), die grosse Wühlmaus (Arricola terrestris) und die Bisamratte (Ondatra zibethica).
Gegenüber anderen Warmblütern, wie Nutzvögel und Haustiere, sind die Wirkstoffe wenig toxisch. Das gilt auch bereits für Nagetiere ausserhalb der Gruppe der Kurzechwanamäuse.
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20S808/195S
Die erfindungsgemässen Wirkstoffe können in die üblichen Formulierungen überführt werden, wie Lösungen, Emulsionen, Suspensionen, Pulver, Pasten und Granulate. Diese werden in bekannter Weise hergestellt, z. B. durch Vermischen der Wirkstoffe mit Streckmitteln, also flüssigen Lösungsmitteln und/oder festen Trägerstoffen, gegebenenfalls unter Verwendung von oberflächenaktiven Mitteln, also Emulgiermitteln iuiuA uuer Dispergiermitteln. Im Falle der Benutzung von Wasser als Streckmittel können z. B. auch organische Lösungsmittel als Hilfslösungsmittel verwendet werden. Ale flüssige Lösungsmittel kommen im wesentlichen infrage: Aromaten, wie Xylol und Benzol, chlorierte Aromaten, wie Chlorbenzole, Paraffine, wie Erdölfraktionen, Alkohole, wie Methanol und Butanol, stark polare Lösungemittel, wie Dimethylformamid und Dimethylsulfoxid, sowie Wasser; als feste Trägerstoffe: natürliche Gesteinsmehle, wie Kaoline, Tonerden, Talkum und Kreide, und synthetische Gesteinsmehle, wie hochdisperse Kieselsäure und Silikate; als Emulgiermittel: nichtionogene und anionische Emulgatoren, wie Polyoxyäthylen-Fettsäure-Ester, Polyoxyäthylen-Fettalkohol-Äther, z. B. Alkylaryl-polyglykolather, Alkylsulfonate, und Arylsulfonate; als Dispergiermittel: z. B. Lignin, Sulfitablaugen und Methylcellulose; Ködermaterialien tierischer und pflanzlicher Herkunft, z. B. Getreide-Mahlprodukte oder Fleisch- und Fischmehl.
Die erfindungsgemässen Wirkstoffe können in den Formulierungen
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209808/1955
8AO ORIGINAL
in Mischung mit anderen bekannten Wirkstoffen vorliegen.
Die Formulierungen enthalten im allgemeinen zwischen 0,1 und 95 Gewichtsprozent Wirkstoff, vorzugsweise zwischen 0,5 und 90.
Die Wirkstoffe können als solche, in Form ihrer Formulierungen oder der daraus bereiteten Anwendungeformen, wie gebrauchsfertige Lösungen, Emulsionen, Suspensionen, Pulver, Pasten und Granulate angewendet werden. Die Anwendung geschieht in üblicher Weise, z. B. durch Versprühen, Verspritzen, Verstäuben und Streuen, Trinkwasservergiftung oder durch oberirdisches und unterirdisches Verlegen von Fraß- und Spielködern, in welche die Wirkstoffe eingearbeitet sind, ferner durch Verräuchern in Räumen oder unterirdischen Bauten.
Die Wirkstoffkonzentrationen können in einem grösseren Bereich variiert werden. Im allgemeinen verwendet man Wirkstoffkonzentrationen von 0,001 bis 20 Gewichtsprozent, vorzugsweise von 0,05 bis 5 Gewichtsprozent. Bei bestimmten Anwendungearten können auch konzentrierte Wirkstoffzubereitungen verwendet werden, z. B. mit 5 bis 60 Gewichtsprozent Wirkstoff.
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209808/1955 8AD ORIGINAL
Beispiel 1:
F-CH0-CO-NH-CH-NH-C-NH-CHx ^ ι J
80 g (3/10 Mol) Fluoressigeäure-i-isocyanato^^^-trichloräthylamid werden in 200 ml Methylenchlorid gelöst und bei 0° bis 5 0C mit 10 g (3/10 Mol) Methylamin in 50 ml Methylenchlo rid versetzt. Die Reaktion verläuft exotherm. Es wird eine Stunde gerührt, danach der Niederschlag abgesaugt. Fp. 150° (Zers.) Ausbeute: 20 g (= 22,5 % der Theorie)
Analog werden hergestellt:
CH F-CH2-CO-Nh-CH-NH-C-NH-CH^
CH3
Ausbeute: 90 # der Theorie N N
Analyse: CgH13N3OSCL3F (M = 324,5) ber. 12,94 % gef. 12,84
S
F-CH2-Co-NH-CH-NH-C-NH-C6H5
Ausbeute: 81 % der Theorie, Fp. 184° C
F-CH2-CO-NH-CH-NH-C-Nh^
cci3 ~ ■'
Ausbeute: 75 % der Theorie, Fp. 184° C
.9- 209808/1955
NO2
Ausbeute: 74 % der Theorie, Fp. 184° C
P-CH0-CO-NH-CH-NH-C-N-CcHe
CCl, CH,
Ausbeute: 61 # der Theorie, Pp. 180° C
P-CH2-CO-NH-Ch-NH-C-N(NH3)
CCl,
Ausbeute: 40 # der Theorie, Fp. 100° C
S
F-CH2-CO-NH-CH-Nh-C-OC2H5
Auebeute: 79 # der Theorie, w o
Analyse: C7H10N2O2SFCl3 (M = 311,5) ber.: 9,00 % 10,28
gef,: 9,72 % 11,04
P-CH0-CO-NH-CH-NH-C-N Ό
2 , \—/
Cd3
Ausbeute: 80 % der Theorie, „ C1
Analyse: C9H13N3O2SCl3F (M = 352,5) ber.: 11,95 % 30,30
gef.; 10,94 * 31,64
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P-CH0-CO-NH-Ch-NH-C-OCH,
Ausbeute: 40 % der Theorie, Pp. 1370C
P-CH2-CO-NH-CH-NH-C-O-Ch
CH3
Ausbeute: 67 # der Theorie, „ g
Analyse: C8H12N2O2SCl3F (M = 325,5) ber.: 8,61 % 9,83 %
gef.: 9,60 % 8,85 %
F-CH2-CO-ITH-CH-NH-C-O-Ch2-CH2-CI CCl3
Ausbeute: 74 # der Theorie, N s
Analyse: C7H9N2O2SCl4F (M = 346,0) ber.: 8,10 # 9,25
gef.: 9,46 % 9,05 t
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Beispiel A Plutella-Test
Lösungsmittel: 3 Gewichtsteile Dimethylformamid Emulgator: 1 Gewichtsteile Alkylarylpolyglyko lather
Zur Herstellung einer zweckmäßigen Wirkstoffzubereitung vermischt man 1 Gewichtsteil Wirkstoff mit der angegebenen Menge Lösungsmittel, das die angegebene Menge Emulgator enthält, und verdünnt das Konzentrat mit Wasser auf die gewünschte Konzentration.
Mit der Wirkstoffzubereitung besprüht man Kohlblätter (Brassica oleracea) taufeucht und besetzt sie mit Raupen der Kohlschabe (Plutella maculipennls).
Nach den angegebenen Zeiten wird der Abtötungsgrad in % bestimmt. Dabei bedeutet 100 %, daß alle Raupen getutet wurden, während 0 % angibt, daß keine Raupen getutet wurden.
Wirkstoffe, Wirkstoffkonzentrationen, Auswertungszeiten und Resultate gehen aus der nachfolgenden Tabelle hervor:
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20980 8/1955
ZJLb*lJUS.
Insekten)
Plutella mac.
Wirkstoffe Wirkütoffkonzen- Abtötunsasrad
tration in % in £ nach- d
F-CH2CO-NH-Ch-S-CO-OC2H5 0,2 0
(bekannt)
F-CH0-CO-NH-CH-NH-C-NH-Ch, 0,2 100
ά ' ° 0,02 90
S
F-CH0-CO-NH-CH-NH-C-N(CH,) o 0,2 100
όοι. 3 °'02 75
S
F-CHoCO-NH-CH-NH-C-NH-CHi CH,)o 0,2 100
2 έσι3 3 °'02 80
lh/
F-CH0-CO-NH-CH-NH-S-NH-f^ 0,2 100
A=/ 0,02 85
S
F-CH0-CO-NH-Ch-NH-C-NH-/^) -Cl 0,2 100
CH,
F-CH0-CO-NH-CH-NH-C-N L A 0,2 100
2 6 W °·02 50
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IM 1793260 Abtötungsgrad
in % nach-d
J f, b β 1 1 e
(pflanzemjchädioendo Incokten)
100
70
Plutella mac. 100
50
Wirkstoffe Wirketoffkonzen
tration in JS
100
100
S /
P-CH0-CO-NH-CH-NH-C-N
cci3
0 0,2
-^ 0,02 '
S
P-CH0CO-NH-Ch-NH-C-OCH
CCl3
3 0,2
0 0,02
S
F-CH0-CO-NH-CH-NH-C-Oc
2H5 0,2
^ D 0.02
S CH3
P-CH0-CO-NH-CH-NH-C-OCh 0,2 100
1 1OO? 100
CCl3 CH3 Ό'Όά Ίϋυ
100 100
F-CH0-CO-NH-CH-NH-C-OCH0-Ch0-CI O,2
ι ^ c O 02
CCl, Uföd
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Beispiel B
Rhopalosiphum-Test (systeitiisehe Wirkung) Lösungsmittel: 3 Oewichtsteile Dimethylformamid Emulgator; 1 Gewichtsteile Alkylarylpolyglykoläther
- — "Erstellung einer zweckmäßigen Wirkstoffzubereitung vermischt man 1 Gewichtsteil Wirkstoff mit der angegebenen Menge Lösungsmittel, das die angegebene Menge Emulgator enthält, und verdünnt das Konzentrat mit Wasser auf die gewünschte Konzentration.
Mit der Wirkstoffzubereitung werden Haferpflanzen (Avena sativa), die stark von der Haferlaus (Rhopaloslphum padi) befallen sind, angegossen, so daß die Wirkstoffzubereitung in den Boden eindringt, ohne die Blätter der Haferpflanzen zu benetzen. Der Wirkstoff wird von den Haferpflanzen aus dem Boden aufgenommen und gelangt so zu den befallenen Blättern.
Nach den angegebenen Zelten wird der Abtötungsgrad in % bestimmt. Dabei bedeutet 100 %, daß alle Blattläuse abgetötet wurden, 0 % bedeutet, daß keine Blattläuse abgetötet wurden.
Wirkstoffe, Wirkstoffkonzentrationen, Auswertungszeiten und Resultate gehen aus der nachfolgenden Tabelle hervor:
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;■' ;■■;■■' 1 '3 $ 5
BAD ORIGINAL
2L&J? öl 1 e
(pflanzenscnSuigendfe" Incekten)
Rhopalosiphum padi-ayetemisch
Wirkstoffe WirkBtoffkonzan- Abtötungagrad
tratlon in # in % nach a.
P-CH2-CO-NH-CH-S^CO-*? \\ 0,2 100
(bekannt)
P-CH2-CO-NH-CH-NH^c-N(CH3)2 0,2 100
CCl, 0f02 75
100 100 100
100 99
100
S 0,2
0,02
0,002
P-CH0-CO-NH-CH-NH-S-NH-CHi CH,)o
C. χ JC.
0,2
0,02
S
P-CH2-CO-NH-CH-NH-C-N O
CCi3 N '
0,2
0,02
S
P-CH0-CO-NH-CH-NH-C-OCh,
CCl3
S 0,2
0,02
P-CH0-CO-NH-CH-NH-C-OC0Ht-
c. ι e. Ό
rip τ
3
0,2
0,02
CH3
P-CHo-C0-NH-CH-NH-Ö-0CH
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100 100
100
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BAD ORIGINAL
y η b 6 1 1 e
(pflcnzonachädigendc Incekten)
Rhopalosiphum padi-eystemisch.
Wirkstoffe Wirkatoffkonzen- Abtötungsgrad
tration in £ in # nach.d
F-CH0-CO-NH-CH-NH-C-OCH0-CH0-Ci 0,2 100
2 A01 2 Z 0,02 . 100
υυχ3 0,002 60
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Beispiel C
Tetranychus-Test
Lösungsmittel: 3 Gewichtsteile Dimethylformamid Emulgator: 1 Gewichtsteile Alkylarylpolyglykolather
Zur Herstellung einer zweckmäßigen Wirkstoffzubereitung vermischt man 1 Gewichtsteil Wirkstoff mit der angegebenen Menge Lösungsmittel, das die angegebene Menge Emulgator enthält, und verdünnt das Konzentrat mit Wasser auf die gewünschte Konzentration.
Mit der Wirkstoffzubereitung werden Bohnenpflanzen (Phaseolus vulgaris), die ungefähr eine Höhe von 10 - 30 cm haben, tropfnass besprüht. Diese Bohnenpflanzen sind stark mit allen Entwicklungsstadien der gemeinen Spinnmilbe {Tetranychus urticae) befallen.
Nach den angegebenen Zeiten wird die Wirksamkeit der Wirkstoffzubereitung bestimmt, indem man die toten Tiere auszählt. Der so erhaltene Abtötungsgrad wird in % angegeben. 100 % bedeutet, daß alle Spinnmilben abgetötet wurden, 0 % bedeutet, daß keine Spinnmilben abgetötet wurden.
Wirkstoffe, Wirkstoffkonzentrationen, Auswertungszeiten und Resultate gehen aus der nachfolgenden Tabelle hervor:
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Tabelle (pflanzenschMdlgende Milben)
Tetranychue uvticae
Wirkstoffe Wirkstoffkonzen- Abtötungsgrad in
tratlon in % nach h
F-CH0-CO-NH-CH-S-CO-C N) 0,2 40
V=/ 0,02 0
(bekannt)
P-CHo-C0-NH-CH-NH-C-NH-CH(CH,)O 0,2 90
CCl,
P-Ch2-CO-NH-CH-NH-C-OCH3 0,2 100
CCl3
It
P-CH2-CO-NH-CH-NH-C-OC0He; 0,2 85
S CH3
P-CH2-CO-NH-CH-Nh-C-OCH 0,2 85
CCl3 CH3
P-CH2-CO-NH-CH-NH-C-OCh2-CH2-CI 0,2 95
CCl3
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Claims (6)

ZO Patentansprüche;
1) Fluoracetylajmino-trichlormethyl-methyl-thiocarbaiainsäureester und -harnstoffe der Formel
F-CH0Co-NH-CH-NH-C-XR (I) CCl5
in welcher
X für Sauerstoff oder -NR1- steht, R1 für Wasserstoff oder Alkyl steht, R für Alkyl, Halogenalkyl, Aryl oder »ubetiuiertes • Aryl steht, und
R, R' zusammen mit dem Stickstoff-Atom für einen heterocyclischen Rest stehen.
2) Verfahren zur Herstellung von Fluoracetylamino-trichlormethylmethyl-thiocarbaminsäureester und -harnstoffen,dadurch gekennzeichnet, dass man Fluoreseigsäure-i-ieothlocyanate-2,2,2-trichloräthylamid der Formel
F-CH9-CO-NH-CH-NCS (II)
mit Verbindungen der Formel
H-X-R (III)
in welcher
X und R die obengenannte Bedeutung haben,
umsetzt.
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3) Insektizid, acarizid und selektiv rodentizid wirksam« Mittel, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Fluoracetylamino-triehlormethyl-methyl-thiocarbaminsäureester oder -harnstoffen gemäss Anspruch 1).
4) Verfahren zur Bekämpfung von Insekten und Acariden und zur selektiven Bekämpfung von Kurzschwanzmäusen, dadurch gekennzeichnet, dass man KLuoracetylamino-trichlormethylmethyl-thiocarbaminsäureester und -harnstoffe gemäss Anspruch 1) auf die Insekten, Acariden, Kurzschwanzmäuse oder ihren natürlichen Lebensraum einwirken lässt.
5) Verwendung von F^oracetylamino-trichlormethyl-methylthiocarbaminsäureester und —harnstoffe gemäss Anspruch 1) zur Bekämpfung von Insekten, Acariden und zur selektiven Bekämpfung von Kurzschwanzmäusen.
6) Verfahren zur Herstellung von insektizid, acarizid und selektiv rodentizid wirksamen Mitteln, dadurch gekennzeichnet, daes man Fluoracetylamino-trichlormethyl-methylthiocarbaminsäureester und -harnstoffe gemäss Anspruch 1) mit Streckmitteln und/oder oberflächenaktiven Mitteln vermischt.
Le A 11 701
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DE19681793260 1968-08-23 1968-08-23 Fluoracetylamino-trichlormethyl-methyl-thio-carbaminsaeureester und -harnstoffe Pending DE1793260A1 (de)

Priority Applications (10)

Application Number Priority Date Filing Date Title
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