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DE1792353A1 - Kosmetische Zubereitungen - Google Patents

Kosmetische Zubereitungen

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DE1792353A1
DE1792353A1 DE19681792353 DE1792353A DE1792353A1 DE 1792353 A1 DE1792353 A1 DE 1792353A1 DE 19681792353 DE19681792353 DE 19681792353 DE 1792353 A DE1792353 A DE 1792353A DE 1792353 A1 DE1792353 A1 DE 1792353A1
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DE
Germany
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skin
malic acid
acid
phenyl
cream
Prior art date
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Pending
Application number
DE19681792353
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English (en)
Inventor
Philippe Serviere
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Individual
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Description

Die Erfindung "betrifft neue Anwendungen von fett löslichen Apfelsäurederivaten, insbesondere Apfelsäureestern, in der Kosmetik. Sie betrifft insbesondere Präparate, die gewisse Apfelsäureester enthalten. Gemäß einem weiteren Merkmal können die Präparate gemäß der Erfindung außerdem Ester von Säuren enthalten, die in analoger Weise wie Apfelsäure eine Rolle "beim Tricarbonsäurezyklus nach Krebs spielen.
Der Erfindung liegen die folgenden Überlegungen zugrunde:
Die Schönheit einer Haut, d.h. ihre Geschmeidigkeit und ihre .Frische, ist auf einen sehr feinen Fettfilm von molekularer Dicke zurückzuführen, der die Oberfläche des Körpers wie eine Hülle gegen Angriffe von außen, nämlich übermäßige Feuchtigkeit saufnähme, Austrocknung und Infektion schützt. Unter dem Schutz dieses Films werden durch die physiologische Tätigkeit der Zellen der Haut die notwendigen Gleichgewichte aufrechterhalten. Wenn man der Haut ihre Schönheit und Jugendfrische bewahren will, ist es wesentlich, auf die Unversehrtheit dieses feuchtigkeitshaltigen Fettfilms zu achten, der durch Wasser, das mit Elektrolyten beladen ist, und durch stickstoffhaltige Produkte, in denen sich ein Fettkomplex emulgiert, gebildet wird. Er stellt ein Puffermedium mit saurem p^-Wert dar und spielt eine äußerst wichtige Rolle beim Schutz der Hautdecke und der "Phaneres". Diese funktioneile Oberfläehen-
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emulsion unterscheidet sich, sehr stark sowohl chemisch als auch physikalisch von den FettabScheidungen, die in den Subkutangeweben als Reservestoffe gespeichert sind. Wenn die Hautdecke geschädigt ist, mit anderen Worten, wenn der Mantel, den der feuchtigkeitshaltige Fettfilm darstellt, nicht mehr seine Schutzrolle spielt, treten Hautstörungen auf: welke, glanzlose oder pergamentartige Haut, vorzeitige Lachfalten, Austrocknung, fettiges und glänzendes Gesicht sowie alle wenig ästhetischen Erscheinungen. Wenn sie nicht die Folge einer organischen Erkrankung sind, die eine ärztliche Behandlung erfordert, haben diese Störungen meistens mangelnde Pflege der Haut oder vor allem Fehler, die "bei der ständigen Hautpflege begangen werden, zum Ursprung. Beispielsweise ist im Gegensatz zu der allgemeinen Vorstellung, daß eine trockene Haut dehydratisiert ist, eine sogenannte trokkene Haut einfach eine Haut, deren Abschuppung und deren feuchtigkeitshaltiger Fettfilm anomal sind. Eine solche Haut ist im allgemeinen wasserreicher als eine normale Haut.
Demzufolge werden im Eahmen der Erfindung zwei große Grundsätze angewendet, um Produkte verfügbar zu machen, die die richtige Pflege der Haut gewährleisten.
An erster Stelle ist im Gegensatz zu der am häufigsten verbreiteten Annahme erkannt worden, daß alles in der Konstitution und Physiologie der Haut sich einer Absorption durch die Haut entgegensetzt, die den Durchgang einer Substanz durch die Epidermis voraussetzen würde. Unter normalen Konzentrationsbedingungen überschreiten die Elektrolyte bekanntlich nicht die "elektrophysiologische" Sperre. Dies bedeutet, daß Wasser nicht die Haut durchdringt und demzufolge wasserlösliche Substanzen, ob aktiv oder nicht, noch weniger eindringen. Es ist also völlig illusorisch, solche Substanzen in die wässrige Phase eines Produkts einarbeiten zu wollen, das für die Behandlung der Haut bestimmt ist.
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Lediglich, die Fettstoffe dringen in das Innere der Haut ein, wenn auch nicht in ihrer Gesamtheit, wobei sie Punkte von geringerem Widerstand ausnutzen, die aus den Haarbälgen bestehen. Dieses Eindringen erfolgt durch den Boden der Follikel unter Auflösung des Talges»
An zweiter Stelle handelt es sich demzufolge nicht darum, die Haut durch Auftragen eines Produkts auf die Oberfläche erneut zu hydratisieren oder nicht. Allein durch die normale physiologische Tätigkeit der Zellen werden die notwendigen Gleichgewichte sichergestellt. Jede Haut, die sich in einem schlechten Zustand befindet, ist eine Haut, deren physiologische Tätigkeit gestört ist. Jede solche enzymatische Tätigkeit setzt für ihren Ablauf normalerweise eine permanente Energiequelle voraus, die durch den von Krebs beschriebenen Tricarbonsäurezyklus dargestellt wird, und die der wahre biochemische Mittelpunkt des intermediären Stoffwechsels ist, d.h. der Gesamtheit der Reaktionen, die den speziellen Stoffwechseln gemeinsam sind: dem Kohlehydratstoffwechsel, dem Eiweißstoffwechsel und dem Fettstoffwechsel.
Die Kette der Substrate dieses intermediären Stoffwechsels hat keinen Anfang und kein Ende, sondern stellt einen Kreis dar, d.h. zu den verschiedenen Reaktionen katabolischen Abbaues gesellen sich Kondensationsreaktionen derart, daß die Synthese jedes der Substrate immer auf Kosten seiner Abbauprodukte möglich ist.
Das -"-pfelsäureion stellt u.a. einen der wesentlichen Schlüssel des Krebs-Zyklus dar, für den es eine wichtige Energiequelle ist und den wahren Antrieb des Lebens der Zelle darstellt.
Apfelsäure, die die Formel COOH-CHg-CHOH-COOH hat, ist ein sehr wichtiges Glied des Tricarbonsäurezyklus nach Krebs und spielt hierdurch eine physiologische Rolle erster Ordnung im intermediären Stoffwechsel, d.h. bei der Gesamtheit der Reaktionen, die den speziellen Stoffwechseln (Kohlehydratstoffwechsel, Eiweißstoffwechsel, Fettstoffwechsel) gemeinsam
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sind. Die Kette der Substrate des intermediären Stoffwechsels hat keinen Beginn und kein Ende, sondern stellt einen Kreis dar, d.h. zu den verschiedenen katabolischen Reaktionen gesellen sich Kondensationsreaktionen einer solchen Art, daß die Synthese jedes Substrats immer auf Kosten seiner Abbauprodukte möglich ist. Zur Verwirklichung dieses Zyklus wird die Energie des ATP- und DNP-Systems (Adenosintriphosphorsäure und Diphosphonukleotid) ausgenutzt, und die Apfelsäure stellt eine ausgezeichnete Energiequelle dar, die die Synthese von ATP ermöglicht. In den Zellen garantiert ihre Anwesenheit & somit eine wirksame Tätigkeit und ermöglicht die Verwirklichung eines physiologischen Stoffwechsels in der Epidermis und eine normale Erneuerung der Basalschicht. Sie bewirkt eine besondere Feinheit und eine besondere Transparenz der Haut, die ihre Verwendung in der Kosmetik rechtfertigen.
Es war somit gerechtfertigt, die Apfelsäure in der Kosmetik als Zellaktivator zu verwenden, damit die Zelle in normaler Weise im Organismus die Substanzen schöpft, die für ihre Tätigkeit notwendig sind.
Apfelsäure ist eine organische Säure, die in der Natur weit verbreitet ist. Sie stellt mit der Citronensäure und der Weinsäure eine der hauptsächlichen Säuren der Früchte dar W und ist im Apfel in besonders hoher Konzentration enthalten. Es blieb indessen ein Problem, das Eindringen des Apfelsäureions, das in Wasser löslich und in Ölen unlöslich ist, in die Zellen sicherzustellen. Das gewünschte Ergebnis wird gemäß der Erfindung erhalten, indem ein fettlöslicher Ester der Apfelsäure verwendet wird.
Es war schließlich notwendig, für diesen Wirkstoff einen Träger zu wählen, der nicht nur sein Eindringen sicherstellt, sondern auch seine Wirkung ergänzen und vervollständigen kann, indem er die Haut glättet und verbessert. Die Pflanzenöle, insbesondere das Avogadoöl, können durch ihren Gehalt an physiologischen Produkten, z.B. Vitaminen, allein diese Rolle in
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vollkommener Weise übernehmen. Dank, dieser Pflanzenöle konnten Hautmilch Und Cremes hergestellt werden, die schnell von der Haut aufgenommen werden und somit nicht den Eindruck von "Fett" hinterlassen und mit vollkommener Sicherheit ihre Aufgabe als Träger und Verteiler der Wirkstoffe erfüllen und hierbei einen angenehmen Eindruck von Frische erzeugen.
Gemäß der Erfindung wird die Apfelsäure in Form eines Esters in einen Träger- oder Hilfsstoff eingearbeitet, der sich zur Bildung einer Gesichtscreme eignet, die in Tierversuchen und dann am Menschen getestet wurde. '
Der Trägerstoff, der von großer Bedeutung ist, besteht aus einer Kombination von verschiedenen Pflanzenölen, von denen das Avogadoöl im Vordergrund steht«, Er wird sehr schnell von der Haut aufgenommen, erzeugt einen Eindruck von Frische und hinterläßt keinerlei fettiges Aussehen im Gesicht. Er trägt und verteilt den Wirkstoff, der mit ihm eindringt, und das in der Creme enthaltene Wasser verdunstet schnell bei der Yiärme des' Gesichts. Der p-rr-Wert der Creme liegt im sauren Bereich, wodurch der klassische "Säuremantel" bewahrt wird, der für die Haut notwendig ist.
Die Ester gemäß der Erfindung können nach einem Verfahren der direkten Veresterung der Apfelsäure mit einem Alkohol bei einer Temperatur zwischen etwa 110 und 2000C hergestellt werden. Das ?/asser wird durch Verdampfung im Maße seiner Bildung entfernt. Der Ester wird anschließend nach üblichen Methoden gereinigt, z.B. durch Vakuumdestillation, Extraktion mit einem Lösungsmittel und Abdampfen des Lösungsmittels, durch Behandlung mit Aktivkohle usw.
Als Alkohole werden für das Veresterungsverfahren zur Herstellung der Ester gemäß der Erfindung vorzugsweise lipophile und hydrophobe Alkohole verwendet, damit Derivate erhalten werden, die in Wasser unlöslich und in Fettstoffen, die die besten Träger für Hautpflegemittel darstellen, löslich
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sind,■ Als Beispiele der geeigneten Alkohole seien genannt: 1-Phenyl-1-propanol C ,-H1- -CHO H-CpH1-
2-Phenyl-2-propanol
CH5 .. OH
^T C ^ °6H5
2-Phenyl-1-äthanol C5H5 - CH2 - CH2OH 3-Phenyl-1-butin-3-o1
HC = C OH
C - CCHC / 6 5
OH* .
Die Produkte haben im allgemeinen die Form eines hellgelben bis dunkelgelben Öls, das in Wasser unlöslich und in Ölen und praktisch allen organischen Lösungsmitteln mit Ausnahme von Petroläther löslich ist.
Es ist auch möglich, den kosmetischen Präparaten gemäß der Erfindung andere fettlösliche Ester zuzusetzen, insbesondere Ester von Säuren, die ebenso wie Apfelsäure eine Holle als Faktoren des Krebs-Zyklus spielen, wie bereits erwähnt. In diesem Zusammenhang sind insbesondere die Ester der vorstehend genannten Alkohole mit Essigsäure, Citronensäure, a-Ketoglutarsäure, Brenztraubensäure und Oxalessigsäure zu erwähnen.
Ausführungsformen des Verfahrens zur Herstellung von Estern der Apfelsäure gemäß der Erfindung werden in den folgenden Beispielen beschrieben.
Beispiel 1 Diester von Apfelsäure und 2-Phenyl-1-äthanol
In einen 1 1-ßeaktor werden 268 g Apfelsäure (2 Mol) und 600 g 2-Phenyl-1-äthanol (molarer Überschuß) gegeben. Man erhitzt unter Bewegung 7 Stunden auf 130°Cund läßt hierbei das gebildete Wasser verdampfen. Man dampft anschließend un-
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ter vermindertem Druck den Überschuß des nicht umgesetzten 2-Phenyl-1-äthanols ab, läßt abkühlen, nimmt in 2 1 Aceton auf, entfärbt mit 20 g Kohle, filtriert und dampft zur Entfernung des Acetons unter vermindertem Druck ein. Man erhält 620 g des Diesters der Bruttoformel G20H22°5 vomxekular~ gewicht 94-2,396. Zusammensetzung:
G% Wo 0% 70,16 6,4-7 23,37 Apfelsäure 35%
2-Phenyl-äthanol 64,6%
100,0%
Strukturformel:
IJ 22 rjj
Das Produkt ist ein viskoses gelbes Öl, das den charakteristischen Geruch von Rosenöl hat, in Fettstoffen, Methanol, Äthanol, Isopropanol, Propylenglykol, Aceton, Äther, Benzol, Dimethylformamid, Oxyäthylenglykolen, Acetonitril usw. löslich und in Wasser und Petroläther unlöslich ist.
Im Ultraviolettspektrum hat der Ester ein Maximum um 2590 £.
Charakteristische Reaktionen
Nach Hydrolyse mit NaOH unter Sieden in einem verdünnten Medium und Zentrifugierung werden zwei Phasen erhalten: eine obere Phase, bestehend aus Phenyl-2-äthanol, und eine untere Phase, bestehend aus Natriummalat in wässriger Lösung.
Beispiel 2 Diester von Apfelsäure und 1-Phenyl-1-propanol
In einen 1 1-Reaktor werden 268 g Apfelsäure (2 Mol) und g 1-Phenylä*S.yi«S.«e*teI (4- Mol) gegeben. Man erhitzt unter
Bewegung 12 Stunden auf 110°C, wobei man das Reaktionswasser verdampfen läßt, läßt abkühlen, nimmt in 2 1 Äther auf, wäscht mit Wasser, trocknet über wasserfreiem NapSO^r, und. dampft den Äther unter vermindertem Druck ab« Man erhält
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710 g des Diesters von Apfelsäure und 1-Phenyl-i-propanol.
Beispiel 3 Diester von Apfelsäure und 2-Phenyl-2-propanol
In einen 1 1-Reaktor werden 134- g Apfelsäure (1 Mol) und 500 g 2-Phenyl-2-propanol (molarer Überschuß) gegeben. Man erhitzt 6 Stunden auf 150°C, wobei man das Heaktionswasser verdampfen läßt, und dampft anschließend den nicht umgesetzten überschüssigen Alkohol unter vermindertem Druck ab. Man nimmt in 2 1 Methanol auf, entfärbt mit 30 g Kohle, filtriert und dampft das Methanol unter vermindertem Druck ab. Man erhält 330 g des Diesters von Apfelsäure und 2-Phenyl-2-propanol.
Beispiel 4- Monoester von Apfelsäure und 3-Phenyl-1-butin-3-ol
In einen 500 ml-Reaktor gibt man 134- g Apfelsäure (1 Mol) und 146 g 3-Phenyl-1-butin-3-ol (1 Mol). Man erhitzt 4- Stunden auf 200°C, wobei man das Veresterungswasser abdampfen läßt. Man läßt abkühlen, nimmt in 1 1 Aceton auf, entfärbt mit 20 g Kohle, filtriert und treibt das Aceton unter vermindertem Druck ab. Man erhält 220 g des kristallisierten Monoesters.
Zunächst wurden Tierversuche durchgeführt, um die Harmlosigkeit und die Aktivität der Ester gemäß der Erfindung, die örtlich als Creme aufgetragen werden, nachzuweisen. Hierbei wurde die Hautverträglichkeit des Hilfsstoffs allein und der den Apfelsäureester enthaltenden Creme ermittelt.
Die Versuche wurden an ausgewachsenen männlichen Wistar-Hatten durchgeführt. Die Tiere wurden in Gruppen von je 5 Ratten mit praktisch gleichem Gewicht eingeteilt, unter den gleichen Umgebungsbedingungen behandelt und erhielten das gleiche Futter. Eine Gruppe wurde mit der den Apfelsäureester enthaltenden Creme behandelt und mit einer Gruppe, die mit dem Hilfsstoff allein behandelt wurde, und mit einer Vergleiche gruppe verglichen.
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auf
Das Produkt wurde zweimal täglich, durcii Massieren/einer etwa
ρ
4 cm großen, vorher mit der Schere enthaarten Fläche am Bauch aufgetragen. Eine gleiche Enthaarung wurde jede Woche vorgenommen. Die Behandlung wurde während einer Zeit von vier aufeinanderfolgenden Wochen durchgeführt.
Bei Versuchsende wurde als einzige objektive Beobachtung eine deutliche Entzündung des Fells in der enthaarten Zone "bei den Vergleichsgruppen festgestellt, hervorgerufen wahrscheinlich durch Außenberührungen an den Stellen, an denen das Haar nachwuchs. Dieses Aussehen war praktisch nicht an den Gruppen festzustellen, die mit der den Apfelsäureester enthaltenden Creme oder mit dem Trägerstoff allein "behandelt wurden. .
Die Tiere wurden anschließend getötet, worauf Proben des Fells entnommen wurden. Die Hautproben wurden nach Bouin-Hollande-Fixierung einer anatomisch-pathologischen Untersuchung unterworfen.
Die histologische Untersuchung des Rattenfells wurde durch vergleichende Bewertung der Bestandteile des Fells vorgenommen: Bei der Epidermis wurde die Stärke der Papillen, der Keratinvorrat und die Zahl der Zellagen der Epidermis ermittelt; bei der Lederhaut wurden Dicke der Lederhaut schicht," die Stärke der elastischen Faserbündel (faisceaux conjonctifs) ihre Zellbeschaffenheit und schließlich das zytologische Aus-
festeestellt sehen der "annexes dermiques'V. Bexm Unterhaut Zellgewebe wurde im wesentlichen die Dicke im Vergleich zu derjenigen der Lederhaut ermittelt. Bei den Hautmuskeln wurde die Stärke der Muskelbündel im Vergleich zu den Elementen der Gesamtheit der entnommenen Proben untersucht. Nach eingehender Untersuchung sämtlicher Schichten der entnommenen Haut konnte bestätigt werden, daß der Auftrag der den Apfelsäureester enthaltenden. Creme sowie des Hilfsstolffs allein auf eine vorher enthaarte Fläche des Fells von Ratten keinerlei pathologische Veränderungen sowohl vom strukturellen Standpunkt als auch vom
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Standpunkt der Zellen zur Folge hat. Insbesondere ist festzustellen, daß die Mitosen in der erzeugenden Schicht (l'assise generatrice) zahlenmäßig bei den behandelten Tieren nicht gesteigert sind und kein Zeichen von Anomalie zeigten. Es kann somit auf vollkommene Verträglichkeit der bei den Versuchen verwendeten Produkte geschlossen werden.
Das günstige Ergebnis der vorstehend beschriebenen Vorversuche rechtfertigte in einer zweiten Phase die Versuche am Menschen.
W Es ist natürlich schwierig, die Wirkung einer Schönheitscreme auf das Gesicht objektiv zu beurteilen. Zu diesem Zweck wurde wie folgt vorgegangen: Der Beobachtungszettel jeder Person ist in drei Felder unterteilt. Auf das erste Feld, das schematisch ein Gesicht beschreibt, hat der Beobachter nach der Untersuchung mit der Lupe seine persönlichen Eindrücke über das Gesicht eingetragen: Fette und trockene Zonen, erweiterte Poren, Flechten oder Geschwüre, Falten und schlaffe und welk gewordene Bereiche. Auf dem zweiten Feld hat der Patient seine subjektiven Eindrücke während der Behandlung eingetragen, Auf dem dritten.Feld sind schließlich die objektiven Eindrücke des Untersuchenden nach der Behandlung nach Betrachtung mit der Lupe niedergelegt. Acht Personen wurden getestet:
™ Sechs Frauen brachten die Creme morgens und abends nach der Toilette auf. Einige schminkten sich, andere nicht. Zwei Männer trugen die Creme morgens vor oder nach dem Rasieren auf das Gesicht auf. Der Versuch wurde an 15 aufeinanderfolgenden Tagen durchgeführt. Die folgenden Beobachtungen wurden gemacht:
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1* Frau G., 30 Jahre, brünett·:
Beobachtung; vorher
Fette Haut, erweiterte Poren, vor allem an den Wagen und um die Nase; die Nase kontrastiert mit dem trockenen Aussehen der Stirn und des Kinns.
Subjektiver Eindruck
Eindruck der Frische und der Entspannung im Gesicht nach dem Auftrag. Die Nase glänzt nicht mehr. Das Schminken ist leichter.
Beobachtung nachher
Verschwinden der fetten Bereiche, Verengung der Poren. Der Teint, der ein allgemein matteres Aussehen annimmt, wirddeutlich gleichmäßiger.
2. Frl. 0.« 24 Jahre, blond:
Trockene Haut, bildet leicht rote Flecken aus, allergisch gegenüber vielen Produkten.
Frau A., 54 Jahre, brünett:
Fette Haut in den mittleren Partien und trockene Haut an den Seiten, Krähenfüße in den Augenwinkeln·
4. Frau Z.« 38 Jahre, blond:
Sehr feine und sehr zarte Haut. Verträgt keinerlei Schminke.
Sofortiger Eindruck von Frische und Geschmeidigkeit. Die Haut ist feiner und der Teint klarer. Die Haut wird durch Wind und Kälte nicht mehr verdorben.
Der Teint ist klarer, die Haut schoner und geschmeidiger. Die Creme ist angenehm in der Anwendung und wird sehr schnell aufgenommen und fettet nicht.
Gute Tagescreme. Nicht sehr fett für die Nacht. Eignet sich nicht für jegliche Schminkung.
Aussehen einer besser ernährten und gesunden Haut. Verschwinden der liötungen.
Der Teint wird gleichmäßiger, die fetten Bereiche verschwinden. Kleine Falten werden unscharfer und weniger tief.
Immer sehr zarte und feine Haut, jedoch ein wenig trocken.
109847/1764 CD CO
cn co
5. FrI. S., 25 Jahre, kastanienbraun:
Beobachtung vorher
Fette Partien mit erweiterten
Poren auf den Wangen und auf
der Nase. Pickel in den Mundwinkeln .
Subjektiver Eindruck
Sehr angenehme Creme, erfrischend, Schließt die Poren und beseitigt die Pickel. Die Haut wird feiner und der Teint klarer.
Beobachtung nachher
Der Teint wird gleichmäßig, die Poren schließen sich, und die Pickel verschwinden.
6. Frau B., 50 Jahre, brünett:
Trockene Haut und Falten in
den Mundwinkeln und Augenwinkeln. Falten auf der Stirn,
unter den Augen.
7. Herr S., 42 Jahre, brünett:
^Raspelartiges Aussehen der Haut
—»nach der Elektrorasur. Oberseite
-Jder Hände trocken, hält die
°>Seife fest, geringes Abschuppen.
Wiederbelebung der Haut, die sowohl dicker als auch geschmeidiger erscheint. Verschwinden des an Papiermache erinnernden Teints.
Erleichtert die Elektrorasur und ermöglicht es, sie zu vergessen. Läßt die Rauhigkeit und die Seifenablagerung auf der Oberseite der Hände verschwinden. Besser ernährte Haut, geschmeidiger und fester. Sie fällt nicht mehr ein, die Falten sind geglättet und die Säcke unter den Augen weniger schlaff und welk.
Geschmeidigeres, feineres und besser ernährtes Aussehen der Gesichtshaut nach der Elektrorasur und auf der Oberseite der Hände. "
8. Herr A., 16 Jahre, brünett;
Sehr fette Haut, erweiterte
Poren und Mitesser. Reste von
Akne junenilis. Rasur immer
schwierig, selbst mit Elektrorasierapparat.
Rasur viel leichter und angenehmer. Bringt die Mitesser und die Pickel zum Verschwinden, ohne unangenehm in der Anwendung zu sein. Klebt nicht am Gesicht. Verringert die Reizung durch den Rasierapparat. Sehr deutliche Wirkung auf die Seborrhoe, Verschwinden der Mitesser. Die Poren haben sich geschlossen, und die Akne ist schwächer geworden.
CO NJ CO
Eine Betrachtung der vorstehend genannten Ergebnisse ermöglicht die folgenden Feststellungen:
1) Die Creme ist angenehm anzuwenden; sie ist frisch, wird schnell aufgenommen und hinterläßt keinerlei Spur.
2) Die Creme wirkt "besonders auf fette Haut und erweiterte Poren. Sie gibt der Haut die Geschmeidigkeit einer gesunden und Jungen Haut zurück und wirkt auf die kleinen Falten ein, die sie leicht beseitigt.
3) Die Creme ermöglicht es der Haut, sich richtiger zu ernähren, und bringt Flechten und Pickel zum Verschwinden. Sie versetzt die Haut in die Lage, sich gegen Infektion zu verteidigen, und bringt Rötungen zum Verschwinden und mildert die Akne·
4-) Die Creme gibt der Haut von Händen, die durch Seife verdorben worden sind, die Vitalität zurück und erleichtert das Gleiten des Elektrorasierers.
5) Die Wirkung der Creme ist weniger schnell auf sehr trockene Haut, für die eine stärkere Fettphase verwendet werden muß.
In allen Fällen gewährleistet die Creme Gleichmäßigkeit und Klarheit des.Teints, d.h. die beiden wesentlichen Grundeigenschaften der Haut.
1.09847/1-76 A

Claims (2)

Patentansprüche
1.) kosmetische Zubereitungen, insbesondere Schönheitscremes und Rasiercremes, enthaltend ein oder mehrere Ester aus Apfelsäure und lipophilen und hydrophoben Alkoholen.
2.) Kosmetische Zubereitungen nach Anspruch 1, enthaltend Ester aus Apfelsäure und 1-Phenyl-l-propanol, 2-Phenyl-2-propanol-, 2-Phenyl-l-äthanol oder ^-
3·) Kosmetische Zubereitungen nach Anspruch 1 oder 2, enthaltend zusätzlich Ester der genannten Alkohole mit Essigsäure, Citronensäure, a-Ketoglutarsäure, Brenztraubensäure oder Oxalessigsäure.
109847/1764
DE19681792353 1967-08-24 1968-08-23 Kosmetische Zubereitungen Pending DE1792353A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR118878A FR93907E (fr) 1963-12-07 1967-08-24 Utilisation nouvelle en cosmétologie d'un activateur cellulaire.

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DE1792353A1 true DE1792353A1 (de) 1971-11-18

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CH (1) CH479298A (de)
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IT (1) IT1051230B (de)
NL (1) NL6811870A (de)

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DK2190425T3 (en) 2007-04-20 2016-01-25 Bioequal Ag Topically applicable fungicidal agents for the treatment of nails

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BE718136A (de) 1968-12-31
CH479298A (fr) 1969-10-15
FR93907E (fr) 1969-06-06
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GB1234297A (de) 1971-06-03

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