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DE1791270B2 - Vorrichtung und verfahren zum nachweisen eines elektrischen feldes mit einer wechselspannungs-gleichspannungs-elektrolumineszenzschicht - Google Patents

Vorrichtung und verfahren zum nachweisen eines elektrischen feldes mit einer wechselspannungs-gleichspannungs-elektrolumineszenzschicht

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DE1791270B2
DE1791270B2 DE19681791270 DE1791270A DE1791270B2 DE 1791270 B2 DE1791270 B2 DE 1791270B2 DE 19681791270 DE19681791270 DE 19681791270 DE 1791270 A DE1791270 A DE 1791270A DE 1791270 B2 DE1791270 B2 DE 1791270B2
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DE
Germany
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voltage
layer
wge
electric field
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DE19681791270
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DE1791270C3 (de
DE1791270A1 (de
Inventor
Tadao Yokohama Kohashi (Japan)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Panasonic Holdings Corp
Original Assignee
Matsushita Electric Industrial Co Ltd
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Filing date
Publication date
Application filed by Matsushita Electric Industrial Co Ltd filed Critical Matsushita Electric Industrial Co Ltd
Publication of DE1791270A1 publication Critical patent/DE1791270A1/de
Publication of DE1791270B2 publication Critical patent/DE1791270B2/de
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Publication of DE1791270C3 publication Critical patent/DE1791270C3/de
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B33/00Electroluminescent light sources

Landscapes

  • Electroluminescent Light Sources (AREA)
  • Image-Pickup Tubes, Image-Amplification Tubes, And Storage Tubes (AREA)
  • Devices For Indicating Variable Information By Combining Individual Elements (AREA)
  • Control Of Indicators Other Than Cathode Ray Tubes (AREA)
  • Conversion Of X-Rays Into Visible Images (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, sowie ein Verfahren zum Betrieb dieser Vorrichtung.
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art (DT-PS 87 698) steuert eine an der Vorrichtung anliegende Gleichspannung die Lichtstärke einer durch die gleichzeitig anliegende Wechselspannung hervorgerufenen Lumineszenz. Die Wechselspar.nungis-Gleichspannungs-Elektrolumineszenz-Schicht (WGE-Schicht) weist jedoch keine feldspeichernden Eigenschaften auf. Bekannt ist auch ein Feststoff-Bildverstärker (DT-PS 12 02 913), der sowohl eine Elektrolumineszenzschicht als auch eine photoleitende Schicht aufweist. Bei diesem bekannten Bildverstärker hat allein die letztgenannte
lu Schicht speichernde Eigenschaften. Der Mehrschichtenaufbau führt überdies dazu, daß es sich beim bekannten Bildverstärker nicht um eine WGE-Schicht im eigentlichen Sinne handelt.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Vorrichtung der
eingangs genannten Art so auszugestalten, daß das eleklrische Feld nicht nur während der eigentlichen Messung, sondern auch noch einige Zeit später sichtbar gemacht werden kann. Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung gelöst. Zweckmäßi-
ge Verfahren zum Betrieb der Vorrichtung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann zur Erzeugung einer negativen oder auch einer positiven Beeinflussung der Lichtstärke verwendet werden. Ein
starkes Gleichfeld dämpft die Lichtstärke. Soll ein starkes nachzuweisendes Cleichfeld eine starke Lichtabgabe bewirken, so wird derart vorgegangen,, daß man vor dem Einspeichern des nachzuweisenden elektrischen Feldes ein elektrisches Feld entgegengesetzter Polarität einspeichert, was mit der erläuterten Vorrichtung leicht möglich ist. Dabei wird vorzugsweise an die Vorrichtung eine elektrische Gleichspannung solcher Größe für eine solche Dauer angelegt, daß die Speicherung ihre Sättigung erreicht. Das nachzuweisen-
j5 de elektrische Feld verringert dann am Ort seines Auftretens das vorab eingespeicherte elektrische Feld. Letztlich erhält man eine in Aufbau und Betrieb einfache und dennoch zum Nachweisen eines elektrischen Feldes gut wirsame Vorrichtung.
Eine besondere Anwendungsmöglichkeit der Vorrichtung besteht insoweit, als man das nachzuweisende elektrische Feld durch Abtasten der WGE-Schicht mit einem Elektronenstrahl in diese einspeichern kann. Es ist auch möglich, die dem nachzuweisenden elektrischen Feld entsprechende Lumineszenz in Phasenzuordnung zur angelegten Wechselspannung periodisch zu unterbrechen.
In der Zeichnung wird die Erfindung beispielsweise erläutert, und zwar zeigt
so Fig. 1 eine Ausführungsform der Vorrichtung mit Stromversorgung und
Fig.2 und 3 an einer Vorrichtung nach Fig. 1 mit einem Oszillographen beobachtete Verläufe von angelegten Spannungen und Lichtabgabe.
Fig. 1 zeigt ein Lumineszenzelement 10 mit einer WGE-Schicht 1 (Wechselspannungs-Gleichspannungs-Elektrolumineszenz-Schicht), die zwischen zwei Elektroden 2 und 3 angeordnet ist, von denen mindestens eine lichtdurchlässig ist. Das elektrolumineszierende
M) Material in der WGE-Schicht 1 ist in eine dielektrische Trägersubstanz eingelagert. Die WGE-Schicht 1 ist deshalb in der Lage, bei Anlage einer polarisierenden Gleichspannung zwischen den Elektroden 2 und 3 ein inneres elektrisches Feld aufzunehmen und eine
«-, Restkomponente des Feldes auch noch aufrechtzuerhalten, wenn die an die Elektroden 2, 3 angelegte Gleichspannung abgeschaltet wird.
Hierfür besteht die WGE-Schicht 1 beispielsweise aus
grün elektrolumineszierendem Zinksulfid, das mit Kupfer oder Aluminium aktiviert und pulverförmig in einer dielektrischen Trägersubstanz dispergiert ist, die beispielsweise aus flüssigem Trikresylphosphat besteht. Die WGE-Schicht 1 hat eine Dicke in der Größenordnung von 100 μιη. Die Elektroden 2 und 3 bestehen aus transparenten, elektrisch leitenden dünnen Schichten aus Zinnoxid od. dgl., die auf transparente Glasplatten 4 bzw. 5 aufgebracht sind. Man erkennt in der Figur weiter ein Isolierdistanzstück 6, das beispielsweise aus Polyester besteht. Bezüglich aller Einzelheiten wird auf die Figuren verwiesen.
Die Stromversorgung des Lumineszenzelementes 10 besteht aus einer Gleichspannungsquelle 7, einer Wechselspannungsquelle 8 und einem Kondensator 9, die auf die in der Figur gezeigten Weise 6eschaltet sind: Die Gleichspannungsquelle 7, die zum Aufzeichnen und Löschen des elektrischen Signals dient, gibt an die Abgriffe a, c eines Schalters S einstellbare Gleichspannungen Ve, und VB2 entgegengesetzter Polarität. Der Schalter S weist überdies eine neutrale Klemme b auf. Er dient dazu, wahlweise die eine oder andere der entgegengesetzt gepolten Gleichspannungsquellen mit der Wechselspannungsquelle 8 in Reihe zu schalten. Dadurch wird die von der Wechselspannungsquelle 8 abgegebene Wechselspannung VA einstellbare Amplitude mit der jeweiligen Gleichspannung von der Gleichspannungsquelle 7 überlagert. Die Wechselspannungsquelle 8 dient zur Lumineszenzerregung am Lumineszenzelement 10.
Mit der Wechselspannungsquelle 8 ist der Kondensator 9 in Reihe geschaltet. Die Reihenschaltung aus Wechselspannungsquelle 8 und Kondensator 9 ist zwischen den Elektroden 2 und 3 angeschlossen. Die Gleichspannungsquelle 7 ist dabei zum Kondensator 9 parallel geschaltet. Der Verbindungspunkt des Kondensators 9 mit der Elektrode 3 ist geerdet. Mit dem gegebenenfalls entbehrlichen Kondensator 9 kann ein Entladewiderstand geeigneten Widerstandswertes verbunden werden.
Die Lumineszenz L2 des Lumineszenzelementes 10 wird von der WGE-Schicht 1, wie in der Fig. 1 mit Pfeilen angedeutet, auf der Seite der Elektrode 2 abgegeben.
F i g. 2 zeigt Spannungs- und Lichtabgabeverläufe, wie sie mit der Vorrichtung nach F i g. 1 erhalten werden und an einem Oszillographen beobachtet wurden.
F i g. 2A zeigt zunächst den Verlauf der Wecnselspannung Va zum Erregen der Lumineszenz, die bei diesem Versuch eine Wechselspannung von 80 V und 1 kHz ist, gemessen als Veränderung des Potent'als der Elektrode 2 in bezug zur anderen Elektrode 3.
Fig.2B zeigt den Verlauf der Lumineszens L2 bei Anlage der Wechselspannung VA von F i g. 2 an die Elektroden 2 und 3 des Lumineszenzelementes 10. Dieses befindet sich dabei in einem Zustand, in dem keine Restkomponente eines elektrischen Feldes in der WGE-Schicht 1 vorhanden ist. Eine solche Restkomponente wird durch Anlegen einer polarisierenden Gleichspannung mit Hilfe der Gieichspannungsquelle 7 zwischen den Elektroden 2 und 3 erzeugt. Das geschieht derart, daß die Polarität der Elektrode 2 pusiiiv in bezug zur Polarität der Elektrode 3 ist. Hierfür wird der Schalter Sin die in F i g. 1 gezeigte Lage gebracht.
F i g. 2C zeigt den Verlauf der Lumineszenz L2 bei eingespeichertem elektrischem Gleichfeld. Für das HinsDeichem wurde in diesem Beispiel eine Gleichspannung VB2 von 240 V während einer Sekunde an die WGE-Schicht 1 angelegt. Das erfolgt bei einer Wechselspannung Va von Null durch Umlegen des Schalters S von der Klemme b zur Klemme a. Fünf Minuten nach dem Einspeichern wurde durch Anlegen der Wechselspannung VA an das Lumineszenzelement 10 die Lumineszenz erregt.
Vergleicht man nun die Lichtabgabeverläufe nach den F i g. 2B und 2C, so ist festzustellen, daß die Lumineszenz L? durch das polarisierte elektrische Restfeld merklich verringert wird. Diese Verringerung der Stärke der Lumineszenz ist bei über die oben angegebenen Werte noch hinausgesteigerten Werten des Restfeldes noch ausgeprägter. Bei Dämpfung des
is Restfeldes wird allmählich wieder der Zustand nach F i g. 2B erreicht. Die Zeitkonstante der Dämpfung liegt jedoch gewöhnlich in einem Bereich von einigen 10 Minuten bis zu einigen Stunden. Daher kann das Element zum Speichern und zur Leuchtbildwiedergabe eines zuvor angelegten, aber nicht mehr vorhandenen elektrischen Feldes verwendet werden.
Das Löschen der Speicherung erfolgt durch Löschen des Restfeldes. Hierfür wird der Schalter S so geschaltet, daß das bewegliche Schaltstück nunmehr mit der Klemme c in Berührung kommt. Es wird nun die Gleichspannung Vbι mit ihrer gegenüber der Gleichspannung VB2 entgegengesetzter Polarität an die Elektroden 2,3 gelegt, und zwar in ausreichender Größe und Dauer für eine genügende Löschung des Restfeldes.
Die Intensität des Restfeldes verringert sich nach dem Abschalten der das Feld aufbauenden polarisierenden Gleichspannung mit dem Verstreichen der Zeit von selbst. Deshalb sind die unteren Grenzen der Amplitude der zum Löschen des Restfeldes angelegten Gleichspannung und der Dauer des Anlegens dieser Spannung etwa durch die Werte gegeben, die für die Einspeicherung des Feldes gegolten haben. Je langer die nach dem Abschalten der polarisierenden Gleichspannung verstrichene Zeit ist, um so niedrigere Werte sind möglich. Es ist jedoch praktischer, für Größe und Dauer des Anlegens der Löschgleichspannung Werte festzulegen, die denen der polarisierenden Gleichspannung gleich oder höher als deren Kennwerte sind.
F i g. 2D zeigt den Verlauf der Lumineszenz L2, der zu beobachten ist, wenn die lumineszenzerregende Wechselspannung VA an die WGE-Schicht 1 angelegt wird, nachdem zuvor ein Löschsignal von 400 V (Spannring Vwi) bei einer Wechselspannung VA von Null für eine Sekunde an die WGE-Schicht 1 angelegt wurde. Man erkennt aus der Tatsache, daß die Lumineszenz L2 nach F i g. 2D derjenigen von F i g. 2B entspricht, daß die zuvor aufgrund der angelegten Gleichspannung VBi vorhandene Restkomponente des polarisierenden Feldes durch das Anlegen des Löschsignals vollständig gelöscht wurde. Fig.3 zeigt das Ergebnis von Versuchen, bei denen das innere elektrische Gleichfeld so gerichtet ist, daß das gespeicherte Restfeld mit verstärkter Lumineszenzstärke der Lumineszenz L2 in Abhängigkeit von der Größe des Eingangssignals
mi dargestellt wird, also als Positiv-Lichtstärke. Die Wechselspannung VA zur Erregung der Lumineszenz entspricht dabei dem oben zu F i g. 2 Gesagten, wie sich auch aus einem Vergleich der F i g. 2A und 3A unmittelbar ablesen läßt. F i g. 3B zeigt die Lumineszenz
η "> L2 unter F i g. 2B entsprechenden Bedingungen.
F i g. 3C gibt die Lumineszenzstärke der Lumineszenz L2, wie sie zu beobachten ist, wenn die Wechselspannung V^ (Schalter S mit dem beweglichen Schaltstück in
Verbindung mit Klemme h) zwischen den Elektroden 2, 3 angelegt wird, nachdem vorher in der WGE-Schicht 1 (durch Umlegen des Schalters 5 zur Klemme a) ein genügend hochpolarisiertes Restfeld durch Anlegen einer Gleichspannung von 400 V (VB2) für eine Sekunde erzeugt worden ist. Dabei ist wieder die Elektrode 2 positiv gegenüber der Elektrode 3 und die Wechselspannung VA während der Polarisierung abgeschaltet. Man erkennt, daß nach einem vorhergehenden Polarisiervorgang dieser Art die WGE-Schicht 1 nur eine Lumineszenz L2 sehr geringer Lumineszenzstarke abgibt, wenn man F i g. 3C mit F i g. 3B vergleicht, die die Verhältnisse ohne Restfeld zeigt.
Ist das erläuterte Restfeld vorhanden und wird eine Gleichspannung Vbi von 140 V, die also niedriger ist als die Spannung VB2 und eine zu dieser entgegengesetzte Polarität hat, für eine Sekunde als Rechtecksignal durch Umlegen des Schaltkontaktes des Schalters 5 zur Klemme c bei abgeschalteter Wechselspannung an die Elektrode 2, 3 gelegt, so wird das Restfeld in der WGE-Schicht 1 in Abhängigkeit von Größe und Dauer der Einwirkung der Gleichspannung VB| gelöscht oder verringert. Wird nunmehr nach Umlegen des Schalters 5 zur Klemme ödie Wechselspannung VA zwischen den Elektroden 2, 3 angelegt, so ergibt sich die in Fig. 3D dargestellte Lumineszenz. Ein Vergleich des Kurvenverlaufes von F i g. 3D mit der Wellenform nach F i g. 3C zeigt, daß das durch Anlegen der Spannung V82 erzeugte Restfeld durch Anlegen der Spannung Vbi (Aufzeichnung) verringert oder gesteuert werden kann, wodurch eine verstärkte Lumineszenz auftritt.
Die auftretende Lumineszenz ist also eine positive Bildwiedergabe. Die Wiedergabe des gespeicherten Signals fährt in den durch die Wellenform nach F i g. 3B wiedergegebenen Zustand gleichmäßig maximaler Helligkeit zurück, wenn das Restfeld ganz gelöscht wird. Das Löschen des gespeicherten Restfeldes erfolgt durch Anlegen einer Gleichspannung Vbi mit gegenüber Vb2 entgegengesetzter Polarität und ausreichender Größe, um das Restfeld zu löschen, beispielsweise mit 400 Volt. Die resultierende Lumineszenz ist in Fig. 3E dargestellt, die mit F i g. 3B übereinstimmt.
Gemäß den Ergebnissen der in Zusammenhang mit den Fig. 2 und 3 beschriebenen Versuche erreicht die Polarisation der WGE-Schicht 1 durch Anlegen der Gleichspannungen VBi oder VB2 einen spezifischen Sättigungswert, der nach einer bestimmten Anlegedauer von der Größe und der Polarität der Gleichspannung abhängt. Wenn daher zur Vorabpolarisierung, zum Speichern bzw. zum Löschen die hierfür anzulegenden Spannungen für eine Dauer angelegt werden, die auf die genannte Sättigungszeit beschränkt ist, so hängen die Ausbildung des elektrischen Restfeldes und die Steuerungseffekte vom Produkt der Größe der Gleichspannungen VB| oder VB2 mit der Anlegedauer ab. Die Arbeitsbedingungen müssen im Hinblick auf dieses Produkt gewählt werden, während bei den obigen Erläuterungen der F i g. 2 und 3 die Arbeitsbedingungen fast ausschließlich unter Berücksichtigung der Größe der Gleichspannungen erläutert worden sind und angenommen wurde, daß die Anlegedauer jeweils die Sättigungszeit übersteigt.
Es ist möglich, die von der Wechselspannungsquelle Va gelieferte Erregerwechselspannung dann, wenn das für das Überwachen der Lumineszenz L2 erforderlich sein sollte, auch während der Vorpolarisicrung, des Feldeinspeicherns oder des Löschcns anzulegen. Es ist sogar eine ständige Erregung der WGE-Schicht 1 durch
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50 Anlegen einer Wechselspannung möglich. Darüber hinaus ist durch wiederholtes Anlegen der Wechselspannung Va während des Vorhandenseins des Restfeldes auch ein wiederholtes Auslesen der gespeicherten Information möglich.
Bei der oben erläuterten Ausführungsform besteht zwischen den Elektroden 2 und 3 während der Zeiten außerhalb derjenigen für Vorpolarisation, Aufzeichnen und Löschen kein äußerer Kurzschluß. In diesen Zeiten würde auch der Speichereffekt in der WGE-Schicht 1 durch einen Kurzschluß der Elektroden 2 und 3 nicht stark beeinflußt. Deshalb ist es auch möglich, bei der in F i g. 1 dargestellten Ausführungsform den Kondensator 9 wegzulassen. Die Elektrode 3 wird in diesem Fall mit der Klemme ödes Schalters S verbunden, um so für die Erregung der WGE-Schicht 1 zusätzlich die Möglichkeit des Anlegens einer mit Gleichspannungen nicht überlagerten Wechselspannung zu schaffen. Das Weglassen des Kondensators 9 ist besonders empfehlenswert, wenn für Vorpolarisation, Aufzeichnung und Löschen impulsförmige Gleichspannungen Verwendung finden, da diese dann einer Verformung wegen des Vorhandenseins des Kondensators 9 nicht mehr unterworfen sind.
Es ist vorteilhaft, wenn die Wechselspannung von der Wechselspannungsquelle 8 einstellbar ist. Es ist dann möglich, die Stärker der Lumineszenz L2 nach den Bedürfnissen für das Auslesen frei zu steuern. Auch die Gleichspannungen Vbi und Vb2 sind vorteilhafterweise einstellbar. Dadurch wird eine wirkungsvolle Möglichkeit zum Verändern und Steuern der Arbeitskennlinien der Speicherung und der Leuchtbildwiedergabe geschaffen.
Aus den F i g. 2 und 3 ergibt sich, daß zwei Arten von Lumineszenzimpulsen während jeder Periode der die Lumineszenz erzeugenden Wechselspannung erzeugt werden. Die Proportionalität der Lumineszenzamplitude zur eingespeicherten Feldstärke ist bei den beiden Lumineszenzimpulsarten somit unterschiedlich. Um eine Leuchtbildspeicher- und Wiedergabevorrichtung hoher Empfindlichkeit zu erhalten, ist die Verwendung einer Zusatzausrüstung zu empfehlen, die das wahlweise Auslesen nur der Impulse mit dem größeren Amplitudenverhältnis gestattet. Hierzu dient der in F i g. 1 schematisch angedeutete Synchronmotor 11 mit rotierender Scheibe 12, die zusammen einen Lichtzerhacker 13 bilden. Der Lichtzerhacker 13 läßt von der Lumineszenz L2 lediglich die Impulse mit größerem Amplitudenverhältnis selektiv durch, wodurch man die Lumineszenz L2, größerer Lumineszenzstärke erhält.
Wie aus den in Fig. 2 und 3 dargestellter Versuchsergebnissen ersichtlich, wird jede der beider Lumineszenzimpulsarten in Abhängigkeit davon er zeugt, ob sich die an die Elektrode 2 gelcgtt Wechselspannung VA in positiver oder negative! Richtung ändert. Der letztere Fall ergibt die Lumincs zenzimpulse mit dem größeren Amplitudenvcrhällnis Demnach erhält man die Lumineszenz L7, diircl Sperren der Lumineszenzimpulse, die der posit'r verlaufenden Änderung der Wechselspannung entspre chen bzw. durch selektives Durchlassen der de negativen Änderung entsprechenden Lumincs/.cn/.im pulse.
Die WGE-Schicht I ist im oben crliUiU-rtcn Ikispii flüssig. Beispielsweise wird flüssiges Trikrcsylphosphii als dielektrische Trägersubstan/ verwendet. Die diclek irische Trägersubstan/. kann jedoch auch ein Festkörpi.' sein. Versuche haben μο/ειμί, daß mit einer keramische
ά>
WGE-Schicht 1, in der ein einen hohen elektrischen Widerstand aufweisendes Glasemail als dielektrische Trägersubstanz verwendet ist, zufriedenstellende Ergebnisse erzielt werden. Folgendes Herstellungsverfahren ist für eine solche Trägersubstanz denkbar: Eine pulverisierte Fritte, beispielsweise aus Bor-Kieselerde, das Li und, wenn erforderlich, Ti enthält, wird mit einem pulverisierten elektrolumineszierenden Fluoreszenzmaterial, beispielsweise ZnS, und Pulver aus einem Halbleitermetalloxid, wie SnOj, T1O2 oder Sb2Os gemischt, das das Lumineszenzlicht des Fluoreszenzmaterials reflektiert. Das Gemisch wird dann auf eine geeignete hitzebeständige Platte aus Glas, Keramik,
Metall od. dgl. in Form einer Schicht aufgebracht. Schließlich wird das Gemisch mit der hitzebeständigen Platte 2 bis 8 Minuten lang auf einer Temperatur von 600°C bis 700° C gehalten, um das Frittenpulver zu schmelzen. Auf diese Weise umfaßt die keramische WGE-Schicht 1 elektrolumineszierendes Fluoreszenzmaterial, das in einer dielektrischen Trägersubstanz enthalten ist, die aus einem wenigstens Li und, wenn notwendig, Ti enthaltenen Keramik-Glasemail besteht und ein elektrisch schlecht leitendes Metalloxid enthält Eine WGE-Schicht 1 mit einem spezifischen Widerstand von 107 bis 1010 Ohm/cm erbringt zufriedenstellende Ergebnisse.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Nachweisen eines elektrischen Feldes mit einer Wechselspannungs-GIeichspannungs-Elektrolumineszenz-Schichi, die zwischen zwei Elektroden angeordnet ist, von denen mindestens die eine lichtdurchlässig ist und zwischen denen zum Erzeugen der Elektrolumineszenz eine gleichspannungsüberlagerte Wechselspannung anlegbar ist, wobei das elektrolumineszierende Material in der WGE-Schicht in einer dielektrischen Trägersubstanz dispergicrt ist und zum Anlegen von deich- und Wechselspannungen an die Elektroden zwischen diese in Reihe eine Wechselspannungsquelie und ein Kondensator geschaltet sind, parallel zu dem eine Gleichspannungsquelie liegt, die über einen Schalter mit der Wechselspannungsquelle in Reihe schaltbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zum Kondensator (9) zwei entgegengesetzt gepolte Gleichspannungsquellen (VSi, YB2) liegen, von denen jeweils eine über den Schalter (S) mit der Wechselspannungsquelle (8) in Reihe schaltbar ist.
2. Verfahren zum Betrieb der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man vor dem Einspeichern des nachzuweisenden elektrischen Feldes zunächst eine erste Gleichspannung mit zum nachzuweisenden elektrischen Feld entgegengesetzter Polarität an die WGE-Schicht anlegt, danach auf geeignete Weise eine zweite Gleichspannung in Form des nachzuweisenden elektrischen Feldes, deren Polarität derjenigen der ersten Gleichspannung entgegengesetzt ist und deren Größe auf das aufgrund der ersten Gleichspannung erzeugte in der WGE-Schicht gespeicherte innere elektrische Feld verändernd einwirkt, anschließend die Wechselspannung zum Sichtbarmachen des nachzuweisenden elektrischen Feldes durch Elektrolumineszenz und schließlich eine dritte Gleichspannung, die in der Polarität mit derjenigen des nachzuweisenden elektrischen Feldes übereinstimmt und eine zum Löschen jedes verbleibenden inneren elektrischen Feldes in der WGE-Schicht ausreichende Größe hat.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die erste elektrische Gleichspannung eine solche Größe hat und für eine solche Dauer an die WGE-Schicht angelegt wird, daß die Speicherung ihre Sättigung erreicht.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das nachzuweisende elektrische Feld ciurch Abtasten der WGE-Schicht mit einem Elektronenstrahl in diese eingespeichert wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die dem nachzuweisenden elektrischen Feld entsprechende Lumineszenz in Phasenzuordnung zur angelegten Wechselspannung periodisch unterbrochen wird.
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