DE17888C - Flammapparat für Gewebe - Google Patents
Flammapparat für GewebeInfo
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Classifications
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-
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Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Combustion Of Fluid Fuel (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 8: Bleichen, Färben, Zeugdruck und Appretur.
MARING & MERTZ in BASEL. Flammapparat für Gewebe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. November 1881
Der Flammapparat besteht im wesentlichen aus einem schmiedeisernen, beweglichen Cylinder,
welcher an seinen Endpunkten von zwei gufseisernen Trägern festgehalten ist und in
welchem ein Gemisch von Gas und Luft unter bestimmten Verhältnissen hergestellt wird.
In der beiliegenden Zeichnung stellt A den schmiedeisernen, horizontalen Cylinder dar,
dessen seitliche Oeffhungen mittelst eingeschraubter Scheiben B B gasdicht verschlossen sind.
Im Mittelpunkt von B münden Röhren ein, welche die von einer Pumpe oder einem Ventilator
gelieferte comprimirte Luft dem Apparat zuführen. Aufserdem sind auf der unteren Seite
des Cylinders zwei Röhren angebracht, durch welche das nöthige Gas einströmt. Auf der
oberen Seite des Apparates entweicht das gebildete Gemenge durch kleine, abwechselnd
links und rechts liegende Oeffnungen. Bei dem neuen Apparat beträgt die Gröfse dieser Oeffnungen
3 mm im Durchmesser. Bei den früheren Systemen mit kleineren Oeffnungen kommt es
häufig vor, dafs die losgelösten Theilchen des Stoffes nach ihrer Verbrennung auf den Cylinder
fallen und die Oeffnungen desselben nach und nach theilweise oder vollständig versperren.
Demzufolge ist die Verbrennung schwierig und unregelmäfsig.
Durch die Anwendung gröfserer Oeffnungen sind diese Nachtheile vollständig beseitigt und
trägt die Anwendung grofser Oeffnungen zur Selbstreinigung der Ausgangsöffnungen wesentlich
bei, denn die Stofftheilchen, welche bei
der Verbrennung auf den Cylinder fallen, werden durch den Druck des herausströmenden
gasförmigen Gemenges aus den Oeffnungen befördert und können somit an denselben nicht
haften bleiben. An beiden Enden ist der Cylinder mittelst Zahnstangen M unterstützt; diese
stehen mit Zahnrädern P in Verbindung und können mittelst\eines Griffes und eines Schwungrades
O in Bewegung gesetzt werden, so dafs· der Cylinder in einer verticalen Ebene bewegt
werden kann. Diese Anordnung gestattet also, den Apparat je nach Bedürfnifs sich selbst
parallel zu verschieben, so dafs er die günstigste Stellung einnimmt, ohne dadurch den regelmäfsigen
Gang des Apparates irgendwie zu beeinträchtigen, da die Luft- und Gaszuführungsröhren
mit Stopfbüchsenzugvorrichtung versehen sind.
Die Flamme kann auch in ihrer Ausdehnung nach Belieben regulirt werden, und erfolgt diese
Regulirung durch zwei Ueberschubhülsen R, welche so verschoben werden können, dafs sie
die Oeffnungen η des Cylinders A mehr oder weniger decken. Die Verbrennung kann somit
auf eine beliebige Strecke beschränkt werden.
Ist der Apparat in Thätigkeit, so werden demselben die Luft und das Gas durch zwei
Röhren H und G zugeführt, welche sich in gewisser Höhe in zwei Abzweigungen theilen und
den Cylinder von beiden Enden aus regelmäfsig speisen. Das Gasrohr G zeigt die Abzweigungen
EE, welche bei CC in den Cylinder einmünden. Die Luftzuführungsröhre Ή bildet die
Nebenzweige FF, .welche im Mittelpunkt der Stücke D befestigt sind. Die vier Zuführungsrohre verlängern sich im Innern des Cylinders,
bis je zwei ihrer Oeffnungen sich berühren. Dieser Injectionsvorrichtung zufolge wird das Gas
beim Einströmen von der vorbeistreifenden Luft
Claims (4)
1. Der Gang des Apparates ist von dem Gasdruck, unter welchem die Arbeit vor sich
geht, vollständig unabhängig, so dafs Druckänderungen die Regelmäfsigkeit der Arbeit durchaus
nicht beeinträchtigen.
2. Der Apparat kann leicht und ohne Beeinträchtigung oder Störung der Arbeit in einer
verticalen Ebene bewegt werden.
3. Bei der Anwendung dieses neuen Apparates ist jede Explosion unmöglich, sobald dafür
gesorgt wird, dafs das Gas zuerst dem Cylinder zugeführt und angezündet wird. Dasselbe
verbrennt als gewöhnliches Leuchtgas, bis durch langsames, allmäliges. Oeffnen des Luftzuführungsrohres
die Beimischung der Luft ermöglicht ist und das gasförmige Gemenge mit blauer, kaum sichtbarer Flamme verbrennt.
Die Bildung eines explodirenden Gemenges kann also nicht zu Stande kommen.
4 Obgleich dieser Apparat bei Anwendung verschiedener Gäsarten günstige Resultate ergiebt,
ist derselbe speciell dem Gebrauch des schweren Leuchtgases, insbesondere des Paraffm-
und Schieferölgases, angewiesen. Diese Anwendung des Fettgases giebt günstige Resultate und
bietet eine Quelle namhafter Ersparnisse.
Paτent-Anspruch:
Bei einem Flammapparate für Seide, Leinen, Wolle und Baumwolle der horizontal liegende,
schmiedeiserne, bewegliche Cylinder A in Verbindung mit den eingeschraubten Scheiben B B,
den Zahnstangen M, den Zahnrädern P, dem Schwungrad O, den Ueberschubhülsen i?, den
Oeffnungen η η, den Röhren G und H mit
ihren Abzweigungen E E und F F und der Stücke D.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE17888C true DE17888C (de) |
Family
ID=294805
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT17888D Active DE17888C (de) | Flammapparat für Gewebe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE17888C (de) |
-
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