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Tachograph mit auslöschbarer und laufend erneuerte Registrierung.
| Es sind Tachographen bekannt, die ein endloses, d. h. stetig |
| sich erneuerndes Geschwindigkeitsbild registrieren. Auf ei- |
ner während der Fortbewegung des Fahrzeuges umlaufenden Registrierscheibe werden
die von einem Meßwerk festgestellten Geschwindigkeiten entweder stetig oder periodisch,
d. h. jeweils nach Zurücklegung kurzer Fahrstrecken (z. B. 20 m) einzeln nacheinander
registriert, nach einem Umlauf der Registrierscheibe gelöscht und dann laufend wieder
neu registriert Im Augenblick eines freiwilligen oder unfreiwilligen Haltens des
Fahrzeuges, z. B. bei einer Verkehrsstockung oder einem Zusammenstoß, kann also
das Instrument ein genaues Bild über das Fahrverhalten während der zuletzt zurückgelegten
Kontrollstrecke von beispielsweise 1 000 ausweisen.
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Für die Art der Registrierung sind verschiedene Systeme entwickelt
worden. Bei einem bekannten System, auf dessen Verbesserung die vorliegende Erfindung
gerichtet ist, erfolgt die Registrierung in Form einer Punktkurve, die gebildet
wird durch die jeweiligen Stellungen der an der Oberseite der umlaufenden Registrierscheibe
sichtbaren Stiftenden von in Radialschlitzen der Registrierscheibe geführten Schiebern.
Dieselben
werden einzeln nacheinander (z. B. durch einen gegen ihre hervorstehenden rückwärtigen
Stiftenden anschlagenden, taktmäßig arbeitenden Rückstellfinger) zunächst vor Beendigung
des Umlaufes der Registrierscheibe in die Ausgangslage zurückgeführt und sodann
durch einen vom Geschwindigkeitsmeßwerk gesteuerten Mechanismus (z. B. einen taktmässig
arbeitenden Einstellfinger) um eine der momentanen Geschwindigkeit des Fahrzeugs
entsprechende Strecke in dem Führungsschlitz verschoben.
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Die Erfindung ist darauf gerichtet, die Ablesbarkeit der Punktkurve,
d. h. der jeweiligen Stellungen der an der Oberseite der Registrierscheibe sichtbaren
Stiftenden zu verbessern.
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Die Zeichnungen veranshaulichen den Erfindungsgedanken in beispielsweiser
Anwendung bei einem an sich bekannten Instrument, dessen Arbeitsweise nachstehend
noch näher erläutert wird. Unabhängig von der speziellen Konstruktion dieses Anwendungsbeispieles
gilt der nachstehend dargelegte Erfindungsgedanke ganz allgemein für alle Instrumente,
bei welchen die Registrierung der Geschwindigkeiten in Form einer Punktkurve erfolgt,
die durch die jeweiligen Stellungen der in Radialschlitzen der Registrierscheibe
durch irgendwie geartete Mechanismen zurückgeführten und neu eingestellten Registrierschieber
gebildet wird, Fig. 1 ist die Frontansicht des Instrumentes ;
| . Fig. 2 ist die Seitenansicht desselben, teil- |
| weise geschnitten ; |
Fig. 3 ist die Teilaufsicht der feststehenden, durchsichtigen inneren
Abdeckscheibe ; Fig. 4 ist die Teilaufsicht der umlaufenden Registrierscheibe, teilweise
aufgebrochen ; Fig. 5 ist in der oberen Hälfte der Schnitt, in der unteren Hälfte
die Seitensicht der Registrierscheibe ; Fig. 6 ist die Aufsicht auf den Transport-lyse
chanismus für die nur weggebrochen dargestellte Registrierscheibe ; Fig. 7 ist die
raumbildliche Darstellung des hinter der Registrierscheibe befindlichen Antriebs-und
Registrier-Mechanismus.
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Das in Fig. 1 und 2 dargestellte Instrumentengehäuse 1 enthält in
seiner rückwärtigen Hälfte 1'eine von der Welle 2 angetriebene Geschwindigkeits-Meßeinrichtung,
welche die Zeigerwelle 3 betätigt. Der auf dem vorderen Ende derselben befindliche
Zeiger 4 spielt hinter einer zweckmäßig auf der Unterseite der Frontscheibe 5 angebrachten
Geschwindigkeitsskala.
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Die Frontscheibe ist bei diesem Ausführungsbeispiel in einem um das
Scharnier 6 schwenkbaren und durch das Schloß 7 feststellbaren Deckelring 8 angeordnet.
Derselbe könnte auch auf dem vorderen Gehäuseteil 1"fest verschraubt sein.
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Die Hauptantriebswelle 2 treibt eine Nebenwelle 9 an, welche den
Umlauf einer Registrierscheibe nach Maßgabe der zurückgelegten Fahrstrecke bewirkt.
Die Registrierscheibe wird in gleichmäßigen kleinen Absätzen sprungweise bewegt
durch die von der Nebenwelle 9 über das Ritzelpaar 911101 angetriebene Fortschaltwelle
10, deren vorderes Ende eine Kurbel
11 mit einer Schaltklinke 12
trägt. Dieselbe greift, angedrückt durch die Feder 13, in einen Zahnkranz 14 ein,
der den ortsfesten Trägerring 15 umgreift und bei jeder Umdrehung der Fortschaltwelle
10 um je eine Zahndistanz weitergeschaltet wird. Der andere Schenkel der Feder 13
drückt eine Rücksperrklinke 16 gegen den Zahnkranz 14. Derselbe hat beim vorliegenden
Ausführungsbeispiel 60 Zähne, so daß der Zahnkranz in 60 Schaltschritten eine volle
Umdrehung ausführt.
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Der Haltering 15 ist vorn abgedeckt durch eine undurchsichtige Deckscheibe
38, die ein Fenster für das dahinter befindliche Kilometer-Zählwerk 39 aufweist,
welches von der Nebenwelle 9 aus angetrieben wird.
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Die mit dem Zahnkranz fest verbundene Registrier-. sol-äbe 17 besteht
aus drei miteinander verschraubten Platten, die in regelmäßigen Abständen-im vorliegenden
Ausführungsbeispiel sechzig-Radialschlitze besitzen. Dieselben dienen als Führungsbahnen
für die darin verschiebbaren Re-, gistrierstifte 19 In der mittleren Platte der
Registrierscheibe 17 befinden sich Radialschlitze 18t, die etwas breiter sind als
die Radialschlitze 18 in den, beiden äußeren Platten. Dadurch sind langgestreckte,
kastenförmige Führungsbahnen für die Haltekörper 19'gebildet, die leichtfedernd
gegen die beiden äußeren Platten der Registrierscheibe 17 anliegen, so daß die Registrierstifte
19, wenn sie auf eine noch zu erläuternde Weise verschoben werden, jeweils an den
betreffenden Stellen zwischen den beiden Enden der Radialschlitze 18 w stehenbleiben.
Die vorderen Enden der Registrierstifte 19 ragen
nicht oder nur
ganz wenig aus der Front der Registrierscheibe 17 hervor. Zweckmäßig sind die Stirnflächen
der Registrierstifte 19 weiß, damit sie sich auf der schwarzen Vorderfläche der
Registrierscheibe 17-besser abheben.
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Die Verschiebung der Registrierstifte 19 erfolgt durch die Finger
20 und 21, die an Schwenkhebeln 22 und 23 befestigt sind und in einer bestimmten
Taktfolge abwechselnd entgegengerichtete und teilweise einander deckende Kreisbahnen
beschreiben, wobei sie auf die aus der Registrierscheibe 17 herausstehenden rückwärtigen
Enden der Registrierstifte 19 treffen. Jedesmal, wenn durch eine Fortschaltung der
Registrierscheibe 17 ein Radialschlitz 18 derselben in die Bahn der Stellfinger
20 und 21 gebracht wird, schiebt zunächst der Rückstellfinger 20 den jeweiligen
Registrierstift 19 nach außen. Die vorige, durch die jeweilige Stellung der Registrierstifte
19 vorhandene Aufzeichnung wird also wieder gelöscht. Das geschieht durch den auf
der Fortschaltwelle 10 sitzenden Nocken 24, welcher den Anschlagstift 25 der Schubstange
26 ruckartig anhebt und sogleich wieder fallen läßt. Der Schwenkhebel 22 (Fig. 7)
führt also eine kurze rockartige Hin-und Herbewegung aus.
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Alsbald erfolgt nach der"Löschung"mit dem gleichen Registrierstift
eine neue Aufzeichnung der gerade gefahrenen Geschwindigkeit durch den Einstellfinger
21. Das auf der Zeigerwelle 3 befindliche Ritzel 27 kämmt mit der Zahnkante eines
geradlinig geführten Schiebers 28, der somit ständig bei wechselnder Geschwindigkeit
hin und her verschoben wird.
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Der den Einstellfinger 21 tragende Schwenkhebel 23 erhält eine taktmäßige
Hin-und Herverschwenkung durch die Schubstange 29, deren Anschlagstift 30 auf dem
Umfange einer Kurvenscheibe 31 aufliegt. Dieselbe wird über ein Zwischenrad 32 angetrieben
von der Nebenwelle 99 und ihr Profil ist so geformt, daß auf eine steile Abfallkante
eine schnell wieder ansteigende Auflaufkante folgt. Der von der Zeigerwelle 3 hin-und
hergesteuerte Schieber 28 besitzt eine schräg ansteigende Nase 33, die mehr oder
weniger, je nach der momentanen Geschwindigkeit des Fahrzeugs, unter den an der
Schubstange 29 befindlichen Abfangstift 34 gelangt. Wenn nun der Anschlagstift 30
von der Steilkante der Kurvenscheibe 31 abfällt, dann wird diese Bewegung mehr oder
weniger aufgehalten durch das Auftreffen des Abfangstiftes 34 auf die Nase 33. Bei
geringer Fahrgeschwindigkeit ist die Abwärtsbewegung der Schubstange 29 größer,
bei höherer Geschwindigkeit ist sie dagegen kleiner, weil die Nase 33 den Abfangstift
34 eher aufhält. Der Einstellfinger 21 wird also bei höherer Geschwindigkeit nur
wenig, bei geringerer Geschwindigkeit dagegen weiter nach unten bewegt. Die hierdurch
erzielte Verschiebung des jeweiligen Registrierstiftes 19 ist also eine Aufzeichnung
der jeweils festgestellten Geschwindigkeit.
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Wenn, wie beispielsweise-angenommenwird, die Registrierscheibe 17
nach je 20 m Fahrstrecke um einen Schritt weitergeschaltet wird, dann enthält dieselbe
Aufzeichnungen der Geschwindigkeiten während der zuletzt gefahrenen 1 200 m.
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Die in Fig. 1 links vom Deckstreifen 37 befindlichen Stifte
zeigen
die am weitesten zurückliegenden Registrierungen, die hinter den Deckstreifen gelöscht
werden, so daß rechts von demselben die jeweils neuesten Registrierungen erscheinen.
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Bei den bisher bekannten Tachographen der vorstehend geschilderten
Art sind auf einer vor der Registrierscheibe angeordneten durchsichtigen Abdeckscheibe
zwecks Ablesung der Registrierstifteinstellungen konzentrische Kreise angebracht.
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Diese Anordnung hat sich jedoch als nicht sehr zweckmäßig erwiesen,
da sie verschiedene Fehlerquellen enthält. Ist nämlich die Abdeckscheibe nicht von
vornherein absolut genau zentriert oder erfährt sie während der Benutzungszeit des
Instrumentes durch die fortwährenden Erschütterungen eine wenn auch nur geringe
exzentrische Verschiebung, so wird dadurch die Anzeigegenauigkeit in einem nicht
zu vernachlässigenden Grade beeinträchtigt. Vor allem aber führt der-wenn auch geringe-Höhenunterschied
zwischen den Stiftenden und der Abdeckscheibe zu unvermeidbaren Ablesefehlern durch
eine als Parallaxe bezeichnete scheinbare Verschiebung. Das ist nicht nur bei schräg
auf die Registrier fläche gerichtetem Blick der Fall sondern auch bei diner (regelmäe
sig in Schadensfällen als Dokumentation vorzunehmenden) photographischen Aufnahme
der Registrierfläche.
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Erfindungsgemäss werden derartige Nachteile dadurch vermieden, dass
die Registriermittel und die Ablesemittel in ein und derselben Ebene angeordnet
werden, indem nämlich die vorderen Enden der Registrierstifte 19 sich nur bis zur
Oberseite der Registrierscheibe 17 erstrecken, die in den Sektsrflächen zwischen
den Radialschlitzen 18 konzentrische, die Schlitzlängen gleichmässig unterteilende
Kreisbogenabschnitte 36 aufweist.
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Die vor der Registrierscheibe 17 mit geringem Spiel ortsfest angebrachte
durchsichtige Abdeckscheibe 35 hat gemäss vorliegender Erfindung keine konzentrischen
Kreise als Ablesemittel sondern nur noch einen undurchsichtigen radialen Deckstreifen
37 der eine den auf der Registrierscheibe 17 befindlichen Kreisbogenabschnitten
36 entsprechende Geschwindigkeitsbezifferung trägt und hinter welchem sich die geschilderten
Verschiebungen der Registrierstifte 19 vollziehen.