DE1779579B2 - Vorrichtung zum anbringen von oeffnungen in den wellentaelern von gewellten kunststoffrohren - Google Patents
Vorrichtung zum anbringen von oeffnungen in den wellentaelern von gewellten kunststoffrohrenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Anbringen von öffnungen in den Wellentälern von gewellten
Kunststoffrohren, insbesondere Drainagerohren, mit einer nur die Außenseite des Rohres abstützenden
Muffe und mindestens einem Werkzeug zum Anbringen der öffnungen.
Bei einer bekannten Vorrichtung der eingangs erwähnten Art (deutsches Gebrauchsmuster 1 905 979)
wird von gewellten Kunststoffrohren ausgegangen, in deren Wellentälern warzenartige Erhöhungen vorgesehen
sind; diese weisen in Längsrichtung der Wellen verlaufende Schlitze auf, die mit Schneidwerkzeugen
erzeugt werden, die am Umfang einer schraubenmutterförmigen Führung angebracht sind, durch die
das Rohr hindurch läuft. Die Schneidwerkzeuge sind in der Regel als Sägen gestaltet, weshalb die in den
Wellentälern angebrachten öffnungen sehr rauhe Ränder erhalten, an denen sich Bodenteilchen od. dgl.
festsetzen können. Dies kann zu einer schnellen Verstopfung
bzw. schnellen Versohließung der öffnungen führen, so daß die mit derartigen öffnungen versehenen
Drainagerohre bald ihre Funktion nicht mehr
S ordnungsgemäß erfüllen können. Zudem sind die Ränder der mit dieser bekannten Vorrichtung hergestellten
öffnungen außerordentlich dünn und verdicken sich erst allmählich, so daß die Gefahr eines
Abbrechens dieser Öffnungsränder besteht.
ίο Darüber hinaus ist es in anderem Zusammenhang
. bekannt (deutsches Gebrauchsmuster 1 866 721 und USA.-Patentschrift 2 582 645), Werkzeuge zum Anbringen
von öffnungen in Form eines Stanzorgans auszubilden und dieses in periodischen Abständen
is im wesentlichen senkrecht zur Achse des Körpers
hin- und herbewegbar anzuordnen, bei dem die öffnungen anzubringen sind; zu diesen Körpern gehören
u. a. auch Rohre.
Des weiteren ist noch zu vermerken, daß in der
ao Slanzleclmik die Gewohnheit besteht, an der einen
Seite des zu stanzenden Teils ein Widerlager und an der anderen Seite das Stanzwerkzeug anzuordnen.
Derartige Anordnungen eignen sich stets dann gut, wenn es sich um flache Teile oder kurze Hohlteile
as handelt. Soll dagegen ein längeres Hohlteil, insbesondere
ein kontinuierlich entlang des Stanzwerkzeugs bewegtes Hohlteil, gestanzt werden, so entstehen
in Hinblick auf die Anordnung und Halterung des Widerlagers Schwierigkeiten.
Schließlich ist noch eine weitere Vorrichtung bekannt (französische Patentschrift 1 107 886), mittels
der bei stark flexiblen Bewässerungsleitungen Öffnungen in üblicher Weise mit Hilfe eines Stanzorgans
und einer Gegenwalze eingestanzt werden. Diese Vorrichtung ist nur in Zusammenhang mit völlig zusammendrückbaren
Leitungen arbeitsfähig, da die Leitung die beiden Stanzelemente flachgedrückt passieren
muß. Dies ist aber bei gewellten Rohren nicht möglich, da durch deren Wellung die Steifigkeit und
Starrheit erheblich erhöht ist. Gewellte Rohre würden beim Flachdrücken zerstört.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, mit der in einfacher
Weise öffnungen gewünschter Abmessungen in den Tälern eines gewellten Kunststoffrohrs herstellbar
sind und die sich keines Widerlagers im Inneren des Rohrs für das zur Herstellung der öffnungen verwendete
Werkzeug bedarf; dabei sollen die mittels der zu schaffenden Vorrichtung hergestellten öffnungen
derart gestaltet und sauber gearbeitet sein, daß sie nicht verschlammen und die Rohre langzeitig verwendbar
sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß jedes Werkzeug im unmittelbaren Bereich
der Muffe angeordnet ist und in an sich bekannter Weise in Form eines Stanzorgans in periodischen Abständen
im wesentlichen senkrecht zur Rohrachse hin- und herbewegbar ist.
Wie diese Lösungsmittel zu erkennen geben, ist es in vorteilhafter und überraschender Weise bei gewellten Kunststoffrohren möglich, von deren Außenseite her öffnungen ohne Unterstützungsmittel bzw. Gegenorgane, d. h. Widerlager, im Inneren der Rohre durch Stanzen zu erzeugen, sofern die Außenseite der Rohre im unmittelbaren Wirkgebiet des Stanzorgans umhüllend abgestützt ist.
Wie diese Lösungsmittel zu erkennen geben, ist es in vorteilhafter und überraschender Weise bei gewellten Kunststoffrohren möglich, von deren Außenseite her öffnungen ohne Unterstützungsmittel bzw. Gegenorgane, d. h. Widerlager, im Inneren der Rohre durch Stanzen zu erzeugen, sofern die Außenseite der Rohre im unmittelbaren Wirkgebiet des Stanzorgans umhüllend abgestützt ist.
Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung wird dadurch
erreicht, daß die Muffe in an sich bekannter
Weise drehbar gelagert ist und das bzw. die Stanzorgane
trögt, deren Uußere Enden entlang einer stationären,
mit Nocken versehenen ringförmigen Führungsbahn geführt sind.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand zweier in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele
nfther erläutert. Es zeigt
F i g. 1 einen Längsschnitt durch die Vorrichtung des ersten AusfUhrungsbeispiels,
Fig. 2 einen Querschnitt durch diese Vorrichtung nach der Linie H-II der F i g. 1,
F i g, 3 einen Längsschnitt durch die Vorrichtung des zweiten Ausführungsbeispiels und
F i g. 4 einen Querschnitt durch diese Vorrichtung nach der Linie IV-IV der F i g, 3,
In den F i g. 1 und 2 ist eine ein Gestell 1 aufweisende Vorrichtung dargestellt, wobei das Gestell
1 eine ortsfeste ringförmige Führungsbahn 2 trägt, in der über ein Kugellager 3 eine als Rohrführungsglied
dienende, drehbare Muffe 4 befestigt ist. Die innere Wand 5 der Muffe 4 ist zur Bearbeitung
eines gewellten Rohrs 6 mit einer der Profilierung des Rohrs 6 entsprechenden Profilierung versehen.
Rohröflnungen herstellende Mittel in Form einer mit Stanzorganen 7 versehenen und ein Ende 9
aufweisenden Stanze 8 sind fest an der drehbaren Muffe 4 befestigt. Zum Betätigen der Stanze 8 sind
auf der Führungsbahn 2 Nocken 10 angebracht.
Die Vorrichtung arbeitet in folgender Weise. Ein mittels einer Rohrformmaschine hergestelltes gewelltes
Rohr 6 mit z. B. 0,2 bis 0,6 mm Wandstärke wird in der Wand 5 der drehbaren Muffe 4 geführt, die in
vorteilhafter Weise über Zahnräder von der Rohrformmaschine angetrieben wird, wodurch synchron
gearbeitet wird. Die Muffe 4 mit der Stanze 8, dem Ende 9 und den Stanzorganen 7 dreht sich, bis das
Ende 9 auf einen Nocken 10 trifft, wodurch die Stanze 8 im Stanzsinn bewegt wird und durch eine
in der Muffe 4 liegende öffnung ohne Unterstützung der Innenwand eine öffnung in der Rohrwand ausgestanzt
wird. Es ist klar, daß die Anzahl der Nocken 10 die Anzahl der in der Rohrwand vorgesehenen
öffnungen bestimmt.
Die Stanzorgane 7 sind in vorteilhafter Weise derart angeordnet, daß sie ausschließlich öffnungen in
den Tälern des gewellten Rohrs 6 bewirken.
Die Stanze 8 steht unter der Einwirkung einer Feder 11, damit ihre Rückbewegung gewährleistet ist.
Es ist stets zu beachten, daß ohne Unterstützung der Innenwand des Rohrs 6 eine öffnung ausstanzbar is.t,
Beim zweiten Ausführungsbeispiel der F i g. 3 und 4
sind ebenfalls ein Gestell 1 und eine als Rohrführungsglied dienende Muffe 4 vorgesehen. Die innere
Wand 5 der Muffe 4 ist gleichfalls wieder mit einer der Profilierung des zu bearbeitenden gewellten
Rohrs 6 entsprechenden Profilierung versehen. Die Muffe 4 ist mit einer Scheibe 13 mit einer nicht
kreisförmigen Nockenbahn 12 verbunden. In dieser Nockenbahn 12 kann sich ein mit einer ortsfesten
Stanze 8' verbundener Vorsprung 14 bewegen. Bei der Drehung der Muffe 4 wird auch die Scheibe 13
mitgenommen und der mit der Stanze 8' verbundene Vorsprung 14 in der Nockenbahn 12 geführt. Wegen
des nicht kreisförmigen Verlaufs der Nockenbahn 12 wird die Stanze 8' im Bereich des nicht kreisförmigen
Teils 15 eingedrückt und die öffnung in der Rohrwand angebracht. Es ist zu bemerken, daß die
Stanze 8' in einem Gebiet im wesentlichen neben dem Ende der Muffe 4 wirksam ist.
Es sei hier weiterhin vermerkt, daß die drehbare Muffe 4 während des Stanzens tatsächlich einen
Augenblick anhalten soll; es hat sich jedoch herausgestellt, daß wegen der Geschwindigkeit, mit der
gestanzt wird, dies in der Praxis unterbleiben kann.
Die in den Figuren gezeigten Rohre besitzen ein regelmäßiges Profil, doch können die Rohre auch mit
Tälern oder Spitzen unterschiedlicher Tiefe oder Höhe versehen sein.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Anbringen von öffnungen In
den Wellentälern von gewellten Kunststoffrohren, Insbesondere Drainagerohren, mit einer nur die
Außenseite des Rohres abstützenden Muffe und mindestens einem Werkzeug zum Anbringen der
öffnungen, dadurch gekennzeichnet,
daß jedes V/erkzeug im unmittelbaren Bereich der Muffe (4) angeordnet ist und in an sich
bekannter Weise in Form eines Stanzorgans (7) in periodischen Abständen im wesentlichen senkrecht
zur Rohrachse hin- und horbewegbar ist,
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Muffe (4) in an sich bekannter Weise drehbar gelagert ist und das bzw. die Stanzorgane (7) trägt, deren äußere Enden (9)
entlang einer stationären, mit Nocken (Ϊ0) versehenen ringförmigen Führungsbahn (2) geführt
sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Stanzorgan (7)
durch Federn (11) nach außen drückbar und durch öffnungen in der Muffe (4) führbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Stanzorgan (7) direkt an
die eine Stirnwand der Muffe (4) angrenzend außerhalb derselben gelagert ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Muffe (4) an ihrer einen
Stirnseite eine mitumlaufende ringförmige Nockenbahn
(12) aufweist, in die ein Vorsprung (14) jedes nichtumlaufenden hin- und herbewegbaren
Stanzorgans (7) eingreift.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Muffe (4)
in an sich bekannter Weise die Form einer Hohlmutter hat, wobei das Profil der Innenseite der
Hohlmutter der schraublinienförmigen Profilierung des gewellten Rohres (6) entspricht.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der Hohlmutter an
die Rohrformvorrichtung gekoppelt ist.
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1779579A1 DE1779579A1 (de) | 1972-02-17 |
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ID=19801082
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| DE (1) | DE1779579B2 (de) |
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