DE1779280B2 - Verfahren zum einspritzen von kunststoffmaterial aus einem ersten und einem zweiten einspritzzylinder in eine spritzgiessform - Google Patents
Verfahren zum einspritzen von kunststoffmaterial aus einem ersten und einem zweiten einspritzzylinder in eine spritzgiessformInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Einspritzen von Kunststoffmaterial aus einem ersten
und einem zweiten Einspritzzylinder über einen gemeinsamen Angußkanal in eine Spritzgießform, bei
dem zunächst Kunststoffmaterial aus dem ersten, anschließend Kunststoffiruiterial aus dem /weiten
Einspritzzylinder eingesprilzt und bei dem die Zufuhr
von Kunststoffmaterial in den gemeinsamen Angußkanal jeweils nach Beendung des jeweiligen Einspritzvorganges
eines Einspritzzylinders abgesperrt wird.
Es ist ein Verfahren dieser Art bekannt (DT-Gbm 19 34 793), nach dem die Einspritzzylinder wechselweise
so zum Einsatz kommen, daß nach dem Arbeitshub des einen Einspril/.zylinders dessen Förderkanal abgesperrt
und dann der Förderkanal des anderen Einspritzzylinders geöffnet und mit der Förderung durch diesen
Einspritzzylinder begonnen wird. Bei dieser Arbeitsweise wird im Angußkanal der auf das Kunststoffmaterial
einwirkende Druck bei Umschaltvorgang entspannt und auch der Bewegungsablauf unterbrochen, so daß sich
auf den fertigen Erzeugnissen Markierungen ergeben.
Aufgabe de:r Erfindung ist es, ein Verfahren der eingangs beschriebenen Gattung zu schaffen, bei dem
beim Übergang vom Einspritzvorgang des einen Einspritzzylinders auf den Einspritzvorgang des anderen
Einspritzz:ylinders der Druck auf das durch den gemeinsamen Angußkanal fließende Material konstant
gehalten wird.
Diese Aufgabe ist dadurch gelöst, daß bereits Kunststoffmaterial aus dem zweiten Einspritzzylinder
eingespritzt wird, bevor der Einspritzvorgang des ersten Einspritzzylinders beendet ist.
Auf diese Weise kann ein kontinuierlicher Materialfluß sichergestellt werden, so daß Markierungen auf den
fertigen Erzeugnissen vermieden werden und im übrigen auch der Rückstrom von Material aus dem
einen Einspritzzylinder in den anderen durch den Gegendruck verhindert wird.
Es ist aus der vorgenannten DT-Gbm 19 34 793 bekannt, mittels beider Einsprilzzylinder gleichzeitig
das gesamte Kunststoffmaterial über einen gemeinsamen Anguß in eine Spritzgießform einzufüllen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine schaubildliche, teilweise geschnittene Ansicht einer Einspritzvorrichtung;
F i g. 2 eine schematische Ansicht einer Veruileinrichtung für die Einspritzvorrichtung in drei Betriebsstellun-Die
Einspritzvorrichtung nach Fig. 1 weist eine
Austrittsöffnung oder Düse 17 auf, die von zwei parallel
mt/eordneten Einspritzzylindern A und ßgespeist wird.
s Die Einspriizzylinder haben Heizbänder 19, welcne die
' feststehenden Zylinder 20 umschließen. Innerhalb jedes
Zylinders 20 ist ein Schncckenkolben 21 angeordnet, der
innerhalb des Zylinders 20 drehbar und auch axial in
bezug auf den Zylinder 20 bewegbar ist.
,o Beide Einspritzzylinder A. B werden aus cmcm
Fülltrichter 22 beschickt, der über den Einspritzzylindern A. B an deren von der Düse 17 entfernten Ende
angeordnet ist. jeder Einspritzzylinder A. B führt das Material der Düse 17 über ein Schieberventil Ι8Λ zu.
Wie schematisch in Fig. 2 gezeigt, führen Kanäle 40
und 41 von den Einspritzzylindern A bzw.ßund Kanäle
42 und 43 zu der Spritzgießform. Die Schieberventile \SA haben gleiiende Teile 44 und 45. die so angeordnet
werden können, daß sie die Kanäle 40 und 42 bzw. 41
ίο und 43 entweder anschließen oder absperren.
Zu Beginn sind die Schneckenkolben 21 in den Einspritzzylindern A und B in Vorderstellung. Der
Schncck'Tikolbcn in dem Einspritzzylinder A wird
gedreht und transportiert somit Material in den Raum
vor den Schneckenkolben, wobei der Schneckenkolben mit einer entsprechenden Geschwindigkeit zurückbewegt
wird.
Wenn sich die Schieberventile 18Λ in Lage I befinden,
wird der Schneckenkolben im Einspritzzylinder A nach vorn gepreßt und leitet das Einspritzen durch die Düse
17 ein. Während dieser Zeit wird der Schneckenkolben 21 im Einspritzzylinder B in Drehung versetzt und
transportiert das Material in den Raum vor den Schneckenkolben 21, wobei sich der Schneckenkolben
21 mit einer entsprechenden Geschwindigkeit zurückbewegt. Der Schneckenkolben 21 im Einspritzzylinder B
erreicht seine hinterste Lage vor oder gleichzeitig mit dem Augenblick, in dem der Schneckenkolben im
Einspritzzylinder A eine Lage kurz vor seiner
vordersten Lage erreicht. Die Schieberventile 18;j
werden in die Lage II gebracht und gleichzeitig beginnt der Schneckenkolben 21 im Einspritzzylinder B seine
Vorwärtsbewegung. In diesem Augenblick bewirken beide Einspritzeinheiten A und B den Austritt des
Materials durch die Düse 17.
Der Schneckenkolben im Einspritzzylinder Λ beginnt sich zu drehen und gleichzeitig wird das Schieberventil
18a in die Lage Hl gebracht. Der Schneckenkolben im Einspritzzylinder A transportiert das Material in den
Raum vor den Schneckenkolben und bewegt sich zurück mit einer entsprechenden Geschwindigkeit, während
der Schneckenkolben 21 im Einspritzzylinder B die Einspritzung fortsetzt. Der Schneckenkolben im Einspriizzylinder
A erreicht seine hinterste Lage vor oder gleichzeitig mit dem Augenblick, in dem der Schneckenkolben
21 im Einspritzzylinder B eine Lage kurz vor seiner vordersten Lage erreicht. Die Schieberventile
18;; werden in die Lage II gebracht und gleichzeitig beginnt der Schneckenkolben im Einspritzzylinder A
seine Vorwärisbewegung. In diesem Augenblick bewirken
beide Einspritzzylinder A und B den Austritt des Materials aus der Düse 17.
Die an den Schneckenkolben 21 während ihres Vorwärtshubes angelegte Kraft kann derart gesteuert
werden, daß der auf das Rohmaterial ausgeübte Druck und die Geschwindigkeit, mit welcher das Material
durch die Düse 17 gepreßt wird, während der oben beschriebenen vier Phasen konstant bleibt.
Die .Schneckenkolben 21 können durch die Wirkung
einer Hydraiilikpumpe nach vorne getrieben werden,
die Druckflüssigkeit mit einer konstanten Durchflußmenge
entweder einem der Sehneckenkolhen 21 oder beiden gleichzeitig zuführt. Wenn beide Schneckcnkolben
21 gleichzeitig betätigt werden, betrügt die Einzelgeschwindigkeil der Vorwärtsbewegung die Hälfte
der Geschwindigkeit, die erzielt wird, wenn nur ein Schneckcnkolbcn 21 nach vorne bewegt wird. Somit
wird eine konstante Durehllußmenge durch die- Düse 17
aufrechterhalten.
Wenn die Vorrichtung zur intermittierenden Zuführung von Plaslikmaterial (d. h. zum Spritzgießen oder
Blasformen) verwendet wird, kann entweder ein Drehventil für zwei verbundene Einspritzeinheiten A. B
oder ein Schieberventil für jede einzelne liinspriiz.einheit
A bzw. /i verwendet werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zum Einspritzen von Kunststciffmaierial aus einem ersten und einem zweiten Einspritzzylinder über einen gemeinsamen Angußkanal in eine Spritzgießform, bei dem zunächst Kunststoffmaterial aus dem ersten, anschließend Kunstsiolfmaterial aus dem zweiten Einspritzzylinder eingespritzt und bei dem die Zufuhr von Kunststoffmaterial in den gemeinsamen Angußkiinal jeweils nach Beendung des jeweiligen Einspritzvorganges eines Einspritzzylinders abgesperrt wird, dadurch gekennzeichnet, daß bereits Kunststoffmaterial aus dem zweiten Einspritz/ylinder eingespritzt wird, bevor der Einspritzvorgang des ersten Einspritzzylinders beendet ist.
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|---|---|---|---|
| GB34896/67A GB1240824A (en) | 1967-07-28 | 1967-07-28 | Improvements in or relating to plasticising apparatus |
Publications (2)
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| DE1779280B2 true DE1779280B2 (de) | 1977-09-01 |
Family
ID=10371255
Family Applications (2)
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Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE6751924U Expired DE6751924U (de) | 1967-07-28 | 1968-07-26 | Zweizylinder-formpressen |
Country Status (2)
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| GB (1) | GB1240824A (de) |
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- 1967-07-28 GB GB34896/67A patent/GB1240824A/en not_active Expired
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- 1968-07-26 DE DE6751924U patent/DE6751924U/de not_active Expired
Also Published As
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| GB1240824A (en) | 1971-07-28 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| BHV | Refusal |