-
Reflex, Möbelpflegemittel-Erzeugung Konrad Schischlik & Söhne
in Wien (Österreich). Gerät zur Behandlung von Fussböden mit einem flüssigen Behandlungsmittel.
-
Insbesondere bei Fussböden, seien es Parkettböden, Gummi- oder Linoleumbeläge
usf., ist es erforderlich, bei der Pflege, das ist beispielsweise beim Wischen,
Bürsten und Polieren, flüssige Behandlungsmittel aufzutragen. Es wurden nun bereits
Geräte entwickelt, welche ein Bürsten, Polieren, Wischen usw., bei aufrechter Stellung
des diese Arbeiten Durchführenden ermöglichen, jedoch bereitet das gesonderte Auftragen
flüssiger Behandlungsmittel gewisse Schwierigkeiten. Üblicherweise wird das Behandlungsmittel
unmittelbar aus der Flasche aufgegossen, was einerseits nur in gebückter stellung
erfolgen kann und andererseits das Abstellen der Flasche während der, mechanischen
Bearbeitung dur. Wischen Bürsten usf. erforderlich machte Die Pflege und Behandlung
des
Fussbodens erfolgt nun meistens nach Entfernen der Möbel und insbesondere dann,
wenn es-sich um Fussböden in grossen Hallen handelt, besteht keine Möglichkeit,
die Flasche mit dem flüssigen Behandlungsmittel anders abzustellen-als am Fussboden,
wenn nicht die Arbeit immer wieder durch längere Wege unterbrochen werden soll.
A Fußboden abgestellte Flaschen erfordern nun aber wieder ein Bücken des Bedienende
und stehen meist störend im Wege und werden daher auch häufig umgestossen.
-
Es wurden nun Geräte zur Behandlung von Fussböden mit flüssigen Behandlungsmitteln
bekannt, bei welchen am Gerätestiel ein Behälter für das Behandlungsmittel ungefähr
axparallel zum Stiel mit der Mündung abwärts befestigt ist.
-
Es wurde auch bereits vorgeschlagen, als Behälter die Verkaufsflasche
für das Behandlungsmittel zu verwenden und diese leicht lösbar am Stiel des Gerätes
zu befestigen. Bei der, artigen Konstruktionen ist nun ein Verschlussmechanismus
für die mit der Mündung nach abwärts gerichtete Flasche erforderlich welcher in
möglichst einfacher und bequemer Weise von der das Gerät bedienenden Person dann
gelöst werden kann, wenn der Austritt von Behandlungsflüssigkeit aus der Flasche
erwünscht ist. Zu diesem Zwecke wurden eine Vielzahl von Verschlussmechanismen vorgeschlagen.
Ein derartiger Mechanismus erhöht jedoch den Anschaffungspreis des Gerätes wesentlich
und stellt ausserdem immer eine Quelle eventueller Störungen dar.
-
Bei einem weiters vorgeschlagenen Auftraggerät für flüssiges Wachs,
bei welchem eine das Wachs enthaltende
Flasche axparallel zum Stiel
mit der Mündung abwärts leicht lösbar am Stiel befestigt ist, erstreckt sich von
der Mündung der Flasche ein Schlauch in einen am Stielende angebrachten, zum Auftragen
des Wachses dienenden Gummischwamm. Hiebei ist kein eigener Verschlussmechanismus
für die Flasche vorge-
| w |
| sehen. Das Wachs wird durch die Saugwirkung des Gummiscfammes |
aus der Flasche angesaugt und es ist klar, dass, wenn das Gerät nicht in Verwendung
steht, der Gummischwamm sich übermässig mit dem Wachs vollsaugt und dann schliesslich
das Wachs in unbeabsichtigter Weise aus dem Gummischwamm austritt.
-
Die Neuerung bezieht sich nun auf ein Gerät zur Beihandlung von Fussböden
mit einem flüssigen Behandlungsmittel, an dessen Stiel eine übliche Verkaufsflasche
für das Behandlungsmittel ungefähr axparallel zum Stiel mit der Mündung abwärts
leicht lösbar befestigt ist und zielt darauf ab, die bisher bei der Verwendung flüssiger
Behandlungsmittel auftretenden Nachteile zu vermeiden. Die Neuerung besteht hiebei
im wesentlichen darin, dass der die Mündung der Flasche abschließende Pfropfen o.
dgl. ein in der Arbeitsstellung des Geräte. s aufwärts gerichtetes, insbesondere
in ungefähr rechtem Winkel zur Flaschenachse abgewinkeltes Rohr aufweist Durch das
Gerät gemäss der Neuerung wird die Arbeit insofern erleichtert, als ein Abstellen
des Gefässes, in welchem sich das flüssige Behandlungsmittel befindet, während der
Arbeit überflüssig wird und der das Gerät Bedienende das flüssige Behandlungsmittel
aufschütten kann, ohne sich zu bücken. Es
wird Arbeitszeit eingespart
und es wird ein Verschütten des Behandlungsmittels durch Umstossen des Gefässes
mit Sicherheit vermieden. Der das Gerät Bedienende, kann, nachdem er die Verkaufsflasche
am Stiel festgelegt hat und den üblichen Pfropfen durch den mit dem Rohr versehenen
Pfropfen, welcher gegebenenfalls als Schraubverschluss ausgebildet sein kann, ersetzt
hat, je nach Erfordernis durch einen einfachen Handgriff in aufrechter Stellung,
das flüssige Behandlungsmittel auf-den Fussboden aufschütten, wobei es genügt, einfach
den Stiel des Gerätes um 180 Grad zu verdrehen, sodass das aufwärts gerichtete Rohr
nach unten weist und das Behandlungen mittel ausfliessen kann. Das Gerät kann ohne
weiteres beliebig lang abgestellt werden, ohne dass ein unbeabsichtigtes Ausfliessen
von Behandlungsmittel befürchtet werden muss.
-
Die Ausbildung ist zweckmäßig so getroffen, dass das Gefäss allseits
dicht abgeschlossen ist und der lichte Querschnitt des Rohres so gross bemessen
ist, dass eine Kapillarwirkung vermieden und ein Lufteintritt durch das Rohr in
das Gefäss ermöglicht ist. Hiedurch ergibt sich die einfachste Ausbildung des Gerätes,
da Ventile, durch welche die Luft in das Gefäss eintreten kann, überflüssig werden
und durch den, beim Ausschütten aus dem Gefäss, im Gefäss auftretenden Unterdruck
selbst eine Dosierung des austretenden flüssigen Behandlungsmittels erreicht wird.
-
In der Zeichnung ist die Neuerung anhand eines Ausführungsbeispieles
schematisch erläutert.
-
Am Stiel 1 des Gerätes ist die Verkaufsflasche 2 eines flüssigen
Behandlungsmittels unter Vermittlung einer Halterung
3 lösbar bfestigt.
Der übliche Pfropfen ist durch einen Pfropfen 4 ersetzt, in welchen ein Rohr 5 eingesetzt
ist, welches in ungefähr rechtem Winkel abgewinkelt ist.
-
Am unteren Ende weist der Stiel 1 eine übliche Klammer 6 auf, in
welcher eine beliebige Verteilv. rrichtung für das Vene teilen des flüssigen Behandlungsmittels
eingesetzt werden kann.
-
Diese Verteilvorrichtung ist von einer geraden Leiste 7e beispielsweise
aus Holz, gebildet, an welche eine streifenförmige Auflagg 8 aus nachgiebigem Material,
beispielsweise aus Schaumgummi angeklebt ist. Die Verteilvorrichtung kann aber auch
von einem beliebigen Wischer, einer Bürste od.dgl. gebildet sein.
-
In der in der Zeichnung dargestellten Stellung, kann nun mittels
der wischerartigen Verteilvorrichtung 7, 8 der Fussboden behandelt werden. Je nach
Bedarf, wird das flüssige Behandlungsmittel aus der Flasche 2, durch Verdrehen des
Stieles 1 um 180 Grad, auf den Fussboden aufgeschüttet, wobei das flüssige Behandlungsmittel
aus dem abgewinkelten Rohr 5, sobald es nach unten weist, solange ausfliessen kann,
bis der in der Flasche 2 entstehende Unterdruck ein weiteres Ausfliessen verhindert.
Schutzansprüche: