[go: up one dir, main page]

DE1778554C - Formkörper zum Bestecken mit Schnitt blumen - Google Patents

Formkörper zum Bestecken mit Schnitt blumen

Info

Publication number
DE1778554C
DE1778554C DE19681778554 DE1778554A DE1778554C DE 1778554 C DE1778554 C DE 1778554C DE 19681778554 DE19681778554 DE 19681778554 DE 1778554 A DE1778554 A DE 1778554A DE 1778554 C DE1778554 C DE 1778554C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
shaped body
foam core
film
body according
cut flowers
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19681778554
Other languages
English (en)
Other versions
DE1778554A1 (de
Inventor
Rudolf Dr 7904 Er bach Biedermann
Original Assignee
Sud West Chemie GmbH, 7910 Neu Ulm
Filing date
Publication date
Application filed by Sud West Chemie GmbH, 7910 Neu Ulm filed Critical Sud West Chemie GmbH, 7910 Neu Ulm
Priority to DE19681778554 priority Critical patent/DE1778554C/de
Publication of DE1778554A1 publication Critical patent/DE1778554A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1778554C publication Critical patent/DE1778554C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Description

30
Die Erfindung betrifft einen Fo.mkörper zum Bestecken mit Schnittblumen mit einem wasseraufnehmenden und wasserspeichernden porösen Schaumstoffkern und einer Umhüllung.
Formkörper zum Bestecken mit Schnittblumen aus Kiinststoffmassen, insbesondere elaitizitätsarmen Schaumstoffen auf der Basis von Phenolharzen oder anderen Harzen, die Wasser aufzunehmen und zn speichern vermögen, sind bereits bekannt. Ein Nachteil dieser bekannten Formkörper besteht darin, daß die beim Bestecken mit ^hnittblumen in der Masse erzeugten Löcher nach dem Entfernen der Blumen in der Masse zurückbleiben. Auf diese Weise wird die Haltbarkeit und die Wiederbesteckbarkeit mit BIumen verschlechtert. Es ist daher meistens nicht möglich, die Masse für eine gleiche oder ähnliche Steckanordnung mehr als zwei- bis dreimal zu verwenden.
Es wurde ferner vorgeschlagen, aus Steckmassen bestehende Formkörper mit weitmaschigen Netzen zu überziehen, um beispielsweise das Andrahten von Blumen zu ermöglichen. Durch diese Maßnahme werden jedoch die vorstehend geschilderten Nachteile nicht beseitigt. Vielmehr bröckeln bei einer wiederholten Verwendung infolge der Einwirkung des Netzes Teilchen der Masse ab, so daß im allgemeinen ein derartiger Formkörper nach einer zweibis dreimaligen Verwendung unbrauchbar ist
Es ist ferner eine Blumensteckvorrichtung mit einer Wand aus im wesentlichen starrem vielzelligen Material mit geschlossenen Zellen und zerbrechlichen Zell wänden bekannt, die auf Grund ihrer Materialbeschaffenheit und ihres Aufbaues einerseits fest genug ist, um Blumen zu stützen, andererseits aber leicht durch Blumenstiele durchstoßen werden kann (USA.-Patentschrift 2904933). Das verwendete vieldli Material dient dabei lediglich als wasserdichte Halterung und Stütze eines wasserspeicheraden, nicht ■on sich aus festen Materials, so daß allenfalls eine Hilfskonstruktion in der Art eines mengenmäßig bearenzten Wassereservoirs diesem Mangel entgegenwirken kann. Außerdem ist diese bekannte Vorrichtung an bestimmte Formen und Abmessungen des Kcrnmaterials uebunden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung der" den vorstehend beschriebenen bekannten Vorrichtungen anhaftenden Nachteile einen Formkörper zum Bestecken mit Schnittblumen 711 schaffen, der einerseits eine beliebige Anordnung der turnen ermöniichl. die Verdunstung des Wassers uüer einer Niihrstofflösung im Schaumkern weitgehend verhindert und wiederholt verwendbar ist.
Die Lösuns dieser Aufgabe besteht in der Schaffung eines Formkörpers zum Bestecken mit Schnittblumen mit einem wasseraufnehmenden und wasserspeichernden porösen Schaumstoffkern und einer Umhüllune. wobei dieser Formkörper -rfindungsceiiiäP dadurch gekennzeichnet ist. daß die Umhüllung aus einer den Schaumstoffkern ganz oder zu einem Teil umgebenden gespannten elastischen Folie besteh».
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fo-mkörpers ist die gespannte elastische Folie durchlocht. Diese Löcher beeinflußt» ebensowenig wie die beim Durchstoßen einer ungelochten Folie'mit Blumenstielen erzeugten Löcher die Spannwirkung der Folie, was zur Folge hat, JaIi auf die Randbereiche des porösen Schaumstoffkerns eine gleichmäßige Druckbeanspruchung ausgeübt wird, die ein Verschließen von Einstecklöchern nach dem Herausziehen der Blumenstiele bewirkt. Diese Ausführungsform ermöglicht auch das Einsetzen von Setzlineen. Trieblingen, Samen oder von ausgewachsenen Pflanzen.
Die Folienumhüllung läßt sich von den meisten Biumenstielen ohne Hilfsmittel durchbohren, wobei sie bei diesem Vorgang nicht oder nicht nennenswert einreißt und nach wie vor den Schaumkern elastisch spannend umhüllt. Dabei geben die Lochränder der elastischen Folie den gesteckten Blumen noch einen zusätzlichen Halt und entlasten den Schaumstoff kern.
Werden besonders schwere Schnittblumen allseitig in einen hängenden erfindungsgemäßen Formkörper eingebracht, dann kann es zweckmäßig sein, eine wachsartige oder klebrige zähe Schicht auf oder unterhalb der Folie aufzubringen, insbesondere auf den nach unten weisenden Flächen des Formkörpers.
Die auf dem erfindungsgemäßen Formkörper aufgebrachte Folie reduziert die Verdunstung von in den Schaumstoffkern eingebrachtem Wasser oder Nährlösungen, wobei die Verdunstungsgeschwindigkeit durch eine entsprechende Durchlöcherung der Foiie gesteuert werden kann.
Eine weitere bevorzugte Ausführungsform sieht vor, die gespannte elastische Folie mit mindestens einer Gießrinne zu versehen. Auf diese Weise kann der poröse Schaumstoffkern fortlaufend mit Flüssigkeit versorgt werden.
Ferner kann vorzugsweise ein fester Teil des Formkörpers mit Durchstichen versehen sein. Diese Durchstiche können zusätzlich zum Stecken von Blumen zur Erreichung bestimmter Verdunstungswerte oder auch zur dosierten Heranführung von Wasser oder Frischhaltelösungen dienen.
In zweckmäßiger Weise besteht die Umhüllung ganz oder teilweise aus einer Schrumpffolie aus Polyäthylen, Polypropylen oder einem ähnlichen Thermoplasten.
Im Gegensatz zu den bekannten Formkörpern zum Bestecken mit Schnittblumen, welche meistens nach zweimaliger Verwendung unbrauchbar sind, kann ein erfindungsgemäßer Formkörper wesentlich öfter mit frischen Schnittblumen besetzt werden, und zwar in der Regel zehn- bis zwanzigmal oder darüber.
Der mit der geschilderten Umhüllung versehene Formkörper kann ohne weiteres auf geeignetem Untergrund aufgeklebt werden, insbesondere mit Hilfe einer beidseitig beschichteten Klebfolie — sofern nicht bereits die Schrumpffolie klebend ausgebildet ist —. und zwar auch an senkrechten Flächen (z. B. Fenstern, glatten Wänden, zur Schaufer^'.erdekoration u. ä.) oder an Deckenflachen, lis ist zwar bekannt. Steckmassen an horizontalen und vertikalen Flächen zu befestigen, diese Befestigung ist abei bisher nur mit besonderen Vorrichtungen möglich, /. B. mit mechanischen Verbindungen oder mit Hilfe von Steckvorrichtungen, die mit Magnetplatte. Gummisauger oder Klebstoff angebracht werden. Bei der vorgeschlagenen Ausführung bedarf es besonderer Hilfskonstruktionen nicht. Deshalb entfallen die Nachteile solcher Hilfskonstruktionen (die z. B. nur auf ihren magnetischen Eigenschaften nach geeigneten Materialien haften oder nur in beschränkten Dimensionen zweckmäßig sind und/oder unsichere Festhaltewirkung aufweisen). Insbesondere beim Befestigen von Gestecken auf Autokarosserien bringt die vorgeschlagene Ausführung besondere Vorteile, da sie außerordentliche Festhaltekraft besitzt, die Steckmassen dicht aufliegen, ringsum besteckt werden können, eine Beschädigung des Untergrundes ausgeschlossen ist, eine Anpassung an Wölbungen der Karosserie gegeben ist (im Gegensatz z. B. zu anzuklebenden starren Behältern).
Von ganz besonderer Bedeutung ist auch, daß durjh die Umhüllung (sowohl durch die Lociiränder als auch durch die durch die Umspannung in den Konturen der Steckmasse bewirkte erhöhte Umpressung und Ansaugung der Blumenstiele) ein optimaler Festhalteeffekt erzeugt wird, ohne daß ein Andrahten der einzelnen Blumen erforderlich ist. Hinzu kommt, daß hinsichtlich der in Betracht kommenden Formate größte Variationsmöglichkeit besteht, da die Herstellung der Steckmasse beliebige Formate zuläßt, die Umschrumpfung bei jedem Format ohne besondere Werkzeuge sofort möglich ist. Soll eine Isolierung gegen heiße Karosserieteile bewirkt werden, um die Flüssigkeit in der Steckmasse vor Kontaktwärme zu schützen, so kann die KJebfolie verstärkt werden, oder es kann vorzugsweise eine isolierende Schicht, zwischen Schrumpffolie und Unterseite der Steckmasse, unschwer vorgesehen werden. Dies wird nur unter extremen Bedingungen in Betracht kommen, da im Steckmassekörper so gut wie keine Zirkulation möglich ist. zumal einer Erwärmung von der Auflagefläche her ja die dadurch bew.rktc \erdunstungskühle entgegenwirkt.
Der Schaumstoffkern kann aus e.nem Block best,-
hen oder sich auch aus mehreren kleinen B.ocken. Stücken oder Flocken zusammensetzen.
Die Steckmasse läßt sich auch unter Druck m Behälter einzwängen, so daß die Steckmasse von dem Behälter eng umschlossen ist ,,.,ii-.i,,
Um auch in diesem Fall einen Teil der vertikalen Flächen mit Blumen bestecken zu können, zieh man d.e Steckmasse über den Rand des Gefäßes hoch und v,r,ieht den über den Gefäßrand hochgezogenen 1 e.l der Steckmasse mit einer TeilumhuHung aus ge-
,, ,pannier elastischer Folie und oder einem anderen, in Schaumstoffkern enthaltenden, schutzenden Lmhüllungsmaterial.
Als Teilumhüllung könn.-n auch Behälter z. B. aus keramischen Stoffen. Glas, Kunststoffen oder ande-
ren Materialien dienen. ,. , , · , h ,
Es besteht ferner die Möglichkeit, entsprechend ausgeformte erfindungsgemäße Formkörper in Gefa sJ anzukleben, um beispielsweise die Standfestigkeit großer, insbesondere ausladender Gestehe
« durch diese Verbindung mit dem wasseraafnehmenden Gefäß, das durch Gewicht oder besondere standsichernde Ausbildung günstige Voraussetzungen hierfür bietet, zu erhöhen.
Die Zeichnung zeigt in Fig. 1 eine bevorzug.,·
Ausführungsform eines Formkörper gemäß der I rfindung mit einem Schaumstoffkern 1 und einer Ivhüllung aus durch Schrumpfen aufgebrachter, c, spannter Folie!, wobei der Schaumstoffkern e„uη i-^kförmipen Querschnitt bzw. einen Sechska.i:-
kreisförmigen Querschnitt
Vollmatenal-Querschnitt aufweist
F i ε "" zeigt eine andere Ausführungsform der I -findiing" Der Schaumstoffkern 1 von kreisförmigem oder sechseckigem Querschnitt ist zu einem Teil v>n einer elastisch spannenden Schrumpffolie 21 und zu einem anderen Teil 22 von einem den Schaumstoffkern entlastenden und schutzenden, relativ feston Gewebe umgeben. Zusätzlich sind im festen Umhuilungsmaterial Durchstiche 3 für eine bestimmte Steck anordnung angedeutet. ,. .. . . A
Fig 3 zeigt verschiedene Möglichkeiten der Anbringung Jes Fonnkörpers gemäß der Erfindung mntehTeiner Doppelklebschicht 4 an Mauern, Säulen od. dgl. in Aufsicht. .
Fig 4 zeigt andere Ausführungsformen der Lmhüllung <?emäß der Erfindung, teils mit Schrumpffolie, teils mit einem relativ festen Ctoff.
F i 2 5 zeigt ar.dere Ausführungsformen gemäß der Erfindung mit einer vollständigen Schrumpffohenumhüllung 21 und einer äpßeren Hülle als den Schaumstoffkern entlastender Teil 22 aus Schrumpffoüe bzw. einem relativ festen Stoff mit Durchstichen 3. . Figo zeigt eine andere Ausruhrungsform mit vollständiger Schrumpffolienumhüllung und innerer Verstärkung 5 bzw. aus Kunststoffolie.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Formkörper zum Bestecken mit Schnittblumen mit einem wasseraufnehmenden und wasserspeichernden porösen Schaumstoffkern und einer Umhüllung, dadurch gekennzeichnet, daß die Umhüllung aus einer den Schaumstoffkern (1) ganz oder zu einem Teil umgebenden gespannten, elastischen Folie (2, 21) besteht.
2. Formkörper nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (2. 21) durchlocht ist
3. Formkörper nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (2. 21) mit mindestens einer Gießrinne versehen ist.
4. Formkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein fester, den Schaumstoffkern mechanisch entlastender Teil (22) der Umhüllung mit Durchstichen (3) versehen ist.
5. Formkörper nach c'iem der Ai prüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Umhüllung mindestens teilweise aus einer Strumpffolie aus Polyäthylen, Polypropylen oder ähnlichen Thermoplasten besteht.
DE19681778554 1968-05-10 Formkörper zum Bestecken mit Schnitt blumen Expired DE1778554C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19681778554 DE1778554C (de) 1968-05-10 Formkörper zum Bestecken mit Schnitt blumen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19681778554 DE1778554C (de) 1968-05-10 Formkörper zum Bestecken mit Schnitt blumen

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE1778554A1 DE1778554A1 (de) 1972-03-23
DE1778554C true DE1778554C (de) 1973-07-26

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1290760B (de) Pflanzenbrikett
DE2636395A1 (de) Polymerisierter pflanzenboden mit wachsender pflanze, herstellungsverfahren und verpackung fuer diesen sowie haenger und plakette
DE2516766A1 (de) Luftdichte packung fuer medizinische tupfer oder dergleichen
DE1629485B2 (de) Verfahren zum herstellen eines mit einem polsterueberzug versehenen kissens mit schaumstoffkern
DE2902950A1 (de) Selbstaufblaehender sack fuer auffuellungs-, verpackungs- oder isolierzwecke sowie arbeitsverfahren zu dessen anwendung
DE102010037092B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Verpacken von Sträußen
DE1621735A1 (de) Sandspiel und Geraet dafuer
DE1778554C (de) Formkörper zum Bestecken mit Schnitt blumen
EP2814314A1 (de) PFLANZGEFÄß SOWIE VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINES PFLANZGEFÄßES
DE1949473A1 (de) Substratschaumstoffkoerper fuer die Anzucht und Aufzucht von Pflanzen
DE3042429C2 (de) Behälter zur Aufnahme von Gestecken
DE1875670U (de) Behaelter zur aufnahme einer spirituosenflasche.
DE102012101263B4 (de) Pflanzgefäß sowie Verfahren zur Herstellung eines Pflanzgefäßes
DE9217496U1 (de) Behälter zur kontinuierlichen Bewässerung von Blumen und Pflanzen in Töpfen, Schalen, Kästen, Beeten und Frühbeeten
DE1778554B (de) Formkörper zum Bestecken mit Schnitt blumen
DE2702197A1 (de) Behaelter zum ziehen von pflanzen
DE2544699A1 (de) Naehrboden und verfahren zu seiner herstellung
DE3047818A1 (de) Behaelter zum zuechten von pflanzen mit abnormalem wachstum und verfahren zu seiner herstellung
DE594442C (de) Behaelter zur Aufnahme von Blumenzwiebeln
DE1140338B (de) Verfahren zur Herstellung einer durch Nachpressen in der Waerme profilierten Fussbodenmatte
DE1611014C (de) Mehrteiliger Verpackungs und Mehr zweckbehalter fur empfindliche Gegen stände, insbesondere fur Blumen
DE2723443A1 (de) Pflanzenzuchtunterlage und verfahren zur herstellung derselben
DE2538783A1 (de) Bewaesserungsvorrichtung fuer pflanzen wie insbesondere von in blumentoepfen, blumenkaesten usw. eingesetzten pflanzen
DE1629485C3 (de) Verfahren zum Herstellen eines mit einem Polsterüberzug versehenen Kissens mit Schaumstoffkern
DE9417960U1 (de) Pflanzkissen