DE1778554C - Formkörper zum Bestecken mit Schnitt blumen - Google Patents
Formkörper zum Bestecken mit Schnitt blumenInfo
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Description
30
Die Erfindung betrifft einen Fo.mkörper zum Bestecken mit Schnittblumen mit einem wasseraufnehmenden
und wasserspeichernden porösen Schaumstoffkern und einer Umhüllung.
Formkörper zum Bestecken mit Schnittblumen aus Kiinststoffmassen, insbesondere elaitizitätsarmen
Schaumstoffen auf der Basis von Phenolharzen oder anderen Harzen, die Wasser aufzunehmen und zn
speichern vermögen, sind bereits bekannt. Ein Nachteil dieser bekannten Formkörper besteht darin, daß
die beim Bestecken mit ^hnittblumen in der Masse erzeugten Löcher nach dem Entfernen der Blumen in
der Masse zurückbleiben. Auf diese Weise wird die Haltbarkeit und die Wiederbesteckbarkeit mit BIumen
verschlechtert. Es ist daher meistens nicht möglich,
die Masse für eine gleiche oder ähnliche Steckanordnung mehr als zwei- bis dreimal zu verwenden.
Es wurde ferner vorgeschlagen, aus Steckmassen bestehende Formkörper mit weitmaschigen Netzen
zu überziehen, um beispielsweise das Andrahten von Blumen zu ermöglichen. Durch diese Maßnahme
werden jedoch die vorstehend geschilderten Nachteile nicht beseitigt. Vielmehr bröckeln bei einer
wiederholten Verwendung infolge der Einwirkung des Netzes Teilchen der Masse ab, so daß im allgemeinen
ein derartiger Formkörper nach einer zweibis dreimaligen Verwendung unbrauchbar ist
Es ist ferner eine Blumensteckvorrichtung mit einer Wand aus im wesentlichen starrem vielzelligen
Material mit geschlossenen Zellen und zerbrechlichen Zell wänden bekannt, die auf Grund ihrer Materialbeschaffenheit
und ihres Aufbaues einerseits fest genug ist, um Blumen zu stützen, andererseits aber
leicht durch Blumenstiele durchstoßen werden kann (USA.-Patentschrift 2904933). Das verwendete vieldli
Material dient dabei lediglich als wasserdichte Halterung und Stütze eines wasserspeicheraden, nicht
■on sich aus festen Materials, so daß allenfalls eine
Hilfskonstruktion in der Art eines mengenmäßig bearenzten
Wassereservoirs diesem Mangel entgegenwirken kann. Außerdem ist diese bekannte Vorrichtung
an bestimmte Formen und Abmessungen des Kcrnmaterials uebunden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter
Vermeidung der" den vorstehend beschriebenen bekannten
Vorrichtungen anhaftenden Nachteile einen Formkörper zum Bestecken mit Schnittblumen 711
schaffen, der einerseits eine beliebige Anordnung der
turnen ermöniichl. die Verdunstung des Wassers
uüer einer Niihrstofflösung im Schaumkern weitgehend
verhindert und wiederholt verwendbar ist.
Die Lösuns dieser Aufgabe besteht in der Schaffung eines Formkörpers zum Bestecken mit Schnittblumen
mit einem wasseraufnehmenden und wasserspeichernden porösen Schaumstoffkern und einer
Umhüllune. wobei dieser Formkörper -rfindungsceiiiäP
dadurch gekennzeichnet ist. daß die Umhüllung aus einer den Schaumstoffkern ganz oder zu einem
Teil umgebenden gespannten elastischen Folie besteh».
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Fo-mkörpers ist die gespannte
elastische Folie durchlocht. Diese Löcher beeinflußt»
ebensowenig wie die beim Durchstoßen einer ungelochten Folie'mit Blumenstielen erzeugten Löcher
die Spannwirkung der Folie, was zur Folge hat, JaIi
auf die Randbereiche des porösen Schaumstoffkerns eine gleichmäßige Druckbeanspruchung ausgeübt
wird, die ein Verschließen von Einstecklöchern nach dem Herausziehen der Blumenstiele bewirkt. Diese
Ausführungsform ermöglicht auch das Einsetzen von Setzlineen. Trieblingen, Samen oder von ausgewachsenen
Pflanzen.
Die Folienumhüllung läßt sich von den meisten Biumenstielen ohne Hilfsmittel durchbohren, wobei
sie bei diesem Vorgang nicht oder nicht nennenswert einreißt und nach wie vor den Schaumkern elastisch
spannend umhüllt. Dabei geben die Lochränder der elastischen Folie den gesteckten Blumen noch einen
zusätzlichen Halt und entlasten den Schaumstoff kern.
Werden besonders schwere Schnittblumen allseitig in einen hängenden erfindungsgemäßen Formkörper
eingebracht, dann kann es zweckmäßig sein, eine wachsartige oder klebrige zähe Schicht auf oder unterhalb
der Folie aufzubringen, insbesondere auf den nach unten weisenden Flächen des Formkörpers.
Die auf dem erfindungsgemäßen Formkörper aufgebrachte Folie reduziert die Verdunstung von in
den Schaumstoffkern eingebrachtem Wasser oder Nährlösungen, wobei die Verdunstungsgeschwindigkeit
durch eine entsprechende Durchlöcherung der Foiie gesteuert werden kann.
Eine weitere bevorzugte Ausführungsform sieht vor, die gespannte elastische Folie mit mindestens
einer Gießrinne zu versehen. Auf diese Weise kann der poröse Schaumstoffkern fortlaufend mit Flüssigkeit
versorgt werden.
Ferner kann vorzugsweise ein fester Teil des Formkörpers mit Durchstichen versehen sein. Diese
Durchstiche können zusätzlich zum Stecken von Blumen zur Erreichung bestimmter Verdunstungswerte
oder auch zur dosierten Heranführung von Wasser oder Frischhaltelösungen dienen.
In zweckmäßiger Weise besteht die Umhüllung ganz oder teilweise aus einer Schrumpffolie aus Polyäthylen,
Polypropylen oder einem ähnlichen Thermoplasten.
Im Gegensatz zu den bekannten Formkörpern zum Bestecken mit Schnittblumen, welche meistens
nach zweimaliger Verwendung unbrauchbar sind, kann ein erfindungsgemäßer Formkörper wesentlich
öfter mit frischen Schnittblumen besetzt werden, und
zwar in der Regel zehn- bis zwanzigmal oder darüber.
Der mit der geschilderten Umhüllung versehene Formkörper kann ohne weiteres auf geeignetem Untergrund
aufgeklebt werden, insbesondere mit Hilfe einer beidseitig beschichteten Klebfolie — sofern
nicht bereits die Schrumpffolie klebend ausgebildet ist —. und zwar auch an senkrechten Flächen (z. B.
Fenstern, glatten Wänden, zur Schaufer^'.erdekoration
u. ä.) oder an Deckenflachen, lis ist zwar bekannt.
Steckmassen an horizontalen und vertikalen Flächen zu befestigen, diese Befestigung ist abei bisher
nur mit besonderen Vorrichtungen möglich, /. B. mit mechanischen Verbindungen oder mit Hilfe von
Steckvorrichtungen, die mit Magnetplatte. Gummisauger oder Klebstoff angebracht werden. Bei der
vorgeschlagenen Ausführung bedarf es besonderer Hilfskonstruktionen nicht. Deshalb entfallen die
Nachteile solcher Hilfskonstruktionen (die z. B. nur auf ihren magnetischen Eigenschaften nach geeigneten
Materialien haften oder nur in beschränkten Dimensionen zweckmäßig sind und/oder unsichere
Festhaltewirkung aufweisen). Insbesondere beim Befestigen von Gestecken auf Autokarosserien bringt
die vorgeschlagene Ausführung besondere Vorteile, da sie außerordentliche Festhaltekraft besitzt, die
Steckmassen dicht aufliegen, ringsum besteckt werden können, eine Beschädigung des Untergrundes
ausgeschlossen ist, eine Anpassung an Wölbungen der Karosserie gegeben ist (im Gegensatz z. B. zu anzuklebenden
starren Behältern).
Von ganz besonderer Bedeutung ist auch, daß durjh die Umhüllung (sowohl durch die Lociiränder
als auch durch die durch die Umspannung in den Konturen der Steckmasse bewirkte erhöhte Umpressung
und Ansaugung der Blumenstiele) ein optimaler Festhalteeffekt erzeugt wird, ohne daß ein Andrahten
der einzelnen Blumen erforderlich ist. Hinzu kommt, daß hinsichtlich der in Betracht kommenden Formate
größte Variationsmöglichkeit besteht, da die Herstellung der Steckmasse beliebige Formate zuläßt,
die Umschrumpfung bei jedem Format ohne besondere Werkzeuge sofort möglich ist. Soll eine Isolierung
gegen heiße Karosserieteile bewirkt werden, um die Flüssigkeit in der Steckmasse vor Kontaktwärme
zu schützen, so kann die KJebfolie verstärkt werden, oder es kann vorzugsweise eine isolierende
Schicht, zwischen Schrumpffolie und Unterseite der Steckmasse, unschwer vorgesehen werden. Dies wird
nur unter extremen Bedingungen in Betracht kommen, da im Steckmassekörper so gut wie keine Zirkulation
möglich ist. zumal einer Erwärmung von der Auflagefläche her ja die dadurch bew.rktc \erdunstungskühle
entgegenwirkt.
Der Schaumstoffkern kann aus e.nem Block best,-
hen oder sich auch aus mehreren kleinen B.ocken. Stücken oder Flocken zusammensetzen.
Die Steckmasse läßt sich auch unter Druck m Behälter einzwängen, so daß die Steckmasse von dem
Behälter eng umschlossen ist ,,.,ii-.i,,
Um auch in diesem Fall einen Teil der vertikalen
Flächen mit Blumen bestecken zu können, zieh man
d.e Steckmasse über den Rand des Gefäßes hoch und
v,r,ieht den über den Gefäßrand hochgezogenen 1 e.l
der Steckmasse mit einer TeilumhuHung aus ge-
,, ,pannier elastischer Folie und oder einem anderen,
in Schaumstoffkern enthaltenden, schutzenden Lmhüllungsmaterial.
Als Teilumhüllung könn.-n auch Behälter z. B. aus
keramischen Stoffen. Glas, Kunststoffen oder ande-
ren Materialien dienen. ,. , , · , h ,
Es besteht ferner die Möglichkeit, entsprechend ausgeformte erfindungsgemäße Formkörper in Gefa
sJ anzukleben, um beispielsweise die Standfestigkeit
großer, insbesondere ausladender Gestehe
« durch diese Verbindung mit dem wasseraafnehmenden
Gefäß, das durch Gewicht oder besondere standsichernde
Ausbildung günstige Voraussetzungen hierfür bietet, zu erhöhen.
Die Zeichnung zeigt in Fig. 1 eine bevorzug.,·
Ausführungsform eines Formkörper gemäß der I rfindung
mit einem Schaumstoffkern 1 und einer Ivhüllung
aus durch Schrumpfen aufgebrachter, c,
spannter Folie!, wobei der Schaumstoffkern e„uη
i-^kförmipen Querschnitt bzw. einen Sechska.i:-
kreisförmigen Querschnitt
Vollmatenal-Querschnitt aufweist
Vollmatenal-Querschnitt aufweist
F i ε "" zeigt eine andere Ausführungsform der I -findiing"
Der Schaumstoffkern 1 von kreisförmigem oder sechseckigem Querschnitt ist zu einem Teil v>n
einer elastisch spannenden Schrumpffolie 21 und zu einem anderen Teil 22 von einem den Schaumstoffkern
entlastenden und schutzenden, relativ feston
Gewebe umgeben. Zusätzlich sind im festen Umhuilungsmaterial
Durchstiche 3 für eine bestimmte Steck anordnung angedeutet. ,. .. . . A
Fig 3 zeigt verschiedene Möglichkeiten der Anbringung Jes Fonnkörpers gemäß der Erfindung mntehTeiner
Doppelklebschicht 4 an Mauern, Säulen od. dgl. in Aufsicht. .
Fig 4 zeigt andere Ausführungsformen der Lmhüllung <?emäß der Erfindung, teils mit Schrumpffolie,
teils mit einem relativ festen Ctoff.
F i 2 5 zeigt ar.dere Ausführungsformen gemäß der
Erfindung mit einer vollständigen Schrumpffohenumhüllung
21 und einer äpßeren Hülle als den Schaumstoffkern entlastender Teil 22 aus Schrumpffoüe
bzw. einem relativ festen Stoff mit Durchstichen 3. .
Figo zeigt eine andere Ausruhrungsform mit
vollständiger Schrumpffolienumhüllung und innerer Verstärkung 5 bzw. aus Kunststoffolie.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Formkörper zum Bestecken mit Schnittblumen mit einem wasseraufnehmenden und wasserspeichernden
porösen Schaumstoffkern und einer Umhüllung, dadurch gekennzeichnet,
daß die Umhüllung aus einer den Schaumstoffkern (1) ganz oder zu einem Teil umgebenden
gespannten, elastischen Folie (2, 21) besteht.
2. Formkörper nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet,
daß die Folie (2. 21) durchlocht ist
3. Formkörper nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (2. 21) mit
mindestens einer Gießrinne versehen ist.
4. Formkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein fester, den
Schaumstoffkern mechanisch entlastender Teil (22) der Umhüllung mit Durchstichen (3) versehen
ist.
5. Formkörper nach c'iem der Ai prüche 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Umhüllung mindestens teilweise aus einer Strumpffolie
aus Polyäthylen, Polypropylen oder ähnlichen Thermoplasten besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681778554 DE1778554C (de) | 1968-05-10 | Formkörper zum Bestecken mit Schnitt blumen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681778554 DE1778554C (de) | 1968-05-10 | Formkörper zum Bestecken mit Schnitt blumen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1778554A1 DE1778554A1 (de) | 1972-03-23 |
| DE1778554C true DE1778554C (de) | 1973-07-26 |
Family
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