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DE1776578U - Waehleinrichtung fuer musikautomaten. - Google Patents

Waehleinrichtung fuer musikautomaten.

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Publication number
DE1776578U
DE1776578U DE1956H0021796 DEH0021796U DE1776578U DE 1776578 U DE1776578 U DE 1776578U DE 1956H0021796 DE1956H0021796 DE 1956H0021796 DE H0021796 U DEH0021796 U DE H0021796U DE 1776578 U DE1776578 U DE 1776578U
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
relay
selection device
coils
armature
crossbar
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1956H0021796
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wilhelm Harting Werk fuer Elektrotechnik und Mechanik
Original Assignee
Wilhelm Harting Werk fuer Elektrotechnik und Mechanik
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wilhelm Harting Werk fuer Elektrotechnik und Mechanik filed Critical Wilhelm Harting Werk fuer Elektrotechnik und Mechanik
Priority to DE1956H0021796 priority Critical patent/DE1776578U/de
Publication of DE1776578U publication Critical patent/DE1776578U/de
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  • Relay Circuits (AREA)

Description

  • Wähleinrichtung für Musikautomaten.
  • Bei Musikautomaten, bei denen beispielsweise die Auswahl der gewünschten Musikstücke durch Betätigung von Drucktasten erfolge ist jeder Wahlmöglichkeit, also jeder Seite einer jeden Schallplatte, ein gesondertes Suchrelais zugeordnet, wobei jedes Relais seine eigene Zuleitung zur Schaltvorrichtung besitzt.
  • Durch die Erregung der gewählten Relaisspule wird ein Anker angezogen, wobei z. B. eine absichtlich eingebaute Reibung, die eine unbeabsichtigte Auslenkung des Ankers verhindern soll, zu überwinden ist. Durch Abfühlen der Ankerstellungen des gesamten Suchrelaissatzes, durch einen am magazinschlitten befindlichen Ta, t. finger, wird das Anhalten des Magazinschlittens an der gewählten Stelle eingeleitet.
  • Die Vielzahl der benötigten Kabelzuführungen vom Drucktastensystem zum Suchrelaissatz stellt eine Erschwerung bei der Montage des Gerätes sowie bei der Wartung bzw. einer später notwendig werdenden Reparatur dar.
  • Die Neuerung geht von einer Wählvorrichtung nach Art eines Kreuzschienen-Verteilers aus, die n Wahlmöglichkeiten mit 2 n Zuleitungen bietet. Eine derartige Einrichtung ist mittels einer in Fig. 1 dargestellten Schaltung erzielbar. Wird die
    Erregung des in Fig. 1 mit Bp bezeichneten Relais gewünscht, so
    CD 2
    müßte der horizontale Kanal 2 und der vertikale Kanal 2'stromführend gemacht werden. Dadurch werden zusätzlich zur Spule B2 auch noch weitere Spulen durch Nebenschlub erregt, so z. B.
    die Spule 02 über die Umwege B3-03'B4-04 usw., so daß
    3 3 *T
    bei einer genügend großen Anzahl von Relaisspulen im Horizontalschienenbereich 2-3 praktisch auch die Spule C voll erregt wird. Das Gleiche gilt auch für jede weitere Spule des Stranges 2'. Durch Hinzuschaltung von Stromsicherungsventilen in jede Spulenzuleitung lassen sich zwar diese unerwünschten Nebenschlüsse abriegeln, da in jedem Nebenschlußzweig eine gegenläufige Stromrichtung auftritt, wie dies durch die Richtung der Pfeile in Fig. 1 angedeutet ist. Jedoch wird dadurch der Aufbau sehr kostspielig. Die Neuerung will eine solche Wähleinrichtung verbessern. Sie erreicht dies dadurch, daß jedes Relais zwei getrennte Spulen aufweist, von denen eine dem horizontalen und die andere dem vertikalen Kreuzschienensystem zugeordnet ist, sowie einen beweglichen, zwei feste Ruhestellungen einnehmenden Anker, wobei die Bemessung der Spulen und die Anordnung des Ankers so getroffen sind, daß ein Anzug des Ankers nur bei Erregung beider Spulen erfolgen kann.
  • Die neuerungsgemäße Einrichtung ist an Hand der Zeichnungen in verschiedenen Ausführungsbeispielen dargestellt. Es bedeuten : Fig. l : Wähleranordnung mit Relaisspulen mit einer Wicklung, Fig. 2 : Wähleranordnung mit Relaisspulen mit zwei getrennten Wicklungen, Fig. 3 : Schema der Anordnung nach Fig. 2, Fig. 4 : Anordnung einer Relaisspule mit Feststellhebel, Fig. 5 : Anordnung nach Fig. 4 mit magnetischen Platten als Anker, Fig. 6 : Anordnung nach Fig. 5 in einer anderen Arbeitsstellung, Fig. 7 : Anordnung der zur Bedienung des Relais erforderlichen Schaltknöpfe,
    Fig. 8 : Stromzuführung zu den Kontakten der Anordnung
    nach Fig. 7,
    Fig3. 9 : Ausführungsform mit zwei Drehschaltern,
    Fig. lo : weitere Ausführungsform.
    jeder Relaiskern, wie in Fig. 2, besitzt zwei übereinanderliegende und voneinander isolierte Wicklungen, von denen die eine im horizontalen Schienensystem 1,2,3..... und die andere im vertikalen System 1',2',3',..... liegt. Die Endpunkte beider Systeme liegen an Masse. Durch Anlegung einer Spannung beispielsweise an den horizontalen Kanal 2, werden nun alle unteren Spulen der Relais Bl, B2, B,... erregt. Die hierdurch entstehenden magnetischen Kräfte reichen aber nicht aus, die Anker dieser Relais anzuziehen. Dadurch, daß nun beispielsweise auch der Kanal 2'unter Spannung gesetzt wird, werden sämtliche
    oberen Spulen der Relais Ap, B ?, Cp,...... erregt. Das Relais Bp
    2 29C29****** 0 2
    erhält somit als einziges die volle Erregung beider Spulen, so daß bei ihm gegenüber allen anderen Relais der Kanäle 2 und 2'eine doppelt so große magnetische Induktion, also die vierfache magnetische Kraft vorliegt.
  • Zur Erhöhung der Funktionssicherheit,-zB. zur Überbrückung größerer Netzspannungsschwankungen,-ist es ferner ein Gegenstand der vorliegenden Neuerung, die in den Figuren 1 und 2 erläuterte Wähleinrichtung dergestalt zu vervollständigen, daß über das beschriebene Kraftverhältnis von 1 : 4 hinaus auch größere Verhältniswerte anfallen.
  • In Fig. 3 ist noch einmal schematisch das in Fig. 2 näher erläutertè Kreuzschienensystem dargestellt, wobei der ubersicht halber die einzelnen Spulen fortgelassen werden. Im Ruhezustand liegt an sämtlichen Kanälen sowohl des horizontalen als auch des vertikalen Systems eine so hohe negative Spannung, daß beispielsweise jede einzelne Spule jedes Stranges eine Feldstärke von-33 1/3 AW aufweist. Jedes Relais besitzt somit eine Felderregung von-66 2/3 AW. Die heraus resultierende magnetische Induktion reicht jedoch infolge der Justierung der Anker nicht aus, die Relaisfunktion einzuleiten.
  • Ist es nun beispielsweise erwünscht, das Relais B3 zum Ansprechen zu bringen, so erhalten die dazugehörigen Kanäle 2 und 3' eine gegenüber Masse positive Spannung, beispielsweise in einer solchen Höhe, daß alle Einzelspulen der Stränge 2 und 3' eine Feldstärke von + 100 AW erhalten. Am Kreuzungspunkt dieser beiden Kanäle, also an Beherrscht somit ein Feld von + 200 AW, während an den Kreuzungen negativer und positiver Leitungen eine Felderregung von + 100 - 33 1/3 = + 66 2/3 AW vorliegt.
  • Bei einem derartigen System gemäß Fig. 3 läßt sich also ein Feldstärkeverhältnis von 66 2/3 zu 200 AW also von 1 : 3 und somit ein Kräfteverhältnis von 1 : 9 gegenüber 1 : 4 der in Fig. 2 beschriebenen Schaltung erreichen.
    Es istleicht einzusehen, da das Feldstärkenverhältnis von
    1 : 3 das Weicheisensystem erreichbare Aptimum darstellt, denn es würden z. B. bei einem Gegenfeld von nur - 30 AW pro Spule an den entsprechenden Relais die Werte 60 AW bzw.
  • + 7o AW gegenüber + 200 AW, also das Verhältnis von 1 : 2, 86 und bei-40 AW pro Spule die Werte von-80 AW bzw. + 60 AW,
    also von 1 : 2,5 anfallen.
    Bei polarisierten Systemen dagegen ist die Vorspannung der
    negativen Stränge in weiteren Grenzen wählbar, so da in die-
    sem Falle u. U. beträchtlich höhere Kräfteverhältnisse zwischen den nur teilerregten Repaisspulen und dem zu wählenden Relais sich ergeben.
  • Falls z. B. wiederum die Kanäle 2 und 3'mit je + 100 AW erregt würden, während alle übrigen Kanäle ein Feld von-100 AW erhalten, entstehen zwar an allen negativen Kreuzungen Felder von-200 AW, die aber infolge ihrer umgekehrten Polarität wirkungslos gegenüber dem Feld der gewählten Kreuzung von + 200 AW (B3) sind. An den gemischten Kreuzungen (z.B. B1,B2, In4,.... und A, C3, D3,...) liegt dagegen eine Feldstärke von 0 AW vor.
  • Es ist auch ein Gegenstand der Neuerung, daß die Relaisanker den Rückstellkräften von Feldern ausgesetzt sind. Die Verwendung einer Feder mit genau definierter Rückstellkraft für den Anker des Suchrelais sichert auf lange Zeit hinaus die Fixierung der eingestellten Werte. In Fig. 4 ist beispielsweise ein Relais gemäß der vorliegenden Erfindung dargestellt. Es sei unter (lo) die zweiteilige Relaisspule verstanden, mit den Wicklungen (11) und (12). Der Relaiskern trägt das Bezugszeichen (13). Ihm gegenüber ist der unter der Zugkraft einer Feder (14) stehende Anker (15) angeordnet, der einen seitlichen Absatz (16) oesitzt, an dem sich eine gefedert gelagerte Klinke (17) abstützt, die mit ihrer Nase (18) den einmal angezogenen Anker (15) festhalten kann. Mit (19) ist ein gefedert gelagerter Fühlstift angedeutet, der mit dem Plattenmagazinschlitten in Verbindung steht. Die Klinke 17 besitzt weiterhin einen starr mit ihr verbundenen Hebel 20. Ein am Plattenschlitten befindlicher und nicht dargestellter Rückstellmagnet ist in der Lage, durch einen Stoß in Pfeilrichtung die Rastung der Klinke 17 wieder aufzuheben und den Anker in die Ausgangsstellung zurückspringen zu lassen.
  • In den Figuren 5 und 6 wird weiterhin eine Ausführungsform gemäß deu Erfindungsgedanken dargestellt, bei der als Anker magnetische Platten, beispielsweise unter dem tamen FERROXDUR bekannt, verwendet werden. Die Figuren 5 und 6 stellen eine Teilansicht eines Suchrelaissatz-Systems dar, wobei je 2 Relais paarig gegenüberstehend angeordnet sind und beispielsweise den beiden Seiten einer abzuspielenden Schallplatte zugeordnet sind. Je nach Anzahl der im Magazin unterzubringenden Platten sind gleichviele derartiger Doppelsysteme in einer Schiene oder auf einem Kreisbogen hintereinander angeordnet,-je nach Ausbildung des Magazinsystems.
  • In Fi/. 5 sind mit 21 und 22 die andand der Fig. 2 beschriebenen Relaisdoppelspulen verstanden mit ihren jeweils vier Anschlüssen 23 und 24. Die Relais sinmit ihren Kernenden 25 und 26 an den Innenseiten der Schenkel eines U-förDig geformten und aus Isoliermasse bestehenden Trägers 27 angeordnet.
  • In den Stirnflächen 28 der Relaiskerne befinden sich axiale Bohrungen, in die Rundstäbe 29 aus unmagnetischem Raterial, z. B. Messing oder Kunststoff, fest eingepreßt sind. Die Gegenenden dieser unmagnetischen Stäbe sind jeweils in Platten 31 aus magnetisch-weichem Material gelagert, die in Längsrippen 32 und 33 befestigt sind.
  • Auf den Rundstäben lassen sich leicht gleitende permanentmagnetische Plättchen 30 axial bewegen, wobei die Durchmesser dieser Plättchen 3o vorzugsweise mit denen der magnetisch-weichen Scheiben 31 übereinstimmen.
  • Im Ruhezustand haften die als Anker fungierenden magnetischen Plättchen 3o, wie auf der rechten Seite der Fig. 5 und 6 dargestellt, an den Stirnflächen 28 der nicht erregten Kerne 25 und 26 der Relais 21 und 22. Der Wickel-und Anschlußsinn der Spulen 21 und 22 ist so gewählt, daß bei Beaufschlagung der horizontalen und vertikalen Kanäle mit negativer Vorspannung gemäß der Fig. 3 die polarisierten haftenaen Magnetplättchen zusätzlich angezogen werden. Wie aus der Fig, 5 hervorgeht,
    müssen die Spulen 21 und 22 jeweils im gegenläufigen Sinne
    p UD
    durchflossen werden, da die Magnetplättchen der beiden Seiten gegenläufig polarisiert sind.
  • Es ist nun einzusehen, daß bei Beaufschlagung beider Teilwicklungen eines Relais mit Strom, wie dieses im Beispiel B3 in Fig. 3 dargestellt wurde, die magnetischen Scheiben 3o mit stärker Intensität von der Stirnfläche 28 abgestoßen werden und entlang des Rundstäbchens 29 zur Anschlagscheibe 31 herüberschnellen, um dort auf Grund der ihnen innewohnenden Permanenz zu haften. Die Abtastung der geschalteten Relais erfolgt beispielsweise is bekannter Weise durch einen in Fig. 5 angedeuteten Tastschalter 34, der mit dem entweder longitudinal beweglichen oder kreisförmig umlaufenden Plattenmagazin verbunden ist. Sie kann aber auch magnetisch oder induktiv durchgeführt werden. Durch die Tastung des Schalters 34 wird der gewünschte Stopp des Plattenmagazins eingeleitet, die dem Relais 21 entsprechende Plattenseite abgespielt und die Schallplatte nach Beendigung des Musikstückes nieder in das Magazin hineinbefördert. In den letzten Teil dieses Schaltvorgangs wird entweder durch Schwenkung der Tat-und Rückholvorrichtung oder durch eine kurze wählbare Weiterbewegung des Plattenmagazins ein elektromagnetischer Rückholmagnet 35 in den Spalt zwischen den Schenkeln 32 und 33 eingebracht und erregt, wie dies in Fig. 6 dargestellt ist. Je nach Wahl der Stromrichtung und der Polarität des Löschmagneten 35 kann wahlweise das linke oder das rechte Magnetplättchen des in Fig. 6 dargestellten Doppelsystems abgestoßen und in seine Ausgangslage zurückgeschnellt werden. In Fig. 6 ist beispielsweise der Fall dargestellt, bei dem das linke Plättchen abgestoßen wird, während die Kraft des Elektromagneten 35 nicht ausreicht, das in seiner Ruhelage befindliche rechte Magnetplättchen"auszuklinken", das am rechten Kern sowohl auf Grund seiner eigenen Permanenz, als auch der Wirkung des diese zusätzlich unterstützenden Feldes der Relaisdoppelspule 36 haftet.
  • Selbstverständlich ist auch anstelle des Löschmagneten 35 eine mechanische Rückführung des erregten Relais möglich, z. B. derart, daß ein Stoßmagnet (Solenoid) durch eine zusätzliche Bohrung der Weicheisenscheibe 31 hindurchstößt und das Plättchen 3o mechanisch wieder in seine Ausgangsstellung zurücktreibt, wobei ihm auf der letzten Strecke des Weges das magnetische Gefälle zur Stirnfläche des Kernes 28 hin zugute kommt.
  • Die zur Bedienung des Wählsystems des Musikautomaten gemäß der vorliegenden Neuerung erforderlichen Schaltelemente sind in von außen bedienbaren Schaltknöpfen oder Wählerscheiben gemäß Fig. 7 untergebracht.
  • So kann beispielsweise ein dem horizontalen Kanalsystem gemäß Fig. 3 zugeordneter Drehwähler 41 so beschriftet sein, daß die in ihm verwendeten Buchstaben, zusammen gelesen, einen dem Gerät und/oder dem Hersteller spezifischen Namen ergeben, bei dem nur jeder Buchstabe einmal auftritt. Der dem anderen System zugeordnete Drehwähler 42 kann dagegen laufende Ziffern tragen, so daß die Kennung der einzelnen zu zählenden Musikstücke aus der Kombination eines Buchstabens und einer Zahl besteht.
  • Der innere Aufbau der Schalt-oder Wählknöpfe gemäß Fig. 7 ist beispielsweise in Fig. 8 schematisch dargestellt. Auf den kreisförmig angeordneten Kontakten (43 und 49) schleift ein drehbares Federbürstensystem 44 und 48. Die zugaführte Spannung liegt an zwei Leitschienen 45 und +6. Wie aus der Darstellung der Fig. 8 ersichtlich, besitzt das Federbürstensystem 44 einen Ausschnitt 47, in dem isoliert gelagert und in der Fig. 8 nicht gesondert dargestellt, eine Einzelbürste 48 für die Verbindung zwischen der positiv vorgespannten Leitschiene 45 und dem zu wählenden Kontakt 49 vorhanden ist. Das übrige System +4, das über eine nicht dargestellte Bürste mit der Leitschiene 46 in Verbindung steht, übermittelt an die übrigen Kontakte 43 die erforderliche negative Vorspannung.
  • In der praktischen Anwendung ist zusätzlich zu den beiden Dreh'. vähiern der Fig. 7 ein Druckschalter vorgesehen, mit dessen Hilfe sämtliche Spannungen kurzzeitig auf das gesamte Suchrelaissystem gegeben. werden können, so daß die Relais in den Wählpausen spannungsfrei bleiben, während des Wählvorgangs selbst jedoch kurzzeitig hoch belastet werden können. Im spannungsfreien Zustand gewährleistet die Permanenz der Ankerplätt-
    chen 3o ein auch gegenüber Erschütterungen stetiges Verharren
    zz
    entweder am Spulenkern oder am Gegenplättchen aus Weicheisen.
  • In Fig. 9 ist schließlich eine weitere Ausführungsform des Neuerungsgegenstandes dargestellt : Zwei Drehschalter 5o und 51 sind mit dem in Fig. 3 bzw. Fig. 2 erläuterten Kreuzschienensystem verbunden, wobei wiederum die Anker, beispielsweise wie in den 5 und 6 dargestellt, polarisiert sind. Mit 52 ist die Drucktaste dargestellt, die zur Betätigung des vorgewählten Suchrelais dient. Bei der Ausführung gemäß der Fig. 9 sind die Endpunkte aller Kanäle zusammengefaßt der Drucktaste 52 zugeführt, deren zweiter Anschluß ä& ? am Minuspol der Speisespannung liegt. Die Läufer der Schalter 50 und 51 liegen an dem Pluspol der Speisespannung. Wie unter dem Bezugszeichen 50 angedeutet, besitzt einer der beiden Schalter einen kreisegmentförmigen Kontaktgeber, der so geformt ist, daß jeweils einer der Kontakte, beispielsweise der Kontakt, der dem Kanal 3 zugeordnet ist, spannungsfrei bleibt. Alle übrigen Kontakte, die dem Schalter 5o zugeordnet sind, also die Kanäle 1, 2,4, 5,..... erhalten eine positive Beaufschlagung. Der zweite Schalter 51 ist im Gegensatz zu dem in Fig. 8 dargestellten Schalter, bzw. dem Schalter 5o der Fig. 9, ein einfacher Drehwählschalter. Im Gegensatz zu den im Zusammenhang mit Fig. 2 und 3 dargestellten Spulensystemen, bei denen die den vertikalen Kanälen zugeordneten Spulen und die dzes horizontalen Systems gleiche Wickel-und Wirkrichtung hatten, sind die Doppelspulen der Fig. 9 gegenläufig gewickelt, derart, daß beispielsweise bei Beaufschlagung der Kanäle des horizontalen Systems : 1,2, 4,5 ..... ein Feld vorliegt, das die Haftung der in Fig. 5 und 6 dargestellten Magnetscheiben 3o an der Stirnfläche 28 unterstützt. Die Spulen, die den vertikalen Kanälen 1',2',3',4',5',...... zugeordnet sind, haben dagegen einen entgegengesetzten Wickelsinn, der ein entgegengerichtetes Magnetfeld verursacht, also die dazugehörigen Magnetscheiben 3o gemäß Fig. 5 abstoßen würde. In Fig. 9 ist der Schaltkontakt des Schalters 51 auf den vertikalen Strang 31 gelegt. Alle Oberspulen des Stranges 3'
    gemäß Fig. 2 erhalten somit beispielsweise die Feldstärke
    p
    + 1 (=z. B. + 100 AW). Die übrigen Kanäle 1', 21, 4t, 5,...... sind stromlos. Infolge der in Fig. 9 dargestellten Stellung des Schalters 50 erhalten die Stränge des horizontalen Systems
    1, 2, 4, 5,.... eine Beaufschlagung, die ein Feld der Stärke
    - 1 (=-100 AW) hervorruft. Der Strang 3 dagegen ist stromlos.
  • Es ist somit einzusehen, daß, wie in Fig. 9 an den Kreuzungsstellen durch Bezeichnungen angedeutet, das Relais C3 als einziges die resultierende Feldstärke von + 1 (= + 100 AW) bekommt, während die übrigen Relais der beiden Stränge 3 und 3' die Feldstärke 0 besitzen, und zwar die der Reihe 3, also C1, C2, C4, C5, ... aufgrund der Stromlosigkeit des Stranges 3 und die des vertikalen Kanals 3'auf Grund der Kompensation beider Erregungen ihrer Teilspulen. Alle übrigen Kreuzungspunkte, also A-,, A2, A4,
    A5"."'. B-., B2, B4 B....... etc. besitzen ein entgegengerichte-
    tes Feld, durch das der polarisierte Magnetanker eine zusätzliche Haftung erfährt.
  • Selbstverständlich sind noch weitere Ausführungsformen des Neuerungsgedankens möglich, so z. B. eine Lösung, die anhand der Fig. lo näher erläutert wird : Wieder ist ein Kreuzschienens-stem vorgesehen, mit den horizontalen Strängen 1, 2, 3, 4,... und den vertikalen Kanälen l', 2', 3 4',... Ein Drehschalter 53 ist mit den vertikalen Kanälen 1', 2',.... verbunden, sein Schleifer liegt an dem positiven Pol der Spannungsquelle 54, beispielsweise einem Gleichrichter, der aus einem Netztransformator 55 gespeist wird. Der Minuspol der Spannungsquelle 54 liegt an dem gemeinsam herausgeführten Endpunkt der vertikalen Stränge 1', 2', 3,....
  • Um die ähnlich, wie in Zusammenhang mit Fig. 9 erläuterte Stromlosigkeit eines der horizontalen Stränge 1, 2,3,... zu erzielen, sind sämtliche"unteren Spulen"des horizontalen Systems,-in diesem Falle niederohmig ausgelegt,-in Reihe geschaltet. Die den Endpunkte a und f liegen an den beiden spannungsführen Endpolen. Durch einen Drehschalter 56, dessen Schleifer 57 jeweils zwei der Anschlüsse a, b, c,.... kurzschließt, wird der zu wählende Vertikalkanal,-im Beispiel der Fig. lo der Kanal 3, kurzgeschlossen ; also in gleicher Weise stromlos gesetzt wie der Kanal 3 der Fig. 9v Dadurch, daß der Schalter 53 in Stellung 4'steht, wird somit das Relais a4 angezogen.
  • Eine Vorrichtung der beschriebenen Art hat den Vorteil, daß lediglich eine einfacher Drehschalter 53 für die Spannungszuführung verwendet wird, während ein zweiter Drehschalter 56 lediglich einen verbreiterten Schleifer besitzt, der jeweils zwei Kontakte kurzschließen kann, selbst aber keine Spannungszuführung benötigt.
  • In der Fig. lo ist weiterhin durch den Schalter 58 die wahlweise Möglichkeit angedeutete, daß die Tastung des Wählsystems auch netzseitig erfolgen kann, was den Verteil hat, daß nur verhältnismäßig geringe Ströme zu schalten sind. Vorzugsweise sollten die Druckschalter 52 der Fig. 9 und 58 der Fig. lo als Sekundärschalter gesteuerter Schließzeit ausgebildet sein, beispielsweise bestehend aus einem Relais mit RC-Glied oder als Thermobimetallschalter, damit seine Haltezeit von der Zufälligkeit einer manuellen Betätigung des Primär-Druckschalters unabhängig ist.

Claims (4)

  1. Ansprüche : 1. Wähleinrichtung für Musikautomaten, mit einer den Wählmöglichkeiten entsprechenden Anzahl von in den Kreuzungspunkten eines Kreuzschienensystems angeordneten Suchrelais, deren wahlweise Betätigung durch Anlegung einer Spannung an zwei sich kreuzende Kanäle erfolgt, wobei der angezogene Anker durch eine Fhlvorrichtung abgetastet wird, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Relais je zwei getrennte Spulen aufweist, von denen eine dem horizontalen und die andere dem vertikalen Kreuzschienensystem zugeordnet ist, sowie einen beweglichen, zwei feste Ruhestellungen einnehmenden Anker und daß die Bemessung der Spulen und die Anordnung des Ankers so getroffen sind, daß ein Anzug des Ankers nur bei Erregung beider Spulen erfolgen kann.
  2. 2. Wähleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da der Anzug des Ankers (15) entgegen der Wirkung einer Feder (14) erfolgt und der angezogene Anker durch eine Sperrvorrichtung (16,17,18) in seiner angezogenen Stellung, in der er durch eine Füllvorrichtung (19) abgetastet wird, gehalten ist, wobei die Sperrung durch eine Rückholvorrichtung aufhebbar ist.
  3. 3. Wähleinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrvorrichtung aus einet am Anker angreifenden Klinke (17, 18) besteht, die einen starr mit ihr verbundenen Hebel (2o) aufweist, durch den die Entsperrung durch einen auf dem Hebel wirkenden Rückholmagneten erfolgt.
  4. 4. Wähleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker aus einem permanenten Magneten (3o) besteht, der in der Ruhestellung an der Stirnfläche des Relaiskerns (28) haftet und bei Erregung beider Spulen abgestoßen und in die Haftlage an einem Weicheisenpol (31) bewegt und in dieser Stellung durch die Kühlvorrichtung (34) abgetastet wird.
    5. Wähleinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker (3o) aus einer axial magnetisierten Scheibe bestellt, die auf einer nichtmagnetischen Achse gleitend geführt ist, wobei der Weicheisenpol (31) vorzugsweise etwa den gleichen Durchmesser wie der Anker aufweist.
    6. Wähleinrichtung nach einem der Ansprüche 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Weicheisenpol (31) durch einen Elektromagneten derart erregbar ist, daß der Anker (3o) abgestoßen und in seine Ruhestellung zurückbewegt wird, in der er an der Stirnfläche des Relaiskerns (28) haftet.
    7. Wähleinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß sich zwei Wählsysteme paarig gegenüberstehen, deren einander zugekehrte Anker und deren Spulenerregungen gegensinnig polarisiert sind, wobei zwischen den Weicheisenpolen (31) ein Abstand vorgesehen ist, in den ein wahlweise so unpolbarer Rückholmagnet (35) einführbar ist, daß jeweils einer der am Weicheisenpol haftenden Anker (3o) in seine Ruhelage ein
    zurückgestoßen wird.
    8. Wähleinrichtung nach einem der AnsprUche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß alle nicht gewählten Kanäle eine negative Vorpsannung erhalten, während die Kanäle, an deren Kreuzung das zu whlende Relais liegt, positiv beaufschlagt werden.
    9. Wähleinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die negativ vorgespannten Spulen ein Drittel des absoluten Wertes der Erregung der positiv beaufschlagten Spulen haben. lo. Wähleinrichtung nach einem der Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet, daß die Wählschalter (41, 42), jedes der beiden Kreuzschienensysteme in den Schaltstellungen durch Buchstaben bzw. Zahlen gekennzeichnet sind, deren Reihenfolge in Beziehung zum Hersteller und/oder der Typenbezeichnung des Musikautomaten stehen.
    11. Wähleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis lo, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigung der Kreuzschienen-Wählschalter stromlos erfolgt, und zur Auslösung des betreffenden Relais eine Drucktaste (52) vorgesehen ist.
    12. Wähleinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Drucktaste (52) in der Netzspeiseleitung (58) des Betriebsgleichrichers (54) liegt.
    13. Wähleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Drucktaste als Sekundärschalter ausgeführt ist, derart, daß durch eine Handtaste die Schließung eines durch eine Zeitkonstante beeinflußten Relais eingeleitet wird, das sich erst dann wieder selbsttätig öffnet, wenn mit Sicherheit die Schaltvorgänge des gewählten Relais im Kreuzschienenwählsystem durchgeführt sind.
    14. Wähleinrichtung nach einem der Ansprüche 1-13, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilspulen der Relais beider Kreuzschienensysteme gegenläufig geschaltet oder gewickelt sind und die Kanäle des einen Systems bis auf denjenigen, in dem sich das zu schaltende Relais befindet, unter Spannung stehen, während im anderen System lediglich derjenige Kanal unter Spannung gleichen Vorzeichens steht, in dem sich das zu schaltende Relais befindet, während die übrigen Kanäke dieses Systems stromlos sind.
    15. Wähleinrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannungslosigkeit des Kanals in dem das zu schaltende Relais liegt, durch Kurzschließen des gewählten Kanals erfolgt, oder ein Drehschalter vorgesehen ist, der einen jeweils zwei benachbarte Kontakte kurzschließenden, im übrigen jedoch stromlosen Schleifer aufweist.
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