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Pinsel mit Metallzwine Das vorliegende Gebrauchsmuster bezieht sich
auf Pinsel mit Metallzwinge und offenbart eine Ausführung des Pinselstieles und
des Borstenträgers, welche geringes Gewicht, einfachen Zusammenbau, lange Lebensdauer
und gefälliges Aussehen ergibt.
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Die neue Pinselart ist hauptsächlich für eine Bestückung mit solchen
Naturborsten geeignet, welche im Wasser aufquellen, jedoch sind die neuen Merkmale
auch bei Pinseln mit anderen Borstensorten anwendbar.
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Die Nachteile der Pinselstiele aus Holz sind bekannt. Feuchtigkeit
und Lösungsmittel greifen den Firnis der Holzstiele an und verursachen ein Aufquellen
des Holzes, sowie ein Ablösen und Verziehen der Teile. Ein weiterer Nachteil bei
Holzstielen besteht darin, dass sie infolge des Feuchtigkeitgehaltes nicht maßhaltig
sind. Die Zwinge wird dadurch gedehnt und die Befestigungsnägel reissen ab. Wenn
der Holzstiel trocknet, schwindet er und es entsteht an der Metallzwinge ein Hohlraum,
in welchen Farbe eindringen kann. vor-Demgegenüber ist nach liegendem Gebrauchsmuster
der Pinselstiel als ein leichter hohler Plastikkörper ausgebildet, der
in
einfacher und sicherer Weise mit einer üblichen Metallzwinge verbunden werden kann,
wodurch ein Pinsel von guter Qualität, hoher Lebensdauer und gefälligem Aussehen
entsteht.
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Dabei ist der hohle Pinselstiel aus Nylon od. dgl. hergestellt und
sein eines Ende ist so ausgebildet, dass es von einer Metallzwinge umschlossen werden
kann. Ausserdem ist in dieses offene Ende ein Block aus Holz oder einem anderen
zähen Material eingesetzt, in welchen Nägel oder Nieten eingetrieben werden, welche
Zwinge und Stiel zusammenhalten. Zugleich verstärkt der Block die Seitenwand des
Stielendes, wodurch eine feste Halterung für die Aufnahme der Nägel bzw.
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Nieten erzielt ist. Die Borsten werden vom anderen Teil der Metallzwinge
in der üblichen Weise aufgenommen und gehalten.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gebrauchsmusters
dargestellt.
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Es zeigen : Fig. 1 eine auseinandergezogene Gesamtanordnung, Fig.
2 einen Längsschnitt durch den zusammengesetzten Griff mit Zwinge, Fig. 3 einen
Querschnitt nach A-A der Fig. 2, Fig. 4 den gleichen Schnitt wie Fig. 31 jedoch
mit einer anderen Ausführungsform des Blocks.
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Wie in Fig. 1 gezeigt, besteht der neue Pinselstiel aus dem hohlen
Stiel 2, der aus Nylon oder einem anderen geeigneten Plastikmaterial hergestellt
ist und der auch zweiteilig ausgebildet sein kann, wobei er sich dann aus einem
Kopfteil 2a, welcher in einen Fußteil 2b eingeschoben ist, zusammensetzt.
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Ein Bolzen oder Block 4 aus Holz ist in die am Ende des Stieles angeordnete
Muffe 6 einsetzbar. Die Borsten 10 sind in das äussere Ende einer Metallzwinge 8
eingekittet.
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Ober der Muffe 6 ist der Stiel 2 mit einer Schulter 12 versehen, an
welcher sich das obere Ende der Zwinge 8 abstutzt, wenn die Teile, wie in Fig. 2
gezeigt, zusammengesetzt sind.
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Der entweder einstückige oder zweiteilige Stiel 2 kann in irgendeinem
Formwerkzeug hergestellt werden. Er kann z. B. durch Spritzgiessen entsprechend
dem Verfahren zur Herstellung von Flaschen aus Plastikmaterial geformt werden. Vorteilhafterweise
ist eine Querbohrung 14 durch das Stielende hindurchgeführt, um den Pinsel aufhängen
zu können.
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Der Block 4 sitzt im zusammengebauten Zustand der Teile als Füllstück
in der Muffe 6. Er kann rechteckigen Querschnitt besitzen, wie in Fig. 2 und 3 gezeigt,
wobei ein Zwischenraum zwisehen
dem Block und den gebogenen Seiten
der Muffe vorhanden ist. Der Block kann aber auch die gleiche Form, wie das Innere
der Muffe aufweisen (s. Fig. 4). In jedem Falle soll das Füllstück passend zu den
parallelen Längsseiten der Muffe 6 verlaufen, damit es an die Muffe anliegt, wenn
die Zwinge 8 über die Muffe 6 geschoben und dort durch Nägel 16 befestigt an der
Muffe kraftschlüssig gehalten wird.
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Ggf. kann die Aussenfläche der Muffe 6 mit einem geeigneten Haftmittel
belegt werden, bevor die Metallzwinge darüber geschoben wird. Der Gebrauch von Haftmittel
ist jedoch nicht unbedingt notwendig, da die Nägel oder Nieten genügen, um die einzelnen
Teile in ihrer richtigen Lage festzuhalten.
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Die Borsten 10 sind in den unteren Teil der Zwinge 8 eingesetzt und
werden dort vor dem Aufsetzen der Muffe auf den Stiel befestigt. Die Borsten können
nach irgendeinem der be-
| kannten Verfahren in die Zwinge eingesetzt werden. Z. B. können |
sie zuerst in Kitt eingetaucht werden, solange dieser flüssig ist und darauf nach
der Verdunstung des Lösungsmittels in die Muffe eingezogen werden ; oder die Borsten
können in der Muffe zuerst in ihre gewünschte Stellung gebracht werden, worauf dann
der Kitt über die Borstenenden gegossen und ausgehärtet wird.
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Obwohl als Material für das Füllstück 4 Holz angegeben ist, wobei
vorzugsweise die Holzfasern parallel zur langen Seite des Blocks verlaufen, so können
für das Füllstück auch andere Werkstoffe verwendet werden. Es ist nur notwendig,
dass das Füllstück 4 aus zähem Material besteht, welches geeignet ist, Nägel oder
Nieten festzuhalten. Ein Füllstück z. B. aus Nylon wäre ebenfalls geeignet, wobei
sich jedoch wegen des teuren Materials kein besonderer Vorteil ergibt.
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Hauptsächlich um das Festsetzen von Feuchtigkeit in der Muffe zu vermeiden,
wird das Füllstück in Längsrichtung seines rechteckigen Querschnitts kürzer als
die Muffe ausgeführt.
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Die Flüssigkeit kann dann in den Stiel abfliessen und wenn der Stiel-wie
in Fig. 1 gezeigt-zweiteilig ausgeführt ist, aus diesem durch Abnehmen des Teiles
2a vom Teil 2b entfernt werden.
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Der beschriebene neue Pinsel zeichnet sich vorallem durch seine einfache
und wirtschaftliche Gestaltung aus. Die Armierung der Stielöffnung mit einem Füllstück
ermöglicht eine feste Verbindung zwischen der relativ billigen Metallzwinge und
dem leichten, gegen Feuchtigkeit und Lösungsmittel widerstandsfähigen Stiel aus
Plastikmaterial.
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Ohne von dem Grundgedanken der Neuheit abzuweichen, lässt die gezeigte
Pinselausführung oder einzelne Teile derselben gewisse Abwandlungen zu. Die neuen
Merkmale beschränken sich nicht auf den gezeigten Flachpinsel, sondern können auch
bei runden Pinseln vorteilhaft Anwendung finden. Obwohl für den hohlen Stiel als
geeignetes Material Nylon angegeben wurde, so kann er auch aus einem anderen Plastikmaterial
bestehen, wie z. B. Cellulose-Acetat, Cellulose-Acetat-Butyrat, Polyethylen, Methyl-Methacrylat,
Polyvinyl oder Polyvinylidin-Chlorid. Um den Stiel dünnwandig ausführen zu können,
kann dieser mit einer von der offenen Seite her einschiebbaren Versteifung versehen
werden. Diese besteht, wie in Fig. 1 angedeutet, z. B. aus einem Holzstab 17, dessen
Durchmesser so gewählt ist, dass der Stab an der Innenwand des Stieles anliegt.
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Auch für das Füllstück 4 kann anstelle von Holz ein zähes Plastikmaterial
verwendet werden. Anstelle von Nägeln oder Nieten können als Befestigun'-iittel
auch Schrauben dienen.