DE1771695A1 - Zusatzstoff fuer Moertel - Google Patents
Zusatzstoff fuer MoertelInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Zusatzstoffmischung für einen Mörtel oder dergleichen, insbesondere für derartige Materialien,
die ein hydraulisches Bindemittel enthalten. Beispiele für derartige Materialien sind Mörtel auf der Basis von
Portland-Zement oder Schmelzzement.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Zusatzstoff für derartige Mörtel zu schaffen, der eine Verbesserung der Eigenschaften
derselben bewirkt.
109886/U75
Der Erfindung liegt insbesondere die Aufgabe zugrunde, eine Zusatzmischung zu schaffen, welche beim Zusetzen zu
den üblichen Mörteln o. dgl. die Reproduktionsgenauigkeit von Gießflächen, mittels denen der Mörtel in eine gewünschte
endgültige Form gegossen wird zwecks Herstellung eines gegossenen Artikels, zu verbessern.
^ Der Zusatzstoff gemäß der Erfindung ergibt auch verbesserte
mechanische Festigkeitseigenschaften nach der Aushärtung des Mörtels oder Zements.
Die Lösung der gestellten Aufgabe ist im wesentlichen gegeben in einer Zusatzmischung, die im wesentlichen ein Benetzungsmittel,
ein schaumverhinderndes Mittel, einen Weichmacher und ein Mittel zum Wasserbeständig - machen enthält.
Gemäß einer Weiterbildung enthält die Zusatzmischung einen ™ Bindebeschleuniger.
Gemäß einer anderen Weiterbildung enthält die Zusatzmischung
außerdem einen Hydratieierverzögerer.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform enthält die Zusatzmischung nicht ionisiertes sulfatiertes Alkylbenzoleulfonat
109886/U75
— W β
als Netzmittel, Dimethylpolysiloxan ale Anti-Schaum-Mittel,
Polyvinylacetat als Weichmacher und Methylsiliconat als Mittel zum Wasserbeständig-machen.
Als Bindebeschleuniger kann vorzugsweise Lithiumchlorid zugegeben werden.
Als Hydratisierverzögerer wird gemäß einer Ausführungsform ™
Ammoniumsulfat verwendet»
Die Erfindung ist im Folgenden anhand von Beispielen ergänzend beschrieben.
7 Gewichtsteile 2o%ig verdünntes nicht-ionisches sulfa - ·
tiertes Alkylbenzolsulfonat werden mit einem Gewichtsteil
einer 15%igen Lösung von Dimethylpolysiloxan zu einer ersten ™
nicht-ionisch sulfatiertee Alkylbenzolsulfonat werden mit
einem Gewichtsteil einer 5o%igen Lösung von Methylsiliconat zu einer zweiten Teilmischung vermengt. Die erste und die
zweite Teilmischung werden sodann zu einer dritten Teilmischung vermengt. Dann werden neun Gewichtsteile eines 2X)ig verdünnten
nicht-ionischen sulfatierten Alkylbenzoleulfonates mit 15
109886/U75
Gewichtsteilen einer 5o%igen Dispersion von Polyvinylacetat zu einer vierten Teilmischung vermengt. Die dritte und die
vierte Teilmischung werden sodann miteinander zu einer fünften Teilmischung vermengt. Diese fünfte Teilraiechung wird mit
einem 2o%ig verdünnten nicht-ionisierten sulfatierten Alkyl·
benzolsulfonat vermischt und ergibt den Zusatzstoff.
8 Gewichtsteile einer 5o%igen Lösung von Ammoniumsulfat werden mit 18 Gewichtsteilen einer 5%igen Lösung von Lithiumchlorid
vermischt und ergeben eine Zusatateilmisohung. Diese
wird der Zusatzmischung nach Beispiel 1 zugegeben.
Die derart hergestellte Zusatzmiechung verbessert die Gießeigenschaften
und die mechanischen Eigenschaften des Mörtels, dem sie zugesetzt wird»
- Schmelzement mit mindestens 45%
Calciumaluminat loo
- fein gemahlenes Calciumcarbonatpulver 10
- gemahlener Marmor 90
- Pigmente 1,9
- Zusatzmischung nach Beispiel 2 5,5
- Wasser 24
109886/U75
Die aus diesem Zement hergestellten Proben zeigen eine Wi derstandfähigkeit
gegen Biegebeanspruchungen von mehr als
2
125 kg/cm (bars) und eine Widerstandsfähigkeit gegen Druckbeanspruchungen von 844 kg/cm .
125 kg/cm (bars) und eine Widerstandsfähigkeit gegen Druckbeanspruchungen von 844 kg/cm .
Die aus diesem Mörtel hergestellten Gegenstände mit dem Zusatzstoff
nach Beispiel 2 weisen außer den vorstehend angegebenen ausgezeichneten mechanischen Eigenschaften eine wesentlich
größere Kompaktheit im Vergleich zu Gegenständen aus ähnlichen Mörteln üblicher Art auf, wodurch das Schrumpfen,
welches einen unerwünschten Nachteil bei der Herstellung von Gegenständen aus üblichen Zementen bildet, praktisch ausgeschaltet
ist. Der ausgehärtete Zement mit dem Zusatzstoff nach der Erfindung weist außerdem ausgezeichnete wasserabstoßende
Eigenschaften auf.
Eine der bemerkenswertesten und überraschendsten Eigenschaften
von Zementen mit dem Zusatzstoff nach der Erfindung ist ihre Fähigkeit, mit großer Genauigkeit äußerst feine Details einer
Gießform ο»dgl. wiederzugeben. Mit derartigen Mörteln lassen sich Gießformfeinheiten wiedergeben etwa entsprechend den
Schallrillen moderner Langspielschallplatten. Diese überraschende Genauigkeit läßt sich ohne Anwendung von Druck beim
Gießen erzielen.
109886/U75
Die Bestandteile gemäß den obigen Beispielen lassen sich durch analoge Bestandteile ersetzen.
Der Zusatzstoff läßt sich auch in flüssiger Form verwenden, wie in den obigen Beispielen angegeben ist. Er läßt sich
ferner in Form einer Emulsion, einer Paste oder in Pulverform verwenden. Es können auch Pigmente dem Zusatzstoff begefügt
sein.
Die Zusatzmischung nach der Erfindung läßt sich auch als Zusatzstoff
zu Mörteln oder dgl. mit anderer Zusammensetzung als in den Beispielen angegeben ist, verwenden. Als Mörtel
kann beispielsweise ein Zement auf der Grundlage eines hydraulischen Bindemittels, als Portland-Zement oder als
Schmelzzement verwendet werden.
Die betreffenden Anteile der Bestandteile des Zusatzstoffes können innerhalb der folgenden Grenzen verändert werdende
nach der gewünschten Anwendungsart:
- Benetzungsmittel : 2 bis IS Gew.%
- Anti-Schaum-Mittel : 0,02 bis 0,6 Gew.%
- Weichmacher : 10 bis HO Gew.%
- Wasserimprägniermittel : 0,5 bis 30 Gew.%
- Hydratisierverzögerer : 2 bis 20 Gew.%
- Bindebeechleuniger : 0,05 bis 2 Gew„%
109886/U75
Der Anteil des Zusatzstoffes an einem Mörtel kann zwischen 1 und etwa 15 Gew»% der endgültigen Zementmischung liegen,
je nach der Beschaffenheit des Mörtels und der beabsichtigten Anwendungsart.
109886/1475
Claims (11)
1. Zusatzstoff für Mörtel o. dgl. auf der Basis eines hydraulischen Binders, gekennzeichnet
durch ein Benetzungsmittel, ein Schaumverhinderungejnittel,
einen Weichmacher und ein Wasseriraprägnierraittel.
Zusatzstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß als Benetzungsmittel nicht-ionisches sulfatiertes Alkylbenzolsulfonat verwendet ist,
als Schaumverhinderungsmittel Dimethylpolysiloxan, als
Weichmacher Polyvinylacetat und als WasseriaprÄgnieraittel
Methylsiliconat.
3. Zusatzstoff nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet
, daß zusätzlich ein Abbindebe-" schleuniger zugesetzt ist.
H. Zusatzstoff nach Anspruch 3, dadurch g e k e η η zeichnet
, daß als Abbindebeschleuniger Lithiumchlorid verwendet wird*
S. Zusatzstoff nach Anspruch 1 bis I9 dadurch g e k e η η
zeichnet , daß er zusätzlich einen Hydratisierverzögerer enthält.
109886/U75
6O Zusatzstoff nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet , daß als Hydratisierverzögerer Ammonium-Sulfat
verwendet ist.
7. Verfahren zum Herstellen eines Zusatzstoffes nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet » daß verdünntes
sulfatiertes Alkylbenzolsulfonat mit einer Lösung von Dimethylpolysiloxan zu einer ersten Teilmischung ver- m
mengt wird, daß verdünntes sulfatiertes Alkylbenzolsulfonat mit einer Lösung von Methylsiliconat zu einer zweiten
Teilmischung vermengt wird, daß die erste und die zweite Teilmischung zu einer dritten Teilmischung vermengt werden,
daß verünntee sulfatiertes Alkylbenzolsulfonat mit einer
Dispersion von Polyvinylacetat zu einer vierten Teilmischung vermengt wird, daß die dritte und vierte Teilmischung zu einer
fünften Teilmischung vermengt werden, und daß verdünntes sulfatiertes Alkylbenzolsulfonat mit der fünften Teilmischung
versengt wird, woraus sich die Zusatzstoffmischung ergibt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß den Zusatzstoff eine LOsung von Lithiumchlorid beigegeben wird.
109886M475
9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet , daß eine Lösung von Axomoniumsulfat mit
einer Lösung von Lithiunehlorid zwecke Herstellung einer zusätzlichen Teilnischung vermengt werden und daß diese
den Zusatzstoff beigegeben wird.
Io· Zementnischung aus einen hydraulischen Zement, etwa
Portland-Zement oder Schmelzzement, als Grundbestandteil, dadurch gekennzeichnet , daß die Zementmischung
1 bis 15 Gew.% eines Zusatzstoffes nach Anspruch 1 bis 6 enthalt.
11. Zementmischung nach Anspruch Io, dadurch gekennzeichnet» daß der Zusatzstoff 2 bis 15 Gew.% eines
Benetzungsmittels, 0,02 bis 0,60 Gew.% eines Anti-Schaum-Mittels, 10 bis HO Gew.% eines Weichmachers, 0,5 bis 30 Gew.%
eines Wa88erimprägniermittele, 2 bis 20 Gew.% eines Hydratisierverzögerers
und 0,05 bis 2 Gew.% eines Abbindebeschleunigers enthält.
109886/U75
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