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DE1769880U - Schaltzelle der offenen bauweise. - Google Patents

Schaltzelle der offenen bauweise.

Info

Publication number
DE1769880U
DE1769880U DE1957C0004743 DEC0004743U DE1769880U DE 1769880 U DE1769880 U DE 1769880U DE 1957C0004743 DE1957C0004743 DE 1957C0004743 DE C0004743 U DEC0004743 U DE C0004743U DE 1769880 U DE1769880 U DE 1769880U
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
disconnector
relief
switching cell
room
guide plates
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1957C0004743
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Calor Emag AG
Original Assignee
Calor Emag AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Calor Emag AG filed Critical Calor Emag AG
Priority to DE1957C0004743 priority Critical patent/DE1769880U/de
Publication of DE1769880U publication Critical patent/DE1769880U/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02BBOARDS, SUBSTATIONS OR SWITCHING ARRANGEMENTS FOR THE SUPPLY OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02B13/00Arrangement of switchgear in which switches are enclosed in, or structurally associated with, a casing, e.g. cubicle
    • H02B13/02Arrangement of switchgear in which switches are enclosed in, or structurally associated with, a casing, e.g. cubicle with metal casing
    • H02B13/025Safety arrangements, e.g. in case of excessive pressure or fire due to electrical defect

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Patch Boards (AREA)

Description

  • Schaltzelle der offenen Bauweise.
  • Die Neuerung bezieht sich auf Schaltzellen der offenen Bauweise bzw. auf sogenannte Kombinationsschaltzellen, die beispielsweise aus einem Unterteil der gekapselten und einem Oberteil der offenen Bauweise bestehen, und hat u. a. die Aufgabe, die Gefährdung des Bedienungspersonals durch die bei Kurzschlüssen in der Schaltzelle entstehenden Lichtbogeneinwirkungen auf ein Mindestmaß zu beschränken. Bei gekapselten Schaltzellen sind die Voraussetzungen für einen ausreichenden Schutz des Bedienungspersonals durch die allseitige Stahlblechverkleidung gegeben. Anders verhält es sich dagegen bei Schaltzellen der offenen Bauweise. Es ist zwar in diesem Fall der Leistungschalterraum gegen den Bedienungs-bzw. Kontrollgang durch Stahlbledhtüren oder Wände, die noch mit feuerfestem Material verstärkt werden können, entsprechend abgeschirmt, doch weist der Trennschalterraum keinerlei Abdeckung auf und ist gegen den Bedienungs-b'w. Kontrollgang vollkommen offen. Das Bedienungspersonal ist also bei einem etwaig auftretenden Kurzschluß im Trennschalterraum in höchstem Grade gefährdet, wobei noch erschwerend hinzukommt, daß durch eine im allgemeinen abfallende Neigung von Boden und Decke des Trennschalterraumes die Druckwelle im ungünstigen Fall schräg nach unten auf das Bedienungspersonal gerichtet ist. Die Gefährdung kann auch durch die Anbringung von Druckentlastungsöffnungen im Trennschalterraum nicht vermindert werden, da es sich gezeigt hat, daß der Feueraustritt zum größten Teil aus den offenen Seiten des Trennerraumes erfolgt.
  • Durch die Neuerung wird dieser Mangel beseitigt und ein ausreichender Schutz des Bedienungspersonals gewährleistet, indem an dem zur Kontroll-bzw. Bedienungsseite offenen Trennschalterraum Abdeckvorrichtungen angeordnet sind, die bei im Trennschalterraum auftretenden Kurzschlüssen nicht nur das Bedienungspersonal vor den Einwirkungen des Lichtbogens schützen, sondern auch eine Druckentlastung des Trennschalterraumes gewährleisten. Es hat sich dabei als zweckmäßig erwiesen, als Abdeckvorrichtungen Leitplatten zu verwenden, die derartig angeordnet sind, daß die heißen Lichtbogengase schräg nach oben austreten. Diese Leitplatten können entweder unlöslich befestigt sein, oder aber sie werden bei-
    spielsweise in Haltevorrichtungen eingesteckt oder eingeschoben.
    Um in Richtung des Bedienungspersonals eine geschlossene Abdeck-
    front zu erhalten, sind die schräg liegenden Leitplatten gestaffelt angeordnet, so daß sie sich schuppenartig überlappen. Dabei ist allerdings darauf zu achten, daß die Zwischenräume zwischen den einzelnen Platten so groß gehalten werden, daß die Lichtbogengase ungehindert austreten können, so daß die Druckbeanspruchung. der Wände und auch der Leitplatten möglichst gering bleibt. Es ist natürlich auch möglich, statt der Leitplatten Klappen zu verwenden.
  • Diese sind im Normalfall geschlossen und werden bei einem auftretenden Kurzschluß durch die Druckwirkung geöffnet. Durch den Öffnungswinkel kann dabei die Austrittsrichtung der Lichtbogengase festgelegt werden. Die Leitplatten bzw. Klappen können aus Blech oder ähnlichem Material hergestellt sein, doch ist es zweckmäßig, wenn beispielsweise eine Beobachtung des Trennerraumes wünschenswert ist, sie aus durchsichtigem Material herzustellen bzw. sie mit Einsätzen aus durchsichtigem Material zu versehen.'An Stelle einer alleinigen Verwendung von Platten oder Klappen ist. es natürlich auch möglich, eine Kombination beider Arten zu verwenden.
  • Es hat sich dabei als vorteilhaft erwiesen, den oberen Teil des Trennerraumes mit Leitplatten abzudecken und am unteren Teil Klappen vorzusehen. Diese öffnen sich dann nur bei sehr starker Druckentwicklung im Trennerraum, was allerdings selten vorkommt, so daß im allgemeinen die Klappen geschlossen bleiben und die immer offenen Austrittsöffnungen zwischen den Leitplatten etwas weiter nach oben verlegt sind.
  • Es hat sich gezeigt, daß durch die Verwendung von Abdeckvorrichtungen die Gefahr der direkten Lichtbogeneinwirkung auf das Bedienungspersonal vollkommen beseitigt werden konnte.
  • Als zusätzliche Maßnahme kann noch im Trennschalterraum an der Rückseite eine'Druckentlastungsöfffnung vorgesehen werden, die in den Entlastungskamin der Schaltzelle mündet. Diese Entlastungsöffnung trägt dazu bei, die Menge der durch die Abdeckvorrichtung austretenden Lichtbogengase zu verringern und außerdem die Druckbeanspruchungen der Trennerraumwände zu vermindern. Da bei Schaltzellen mit Doppelsammelschienensystem sich die Entlastungsöffnungen der beiden Trennerräume gegenüberstehen, besteht die Gefahr, daß die austretenden Gase von dem einen Trennerraum in den anderen gelangen. Es ist daher angebracht, zwischen die beiden Entlastungsöffnungen innerhalb des Entlastungskamins eine Trennwand anzuordnen. Es ist natürlich auch möglich, die Rückwände der Trennerräume, die gleichzeitig als-Entlastungskamin für den Leistungsschalterraum dienen, so hoch in den Hauptentlastungskamin zu ziehen, daß die Entlastungsöffnungen der beiden Trennerräume durch diese Wände gegenseitig abgedeckt sind. Für den Fall, daß der Leistungsschalterraum keinen Entlastungskamin nach oben, sondern nur nach unten'einen Entlastungskanal aufweist, besitzen die Trennerräume eine gemeinsame Rückwand, auf der oben eine Klappe angeordnet ist. Diese legt sich unter der Einwirkung der ausströmenden Gase des in Mitleidenschaft gezogenen Trennerraumes gegen die Entlastungsöffnung des anderen Trennerraumes an und schließt diesen ab, so daß die austretenden Gase nur in den Entlastungskamin entweichen können. Die erfindungsgemäße Anordnung und Ausbildung von Entlastungsöffnungen ist natürlich nicht nur auf Schaltzellen der offenen Bauweise beschränkt, sondern ist allgemein anwendbar, z. B. bei gekapselten Schaltzellen.
  • Weitere Einzelheiten sind aus den Zeichnungen zu ersehen.
  • Fig. 1 zeigt als Ausschnitt einer Schaltzelle den Trennschalterraum. Mit 1 ist der Trennschalter bezeichnet, mit 2 die Durchführung zum Leistungsschalterraum und mit 3 die Durchführung zum Sammelschienensystem. An der zum Bedienungs-bzw. Kontrollgang offenen Seite sind die Leitplatten 4 angeordnet und zwar gestaffelt und schuppenartig überlappt. Es ist zu ersehen, daß der Trennerraum in Richtung des Bedienungspersonals vollständig abgeschlossen ist, und daß die Lichtbogengase schräg nach oben ungehindert austreten, können.
  • Fig. 2 zeigt die Abdeckung des Trennerraumes mit Klappen 5, die bei einem auftretenden Kurzschluß aufgedrückt werden.
  • Ihre Lage in der Öffnungsstellung ist gestrichelt gezeichnet.
  • Fig. 3 zeigt die Gefährdungszone für das Bedienungspersonal bei Kurzschlüssen im Trennschalterraum, und zwar zeigt die Kurve 6 die Gefährdungszone bei offenem Trennerraum und die Kurve 7 die Gefährdungszone bei abgedecktem Trennerraum. Diese Kurven sind durch systematische Versuche festgestellt worden und zeigen, daß bei einer Abdeckung des Trennerraumes gemäß der Neuerung eine Direktgefährdung für das Bedienungspersonal beseitigt ist.
  • Fig. 4 zeigt die Anordnung von Druckentlastungsöffnungen in den beiden Trennerräumen bei einer Innenraumschaltzelle mit Doppelsammelschienensystem. Auf der Schaltzelle ist ein Entlastungskamin 8 angeordnet, in den die Entlastungsöffnungen 9 und 10 der beiden Trennerräume und die des Leistungsschalterraumes 11 münden, wohei die letztere durch die Rückwände der beiden Trennerräume gebildet vird. Zur Verhinderung des libertritts von Lichtbogengasen in benachbarte Räume ist eine Trennwand 12 vorgesehen, die die beiden Öffnungen 9 und 10 gegeneinander abdeckt.
  • Fig. 5 zeigt eine Anordnung, bei der die Rückwände 13 und 14 der Trennerräume so hoch in den Entlastungskamin 8 gezogen sind, daß ebenfalls die beiden Entlastungsöffnungen 9 und 10 gegeneinander abgedeckt sind.
  • Fig. 6 zeigt eine Anordnung, bei der die beiden Trennerräume eine gemeinsame Rückwand 15 haben, an der eine Klappe 16 angeordnet ist, die entweder die eine oder die andere Öffnung der Trennerräume verschließt und die von den austretenden Lichtbogengasen betätigt wird.

Claims (10)

  1. S c h u t z a n s p r ü c h e 1.) Schaltzelle der offenen Bauweise, dadurch gekennzeichnet, daß an dem zur Kontroll-bzw. Bedienungsseite offenen Trennschalterraum Abdeckvorrichtungen angeordnet sind, die bei im Trennschalterraum auftretenden Kurzschlüssen nicht nur das Bedienungspersonal vor den Einwirkungen des Lichtbogens schützen, sondern auch eine Druckentlastung des Trennschalterraumes gewährleisten..
  2. 2.) Schaltzelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Abdeckvorrichtungen Leitplatten verwendet werden, die derart angeordnet sind, daß die heißen Lichtbogengase nach oben austreten.
  3. 3.) Schaltzelle nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitplatten gestaffelt angeordnet sind und sich derart überlappen, daß in Richtung des Bedienungspersonals eine geschlossene Abdeckung des Trennschalterraumes entsteht.
  4. 4.) Schaltzelle nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle von Leitplatten Klappen verwendet werden, die durch die Druckwirkung geöffnet werden, wobei der Öffnungswinkel die Austrittsrichtung der Lichtbogengase bestimmt.
  5. 5.) Schaltzelle nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitplatten oder Klappen aus durchsichtigem Material bestehen bzw. einen Einsatz aus durchsichtigem Material aufweisen.
  6. 6.) Schaltzelle nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung des Trennschalterraumes durch eine Kombination von Leitplatten und Klappen erfolgt.
  7. 7.) Schaltzellen nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Trennschalterraum an der Rückseite eine Druckentlastungsöffnung aufweist, die in den Entlastungskamin der Schaltzelle mündet.
  8. 8.) Schaltzelle mit Doppelsammelschienensystem nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß im Entlastungskamin eine Trennwand vorgesehen ist, die zwischen den sich gegenüberliegenden Entlastungsöffnungen der beiden Trennschalterräume angeordnet ist.
  9. 9.) Schaltzelle mit Doppelsammelschienensystem nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückwände der beiden Trennschalterräume so hoch gezogen sind, daß sie die Entlastungsöffnungen der beiden Trennschalterräume gegeneinander abdecken.
  10. 10.) Schaltzelle mit Doppelsammelschienensystem nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an der für beide Trennschalterräume gemeinsamen Rückwand eine Drucklenkklappe an der Rückwand angeordnet ist, die bei einem Lichtbogen in dem einen Trennschalterraum durch die in den Entlastungskamin strömenden Gase gegen die Entlastungsöffnung des anderen Trennschalterraumes geklappt wird.
DE1957C0004743 1957-03-28 1957-03-28 Schaltzelle der offenen bauweise. Expired DE1769880U (de)

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DE1957C0004743 DE1769880U (de) 1957-03-28 1957-03-28 Schaltzelle der offenen bauweise.

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Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1769880U true DE1769880U (de) 1958-07-10

Family

ID=32781413

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1957C0004743 Expired DE1769880U (de) 1957-03-28 1957-03-28 Schaltzelle der offenen bauweise.

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