DE1926283U - Schaltschrank mit ueberdruckentlastungsklappe. - Google Patents
Schaltschrank mit ueberdruckentlastungsklappe.Info
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02B—BOARDS, SUBSTATIONS OR SWITCHING ARRANGEMENTS FOR THE SUPPLY OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02B13/00—Arrangement of switchgear in which switches are enclosed in, or structurally associated with, a casing, e.g. cubicle
- H02B13/02—Arrangement of switchgear in which switches are enclosed in, or structurally associated with, a casing, e.g. cubicle with metal casing
- H02B13/025—Safety arrangements, e.g. in case of excessive pressure or fire due to electrical defect
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Description
P.A. Ί 53 703*28.8.65
Gebrauchsmusteranmeldung
Schaltsehrank mit Überdruckentlastungsklappen
Im Bau von Mittelspannungsschaltanlagen hat sich im Verlaufe der letzten Jahre die stahlblechgekapselte Bauweise mit festeingebauten
oder ausziehbaren Geräten, in den Werkstätten des Herstellers anschlußfertig ausgebaut, durchgesetzt· Solange die im Zuge der
Hochspannungsleitungen liegenden Geräte nicht in voll isolierter, berührungssicherer Bauweise zur Verfügung stehen» ist das Auftreten
von Lichtbogen innerhalb der Zelle durch Erdschlüsse, Kurz·
Schlüsse oder Doppel-Erdschlüsse jederzeit möglich. Die Forderungen der Verbraucher gehen im wesentlichen auf zwei Punkte hinauss
1. Der konstruktive Aufbau einer Schaltzelle muß mindestens dem Selektivitätsgrad der eingebauten Schutzeinrichtungen entsprechen,
d.h., mögliche Störungen müssen unter allen Umständen auf die gestörte Zelle begrenzt bleiben bzw. - je nach Bauweise - auf einen
Teil dieser Zelle} sie dürfen auf gar keinen Fall benachbarte Anlagenteile in Mitleidenschaft ziehen oder gar außer Betrieb setzen.
2. Da alle zur Bedienung oder Wartung derartiger Anlagen eingesetzte
Menschen sich vor einer stahlblechgekapselten Anlage sicher fühlen, muß die einzelne Zelle so gebaut sein, daß sie sowohl bei Wandanbau
als auch bei freistehender Aufstellung in Innenräumen allen auftretenden dynamischen und thermischen Beanspruchungen gewachsen ist
und gegen Überdruck so schnell entlastet wird, daß vor oder hinter der Zelle stehende Menschen nicht verletzt werden können·
m 2 -
Der Schutz der Bedienungs- und Wartungs-Mannschaft erfordert eine
obere Druckentlastung der Zellen. Die in Deutsehlang üblichen einteiligen
Druckentlastungsklappen öffnen nach etwa 2 bis 3 Millisekunden, lassen den ersten Scheitelwert des Überdruckes - auf·*
tretend im Scheitelwert der ersten Kurzsehlußhalbwelle, also fünf Ulli-Sekunden nach Eintreten des Kruzschlusses ·» entweichen,
schließen dann aber sofort wieder und beanspruchen dadurch die Zelle vor dem Erreichen des zweiten Druekseheitelwertes, im Seheitelwert
der zweiten Kurzschlußhalbwelle, also 15 MiHi-Sekunden nach Eintritt
des Kurzschlusses, erneut auf Überdruck, obwohl sie etwa 12 bis 13 Milli-Sekunden nach Eintreten des Kurzschlusses, also noch
rechtzeitig vor Erreichen des zweiten Druekseheitelwertes, wieder öffnen.
Eine einwandfreie Druckentlastung ist nur möglich über zweiteilige
Druckentlastungsklappen, die wesentlich schneller öffnen als einteilige, geöffnet bleiben und außerdem in der Lage sind, auch bei
freistehender Aufstellung der Zellen in Innenräumen die Bedienungsmannschaft sowohl auf der Torder- als auch auf der Rückseite der
Zellen gegenüber den heißen Gasen zu schützen» Die zweiteiligen Druckentlastungsklappen müssen gegen die Endstellung Anschlagbegrenzungen
erhalten, damit sie nicht durch die hohe Öffnungsgeschwindigkeit um die vordere bzw. rückseitige Kante der Schaltzelle herumgebogen
werden und dadurch in der Lage wären, die Bedienungsmannschaft mechanisch zu verletzen.
Nachstehend beschriebene Erfindung kommt diesen Forderungen nach
mechanischem und thermischem Schutz in der Weise entgegen» daß die
Klappe oder Klappen nach dem öffnen an einer Bndstelle durch ein
Gestell aufgefangen und durch einen Schnäpper in einer solchen Stellung festgehalten werden, daß die Klappe oder Klappen nicht
mehr zufallen können und sie in ihrer nun aufrechten Stellung Tor dem Schrank stehende Personen gegen mechanische Verletzung durch die
umschnappende Klappe und gegen die Hochtemperatur schützt. Der Schnäpper oder dessen Haken muß so eingestellt und vorbereitet sein,
daß die Klappe schon vor ihrer Endstellung den Schnäpper aus seiner Ruhestellung bewegt, so daß er in der Zeit des Zurückschlagens der
Klappe wieder in seiner Buhestellung ist und so verhindert, daß die
Klappe wieder in ihre ursprüngliche Lage zurückfällt· Bei eingehenden
Versuchen, Messungen und Kurzaufnahmen hat es sieh gezeigt, daß bei einem Kurzschluß in der ersten Halbwelle die Klappe aufschlägt,
aber sofort wieder zurückfällt und erst bei der zweiten Halbwelle restlos aufgeschlagen wird« Schließt sich die Klappe aber nach der
ersten Halbwelle wieder, dann steigt der Brück durch die explosions··
artig auftretende femperatur über das Maß der ersten Halbwelle noch
bedeutend an. Gerade aber durch diesen höheren Druek werden Wände und
Türen des Schrankes so beansprucht, daß gerade die Türen deformiert und die in der Tür befindliehen Beobachtungsscheiben hinausgeschleudert
werden. Ist jedoch zur Zeit der zweiten Halbwelle die Bruekentlastungsklappe
bereits offen, dann kann der Überdruck nicht mehr den zerstörenden Einfluß ausüben. Bas durch den Lichtbogen im Inneren des
Schrankes entstandene Feuer kann sieh durch die hochstehende Klapp©
auch nicht mehr nach vorne über den Sehrank ausbreiten und Menschen verletzen.
In den Abbildungen ist so eine Klappe mit der Schutzvorrichtung näher erläutert. In Abb. 1 bedeutet 1 das Gehäuse des Sehaltsehrankes,
das auf seinem oberen feil 2 zwei oder mehrere Klappen besitzt, die an Scharnieren 4 naeh oben aufgeklappt werden können.
An den beiden Seiten der Klappen ist an geeigneter Stelle je ein Stift 5 durch Schrauben, Nieten oder Anschweißen angebracht. leben
jeder Klappe befindet sich auf beiden Seiten ein Winkelgestell 6, dessen einer Schenkel 6 einen solchen Winkel gegenüber der Decke
des Sehaltschrankes hat, daß die Klappe 3 schräg nach der Seite des
Sehrankes 1 steht. An diesem Winkelgestell 6 ist an einem Knotenblech
7 ein beweglicher Haken 8 so angebracht und durch geeignete
Knaggen so gehalten, daß er nur um wenige Millimeter dem Stift 5 der
Klappe 3 Durchlaß gibt, damit der Haken sofort sperrt, wenn der Stift 5 über die Lage 9 hinter dem Haken 8 hinausgegangen ist. Die
Klappe 3 kann dann nicht mehr zufallen. Die Winkelgestelle 7 auf jeder Seite der Klappe 3 sind durch eine Querstange 10 miteinander
verbunden. Daran legt sieh die aufgeschlagene Klappe 3 an. Statt des Hakens 8 und Stift 5 (bzw. 9) könnte auch eine ganz einfache Vorrichtung
verwendet werden, weil die Klappe nach einem Kurzschluß meistens so deformiert wird, daß sie durch eine neue ersetzt werden
muß. Es könnte dann (nach Abb. 5) an der Stange 1Θ oder an einer Verbreiterung
des Winkelschenkels 6 ein Stahlstift 11 angebracht werden, der eine längliche Spitze 12 hat, die sich beim Aufschlagen des
Deekelbleches 3 in dieses einschlägt und so konisch durchbohrt, bei
13, daß die Kanten 14 des geschlagenen Loches hinter der Spitze festgehalten werden.
Claims (3)
- P.A. «3 703*28.8.65Schutzansprüclie ι1« Sehaltschrank mit Überdruckentlastungsklappen und Schutzeinrichtung gegen Überschlagen der Klappen, dadurch gekennzeichnet, daß an den Bedienungsseiten des Schaltschrankes an dessen Decke Winkelgestelle so angebracht sind, daß die tJberdruckentlastungsklappen dadurch in ihrer Lage begrenzt sind und angenähert an diese Lage festgehalten werden.
- 2. Schaltschrank mit Überdruckentlastungsklappen und Schutzeinrichtung gegen Überschlagen der Klappen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Pesthaltung in der angenäherten Endstellung der Klappen Haken verwendet werden, die sofort schließen, wenn ein an der Klappe angebrachter Stift oder eine geeignete Knagge über bzw. unter dem Haken durchgegangen ist.
- 3. Schaltsehrank mit Überdruckentlastungsklappen und Schutzeinrichtung gegen Überschlagen der Klappen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Festhaltung in der angenäherten Endstellung der Klappen ein oder mehrere Stahlstifte mit ausgekerbten Spitzen verwendet werden, die sich in das aufschlagende Klappenblech einbohren und es durch die Einkerbung festhalten.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1965L0040323 DE1926283U (de) | 1965-08-28 | 1965-08-28 | Schaltschrank mit ueberdruckentlastungsklappe. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1965L0040323 DE1926283U (de) | 1965-08-28 | 1965-08-28 | Schaltschrank mit ueberdruckentlastungsklappe. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1926283U true DE1926283U (de) | 1965-11-04 |
Family
ID=33355372
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1965L0040323 Expired DE1926283U (de) | 1965-08-28 | 1965-08-28 | Schaltschrank mit ueberdruckentlastungsklappe. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1926283U (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3008017A1 (de) * | 1980-02-07 | 1981-08-13 | BBC AG Brown, Boveri & Cie., Baden, Aargau | Druckentlastungseinrichtung fuer gehaeuse von elektrischen schaltgeraeten |
-
1965
- 1965-08-28 DE DE1965L0040323 patent/DE1926283U/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3008017A1 (de) * | 1980-02-07 | 1981-08-13 | BBC AG Brown, Boveri & Cie., Baden, Aargau | Druckentlastungseinrichtung fuer gehaeuse von elektrischen schaltgeraeten |
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