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DE1769268B2 - Waermevulkanisierbare masse - Google Patents

Waermevulkanisierbare masse

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DE1769268B2
DE1769268B2 DE19681769268 DE1769268A DE1769268B2 DE 1769268 B2 DE1769268 B2 DE 1769268B2 DE 19681769268 DE19681769268 DE 19681769268 DE 1769268 A DE1769268 A DE 1769268A DE 1769268 B2 DE1769268 B2 DE 1769268B2
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DE
Germany
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disulfide
parts
sulfur
minutes
thiuram
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Application number
DE19681769268
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English (en)
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DE1769268A1 (de
DE1769268C3 (de
Inventor
Rudolf Adolf Sparta N.J. Behrens (V.SI.A.)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wyeth Holdings LLC
Original Assignee
American Cyanamid Co
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Filing date
Publication date
Application filed by American Cyanamid Co filed Critical American Cyanamid Co
Publication of DE1769268A1 publication Critical patent/DE1769268A1/de
Publication of DE1769268B2 publication Critical patent/DE1769268B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1769268C3 publication Critical patent/DE1769268C3/de
Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/36Sulfur-, selenium-, or tellurium-containing compounds
    • C08K5/39Thiocarbamic acids; Derivatives thereof, e.g. dithiocarbamates

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

ίο \'—C-J-
worin .ν eine ganze Z;ih) von I bis 4 bedeulet, und
b) 0.1 bis 5 Gewichtsteile eines Thiuramsulh'ds oder eines Metalldithiocarbarnats enthält.
Di: Erfindung betrifft eine wärmevulkanisierbare Masse, bestehend aus (A)
a) einem Äthylen-Propylen-Dien-Terpolymerisat oder
b) Butylkautschuk,
oder Mischungen von a) und b) mit anderen schwefel- *ulkanisierbaren Kautschuken. (B) Schwefel, Zinkoxid (und üblichen weiteren Zusätzen, die dadurch gekennzeichnet ist. daß die Masse zur Vulkanisationsbe-Sehleunigung
a) 0.1 bis 5 Gewichtsteile, bezogen auf 100 Gewichtsteile A, eines bis(Morpholinothiocarbonyl)-sulfids der alicemeinen Formel
S!
N-C
worin χ cine ganze Zahl von 1 bis 4 bedeutet, und b) 0,1 bis 5 Gewichtsteile eines Thiuramsulfids oder
eines Metalldithiocarbamats enthält.
Einige der neueren Kohlenwasserstoffelastomeren., vor allem Äthylenpropylenkautschuk und Butylkautschuk, sind so modifiziert worden, daß sie geringe Mengen ungesättigter Stellen enthalten, so daß sie (unter Verwendung eines Schwefelvullcanisations- »ystems vulkanisiert werden können. Im Fall von Äthylenpropylenkautschuk wird diese Modifizierung im allgemeinen durch Coreaktion eines nichtkonjugierten Diens z. B. Dicyclopentadien, 1,5-Cyclo-Octadien, Norbornadien u. dgl. erreicht. In dieser Hineicht ist dienmodifizierter Äthylenpropylenkautschuk (EPDM) von besonderer Bedeutung. Butylkautschuk enthält von Haus aus kleinere Mengen von ungesättigten Stellen, die aus Isopreneinheit in der Polymerstruktur stammen. Keines dieser Elastomeren war für die üblichen Vulkanisationssystemc wegen des geringen Grads an Ungesättigtheit geeignet, den sie im Vereleich zu anderen, stärker ungesättigten AIlzweckefastomeren, z. B. Styrol-Butadien-Copolymeren (SBR) oder Naturkautschuk, enthalten.
Die Schwefelvulkanisation von (EPDM) und Butylkautschuk wurde üblicherweise mit Hilfe von Zinkoxyd und organischen Beschleunigern erreicht. Die wirksameren Primärbeschleuniger sind entweder Thiurarnmono-, di- oder -tetrasulfide oder Metalldithiocarbamate. Ein Thiazol. z. B. Mercaptobenzthiazol,
ίο ist normalerweise als Sekundärbeschleuniger zur Erzieluna befriedigender Härtungsgeschwindigkeiten erforderlich.
Die Entwicklung von befriedigenden Vulkanisationssystemen für EPDM wurde hauptsächlich durch
die Neigung des Elastomeren zur vorzeitigen Vulkanisation (d. h. zum sogenannten Scorching) und die Neiguna der Bestandteile oder ihrer Reaktionsprodukte an die Oberfläche des Vorvulkanisats und des Vulkanisats zu wandern behindert. Ein üblicherweise verwendetes System für EPDM, das Tetramethylthiuramdisulfid, Mercaptobenzthiazol und Schwefel enthält, führt zu einer ausreichenden Sicherheit bei der Verarbeitung (Scorchbeständigkeit). bei formgehärteten Vulkanisaten treten jedoch starke Ausblühungen auf. Versuche, diesen Nachteil zu beheben, haben zu einer verminderten Sicherheit bei der Verarbeitung geführt. Wenn man z. B. eine Hälfte des Tetramethylthiuramdisulfids durch Dipentamethylenthiuramtetrasulfid ersetzt und die Konzentration an Mercaptobenzthiazol erhöht, wird das Ausblühen vermindert und der Modulus erhöht, die Scorchbeständigkeit wird dagegen stark gesenkt. Es wurden andere Systeme entwickelt, bei denen die Neigung zum Ausblühen vermindert wird, dabei ist jedoch die Sccrchbeständigkeit der Zubereitung gering. Ähnliche Schwierigkeiten, darunter geringe Härtungsgeschwindigkeit, tre'en bei Butylkautschuk auf. Es besteht daher ein Bedarf an einem Schwefelvulkanisationssystem für EPDM und Butylkautschuk, das sichere Verarbeitung, eine gute Härtungsgeschwindigkeit und einen guten ^ärtungszustand gewährleistet und nicht ausblüht. Die Erfindung bezweckt ein solches verbessertes Vulkanisationssystem.
überraschenderweise wurde gefunden, daß vulkanisierbarer Kautschuk mit einem geringen Grad an Ungesättigtheit sicher und mit guter Härtungsgeschwindigkeit zu befriedigenden, nicht ausblühenden Vulkanisaten schwefel vulkanisiert werden kann, wenn die Vulkanisation in Gegenwart einer organischen Beschleunigerzusammensetzung aus einer Kombination eines Bismorpholinothiocarbonylsulfids und eines Thiuramsulfids oder eines Metalldithiocarbamats durchgeführt wird.
Thiuramsulfide und Metalldialkyldithiocarbamate sind seit vielen Jahren bekannt und sind in großem Umfang in Vulkanisationssystemen für viele Arten von Kautschuk verwendet worden. Bismorpholinothiocarbonylsulfide, wie sie oben beschrieben wurden sind keine wirksamen Beschleuniger für EPDM oder Butylkautschuk, wenn sie allein verwendet werden, da sie sehr langsam wirken und einen geringen Härtungsgrad ergeben. Es ist deshalb sehr überraschend, daß es mit dem erfindungsgemäßen Beschleunigersystem, das durch Kombination eines Thiuramsulfids oder eines Metalldialkyldithiocarbamats mit einem Bismorpholinothiocarbonylsulfid erhalten wird, möglich ist, einen hohen Härtungsgrad zu erzielen, ohne daß darunter die sichere Verarbeitung leidet. Das
17
System ist insofern einzigartig, als keine anderen Bisthiocarbonylsulfide gefunden wurden, die zu dem gleichen oder einem ähnlichen Ergebnis führen. Beispielsweise ist bis(2,6-DimethylmorpholinothiocarbonyUdisulfid. eine analoge Verbindung, verhältnismäßig unwirksam.
Der Dienanteil der erfindungsgemäß verwendeten Äthylen-Propylen-Dien-Terpolymerisate stammt beispielsweise von einer Copolymerisation mit Dicyclopentadien oder 1,5 Cyclooctadien. |0
Zu erfindungsgemäß geeigneten Thiurammono-. -di- und -tetrasulfiden und Metalldialkyldithiocarbamaten gehören beispielsweise niedere Alkyl-, monocyclische Arylniederalkyl-, Aryl und cyclische Alkylenihiuramsulfide und-dithiocarbamate wie: ,<
Tetramethylthiuramsulfid.
Tetramethylthiurammonosulfid,
Tetraäthylthiuramdisulfid.
Tetrabutyithiurammonosulfid.
Dipentamethylenthiuramtetrasulfid.
Cyclohexamethylenthiuramdisulfid,
Diisopropylthiuramdisulfid,
Phenyläthylthiuramdisulfid,
Zink-dibutyl-dithiocarbamat.
Zink-pentamethylen-dithiocarbamat, Wismuth-dimethyldithiocarbamat,
Nickel-dibutyl-dithiocarbamat,
Kupfer-dimethyl-dithiocarbamat,
Selen-diäthyl-dithiocarbamat,
Blei-dimethyl-dithiocarbamat, Selen-dimethyl-dithiocarbamat.
Tell-dimethyl-dithiocarbamat,
Teü-diäthyl-dithiocarbamat.
Cadmium-diäthyl-dithiocarbamat,
Zink-dibenzyl-dithiocarbamat, Zink-diäthyl-dithiocarbamat.
Das Schwefelvulkanisationssystem enthält stets Schwefel und Zinkoxyd und häufig einen Sekundärbeschleuniger, z. B. ein Thiazol. Die verwendete Schwefelmenge hängt von den jeweils gewünschten Vulkanisationseigenschaften ab. Im allgemeinen wird durch Erhöhung der Schwefelkonzentration die Scorchbeständigkeit vermindert und der Härtungsgrad erhöht. Der brauchbare Bereich für Schwefel beträgt im allgemeinen etwa 0,5 bis 3,0 Teile/100 Teile Kautschuk, kann aber für manche Zwecke einen so hohen Wert wie 5 oder mehr Teile haben.
Zinkoxyd (oder Zinkseifen, z. B. Zinkstearat) wird stets in dem Schwefelvulkanisationssystem verwendet, das die erfindungsgemäßen Beschleuniger enthält. Die Konzentration an Zinkoxyd ist nicht kritisch, vorausgesetzt, daß wenigstens 1,0 Teil/100 Teile Kautschuk verwendet werden. Im allgemeinen erweist sich die Verwendung von etwa 3 bis 5 Teilen Zinkoxyd als gut wirksam.
Mercaptobenzthiazol (MBT) wird gewöhnlich als Sekundärbeschleuniger bei der Vulkanisation von EPDM und Butylkautschuk verwendet. Die Erhöhung der Konzentration an Merc^ptobenzthiazol führt zu &> einer Verminderung der Scorchbeständigkeit. Im allgemeinen liegen wirksame Mengen an MBT im Bereich von etwa 0,5 bis 2,0 Teilen/100 Teile Kautschuk. Benzthiazyldisulfid (MBTS) ist ein weiterer üblicher Sekundärbeschleuniger, der in gleicher Konzentration 6«; angewandt werden kann.
Die vulkanisierbaren Massen nach dieser Erfindung können nach bekannten Verfahren, z. B. mit Wasser-268 £ ■?
dampf im offenen Betrieb, durch Druckhärten mit flüssigen Härtungsmedien (»LC'M«) u. dgl., unter den üblichen Bedingungen, die für diese Elastomeren angewandt werden, vulkanisiert werden. Die Konzentration des bis(Morpholinothiocarbonyl)-s,ulfid3 schwankt in Abhängigkeit von dem jeweils gewünschten Bereich der Eigenschaften des Vulkanisats oder auch von dem jeweils in Verbindung damit verwendeten Thiuramsulfid oder Metaüalkyldithiocarbamal. Bei Verwendung von Tetramethylthiuramdisulfid und bisiMorpholinothiocarbonyltdisuIfid als Beschleunigerkombination führen mehr als etwa 0,75 Teile Tetramethylthiuramdisulfid mit 1,5 Teilen bis(Morpholinothiocarbonyl)-disulfid zu verstärktem Ausblühen. Falls 2,0 Teile des bis(Morpholinothiocarbonyl)-disulfids oder mehr mit 0,75 Teilen Tetramethylthiuramdisulfid angewandt werden, wird die Härtungsgeschwindigkeit verzögert, und es wird ein weniger vorteilhafter Härtungsgrad erreicht. Weniger als 1,5 Teile führen gewöhnlich zu verstärkter Ausblühung. Es ist also ersichtlich, daß die Konzentration jeder Komponente des erfindungsgemäßen Beschleunigersystems in Abhängigkeil von den obenerwähnten Faktoren und auch von dem jeweiligem Anwendungsgebiet, für das das Vulkanisat verwendet werden soll, z. B. für Reifen. Draht- und Kabelumhüllungen. Schläuche, Riemen, andere mechanische Güter. Produkte mit Zellstruktur u. dgl., schwankt. Ein allgemein wirksamer Konzentrationsbereich für jede Komponente beträgt etwa 0.1 bis 5,0 Teile. 100 Teile Kautschuk.
Andere üblicherweise verwendeten Kompoundierbcstandteile, z. B. Ruß, mineralische Füllstoffe, Tone, Verarbeitungsöle. Seifen, Wachse u. dgl., können der Masse nach Bedarf zur Erzielung bestimmter Eigenschaften zugesetzt werden. Die Massen können auf üblichen Kautschuk- oder Kunststoffverarbeitungseinrichtungen gemischt, geformt, extrudiert oder in jeder der vielen dem Kautschukfachmann bekannten Weisen verarbeitet werden.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung ohne sie zu beschränken. Teile beziehen sich auf das Gewicht.
Beispiel 1
Vier EPDM Kautschukmassen wurden wie folgt hergestellt:
Grundmasse
Kohlenwasserstoffkautschuk aus
100 Gew.-Teilen EPDM und
50 Gew.-Teilen Naphthcnöl 150
SAF Ruß 60
ISAF-H Ruß 20
Zinkoxyd 5
Stearinsäure 1
Schwefel 2
Mercaptobenzthiazol 1,5
Verbindung
A B C D
Beschleuniger
Bis(morpholinothiocarbonyl)-disulfid
1,5 1,5
Fortsetzung Verbindung B C IJ
A
0,75 0,7
Beschleuniger 0.75
Tetramethyl- __.
thiuramdisulfid 0.75
Dipentamethylen-
thiuramdisulfid
Anvulkanisations- 17.3 61 29
dauer bei 121 C 13.7
Anstieg auf
5 Punkte in
Minuten, T5
300% Modulus.
kg cm2, bei 160 C 38.3 15,5 44,6
gehärtet 48.5 42,2 20,0 50,6
nach 15 Minuten 52.7 63.3 48,5 75,2
nach 20 Minuten 79,8 mittel sehr sehr
nach 60 Minuten mittel gut gut
Beständigkeit gut
gegen Ausblühen
Die Werte zeigen, daß EPDM bei Härtung mit üblichen Beschleunigern (A und B) eine sehr starke
Anvulkanisation zeigt. Die Verbindung B führt zu größerer Sicherheit bei der Verarbeitung, hat jedoch einen geringeren Härtungsgrad und stärkere Ausblühungen zur Folge. 8is(Morpholinothiocarbonyl)-dbulfid härtet zu langsam, als daß es irgendeinen praktischen Nutzen hätte (Verbindung C) und führt zu einem sehr niedrigen Häriungsgrad. Die Kombination aus bis(Morpholinothiocarbonyl)-disulfid und Tctramethylthiuramdisulfid (Verbindung D) verdoppelt die Verarbeitungssicherheit eines üblichen Härtungssystems (A) und führt zu einem guten Härtungsgrad und geringen Ausblühungen.
Beispiel 2
EPDM Kautschukmassen wurden wie folgt hergestellt. Die Bestandteile sind in Gewichtsteilen angegeben.
Grundmassc
Masse aus 100 Gew.-Teilen EPDM
und 50 Gew.-Teilcn Naphthenöl 150
SAF Ruß 60
iSAF-H Ruß 20
Zinkoxyd 5
Stearinsäure 1
Schwefel 2
Mercaplobenzthiazol 1,5
Tetramethylthiuramdisulnd 0.75
Verbindung B C D
A
Beschleuniger
Dipentamethvlenthiuramtetra- 0.75
sulfid 1.5
Diisopropylthiuramdisulfid 1.5
Phen\ läth ylthiuramsulfid 1,5
Bis(2,6-dimethylmorpholino- 1.5
thiocarbonylsulfid
Anvulkanisationsdaucr bei
121 C 14,2 15 15,9
Anstieg um 5 Punkte 11.7
in Minuten. T5
300% Modulus, kg/cm2
bei 160 C gehärtet 47,1 52,7
nach 15 Minuten 45.7 66,1 73,8 73,8
nach 20 Minuten 62.6 73,8 82,6 80.9
nach 60 Minuten 84.4 sehr schlecht mittelgut schlecht mittel
Beständigkeit gegen Ausblühen mittelgut
Die Werte zeigen, daß keines von den unterschiedlichen Thiuramsulfiden in Kombination mit Tetramethylthiuramdisuifid ein gutes Härtungssystem für EPDM ergibt, da bei allen das Scorching zu hoch ist und die Verbindungen übermäßig ausblühen.
Beispiel 3
Die Grundmasse für diese Masse wurde in gleicht; Weise wie in Beispiel I hergestellt. Der Grundmassc wurden wie angegeben Beschleunigersystcme zugesetzt, die bis(Morpholinothioearbonyl)-disulfid in Kombination mit anderen üblichen Thiuramsulfiden enthielten. Die in den Versuchen verwendeten Beschleuniger werden wie folgt bezeichnet:
A—Tetramethylthiurammonosulfid,
B—Tetramethylthiuramdisülfid,
C—Tetraäthylthiuramdisulfid,
D—Tetrabutylthiuramdisulfid,
Π — Dipentamethylenthiuramtetrasulfid,
F — Zink-dimethyldithiocarbamat,
G Zink-dibut.yldithiocarbamat,
H -Zink-dibenzyldithiocarbamat,
1 -- Diphenyldimethylthiuramdisulfid,
J —- Eisen-Dibenzyldithiocarbamat,
K — Bisdnorpholinothiocarbonyljdisulfid.
^ 8
Beschleuniger 0,75 0.75 0,75 -- 0,75 —.
A _ _.. _.
B —. 0,75 _.
C 0,75
D 0.75
E
F 0,75 -—
G -- 0,75
H -■ 1.5 1,5 0.75
I 1,5 1.5 1.5 _._ 0.75
J 1.5 1,5 1.5 1.5 1.5 1.5
K 32.0 14.5*)
Anvulkanisations- 29.0 32.0 23.5*)
dauer bei 121 C 28.5 63.0*) 38,0*) 32.0*) 53.5*) 33,5*)
Anstieg um
5 Punkte in
Minuten. T5 39.0 34,5
300% Modulus bei 44,6 48,9 32,7 38,0 36.6
160 C gehärtet 42.5 50.6 70.3 47,1 40,4 17,2 65,0 25.3 28.1 26,4 26.4
nach 1 S Minuten 57.3 75.2 sehr 70.3 66.8 22.5 sehr 32.7 35.9 33.0 32.7
nach 20 Minuten 74.5 sehr gut sehr ausge 56.2 gut 57.3 64,7 61.9 63,3
nach 60 Minuten sehr gut gut zeich sehr ausge ausge ausge ausge
Beständigkeit gegen gut net gut zeich zeich zeich zeich
Ausblühen net net net net
*l Diese Massen wurden erneut gewalzt: Modulus und Seorchwerte sind deswegen schlechter: vgl. Verbindung B und E als Basis für Vergleiche.
Beispiel 3 erläutert die wirksame Kombination Scorchzeit von 14,5 Minuten zwar kurzer als die
von bis(Morpholinothiocarbonyl)-disulfid mit ver- anderen Zeiten in der Reihe, jedoch beträchtlich schiedenen Thiuramen und Dithiocarbaminsäuresal- 40 länger als die Scorchzeit der gleichen Verbindung
zen verschiedener Metalle. Die guten Vulkanisat- wenn das bis(Morpholinothiocarbonyl)-disulfid durcr
eigenschaften, Verarbeitungssicherheit und ausgezeich- eine anderes Thiuram, z. B. Tetramethylthiuramdisul·
nete Beständigkeit gegen Ausblühen sind ofTensicht- fid. ersetzt wird,
lieh. Im Fall des Zinkdimethyldithiocarbamats ist die
Beispiel 4
Es wurde folgende Grundmasse hergestellt:
Butyl-Kautschuk 100
FEF Ruß 60
Naphthenöl 40
Zinkoxyd 5
Stearinsäure 1
Schwefel 1.5
Mercaptobenzthiazol 0.5
Gemisch aus 33% N-Methyl-N.
4-dinitrosoanilin und 67%
inertem Material 0,5
Unter Verwendung dieser Grundmasse wurden die folgenden Zusammensetzungen getestet:
ABCD E F G
Komponente
Tetramethylthiuramdisulfid 1.0 1,0 1.0 1.0 1.0 — —
Dipentamethylenthiuram- 1-0 2.0 — 2.0 —
tetrasulfid
Fortsetzung
ι / t>y
10
C D
Komponente
Bis(morpholinothiocarbonyl)-disulfid
Anvulkanisationszeit bei 132 C
2,0
2,0
Anstieg um 5 Punkte in
Minuten. T5
17,9 16,7 23,6 17,6 33,6 13,9 64,0
300% Modulus kg,cm2 bei 160 C
gehärtet
nach 12,5 Minuten 27.1 31.3 32,3 34,1 27.1 24,3
nach 25 Minuten 35.2 38,7 41,5 43,6 39.7 36,2
nach 50 Minuten 38.3 43.2 47.5 48.9 39,7 39,4 23.2
nach 75 Minuten 38.3 42.9 43.9 46.4 40,4 40,8 26,7
Beständigkeit gegen Ausblühen mittel
gut
mittel gut ausge
zeichnet
sehr gut
ausge
zeichnet
ausge
zeichnet
ausge
zeichnet
(nichts)
Dieses Beispiel zeigt, welche Wirkung erzielt wird, wenn man entweder die eine oder die andere Komponente des erfindungsgemäßen Beschleunigers getrennt verwendet. Es zeigt ferner die Wirkung der Verwendung eines Zweikomponentenbeschleunigers, der bis-(Morpholinothiocarbonyl)-disulfid nicht als eine seiner Komponenten enthält.

Claims (1)

  1. Palentanspruch:
    Wärmevulkanisierbare Masse.bestehend aus (Al
    a) einem Äthylen-Propylen-Dien-Terpolymerisat oder
    b) Butylkautschuk,
    oder Mischungen von a) und b) mit anderen schwefelvulkanisierbaren Kautschuken, (B)Schwefel, Zinkoxid und üblichen weiteren Zusätzen, dadurch gekennzeichnet, daß die Masse zur Vulkanisationsbeschleunigung
    a) 0,1 bis 5 Gewichtsteile, bezogen auf 100 Gewichtsteile A, eines bisfMorphoIinothiocarbonyDsulfids der allgemeinen Formel
DE19681769268 1967-04-28 1968-04-26 Wärmevulkanisierbare Masse Expired DE1769268C3 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US63446167A 1967-04-28 1967-04-28
US63446167 1967-04-28

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1769268A1 DE1769268A1 (de) 1971-10-28
DE1769268B2 true DE1769268B2 (de) 1976-09-16
DE1769268C3 DE1769268C3 (de) 1977-04-28

Family

ID=

Also Published As

Publication number Publication date
BR6898521D0 (pt) 1973-01-16
DE1769268A1 (de) 1971-10-28
NL151415B (nl) 1976-11-15
FR1593502A (de) 1970-06-01
NL6804746A (de) 1968-10-29
AT290113B (de) 1971-05-25
GB1204249A (en) 1970-09-03

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Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977
OI Miscellaneous see part 1
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