DE1769268B2 - Waermevulkanisierbare masse - Google Patents
Waermevulkanisierbare masseInfo
- Publication number
- DE1769268B2 DE1769268B2 DE19681769268 DE1769268A DE1769268B2 DE 1769268 B2 DE1769268 B2 DE 1769268B2 DE 19681769268 DE19681769268 DE 19681769268 DE 1769268 A DE1769268 A DE 1769268A DE 1769268 B2 DE1769268 B2 DE 1769268B2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- disulfide
- parts
- sulfur
- minutes
- thiuram
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08K—Use of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
- C08K5/00—Use of organic ingredients
- C08K5/36—Sulfur-, selenium-, or tellurium-containing compounds
- C08K5/39—Thiocarbamic acids; Derivatives thereof, e.g. dithiocarbamates
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
Description
ίο \'—C-J-
worin .ν eine ganze Z;ih) von I bis 4 bedeulet,
und
b) 0.1 bis 5 Gewichtsteile eines Thiuramsulh'ds
oder eines Metalldithiocarbarnats enthält.
Di: Erfindung betrifft eine wärmevulkanisierbare Masse, bestehend aus (A)
a) einem Äthylen-Propylen-Dien-Terpolymerisat
oder
b) Butylkautschuk,
oder Mischungen von a) und b) mit anderen schwefel- *ulkanisierbaren Kautschuken. (B) Schwefel, Zinkoxid
(und üblichen weiteren Zusätzen, die dadurch gekennzeichnet
ist. daß die Masse zur Vulkanisationsbe-Sehleunigung
a) 0.1 bis 5 Gewichtsteile, bezogen auf 100 Gewichtsteile A, eines bis(Morpholinothiocarbonyl)-sulfids der alicemeinen Formel
a) 0.1 bis 5 Gewichtsteile, bezogen auf 100 Gewichtsteile A, eines bis(Morpholinothiocarbonyl)-sulfids der alicemeinen Formel
S!
N-C
worin χ cine ganze Zahl von 1 bis 4 bedeutet, und
b) 0,1 bis 5 Gewichtsteile eines Thiuramsulfids oder
eines Metalldithiocarbamats enthält.
Einige der neueren Kohlenwasserstoffelastomeren., vor allem Äthylenpropylenkautschuk und Butylkautschuk, sind so modifiziert worden, daß sie geringe Mengen ungesättigter Stellen enthalten, so daß sie (unter Verwendung eines Schwefelvullcanisations- »ystems vulkanisiert werden können. Im Fall von Äthylenpropylenkautschuk wird diese Modifizierung im allgemeinen durch Coreaktion eines nichtkonjugierten Diens z. B. Dicyclopentadien, 1,5-Cyclo-Octadien, Norbornadien u. dgl. erreicht. In dieser Hineicht ist dienmodifizierter Äthylenpropylenkautschuk (EPDM) von besonderer Bedeutung. Butylkautschuk enthält von Haus aus kleinere Mengen von ungesättigten Stellen, die aus Isopreneinheit in der Polymerstruktur stammen. Keines dieser Elastomeren war für die üblichen Vulkanisationssystemc wegen des geringen Grads an Ungesättigtheit geeignet, den sie im Vereleich zu anderen, stärker ungesättigten AIlzweckefastomeren, z. B. Styrol-Butadien-Copolymeren (SBR) oder Naturkautschuk, enthalten.
Einige der neueren Kohlenwasserstoffelastomeren., vor allem Äthylenpropylenkautschuk und Butylkautschuk, sind so modifiziert worden, daß sie geringe Mengen ungesättigter Stellen enthalten, so daß sie (unter Verwendung eines Schwefelvullcanisations- »ystems vulkanisiert werden können. Im Fall von Äthylenpropylenkautschuk wird diese Modifizierung im allgemeinen durch Coreaktion eines nichtkonjugierten Diens z. B. Dicyclopentadien, 1,5-Cyclo-Octadien, Norbornadien u. dgl. erreicht. In dieser Hineicht ist dienmodifizierter Äthylenpropylenkautschuk (EPDM) von besonderer Bedeutung. Butylkautschuk enthält von Haus aus kleinere Mengen von ungesättigten Stellen, die aus Isopreneinheit in der Polymerstruktur stammen. Keines dieser Elastomeren war für die üblichen Vulkanisationssystemc wegen des geringen Grads an Ungesättigtheit geeignet, den sie im Vereleich zu anderen, stärker ungesättigten AIlzweckefastomeren, z. B. Styrol-Butadien-Copolymeren (SBR) oder Naturkautschuk, enthalten.
Die Schwefelvulkanisation von (EPDM) und Butylkautschuk
wurde üblicherweise mit Hilfe von Zinkoxyd und organischen Beschleunigern erreicht. Die
wirksameren Primärbeschleuniger sind entweder Thiurarnmono-,
di- oder -tetrasulfide oder Metalldithiocarbamate. Ein Thiazol. z. B. Mercaptobenzthiazol,
ίο ist normalerweise als Sekundärbeschleuniger zur Erzieluna
befriedigender Härtungsgeschwindigkeiten erforderlich.
Die Entwicklung von befriedigenden Vulkanisationssystemen für EPDM wurde hauptsächlich durch
die Neigung des Elastomeren zur vorzeitigen Vulkanisation
(d. h. zum sogenannten Scorching) und die Neiguna der Bestandteile oder ihrer Reaktionsprodukte
an die Oberfläche des Vorvulkanisats und des Vulkanisats zu wandern behindert. Ein üblicherweise
verwendetes System für EPDM, das Tetramethylthiuramdisulfid, Mercaptobenzthiazol und Schwefel
enthält, führt zu einer ausreichenden Sicherheit bei der Verarbeitung (Scorchbeständigkeit). bei formgehärteten
Vulkanisaten treten jedoch starke Ausblühungen auf. Versuche, diesen Nachteil zu beheben, haben zu
einer verminderten Sicherheit bei der Verarbeitung geführt. Wenn man z. B. eine Hälfte des Tetramethylthiuramdisulfids
durch Dipentamethylenthiuramtetrasulfid ersetzt und die Konzentration an Mercaptobenzthiazol
erhöht, wird das Ausblühen vermindert und der Modulus erhöht, die Scorchbeständigkeit
wird dagegen stark gesenkt. Es wurden andere Systeme entwickelt, bei denen die Neigung zum Ausblühen
vermindert wird, dabei ist jedoch die Sccrchbeständigkeit der Zubereitung gering. Ähnliche
Schwierigkeiten, darunter geringe Härtungsgeschwindigkeit, tre'en bei Butylkautschuk auf. Es besteht
daher ein Bedarf an einem Schwefelvulkanisationssystem für EPDM und Butylkautschuk, das sichere
Verarbeitung, eine gute Härtungsgeschwindigkeit und einen guten ^ärtungszustand gewährleistet und nicht
ausblüht. Die Erfindung bezweckt ein solches verbessertes Vulkanisationssystem.
überraschenderweise wurde gefunden, daß vulkanisierbarer
Kautschuk mit einem geringen Grad an Ungesättigtheit sicher und mit guter Härtungsgeschwindigkeit zu befriedigenden, nicht ausblühenden
Vulkanisaten schwefel vulkanisiert werden kann, wenn die Vulkanisation in Gegenwart einer organischen
Beschleunigerzusammensetzung aus einer Kombination eines Bismorpholinothiocarbonylsulfids und eines
Thiuramsulfids oder eines Metalldithiocarbamats durchgeführt wird.
Thiuramsulfide und Metalldialkyldithiocarbamate sind seit vielen Jahren bekannt und sind in großem Umfang in Vulkanisationssystemen für viele Arten von Kautschuk verwendet worden. Bismorpholinothiocarbonylsulfide, wie sie oben beschrieben wurden sind keine wirksamen Beschleuniger für EPDM oder Butylkautschuk, wenn sie allein verwendet werden, da sie sehr langsam wirken und einen geringen Härtungsgrad ergeben. Es ist deshalb sehr überraschend, daß es mit dem erfindungsgemäßen Beschleunigersystem, das durch Kombination eines Thiuramsulfids oder eines Metalldialkyldithiocarbamats mit einem Bismorpholinothiocarbonylsulfid erhalten wird, möglich ist, einen hohen Härtungsgrad zu erzielen, ohne daß darunter die sichere Verarbeitung leidet. Das
Thiuramsulfide und Metalldialkyldithiocarbamate sind seit vielen Jahren bekannt und sind in großem Umfang in Vulkanisationssystemen für viele Arten von Kautschuk verwendet worden. Bismorpholinothiocarbonylsulfide, wie sie oben beschrieben wurden sind keine wirksamen Beschleuniger für EPDM oder Butylkautschuk, wenn sie allein verwendet werden, da sie sehr langsam wirken und einen geringen Härtungsgrad ergeben. Es ist deshalb sehr überraschend, daß es mit dem erfindungsgemäßen Beschleunigersystem, das durch Kombination eines Thiuramsulfids oder eines Metalldialkyldithiocarbamats mit einem Bismorpholinothiocarbonylsulfid erhalten wird, möglich ist, einen hohen Härtungsgrad zu erzielen, ohne daß darunter die sichere Verarbeitung leidet. Das
17
System ist insofern einzigartig, als keine anderen
Bisthiocarbonylsulfide gefunden wurden, die zu dem
gleichen oder einem ähnlichen Ergebnis führen. Beispielsweise
ist bis(2,6-DimethylmorpholinothiocarbonyUdisulfid.
eine analoge Verbindung, verhältnismäßig unwirksam.
Der Dienanteil der erfindungsgemäß verwendeten Äthylen-Propylen-Dien-Terpolymerisate stammt beispielsweise
von einer Copolymerisation mit Dicyclopentadien oder 1,5 Cyclooctadien. |0
Zu erfindungsgemäß geeigneten Thiurammono-.
-di- und -tetrasulfiden und Metalldialkyldithiocarbamaten
gehören beispielsweise niedere Alkyl-, monocyclische
Arylniederalkyl-, Aryl und cyclische Alkylenihiuramsulfide
und-dithiocarbamate wie: ,<
Tetramethylthiuramsulfid.
Tetramethylthiurammonosulfid,
Tetraäthylthiuramdisulfid.
Tetrabutyithiurammonosulfid.
Dipentamethylenthiuramtetrasulfid.
Cyclohexamethylenthiuramdisulfid,
Diisopropylthiuramdisulfid,
Phenyläthylthiuramdisulfid,
Zink-dibutyl-dithiocarbamat.
Zink-pentamethylen-dithiocarbamat, Wismuth-dimethyldithiocarbamat,
Nickel-dibutyl-dithiocarbamat,
Kupfer-dimethyl-dithiocarbamat,
Selen-diäthyl-dithiocarbamat,
Blei-dimethyl-dithiocarbamat, Selen-dimethyl-dithiocarbamat.
Tell-dimethyl-dithiocarbamat,
Teü-diäthyl-dithiocarbamat.
Cadmium-diäthyl-dithiocarbamat,
Zink-dibenzyl-dithiocarbamat, Zink-diäthyl-dithiocarbamat.
Das Schwefelvulkanisationssystem enthält stets Schwefel und Zinkoxyd und häufig einen Sekundärbeschleuniger,
z. B. ein Thiazol. Die verwendete Schwefelmenge hängt von den jeweils gewünschten
Vulkanisationseigenschaften ab. Im allgemeinen wird durch Erhöhung der Schwefelkonzentration die
Scorchbeständigkeit vermindert und der Härtungsgrad erhöht. Der brauchbare Bereich für Schwefel
beträgt im allgemeinen etwa 0,5 bis 3,0 Teile/100 Teile Kautschuk, kann aber für manche Zwecke einen so
hohen Wert wie 5 oder mehr Teile haben.
Zinkoxyd (oder Zinkseifen, z. B. Zinkstearat) wird stets in dem Schwefelvulkanisationssystem verwendet,
das die erfindungsgemäßen Beschleuniger enthält. Die Konzentration an Zinkoxyd ist nicht kritisch,
vorausgesetzt, daß wenigstens 1,0 Teil/100 Teile Kautschuk
verwendet werden. Im allgemeinen erweist sich die Verwendung von etwa 3 bis 5 Teilen Zinkoxyd als
gut wirksam.
Mercaptobenzthiazol (MBT) wird gewöhnlich als Sekundärbeschleuniger bei der Vulkanisation von
EPDM und Butylkautschuk verwendet. Die Erhöhung der Konzentration an Merc^ptobenzthiazol führt zu &>
einer Verminderung der Scorchbeständigkeit. Im allgemeinen liegen wirksame Mengen an MBT im Bereich
von etwa 0,5 bis 2,0 Teilen/100 Teile Kautschuk. Benzthiazyldisulfid (MBTS) ist ein weiterer üblicher
Sekundärbeschleuniger, der in gleicher Konzentration 6«; angewandt werden kann.
Die vulkanisierbaren Massen nach dieser Erfindung können nach bekannten Verfahren, z. B. mit Wasser-268
£ ■?
dampf im offenen Betrieb, durch Druckhärten mit flüssigen Härtungsmedien (»LC'M«) u. dgl., unter den
üblichen Bedingungen, die für diese Elastomeren angewandt werden, vulkanisiert werden. Die Konzentration
des bis(Morpholinothiocarbonyl)-s,ulfid3 schwankt in Abhängigkeit von dem jeweils gewünschten
Bereich der Eigenschaften des Vulkanisats oder auch von dem jeweils in Verbindung damit verwendeten
Thiuramsulfid oder Metaüalkyldithiocarbamal. Bei Verwendung von Tetramethylthiuramdisulfid und
bisiMorpholinothiocarbonyltdisuIfid als Beschleunigerkombination
führen mehr als etwa 0,75 Teile Tetramethylthiuramdisulfid mit 1,5 Teilen bis(Morpholinothiocarbonyl)-disulfid
zu verstärktem Ausblühen. Falls 2,0 Teile des bis(Morpholinothiocarbonyl)-disulfids
oder mehr mit 0,75 Teilen Tetramethylthiuramdisulfid angewandt werden, wird die Härtungsgeschwindigkeit
verzögert, und es wird ein weniger vorteilhafter Härtungsgrad erreicht. Weniger als 1,5 Teile führen gewöhnlich zu verstärkter Ausblühung.
Es ist also ersichtlich, daß die Konzentration jeder Komponente des erfindungsgemäßen Beschleunigersystems
in Abhängigkeil von den obenerwähnten Faktoren und auch von dem jeweiligem Anwendungsgebiet,
für das das Vulkanisat verwendet werden soll, z. B. für Reifen. Draht- und Kabelumhüllungen.
Schläuche, Riemen, andere mechanische Güter. Produkte mit Zellstruktur u. dgl., schwankt. Ein allgemein
wirksamer Konzentrationsbereich für jede Komponente beträgt etwa 0.1 bis 5,0 Teile. 100 Teile Kautschuk.
Andere üblicherweise verwendeten Kompoundierbcstandteile,
z. B. Ruß, mineralische Füllstoffe, Tone, Verarbeitungsöle. Seifen, Wachse u. dgl., können der
Masse nach Bedarf zur Erzielung bestimmter Eigenschaften zugesetzt werden. Die Massen können auf
üblichen Kautschuk- oder Kunststoffverarbeitungseinrichtungen gemischt, geformt, extrudiert oder in
jeder der vielen dem Kautschukfachmann bekannten Weisen verarbeitet werden.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung ohne sie zu beschränken. Teile beziehen sich auf das
Gewicht.
Vier EPDM Kautschukmassen wurden wie folgt hergestellt:
Grundmasse
Kohlenwasserstoffkautschuk aus
100 Gew.-Teilen EPDM und
100 Gew.-Teilen EPDM und
50 Gew.-Teilen Naphthcnöl 150
SAF Ruß 60
ISAF-H Ruß 20
Zinkoxyd 5
Stearinsäure 1
Schwefel 2
Mercaptobenzthiazol 1,5
Verbindung
A B C D
Beschleuniger
Bis(morpholinothiocarbonyl)-disulfid
Bis(morpholinothiocarbonyl)-disulfid
1,5 1,5
| Fortsetzung | Verbindung | B | C | IJ |
| A | ||||
| 0,75 | 0,7 | |||
| Beschleuniger | 0.75 | |||
| Tetramethyl- | — | __. | ||
| thiuramdisulfid | 0.75 | |||
| Dipentamethylen- | ||||
| thiuramdisulfid | ||||
| Anvulkanisations- | 17.3 | 61 | 29 | |
| dauer bei 121 C | 13.7 | |||
| Anstieg auf | ||||
| 5 Punkte in | ||||
| Minuten, T5 | ||||
| 300% Modulus. | ||||
| kg cm2, bei 160 C | 38.3 | 15,5 | 44,6 | |
| gehärtet | 48.5 | 42,2 | 20,0 | 50,6 |
| nach 15 Minuten | 52.7 | 63.3 | 48,5 | 75,2 |
| nach 20 Minuten | 79,8 | mittel | sehr | sehr |
| nach 60 Minuten | mittel | gut | gut | |
| Beständigkeit | gut | |||
| gegen Ausblühen | ||||
Die Werte zeigen, daß EPDM bei Härtung mit üblichen Beschleunigern (A und B) eine sehr starke
Anvulkanisation zeigt. Die Verbindung B führt zu größerer Sicherheit bei der Verarbeitung, hat jedoch
einen geringeren Härtungsgrad und stärkere Ausblühungen zur Folge. 8is(Morpholinothiocarbonyl)-dbulfid
härtet zu langsam, als daß es irgendeinen praktischen Nutzen hätte (Verbindung C) und führt
zu einem sehr niedrigen Häriungsgrad. Die Kombination aus bis(Morpholinothiocarbonyl)-disulfid und
Tctramethylthiuramdisulfid (Verbindung D) verdoppelt
die Verarbeitungssicherheit eines üblichen Härtungssystems (A) und führt zu einem guten Härtungsgrad und geringen Ausblühungen.
EPDM Kautschukmassen wurden wie folgt hergestellt. Die Bestandteile sind in Gewichtsteilen angegeben.
Grundmassc
Masse aus 100 Gew.-Teilen EPDM
und 50 Gew.-Teilcn Naphthenöl 150
SAF Ruß 60
iSAF-H Ruß 20
Zinkoxyd 5
Stearinsäure 1
Schwefel 2
Mercaplobenzthiazol 1,5
Tetramethylthiuramdisulnd 0.75
| Verbindung | B | C | D | |
| A | ||||
| Beschleuniger | — | |||
| Dipentamethvlenthiuramtetra- | 0.75 | |||
| sulfid | 1.5 | |||
| Diisopropylthiuramdisulfid | 1.5 | |||
| Phen\ läth ylthiuramsulfid | 1,5 | |||
| Bis(2,6-dimethylmorpholino- | 1.5 | |||
| thiocarbonylsulfid | ||||
| Anvulkanisationsdaucr bei | ||||
| 121 C | 14,2 | 15 | 15,9 | |
| Anstieg um 5 Punkte | 11.7 | |||
| in Minuten. T5 | ||||
| 300% Modulus, kg/cm2 | ||||
| bei 160 C gehärtet | 47,1 | 52,7 | ||
| nach 15 Minuten | 45.7 | 66,1 | 73,8 | 73,8 |
| nach 20 Minuten | 62.6 | 73,8 | 82,6 | 80.9 |
| nach 60 Minuten | 84.4 | sehr schlecht | mittelgut | schlecht mittel |
| Beständigkeit gegen Ausblühen | mittelgut | |||
Die Werte zeigen, daß keines von den unterschiedlichen
Thiuramsulfiden in Kombination mit Tetramethylthiuramdisuifid
ein gutes Härtungssystem für EPDM ergibt, da bei allen das Scorching zu hoch ist
und die Verbindungen übermäßig ausblühen.
Die Grundmasse für diese Masse wurde in gleicht; Weise wie in Beispiel I hergestellt. Der Grundmassc
wurden wie angegeben Beschleunigersystcme zugesetzt, die bis(Morpholinothioearbonyl)-disulfid in
Kombination mit anderen üblichen Thiuramsulfiden enthielten. Die in den Versuchen verwendeten Beschleuniger
werden wie folgt bezeichnet:
A—Tetramethylthiurammonosulfid,
B—Tetramethylthiuramdisülfid,
C—Tetraäthylthiuramdisulfid,
C—Tetraäthylthiuramdisulfid,
D—Tetrabutylthiuramdisulfid,
Π — Dipentamethylenthiuramtetrasulfid,
F — Zink-dimethyldithiocarbamat,
G Zink-dibut.yldithiocarbamat,
H -Zink-dibenzyldithiocarbamat,
H -Zink-dibenzyldithiocarbamat,
1 -- Diphenyldimethylthiuramdisulfid,
J —- Eisen-Dibenzyldithiocarbamat,
K — Bisdnorpholinothiocarbonyljdisulfid.
^ 8
| Beschleuniger | 0,75 | 0.75 | 0,75 | -- | 0,75 | — | — | — | —. | ||
| A | _ | — | — | _.. | _. | — | |||||
| B | —. | 0,75 | — | _. | — | ||||||
| C | — | — | 0,75 | — | — | ||||||
| D | — | 0.75 | — | — | |||||||
| E | — | — | |||||||||
| F | — | — | — | 0,75 | — | -— | |||||
| G | -- | — | 0,75 | — | |||||||
| H | -■ | 1.5 | 1,5 | 0.75 | — | ||||||
| I | 1,5 | 1.5 | 1.5 | — | — | _._ | 0.75 | ||||
| J | 1.5 | 1,5 | 1.5 | 1.5 | 1.5 | 1.5 | |||||
| K | 32.0 | 14.5*) | |||||||||
| Anvulkanisations- | 29.0 | 32.0 | 23.5*) | ||||||||
| dauer bei 121 C | 28.5 | 63.0*) | 38,0*) | 32.0*) | 53.5*) | 33,5*) | |||||
| Anstieg um | |||||||||||
| 5 Punkte in | |||||||||||
| Minuten. T5 | 39.0 | 34,5 | |||||||||
| 300% Modulus bei | 44,6 | 48,9 | 32,7 | 38,0 | 36.6 | ||||||
| 160 C gehärtet | 42.5 | 50.6 | 70.3 | 47,1 | 40,4 | 17,2 | 65,0 | 25.3 | 28.1 | 26,4 | 26.4 |
| nach 1 S Minuten | 57.3 | 75.2 | sehr | 70.3 | 66.8 | 22.5 | sehr | 32.7 | 35.9 | 33.0 | 32.7 |
| nach 20 Minuten | 74.5 | sehr | gut | sehr | ausge | 56.2 | gut | 57.3 | 64,7 | 61.9 | 63,3 |
| nach 60 Minuten | sehr | gut | gut | zeich | sehr | ausge | ausge | ausge | ausge | ||
| Beständigkeit gegen | gut | net | gut | zeich | zeich | zeich | zeich | ||||
| Ausblühen | net | net | net | net | |||||||
*l Diese Massen wurden erneut gewalzt: Modulus und Seorchwerte sind deswegen schlechter: vgl. Verbindung B und E als Basis für
Vergleiche.
Beispiel 3 erläutert die wirksame Kombination Scorchzeit von 14,5 Minuten zwar kurzer als die
von bis(Morpholinothiocarbonyl)-disulfid mit ver- anderen Zeiten in der Reihe, jedoch beträchtlich
schiedenen Thiuramen und Dithiocarbaminsäuresal- 40 länger als die Scorchzeit der gleichen Verbindung
zen verschiedener Metalle. Die guten Vulkanisat- wenn das bis(Morpholinothiocarbonyl)-disulfid durcr
eigenschaften, Verarbeitungssicherheit und ausgezeich- eine anderes Thiuram, z. B. Tetramethylthiuramdisul·
nete Beständigkeit gegen Ausblühen sind ofTensicht- fid. ersetzt wird,
lieh. Im Fall des Zinkdimethyldithiocarbamats ist die
lieh. Im Fall des Zinkdimethyldithiocarbamats ist die
Beispiel 4
Es wurde folgende Grundmasse hergestellt:
Es wurde folgende Grundmasse hergestellt:
Butyl-Kautschuk 100
FEF Ruß 60
Naphthenöl 40
Zinkoxyd 5
Stearinsäure 1
Schwefel 1.5
Mercaptobenzthiazol 0.5
Gemisch aus 33% N-Methyl-N.
4-dinitrosoanilin und 67%
inertem Material 0,5
ABCD E F G
Tetramethylthiuramdisulfid 1.0 1,0 1.0 1.0 1.0 — —
Dipentamethylenthiuram- 1-0 2.0 — 2.0 —
tetrasulfid
Fortsetzung
ι / t>y
10
C D
Komponente
Bis(morpholinothiocarbonyl)-disulfid
Anvulkanisationszeit bei 132 C
2,0
2,0
| Anstieg um 5 Punkte in Minuten. T5 |
17,9 | 16,7 | 23,6 | 17,6 | 33,6 | 13,9 | 64,0 |
| 300% Modulus kg,cm2 bei 160 C gehärtet |
|||||||
| nach 12,5 Minuten | 27.1 | 31.3 | 32,3 | 34,1 | 27.1 | 24,3 | |
| nach 25 Minuten | 35.2 | 38,7 | 41,5 | 43,6 | 39.7 | 36,2 | |
| nach 50 Minuten | 38.3 | 43.2 | 47.5 | 48.9 | 39,7 | 39,4 | 23.2 |
| nach 75 Minuten | 38.3 | 42.9 | 43.9 | 46.4 | 40,4 | 40,8 | 26,7 |
| Beständigkeit gegen Ausblühen | mittel gut |
mittel | gut | ausge zeichnet |
sehr gut ausge zeichnet |
ausge zeichnet |
ausge zeichnet (nichts) |
Dieses Beispiel zeigt, welche Wirkung erzielt wird,
wenn man entweder die eine oder die andere Komponente des erfindungsgemäßen Beschleunigers getrennt
verwendet. Es zeigt ferner die Wirkung der Verwendung eines Zweikomponentenbeschleunigers, der bis-(Morpholinothiocarbonyl)-disulfid
nicht als eine seiner Komponenten enthält.
Claims (1)
- Palentanspruch:Wärmevulkanisierbare Masse.bestehend aus (Ala) einem Äthylen-Propylen-Dien-Terpolymerisat oderb) Butylkautschuk,oder Mischungen von a) und b) mit anderen schwefelvulkanisierbaren Kautschuken, (B)Schwefel, Zinkoxid und üblichen weiteren Zusätzen, dadurch gekennzeichnet, daß die Masse zur Vulkanisationsbeschleunigung
a) 0,1 bis 5 Gewichtsteile, bezogen auf 100 Gewichtsteile A, eines bisfMorphoIinothiocarbonyDsulfids der allgemeinen Formel
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US63446167A | 1967-04-28 | 1967-04-28 | |
| US63446167 | 1967-04-28 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1769268A1 DE1769268A1 (de) | 1971-10-28 |
| DE1769268B2 true DE1769268B2 (de) | 1976-09-16 |
| DE1769268C3 DE1769268C3 (de) | 1977-04-28 |
Family
ID=
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BR6898521D0 (pt) | 1973-01-16 |
| DE1769268A1 (de) | 1971-10-28 |
| NL151415B (nl) | 1976-11-15 |
| FR1593502A (de) | 1970-06-01 |
| NL6804746A (de) | 1968-10-29 |
| AT290113B (de) | 1971-05-25 |
| GB1204249A (en) | 1970-09-03 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1130163B (de) | Verfahren zum Vernetzen von amorphem Polypropylen oder amorphen Mischpolymeren aus AEthylen und Propylen | |
| DE2051242C3 (de) | Kautschukgemisch und deren Verwendung | |
| EP0530590A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Dienkautschuk-Vulkanisaten | |
| DE1298706B (de) | Verfahren zum Vulkanisieren von verstaerkende Fuellstoffe enthaltenden synthetischen Kautschuken | |
| DE2147973A1 (de) | Gleichförmig dispergierbare, un löslichen Schwefel enthaltende Vulkanisa tionsmischungen | |
| DE2053209A1 (de) | Vulkanisierbare Acrylelastomermasse | |
| DE69021512T2 (de) | Beschleuniger-Zusammensetzung und diese enthaltende Kautschukmischung. | |
| DE1929742C3 (de) | Halogenhaltige polymere elastomere Massen | |
| DE1570090A1 (de) | Verfahren zur verbesserten S-Vulkanisation von AEthylen-Propylen-Terpolymere enthaltenden Elastomerengemischen | |
| DE69111357T2 (de) | Kautschukzusammensetzung. | |
| DE1228406B (de) | Verfahren zum Vulkanisieren von natuerlichen oder synthetischen Kautschuken | |
| DE1769268C3 (de) | Wärmevulkanisierbare Masse | |
| DE898675C (de) | Verfahren zum Vulkanisieren von Kautschuk | |
| DE2110844C3 (de) | Verfahren zur Inhibierung der vorzeitigen Vulkanisation von mit Schwefel vulkanisierbaren Kautschukmassen | |
| DE1769268B2 (de) | Waermevulkanisierbare masse | |
| DE1469810B2 (de) | Thermoplastische massen | |
| DE1963049C3 (de) | Wärmefeste vulkanisierbare elastomere Polymerisatformmassen | |
| DE1720136B2 (de) | Vulkanisationsbeschleuniger-mischung zur vulkanisation von aethylen-propylen- dien-terpolymerisaten | |
| DE2038210A1 (de) | AEthylen-Propylen-Dien-Elastomere | |
| DE2224941C3 (de) | Verwendung von Peroxide und Schwefel enthaltenden Elastomer-Verschnitten für die Herstellung von Seitenwänden von Luftreifen mit radialer Karkasse | |
| DE2206648A1 (de) | Zubereitung von Vulkanisationsbeschleunigern | |
| DE1270808B (de) | Verfahren zur Herstellung eines Vulkanisats | |
| DE1254343B (de) | Verfahren zum Weichmachen von vulkanisierbarem, mit Schwefel modifiziertem Polychloropren | |
| DE69812731T2 (de) | Kautschukzusammensetzung | |
| DE4207028A1 (de) | Nicht-nitrosamintoxisches gummimaterial mit gegenueber konventionellem (nitrosamintoxischem) gummimaterial verbesserter hitzealterungsbestaendigkeit |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| OI | Miscellaneous see part 1 | ||
| EHJ | Ceased/non-payment of the annual fee |