DE1768626A1 - Verfahren zur Blasendispersion - Google Patents
Verfahren zur BlasendispersionInfo
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Description
Patentanwalt München, den 7. Juni 1968
Dr.-Ing. W.Reichel
6 Frankfurt/Main 1
Parkstraße 13 Eigenes Zeichen: 5576 Fs/Ja
Fitto Eagaku Kogyo Eabushiki Eaisha - auch bekannt als
Nitto Chemical Industry Co., Ltd. 4—1, 1-Chome, Marunouchi, Chiyoda-Eu, Tokyo-To, Japan
Nitto Chemical Industry Co., Ltd. 4—1, 1-Chome, Marunouchi, Chiyoda-Eu, Tokyo-To, Japan
Verfahren zur Blasendispersion
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Blasendispersion für ein eine Strahlpumpe verwendendes System, bei dem ein
zusammen mit einer Flüssigkeit angesaugtes Gas in eine Lösungsflüssigkeit zur Dispersion der G-asblasen eingespritzt
wird, und insbesondere ein Verfahren zur Herstellung von
Formamiden unter Verwendung der Blasendispersion.
Formamiden unter Verwendung der Blasendispersion.
Die Notwendigkeit der Lösung und Blasendispersion von gasförmigen
Substanzen in einer Flüssigkeit ist für viele Anwendungsbereiche bekannt, wenn eine gasförmige Substanz
mit einer flüssigen Substanz eine chemische Reaktion aus- ■
mit einer flüssigen Substanz eine chemische Reaktion aus- ■
— 1 —
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führen soll. Für diesen Zweck sind viele Verfahren z.B. unter
, Verwendung von Steigrohren, horizontal angeordneten perforierten Platten oder perforierten Hohren bekannt. Da diese Verfahren
einen Übergang in großen Mengen ermöglichen, ohne ein mechanisches Durchrühren erforderlich zu machen, sind sie besonders
vorteilhaft für eine Verchlorung geeignet.
Wegen der verhältnismäßig großen Blasen, die bei herkömmlichen Verfahren auftreten, ist deren Anwendung auf einen verhältnismäßig
kleinen Bereich derartiger gasförmiger Substanzen, die in der Lösungsflüssigkeit leicht in Lösung gehen,
oder auf solche Fälle begrenzt, bei denen die erforderliche zu dispergierende Gasmenge nicht groß ist. Diese genannten
herkömmlichen Verfahren konnten bei Anwendungsfällen, die eine sehr große Kontaktfläche zwischen einem Gas und einer
Lösungsflüssigkeit erfordern oder bei denen große Mengen
der gasförmigen Substanz in der Lösungsflüssigkeit in Lösung
gehen sollen, nicht verwendet werden.
Es wurde auch schon ein Verfahren unter Verwendung einer porösen Zwischenwand vorgeschlagen, mit der eine verbesserte
Dispersion erhältlich ist. Wenn jedoch eine derartige poröse Zwischenwand für die Dispersion irgendwelcher gasförmiger
Substanzen verwendet wird, ist der durch die Zwischenwand in der Strömung verursachte Druckabfall nicht
mehr vernachlässigbar. Wenn diese Dispersion bei unter Druck ausgeführten Reaktionen verwendet wird, treten Schwierig-
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keiten wegen der geringen Druckbeständigkeit der Zwischenwand
auf. Außerdem ist die Durchlässigkeit für das durch eine Flächeneinheit der Zwischenwand hindurchtretende Gas
■bemerkenswert niedrig, wodurch die Wirtschaftlichkeit des
Verfahrens erheblich beeinträchtigt wird. Bei diesem Verfahren treten auch Schwierigkeiten dadurch auf, daß feste
Teilchen in die Öffnungen in der Zwischenwand eindringen und diese verstopfen.
Bei einem weiteren mechanischen Verfahren wird die Verwendung von sich drehenden Propellern oder Schaufelrädern vorgeschlagen.
Dieses Verfahren findet in verschiedenen Bereichen Anwendung und wurde auch derart abgewandelt, daß
es in Kombination mit den vorgenannten Verfahren unter Verwendung eines Steigrohres oder dgl. verwertbar ist. Dieses
mechanische Verfahren ist jedoch verhältnismäßig teuer und bereitet Schwierigkeiten, wenn es für eine große Anlage
mit verhältnismäßig hohem Druck Verwendung findet.
Es wurde auch bereits die Verwendung einer Strahlpumpe für
eine Blasendispersion in Betracht gezogen, welche derart arbeitet, daß ein Gasstrahl (oder Flüssigkeitsstrahl) aus
einer Düse in den Zentralteil einer Venturi-Düse eingespritzt wird, wobei das um den Strahl herum erzeugte Vakuum
dazu benutzt wird, die Lösungsflüssigkeit anzusaugen und diese zusammen mit dem Gasstrahl (oder Flüssigkeits-
- 3 20,9819/1 IU BADORIGINAL
strahl) ausströmen zu lassen. Im Hinblick auf den Aufbau und die Wirkungsweise dient die Strahlpumpe in erster Linie für
den Transport von Flüssigkeiten; jedoch kann sie auch dazu verwendet werden, um Flüssigkeits- oder Gaskomponenten in
einen Reaktor einzuführen (Japanisches Patent 306 134). Obwohl eine Strahlpumpe für den Transport von Flüssigkeiten
vorteilhafte Eigenschaften besitzt, ist sie im Hinblick auf die Zerkleinerung von Blasen weniger vorteilhaft, insbesondere,
wenn fesie unlösliche Teilchen in der Flüssigkeit enthalten
sind oder in dieser entstehen. Diese feinen Teilchen können sich im Strömungsweg der zirkulierenden Flüssigkeit
ablagern, wodurch die zirkulierende Flüssigkeitsmenge verringert wird und mit der Zeit die Kontaktoberflächen zwischen
den gasförmigen und flüssigen Substanzen schlechter werden. Auch wird der Wärmeübergang verschlechtert, wenn eine Erwäraung
oder Abkühlung der Flüssigkeit im Umlaufsystem erforderlich ist, so daß die Erreichung des angestrebten Ziels
Schwierigkeiten bereitet.
Das Verfahren zur Herstellung von Formamid durch Karbonylisieren einer karbonylisierbaren Stickstoffverbindung, wie
z.B. Ammoniak oder ein primäres oder sekundäres Amin mit Kohlenmonoxyd unter Verwendung eines Katalysators, wie z.B.
eines Alkoholat mit einem Alkalimetall, ist allgemein bekannt. Bei diesem Verfahren wird auf Grund des besonderen
Reaktionsverhaltens eine Gas-Flüssigkeitsreaktion verwendet,
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die einen exothermen Vorgang darstellt und deshalb nicht immer zu befriedigenden Ergebnissen führt. Das oben genannte japanische Patent stellt eine Verbesserung des
herkömmlichen Verfahrens zur Herstellung von Formamiden
dar und zwar auf Grund der Verwendung einer Strahlpumpe.
Die Pumpe wird derart verwendet, daß ein Teil der Formamid-Reaktionsflüssigkeit
abgekühlt und dann wiederum in den Reaktor eingeführt wird. Damit ließ sich eine teilweise
Beherrschung des Temperaturverhaltens erzielen; jedoch ist bei einer Gas-Flüssigkeitsreaktion dieser Art noch
keine zufriedenstellende Blasendispersion zu erzielen, die bei der Ausführung des Verfahrens eine wichtige Funktion
darstellt. Ferner treten bei dem Verfahren, wenn die Reaktionsflüssigkeit
zirkuliert, während der Karbonylisierung feine Teilchen auf, die in dem Reaktionsbereich suspendiert
sind und sich daher im Strömungskanal der Reaktionsflüssigkeit ansammeln und niederschlagen. Dadurch tritt mit der
Zeit eine Verringerung der Zirkulationsmenge auf, wodurch seinerseits die Dispersion und die Kontaktbereiche zwischen
Gas und Flüssigkeit abnehmen, so daß bei einer Kühlung der Reaktionsflüssigkeit im Zirkulationssystem kein ausreichender
Wärmeaustausch mehr gewährleistet ist und das erwünschte
Ziel nicht mehr in vollem Umfang erreicht wird.
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In dem oben erwähnten System, das auf einer Karbonylisierung
beruht, stellt die Blasendispersion einen wichtigen Teil des Vorgangs dar. Auf Grund der bisherigen Kenntnisse ist eine
Strahlpumpe Einrichtungen zur Blasendispersion vorzuziehen. Dies gilt auch vom Standpunkt der Überwachung der Reaktionstemperatur aus, da bei einem solchen System ein Teil der
Reaktionsflüssigkeit vorzugsweise zur Aufrechterhaltung der Karbonylisierung gekühlt und wiederum in den Reaktor zurückgeführt
wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Verfahren zur Dispersion eines Gases in eine Flüssigkeit
zu schaffen, wobei die Dispersion mit besonders hohem Wirkungsgrad und großer Gleichmäßigkej* ausführbar ist und auf
verschiedene herkömmliche Dispersionsverfahren, insbesondere für die Herstellung von Formamid durch Karbonylisieren einer
karbonylisierbaren Stickstoffverbindung nifc Kohlenmonoxyd vorteilhaft
und mit besonders hohem Wirkungsgrad anwendbar ist.
Ausgehend von dem eingangs erwähnten Verfahren wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß der anzusaugende
Anteil der Flüssigkeit dem Ansaugteil der Strahlpumpe in einer größeren Menge zugeführt wird als dem auf
Grund der Saugkraft des Gasstrahls entsprechenden Anteil entspricht.
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Bei einem nach den Merkmalen der Erfindung durchgeführten Verfahren tritt eine sehr gleichförmige Dispersion winziger Blasen der gasförmigen Substanz in der Lösungsflüssigkeit
auf, wodurch die Möglichkeit einer sehr feinen Dispersion für die Verwendung in den verschiedensten industriellen Anwendungsbereichen gegegeben ist.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung wird bei der Herstellung
von Formamiden durch Karbonylisieren einer karbonylisierbaren Stickstoffverbindung mit Kohlenmonoxyd bei einem
System, das die Hezirkulation der Reaktionsflüssigkeit nach
einer Kühlung außerhalb des Reaktors vorsieht, die Rezirkulation und Wiedereinführung der gekühlten Reaktionsflüssigkeit
in den Reaktor von dem die Pumpe antreibenden Gas ausgeführt,
das aus dem frischen Kohlenmonoxyd und/oder dem aus dem Reaktor wiedergewonnenen Kohlenmonoxyd besteht. Dadurch wird das
treibende Gas zusammen mit der in den Reaktor eingesaugten gekühlten Reaktionsflüssigkeit eingespritzt, wobei die gekühlte
Reaktionsflüssigkeit mit einem viel größeren Mengenanteil als der von der Saugkraft der Strahlpumpe angesaugten
/die
Menge entspricht, in die Saugöffnung der Strahlpumpe eingeführt
wird.
Eine beispielsweise Ausfuhrungsform der Erfindung ist in
der Zeichnung dargestellt; es zeigen:
Fig.1 eine schematische Darstellung der Anlage zur Ausführung der Erfindung;
Fig.2 eine graphische Beschreibung der durch die Erfindung
erzielbaren Wirkungen;
Fig.3 eine schematische Ansicht des grundsätzlichen Aufbaus der Strahlpumpe gemäß der Erfindung;
Fig.4 eine schematische Ansicht eines für die Ausführung
der Erfindung geeigneten Gerätes.
Zum Zwecke der Darstellung der Wirksamkeit der in der Flüssigkeit dispergierten Blasen wird ein Maß eingeführt, das die
gesamte Kontaktoberfläche der Blasen in einer Volumeneinheit der Flüssigkeit beschreibt. Wenn man für den Wert die Größe a
(m /nr ) annimmt, dann ergibt sich dessen Wert aus der folgenden Gleichung, wobei die Dispersion der Blasen in der Flüssigkeit
umso besser ist, je größer der Wert a wird.
a = 6-£0s/d
wobei £, das Standverhältnis (hold-up ratio) der Blasen
d der Durchmesser der Blasen in Meter und 0 der Formfaktor der Blasen ist.
Wenn eine Strahlpumpe für die Dispersion von Blasen in einer in einem Kessel enthaltenen Flüssigkeit verwendet wird, kann
das Standverhältnis beträchtlich dadurch erhöht werden, daß das Volumen der durch die Strahlpumpe eingespritzten gasförmigen
Substanz vergrößert wird. Jedoch kann durch die bloße Ver-
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3"
größerung des Volumens der gasförmigen Substanz der Effekt der Durchmesserverkleinerung der Blasen nicht sehr wirkungsvoll
sein und außerdem variiert der Blasendurchmesser in einem großen Bereich. Das heißt,mit der Vergrößerung des
Volumens der gasförmigen Substanz kann keine wesentliche Vergrößerung der Kontaktoberfläche der Blasen bezogen auf
eine Volumeneinheit erzielt werden.
Im Gegensatz dazu wird, wenn die Menge des von der Säugöffnung
der Strahlpumpe anzusaugenden Anteils der Flüssigkeit fortschreitend zunimmt, eine starke Änderung an demjenigen
Punkt beobachtet, an welchem die Geschwindigkeit der angesaugten Flüssigkeit diejenige Geschwindigkeit über-*
steigt, die sich auf Grund der von der Strahlpumpe erzeugten
Ansaugkraft ergibt. Oberhalb dieses Punktes verkleinert sich der Blasendurchmesser plötzlich und es entstehen ferner Blasen mit einem einheitlichen Durchmesser. Selbst bei
einem konstanten von der Strahlpumpe eingespritzten Volumen der gasförmigen Substanz steigt das Standverhältnis
(holld-up ratio) der gasförmigen Substanz beträchtlich an,
d.h. auf Grund der vorgenannten Gleichung nimmt die Kontaktoberfläche der Blasen multiplikativ zu.
Ferner wurde bei der Strahlpumpe gemäß der Erfindung, bei
der die anzusaugende Flüssigkeit in den Ansaugteil mit ziemlicher
Kraft angesaugt wird, eine interessante Druckverteilung entlang dem diffusor der Venturi-Düse beobachtet. Wenn
eine gasförmige Substanz ausgespritzt und eine Flüssigkeit , angesaugt wird, tritt bei einer Strahlpumpe, bei der die
Ansaugkraft durch eine gasförmige Substanz erzeugt wird, eine Druckverteilung mit zunehmendem Druck vom Einlaß zum
Auslaß des Diffusorteils auf. Wenn jedoch die. anzusaugende Flüssigkeit nicht eingesaugt sondern in den Ansaugteil eingepreßt
wird, ergibt sich ein Druck entlang dem Diffusor, derart, daß notwendigerweise der Wert am Einlaß nicht kleiner
als der Wert am Auslaß ist. Da die primäre Funktion einer Strahlpumpe üblicherweise darin besteht, die Strömungsgeschwindigkeit
der Flüssigkeit zu verringern und dadurch eine allmähliche Zunahme des statischen Druckes im Inneren
der Strahlpumpe zu bewirken, stellt die an der Strahlpumpe gemäß der Erfindung beobachtete Tatsache einen überraschenden
Effekt dar; dabei wird für das vorteilhafte Merkmal einer erhöhten Blasendispersion angenommen, daß sie teilweise von
der gleichmäßigen Verteilung des Druckes abhängt. Es ist jedoch nicht sicher, daß diese theoretische Vermutung die tatsächliche
Ursache der durch die Erfindung gegebenen Wirkung ist.
Auf Grund der Erfindung können überschüssige Flüssigkeitsmengen in der Größenordnung von 10%, 20% oder vorzugsweise
50% bis zu 100% bei speziellen Anwendungsfällen gegenüber
der herkömmlicherweise durch die Saugkraft angesaugten Flüssigkeit
zwangsläufig mit Hilfe einer herkömmlichen Strahlpumpe zugeführt werden.
Mit Hilfe dieses einfachen Verfahrens kann die Kontaktoberfläche
zwischen den Blasen und der Flüssigkeit bezogen auf eine Volumeneinheit erheblich vergrößert werden, wodurch
auch die von dem Kontakt der gasförmigen Substanz und der Flüssigkeit abhängigen Wirkungen bedeutend begünstigt werden.
Auf Grund dieser Tatsachen ergibt sich unausbleiblich die Verwendung der Erfindung in verschiedensten industriellen
Bereichen, z.B. für Oxydationsverfahren, die Karbonylisierung bei der Herstellung von Dimethylformamid aus Kohlenmonoxyd
und Dirnethylamin oder Methylformiat,aus Kohlenmonoxyd
und Methanol für die Hydrierung von Fett und andere chemische Reaktionen, bei denen Gas-Flüssigkeitsdispersionen,
Gas-Flüssigkeitsfestkörperdispersionen insbesondere bei Gas-Flüssigkeitsdispersionen
mit großem Massenübergangswiderstand Anwendung finden. Die Erfindung kann außerdem nicht nur für
solche Fälle Anwendung finden, bei denen die Absorption eines Gases verbessert werden soll, sondern auch für Fälle, bei denen
das Abtrennen einer Substanz mit niedrigem Siedepunkt aus einer Flüssigkeit unterstützt werden soll. Außerdem kann das
erfindungsgemäße Verfahren extrem kleine Blasen erzeugen und
damit für Anwendungsbereiche nützlich sein, bei denen es lediglich
auf die Blasenbildung selbst ankommt. Schließlich ist die Erfindung auch in vorteilhafter Weise für die Vermischung
flüssiger Teile sowie flüssiger und fester Teile verwendbar.
In federn dieser Anwendungsfälle führt die Strahlpumpe die angesaugte Flüssigkeit zusammen mit der gasförmigen Substanz
in die Lösungsflüssigkeit, wobei für diesen Fall die ange-
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saugte Flüssigkeit sowohl frisch als auch ein Teil der Lösungsflüssigkeit
sein kann, die nach einer vorausgehenden Dispersion abgenommen und wiederum wie bei der Dimethylformidherstellung
eingespritzt werden kann. Wie überdies aus den Beispielen hervorgeht, kann die Erfindung nicht zur Blasendispersion
sondern auch zur Vermehrung der Anzahl der in einer Lösungsflüssigkeit dispergierten Blasen dienen, wie
dies bei der Gas-Flüssigkeitsfestkörperreaktion, bei der eine Gasabsorption oder lösliche Produkte in der Flüssigkeit erhalten
werden, der Fall ist. So wird z.B. Dimethylformamid durch das Einführen von Kohlenmonoxyd und Dirnethylamin in
eine Dimethylformamid-Reaktionslösung erzeugt, oder es wird
ein Gas in einer Flüssigkeit während einer entsprechenden chemischen Reaktion gelöst.
Die Erfindung findet für den Fall Anwendung, daß ein Gas zusammen
mit einer anzusaugenden Flüssigkeit mit Hilfe einer Strahlpumpe in die Lösungsflüssigkeit gespritzt wird, wobei
der Anteil der angesaugten Flüssigkeit größer als der von der Saugkraft der Strahlpumpe angesaugten Flüssigkeitsmenge ist.
Dabei wird eine extrem kleine und einheitliche Blasendispersion gegenüber der Wirkung erzielt, die auftritt, wenn die
Flüssigkeit nur von der Saugkraft des von der Strahlpumpe ausgespritzten Gases angesaugt wird. Der neuartige Effekt
bewirkt, daß für das angegebene Beispiel die Verkleinerung der Blasen aus Kohlenmonoxyd bei der zwangweisen Einführung
der unterkühlten zirkulierenden Lösungsflüssigkeit in den
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Ansaugteil der Strahlpumpe auffallend begünstigt wird, und
daß die Vergrößerung der Kontaktoberfläche pro Volumeneinheit des Reaktors, wodurch der Massenübergangswiderstand erheblich verringert wird, die Gesamtreaktionsgeschwindigkeit
verbessert.
Als Beispiel sei eine konkrete Beschreibung der Reaktion für
die synthetische Herstellung von Dimethylformamid unter Druck
und unter Verwendung eines Katalysators aus einem Alkoholat
mit einem Alkalimetall aus Kohlenmonoxyd und Dirnethylamin gegeben.
Die hierbei auftretende Reaktion wird im allgemeinen
bei Temperaturen zwischen Raumtemperatur und 160 C und bei Drücken zwischen 28 bis 200 kg/cm ausgeführt. Dies ist in
dem britischen Patent 690 131, der japanischen Patentanmeldung
8415/1954, dem US Patent 2 866 822, der japanischen Patentanmeldung 5627/1960 und dem deutschen Patent 1 146
beschrieben. Bei dem in der vorliegenden Beschreibung gegebenen Ausführungsbeispiel liegt die Reaktionstemperatur zwischen
der Raumtemperatur und iOO°C, wobei bei der Verwendung
von einem Alkoholat mit einem Alkalimetall als Katalysator die Reaktionstemperatur im allgemeinen niedriger als tei anderen
Katalysatoren ist. Dies liegt darin begründet, daß, wenn die Temperatur unnötigerweise hoch wird, die Ablagerungsgeschwindigkeit
des als Katalysator benutzten Alkoholat zunimmt, wodurch die Wirksamkeit des Katalysators verringert und die
Gesamtproduktionsgeschwindigkeit für das Dimethylformamid verringert wird. Wenn jedoch die Reaktion nach dem Verfahren ge-
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maß der Erfindung ausgeführt wird, wird die Übergangsge-•schwindigkeit
des Kohlenmonoxyds in die Reaktionsflüssigkeit bedeutend größer, so daß die Gesamtreaktionsgeschwindigkeit
für die Herstellung des Dimethylformamid ebenso zunimmt, wobei sogar bei Temperaturen über 2000C das Dimethylformamid
mit einer höheren Geschwindigkeit hergestellt werden kann als die Ablagerungsgeschwindigkeit des Alkoholat
ist. Bei einer Temperatur.von 22O0C ist es z.B. möglich,
eine quantitative Reaktion auszuführen. Wie bereits erwähnt, ist bei Reaktionen, bei denen die Temperatur auf Grund
der von der Reaktion erzeugten Wärme ansteigt, die Kapazität des Reaktors und der Verbrauch von Kühlwasser pro Einheit
stark von dem Umfang der Kühlung abhängig. Je weniger Reaktionswärme
deshalb abgeführt werden muß, d.h. eine je größere Reaktionstemperatur an der oberen Grenze zulässig ist, umso
mehr können die Anforderungen an den Kühler verringert und damit die Anlage vereinfacht und leichter ausgeführt werden.
Damit erhält man eine kleine Anlage, deren Wirtschaftlichkeit erhöht ist. Selbst wenn die Reaktion bei der herkömmlichen
Raakt ions temperatur zwischen Raumtemperatur und 160 C ausgeführt wird, liegt die Gesamtreaktionsgeschwindigkeit bei der
Herstellung von Dimethylformamid gemäß der Erfindung höher, so daß die Reaktion im Vergleich zur herkömmlichen Verfahren
sehr viel gleichförmiger abläuft. Daher steigt die Produktivität von Reaktoren mit einer bestimmten Größe bemerkenswert an,
wobei eine vorzügliche Ausbeute auf Grund der hohen erzielbaren Wirtschaftlichkeit bei dem Verfahren gemäß der Erfindung
erreichbar ist.
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Im !"alle der synthetischen Herstellung von Dimethyl formamid
aus Kohlenmonoxyd und Dimethylamin unter Yerwendung von Alkoholat
mit einem Alkalimetall als Katalysator nach einem herkömmlichen Verfahren sammeln sich hauptsächlich aus Natriumformiat
bestehende Kristalle auf Grund der Alkoholatreaktion
an, die sich ablagern und die Kontaktgabe zwischen Kohlenmonoxyd und Dimethylamin beeinträchtigen. Dadurch nimmt
die Reaktionsgeschwindigkeit in der Regel ab, so daß die Ausbeute zurückgeht« Bei der Verwendung des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird dagegen die Reaktionsgeschwindigkeit erhöht
und die Ausbeute erheblich verbessert.
Da die Blasen des Kohlenmonoxyd sehr klein werden, erfolgt
die Kontaktgabe mit dem Dimethylamin sehr rasch und wirkungsvoll.
Damit kann das Mol verhältnis von Kohlenmonoxyd und Dimethylamin
verkleinert werden.
Damit ist es selbst bei Reaktionen, für die ausgeführt wurde,
daß mit ansteigendem Druck die Reaktionsgeschwindigkeit größer wird (japanische Patentanmeldung 8415/1954-) nicht notwendig, den Druck anzuheben, wenn diese Reaktion nach dem
Verfahren gemäß der Erfindung abläuft. Außerdem wird es auch nicht notwendig, den Reaktor in der in der japanischen
Patentanmeldung 10 762/1962 beschriebenen Weise au füllen und den Gegenstromanschluß nach dem US Patent 2 866 822 zu
verwenden. Daraus ergibt sich, daß sich im Falle einer großen Anlage das Verfahren gemäß der Erfindung sehr vorteilhaft be-
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züglich der Konstruktionskosten und des Wärmegleichgewichts
ausführen läßt. Im Gegensatz dazu kann "bei dem in der oben genannten US Patentschrift angeführten Verfahren die Anlage
nicht in der für industrielle Zwecke wünschenswerte Größe ausgeführt werden, da die Menge der erzeugten Reaktionswärme
vom Reaktor entfernt werden muß.
Selbst wenn die Anlage nur unter geringer Last läuft, ist es möglich, eine Blasendispersion für das Kohlenmonoxid mit
einer feinen Verteilung in einem verhältnismäßig großen Bereich durchzuführen, so daß durch die Erfindung der Vorteil
gegeben ist, eine Anlage im großen Umfang an die gewünschte Produktivität anpassen zu können. Ein weiterer Vorteil besteht
darin, daß auf Grund der erzwungenen äußeren Zirkulation der Reaktionsflüssigkeit der Wärmeübergangskoeffizient
der äußeren Kühlanlage größer wird und die Kühlwirkung in dieser Anlage zunimmt.
Die oben erwähnte Darstellung gilt für den Fall der Erzeugung von Dimethylformamid. Es kann jedoch eine ausgezeichnete
Blas.endispersion des Kohlenmonoxyds ganz allgemein
beim Karbonylisieren einer karbonylisierbaren Stickstoffverbindung
festgestellt werden, so daß es möglich ist, ein entsprechendes Formamid, z.B. aus Ammoniak und einem niedrigen
Mono- oder Dialkylamin zu erzeugen. Als Folge eines unterschiedlichen
Reaktionsmittels ändern sich die Reaktionsbedingungen, so daß der Aufbau der Anlage von der für die Er-
- 16 - BAD ORiGfNAL
ζ 09819/rm
zeugung von Dimethylformamid geeigneten Anlage verschieden
wird; d.h. im Falle der Erzeugung von !Formamid würde eine
spezielle Zirkulationspumpe für die Reaktionsflüssigkeit
erforderlich sein, da der Druck im allgemeinen hoch ist.
Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung wird die Reaktionsflüssigkeit zwangsweise in den Ansaugteil der Strahlpumpe
eingeführt, wofür eine herkömmliche Flüssigkeitspumpe verwendet werden kann, wobei vorzugsweise in einem Bereich gearbeitet
wird, daß eine Flüssigkeitsmenge von Λ0% und mehr,
vorzugsweise 50% und mehr, als diejenige Flüssigkeit eingeführt
wird, die auf Grund der Saugkraft des Gasstrahles (Kohlenmonoxyd) angesaugt würde.
Mit der einen Ausnahme, daß die Reaktionsflüssigkeit in den
Einlaß der Strahlpumpe zwangsweise eingeführt wird, arbeitet
das Verfahren gemäß der Erfindung in einer Weise, welche nicht wesentlich von der herkömmlicher Verfahren verschieden ist
und die allgemein bekannt ist. Als Beispiel wird unter Verwendung eines geeigneten Lösungsmittels, z.B. Alkohol oder
Glykol, zusammen mit einem geeigneten Katalysator, z.B. Alkoholat mit einem Alkalimetall, das Reaktionsmittel, z.B»
Köhlenmonoxyd, in den unteren Teil eines turmförmigen Reaktors
eingeführt und der größte Teil der Reaktionsflüssigkeit am oberen Ende des Reaktors abgenommen und gesammelt.
Ein Teil dieser Reaktionsflüssigkeit wird dem Ansaugteil der
Strahlpumpe über eine Kühleinrichtung und die Zirkulations-
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pumpe zugeführt. Für diesen Fall kann Kohlenmonoxyd als treibendes
Gas der Strahlpumpe sowohl in Form von neu zugeführtem Kohlenmonoxyd als auch als am oberen Ende des Reaktors wiedergewonnenes
Kohlenmonoxyd verwendet werden, wobei das gesamte
für die Reaktion notwendige Kohlenmonoxyd in den Reaktor als treibendes Gas für die Strahlpumpe eingeführt werden kann oder,
wenn bestimmte Bedingungen bestehen, zumindest ein Teil einer von der Zirkulationsflüssigkeit verschiedenen Zugabeflüssigkeit
durch die Verwendung der Strahlpumpe eingeführt werden kann.
Gemäß Fig.1 ist die Überflußleitung 5 eines Fraktionierturmes
mit einem bis 100 mm Innendurchmesser und 1000 mm Höhe mit Wasser gefüllt. Durch die Düse der Strahlpumpe 2 wird Luft
in den unteren Teil des Fraktionierturmes eingeblasen. Das über die Überflußleitung 5 ausfließende Wasser fließt in
einen Tank 3 und wird, nachdem die in dem Wasser enthaltenen Blasen entfernt wurden, der Strahlpumpe 2 mit Hilfe einer
Flüssigkeitspumpe 4- zugeführt. Das in den Fraktion!erturm 1
eintretende Wasser begünstigt die Blasenbildung der von der Düse eingeführten Luft.
Die Düse für die Luftzufuhr besitzt einen Durchmesser von 0,4 bis 3 mm. Der Zustand der Blasendispersion im Fraktionierturm
1 wurde in Abhängigkeit von der Änderung der Strömungsgeschwindigkeit der Luft und der Wasserzirkulation ermittelt.
Um Vergleiche anstellen zu können, wurde das Experiment auch
- 18 19/1124
/9
für den Pall ausgeführt, daß das Wasser über eine normale
Leitung 6 lind nicht über die Flüssigkeitspumpe 4- in Umlauf
gebracht wurde. Die in die Strahlpumpe 2 eingespeiste Flüssigkeit hängt somit nur von der von dem Gasstrom erzeugten
Saugkraft ab.
In der Tabelle 1 sind die Ergebnisse des Experimentes zusammengestellt,
wobei die ermittelten Werte für den Zustand der Blasendispersion, des Blasenstandverhältnisses, des
mittleren Blasendurchmessers und die Kontaktoberfläche pro Tolumeneinheit angegeben werden.
- 19 -2C 98 19/11 ?h
Versuch Nr.
176862B
Düsendurch- * Q messer (mm) * '
• 0,6 ■ ' 1,5 ' 1,5
1,5
Strömungsge- . s chwindi gke it. der Luft
'700 ' 700
700
Zirkulations-* geschwindig- *
keit des Was-' sers (1/Std) *
· 0
540
Blasenstand- . verhältnis für Luft
' 0,017' 0,041 * 0,06 ' 0,06 * 0,17
Mittlerer Blasendurchmesser (mm)
15
.2 .10 .8
Kontaktoberfläche zwischen Gas und Flüssigkeit (n
.
120 .36 .45
510
Bemerkungen
•Be- *Erfin-
•zugs- 'dung
•bei- ·
•spiel *
* Be- * Nor- ' ' zugs-* male
* bei- # Zirku-·
* spiel* !ation*
Erfindung
Das Verhältnis der Zirkulationsgeschwindigkeit der Flüssigkeit
und der Blasendispersionsgeschwindigkeit für Luft ist in Fig.2 für den Fall einer Gasdüse mit 1,5 mm Durchmesser
und einer Strömungsgeschwindigkeit der Luft von 700 1/Std. dargestellt.
- 20 -
209819/1
Für das zweite Beispiel wurde an Stelle von Wasser Dimethylformamid
unu Kohlenmonoxyd an Stelle.von Luft verwendet. Dabei
ergaben sich im wesentlichen die dem Beispiel 1 entsprechenden
Ergebnisse.
Weitere Versuche wurden an Hand eines Iraktioni er türme s
mit 460 mm Durchmesser und 2300 mm Höhe vorgenommen, wobei zwei verschiedene Luftdrosseln mit 3 mni und 5 mm Durchmesser
Verwendung fanden und die Strömungsgeschwindigkeit für Luft sowie die Zirkulationsgeschwindigkeit für Wasser
geändert wurden. Die Ergebnisse sind in der Tabelle II dar-'
gestellt, die auch die Druckgradienten in der bei diesem Versuch verwendeten Düse gemäß lig. 3 wiedergeben. Der Abstand
der für die Druckmessung verwendeten Punkte P^ und P~
beträgt 140 mm* Der Abstand zwischen dem Endabschnitt 8 der kugelförmigen Saugkammer 7 bis zum Punkt P^ beträgt
5 mm und der innere Durchmesser des Düsenhalses 9 beträgt
25 mm·
- 21 -
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| Versuch Nr. | 6 | " 7 | 8 | • 9 | 10 | 11 |
| Düsendurch messer (mm) |
3 | 3 | 5 | 5 | 5 | 5 |
Strömungsgeschwindigkeit der Luft (1/Std)
17 500 * 17 500 * 39 000 # 39 000 * 39 000 * 39 000
Zirkulationsgeschwindigkeit · des Wassers (1/Std)
* 12 000 *
1 500 * 12 000 ' 3.000
Blasenstand verhältnis
0,076
0,14 0,14
0,14
0,25
0,17
Mittlerer Blasendurch messer
Druck P (kg/cm·G) P
große .gleich-Blasen förmige
von ung..Blasen
1ΩΩΟ0 große . große . gleich-. Blasen mit
Blasen Blasen förmige ungefähr von ung. von ung. Blasen . 2-10 mm
| <0 | 0 | ,1 | 0 | • | ,9 | 0 | ,19 |
| 0,17 | . 0 | ,2 | 0 | 0 | ,19 |
Bemerkungen
Bezugs- Erfin-.beispiel . dung Bezugs- Normale Erfinbeispiel
Zirku- . dung lation
Erfindung
Man kann folgende Beziehungen aufstellen, die sich in Abhängigkeit
von den Bedingungen andern können:
1) Für eine normale Zirkulation, wenn die Reaktionsflüssigkeit
nicht durch eine getrennte Pumpe zugeführt wird, ist
>1 < P2
2) Venn die Zirkulation verdoppelt wird, ist
P-P
3) Bei weiterer Vergrößerung der Zirkulation ist
P1 > P2
4) Bei einer Zirkulation Null ist
P1« P2
In die in Fig. 4 dargestellte Anlage wird vorausgehend behandeltes
Dimethylformamid als Reaktionsflüssigkeit in den
Turm 103 mit einem Innendurchmesser von 260 mm und einer
Höhe von 6000 mm eingefüllt und durch entsprechende Leitungen
105 und 106 am unteren Teil des Turmes 10,3 kg/Std. eine Methanollösung aus Natriummethylat, die 10% metaliisches
Natrium enthält,und 201 kg/Std. Dimethylamin unter
Druck eingeführt» Gleichzeitig wird über die Leitung 101 und eine Strahlpumpe 102 und die Leitung 114- 18Om^(NTP)
Kohlenmonoxyd eingespritzt, wobei der Druck im Turm auf
etwa 50 kg/cm eingestellt ist. Die Reaktion läuft sehr
schnell ab, wobei ein Teil des entstehenden Produkts über
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die Leitung 107 am oberen Ende des Turmes abfließt. Dieser Teil, des Produkts wird durch eine Leitung 108 und eine Kühlanlage
110 geführt und dabei abgekühlt und anschließend über die Leitung 111 zur Pumpe 102 zurückgeführt. Diese Überflußmenge
des entstandenen Produkts wird wiederum in den Reaktionsturm mit Hilfe des treibenden Gases Kohlenmonoxyd
in den Turm eingespritzt. Der größte Teil des durch die Reaktion
entstehenden Produktes wird über die Ausgangsleitung
einem Vorratstank zugeführt. Die Temperatur des Turmes ist auf 1200O eingestellt und wird mit einer äußeren Ummantelung
sowie mit Hilfe der Kühlanlage 110 auf dieser Temperatur gehalten. Gasanteile, die an dem chemischen Umsetzungsprozess
nicht teilgenommen haben und andere Gasgemische mit niedrigem Siedepunkt treten durch die Leitung 113 am oberen Ende
des Turmes aus und, nachdem die kondensierbaren Anteile zurückgewonnen sind, wird der verbleibende Gasrest erneut zum
Kohlenmonoxyd hinzugefügt. Wenn unter den vorstehend beschriebenen
Bedingungen Dimethylformamid ununterbrochen erzeugt wird, erhält man am ersten Produktionstag bereits eine
Durchschnifcbsausbeute von 380 kg Dimethylformamid, das sind
97,5% Ertrag, ausgehend von dem verwendeten Dimethylamin. Am zweiten Tag sammelten sich jedoch feine Ablagerungen, die
hauptsächlich aus Natriumformiatkristallen bestehen, in der
Anlage und insbesondere in dem äußeren Zirkulationssystem,
wodurch der Strömungswiderstand in den Leitungen anstieg und die Strömungsgeschwindigkeit der zirkulierenden Flüssigkeit
abnahm. Gleichzeitig ergab sich eine Verschlechterung der
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Wärmeleitfähigkeit der Kühloberflächen auf Grund der Ablage*
rung der feinen Kristalle, wodurch das Wärmegleichgewicht
verloren ging. Auf Grund dieser Einflüsse ging die Ausbeute
am zweiten Tag beträchtlich zurück, so daß die Zufuhr der
Dirnethylamin- und NatriummethylatlÖsung verringert werden
mußte. Am dritten lag des Versuches verschlechterten sich
die Bedingungen, so daß die Ausbeute auf etwa 80% absank
und die Produktion von Dimethylformamid auf 230 kg/Std. abnahm.
In dem Vergleichsbeispiel wurde die Menge des unter Druck
in den Turm eingeführten Kohlenmonoxyds auf 130 cnr (NTP)
pro Stunde verringert und die über die Leitung 107 überfließende Reaktionsflüssigkeit der Zirkulationspumpe 109
parallel zur leitung 108 geführt. Die Lösung wurde mit
einer Strömungsgeschwindigkeit von 4 mvStd. unter Druck
dem Ansaugteil der Strahlpumpe 102 über die Kühlanlage 110 und die Leitung 111 zugeleitet. Unter diesen Bedingungen
wurden am ersten Tag 324 kg/Std. Dimethylformamid produziert,
wobei im Durchschnitt eine Ausbeute ausgehend von dem verwendeten Dirnethylamin von 99,3% erzielt wurde.
Nach einem dreitägigen Betrieb konnte eine Ausbeute von
98,9% bei einer Produktionsmenge von 322 kg/Std. Dimethylformamid aufrechterhalten werden.
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Bei dem im Beispiel 4- angewandten Verfahren enthielt die
Methanollösung 10 Gewichtsprozent metallisches Natrium und wurde zusammen mit dem flüssigen Dimethylamin und dem
Kohlenmonoxid mit jeweils 13,7 kg/Std., 269 kg/Std. und
173 m^ (NTP)/Std. in den Turm eingeführt. Die Menge der
von der Pumpe 109 zirkulierten Flüssigkeit wurde auf 5 mvStd. geändert, wodurch am ersten Tag über 430 kg/Std.
Dimethylformamid mit einer Ausbeute von 98,6% erzielt wurde, Am zweiten und den darauffolgenden Tagen konnte die Reaktionstemperatur
nicht auf 1200C gehalten werden, vielmehr
stieg diese allmählich auf 2200C an und wurde auf diesem
Wert am dritten Tag gehalten. Obwohl die Temperatur am dritten Tag 2200C betrug, wurde eine durchschnittliche
Ausbeute von 426 kg/Std. Dimethylformamid bei einer Ausbeute von 97,7% erzielt.
Für die Durchführung dieses Beispiels wurde ein Turm mit
einem Innendurchmesser von 650 mm und einer Höhe von
9000 mm verwendet. Wie bei den Beispielen 4 und 5 wurden eine Methanollösung aus Natriummethylat mit 10 Gewichtsprozent
metallischem Natrium, flüssiges Dirnethylamin und Eohlenmonoxyd in Mengen von jeweils 27 1/Std.,
803 kg/Std. und 456 m^ (NTP)/Std. eingeführt, wobei die
Menge der Flüssigkeitszirkulation der Pumpe 109 auf
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25 m /Std. festgelegt wurde. Die Reaktion lief bei einer
temperatur von 1200C, einem Druck von 20 kg/cm ab und erbrachte
einen Durchschnitt von 1 295 kg/Std. Dimethylformamid über eine Zeit von 20 Tagen mit einer Ausbeute von
99,5%.
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Claims (6)
1. Verfahren zur Blasendispersion für ein eine Strahlpumpe verwendendes
System, bei dem ein zusammen mit einer Flüssigkeit angesaugtes Gas in eine Lösungsflüssigkeit zur Dispersion
der Gasblasen eingespritzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der anzusaugende Anteil der Flüssigkeit
dem Ansaugteil der Strahlpumpe in einer größeren Menge zugeführt wird als dem auf Grund der Saugkraft des Gasstrahls
entsprechenden Anteil entspricht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichn
e t, daß die Menge der überschüssig zugeführten Flüssigkeit mehr als 50% derjenigen Menge beträgt, die auf Grund
der Saugwirkung des Gasstrahls angesaugt wird.
3. Verfahren zur Herstellung von Formamid, wobei eine karbonylisierbare
Stickstoffverbindung mit Kohlenmonoxid karbonylisiert wird, um dadurch ein entsprechendes Formamid im Reaktionssystem
zu schaffen, das eine äußere Zirkulationseinrichtung umfaßt, welche ein Teil der von dem Reaktor abgenommenen
Lösungsflüssigkeit kühlt und in den Reaktor zurückführt, unter Verwendung des Verfahrens nach den Ansprüchen
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ORIGINAL INSPECTED
20981971174
i. oder 2, dadurch g e k e η η ζ e i c h η e t, daß die
Rezirkulation der gekühlten Lösungsflüssigkeit mit Hilfe einer Strahlpumpe ausgeführt wird, welche als treibendes
Gas Kohlenmonoxid verwendet, und daß dadurch das treibende
Gas in den Reaktor zusammen mit der gekühlten von der Strahlpumpe
angesaugten Lösungsflüssigkeit eingespritzt wird, wobei die gekühlte Lösungsflüssigkeit dem Ansaugteil der Strahlpumpe
mit einer größeren Menge zugeführt wird als dem auf
Grund der Saugkraft des Gasstrahls entsprechenden Anteil entspricht. -
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch ge kennzeichne t, iaß <lie karbonylisierbare Stickstoffverbindung aus
Dirnethylamin besteht.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß als treibendes Gas für die Strahlpumpe frisches
Kohlenmonoxyd verwendet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 3» dadurch gekennz e ichn
e t, daß das vom Heaktor abgegebene und wiedergewonnene Kohlenmonoxyd als treibendes Gas für die Strahlpumpe verwendet
wird.
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3ο
Leerseite
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP3660767 | 1967-06-08 | ||
| JP3687567 | 1967-06-09 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1768626A1 true DE1768626A1 (de) | 1972-05-04 |
| DE1768626B2 DE1768626B2 (de) | 1973-05-10 |
| DE1768626C3 DE1768626C3 (de) | 1973-11-22 |
Family
ID=26375683
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1768626A Expired DE1768626C3 (de) | 1967-06-08 | 1968-06-07 | Verfahren zur Herstellung von Formamiden |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1768626C3 (de) |
| GB (1) | GB1213173A (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB1568833A (en) | 1976-03-12 | 1980-06-04 | Ucb Sa | Process for the production of formamides |
| US5919979A (en) * | 1993-09-28 | 1999-07-06 | Air Products And Chemicals, Inc. | Preparation of alkyl formamides |
-
1968
- 1968-06-07 DE DE1768626A patent/DE1768626C3/de not_active Expired
- 1968-06-10 GB GB27421/68A patent/GB1213173A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1768626B2 (de) | 1973-05-10 |
| DE1768626C3 (de) | 1973-11-22 |
| GB1213173A (en) | 1970-11-18 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 |