DE1768581C - Verfahren zur Herstellung von Diolefin-Nickelhalogenid-Komplexen und deren Verwendung als Katalysatoren - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Diolefin-Nickelhalogenid-Komplexen und deren Verwendung als KatalysatorenInfo
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Description
CH,
CH
CH, CH
-Ni
<7 \
CH
CH, CH
CH,
H7C
Z/
Ni
\ CH,
H,C
CH — CH
CH
CH
Hl
(Z ist Halogen,und η ist eine ganze Zahl von mindestens 1.)
Die Zeichnung zeigt das Infrarotspektrum des Butadien-Nickelbromid-Komplexes des Beispiels 1, der gemäß
dem Verfahren der Erfindung bereitet worden ist. Es wird angenommen, daß der Reaktionsmechanismus in der folgenden Weise abläuft:
NiY, + /ι · (konjugiertes Diolefin)
Organische Aluminiumverbindung, Ni (konjugiertes Diolefin),,
Reduktion
R1
Z-C-R2
^2 ► NiZ (konjugiertes Diolefin),,
Reaktion
+ 1/2-R1-C-C-R1
R3 R3
R3 R3
(wobei Z ein Halogen ist, Y ein Anion oder ein Chelatligand ist, η eine ganze Zahl von 1 bis 3, im allgemeinen
2. ist und R1, R2 und R3 die oben angegebene Bedeutung
haben).
Zu den Nickelsalzen, die als Ausgangsmaterial des erfindungsgemäßen Verfahrens verwendbar sind, zählen
die Nickelhalogenide wie Nickelchlorid, Nickelbromid und Nickeljodid; die Nickelsalze zweibasischer
Säuren wie Nickelmalonat und Nickelphthalat; und die Nickelchelatverbindungen des 1,3-Diketons wie
Nickelbenzoylacetonat und Nickelbenzoylacetophenoat. Besonders erwünscht ist Nickelacetylacetonat.
Wenn auch alle konjugierten Diolefine benutzt werden können, so sind doch besonders bevorzugt:
1,3-Butadien, 1,3-Pentadien, Isopren, Cyclopentadien,
1,3-Cyclohexadien und l^-Cyclooctadien.
Als organische Aluminiumverbindungen zum Reduzieren der Nickelsalze stehen zur Verfügung die
verschiedenen organischen Aluminiumverbindungen mit reduzierenden Eigenschaften wie Trialkylaluminium,
Dialkylaluminiumalkoholat und Alkalialuminiumtetraalkyl, doch bevorzugt sind Verbindungen wie
Triäthylaluminium, Triisobutylaluininium. Diäthylaluminiumäthylat und Natriumaluminiumtetraäthyl.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird zunächst eines der vorstehend genannten Nickelsalze mittels
einer organischen Aluminiumverbindung, wie sie oben angegeben ist, in Anwesenheit eines vorerwähnten,
konjugierten Diolefins reduziert.
Wenn auch eine besondere Beschränkung hinsieht- f>5
lieh der molaren Anteile der Reaktionskomponenten in diesem Fall nicht besteht, so kann doch das konjugierte
Diolefin in einer Menge von 1 bis 20 Mol je Mol des Nickelsalzes gewöhnlich angewandt werden.
Seine gleichzeitige Anwesenheit in einer Menge von
2 bis 5 Mol ist besonders zweckmäßig. Andererseits kann die Aluminiumverbindung gewöhnlich in einer
Menge von 0,5 bis 10 Mol, und insbesondere 1 bis
3 Mol je Mol des Nickelsalzes verwendet werden. Diese Reduktionsreaktion wird bei der Temperatur
unterhalb 500C durchgeführt, beispielsweise bis zu
-300C herunter, vorzugsweise im Bereich von 0 bis
+ 100C Bei der Ausführung dieser Reduktionsreaktion scheidet sich zuweilen ein Teil einer Aluminiumverbindung
als Niederschlag aus. In einem solchen Falle wird der Niederschlag vorzugsweise durch Abfiltrieren entfernt.
Das so erhaltene Reaktionssystem wird dann mil
den oben angegebenen Verbindungen der Forme
Z-C-R2
R3
R3
umgesetzt.
Zu den Verbindungen, die die oben angegeben Formel besitzen, zählen beispielsweise
1 -Brom-1,1 -diphenyläthan,
1-Chlor-U-diphenyUUhan,
1-Chlor-U-diphenyUUhan,
1 -Jod-1,1 -dipheny läthan,
1 -Brom-1,1 -diphenylpropan,
1 -Brom-1,1 -diphenylbutan,
1 -Brom-1,1 -diphenyl-2-methylpropan,
1 -Brom-1,1 -diphenylpentan,
2-Brom-2-phenylpropan,
2-Brom-2-phenylbutan,
S-Brom-S-phenylpentan,
l-Brom-l-cyclohexyl-l-phenyläthan,
Dibromdiphenylmethan,
Tribromphenyläthan und
Tetrachlorkohlenstoff.
Die Reaktion zwischen dem vorstehend beschriebenen reduzierten System und dem vorerwähnten
halogenierten Kohlenwasserstoff bzw. Tetrahalogenkohlenstoff wird gewöhnlich unterhalb 20°C und
vorzugsweise zwischen —20 und 00C durchgeführt, da metallisches Nickel oberhalb 2O0C ausscheidet
und auch ein übermäßiges Abfallen der Ausbeute der erstrebten organischen Nickelverbindung stattfindet.
Eine Reaktionsdauer von 2 bis 50 Stunden ist gewöhnlich ausreichend, doch wird eine Reaktionsdauer von 5 bis 10 Stunden bevorzugt. Da der angestrebte
Diolefin-Nickelhalogenid-Komplex sich als Niederschlag im Reaktionssystem ausscheidet, kann
die Reaktionszeit nach der Klasse der Reakticnsteilnehmer, der Reaktionstemperatur und anderer Reaktionsbedingungen
leicht bestimmt werden.
Die Verbindung der Formel R1R2R3CZ wird mit
der organischen Nickelverbindung gemischt, welche nach dem vorerwähnten Verfahren erhalten wurde,
und zwar in einem äquimolaren oder überäquimolaren Verhältnis zur Nickelverbindung, und dann
wird die Reaktion zwischen diesen Verbindungen durchgeführt.
Die Reaktion wird vorzugsweise in Anwesenheit eines inerten organischen Lösungsmittels durchgeführt.
Zu solchen Lösungsmitteln zählen beispielsweise Äther, wie Athyläther, Tetrahydrofuran und
Dioxan; aromatische Kohlenwasserstoffe und halogenierte aromatische Kohlenwasserstoffe wie Benzol,
Toluol und ChlorbenzoL aliphatische Kohlenwasserstoffe
und halogenierte aliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Pentan, Hexan, Methylenchlorid, Dichloräthan,
Dichlorethylen und Trichlorethylen; und alicyclische
Kohlenwasserstoffe, wie Cyclopentan und Cyclohexan. Im Hinblick auf die Abtrennung der
Nebenprodukte, das Reinigen und Trocknen des erstrebten Diolefin-Nickelhalogenid-Komplexes, ist die
Verwendung der Äther besonders erwünscht, vor allem die Verwendung des Äthyläthers. Wenn jedoch die
Reaktion unter solchen Bedingungen geleitet wird, daß die Diolefine ihren flüssigen Zustand beibehalten,
braucht ein besonderes Lösungsmittel nicht zugesetzt zu werden, weil das Diolefin selbst als Lösungsmittel
dienen kann.
Der sich ergebende Diolefin-Nickelhalogenid-Komplex
besitzt gewöhnlich eine rötlichbraune Färbung. Wenn der sich ergebende Diolefin-Nickelhalogenid-Komplex
völlig getrocknet ist, ist er unter einem inerten Gas bei Raumtemperatur stabil. Andererseits
ist er instabil in Sauerstoff und Wasser, durch welche er sofort zersetzt wird, und in Luft, wo die Möglichkeit
einer Entzündung besteht Daher sollten alle vorstehend beschriebenen Arbeitsgänge der Synthese
in einer Atmosphäre trockenen inerten Gases durchgeführt werden.
In einen Vierhals-Kolben mit 1 1 Fassungsvermögen, welcher zuvor gründlich getrocknet und mit Argon
durchspült ist, werden 82 g (0,32 Mol) Nickelacetylacetonat gebracht und in 500 cm3 trockenem Äthyläther
suspendiert. Nach dem Abkühlen der Suspension auf -200C löst man darin 85 g trockenes
Butadien auf. 114 cm3 (0,76 Mol) Diäthylaluminiumäthylat
werden dann hitszugefügt, und das Gemisch hält man mit einem Eisbad bei 0 bis 10° C. Man läßt
die Reaktion einige Stunden fortschreiten, wobei die Färbung der Suspension von Grün zu Gelb und
dann zu Rot übergeht, und die Reaktion wird beim Abziehen des nicht umgesetzten Nickelacetylacetonats
vollendet. Der Niederschlag der Aluminiumverbindup.g wird durch Ahfiltrieren entfernt, und das erhaltene
rötlichbraune Filtrat wird in der nächsten Reaktion verwendet.
200 cm3 Filtrats (Nickelgehalt 0,089 Mol) werden auf unter - 400C gekühlt, und man setzt dann 170cm3
einer Lösung von 1,1 -Diphenyl- 1-bromäthan in Hexan (Gehaltan 1,1-Diphenyl-1-bromäthan0,089 Mol)hinzu,
wonach man das Gemisch unter Rühren 5,5 Stunden bei - 10 bis - 5° C hält. Der rötlichbraune
Niederschlag wird bei niedriger Temperatur durch Filtrieren abgetrennt, dreimal mit Äthyläther gewaschen
und danach im Vakuum getrocknet, wobei man 19,7 g (Ausbeute 99%) des angestrebten Produktes
erhält. Seine Elementaranalysenwerte betragen Ni: Br: C : H = 1,06:1,04:8:11,90, dies entspricht
NiBrC8Hi2. Dieses Produkt zersetzt sich bei 120cC
± 5 C. Sein Infrarotabsorptionsspektrum ist in der Zeichnung wiedergegeben. Eine Absorption von Acethylacetonat
(1250, 1300, 1370, 1410, 1613 und 1710 cm"1) kann nicht verzeichnet werden, eine
trans-Doppelbindung (967 cm"') ist vorhanden und
aus seinem ESR-Spektrum ist ersichtlich, daß es Paramagnetismus besitzt.
Beispiel 1 wird wiederholt unter Verwendung von 2-Brom-2-phenylpropan an Stelle von 1,1-Diphenyl-1-bromäthan.
Die Elementaranalysenwerte des Produktes sind Ni : Br : C : H = 1,03 : 1,07 : 8 : 11.90.
und nach seiner Färbung, Konfiguration und Infrarotabsorptionsspektrum lag die gleiche Struktur vor
wie diejenige, welche im Beispiel 1 erhalten wurde.
An Stelle von Nickelacetylacetonat wird Nickelchlorid verwendet, und eine ätherische Lösung von
reduziertem Nickel, welche wie im Beispiel 1 synthetisiert wurde, wird in äquimolarer Menge mit einer
ätherischen Lösung von 2,05 g Dichlordiphenyläthan umgesetzt. Die Reaktion beginnt in der Gegend
von — 2,0°C, und es bildet sich ein brauner Niederschlag. Durch Filtrieren bei niedriger Temperatur,
Waschen und Trocknen erhält man 1,7 g Butadien-Nickelchlorid-Komplex,
dessen Zersetzungstemperatur 113° ± 50C beträgt
Die Lösung von reduziertem Nickel, welche, wie im Beispiel 1 hergestellt wurde, wird einer ätherischen
Lösung von Tetrabromkohlenstoff bei 78" C zugesetzt. Nach dem Entfernen des sich sofort bildenden schwarz-
braunen Niederschlags wird die Reaktion bei — 40 bis - 30°C durchgeführt, und man erhält einen braunen
Niederschlag. Dieser wird abgetrennt und getrocknet. Er ist der gleiche wie der Butadien-Nickelbromid-Komplex,
der im Beispiel 1 erhalten wird.
3,65 g gereinigtes Trichlorbromäthan werden in etwa 100 cm3 Äthyläther aufgelöst, woraufhin ein
Kühlen auf - 780C folgt. Zu dieser Lösung gibt man 41,2 cm3 einer Lösung von reduziertem Nickel, welche
wie im Beispiel 1 hergestellt wurde (in äquimolarer Menge in bezug auf Nickel). Nach Durchführen der
Reaktion bei unterhalb —55 C für etwa 15 Stunden
wird der Niederschlag durch Filtrieren abgetrennt, und durch Umsetzen bei — 200C wird ein orange
io farbener Niederschlag erhalten, welcher durch Filtrieren
abgetrennt wird, woraufhin ein Waschen mit Äther und Trocknen im Vakuum folgt. Dieser Niederschlag
ist der gleiche wie der Butadien-Nickelbromid-Komplex, welcher im Beispiel 1 erhalten wird. Er
wurde erhalten in einer Menge von 2,35 g (Ausbeute 67%). Seine Zersetzungstemperatur beträgt
110° ± 5°C.
Beispiele 6 bis 10
Gemäß der Arbeitsweise von Beispiel 1 wird Nickelacetylacetonat mit Triäthylaluminium in Anwesenheit
von Butadien reduziert, auf dessen ätherische Lösung verschiedene halogenierte Kohlenwasserstoffe zur Einwirkung
gelangen. Die erzielten Ergebnisse sind in nachstehender Tabelle 1 gezeigt.
6
7
8
9
10
7
8
9
10
Halogenicrter Kohlenwasserstoff
2-Brom-2-phenylbutan
2-Brom-2-phenylpentan
1 -Brom-1 -cyclohexyl-1 -phenyläthan
2-Brom-2-naphthylpropan
2-Chlor-2-tolylpropan
| Temperatur | Zeit | Ausbeute |
| C | Std. | % |
| -10 5 | 10 | 57 |
| -10 5 | 10 | 32 |
| -5-0 | 10 | 13 |
| 0-5 | 15 | 12 |
| -20 10 | 20 | '7 |
B ei s ρ i e 1 11
Nach dem Suspendieren von 2,25 g Nickelacetylacetonat in 50 cm3 Äthyläther setzt man 4,36 cm3
1,3-Pentadien hinzu. 2,65 cm3 Diäthylaluminiumäthylat
werden dann bei — 25° C hinzugesetzt. Wenn dieses Gemisch etwa 1 Stunde bei 3 bis 5° C gehalten wird,
wird es zu einer dunkelbraunen Flüssigkeit. Danach setzt man eine äquimolare Menge einer 1-Brom-l-diphenyläthanlösung
in Hexan hinzu. Wenn das Gemisch etwa 8 Stunden bei - 10 bis 00C gehalten wird,
gewinnt man einen braunen Niederschlag. Dieser ist ein Nickel-Pentadien-Komplex des gleichen Typs
wie derjenige des Beispiels 1, seine Elementaranalysenwerte entsprechen C10H16NiBr. Der Komplex wird
in einer Menge von 1,14 g (Ausbeute 53%) erhalten, und seine Zersetzungstemperatur beträgt 116° ± 5° C.
1,07 g (4,2 mMol) Nickelacetylacetonat werden in 50 cm3 Äthyläther suspendiert. Nachdem man darin
2,4 g (45 mMol) Butadien aufgelöst hat, setzt man 1,37 g (6,6 mMol) Natriumaluminiumtetraäthyl bei
- 200C hinzu. Das Gemisch wird dann bei 3 bis 5° C gehalten. Wenn es zu einer rötlichbraunen Lösung
wird, setzt man es mit einer äquimolaren Menge 1,1-Diphenyl-l-bromäthan 5 Stunden bei — 5°C um.
Der rötlichbraune Niederschlag wird durch Filtrieren abgetrennt, gewaschen und getrocknet. Man erhält
0,92 g (Ausbeute 89%) des Produktes. Aus seinem Infrarotabsorptionsspektrum zeigte sich, daß das
Produkt der gleiche Komplex ist wie derjenige, welcher im Beispiel 1 erhalten wird.
2 g (7,8 mMol) Nickelacetylacetonat werden in 50 cm3 Äthyläther suspendiert, woraufhin man 1,5 g
(22 mMol) Isopren, und bei - 20= C 1,6 g (8,1 mMol) Triisobutylaluminium hinzusetzt. Das Gemisch wird
dann bei 3 bis 50C gehalten. Nach dem Hinzusetzen einer äquimolaren Menge 2-Chlor-2-phenylpropan
wird die Reaktion 5 Stunden bei — 15 bis 50° C durchgeführt,
wobei sich ein brauner Niederschlag bildet. Dieser wird durch Filtrieren abgetrennt, gewaschen
und getrocknet, und man erhält 1,5 g eines Isoprcn-Nickelchlorid-Komplexes, dessen Zersetzungstemperatur
115° ± 5° C beträgt.
1,9 g (7,6 mMol) Nickelacetylacetonat werden in 50 cm3 Äthyläther suspendiert, woraufhin man 3,1 cm3
Cyclopentadien und 3,1 cm3 Diäthylaluminiumäthylat hinzusetzt Wenn dieses Gemisch bei 0 bis 100C gehalten
wird, wird es zu einer rötlichbraunen Lösung. Nachdem die Suspension des Nickelacetylacetonats
vollständig reagiert hat, setzt man 14,3 cm3 einer Auflösung von 1,1-Diphenyl-l-bromäthan in Hexan
(18,9 mMol/cm3) hinzu, und die Reaktion wird
10 Stunden bei — 10 bis 00C durchgeführt, woraufhin
ein Behandeln wie im Beispiel 1 folgt. Man erhält 0,3 g eines braunen Niederschlages, welcher eine Zersetzungstemperatur
von 108° ± 5°C besitzt.
Beispiele 15 bis 18
Das Beispiel 1 wird unter Verwendung von Nickelverbindungen verschiedener Klassen an Stelle von
Nickelacetylacetonat wiederholt. Die erzielten Ergebnisse sind nachstehend in Tabelle II gezeigt.
10
Beispiel
Nickelverhindung
Nickelbromid
Nickelacetat
Nickeloxalat
Nickeloxalat
Nickelacetat
Nickeloxalat
Nickeloxalat
1,9
4.1
2.1
Aluminiumverhiiulung
Triäthyhiliiniinium
Triäthylaluminium Triäthylaluminium Triälhylaluminium
| Lösungsmittel | Temperatur | Zeit SlJ. |
Aus- heutc |
| C | g | ||
| Clilorbcnzol | 5 bis 15 | 25 | 0.3 |
| Äthyläther | 10 bis 15 | 40 | 0,3 |
| Chlorbenzol | 0 bis 5 | 40 | 0,2 |
| Tetrahydrofuran | 0 bis 5 | 40 | 0.8 |
Die folgenden Beispiele veranschaulichen die Herstellung von Katalysatoren, die bei der Oligomerisation
von Olefinen verwendet werden, wobei als eine der anteiligen Komponenten des Katalysators
die Diolefm-Nickelhalogenid-Komplexe verwendet
werden, wie sie in den Beispielen 1 bis 18 erhältlich
sind. Auch die Oligomerisation von Olefinen unter Verwendung der so bereiteten Katalysatoren wird
veranschaulicht.
0,277 g (1,24 mMol) des Butadien-Nickeibromid-Komplexes, der im Beispiel 1 erhalten wird, wird in
100 cm3 Chlorbenzol aufgelöst. Nach dem Hinzusetzen von 1,2 mMol Aluminiumtribromid bei unterhalb
-30'C. bläst man bei -IC Äthylen ein. 57,9g
Äthylen werden umgesetzt, und die Wirksamkeit des Katalysators ist in etwa 30 Minuten erschöpft. Das
Produkt besteht aus 32,7 g (56,5%) Dimcren und 18,7 g (32,3%) Trimeren. Die Ergebnisse einer Analyse
durch Gaschromatografie zeigen, daß von den Dimeren 3,1% Buten-1, 77,3% trans-Buten-2 und 19,6%
cis-Buten-2 sind; von den Trimeren sind 47% trans-3-Methylpenten-2 und 16% trans-Hexen-2.
Beispiele 20 bis 25
Wenn im Beispiel 19 1 Äquivalent Aluminiumtribromid und 1 Äquivalent einer Verbindung eines
Elements der V. Hauptgruppe, welche nachstehend in Tabelle III aufgezeigt sind, mit Butadien-Nickelbromid
verwendet weiden und die Polymerisationsreaktion 20 Minuten bei -20 bis 100C ausgeführt
wird, so werden die in Tabelle III gezeigten Ergebnisse erzielt.
Beispiel
20
21
Menue an
Nickelkomplex
katalysator
111M öl
Nickelkomplex
katalysator
111M öl
2,45
2,81
3,10
2,81
3,10
Melallorganische
Verbindung
Verbindung
Produkt
Dimer«
g
g
70
55
50
TrimeO
Triphenylarsin
Triphenylstibin
Triphenylwismut
Die Versuche werden in der gleichen Weise durchgeführt mit der Ausnahme, daß die Verbindungen der Elemente der V. Hauptgruppe geändert werden um'· die Reaktionen 30 bis 50 Minuten bei einer Temperatur von -30 bis -1O0C durchgeführt werden. Ok Ergebnisse sind nachstehend in Tabelle IV gezeig!
Triphenylstibin
Triphenylwismut
Die Versuche werden in der gleichen Weise durchgeführt mit der Ausnahme, daß die Verbindungen der Elemente der V. Hauptgruppe geändert werden um'· die Reaktionen 30 bis 50 Minuten bei einer Temperatur von -30 bis -1O0C durchgeführt werden. Ok Ergebnisse sind nachstehend in Tabelle IV gezeig!
23
24
25
Butadien-Nickclbromid-
Komplex
mMol
2,02
2.41
2.03
2.41
2.03
AlBr,
mMol
mMol
2,02
2,41
3.55
2,41
3.55
Metallorganische Verbindung
mMol
mMol
Triphenylphosphin 2.02
Triisopropylphosphin 2.41
Triphenylphosphit 2,03
Triphenylphosphit 2,03
| Produkt | Dimere | TrimcK |
| g | ||
| 354 | ||
| 60 | ||
| 48 | ||
| g | ||
| 44 | ||
| 70 | ||
| 6 |
Beispiele 26 bis 34
Die Polymerisation von Propylen wird 10 Minuten bei atmosphärischem Druck in Chlorbenzol durchgeführt,
wobei man eine Kombination des im Beispiel 1 bereiteten Komplexes und einer äquimolaren Menge eines
Aluminiumhalogenids verwendet. Die erzielten Ergebnisse sind nachstehend in Tabelle V gezeigt.
| Beispiel | Menge Katalysator |
Aluminiumverbindung | Reaktionstemperatur | Produkt*) |
| mMol | 0C | g | ||
| 26 | 0,94 | Aluminiumtrichlorid | -35 26 | 10 |
| 27 | 2,24 | Aluminiumtribromid | -40 ~ -27 | 19 |
| 28 | 5,33 | Aluminiumtrijodid | -39 ~ -29 | 18 |
| 29 | 2,92 | Diäthylaluminiumchlorid | -35 ~ -30 | 7 |
| 30 | 2,41 | Äihylaluminiumdichlorid | -35 15 | 6 |
| 3! | 2,42 | Diäthylaluminiumäthylat | -47 37 | 6 |
*\ Gesamtmenge an Dimeren und Trimeren.
Werden an Stelle von Chlorbenzol im Beispiel 26 andere Lösungsmittel verwendet, so erzielt man die in nachgehender
Tabelle Vl gezeigten Ergebnisse.
Beispiel
32
32
33
34
35
34
35
Menge
Katalysator
Katalysator
mMol
2,57
2,38
2,05
2,08
2,38
2,05
2,08
Lösungsmittel
Cyclohexan
Pentan
Tetrachloräthylen Hexan
| icaktionslempcralur | C | Produkt*) |
| ~ -28 | e | |
| -40 | 25 | 13 |
| -30 | 15 | 8 |
| -30 | ~ -20 | 18 |
| -30 | 9 |
*) Gesamtmenge an Dimcrcn und Trimcrcn.
Vergleichsversuche
Zum Vergleich der erfindungsgemäß hergestellten Diolefin-Nickelhalogenid-Komplexe mit den aus der
deutschen Auslegeschrift 1 194 417 bekannten n-Ally!-
nickelhalogeniden bei der Oligomerisation von Olefinen wurden folgende Versuche durchgerührt:
1. Es wurde nach der Vorschrift gemäß Beispiel 27 gearbeitet, wobei an Stelle des Butadien-Nickelbromid-Komplexes
als Katalysator rr-Cinnamylnickelbromid
(Beispiel 4 der deutschen Auslegeschrift 1 194 417) eingesetzt wurde. Die Produktausbeute
betrug 15 g im Vergleich zu 19 g gemäß Beispiel 27 der Anmeldungsbeschreibung.
2. Es wurde nach der Vorschrift gemäß Beispiel 23 gearbeitet, wobei jedoch an Stelle des Butadien-Nickelbromid-Komplexes
als Katalysator .-τ-Allylnickelbromid
(Beispiel 1 der deutschen Auslegeschrift 1 194 417) eingesetzt wurde. Die Ausbeute
an Dimerem betrug 227 g, wobei gleichzeitig K7 g Trimeres erhalten wurden. Der Vergleich
mit Beispiel 23 zeigt die wesentlich höhere Ausbeute an Dimerem und die bessere Selektivität
bezüglich der Dimerenherstellung beim erfin-
dungsgerriäßen Verfahren.
3. In 100 ml Chlorbenzol wurden 1,89 mMol von jeweils Butadien-Nickelbromid-Komplex, AlBr3
und Triphenylphosphin gelöst. Dann wurde Propylen 40 Minuten in die Lösung bei einer Temperatur
von —25 bis — 18°C eingeblasen. Es wurden 354 g eines Oligomeren erhalten, wovon
92,4% Dimeres waren.
Die gleiche Arbeitsweise wurde wiederholt, wobei jedoch als Katalysator n-Allylnickelbromid an Stelle
des vorstehend beschriebenen Komplexes eingesetzt wurden. Es wurden 320 g Oligomeres erhalten, wovon
89,0% Dimeres waren.
Wie ersichtlich, waren beim erfindungsgemäßen Verfahren Ausbeute und Selektivität im Vergleich
mit dem Einsatz der bekannten .-i-Allylnickelhalogenide
beträchtlich höher.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Diolefin-Nickelhalogenid-Komplexen,,
dadurch gekennzeichnet, daß man die Lösung eines Komplexes, die durch Reduktion eines Nickelsalzes
mit einer Alkylaluminiumverbindung in Anwesenheit eines konjugierten Diolefins erhalten
wurde, mit einer Verbindung der Formel
R1R2R3CZ
umsetzt, in der Z ein Halogen ist, R1, R2 und R3
ein Halogen, Alkyl- oder Arylrest sind, wobei R1, R- und R3 nicht gleichzeitig Arylreste sein dürfen.
2. Verwendung der nach Anspruch 1 hergestellten Verbindungen als Katalysatoren oder Katalysatorbestandteile
Tür Oligomerisationsreaktionen von Olefinen.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Diolefin-Nickelhalogenid-Komplexen,
welche zur Verwendung in Katalysatorsystemen für die Oligomerisation von Olefinen brauchbar sind.
Das Verfahren der Erfindung zur Herstellung der Diolefin - Nickelhalogenid - Komplexe ist dadurch
gekennzeichnet, daß man die Lösung eines Komplexes, die durch Reduktion eines Nickelsalzes (anorganische
oder organische Salze des Nickels, einschließlich Nickel-Chelatverbindungen) mit einer Alkylaluminiumverbindung
in Anwesenheit eines konjugierten Diolefins erhalten wurde, mit einer Verbindung
der Formel
45
umsetzt, in welcher Z ein Halogen ist, R1, R2 und R3
ein Halogen, Alkyl- oder Arylrest sind, wobei R1, R2
und R3 nicht gleichzeitig Arylreste sein dürfen.
Die erfindungsgemäß gewonnenen Diolefin-Nickelhalogenid-Komplexe sind sehr wirksam als Komponente
eines Katalysators zur Oligomerisation von Olefinen unter Kombination mit 0,5 bis-30 Mol, vorzugsweise
1 bis 10 Mol, je Mol dieses Komplexes, mindestens eines Aluminiumhalogenids, wie Aluminiumtrichiorid,
Aluminiumtribromid, oder organischer Aluminiumhalogenide, wie Diäthylaluminiumchlorid
und Äthylaluminiumdichlorid, und ferner wahlweise mit nicht mehr als 10 Mol je Mol dieses
Komplexes einer organischen Verbindung von Phosphor, Arsen, Antimon oder Wismut, beispielsweise
Triälhylphosphin, Triisopropylphosphin, Tri-u-butylphosphin, Tricyclohexylphosphin, Triphenylphosphin,
Triphenylphosphit, Tricresylphosphit, Tri-o-diphenylphosphit,
Diphenylphenoxyphosphin, Diphenyl-p-cresylphosphin, Triphenylarsin, Triphenylstibin und Triphenylwismut.
Dieser Katalysator zeigt verbesserte Eigenschaften, wenn er zur Bereitung von niederen Olefinpolymeren
verwendet wird, beispielsweise zur Herstellung von Buten, Hexen und Methylpeilten aus Äthylen oder
Hexen, Methylpenten und Dimethylbuten aus Propylen. Der vorerwähnte Katalysator zur Oligomerisation
von Olefinen, welcher die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren gewonnenen Diolefin - Nickelhalogenid-Komplexe
benutzt, zeigt folgende Vorteile: Weil er eine verbesserte Oligomerisationswirksamkeit
besitzt, verbessert er die Ausbeute an gewünschtem Oligomeren; weil er verbesserte Stabilität besitzt
verbessert er die Reproduzierbarkeit der Oligomerisationsreaktion;
weil er eine verbesserte Selektivität besitzt, ist er wirksam, den molekularen Verteilungsbereich dos erstrebten Oligomeren einzuengen; weil
er Tür die Oligomerisation eine abgekürzte Einwirkungszeit besitzt, kann die Reaktion mit Vorteil ausaeführt
werden, und die Katalysatorherstellung ist leicht.
Bisher sind Verfahren zur Herstellung von .-τ-Allylmetallverbindungen
und Verfahren zur Oligomerisation von Olefinen unter Verwendung solcher Verbindungen
aus den britischen Patentschriften 1 058 679 und 1 058 680 bekanntgeworden. Die britische Patentschrift
1 058 679 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von .-r-Allylmetallverbindungen des
.-r-Allyl-QX-Typs (wobei Q ein Übergangsmetall und
X einen anionischen Rest bedeutet), welches dadurch gekennzeichnet ist, daß man eine .-i-Allylmetallverbindung
des .τ-Allyl-Q-Typs, wie bis-.-r-Allylnickel
und bis-.T-Cyclooctadiennickel-(O), mit einer sauren
Verbindung der Formel HX (wobei X für einen anionischen Rest steht), beispielsweise mit Halogenwasserstoffen
umsetzt.
In diesem Vorschlag wird eine nullwertige .-T-Allylmetallverbindung, wie bis-.7-Allylnickel-(0]
und bis-.-r-Cyclooctadiennickel-(O), als Ausgangsmaterial
verwendet. Ein solches Ausgangsmaterial wird nach einer verwickelten Methode gewonnen, welche
verschiedene Stufen umfaßt, und daher haften dem Verfahren dieser britischen Patentschrift die Mängei
niedriger Ausbeuten und hoher Kosten des Ausgangsmaterials an. Ferner sind die Diolefin-Nickelhalogen-Verbindungen,
welche gemäß dem Verfahren dei britischen Patentschrift 1 058 679 gewonnen werden
instabiler und schwierig zu behandeln im Vergleich mit den Diolefin - Nickelhalogenid -Verbindungen, welche
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren gewonnen werden, bei welchem ein Nickelsalz als Ausgangsmaterial
verwendet wird.
Wenn auch bestätigt worden ist, daß das nach derr erfindungsgemäßen Verfahren erhaltene Reaktionsprodukt
ein Komplex eines Diolefins mil einen Nickelhalogenid ist (s. Beispiel 1), so steht doch dei
Reaktionsmechanismus und die Struktur des erhaltenen Komplexes noch nicht fest. Als Ergebnis dei
Elementaranalyse, des Molekulargewichts, des Masscnspcktrums,
der Hydricrungsreaktion, der Zersetzungsreaktion mittels .Iod, der Reaktion mit Triphenylphosphin
und der bekannten Konstitulioner der Co- und Rh-Komplcxe, wird angenommen, dal;
die Struktur des Komplexes (wenn Butadien als konjugiertes Olefin verwendet worden ist) die folgende ist
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