[go: up one dir, main page]

DE1768475C3 - Verfahren zur Herstellung von 2-Chlorbutadien-(1,3) - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 2-Chlorbutadien-(1,3)

Info

Publication number
DE1768475C3
DE1768475C3 DE19681768475 DE1768475A DE1768475C3 DE 1768475 C3 DE1768475 C3 DE 1768475C3 DE 19681768475 DE19681768475 DE 19681768475 DE 1768475 A DE1768475 A DE 1768475A DE 1768475 C3 DE1768475 C3 DE 1768475C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
concentration
alkali
reaction
hydroxide
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19681768475
Other languages
English (en)
Other versions
DE1768475B2 (de
DE1768475A1 (de
Inventor
James Walter Wilmington Del.; Tarney Edward Chadds Ford Pa.; Crary (V.St.A.)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
EIDP Inc
Original Assignee
EI Du Pont de Nemours and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by EI Du Pont de Nemours and Co filed Critical EI Du Pont de Nemours and Co
Publication of DE1768475A1 publication Critical patent/DE1768475A1/de
Publication of DE1768475B2 publication Critical patent/DE1768475B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1768475C3 publication Critical patent/DE1768475C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Description

5 4
Verfahren kann chargenweise durchgeführt Konzentration bei den katalytischen Reaktionen im
„eaefl-lB diesem FaUe sollte ein wesentlicher Über- Gegensatz zu dem Einfluß einer Veränderung der
schiß des Hydroxyds über die fur die Reaktion er- Konzentration bei der nichtkataiytischen Vergleichs-
f^äcrliche Menge verwendet werden. Wenn wenig- reaktion
igns 1,7 molare Äquivalente Hydroxyd in einer 5 Die üblicherweise bei solchen Dehydrohalogenie-
!Cäizentration von wenigstens 50 /o verwendet werden, rungsreaktionen verwendeten Katalysatoren, z. B. die
isfcs im allgemeinen nicht^ notwendig, während der in den US-PS 23 22 258 und 30 79 446 genannten
Ration weiteres Hydroxyd zuzusetzen da die End- Katalysatoren, sind für die Zwecke der Erfindung
lcbßzentration wenigstens 25/ betragt. Hierdurch ist geeignet Bevorzugt werden quaternäre Ammonium-
es^gUcb, 2-Chlorbutad.en-a 3) schnell aus 3,4-Di- io katalysatoren, z. B. die in dem deutschen Patent
cblorbuten-1 mit verhältnismäßig niedriger Ausbeute 1618 790 der Anmelderin beschriebenen, und PoIy-
ag;unerwünschtem 1-Chlorbutadien-(1,3) herzustellen, äthylenglykoL Die verwendeten Mengen hängen von
^g einen Umsatz von 90 bis 100 / m einer Stunde den jeweiligen Materialien ab. Geeignet sind beispiels-
weniger zu erzielen. Das optimale Molverhältnis weise bereits 0,01% der wirksamsten Katalysatoren
Hydroxyd zu halogenhaltiger organischer Ver- 15 und gegebenenfalls bis zu 5 oder sogar 10%, bezogen
baling hängt von den Ausgangsmaterialien und auf das Gewicht der organischen Ausgangsmaterialien.
besondere vom Katalysator ab, jedoch ist es un- Die Temperaturen hegen vorzugsweise im Bereich
wahrscheinlich, daß es über 20:1 hegt. Im allgemeinen von 40 bis 700C, jedoch kann auch bei anderen Tem-
fceträgt es wenigstens 3 :1 oder 4:1 oder, wie dies aus peraturen beispielsweise bis hinab zu 00C gearbeitet
<fcn Beispielen ersichtlich ist, 8:1, 9:1 und 10:1. 20 werden. Mit steigender Temperatur nehmen gewöhn-
Bei einem kontinuierlichen Verfahren ist es wichtig, lieh die Reaktionsgeschwindigkeit und die Mengen der die Konzentration wahrend der gesamten Reaktion Nebenprodukte zu. Bei höheren Temperaturen, beibci dem genannten hohen Wert zu halten, wenn die spielsweise über 6O0C kann bei Überdrücken geVorteile der Erfindung erzielt werden sollen. Beispiels- arbeitet werden, um die Materialien in der Flüssiggase sollte man die Konzentration vorzugsweise nie »5 phase zu halten, jedoch sind die Eigendrücke im allge- -bis auf 20% fallen lassen. Wenn festgestellt wird, daß meinen am zweckmäßigsten.
,die Konzentration unter 25% gefallen ist, sollte sie Es muß, wie es üblich ist, unter Ausschluß von
isofort erhöht werden. Sauerstoff gearbeitet werden, und es ist zweckmäßig,
i Die überraschenden kontrastierenden Einflüsse einer Polymerisationsinhibitoren, wie Phenothiazine Alkyl-
IVeränderung der Konzentrationen des Natrium- 30 nitrite oder Nitrosoverbindungen, zu verwenden.
^ydtoxyds bei einem nichtkataiytischen Vergleichs- Die Produktabscheidung erfolgt nach üblichen Me-
verfahren und bei einem Verfahren gemäß der Erfin- thoden. 2-Chlorbutadien-(l,3) kann aus der Reak-
»dung wird aus den Figuren deutlich. Hierbei ist tionsmasse als Flüssigkeit durch Trennung der wäJ3-
»F i g. 1 eine grafische Darstellung des Umsatzes (d. h. rigen und organischen Phasen und anschließende Ab-
lia 2-Chlorbutadien-0,3) umgewandeltes Dichlorbuten 35 trennung des 2-Chlorbutadien-(l,3) von etwaigem
!in Molprozent) in Abhängigkeit von der Anfangs- Dichlorbuten durch Destillation gewonnen werden.
ΐkonzentration (Gewichtsbasis) des Natriumhydroxyds Ein Vorteil des Verfahrens gemäß der Erfindung ist
Ifcei Anwendung eines Natriumhydroxyd/Dichlorbuten- die relative Leichtigkeit der Entfernung des als Neben-
ϊMolverhältnisses von \0: 1 und einer Reaktionszeit produkt gebildeten Alkalihalogenide, das in der ver-
ίίνοη 30 Minuten bei 6O0C. Die Kurvet zeigt den 40 hältnismäßig konzentrierten wäßrigen Hydroxydphase
llinfluß einer Veränderung der Konzentration auf eine nicht sehr löslich ist. Natürlich hängen die Vorteile
if üichtkatalytische Vergleichsreaktion. Es ist ersichtlich, des Verfahrens davon ab, welches bekannte Verfahren
;?<laß der Umsatz von einem hohen Wert bei Konzen- betrachtet wird. Das Verfahren gemäß der Erfindung
itrationen unter etwa 10% scharf abfällt, bis er bei hat jedoch die allgemeinen Vorteile einer verhältnis-
;! Konzentrationen von 25 bis 30% verhältnismäßig 45 mäßig schnellen Reaktion bei verhältnismäßig nie-
'iunbeachtlich ist. Die Kurven B und C veranschau- driger Temperatur, einer verhältnismäßig geringen
fliehen den gegensätzlichen Einfluß einer Erhöhung der Bildung von Nebenprodukten und der Möglichkeit der
S Konzentration auf katalytische Reaktionen gemäß der Wahl geeigneter Katalysatoren aus einem weiten
: Erfindung, wobei als Katalysator 0,86 Gewichtspro- Bereich.
zent (Kurve B) und 4,2 Gewichtsprozent (Kurve C) 50
ones Polyäthylenglykols vom mittleren Molekular- Beispiel 1 gewicht 200 (im Handel unter der Bezeichnung
»Carbowax 200«) verwendet werden. Aus Erfahrungen Eine Reihe von Versuchen wird auf die nachstehend
in der Durchführung (und bei der Veränderung der beschriebene Weise unter den in Tabelle I genannten
Konzentration) bei einem nichtkataiytischen Ver- 55 Bedingungen durchgeführt.
fahren konnte der Fachmann nicht schließen, daß eine Als Reaktor dient ein Kolben, der mit einem Rührer,
überraschende vorteilhafte Wirkung auf den Umsatz Rückflußkühler und Stickstoffeinführungsrohr ver-
durch Erhöhung der Konzentration auf 25 oder 30% sehen ist Die Luft wird mit Stickstoff aus dem Kolben
bei einem katalytischen Verfahren erzielt wurde. verdrängt. Nach Einführung von Natriumhydroxyd-
F i g. 2 ist eine grafische Darstellung des Anteils 60 lösung in den Kolben wird dieser auf die genannte an 1-Chlorbutadien-(1,3) in Prozent (bezogen auf das Reaktionstemperatur erhitzt. Der Rührer wird abge-Öewicht des gebildeten 2-Chlorbutadien-(l,3)) in Ab- stellt, worauf das 3,4-Dichlorbuten, das eine geringe hängigkeit von den Anfangskonzentrationen des Na- Menge Phenothiazin (0,02 bis 0,1 %, bezogen auf trjumhydroxyds bei den gleichen Reaktionen. Die 3,4-Dichlorbuten) und außerdem den Katalysator entKurven A, B und C entsprechen den Kurven Λ, B 65 hält, durch den Kopf des Rückflußkühlers in den und von F i g. 1 und veranschaulichen die über- Kolben gegeben wird. Der Rührer wird wieder einraschende Abnahme der Bildung an unerwünschtem geschaltet und die gleiche Reaktionstemperatur wäh-1-Chlorbutadien-(1,3) als Nebenprodukt mit steigender rend der genannten Reaktionszeit aufrechterhalten.
(Die Reaktionszeit wird von der Wiederaufnahme des Rührens gemessen.) Nach Ablauf der genannten Reaktionszeit wird der Rührer abgestellt, der Kolben aus dem Bad genommen und das Reaktionsgemisch mit kaltem Wasser verdünnt. Das Reaktionsgemisch wird mit Toluol in der doppelten Menge des ursprünglich verwendeten Dichlorbutens extrahiert und die organische Schicht abgetrennt und durch Gaschromatographie analysiert. Die Analysenwerte in Prozent Fläche werden aus vorher bestimmten Eichungen in Molprozent umgerechnet.
Es ist zu bemerken, daß die Versuche 2 und 8 nicht gemäß der Erfindung durchgeführt wurden, da in beiden Fällen die NaOH-Konzentration außerhalb der vorgeschriebenen Grenzen lag, und daß hierbei die Ergebnisse entsprechend schlecht waren.
Tabelle I
Ver 1 Katalysator Katalysator NaOH- NaOH/ 2,1 Tempe Reak Berechnete DCB-
such Konzen- DCB-MoI- ratur tionszeit NaOH-End- Umsatz
Nr. tration zu verhältnis zu konzentration
Beginn Beginn unter der
2 9,8 Annahme von
3 9,7 100% DCB-
4 9,3 Umsatz
5 (%) (%) 10 (0Q (Min.) (50
1 6 2 3 4 5 8,3 6 7 8 9
7 Polyäthylenglykol, 1 50 8,3 60 45 30 98,3
8 Molekulargewicht 200 10
9 (»Carbowax 200«, 8,3
Union Carbide Corp.)
10 desgl. 0,87 20* 4,1 60 30 18* 26,1
desgl. 0,87 40 60 30 37 100
11 desgl. 4,2 30 8,3 60 30 27 94,9
Polyäthylenglykol 0,22 50 50 5 46 98,7
12 Triäthylenglykol 1,7 50 8,3 50 2 45 95
13 Dipropylenglykol 8.7 50 8,3 50 20 45 96
14 desgl. 8,7 25* 10 50 20 23* 11
15 Polypropylenglykol, 1.7 50 10 50 2 45 91
Molekulargewicht 250
16 Triäthylenglykol, 0,9 50 10 50 20 41 98
17 Monomethyläther 10
18 Diäthylenglykol 4,3 50 10 50 20 45 99
19 Monobutyläther 4,1
Pentaäthylenglykol 1,7 50 0 5 45 99,8
desgl. 1.7 50 25 2 45 99,8
2,3-Butandiol 8,7 50 60 15 46 94
Tetrahydro-2-pyran- 8,7 50 60 15 46 99
methanol
2-Äthoxyäthanol 6,4 50 60 30 46 99
2-Methoxyäthanol 4,3 50 60 15 46 99
l-Methoxy-2-propanol 8,7 50 60 15 46 99
Diäthylenglykol, 8,7 50 50 20 41 99
Äthyläther
*) Entspricht nicht der Erfindung.
Beispiel2
Eine weitere Reihe von Versuchen wurde unter den in Tabelle II genannten Bedingungen wie folgt durchgeführt: Ein mit Mantel, Rührer, Thermometer, Rück-'fiußkühler und Stickstoffeiriführungsrohr versehener 500-ml-Vierhalsrafldkolben wird mit Stickstoff gespült Wahrend der gesamten Reaktion wird das Innere des Kolbens unter Stickstoff gehalten. Das Natriumhydroxyd und der Katalysator werden in den Kolben gegeben. Unter langsamem Rühren wird der xnlheninh&lt auf 65°C erhitzt Die Geschwindigkeit des Rührers wird auf 1300UpM erhöht, und aus einem Tropf trichter werden 50 g 3,4-Dichlorbuten-l, das 0,02 Gewichtsprozent Phenolthiazdn enthält, in
den Kolben gegeben. Die Reaktion wird 15 Minuten bei 65° C durchgeführt Der Kolben wird dann schnell auf 0eC gekühlt Nach Zugabe von kaltem Toluol werden die wäßrige Phase und die organische Phase getrennt, und die wäßrige Phase wird dreimal mit
Toluol extrahiert Die Toluolextrakte werden vereinigt und durch Gaschromatographie wie im Beispiel 1 analysiert Die erzielten Umsätze sind nachstehend in Tabelle Π angegeben.
Tabelle II
Ver
weh
Nr.
Katalysator Katalysator NaOH-
Konzen-
tration zu
Beginn
NaOH/
DCB-MoI-
verhältnis zu
Beginn
Tempe
ratur
CC)
Reak
tionszeit
(Min.)
Berechnete
NaOH-End-
konzentration
unter der
Annahme von
100% DCB-
Umsatz
DCB-
Utnsatz
20 Octyltrimethyl-
ammoniumcnlorid
1 50 2 65 15 29 89,1
21 Octadecyltrimethyl-
ammoniumchlorid
1 50 2 65 15 29 99,4
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

V .O spielen beschriebenen Versuchen wird wenig oder kein f \S Wasser verwendet. Die Konzentrationen des wäßrigen Patentansprüche: Natriumhydroxyds variieren von 80 bis 46%, wobei V% das Natriumhydroxyd in einem stöchiometrischen
1. Verfahren zur Herstellung von 2-Chlorbuta- 5 Anieil oder höchstens in einem geringen Überschuß dien-(l,3) durch Dehydrochlorierung von 3,4-Di- (weniger als 1,2 Äquivalente) vorliegt Von der Anchlorbuten-1 mit wäßrigem Alkalihydroxyd in melderin wurde bestätigt, daß bei Verwendung dieser Gegenwart eines Katalysators, dadurch ge- Mengenverhältnisse der Reaktionsteilnehmer selbst kennzeichnet, daß man die Dehydrohalo- eine katalytische Reaktion wie diese träge wird und zu genierung mit Alkalihydroxyd mit einer Anfangs- io niedrigen Umsätzen führt, wenn das Natriumhydroxyd konzentration von mindestens 30%, btzogen auf in diesen Konzentrationen vorliegt Nachteile dieses das Gewicht von Alkalihydroxyd und Wasser, empfohlenen nichtwäßrigen Verfahrenstyps sind die wobei die Endkonzentration wenigstens 25 % be- heftige und schlagartige Natur der Reaktion, woraus trägt, durchführt sich Schwierigkeiten in der Beherrschung der Reak-
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- 15 tionstemperatur (wie in der US-PS 25 43 648 bereichnet, daß die Alkalikonztatratioa nach Be- schrieben), Schwierigkeiten in der Handhabung und endigung der Reaktion über 25% und während der Rückgewinnung des festen Natriumhydroxyds und gesamten Reaktionszeit über 20%, vorzugsweise verschlechterte Reaktionsfähigkeit ergeben, weil das über 25%, liegt. gebildete Natriumchlorid die Wirkung des festen
20 Natriumhydroxyds unterdrückt
In der US-PS 30 79 446 wird vorgeschlagen, die Reaktion in Gegenwart von Wasser und eines orga-
nischen Lösungsmittels, nämlich eines Polyäthers,
eines Äiheralkohols, Polyglykols oder wasserlöslichen as cyclischen Äthers, durchzuführen. Wenigstens einige dieser organischen Lösungsmittel gehören zu den in der US-PS 23 22 258 genannten Katalysatoren. Der Alkalianteil liegt zwischen äquimolar und 2:1. Es
Bei einem bekannten Dehydrohalogenierungsverfah- wird angegeben, daß ein wesentlicher Alkaliüberschuß τεη, ζ. B. für die Herstellung von 2-Chlorbutadien-(l,3), 30 nicht notwendig ist. Bei den in den Beispielen bewerden halogenhaltige organische Verbindungen, z. B. schriebenen Versuchen wird eine praktisch stöchiome-3,4-Dichlorbuten-l, mit Natriumhydroxyd umgesetzt. trische Alkalimenge verwendet. Das Alkali wird in Obwohl dieses Verfahren seit wenigstens 30 Jahren einer Konzentration von 50% zu einem Gemisch verfügbar ist, hat es bisher nicht in großem Umfange gegeben, das bereits eine verhältnismäßig große für die Herstellung von 2-Chlorbutadien-(l>3) An- 35 Wassermenge enthält, so daß das Alkali im Reaktionswendung gefunden. Die US-PS 20 38 538 schlug ur- gemisch immer in verdünnter Form vorhanden ist sprünglich ein nichtkatalytisches Verfahren unter Ver- und mehr oder weniger unmittelbar verbraucht wird, wendung von festem Kaliumhydroxyd ohne ein wäß- Als Grund für die Verwendung einer so großen riges Medium vor. Die US-PS 24 30 016 beschreibt Wassermenge wird angegeben, daß das als Nebenein nichtkatalytisches Verfahren, bei dem wäßriges 40 produkt gebildete Natriumchlorid in Lösung gehalten Alkali im Überschuß bei erhöhter Temperatur ver- werden soll.
wendet, Dichlorbuten ungefähr in der Menge, in der Es wurde nun gefunden, daß ein unerwarteter Vores verbraucht wird, zugesetzt und das 2-Chlorbuta- teil bei der Durchführung eines katalytischen Verdien-(l,3) so, wie es gebildet wird, abdestilliert wird. fahtens erzielt werden kann, wenn das Alkalihydroxyd Obwohl angegeben wird, daß die Konzentration des 45 während der gesamten Reaktion bei einer höheren wäßrigen Alkalis zwischen 1 und 30% liegen kann, Konzentration gehalten wird, als dies bisher für notwurden alle in den Beispielen beschriebenen Versuche wendig erachtet wurde. Da während der Reaktion bei einer Konzentration von 10 % durchgeführt. Durch Wasser gebildet wird, wird die Konzentration des in eigene Versuche wurde nun bestätigt, daß bei einem jedem Augenblick verbleibenden Hydroxyds durch die nichtkatalytischen Verfahren, wie es in der US-PS 50 Wassermenge, die gebildet worden ist, sowie durch den 24 30 016 beschrieben wird, der Umsatz zu 2-Chlor- bisherigen Alkaliverbrauch beeinflußt.
butadien-(l,3) sinkt, wenn man die Alkalikonzentra- Gegenstand der Erfindung ist demgemäß ein Ver-
tion von 10 auf 25 und 30% steigert. Bei 30% ist fahren zur Herstellung von 2-ChIorbutadien-(l,3) der Umsatz so niedrig, daß er wirtschaftlich uninte- durch Dehydrochlorierung von 3,4-Dichlorbuten-l ressant ist. Ferner wurde gefunden, daß der Anteil an 55 mit wäßrigem Alkalihydroxyd in Gegenwart eines 1-Chlorbutadien-(1,3) als unerwünschtes Nebenpro- Katalysators, das dadurch gekennzeichnet ist, daß dukt im allgemeinen mit steigender Alkalikonzentra- man die Dehydrohalogenierung mit Alkalihydroxyd tion zunimmt. Hieraus ist es offensichtlich, warum bei mit einer Anfangskonzentration von mindestens 30%, einem nichtkatalytischen Verfahren, wie es in der bezogen auf das Gewicht von Alkalihydroxyd und US-PS 24 30 016 beschrieben wird, eine geringe Kon- 60 Wasser, wobei die Endkonzentration wenigstens 25 % zentration von 10% bevorzugt wird und höhere Kon- beträgt, durchführt.
zentrationen, z.B. 25 und 30%, vorzugsweise ver- Die Konzentration wird wenigstens während eines
mieden werden. Teiles der Reaktion vorzugsweise über 35% gehalten.
Die US-PS 23 22 258 beschreibt ein katalytisches Als Hydroxyd wird üblicherweise und vorzugsweise
Verfahren, bei dem mehrwertige Alkohole und Hy- 65 Natriumhydroxyd verwendet, jedoch kann auch Kadroxyäther als Katalysatoren verwendet werden, und liumhydroxyd oder jedes andere Alkalihydroxyd, das weist darauf hin, daß die Anwesenheit von Wasser die Reaktion durchzuführen vermag, verwendet die Reaktion zu hemmen pflegt. In den in den Bei- werden.
DE19681768475 1967-05-19 1968-05-17 Verfahren zur Herstellung von 2-Chlorbutadien-(1,3) Expired DE1768475C3 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US63963467A 1967-05-19 1967-05-19
US63963467 1967-05-19

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1768475A1 DE1768475A1 (de) 1971-11-18
DE1768475B2 DE1768475B2 (de) 1975-10-09
DE1768475C3 true DE1768475C3 (de) 1976-05-13

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3415337A1 (de) Verfahren zur herstellung von 3,3-dichlor-2-methyl-propen
DE2418676A1 (de) Verfahren zur herstellung von trifluoracetylchlorid
DE2542496C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Perfluoralkyljodidtelomeren
DE2607294C2 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Amino-1-butanol
DE2423405C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Glycidylmethacrylat
DE1768475C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Chlorbutadien-(1,3)
DE1113215B (de) Verfahren zur Herstellung von 1, 1, 1-Trifluor-2-brom-2-chloraethan
DE2052822A1 (de) Verfahren zur Herstellung von N,N,N, N Tetraacetylathylendiamin
DE2443142C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Cyclopropancarbonsäurenitril
DE1967156C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Chlorbutadien-&lt;13)
DE3029368C2 (de)
DE2007867A1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Her stellung von Dichlorpropanolen
EP0022185B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Chloracetylchlorid
DE2614241B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Acylcyaniden
DE2756235C2 (de) Verfahren zur Herstellung von gegebenenfalls substituiertem Benzotrifluorid
DE3106169C2 (de) Verfahren zur Herstellung von 3,3,3,-trifluorpropylierten Benzolderivaten
DE2123989A1 (de) Verfahren zur Herstellung von C tief 1bis C tief 10-Alkylestern der Chrysanthemsäure
DE2306335C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Dichloracetaldehyd
DE1768475B2 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Chlorbutadien-(1,3)
DE1768242C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Allylchlorid bzw. Methallylchlorid
DE898588C (de) Verfahren zur Herstellung von polychlorierten AEthern
DE2534209A1 (de) Ar-octahalogendiphenylaether-4,4&#39;- dimethanol
DE2204194C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Allylbromid
DE2737945A1 (de) Verfahren zur herstellung von 3-methyl-2-(4-halogenphenyl)-butyronitril
DE2013435B2 (de) Verfahren zur herstellung von n,n&#39;- bis-trifluormethyl-tetrafluoraethylendiamin