DE1764391C - Klappankerrelais - Google Patents
KlappankerrelaisInfo
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Description
dadurch tritt aber im Gelenk eine Vorspannung auf, Nach einer anderen Ausführungsform der Erfin-
die nicht immer erwünscht ist. Zudem können in sol- 60 dung kann die Kunststoffplatte mit angeformten,
chen Federn Ermüdungs- und Kerbwirkungserschei- parallelen Querrippen mit sich nach außen verbrei-
nungen auftreten. ternder Querschnittsform versehen sein, die in Nuten
Auch ist es gemäß der deutschen Patentschrift entsprechender Querschnittsform im Kern und An-
1 094 366 bekannt, an einem Relais, zur Verbindung ker einschiebbar bzw. einpreßbar sind. Auch auf
von Kern und Anker eine dünne Kunststoffolie zu 65 diese Weise wird eine einfache Montage erreicht. Es
verwenden, die mit einem Ende an der Außenseite ist selbstverständlich auch möglich, die Kunststoff-;
des festen Kerns befestigt und mit dem anderen Ende platte flach an die Endflächen des Kernes und des
mit dem beweglichen Anker verbunden ist. Diese Ankers anliegend, vorzugsweise durch Kleben, zu be-
festigen, wenngleich auch Schraub- oder Nietverbindungen od. dgl möglich sind.
Die Schwächungslinie der Kunststoffplatte wird vorzugsweise von einer in dieser Platte vorgesehenen
Rille an der vom Kern und Anker abgekehrten Seite der Kunststoffplatte gebildet Durch Wahl der
Rillentiefe und deren Querschnittsiorm ibt es dabei erwünschtenfalls möglich, dem Anker eine leichte
Vorspaanung zu geben.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Klappankerrelais mit Gelenkverbindung
gezeigt, wobei die für ein richtiges Verständnis der Erfindung nicht notwendigen Unterteile, wie
die Relaisspulen, weggelassen worden sind.
Die F i g. 1,2 und 3 zeigen drei verschiedene Ausführungsformen
der Gelenkverbindung.
In den Figuren ist mit 1 ein drei Schenkel aufweisender Kern und mit 2 ein plattenförmiger Anker
eines Klappankerrelais angedeutet. Kern 1 und Anker 2 sind in bekannter Weise aus Blechen geschichtet.
Ein Außcnschenkel 3 des Kernes 1 ist an der Oberseite mit einer Quernut 4 ZUr Aufnahme eines
nicht gezeichneten Kurzschlußringes versehen, während ein anderer Schenkel S des Kernes 1 durch eine
Gelenkverbindung mit dem entsprechenden Ende des Ankers 2 verbunden ist.
Diese Gelenkverbindung wird durch eine biegsame thermoplastische Kunststoffplatte6 gebildet; sie ist
fest oder auch leicht beweglich an den gelenkseitigen Endflächen des Kernes 1 und des Ankers 2 befestigt.
Die Kunststoffplatte 6 erstreckt sich über die ganze Breite des Kernes 1 und des Ankers 2 und weist etwa
in der Mitte ihrer Außenseite eine Querrille 7 zur Bildung einer Schwächungslinie auf, die die Gelenkachse
der Gelenkverbindung bildet. Die Rille 7 verläuft in Höhe eines Luftspaltes 8 zwischen dem
Kern 1 und dem Anker 2, wobei der oberhalb der Rille 7 liegende Kunststoffplattenteil sich zweckmäßig
über die ganze Höhe des Ankers 2 erstreckt und der unterhalb der Rille 7 liegende Plattenteil etwa die
gleiche Länge aufweist.
Gemäß der Ausführungsform nach der Fig. 1 ist die Kunststoffplatte 6 durch Kleben fest an den Endflächen
von Anker und Kern befesiigt. Es ist selbstverständlich
auch möglich, für diese Befestigung Schrauben, Niete od. dgl. zu verwenden, was aber
das Bohren von Löchern im Anker 2 und im Schenkel 5 des Kernes 1 notwendig macht.
Wie in der Fig. 1 dargestellt, kann die Kunststoffplatte 6 in der Höhe der Rille 7 mit einem angeformten
Steg 9 versehen sein, der senkrecht von der Kunststoffplatte 6 absteht und zwischen dem Schenkels
und dem Anker 2 liegt. Die Dicke dieses Steges 9 bestimmt die Breite des Luftspaltes 8 zwischen
' Kern und Anker, so daß beim Montieren der Kunststoffplatte
6 gleichzeitig die erwünschte Luftspaltbreite erhalten wird. Dadurch wird die Montage des
Ankers 2 wesentlich erleichtert, was insbesondere fur die Massenherstellung des Relais sehr wichtig ist.
Nach der Ausführungsform der Fig.2 ist jede
Kunststoffplattenhälfte mit einer angeformten Querrippe 10 mit etwa schlüssilförmiger Querschnittsform
ίο versehen. Die Rippen 10 greifen in Nuten entsprechender
Querschnittsform in den Endflachen des Ankers und des Kernes ein. Die Kunststoffplatte 6 kann
mit diesen Rippen 10 seitlich in die Nuten hineingeschoben werden. Wenn der verwendete Kunststoff
genügend verformbar ist und die gewählte Querschnittsform
der Rippen sich dazu eignet, ist es auch möglich, diese Rippen in einer Richtung senkrecht zu
den Endflächen von Kern und Anker durch die Nutenöffnungen
hineinzudrücken, bis sie in den Nuten
liegen. Die Kunststoffplatte6 der Fig.2 ist gleichfalls
mit einem Distanzsteg 9 versehen, der aller.Jing>
bei diesem Ausführungsbeispiel auch fortgelassen werden kann.
Die Kunststoffplatte6 der in der Fig.3 gezeigten
Ausführungsform hat zwei Wangen II, die den Anker
2 beidseitig einschließen, und zwei weitere Wangen 12, die den Schenkels des Kernes 1 beidseitig
einschließen, wobei die beiden Wangenpaare in Hohe der Rille 7 voneinander getrennt sind. Die beiden
Wangen 11 und auch die Wangen 12 sind durch einen Stiftteil miteinander verbunden, der sich durch
ein Querloch im Schenkel 5 bzw. im Anker 2 erstreckt. Die Platte 6 ist aus einem Stück mit den
Wangen Il und 12 und den Stiftteilen 13 aus Kunsi-
stoff geformt, wozu der Kern I und der Anker 2 in
der richtigen Lage in einer Matrize angeordnet und darauf die betreffenden Teile mit Kunststoff umspritzt
werden. Wenn erwünscht, könnte auch in diesem Fall ein Steg9, wie in den Fig. 1 und2 angege-
ben, an die Platte 6 angespritzt werden, aber im allgemeinen kann bei der Ausbildung gemäß der F i g. 3
ein solcher Steg fortgelassen werden. In allen be schriebenen Ausbildungen der Gelenkverbindung
kann durch richtige Wahl der Querschnittsform und
der Tiefe der Rille7 die Biegsamkeit der Kunststoffplatte
6 entlang dieser Rille nach Wunsch bestimmt werden, wobei die Wandstärke der Platte in der
Schwächungsrille 7 sehr klein gewählt werden kann, so daß ein praktisch vernachlässigbar kleiner Biege-
widerstand auftritt. Es ist aber auch möglich, unter Ausnützung der elastischen Eigenschaften der Kunststoffplatte
dem Anker in der Schließrichtung cim; leichte Vorspannung zu geben.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Klappankerrelais mit einem festen Kern und Stöße. f„au,>
„,„„^ ,:„„
einem mittels einer biegsamen Kunststoffplatte 5 Der Erfindung hegt die Aufgabe zugmndeeme
gelenkig mit dem Kern verbundenen Anker, wo- leichtgängige, wartungs- und ennudungsfreie owrc
bei die Kunststoffplatte an den nach außen ge- stoßunempfindliche G^erhmd™Z ™?C*&n
kehrten Flächen von Kern und Anker befestigt Kern und Anker eines Relais zu schaffen, d.e eine
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die genau definierte Gelenkachse aurweisi
einen bestimmten Abstand zwischen Kern (1) io Diese Aufgabe ist erfindungsgernaß dadurch ge-
und Anker (2) gewährleistende Kunststoffplatte löst, daß die einen bestimmten Abstand zwiscnen
(6) eine eine Gelenkachse bildende Schwächlings- Kern und Anker gewährleistende Kunststoffplatte
linie in Form einer auf der von Kern (1) und An- eine eine Gelenkachse bildende Schwächungslinie in
ker (2) abgewandten Seite der Kunststoffplatte Form einer auf der von Kern und Anker abgewand-
(6) vorgesehenen Rille (7) besitzt. 15 ten Seite der Kunststoffplatte vorhandenen Rille be-
2. Klappankerrelais nach Anspruch 1, dadurch sitzt.
gekennzeichnet, daß die Plattenteile der Kunst- Die Anordnung ermöglicht dank der vornandenen
stoffplatte (6) mit je einem Wangenpaar (11, 12) Schwächungslinie die Vorgabe einer genau delinier-
versehen sind, das den Kern (1) bzw. den Anker ten Gelenkachse. Es kann keine Abnutzung und des-
(2) seitlich einschließt und dessen Wangen von =»>
halb keine Brummanfälhgkeit auftreten, die üelenk-
einem ein Querloch im Kern bzw. im Anker verbindung wirkt dümpfcnd und weist eine große
durchsetzenden, stiftförmigen Teil (13) verbun- Stoßfestigkeit und Dauerhaftigkeit gegen Alterung
den sind, wobei Kunststoffplatte (6), Wangen und F.rmüdungserscheinugen auf. Weiter ist das (.c-
(11, 12) und stiftförmige Teile (13) durch Um- lenk elektrisch isolierend und magnetisch nichtx,-
spritzen der betreffenden Kern- oder Ankerteile 25 tend, billig in der Herstellung und ermöglicht cmc
einstückig ausgebildet sind. einfache Montage und Einstellung.
3. Klappankerrelais nach Anspruch 1, dadurch Da bei Klappankerrelais nur eine beschränkte
gekennzeichnet, daß die Kunststoffplatte (6) mit Drehbewegung auftritt, wird die Kunststoffplatte nur
angeformten parallelen Querrippen (10) mit sich geringen Biegebeanspruchungen unterworfen, so άιΛ
nach außen verbreiternder Querschnittsform ver- 30 eine große Lebensdauer gesichert ist.
sehen ist, die in Nuten entsprechender Quer- Die Anwendung einer aus einem biegsamen
schnittsform im Kern (1) und Anker (2) ein- Kunststoff hergestellten Kunststoffplatte macht es
schiebbar bzw. einprclibar sind. weiter möglich, die Kunststoffplatte in Höhe der
Schwächungslinie mit einem senkrecht zur Platte ab-35
stehenden, angeformten Steg zu versehen, der zwischen dem Relaiskern und dem Anker liegt und des-
Die Erfindung betrifft ein Klappankerrelais mit sen Dicke den Luftspalt zwischen diesen Teilen bceinem
festen Kern und einem mittels einer biegsamen stimmt. Eine solche Kunststoffplatte mit angeform-Kunststoffplatte
gelenkig mit dem Kern verbundenen tem Distanzsteg kann leicht durch Spritzguß oder ein
Anker, wobei die Kunststoffplatte an den nach außen 40 ähnliches Verfahren hergestellt werden und erleichgekehrten
Flächen von Kern und Anker befestigt ist. tert erheblich die Montage des Relais, weil dabei der
Es sind verschiedenartige Gelenkverbindungen erwünschte Luftspalt erhalten wird, ohne daß weitere
für die Befestigung des Ankers am Kern eines Klapp- Justierarbeiten am Relais erforderlich sind. Dieser
ankerrelais bekannt, wie solche mit in einem Dreh- Luftspalt kann sich beim Gebrauch des Klappankerlager
geführten Scharnierbolzen, mit in konische Lö- 45 relais nicht verändern.
eher greifenden Spitzschrauben oder auch mit Die Befestigung der Kunststoffplatte an den Re-Schneideaufhängung.
Diese bekannten Gelenkverbin- laisteilen kann auf verschiedene Art stattfinden. Gedungen
haben alle bestimmte Nachteile. So kann maß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindurch
Abnützung der Lager die Brummanfälligkeit dung, bei der die Spritzbarkeit des Kunststoffes weleicht
so weit ansteigen, daß schließlich Brumm auf- 50 sentliche Vereinfachungen bringt, sind die Plattentritt.
Oft sollen weiter die Lager geschmiert werden, teile der Kunststoffplatte je mit einem Wangenpaar
was aber durch Alterung des Schmieröls zu erhöhter versehen, dar den Kern bzw. den Anker seitlich cin-Reibung
führen kann, während auch durch Rostbil- schließt und dessen Wangen von einem ein Querloch
dung die Lagerreibung ansteigen kann. Schneideauf- im Kern bzw. Anker durchsetzenden, stiftförmigen
hängungen sind weiter stoßempfindlich, und bei 55 Teil verbunden sind, wobei Kunststoffplatte, Wangen
Spitzschraubenlagern besteht die Gefahr der Deju- und stiftförmige Teile durch Umspritzen der betrefstierung
der Lager. Man hat bereits vorgeschlagen, fendcn Kern- und Ankerteile einstückig ausgebildet
Kern und Anker durch eine Blattfeder zu verbinden; sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681764391 DE1764391C (de) | 1967-09-05 | 1968-05-30 | Klappankerrelais |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1241067 | 1967-09-05 | ||
| DE19681764391 DE1764391C (de) | 1967-09-05 | 1968-05-30 | Klappankerrelais |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1764391A1 DE1764391A1 (de) | 1971-07-08 |
| DE1764391B2 DE1764391B2 (de) | 1973-01-25 |
| DE1764391C true DE1764391C (de) | 1973-08-09 |
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| DE1764391A1 (de) | Klappankerrelais |