DE1764233C2 - Elektrischer Schwachstromkontakt - Google Patents
Elektrischer SchwachstromkontaktInfo
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- DE1764233C2 DE1764233C2 DE19681764233 DE1764233A DE1764233C2 DE 1764233 C2 DE1764233 C2 DE 1764233C2 DE 19681764233 DE19681764233 DE 19681764233 DE 1764233 A DE1764233 A DE 1764233A DE 1764233 C2 DE1764233 C2 DE 1764233C2
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Description
25
Die Erfindung bezieht sich auf einen elektrischen Schwachstromkontakt für Betrieb unter Vakuum oder
unter Schutzgas, bestehend aus einem Träger, der auf der kontaktgebenden Seite eine Zwischenschicht und
einen aus einer Gold-Basislegierung bestehenden Überzug aufweist.
Es ist bekannt, Schutzgaskontakte für Schwachstrom aus Fe-Ni-Legierungen herzustellen, bei denen an der
Kontaktstelle Gold eindiffundiert wird. Beim Betrieb dieser Kontakte hat sich gezeigt, daß in der Fabrikation
die Dichteverteilung des Goldes schwerlich konstant gehalten werden kann. Nachteiliger aber ist, daß in der
Kontaktfläche neben den Goldatomen auch Unedelmetallatome liegen, die mit dem Stickstoff des Schutzgases,
besonders unter dem Einfluß von Gasentladungen, reagieren, wobei sich isolierende Deckschichten bilden,
die außerdem Anlaß zu starker Erosion der Kontaktflä chen geben. LJm diese Schwierigkeiten zu beseitigen, hat
man versucht, reine Edelmetalle in dünner homogener Schicht auf das Unedelmetall aufzutragen, ohne jedoch
eine Diffusion anzuwenden. Dabei zeigte sich, daß die Lebensdauer dieser Kontakte durch Verkleidungen und
Verschweißungen in unkontrollierbarer Weise herabgesetzt wird.
Bekannt sind aus der USA.-Patentschrift 26 41 670 elektrische Kontakte, bestehend aus einem gesinterten
Körper aus Molybdän oder Wolfram oder deren Karbiden, welcher mit Silber imprägniert ist. Diese
Kontakte aus ebenfalls stark passiven Werkstoffen, auf welchen sich im Betrieb ein isolierender Überzug bildet,
besitzen den Nachteil, daß wegen ihrer Passivität selbst bei schwachen Strömen auch unter Schutzgasatmosphäre
Ziind- bzw. Kontaktschwierigkeiten auftreten. Auch bei diesen Kontakten wurde ein häufiges Verkleben
oder Verschweißen der Kontaktplättchen miteinander bei der Kontaktgabe beobachtet.
Auf Grund dieser Nachteile war eine einwandfreie Kontaktgabe während des Betriebes nicht mit Sicherheit
gewährleistet. Außerdem war die Lebensdauer der Kontakte auf Grund der genannten Nachteile nicht ftf,
ausreichend, so daß sie häufig erneuert werden mußten.
In dem Bestreben, die Eigenschaften von elektrischen
Kontakten aus einem für Kontaktwerkstoffe üblichen Unedelmetall wie Kupfer, Nickel, Eisen und den
entsprechenden Legierungen zu verbessern, sind in der französischen Patentschrift 1347 932 elektrische Verbundmetall-Kontakte
vorgeschlagen worden, welche aus dem genannten Unedelmetall bestehen, auf welches
eine edlere Deckschicht aus einer Legierung des Goldes mit einem oder mehreren Unedelmetallen als Legierungskomponente
aufgebracht ist Diese elektrischen Verbundmetall-Kontakte sind zwar gegenüber den
bekannten Kontakten verbessert, jedoch genügten sie den an elektrische Schwachstromkontakte für Betrieb
unter Schutzgas oder unter Vakuum gestellten hohen Anforderungen insoweit noch nicht, als noch gewisse,
über das zulässige Maß hinausgehende Änderungen des Kontakiwiderstandes im Laufe der Lebensdauer des
Kontaktes beobachtet werden, was auf die Bildung eines Isolierfilmes zurückgeführt werden kann.
Aus »Kontaktwerkstoffe in der Elektrotechnik«, Akademie-Verlag Berlin, 1962, S. 51, sind Goldlegierungen
mit Platinmetallgehalten von 10 bis 30% bekannt.
Darüber hinaus sind aus der USA.-Patentschrift 28 12 406 Schaltkontakte für Telefonrelais bekannt, die
einen Dreischichtenaufbau aufweisen. Sie bestehen aus einer Kontaktfeder, einer Zwischenschicht aus einer
Legierung, die wenigstens 50% eines Platinmetalls enthält, und aus einem Überzug aus einer Goldlegierung,
die wenigstens 50% Gold, aber nicht mehr als 5% eines Platinmetalls enthält. Die Verwendung von
Platinmetall-Basislegierungen als Zwischenschicht verteuert den Kontakt erheblich auf Grund der relativ
hohen Platinmetallpreise. Hierdurch wird der praktische Einsatz der bekannten Kontakte erheblich
eingeschränkt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen dreischichtigen, elektrischen Schwachstromkontakt für
Betrieb unter Vakuum oder unter Schutzgas zu schaffen, bei welchem auch bei sehr häufigem Schalten kein
Verschweißen oder Verkleben der Kontaktpole auftritt und bei dem die Kontaktreibung soweit wie möglich
herabgesetzt ist, um eine möglichst hohe Lebensdauer des Kontaktes zu erhalten. Darüber hinaus sollen die
Kosten des Kontaktes möglichst niedrig gehalten werden.
Es wurde nun nach zahlreichen Versuchen überraschend gefunden, daß diese Aufgabe durch einen aus
drei Schichten aufgebauten elektrischen Schwachstromkontakt gelöst wird, der erfindungsgemäß dadurch
gekennzeichnet ist, daß zwischen dem Träger aus weichmagnetischem Werkstoff, wie Eisen-Nickel-Legierung,
und dem homogenen Überzug aus einer bis zu etwa 0,02 mm dicken Gold-Palladium-Legierung, die 5
bis 35 Gewichtsprozent Palladium, Rest Gold, enthält, eine Zwischenschicht aus einem schwerschmelzbaren
Material aus der Gruppe Molybdän, Wolfram, Rhenium, einem Karbid oder Borid dieser Metalle, Tantalkarbid
oder Tantalborid angeordnet ist. Die Dicke des Überzugs beträgt vorzugsweise 0,001 bis 0,01 mm.
Durch die Anordnung der Zwischenschicht aus einem schweischmelzbaren Material resultiert eine höhere
Belastbarkeit für den Schwachstromkontakt gegenüber einem gleich aufgebauten Schwachstromkontakt, der
jedoch keine Zwischenschicht aufweist. Es tritt eine Wechselwirkung zwischen dem Überzug aus der
Gold-Palladium-Legierung und der Zwischenschicht aus dem schwerschmelzbaren Material derart ein, daß die
Klebewirkung noch wesentlich herabgesetzt wird im Vergleich zu Schaltkontakten, die zwar einen Gold-Palladium-Überzug,
jedoch keine Zwischenschicht aufwei-
sen. Der erfindungsgemäß ausgebildete Schwachstromkontakt
kann auf dem Gebiet der Nachrichtentechnik, insbesondere dem Fernmeldeweseii, sowohl als Koppelfeldk
jntakt, d. h. zum Schalten ohne Leistung, als auch
als Funktionskontakt, d. h. zum Schalten von Leistung,
verwendet werden. Über lange Zeiträume gesehen, hat er auch bei häufigem Schalten keine Verklebungs- oder
Verschweißungseffekte gezeigt, so daß keine Spitzen- und/oder Kraterbildung auftritt und der Abstand der
Kontaktpole voneinander praktisch konstant bleibt ic
Letzteres ist eine wesentliche Voraussetzung für die einwandfreie Funktionstüchtigkeit von Schwachstromkontakten.
Der Kontaktwiderstand eines erfindungsgemäß ausgebildeten Schwachstromkontaktes aus weichmagnetischem Werkstoff liegt im Bereich von etwa 15
bis 40 mOhm. Dieser Kontaktwiderstand ändert sich im Laufe der Lebensdauer des Kontaktes praktisch nicht.
Selbst bei größenordnungsmäßig I(F Schaltungen hielten sich die Änderungen des Kontaktwiderstandes
in zulässigen Grenzen. Materialwanderungen von einem Kontaktpol zum anderen waren auch bei ungünstigen
Belastungen sehr gering. Der aufgebrachte dünne homogene Überzug aus; der Gold-Palladium-Legierung
übt darüber hinaus noch eine vorteilhafte Schmierwirkung aus. Diese Legierung enthält nur solche unvermeidbaren
Verunreinigungen, die üblicherweise m Edelmetall-Legierungen vorhanden sind, welche aber
wegen ihrer außerordentlich geringen Menge nicht stören.
In der Figur ist schematisch ein Ausführungsbeispie!
eines erfindungsgemäßen Schwachstromkontaktplättchens dargestellt.
Das Kontaktplätichen besteht aus einem an sich bekannten weichmagnetischen Werkstoff 1, wie Eisen-Nickel-Legierung.
Zwischen dem homogenen Gold-Palladium-Überzug 2 und dem Träger 1 ist eine Zwischenschicht 3 aus einem schwerschmelzbaren
Material aus der Gruppe Molybdän. Wolfram, Rhenium, einem Karbid oder Borid dieser Metalle, Tantalkarbid
oderTantalborid angeordnet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Elektrischer Schwachstromkontakt für Betrieb unter Vakuum oder unter Schutzgas, bestehend aus
einem Träger, der auf der kontaktgebenden Seite eine Zwischenschicht und einen aus einer Gold-Basislegierung
bestehenden Oberzug aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem
Träger (1) aus weichmagnetischem Werkstoff, wie Eisen-Nickel-Legierung, und dem homogenen Überzug
(2) aus einer bis zu etwa 0,02 mm dicken Gold-Palladium-Legierung, die 5 bis 35 Gewichtsprozent
Palladium, Rest Gold, enthält, eine Zwischenschicht (3) aus einem schwerschmelzbaren
Material aus der Gruppe Molybdän, Wolfram, Rhenium, einem Karbid oder Borid dieser Metalle,
Tantalkarbid oderTantalborid angeordnet ist.
2. Schwachstromkontakt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug (2) eine
Dicke von 0,001 bis 0,01 mm besitzt.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681764233 DE1764233C2 (de) | 1968-04-27 | Elektrischer Schwachstromkontakt | |
| CH192969A CH486110A (de) | 1968-04-27 | 1969-02-07 | Elektrischer Schwachstromkontakt |
| AT303669A AT283489B (de) | 1968-04-27 | 1969-03-27 | Elektrischer Schwachstromkontakt |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681764233 DE1764233C2 (de) | 1968-04-27 | Elektrischer Schwachstromkontakt |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1764233B1 DE1764233B1 (de) | 1971-05-06 |
| DE1764233C2 true DE1764233C2 (de) | 1977-06-16 |
Family
ID=
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