DE1762644A1 - Verfahren zur Umsetzung von Datensignalen - Google Patents
Verfahren zur Umsetzung von DatensignalenInfo
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Description
Patentanwälte Dipl.-Ing. F. Weickmann,
Dipl.-Ing. H.Weickmann, D1PL.-PHYS. Dr. K. FiNCKE 1. t
Dipl.-Ing. F. A.Weickmann, Dipl.-Chem. B. Huber ' }
SBiPO
XEROX CORPORATION, 8 mOnchen 27>
DEN
Rochester. Η.γ. 14603/üSA möhlstrasse 22, rufnummer
Verfahren zur Umsetzung von Datensignalen
Die Erfindung "betrifft die Datenübertragung, insbesondere
ein Yerfahren zur umsetzung nicht synchroner Datensignale mit zwei Pegelwerten in nicht synchrone Datensignale mit
mehreren Pegelwerten.
Übertragungskanäle zeichnen sich durch zwei Eigenschaften
aus, die die Übertragungsgeschwindigkeit für Daten bestimmen, nämlich die "Breite" des Frequenzbereichs in Hertz, d.h. die
Bandbreite, und die "Höhe" der Leistung, die normalerweise duroh das "Signal-Rausch-Verhältnis" angegeben wird. Bekanntlich
kann die Datenübertragungsgesohwindigkeit eines Kanals
über den für binäre Daten möglichen Wert hinaus erhöht werden, wenn die Daten mit mehr als zwei Signalpegeln kodiert
werden, woduroh die "Höhe" des Signale vergrößert und die "Höhe" des Kanäle ohne weitere Vergrößerung der Bandbreite
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— 2 —
des Signals ausgenutzt wird. Dieses Verfahren wurde in jüngerer Zeit allgemein angewendet, da die Anforderungen an die Datenübertragungsgeschwindigkeit
über diejenige der Binärwerte hinausgingen.
Ein bekanntes Verfahren, das als Nyquist-Kodierung bekannt
ist, besteht darin, daß ή Bits in 2n Signalpegel umgewandelt
werden. Jeder Pegel stellt so eine Binärziffer dar, und der übertragene Pegel ist dadurch im Empfänger einheitlich dekodierbar.
Durch Umwandlung der binären Datensignale in nicht binäre Datenzeichen ist es auch möglich, auf L Signalpegel
zu kodieren, wobei L nicht gleich 2n ist. Diese Verfahren haben
normalerweise einen Wirkungsgrad von weniger als 100 %,
da im allgemeinem. Iteeine ganzen Zahlen m und η existieren, für
die 2n gleich Rm und R eine andere Basis als 2 ist. Ein drittes
Verfahren besteht darin, eine Korrelation zwischen den übertragenen Symbolen herbeizuführen, indem der übertragene
Signalpegel nicht nur von dem oder den während eines vorgegebenen Zeitraumes zu übertragenden Bits, sondern auch von
dem oder den während eines vorhergehenden Zeitraumes oder mehrerer Zeiträume übertragenen Bits abhängig gemacht wird·
In diesem Falle Minnen die übertragenen Signalpegel im allgemeinem
im Empfänger einheitlich dekodiert werden, jedoch müssen sie gespeichert und mit nachfolgenden Symbolen verglichen
werden. In einigen Fällen können eich duroh riohtige
Vorkodierung von binär auf binär tinheitlioh dekodierbare
009827/0666
'#■
17626Λ4
Symbole mit mehreren Signalpegeln ergeben. Bin bekanntes Ausführungsbeispiel
dieses letzteren Verfahrens ist das kürzlich entwickelte "duobinäre Datenübertragungssystem11,, das
von Adam Lender in Communications and Electronics, Mai 1963»
Seiten 214bis 218, beschrieben ist.
Alle vorstehend genannten Verfahren benötigen eine taktweise
Unterteilung der binären Daten in. diskrete Zeitelemente, d.h.
in Bits, so daß die Information entsprechend den Zuständen der individuellen Bits verarbeitet und kodiert werden kann,
wozu die üblichen Verknüpf ungsschaltungen verwendet werden.
Bisher wurde noch kein Verfahren zur Kodierung nicht getakteter,,
d.h. nicht synchroner Zweipegelsignale, wie sie beispielsweise in Schwarz-Weiß-IFaksimilesystemen auftreten,
entwickelt.
Die Aufgabe der Erfindung besteht deshalb darin, <ii© Datenübertragung derart zu verbessern, daß eine Kodienmg ungetakteter
.Zweipegelsignale in Signale mit mehreren Pegeln - f
möglich ist und engewendet werden-kann. Feraer soll die'ErfiMiffig
eine Konzentration de? spektralen !©iste^gsiliGhte
siiefet syncSiEOrtSff elektriscliea' Sigaale feei a.iGfeig©i?ea !Precpasaseii
ers>c.gliefeQ£is.. iam eis© iaaiälieaTsig mi clio ^sieaow
mit zwei Pegelwerten in nicht synchrone Datensignale mit mehreren Pegelwerten bei der Datenübertragung löst die Erfindung
diese Aufgabe dadurch, daß Komplementärsignale der Zweipegeldatensignale
erzeugt werden und daß diese und die Zweipegeldatensignale wahlweise unter Zugrundelegung eines vorbestimmten
Wahrscheinlichkeitsfaktors übertragen werden.
Die Erfindung sieht zur Durchführung dieses Verfahrens ferner
ein Datenübertragungssystem vor, welches sich auszeichnet durch einen nicht synchrone Zweipegel-Datensignale abgebenden
Signalsender, durch eine Einrichtung zur Erzeugung der diesen Datensignalen komplementären Datensignale und durch
eine Einrichtung zur wahlweisen Übertragung beider Datensignale unter Zugrundelegung eines vorbestimmten Wahrscheinlichkeitsfaktors
als Dreipegel-Datensignale mit einem vorbestimmten Leistungsdichtespektrum» welches in direktem Zusammenhang
mit dem Leistungsdichtespektrum der Zweipegel-Datensignale
steht.
Zum besseren Verständnis wird die Erfindung im folgenden anhand der Figuren beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 das Blockschaltbild einer Anordnung zur Duxohführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens, Fig. 2 edji Funktionsdiagramm zum Verständnis der in Fig. 1
gezeigten Anordnung,
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Fig.. 5 die Kurven für die relative Leistung verschiedener
Datenübertragungssysteme,
Pis. 4 die Kurven für die zu erwartende relative Leistung von
Zweipegel- und Dreipegel-Datensignalen*
Fig.^ 1 Signalverlaufefür verschiedene nicht synchrone Datensignale
mit mehreren Signalpegeln,
Fig. 6 ein "besonderes Ausführungsbeispiel einer Anordnung
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
Fig. 7 das Blockschaltbild zur Dekodierung der mit der Anordnung gemäß Fig. 6 erzeugten Signale,
Fig. 8 und 9 weitere Ausführungsbeispiele von Einrichtungen
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
In Fig. 1 ist die Schaltung zur Erzeugung eines nicht synchronen "dibinären" Dreipegel-Signals aus einem nicht synchronen
Zweipegel-Signal dargestellt. Das Zweipegel-Eingangssignal und Beim Negativbild, welches nicht lediglich die
logische Invertierung darstellt,, sondern durch den Inverter
und Spannungsverlagerer 12 erzeugt wird, werden den Übertragungsgattera
34 und 16 zugeführt, die durch die Entscheidungslogik
10 gesteuert werden* Bei jedem Übergang des ursprünglichen
Datensignalverlaufs in positive Richtung bestimmt die
Enteoheidungelogik 10 mit einer willkürlichen Wahrscheinlichkeit
von z.B. 50 ia das jeweils anzusteuernde Übertragungsgatter·
Dadurch ergibt sioh, daß jeder positive Teil des ursprünglichen
Signalverlaufe mit gleicher Wahrscheinlichkeit positiv oder
auoh negativ übertragen werden kann. Die Teile mit dem Signal-
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' BAD
pegel Null bleiben unverändert. Das Ausgangssignal besteht
daher aus drei Signalpegeln, deren von Null verschiedene Teile in gleicher Weise positiv oder negativ sein können.
In Fig. 2 sind die an verschiedenen Funkten der Schaltung gemäß Fig. 1 auftretenden Signalverläufe dargestellt. Fig. 2A
zeigt den Signalverlauf am Eingang der Schaltung· Fig. 2B zeigt das Ausgangssignal des Inverters und Spannungsverlagerers
12, welches das Komplementärsignal gegenüber Fig. 2A, jedoch nicht lediglich die logische Invertierung ist. Fig·
2D und 2E zeigen die Ausgangssignale der Entscheidungslogik
10 entsprechend der vorstehend beschriebenen willkürlichen Wahrscheinlichkeit. Diese Signale werden den Übertragungsgattern 14 und 16 wahlweise zugeführt und erzeugen das in
Fig. 2C dargestellte nicht synchrone Dreipegel-Datensignal·
In Fig. 3 sind die Spektren beliebiger Signalverlaufe von
Signalen mit versohledenen Fegelwerten dargestellt.. Haben die Signalübergänge· des Eingangssignals eine Poisson-Yerteilung,
so ist das Leistungsdichtespektrum des Eingangssignaist
wobei a die durohsohnittliohe Zahl der Übergänge pro Zeiteinheit und CJ die Winkelgeschwindigkeit 2 7Tf ist· Unter
denselben Bedingungen kann gezeigt werden, daß da· Leistunga-
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dichtespektrum des Ausgangssignals ist:
4 (^a2 +U2J
(2)
Die Gleichung 1 entspricht einem Zweipegel-Signal, das
symmetrisch zur Null-Linie v.erläuft. Pur ein Zweipegel-Signal,
das nicht symmetrisch zur Null-Linie verläuft, würde
in der Gleichung noch ein Gleichstromanteil auftreten. Dieser Anteil bleibt im folgenden der Einfachheit halber unberücksichtigt,
da er für die Ergebnisse nicht von Wichtigkeit ist.
Nach Voraussetzung hat das Dreipegel-Signal keine Gleichstromkomponente.
Die Gleichungen 1 und 2 sind in Pig. 3 in normierter Form dargestellt, um die relativen Leistungsdichtespektren
von Zweipegel-Eingangssignalen und Dreipegel-Ausgangssignalen zu zeigen. Obwohl keines dieser Spektren theoretisch jemals
die Leistung Null erreicht, kann man erkennen, daß das "dibinäre" Dreipegel-Signal bei jedem gegebenen Leistungswert die halbe
Bandbreite des Zweipegel-Signals beansprucht. Diese Verringerung
der Bandbreite verbessert theoretisch die Leistungsfähigkeit eines Übertragungskanals bei vorgegebener Datengeschwindigkeit
oder ermöglicht eine Erhöhung der Datengeschwindigkeit bei vorgegebener Leistung. Da jedoch bei Erhöhung der Anzahl
der Signalpegel die Leistungsreserve gegen Rauschen und Verzerrungen verringert wird, ist bei Signalen mit von Spitze
zu Spitze gleicher Amplitude auch zu erwarten, daß unter be~
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stimmten Bedingungen hinsichtlich des Übertragungskanals die Leistungsfähigkeit, d.h. die mögliche Datengeschwindigkeit,
schlechter wird. Dieser !»all ist in Pig. 4 dargestellt.
In Fig. 4 gilt der Bereich A für einen Kanal, in dem kein Spektrum verzerrt wird. Die Leistung für Zweipegel-Signale
ist wegen des größeren Rauschabstandes besser. Der Bereich B gilt für einen Kanal mit merklicher Bandkantenverzerrung,
^ die sich auf das Zweipegel-Signal, jedoch nicht auf das
Dreipegel-Signal auswirkt, da dieses ein schmaleres Spektrum
hat. Das Dreipegel-Signal ergibt somit eine bessere Leistung.
Der Bereich C gilt für einen Kanal, bei dem die Bandkantenverzerrung so stark ist, daß er beide Signalarten beeinträohtigt. Die Leistung des Zweipegel-Signals ist wegen des größeren
Rauschabstandes wiederum besser, weshalb sich auch ein größerer
Abstand gegenüber Verzerrungen ergibt. In vielen Übertragungskanälen fällt der Leistungswert jedoch in den Bereich B, der
zeigt, daß Dreipegel-Signale bei ansteigender Bandkantenver-
™ zerrung eine bessere Leistung ermöglichen.
Vorstehend wurde der Zusammenhang der BasisbandUcodierung mit
Tiefpaßspefetren und Tiefpaßkanälen beschrieben. Diese Zusammenhänge übertragen sioh auf Bandpaßspektren und Bandpaßkanäle,
wenn die Basisband-Signalverläufe zur Modulation eines trägere
verwendet werden. Allgemein ergeben sioh dieselben Vorteil·,
d.h. die Informationsleistung ist stärker abhängig -von der
Trägerfrequenz, die analog der 81 ei ohe tr om-Bezüge frequenz
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des Basisbandsignals fungiert, womit die schädlichen Auswirkungen
bestimmter Bandkantenverzerrungen verringert werden.
Ein Dreipegel-Signal kann auch erzeugt werden, indem die
Polarität eines binären Signalverlaufs bei jedem Übergang in positiver Richtung wahlweise umgekehrt wird. Diese Art
von Signalverlauf kann beispielsweise als "erzwungener Wechsel" bezeichnet werden. Haben die Übergänge des Eingangssignals
eine Polsson-Verteilung, so ergibt sich das Leistungsdichtespektrum des Dreipegel-Signals aus:
S(CJ)
a (2a2 + ο 2)>
[a2 + (a~o )2][a2 + (a +ω)2]
wobei die Parameter den bereite beschriebenen entsprechen· Dieses Spektrum, das gleichfalls in Fig. 4 gezeigt ist,
weist eine Eaergieverschiebung in Eiohtung der Frequenz
KUIl auf, jedoch ein Maximum bei oa. 0,145 der mittleren
Übergangerate, statt bei Frequenzen nahe Null. Der Vorteil
der Vermeidung von Bandkantenveraerrungen iet daher wahr-•cheinlioh nicht so grofl, jedooh ist die Verwirklichung
dee Signalverlaufe einfacher.
ELn Signalvtrlauf mit mehr ale drei Pegelwerten kann erzeugt werden, wenn jeder positive Übergang eine Pegeländerung verureaoht und jeder negative Übergang eine Änderung
009827/0565 bad origjnal
zum- nächsten Pegel treppenförmig verursacht, bis ein Grenzwert.
. erreicht ist, bei dem die Richtung der Änderung umgekehrt wird. Dieser Vorgang setzt sich fort, bis der entgegengesetzte Grenzwert
erreicht ist und wird dann wieder umgekehrt usw. Zwei Beispiele sind in den Pig. 5B und 5C für ein in Pig. 5A gezeigtes
nicht synchrones Zweipegel-Signal dargestellt. In Pig. 5B ist ein nicht synchrones Fünfpegel-öignal und in
Fig. 5C ein nicht synchrones Siebenpegel-Signal dargestellt. Es ist zu erkennen, daß die ungeraden Fegelwerte den positiven
Teilen des ursprünglichen Binärsignals entsprechen, während die geraden Pegelwerte den Nullwerten des ursprünglichen
Signals entsprechen»
Die in Fig. 6 gezeigte Sohaltung dient zur Erzeugung des duroh
die oben angegebene Gleichung 2 vorgegebenen Spektrums» Das Zweipegel-Eingangssignal wird im Inverter 61 invertiert und
den nachfolgenden Schaltungen über den Emitterfolger 62 zugeführt. Hat das Eingangssignal den Wert Null, so ist das inver-" tierte Signal positiv, und der Multivibrator 63 schwingt mit seiner natürlichen Frequenz von z.B. 50 kHz. Ist das Eingängesignal positiv, so ist da· invertiert« Signal BuIl9 und der
Multivibrator 63 ist abgeschaltet. Das Flip-flop 64 wird duroh den Multivibrator 63 gesteuert und ist für ungerade
Zählsohritte eingeschaltet, für gerade Zählsohritte ausgesohaltet. Am Ende eines Teiles des Eingangssignals mit dem
Wert Null bleibt das Ilip-Flop 64 ein- oder ausgeschaltet,
was davon abhängt, ob der Zählschritt ungerade oder gerade war·
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- li -
Das obere Gatter 65 erzeugt ein positives Ausgangssignal, wenn beide Eingänge mit dem Wert Null angesteuert werden,
d.h. wenn das Eingangssignal positiv und das Flip-Flop 64 eingeschaltet ist. Das untere Gatter 66 erzeugt ein positives
Ausgangssignal, wenn das Eingangssignal positiv und das Flip-Flop 64 ausgeschaltet ist.
Das Ausgangssignal des unteren Gatters 66 wird dann im Inverter
67 invertiert. Beide Ausgangssignale werden in einer nicht dargestellten Summierungsschaltung zur Erzeugung eines
Dreipegel-Signals zusammengesetzt, welches beispielsweise einen Mittelwert von +9,5 Volt, einen positiven Wert von
+14 Volt und einen negativen Wert von +5 Volt hat. Das Ergebnis ist ein Ausgangssignal von +14 Volt für ein positives
Eingangssignal und einen ungeraden Zählschritt, angefangen vom Aus-Zustand, ein Ausgangssignal von +9,5 Volt für ein
Eingangssignal Null und ein Ausgangssignal von +5 Volt für ein positives Eingangssignal und einen geraden Zählschritt,
angefangen vom Aus-Zustand. Diese Spannungen stellen lediglich Beispiele dar, und es !tonnen auch andere Werte verwendet
werden, ohne das Grundprinzip der Erfindung zu verlassen.
Diese Logik kann durch die folgende Tabelle dargestellt werden:
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LOGISCHE ZUSTÄNDE
Eingangssignal
Invertiertes Eingangssignal Multivibrator 63
Flip-Flop 64 . Ein Oberes Gatter 65 Ausgang + Unteres Gatter 66 Ausgang 0
Inverter 67 +
Zusammengesetztes
Ausgangssignal +14
0
Aus
Aus
Aus
+5
Ein/Aus 0 0
+9,5
Es sei bemerkt, daß die erforderliche Wahrscheinlichkeit für
die Entscheidung der Polarität durch die Verwendung eines langen Zählschrittes bei hoher Taktgeschwindigkeit erreicht
wird, d.h. bei ausreichend langem Zählen ist die Wahrscheinlichkeit für einen geraden Zählschritt gleich der Wahrscheinlichkeit
für einen ungeraden Zählschritt. Es ist nicht erforderlich, das Flip-Flop für jeden Zählvorgang zurückzustellen,
da bei ausreichend langem Zählen der Anfangs zustand unwichtig ist·
Fig. 7 zeigt die zur Dekodierung der nicht synchronen. Dreipegel-Signale
erforderliche Schaltung, wenn diese Signale als Eingangssignale verwendet werden. Die Schmitt-Trigger
71 und 73 mit der bei der Datenübertragung verwendeten Spannung entsprechenden Fegelwerten, die im vorliegenden
Falle 9,5 Volt betragen, dienen zur Umsetzung der Dreipegel-
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Informationssignale in ein Zweipegel-Informationssignal. Der Schmitt-Trigger 71 erzeugt ein Signal für jeden Signalwert, der geringer als 9,5 Volt ist, während der Schmitt-Trigger
73 ein Signal für jeden Eingangssignalwert erzeugt, der größer als 9,5 Volt ist. Das Ausgangssignal des ODER-Gatters
75 ist daher das ursprüngliche Zweipegel-Binärsignal·
Es sei jedoch bemerkt, daß "bei.nicht willkürlicher Verteilung
der Eingangsdaten, d.h. bei einer Frequenz der Übergänge
mit bestimmtem Zusammenhang zur Taktfrequenz, die Entscheidung
für die Polarität nicht willkürlich wird und sich das erwartete Spektrum nicht ergibt. Dies kann bei der Faksimileübertragung auftreten, wenn eine Reihe vertikaler Zeilen mit
gleichmäßigem Abstand horizontal abgetastet wird. Diese Erscheinung ist zu beobachten, wenn, getaktete Daten als Ein
gangsdaten verwendet werden. Ea ist ungewiß, ob das Ausgangs-
signal eines Abtasters, der grafische Zeilen abtastet, zur Erzeugung dieser Erscheinung ausreichend regelmäßig ist·
Sie kann, jedooh wahrscheinlich verringert oder vermieden
werden, indem die Taktgeschwindigkeit über das Genauigkeitsvermögen des Abtasters hinaus erhöht oder der Takt mit einem
willkürlich verteilten Bauschen vermiaoht wird·
In Pig. θ 1st ein« weitere Ausführungeform einer Anordnung
sur Durchführung de· erfindungagemäßen Verfahren· dargestellt,
dl· für bee-fcimte Signalmuiter nioht «mpfindlioh ist. Ein
Rauschgenerator 80, deeeen AuegangMignal mit gleioher Wahr-
009827/0665
BAD ORKMNAL
-U-
scheinlichkeit positiv oder negativ ist, dient zum Setzen
oder zur Rückstellung eines Flip-Flops 85, wenn ein Übergang des Eingangssignals in positiver Richtung auftritt· Dies bedeutet,
daß das Ausgangssignal des Rauschgenerators 80 über den Begrenzer 81 dem UND-Gatter 83 und über den Inverter 82
dem UND-Gatter 84 zugeführt wird. Ein nicht synchrones Zweipegel-Eingangssignal wird den Eingängen der UND-Gatter 83
und 84f wahlweise zugeführt, wobei diese UND-Gatter entsprefc
chend den Rauschsignalen durohgeschaltet werden. Das Flip-Flop 85 wird entsprechend gesetzt und zurückgestellt« Das
nicht synchrone Zweipegel-Eingangssignal wird dem UND-Gatter
87 und über den Inverter und den Spannungsverlagerer 86 dem Gatter 88 zugeführt, wobei diese Gatter wahlweise durchgeschaltet
werden und damit die nicht synchronen Dreipegel-Ausgangssignale erzeugen, wie sie bereits anhand von Fig. 6
beschrieben wurden.
In Fig. 9 ist die zur Erzeugung dee Spektrums entsprechend
der Gleichung 3 erforderliohe Schaltung für erzwungenen
Weoheel dargestellt. Sie entspricht der in flg. 6 geseigten
Schaltung mit dem Unterschied, daß der astabile Multivibrator
fehlt und die Umkehrung der Bingangedaten direkt auf das
Flip-Flop 93 geführt wird. Dae Zweipegel-Eingangssignal wird
dem Inverter 91 und über den Emitterfolger 92 dem Eingang des NOR-Gatterθ 94» dem Eingang des Flip-Flop« 93 und einen
Hingang dee NOR-Gatter« 95 zugeführt. Die Wirkungsweise entspricht derjenigen der Sohaltung aus Fig» 6 mit den Unter-
009827/0565
6AD ORIGINAL
schied, daß das Flip-Flop 93 seinen Zustand bei Beginn eines jeden Signalteils des Eingangssignals mit dem Wert Hull ändert.
Die den positiven Teilen des Eingangssignales entsprechenden
Teile des Ausgangssignales ändern ihre Polarität, während der
Nullpegel unverändert bleibt. Das Ausgangssignal des NOR-Gatters 95 wird über den Inverter 96 zusammen mit dem Ausgangssignal
des NOR-Gatters 94 einem Summierungsnetzwerk zugeführt.
Es ergibt sich das nicht synchrone Dreipegel-Signal mit einem Leistungsdichtespektrum entsprechend der oben angegebenen
Gleichung 3·
Vorstehend wurden Verfahren und Anordnungen zur Verschiebung des Leistungsdichtespektrums auf niedrigere Frequenzen beschrieben,
wodurch ein in seiner Bandbreite begrenzter Kanal mit größerem Wirkungsgrad ausgenutzt werden kann. Die beschriebenen
Schaltungen sind aus bestimmten logischen Verknüpfungseinheiten aufgebaut, die jedoch lediglich als
Beispiel genannt wurden. Andere Schaltungen und Anordnungen können gleichfalls zur Durchführung der beschriebenen Funktionen
verwendet werden. Die vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele sollen daher lediglich der Erläuterung der Erfindung
dienen, jedoch nicht einschränkend verstanden werden.
009827/0566
Claims (14)
1. Verfahren zur Umsetzung nicht synchroner Datensignale mit zwei Pegelwerten in nicht synchrone Datensignale mit mehreren
Pegelwerten bei der Datenübertragung, dadurch gekennzeichnet, daß Komplementärsignale der Zweipegel-Datensignale erzeugt
werden und daß diese und die Zweipegel-Datensignale wahlweise
unter Zugrundelegung eines vorbestimmten Wahrscheinlichkeitsfaktors übertragen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Wahrscheinlichkeitsfaktor von 0,5 verwendet wird,
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Wahrscheinlichkeitsfaktor entsprechend statistischer Wahrscheinlichkeit
verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zweipegel-Datensignale und die Komplementäreignale abwechselnd
mit dem Wahrscheinlichkeitsfaktor 0,5 übertragen werden.
5· Datenübertragungssystem zur Durchführung des Verfahrene
nach einem der Ansprilohe 1 bis 4» gekennzeichnet duroh einen nicht synohrone Zweipegel-Datensignale abgebenden Signaleender,
duroh eine Einrichtung (12) zur Erzeugung der diesen Datensignalen komplementären Datensignale, und duroh eine Einrich
tung (14, 16) zur wahlweisen Übertragung beider Datensignal·
0 0 9 8 2 7/0565
•unter Zugrundelegung eines vorbestimmten Wahrscheinlichkeitsfaktors als Dreipegel-Datensignale mit einem vorbestimmten
Leistungsdichtespektrum, welches in direktem Zusammenhang mit dem LeistungsdichteSpektrum der Zweipegel-Datensignale
steht.
6. Datenübertragungssystem nach Anspruch 5, daduroh gekennzeichnet,
daß der Wahrscheinlichkeitsfaktor 0,5 beträgt.
7. Datenübertragungssystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß ferner eine Einrichtung (10) zur dem vorbestimmten Wahrscheinlichkeitsfaktor entsprechenden Ansteuerung
der Üb er tragungs einrichtungen (14» 16) vorgesehen ist.
8. Datenübertragungssystem nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet,
daß die Ansteuerungeeinrichtung einen Rauschgenerator (80) zur Erzeugung von Rauschsignalen mit mit gleicher
Wahrscheinlichkeit auftretenden positiven oder negativen Anteilen, durch die Rauecheignale und die Zweipegel-Eingangesignale
angesteuerte (Zatter-Sohaltungen (83, 84) zur
Erzeugung von Steuersignalen für jeden in positiver Riohtung
verlaufenden Übergang der Zweipegel-Eingangssignale
und eine mit den Gatterschaltung«! (83, 84) verbundene
Flip-yiop-Sohaltung (85); enthält, die abhängig von den
SteuereigMilen geeetnt und surUokgeetellt wird und die
Aneteu«reign*le für die Übertragung»einrichtung en (87, 88)
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9» Datenübertragungssystem zur Durchführung des Verfahrens nach
einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch einen nicht synchrone Zweipegel-Datensignale abgebenden Signalsender,
durch eine Einrichtung (93) zur Erzeugung erster und zweiter Ansteuersignale, abhängig von den Zweipegel-Datensignalen,
und durch eine Einrichtung (94, 95, 96) zur wahlweisen Übertragung der Zweipegel-Datensignale, abhängig von den
ersten und zweiten AnsteuerSignalen als Dreipegel-Datensignale
mit einem vorbestimmten Leistungsdichtespektrum, welches in direktem Zusammenhang mit dem Leistungsdichtespektrum
der Zweipegel-Datensignale steht.
10. Datenübertragungssystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung zur Erzeugung der ersten und zweiten Ans teuer signale eine Schalteinrichtung (93) umfaßt,
die auf den Nullpegel der nicht synchronen Zweipegel-Datensignale anspricht, und daß die tTbertragungseinrichtungen
aus mit den nicht synchronen Zweipegel-Datensignalen angesteuerten und mit der Schalteinrichtung (93) verbundenen
Gatterschaltungen (94, 95, 96) bestehen, die die positiven
Teile dee Zweipegel-Datensignals mit weohselnder Polarität
übertragen.
11. DatenübertragungBeyetem naoh Anapruoh 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Dreipegel-Datensignal das folgende Leistungsdiohteepektrum hatι
009827/0668 BAD 0RIG1NAL
S(C,)) = I
[a2 + (a-O)2] [a2 + (a+6J)2J
wobei a die mittlere Anzahl der Übergänge pro Zeiteinheit und
CJJ die Winkelgeschwindigkeit ist, wenn die Übergänge der Zweipegel-Datensignale
eine Poisson-Verteilung besitzen.
12. Datenübertragungssystem nach Anspruch 9» dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung zur Erzeugung der ersten und zweiten Ansteuerungssignale
einen mit den Zweipegel-Datensignalen angesteuerten, mit dem Nullpegel gesetzten und mit positivem
Pegel gesperrten Multivibrator (63) sowie eine mit diesem verbundene Schalteinrichtung (64) zur Erzeugung eines Signals
einer ersten Polarität bei einem ungeraden Zählschritt des Multivibrators (63) und eines Signals einer zweiten Polarität
bei einem geraden Zählschritt des Multivibrators (63) umfaßt, und daß die Übertragungseinrichtungen (65, 66, 67) mit dem
Signal sender und der Schalteinrichtung (64) verbunden sind
und die positiven Teile der Zweipegel-Datensignale mit wechselnder Polarität übertragen.
13. Datenübertragungssystem nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dreipegel-Datensignale ein Leistungsdichtespektrum
der folgenden Gleichung haben:
009827/0565
wobei a die mittlere Anzahl der Übergänge pro Zeiteinheit und GJ die Winkelgeschwindigkeit ist, wenn die Übergänge der
Zweipegel-Datensignale eine Poisson-Verteilung besitzen.
14. Verfahren zur Umsetzung nicht synchroner Datensignale mit zwei Pegelwerten in nicht synchrone Datensignale mit mehreren
Pegelwerten bei der Datenübertragung, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst nacheinander der Pegel der Mehrpegel-Datensignale
für jeden positiven und negativen Übergang der Zweipegel-Datensignale treppenförmig bis zu einem Pegelgrenzwert
geändert wird, und daß dann nacheinander der Pegel der Mehrpegel-Datensignale für jeden positiven und
negativen Übergang der Zweipegel-Datensignale treppenförmig bis zu einem zweiten Pegelgrenzwert der Mehrpegel-Datensignale
geändert wird.
009827/0565
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US65649667A | 1967-07-27 | 1967-07-27 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1762644A1 true DE1762644A1 (de) | 1970-07-02 |
| DE1762644B2 DE1762644B2 (de) | 1971-03-18 |
Family
ID=24633274
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19681762644 Pending DE1762644B2 (de) | 1967-07-27 | 1968-07-26 | Verfahren und schaltungsanordnungen zur umsetzung nicht synchroner binaerer datensignale in nichtsynchrone daten signale mit mehreren pegelwerten |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1762644B2 (de) |
| FR (1) | FR1579145A (de) |
| GB (3) | GB1250492A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2902133A1 (de) * | 1978-01-20 | 1979-07-26 | Hitachi Ltd | Verfahren und einrichtung zur datenuebertragung |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| BE789644A (fr) * | 1971-10-13 | 1973-04-04 | Cit Alcatel | Codeur a vitesse de transmission accrue |
| DE2823383C3 (de) * | 1978-05-29 | 1981-07-30 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Erzeugung 2↑n↑-stufiger Signale aus n binären Signalen sehr hoher Bitrate |
| GB2250898A (en) * | 1990-12-12 | 1992-06-17 | Stc Plc | Line coding scheme. |
-
1968
- 1968-07-26 GB GB1250492D patent/GB1250492A/en not_active Expired
- 1968-07-26 DE DE19681762644 patent/DE1762644B2/de active Pending
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- 1968-07-26 FR FR1579145D patent/FR1579145A/fr not_active Expired
- 1968-07-26 GB GB1250493D patent/GB1250493A/en not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2902133A1 (de) * | 1978-01-20 | 1979-07-26 | Hitachi Ltd | Verfahren und einrichtung zur datenuebertragung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1250492A (de) | 1971-10-20 |
| GB1250494A (de) | 1971-10-20 |
| GB1250493A (de) | 1971-10-20 |
| DE1762644B2 (de) | 1971-03-18 |
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