DE1761715C3 - Heberloses Farbwerk einer Rollenrotationsdruckmaschine - Google Patents
Heberloses Farbwerk einer RollenrotationsdruckmaschineInfo
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Description
tungen, über die die von der Rakel von der Reini-
Zuleitung über die die Farbe dem Farbkasten wieder iuleitbar ist.
-Die Vereinigung der teilweise bereits bekanmen
feihnerkmale führt zu einer einfachen und k.-stenmarenden
Konstruktion uuter Vermeidung vieler pärbnebel- und Lärmquellen, mit der auch über
fenge Betriebszeiten hinweg eine vorzügliche Druckdualität
gewährleistet werden kann. Ohne die Verwendung von Farbverteilungswalzen gelingt eine
gleichmäßige Einfärbung. Das Druckwerk kann auch Biit hohen Geschwindigkeiten arbeiten, da praktisch
keine Verunreinigungspartikel auf dem Farbübertraeungsweg von der Tauchwalze zum Formzylinder
vorhanden sind., die sonst bei höheren Geschwindigkeiten leicht von den Walzenoberflächen abgeschleudert
wurden und Farbnebel entstehen lassen. Auch die Rezirkulation der Farbe nach dem Abstre:*en unter
Zwischenschaltung eines vorzusehenden Farbfilters vor dem Wiedereinleiten in den Farbkasten
schaltet jegliche Verunreinigungen aus. Dabei ist es auch höchst angenehm, daß curch die Rezirkulation
keine große Farbmenge im Farbkasten als Reservoir vorhanden sein muß.
Es empfiehlt sich, den Raster der Farbnäpfchen zwischen 40 und 80 Linien/cm zu wählen. An sich ist
es bereits bei Druckwerken mit changierenden Reibeinrichtungen (USA.-Patentschrift 2 530 282) bekannt,
eine Farbübertragungswalze mit einer gerändelten Oberfläche zu versehen. Auch Tauchwalzen
sind bereits mit Farbnäpfchen versehen worden (deutsche Patentschrift 631 740), diese wirken gewissermaßen
als »Schöpfkellen«, aus denen die Farbe mittels eines Gasstrahles auf die im Abstand von der
Tauchwalze angeordnete Farbübertragungswalze aufgeblasen wird. Es versteht sich, daß der dabei entstehende
große Farbnebel der Aufgabe der vorliegenden Erfindung zuwiderläuft.
Nach einer besonders vorteilhaften Ausbildung der Erfindung weist der Abstreifrand des Farbmessers
eine dem Durchmesser der Mantelfläche der Tauchwalze angepaßte Abstreiffläche und das Farbmesser
in Drehrichtung der Tauchwalze vor der Abstreiffläche schräg zur Tauchwalze verlaufende Leitrippen
auf, deren der Tauchwalze zugewandten Enden sich in größerem Abstand von der Tauchwalze als die Abstreiffläche
befinden, wobei die durch die Leitrippen gebildeten Kanäle in einem parallel zur Tauchwalzenachse
verlaufenden Abführungskanal münden.
Hierdurch wird für eine sehr gleichmäßige Farbabfübrung
und -verteilung längs der Tauchwalzenachse gesorgt und auch eine Zirkulation von Farbe aus
dem Tauchbad selbst, insbesondere zu einem Farbfilter, erreicht. Gemäß einer weiteren Ausbildung der
Erfindung empfiehlt es sich, wenn die Farbauftragswalze über eine Rutschkupplung in Antriebsverbindung
mit dem Formzylinder und der Tauchwalze stehen.
Dadurch wird, wenn der die Farbauftragswalze völlig umschließende Überzug aus nachgiebigem Material
im Laufe der Zeit quillt, d. h. seinen Arbeitsdurchmesser vergrößert, über die Rutschkupplung
ein Ausgleich der Umfangsgeschwindigkeit der benachbarten Walzen bzw. Zylinder erreicht.
Es ist auch ein Vorteil der Erfindung, die jeweils zu übertragende Farbmenge mit einfachen Mitteln
genau einstellen zu können, ohne daß dabei die Gleichmäßigkeit des Farbauftrags beeinträchtigt
wird, wie dies bei sonstigen Druckmaschinen, insbesondere für den Zeitungsdrutk, der Fall ist. Dadurch
wird verlorene Arbeitszeit für das umständliche bisherige Einstellen des Farbauftrags mit dem dabei
entstehenden Makulaturanfall vermieden. Es können auch die Herstellungskosten von
Druckwerken vermindert werden. Das Farbwerk der Druckmaschine gemäß der Erfindung vereinfacht die
Konstruktion und den Betrieb wegen der Verminderung der beweglichen Teile weitgehend. Farbreibwalzen,
Zwischengetriebe, Untersetzungsgetriebe, changierende Einfärbewalzen sowie die einstellbaren Walzenlagerungen,
in denen sie montiert sind, werden vermieden. Die Bildung von Farbnebeln im Druckmaschinenraum
wird vermindert. Der Leistungsbedarf wird ebenfalls vermindert. Tastaturen zum spallenweisen
Überwachen der richtigen Einstellung des Farbfilms entfallen. Schwingungsgeräusche werden
vermindert, so daß das Gehör des Personals im Druckmaschinenraum geschont wird. ίο Die Erfindung ist jedoch nicht nur auf Rollenrotationsdruckmaschinen
für den Zeitungsdruck beschränkt, sondern auch bei anderen Druckmaschinen anwendbar, insbesondere bei Rotationsdruckmaschinen,
bei denen den Formzylinder umhüllende Hochdruckwickel·· oder Offsetdruckplatten verwendet
werden.
An Hand der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer Rollenrotationsdruckmaschine mit einem Farbwerk,
F i g. 2 ein Teilschnitt der Übergangsstelle vom Farbvorrat im Farbkasten zur Tauchwalze mit der
Abstreifvorrichtung in vergrößertem Maßstab, F i g. 3 einen Schnitt entlang der Linie 3-3 in
Fig. 2,
F i g. 4 einen Teilschnitt durch die Rutschkupplung,
F i g. 5 eine Draufsicht der als Zylinder mit mehreren
Abschnitten ausgebildeten Tauchwalze, F i g. 6 eine Draufsicht einer Abstreifvorrichtung
zur Verwendung mit der Tauchwalze gemäß Fig. 5,
F i g. 7 eine perspektivische Schnittdarstellung des
mit der Tauchwalze gemäß F i g. 5 zu verwendenden Farbkastens,
F i g. 8 einen Ausschnitt der stirnseitigen Abdichtung am Farbkasten,
F i g. 9 einen Ausschnitt aus dem Mantelbereich der Tauchwalze und
Fig. 10 eine Teilansicht eines Farbkastens ähnlich
F i g. 7, jedoch zur Verwendung mit einer Tauchwalze mit einem einzigen Abschnitt, mit den Anschlußleitungen
des Zirkulationssystems.
Gemäß F i g. 1 weist die Druckmaschine 10 ein ^r-
:,5 stes Druckwerk 11a und ein dem ersten Druckwerk
11a gleichendes nur teilweise gezeigtes zweites Druckwerk 11 b auf. Eine zu bedruckende Papierbahn
12 ν ird zum Bedrucken der einen Seite durch das erste Druckwerk 11« und zum Bedrucken der
anderen Seite durch das Druckwerk 11b geführt.
Zum Druckwerk 11 α gehören eine Tauchwalze 14, eine Farbauftragswalze 15, ein Formzylinder 16
und ein Druckzylinder 17 mit einem Drucktuch 17 a und einem Schlitz 17 b. Jede dieser Walzen bzw. Zylinder
ist an Achsen oder Zapfen drehbar gelagert. Ihre Arbeitsdurchmesser sind gleich.
Der Formzylinder 16 weist hier zwei Platten 16a zum Bedrucken einzelner Zeitungsseiten auf. Die
Walzen 14, 15 werden von dem Druckzylinder 17 unterteilten Tauchwalze 14 gegen die Stirnenden der
über einen Getriebezug angetrieben, dessen Zahnrä- Tauchwalze 14 abgedichtet sind. Die Vorder- und
der an den Wellen der einzelnen Walzen 14, 15 und Rückseite des Farbkastens 36 sind ebenfalls abgedes
Formzylinders 16 sowie des Druckzylinders 17 dichtet.
montiert sind und deren Teilkreisdurchmesser mit 5 Zur Beseitigung von die Farbe verunreinigenden
dem Durchmesser· derselben übereinstimmen. Zwei Fremdkörpern, wie Zeitungspapierfasern, dient die
dieser Zahnräder sind in der Zeichnung dargestellt. Abstreifvorrichtung 50 (Fig. 1 und 6) mit abnehm-
Wie aus Fig. 1, 2, 5 und 9 ersichtlich, hat die baren Sammelbehältern 51. Eine Abstreif klinge 54
Tauchwalze 14 in ihrer harten, aus z.B. einer Nik- ist sehr knapp an die Tauchwalze 14 angestellt, so
kel-Chromlegierung bestehenden Mantelfläche Färb- io daß sie sich beispielsweise in einem Abstand von nur
aufnahmezelleu bzw. Farbnäpfchen 25, die durch Ät- 50 μΐη von der Mantelfläche der Tauchwalze 14 bezen
erzeugt und in ähnlicher Weise wie die Näpfchen findet.
auf einem Tiefdruck-21ylinder geformt sind. Es sind Bei Mehrfarbendruck ist für jede Ringnut 26 eine
40 bis 80 Zellen je laufende Zentimeter bzw. 1600 Trenneinrichtung 55 vorgesehen, um das Überfließen
bis 6400 Zellen je cm8, wie in einem Tiefdruckzylin- 15 von Druckfarbe aus einem Abschnitt in den anderen
der, der mit einem Raster mit 40 bis 80 Linien je und gegen die Stirnenden der Tauchwalze 14 zu verlaufenden
Zentimeter hergestellt ist, vorhanden. Wie hindern.
die Farbnäpfchen eines Tiefdruckzylinders können Gemäß F i g. 2 weist die Farbe abstreifende Farbsie
becherförmig oder V-förmig ausgebildet und im mengen-Steuereinrichtung 60 eine Rakel bzw. ein
oberen Teil breiter als am Grund sein. Bei der be- so Farbmesser 61 aus Polyamid auf, das eine innere
schriebenen Tauchwalze 14 sind die Farbnäpfchen Abstreif fläche 62 mit mindestens in großer Annähe-25
hinsichtlich Tiefe und Durchmesser Vorzugs- rung gleichem Radius wie die Tauchwalze 14 hat.
weise gleich. Farbmengen-Steuereinrichtungen von Farbwerken
Gemäß Fig. 5 ist die Tauchwalze 14 in Abschnitte sind an sich bereits bekannt (USA.-Patentschrift
unterteilt und mit in Umfangsrichtung verlaufenden as 1422 017).
Ringnuten 26 versehen, die die einzelnen Abschnitte Am Abstreifmesser 61 befinden sich mehrere Leit-
voneinander und die Sitirnabschnitte von den Stirnen- rippen 63, deren Funktion im folgenden beschrieben
den der Tauchwalze 14 trennen. Die Wellenzapfen wird: Die inneren Enden der Leitrippen 63 springen
27 a, 7.7 b sind in Lagern 28 des Gestelles 29 drehbar gegenüber der Tauchwalze 14 weiter zurück als das
gelagert. An dem aus dem Gestell 29 heraus vor- 30 einstellbar montierte Abstreifmesser 61. Dieses ist
springenden Abschnitt trägt der Wellenzapfen 27 5 mittels eines relativ massiven, sich über die Länge
ein Zahnrad 30, das eins der Zahnräder des Getrie- der Tauchwalze 14 erstreckenden Schubstücks 64
bezuges ist. Der Teilkreisdurchmesser des Zahnrades aus Metallguß getragen, das an jedem Ende einen
30 stimmt mit dem Durchmesser der Tauchwalze 14 nicht dargestellten Endabschnitt aufweist, der in
überein. Sämtliche 21ahnräder sind außerhalb des 35 einer am Gestell 29 der Maschine befestigten Füh-Gestelles
29 angeordnet. rungsbahn 65 verschiebbar montiert ist. An jeder sol-
Gemäß F i g. 1 weist der Farbkasten 36 einen ge- chen Führungsbahn 65 ist eine Konsole 66 befestigt,
wölbten, den unteren Mantelteil der Tauchwalze 14 Schrauben 67 sind in der Konsole 66 drehbar anzur
Bildung eines Farbaufnahmeraumes 38 umgeben- geordnet, jedoch gegen Axialbewegung durch ihre
den Boden auf. Er ist, insbesondere bei Mehrfarben- 40 K$pfe 70 und je einen Stellring 69 festgehalten. Die
druck, gemäß der in Abschnitte unterteilten Tauch- Schrauben 67 sind in je ein Gewindeloch 72 des
walze 14 (Fig.5) in der in Fig.7 gezeigten Weise Schubstücks 64 eingeschraubt, so daß durch Drehen
ebenfalls unterteilt; für eine nicht unterteilte Tauch- der Schrauben 67 an den beiden Enden des Schubwalze
wird ein durchgehender Farbkasten 36 gemäß Stücks 64 die Stellung der Abstreif fläche 62 in bezug
Fig. 10 verwendet. Der Farbkasten 36 ist mittels 45 auf die Tauchwalze 14 mittels einer Mikrometerskala
Schwenkarmen 40 heb- und absenkbar, was der Be- 71 genau einstellbar ist.
dienungserleichterung dient. Die Leitrippen 63 sind gegenüber der Achse der
dienungserleichterung dient. Die Leitrippen 63 sind gegenüber der Achse der
Sowohl die Zuleitung 42 als auch die Farbe abfüh- Tauchwalze 14 unter einem Winkel angeordnet, so
renden Farbleitungen 41, 41a sind je mit einer Rohr- daß schräg zur Achse verlaufende Kanäle 75 entstekupplung
43 für den Anschluß an den Farbzulei- 50 hen, die in einen längsverlaufenden, zur Achse paraltungs-
und Sumpfleitungsteil des Farb-Zirkulations- lelen Abführungskanal 76 münden (F i g. 3). Der Absystems
ausgestattet. Im Betrieb ist nur die Farblei- führungskanal 76 erstreckt sich über die Länge des
rung 41 geöffnet. Die Farbleitung 41 α dient zum Ab- Farbkastens 36 oder die Länge des zugeordneten
lassen der ganzen Druckfarbe aus dem Farbkasten 36. Farbkastenabschnitts. Dank dieser Einrichtung wird
Die benachbarten Trennwände 45 der Abschnitte 55 Druckfarbe durch den Abführungskanal 76 und entdes
unterteilten Farbkastens 36 (Fig.7) bzw. die lang desselben und durch die Kanäle 75 abgepumpt
Stirnwände 48 des nicht unterteilten Farbkastens 36 so daß entlang der ganzen Tauchwalzenlänge eine
(F i g. 10) sind in die zugeordneten Ringnuten 26 der gleichmäßige Versorgung mit Farbe erzwungen wird
Tauchwalze 14 eingepaßt (F i g. 7, 8 und 10). Jede Die Farbauftragswalze 15 hat einen von einem ela
dieser Wände 45, 48 hat eine Filzdichtung 46, die in 60 siischen Tuch mit einer mittleren Durometerhärtt
eine Nut 47 eingesetzt ist und mit dem Grund der von insbesondere 30 bis 40 Shore gebildeten Über
Ringdichtung 26 in Berührung steht. zug 15 α (Fig. 4). Da das elastische Tuch die Nei
Die vorderen und hinteren Wände sind ebenfalls gung zu quellen hat und die Farbauftragswalze Ii
mit Nuten 47 ausgestattet und mit ähnlichen Filz- mit einer konstanten Drehzahl umläuft, nimmt di<
dichtungen versehen, so daß jeder Abschnitt der 65 Umfangsgeschwindigkeit zu, wenn der Durchmesse
Tauchwalze 14 dichtend von den benachbarten Ab- sich vergrößert und nicht für Abhilfe gesorgt wird,
schnitten derselben getrennt und die Enden der mit Das allzu häufige Abschleifen des gequollenen Tu
schnitten derselben getrennt und die Enden der mit Das allzu häufige Abschleifen des gequollenen Tu
Farbe versorgten Bereiche der unterteilten oder nicht ches wird gemäß F i g. 4 dadurch vermieden, dal
eine Rutschkupplung verwendet wird, bei der der Wellenzapfen 80 der Farbauftragswalze 15 in einem
Lagerbock 81 gelagert und am äußeren Ende des Wellenzapfens 80 ein Zahnrad 82 montiert ist. Ferner
ist das Zahnrad 82 derart auf einem Lager 83 montiert, daß es um den Wellenzapfen 80 drehbar
ist. An dem Zahnrad 82 ist eine Kupplungsscheibe 84 befestigt oder einstückig mit diesem gebildet. Am
äußersten Ende des Wellenzapfens 80 ist eine Kupplungsgegenscheibe 85 mittels eines Keiles 86 drehfest
angebracht. Diese Kupplungsscheibe 85 ist mit Sacklöchern 87 versehen, in deren jedem eine Feder 88
gelagert ist. Jede Feder 88 ist zwischen dem Boden des sie aufnehmenden Sackloches 87 und einer Platte
89 unter Vorspannung gehalten. Auf diese Weise ist zwischen dem Zahnrad 82 und der Farbauftragswalze 15 ein Reibantrieb geschaffen.
Wenn nun der Überzug 15 α quillt und infolgedessen
die Farbauftragswalze 15 das Bestreben hat, mit einer höheren Umfangsgeschwindigkeit umzulaufen
als die benachbarte Tauchwalze 14 und der Forrnzylinder 16, dann wird ein Schleppmoment ausgebildet,
das auf die Rutschkupplung übertragen wird. Die Farbauftragswalze 15 wird so weit verzögert, daß ihre
Umfangsgeschwindigkeit mit derjenigen der benachbarten Tauchwalze 14 und des Formwalzenzylinders
16 übereinstimmt. Unter »gleichen Arbeitsdurchmessern« sind natürlich die tatsächlichen Manteldurchmesser,
beispielsweise im Falle der Farbauftragswalze 15 der Walzendurchmesser zugänglich der
ίο doppelten Überzugsdicke zu verstehen.
Eine Reinigungswalze 110 aus Metall, beispielsweise Stahl, beseitigt überschüssige Farbe hinter dem
Bereich der Berührung der Farbauftragswalze 15 mit dem Formzylinder 16. Eine Rakel 111 streift die
Farbe von der Walze 110 ab und befördert diese zu einem Sumpf 112, von wo die Farbe durch eine Leitung
113 — gegebenenfalls nach Filterung — in den Hauptfarbbehälter zurückfließt. Eine Quetschleiste
114 befindet sich in leichter Anlage an dem Überzug
ao 15 α und verhindert die Übertragung eines Rastereffektes
auf die Druckplatten 16 a.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Heberloses Farbwerk einer Rollenrotations- Ein derartiges heberloseE Farbwerk ist bereits be-
druckmaschine mit einer in einem Farbkasten 5 kannt (deutsche Patentschrift 1 176 674); es unterumlaufenden
Tauchwalze und einer mit einem scheidet sich von Farbwerken, die mit Hebern ausgeweichen
Überzug versebenen, insbesondere den stattet sind, darin, daß die Farbe durch unmittelbaren
gleichen Arbeitsumfang wie ein Formzylinder Kontakt vom Farbkasten über eine Reihe von Walaufweisenden,
nicht traversierenden Farbauf- zen bzw. Zylindern bis zum Formzylinder und von
tragswalze, wcbei an der Farbauftragswalze in io diesem auf die zu bedruckende Fläche übertragen
Drehrichtung hinter der Berührungsstelle zwi- wird. Farbpumpen, die die Farbe Zerstäuberdüsen
sehen Farbaufiragswalze und Formzylinder eine zuführen, von denen sie bei einer bekannten Vorrichmit
tiner farbabstreifenden Rakel versehene Rei- tung (deutsche Patentschrift 622 359) auf die Farbnigungwalze
angeordnet ist und an der Tauch- walze aufgesprüht werden, bzw. changierende Reibwalze
ein die Farbschichtstärke bestimmendes 15 vorrichtungen mit einem Reibzylinder nach bekann-Farbmesser
vorgesehen ist, gekennzeich- ten Vorrichtungen (USA.-Patentschrift 1995 701
net durch die Kombination folgender Merk- und 2530282) sind daher nicht erforderlich, was
male: eine dem Formzylinder (16) im Umfang sich insofern höchst vorteilhaft im Druckereibetrieb
entsprechende Tauchwalze (14), die an der Man- auswirkt, als die Entwicklung von Farbnebel vermintelfläche
eine Vielzahl regelmäßig angeordneter 20 dert und — jedenfalls bei den changierenden Reib-Farbnäpfchen
(25) aufweist und sich unmittelbar vorrichtungen — zusätzliche Geräuschquellen veran
der Farbauftragswalze (15) abwälzt, die einen mieden werden.
sie völlig umschließenden Überzug (ISa) aus Doch auch das vorbekannte heberlose Farbwerk
nachgiebigem Material trägt, Farbleitungen (41, ist insofern höchst unvollkommen, als eine Vielzahl
113), über die die von der Rakel (111) von der 25 von Farbverteilungswalzen rings um die Farbwalze
Reinigungswalze (110) und von dem Farbmesser angeordnet sein muß, um die für einen guten Druck
v61) abgestreifte Farbe einem Farbbehälter züge- erforderliche gleichmäßige Ausbildung eines Farbleitet
wird, und eine Zuleitung (42), über die die films auf der betreffenden Walze zu garantieren. Abdarbe
dem Farbkasten (36) wieder zuleitbar ist. gesehen von dem dadurch bedingten Konstruktions-
2. Heberloses Farbwerk nach Anspruch 1, da- 30 aufwand nimmt die Bildung von Farbnebel mit der
durch gekennzeichnet, daß die Farbnäpfchen (25) Anzahl der rotierenden Walzen zu.
entsprechend einem Raster von 40 bis 80 Li- Darüber hinaus läßt auch die Qualität des Drucks
nien/cm angeordnet sind. im Laufe der Zeit zu wünschen übrig, da sich im
3. Heberloses Farbwerk nach Anspruch 1, da- Farbkasten in zunehmenden Maße Verunreinigungen
durch gekennzeichnet, daß der Abstreifrand des 35 ansammeln, die mit der von der Farbwalze über entharbmessers
(61) eine dem Durchmesser der sprechende Abstreifwalzen und Abstreifer zurückee-
,^!-U," Tauchwalze (14) angepaßte Ab- führten Restfarbe unmittelbar in den Farbkasten gestreiitlache:
(62) aufweist und das Farbmesser langen. Die zunehmende Verschmutzung der Farbe
(61) in Drehnchtung der Tauchwalze (14) vor im Farbkasten kann daher auch nicht durch eine
ίν^ ίΓ£ (62) schrä8e zur Tauchwalze *o große Anzahl von Farbverteilungswalzen hinsichtlich
U4) verlaufende Leitrippen (63) hat, deren der ihrer nachteiligen Folgen auf die Gleichmäßigkeit
iaucnwalze (14) zugewandten Enden (63 a) sich des Farbauftrags ausgeschaltet werden
LI 8h° Γ Λ ^m-3 ud ~~ d,er TauchwaIze (14) Die gleichen Nachteile ergeben sich bei einem be-
ais die-Absireifflache: (62) befinden, wobei die kannten Anilindruckwerk (USA.-Patentschrift
durch die Leitnppen (63) gebildeten Kanäle (75) 45 2 276 662), bei denen der Mantel der Tauchwalze
E Hinemu?aIa ZUr Tauchwalzenachse verlau- mit kleinen Farbzellen versehen ist und die Farbfenden
Abfuhrungskanal (76) münden. übertragung von der Tauchwalze zum Formzylinder
.πγ·λ iii f/5 Trk nach einem der An" unmittelbar durch einen Gummizylinder hergestellt
SSSfftri18 Ί «S Sfkenn.zeichnet- daß die wird. Ein solches Anilindruckwerk ist wegen auftre-EJS1Kin^i
eme Rutschkupp- 50 tender Geistereffekte nicht ohne weiteres für den Ze Hing
(84 bis 88) in Antnebsverbindung mit dem tungsdruck verwendbar.
Formzylinder (16) und der Tauchwalze (14) Der Erfindung liegt daher die der Fachwelt seit
langem bekannte Aufgabe zugrunde, auch über längere Betriebszeiten eine gleichmäßige Farbübertra-
55 gung zu gewährleisten und die gesundheitliche Beeinträchtigung der die Druckmaschine bedienenden Personen
insbesondere durch Farbnebel und Lärm zu ,„,.. , . vermindern.
wert S^Rol^n tf ff ι?*" \e!>erloses Die Erfindung besteht in der Kombination folgen-
Hn einem ρ R.o.lle"rotatlo,nsdr»ckmaschine mit 60 der Merkmale: Eine dem Formzylinder im Umfang
TZ?t J:^illZ^tnam Tauchwalze entsprechende Tauchwalze, die an der MantelSf
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US65045367A | 1967-06-30 | 1967-06-30 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| EHJ | Ceased/non-payment of the annual fee |