DE1760919A1 - Verfahren zur Herstellung von Kugelkoepfen an den vorstehenden Fadenenden eines zwischen zwei Gewebeflaechen vorgesehenen Flaechenreissverschlusses - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Kugelkoepfen an den vorstehenden Fadenenden eines zwischen zwei Gewebeflaechen vorgesehenen FlaechenreissverschlussesInfo
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Description
DR. MÜLLER-BOR£ DIPL.-ING. GRALFS DR. MANITZ Dr# Deufel
1760910
Braunschweig, den 18. Juli 1968
Unser Zeichen: Li/Lie - C
YosMo Chiba
1/8/2 Tennoji-cho, Abeno-Ku Osaka/Gity, Japan
Verfahren zur Herstellung von Kugelköpfen an den vorstehenden Fadenenden eines zwischen zwei Gewebeflächen
vorgesehenen Flächenreißverschlusses.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
von verdickten Kugelköpfen an den vorstehenden Enaen von aus thermoplastischem. Kunststoff bestehenden, in
ein Grundgewebe, insbesondere als i'eil eines Flächenreißverschlusses,
eingewebten Fäden, wobei die Fadenenden mit A'ärme beaufschlagt werden.
Bei einem bekannten Verfahren der genannten Art werden die linden der aus thermoplastischem Kunststoff
bestehenden, freiliegenden Fäden direkt erwärmt und geschmolzen. Die auf." einer* der Gewebeflächen vorgesehenen
Fadenendexi oind bei der Herstellung des 'ieweber>
mit eingewebt worden. (US-Patentschrift j>
Ί 5β 341)
109828/0841
BAD ORIGINAL
1760910
Dieses Verfahren weist jedoch mehrere Machteile auf.
Die Fäden, aus denen der Fadenteppich auf der einen Gewebefläche hergestellt ist, besteht aus sehr dünnen
Fasern aus thermoplastischem Kunststoff mit Durchmessern von etwa 0,1 bis 0,2 mm, wobei die Länge der von
dem Gewebe vorstehenden Fadenabschnitte etwa 2 bis 3 iim beträgt.
Das Verfahren zum Schmelzen der Fadenenden ist sehr schwierig; denn wenn beispielsweise die zum schmelzen
der Fadenenden aufgebrachte Wärmemenge zu groß ist, werden die Fäden abgeschmolzen und zerfliegen, wodurch
die Oberfläche des Grundgewebes beschädigt wird. ,/enii dagegen die aufgebrachte Wärme zu gering ist,
bilden sich an den Fadenenden keine Kugelköpfe. Darüber
hinaus können bei starker Erwärmung die üäden leicht verkohlen, wodurch der untere Fadenschaft brüchig
wird und die als Kugelkopf ausgebildeten Fadenenaen leicht abreißen oder abbrechen können. .Venn andererseits
die optimalen ßchmelzbedingungen der Fäden
annähernd eingehalten werden, stellt sich oft heraus, dai.. die geschmolzene !»lunge, ähnlich wie L>ei einer
nctuuelzeriueri Kerze, ungleichmäßig herabfliegt und
ex'sdarrt, so dau an den Fadenenden schlecht geformte .
Vei'diclcungen entstehen. Bei Verwendung einer derartigen
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BAD
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Gev/ebefläche als i'lachenreißverschlußteil ist die
Verbindung dieser schlecht geformten Köpfe mit den Schlaufen der anderen Gewebefläche unter Umständen
so stark, daxo beim Trennen der !'lachen die Schlaufen
zersaiinitten unu die Köpfe beschädigt werden.
Der Erfindung liegt die. Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
zu schaffen, mit dem auf einfache „eise ohne beschädigung des Grundgewebes guce und gleichmäßige
Kugelköpfe an den Fadenenden eines i'lächenreii-verschlurses
sind, die sich leicht mit den Schlaufen der gegenüberliegenden Gewebefläche zum .eingriff
bringen und leicht von diesen wieder trennen lassen, ohne da^ die Schlaufen oder die Kugelköpfe dabei beschädigt
werden.
jjrfindungsgemäß wira diese aufgäbe aadurch ,gelöst,
da,, auf der Oberfläche des Grundgewebes eine Flüssigkeit
sschi<;hb aufgebracht wird, bevor die vorstehenden
linden der aus thermoplastischem kunststoff
bestehenueii x-'äden, die in das Grundgev/ebe eingelebt
sind, erwärmt werden.
Das Gruudge-.-*ebe kann zur Aufbringung der flüssigkeit
dur-ch eine viskose flüssigkeit ;;:eführt v;erden. Die
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BADORIGiNAL
Flüssigkeit kann dabei erwärmt sein.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht und im nachstehenden im einzelnen
anhand der Zeichnung beschrieben.
Pig. 1 bis 5 zeigen Gewebequerschnitte, an denen die
Herstellung der Kugelköpfe an den Fadenenden nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
stufenweise veranschaulicht ist.
Fig. 6 zeigt in etwas vergröue-Lteiu Maßstab die beiden
gegenüberliegenden Gewebeflächen eines Flächenreißverschlusses,
an denen der Befestigungsmechanismus veranschaulicht ist.
Fig. 7 zeigt eine Seitenansicht einer Vorrichtung zur Herstellung der Kugelköpfe an den Fadenenden
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren.
Fig. 8 zeigt eine Seitenansicht einer anderen Vorrichtung zur Durchführung des erfindüngsgemäßen
Verfahrens.
Das Grundgewebe 1, das an den vorspringenden Faden-
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enden mit Kugelköpfen versehen ist, weist die in
Fig. 1 dargestellte Struktur auf. In dieses herkömmliche glatte Gewebe, das mit Schuß 1 A und Kette 2 A
gewebt ist, ist ein thermoplastischer Faden 3 A aus
beispielsweise Polyplen schleifenförmig eingewebt, wobei an der Gewebeoberfläche eine Vielzahl von ScHaufen
3 B entsteht. Zur Herstellung der Schlaufen 3 B wird eine an sich bekannte Formstange K verwendet ^
Mach dem Weben werden die oberen Enden dieser Schlaufen 3 B mit Hilfe einer Klinge aufgeschnitten, die an
der Spitze der zum Formen der Schlaufen vorgesehenen Stange K angeordnet ist. Auf diesem Wege werden, wie
in Figur 2 dargestellt, auf der Oberfläche des Grundgewebes
1 eine Vielzahl von vorstehenden Fäden 3 G erzeugt. Die Spitzen dieser Fäden «erden dann später
durch Erhitzung und Schmelzung in Kugelköpfe übergeführt. Zunächst wird jedoch gemäß der Erfindung auf
der Oberfläche des Grundgewebes 1, wie in Figur 3 dargestellt,
ein viskoser Flüssigkeitsfilm aus einem pasteusen Material oder dergleichen aufgebracht. In
diesem Fall wird, wie in Figur 7 gezeigt, ein langer, schmaler Gewebestreifen um eine Vielzahl von Hollen
10 bewegü, wobei dieser bei seiner Vorschubbewegung durch einen mit der viskosen Flüssigkeit gefüllten
Behälter 11 geführt wird, so da.i ein viskoser Flüssig-
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keitsfilm 5 aufgrund der Oberflächenspannung zwischen
den nebeneinanderliegenden Fäden 3 C haften bleibt, wie in Figur 3 zu sehen ist. Auf diese V/eise wird
auf der Oberfläche des Grundgewebes 1 ein Film 5 aus
viskoser Flüssigkeit erzeugt, dessen Dice von der
Länge der vorstehenden Fäden 3 G abhängt. Während die
Gewebebahn 1 von den Y/alzen 10 vorwärts bewegt wird,
wird das Gewebe von einem Heizelement M erwärmt, so daß sich an den Enden der Fäden 3 C Kugelköpfe bilden.
Dabei wird, wie in Figur 4- gezeigt, die in dem an der Gewebeoberfläche und zwischen den Fäden 3 C
haftenden Flüssigkeitsfilm 5 enthaltene Feuchtigkeit allmählich verdampft, bis die Spitzen der Fäden 3 C
entsprechend der verdampften Feuchtigkeitsmenge aus dem Flüssigkeitsfilm 5 herausragen. Unter dem Einfluß
des Heizelementes M werden nur die aus dem Flüssigkeit sfilm 5 herausragenden Fadenenden zu Kugelköpfen
3 D geschmolzen. Auf diese Weise werden an der Oberfläche des Grundgewebes eine Vielzahl von mit Kugelköpfen
versehenen vorspringenden Fäden 3 erzeugt, wie in Figur 5 dargestellt.
Bei dem VerdampfungsVorgang nimmt die Viskosität des
Flüssigkeitsi'ilms 5 zu, da dem Flüssigkeitsfilm immer
-V-
mehr Feuchtigkeit entzogen wird. Das verdampfte Feuchtigkeitsvolumen
nimmt dabei fortschreitend ab, bis sich auf der Oberfläche des Grundgewebes 1 eine fast
trockene, pasteuse Schicht gebildet hat. Auf diese .jeise wird das Grundgewebe 1 keinen schädlichen Einflüssen
ausgesetzt.
Da die pasteuse Schicht den unteren Fadenbereicn entsprechend
der Dicke der Schicht vor einem Abschmelzen schützt, wird die Länge bzw. die Höhe der stehenbleibenden
Fadenstümpfe annähernd festgelegt, so daß die an den Fadenenden gebildeten Kugelköpfe 5 sich etwa
in der gleichen LDene befinden.
Bei einem anderen Aunführungsbeispiel der Erfindung,
bei dern die ^ugelköpfe an den Fadenenden unter Zuhilfenahme
einer Flüssigkeit von vergleichbar geringer Viskosität hergestellt werden, wird das Grundgewebe
1 mit iülfe von Hollen 10 über die Oberfläche einer
erwärmten Flüssigkeitsmenge 5 B geführt. Das Grundgewebe 1 gleitet dabei über eine 1Jh ägerplatte H, wobei
die Spitzen der vorstehenden Fäden 3 C aus der Flüssigkeit um einen bestimmten Betrag herausragen.
Die aus der Flüssigkeit herausragenden Fadenenden werden einer über der Gewebebahn angeordneten Wärme-
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quelle M ausgesetzt, so daß an den Fadenenden die
Kugelkopfe entstehen. Da die Fäden 3 C von der
Flüssigkeit 5 B bereits erwärmt woiden sind, erreichen
sie bald ihre Schmelztemperatur, so daß die Kugelköpfe an den Fadenenden relativ schnell erzeugt
werden können.
Die schädlichen Einflüsse der Wärmequelle M auf das Grundgewebe 1 können durch die Flüssigkeit ausgeschaltet
werden. Da der untere Bereich der vorstehenden Fäden von der Flüssigkeit umgeben ist, während
die Spitzen allmählich geschmolzen werden, ist keine Verkohlung der Fadenspitzen zu befürchten. Der untere
Bereich der Fäden, an denen die Kugelköpfe gebildet worden sind, bleibt stets flexibel. Da die Spitzen
der vorstehenden Fäden $ C darüberhinaus von unten her durch die Flüssigkeitsschicht gehalten und gekühlt
werden, wird vermieden, daß die Spitzen gleich einer
abschmelzenden Kerze verformt werden. ISs entstehen vielmehr gleichmäßige kugelförmige Köpfe, die zum
wirksamen und gut lösbaren Eingriff in die an der gegenüberliegenden
Gewebefläche vorgesehenen Schlaufen erforderlich sind. Wenn die beiden Teile eines nach
dem erfindungsseiaäßen Verfahren hergestellten Flächenreißverschlusses
getrennt werden, besteht nicht die
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Gefahr, daU die Kugelkopfβ abreißen oder die Fäden
brechen, wie es vielfach bei herkömmlichen Flächenreißverschlüssen der Fall ist.
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Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von verdickten Kugelköpfen
an den vorstehenden Enden von aus thermoplastischem Kunststoff bestehenden, in ein Grundgewebe, insbesondere als Teil eines Flächenreitiverschlusses, eingewebten Fäden, wobei die Fadenenden mit Wärme beaufschlagt
werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Grundgewebe während der Erwärmung der Fadenenden mit einer
Flüssigkeitsschicht bedeckt ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Grundgewebe zur Aufbringung der Flüssigkeitsschicht durch eine Flüssigkeit von hoher Viskosität
geführt wird.
3· Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Grundgewebe zur Aufbringung der Flüssigkeitsschicht durch eine erwärmte Flüssigkeit geführt wird.
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