DE1759043A1 - Selbstladender Loeffelbagger - Google Patents
Selbstladender LoeffelbaggerInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Löffelbagger des selbstladenden Typs, der sowohl mit einem Baggerlöffel als auch
einem Lastkorb ausgerüstet und somit zum Baggern und Transport der ausgeräumten Nasse benutzbar ist.
Bei den bekannten Löffelbaggern des selbstladenden Typs wird der Löffel nicht nur zum eigentlichen Baggern, sondern auch zur
Ueberführung der ausgeräumten Masse in den Lastkorb und zur Verteilung
dieser Masse in ihm verwendet. Hierbei wird der Löffel nur während der Hälfte - oder oft noch weniger - der für einen Bagger-
und Ladezyklus erforderlichen Zeit zum Baggern selbst benutzt, wodurch sich eine minder rationelle Ausnutzung des Löffelbaggers ergibt.
Um den Löffel zur erwähnten Beförderung und Verteilung der Masse benutzen zu können» muss dieser in Längsrichtung des Löffelbaggers
beweglich und darum an Löffelarmen angebracht sein. Hierdurch wird das Baggeraggregat trotz Verstärkungevorrichtungen
empfindlich für Eck- und Seitenkräfte, denen es während des Grabens
ausgesetzt ist.
Um diese Nachteile zu beseitigen, ist der selbstladende Löffelbagger
gemäss der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass er
mit einer vom Löffel unabhängigen, steuerbaren Anordnung ausgestattet
ist, um die Masse vom Löffel zum Lastkorb zu überführen und darin zu vorteilen· 109821/Qß1A
Die Vorrichtung zur Beförderung und Verteilung der Mae se besteht vorzugsweise aus einen Uebertragungs- und Verteilerblatt,
das an den Enden der an Lastkorb schwenkbar angesetzten Arne ge·
lenkbar angebracht ist, um durch Schwenkung de» Blattee die von
Löffel angehobene Hasse au* diesen herauszuholen und die Masse
dann durch Zurückziehung der Ame und damit des Verteilerblatte·
nach den relativ zum Uff fei entgegengesetzten Ende des Lastkorbe*
zu befördern. ;
Oa der Löffel und das Blatt nur während der kurzen Zeit, in
der die Masse aus den Löffel befördert wird, zuaannenzuwirken brauchen, können der Bagger- und Ladevorgang bis zu 90 £ unabhängig voneinander durchgeführt werden, wodurch bewirkt wird,
dass zur Füllung des Lastkorbe ungefähr die Hälfte der Zeit benötigt wird, die sonst bei den selbstladenden Löffelbaggern des
bekannten Typs erforderlich wäre.
Da der Löffel nicht in Langerichtung dee Löffelbaggers beweglich zu sein braucht, ist es auch unnötig, dass er von Löffelarmen gehalten wird} statt dessen kann er an Kippzentrum direkt mit
Lastkorb und Rahmen des Löffelbaggers schwenkbar verbunden sein· Hierdurch wird der Löffel unempfindlicher für Seitenkräfte und
lässt eine grosse Einschubkraft in die zu ladende Masse zu, ohne
besondere Verstärkungsvorrichtungen zu erfordern·
Die Bedienung des Löffele und Uebertragungs- und Verteilerblattes erfolgt zwecknässig mittels doppelt wirkenden hydrau-c r
lischen Zylindern, wobei sich die Betätigung des Blattee in Haupts
ächlichen vollständig automatisieren lässt.
Die Erfindung wird nachstehend unter Hinweis auf anliegende
Zeichnungen näher beschreiben· Aus Bild 1 geht eine Seitenansicht der AusfUhrungsforn des Löffelbaggers genäes der Erfindung hervor.
Bild 2 zeigt den Löffelbagger genäse Bild 1 von oben. Bild 3-6 stellen einen Löffelbagger in verschiedenen Arbeftslagen von der
Seite gesehen dar«
Der aus den Zeichnungen ersichtliche, selbstladende Löffelbagger besteht aus einen Vorder- und einen Hinterwagen, die gelenkbar niteinander verbunden sind· Auf den Vorderwagen befinden
sich das Antriebsaggregat dee Löffelbaggere, aueeerden der Fahrersitz und die Bedienungeanlagen, die bein Traneport benutzt werden,
während der Hinterwagen die sun Baggern und Laden erforderliehen
Anordnungen sowie Steuervorrichtungen hierfür aufweist und den Fahrersitz hat, der bein Baggern und Laden benutzt wird.
109821/061*/
Der Hintervagen ist auf Rahmenträger 1 aufgebaut, die am dem Vorderwagen naheliegenden Ende dee Hinterwagens mittels eines
winkelförmigen Teiles vereint sind. An den hinteren. Enden der
Balken sind ein Lastkorb 2 und ein Baggerlöffel 3 schwenkbar um ein horizontales Glied angebracht. Ausserdem hat der Löffelbagger
ein Uebertragungs- und Verteilerblatt ht das schwenkbar zwischen
zwei zu beiden Seiten des Lastkorbes und an deren unterem Teil ebenfalls schwenkbar angeordneten Armen 5 angebracht ist.
Der Typ des Löffels 3 ist an und für sich bekannt und hat im Hauptsächlichen die gleiche Breite, wie der eigentliche Löffelbagger.
Die Breite des Löffele nimmt nach seinem Vorderende hin
etwas zu, wo der Löffel 3 ebenfalls Zacken 6 aufweist. Dadurch, dass der Löffel nur zum eigentlichen Baggervorgang benutzt wird,
braucht er nur in einer Hinsicht boweglich zu vein, nämlich in
Vertikalebene schwenkbar. Somit ist er am oberen Teil seines hinteren Endes mit dem gleichen Drehzentrum wie der Lastkorb 2
gelenkbar aufgehängt. Die Schwenkung des Löffels 3 erfolgt mittels zwei Kolbenzylinderaggregaten 7» die zwischen dem Rahmen des
Löffelbaggers und dem unteren Teil des hinteren Endes des Löffels*
3 gelenkbar angeschlossen sind.
Der Lastkorb 2 hat einfache Wände und besteht vorzugsweise aus hochwertigem, widerstandsfähigem Stahl. Wie schon erwähnt,
ist der Korb 2 an den hinteren Enden der Rahmenträger 1 schwenkbar aufgehängt und hat das gleiche Drehzentrum wie der Baggerlöffel
3. Bei normaler, heruntergeschwenkter Lage ruht der Korb
an einer an den Rahmenträgern 1 angebrachten Dämpfungsvorrichtung 8. Das Kippen des Lastkorbes 2 erfolgt mittels zwei zwischen
seinem vorderen Ende und den Rahmenträgern gelenkbar angeschlossenen, teleskopförmigen Kippzylindern 9, die in Bild 6 gezeigt werden.
Das Blatt h ist, wie schon erwähnt, schwenkbar zwischen zwei
an jeder Seite des unteren Teils des Lastkorbes 2 schwenkbar vorhandenen Armen 5 angebracht, die in Richtung zum hinteren Ende
des Löffelbaggers etwas bogenförmig sind. Die Schwenkung des Blattes k im Verhältnis zu den Armen 5 wird mittels Kolbenzylinderaggregaten
10 betätigt, die zwischen dem Blatt k und jedem der Arme 5 ungefähr in Mitte der Arme gelenkbar angeschlossen sind*
Die Schwenkung der Arme 5 und damit die Bewegung des Blattes k
in Längsrichtung des Lastkorbes 2 erfolgt ebenfalls mit Hilfe der Kolbenzylinderaggregate 11, die zwischen dem oberen und hinteren
Teile der Seitenwände des Lastkorbes 2 und der Arme 5 8Θ~
109821/06U -
lenkbar angeschlossen sind.
XJm eine ricfafc±|*# jZiasemfflenarbeit des Löffels und Schachtblattes
zuständezubringen, wenn das Blatt durch Schwenkung im
Verhältnis zu den Armen die Masse vom Löffel entfernt, Weist der
Boden des Löffels an seinem hinteren Teile eine bogenförmige Stelle auf, der.en KrümmungsZentrum mit der Schwenkachse des Blattes
zusammenfällt, wenn Löffel und Blatt zur gemeinsamen Arbeit eingestellt
sind, and deren ItoünBBmiigsaradius somit eine Länge hat, die
dem Abstand zwischen der Schwenkachse und Spitze des Blattes entspricht.
In Bild 1 werden der Löffel 3 und das TJebertragungs^ und Ver*·
teilerblatt h in den Lagen vorgeführt, die sie beim Räumen und
Aufnehmen der Masse in den Löffel 3 einnehmen* "Wenn der Löffel 3
in die Masse hineingeschoben und gefüllt worden ist, schwenkt er nach oben, während der Löffelbagger langsam in Richtung zur Masse
gefahren wird. Gleichzeitig werden die Arme 5 und damit das Blatt
k nach hinten bewegt, wobei das Blatt auch nach oben geschwenkt
wird, und zwar in eine hauptsächlich horizontale Lage, wie aus
Bild 3 hervorgeht.
In der in Bild h gezeigten Lage ist der Baggerlöffel 3 eowoil
nach oben geschwenkt, dass er mit dem vorderen Ende des Blattes U
eingreift, wobei das Blatt Von den Zy3inderaggregaten 10 automatisch
nach unten geschwenkt wird, so dass die Masse aus dem Löffel 3 und herunter In d©M Lastkorb 2 gekehrt wird. Gleichzeitig bewegt
sich der Löffelbagger von der Masse fort, um in dife Ausgangslag©
zum neuen Räumen und ÄtifnebÄem der Masse in den Löffel zu korn»©«»
Wenn der Löffel 3 danach heruntergeschwenkt wird t um neue
Masse auf zunehmen, werden die Ärate 5 und das Blatt k automatisch
in Richtung nach der» relativ zu« Löffel entgegengesetzten Ende des Lestkorbes 2 bewegt, xnm die Masse durch eine Rätirrtbe-wegung nach
diesem Ende des Korbes hinzuschieben» Hierbei nefafrteii der Löffel J
und das Blatt k wiederu* imfiauptsMchlίchon die in Bild 1 dargestellten Lagen ein. Wenn der Widerstand der Last stttr JiKuafbeweg-ung
©inen getrlae«»i:örenÄWert ©rföieht h&t, hört die RgtifafbeTiegtöig auf
und das ftt&tt h geht a» ve>r#efeti !lade den Lastkörbes in eine Ktxhelage
über. Dies« Äatoelage «fitspricht der auä Bild 3 <srsichtlichen
Lage des Blattes*
Dieser Verlauf wied#rht>lt sich, bis d#r JLaetk@f% ie Mötapts«
Schlichen gefüllt ist« 8®im vorletzten Bftgg;©irverl#ttf tem* das
tJebertragungs- und Yerteiierbiatt ^, bevor den*
1Q0S21/0SU
Claims (7)
- ist, gerade noch eben bewegt werden, ohne von der Last im Korb 2 behindert zu sein, und wenn der letzte Löffel in die in Bild 5 gezeigte Lage nach oben geschwenkt ist, wird das Blatt, dessen Zylinderaggregate 10 nun abgestellt sind, mittels eines manuellen Impulses zum Zylinderaggregat 11 aus der Masse gezogen. Das Blatt k wird danach in die Transport- und Ruhelage gemäss Bild 5 gebracht, wobei sich das Blatt am vorderen Ende des Lastkorbes befindet und am freien Ende auf der Last ruht.Beim Kippen der Last verbleiben die Arme 5» wie aus Bild 6 ersichtlich, im Verhältnis zum Lastkorb 2 in der in Bild 5 gezeigten Lage, während sich der Löffel 3 in der tiefsten Lage, die möglich ist, befindet. Der Löffel wird entleert, wenn sich der Löffelbagger mit beschleunigter Fahrt vorwärtsbewegt, wobei die Erschütterung und der Zusammenhalt der Masse dazu beitragen, dass der Lö ff eiJ'trotz des verhältnismässig kleinen Rutschwinkels entleert wird."Die* Entleerung wird selbstverständlich beträchtlich erleichtert;, falls der Löffel, wie in Bild 6 dargestellt, in einen Schacht heruntergeschwenkt werden kann.■ P AT E NTANSPRUCHE/i"'«. Löffelbagger des selbstladenden Typs, der zwecks Benutzung zum Ausschachten, Laden und Transport von Masse mit Baggerlöffel und Lastkorb ausgerüstet ist, d a du r c h g θ k e η η ζ e i c h η e t, dass er eine vom Löffel (3) unabhängig lenkbar© Vorrichtung (k, 5) aufweist, um die Masse vom Löffel zum Lastkorb (2) zu befördern und darin zu verteilen.
- 2. Löffelbagger laut Patentanspruch 1, d a d u r c h g e k e η η ζ θ i c h η θ t, dass die Vorrichtung zur Uebertragung und Verteilung der Masse aus einem Blatt (4) besteht, das an den Enden der am Lastkorb (2) schwenkbar angebrachten Arme (5) schwenkbar aufgesetzt ist,
- 3. Löffelbagger gemäss Patentanspruch 2, d\a d u r c h g e k ο η η ζ ο i c h η e t, dass der Boden des Löffels (3) zumindest an dor dem Lastkorb (2) naheliegenden Zone einen bogenförmigen Toi L au f'wo Ls b, dessen Krümmungsrad Lus im Hauptsächlichen die ' ..Länge hat, wio der Abstand zwischen der Schwenkachse und dos tJebertragunga- und Vortiilerblattos (h), und dass < Lö'ffoL und BLatt so angnordnot sind, dass sie bei der ί/eberführung clor Masfii)" v^orn ixiff'el zum I,aatkorh Im -Vorhäl tuL-s so ziieinaruler o.iti-{.•iOHtol It nirid, dfi.s'H das hriünmurigazuntrum dos bfigonförmifiori To LIsI nfjB2 1 /0 61 4 ' 'ν a- -^ BADGRIGINALmit der Schwenkachse des Blattes zusammenfällt.
- 4. Löffelbagger geraäss einem der vorstehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Löffel (3) schwenkbar mit dem Lastkorb (2) und dem Rahmen (l) des Löffelbaggers verbunden ist.
- 5. Löffelbagger gemäss Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Lastkorb (2), um die gleiche Schwenkachse kippbar ist, wie der Löffel (3)·
- 6. Löffelbagger gemäss einem der Patentansprüche 2-5» dadurch gekennzeichnet, dass er zur Betätigung des Löffels (3)» Blattes (4) und Lastkorbes (2) mit hydraulischen Kolbenzylinderaggregaten (7» 10, 11, 9) ausgerüstet ist.
- 7. Löffelbagger gemäss Patentanspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenzylinderaggregate (lO, 11) zur Bedienung des Uebertragungs- und Verteilerblattes (4) so angeordnet sind, dass wenn der Löffel (3) gefüllt und bis zu einer oberen Grenzlage hochgeschwenkt worden ist, automatisch bewirkt wird, dass das Blatt (4) den Inhalt des Löffels durch eine Schwenkbewegung in den Lastkorb (2) befördert und durch Schwenkung der Arme (5) und damit des Blattes in Richtung vom Löffel die Last zum relativ zum Löffel entgegengesetzt liegenden Bälde des Lastkorbes schiebt.1 0 Π ß 2 1 / 0 6 ULee rs e i te
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| EHJ | Ceased/non-payment of the annual fee |