DE1758715A1 - Kontinuierliches Verfahren zur Gewinnung von hochhaltigem Zinkoxyd aus zinkhaltigen Mineralien - Google Patents
Kontinuierliches Verfahren zur Gewinnung von hochhaltigem Zinkoxyd aus zinkhaltigen MineralienInfo
- Publication number
- DE1758715A1 DE1758715A1 DE19681758715 DE1758715A DE1758715A1 DE 1758715 A1 DE1758715 A1 DE 1758715A1 DE 19681758715 DE19681758715 DE 19681758715 DE 1758715 A DE1758715 A DE 1758715A DE 1758715 A1 DE1758715 A1 DE 1758715A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- zinc
- ore
- gases
- fluidized bed
- combustion
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22B—PRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
- C22B19/00—Obtaining zinc or zinc oxide
- C22B19/04—Obtaining zinc by distilling
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01G—COMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
- C01G9/00—Compounds of zinc
- C01G9/02—Oxides; Hydroxides
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22B—PRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
- C22B19/00—Obtaining zinc or zinc oxide
- C22B19/34—Obtaining zinc oxide
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02P—CLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
- Y02P20/00—Technologies relating to chemical industry
- Y02P20/10—Process efficiency
- Y02P20/129—Energy recovery, e.g. by cogeneration, H2recovery or pressure recovery turbines
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Metallurgy (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
Description
Patentanwälte
©η. ing, H. NEGENDANK · dipping. H. HAUCK · dipl.-phys. W. SCHMITZ
©η. ing, H. NEGENDANK · dipping. H. HAUCK · dipl.-phys. W. SCHMITZ
HAMBURG-MÜNCHEN ZITSTEI-I1TINQSANSCHHIFt: HAMBPHG 88 ■ NEPER WALL· 41
TBI,. SO 74 »8 UND 3« 41IO
TELEQB. NBGBDAPATKNT
EDISON S.p.A. ,„.„.„...
?Ji ^oro^Buonaparte, „™e». »«..»a««»* «*«.«■
und Hamburg, den 25. JuIi 1968
MONIEPONI & MONIEVBGOHIO S,ρ.A.
19, Via Vittor Pinsani,
Milan (Italy)
Milan (Italy)
Kontinuierliclies Verfahren zur Gewinnung
von hochhaltigem Zinkoxyd aus zinkhaltigen Mineralien
Die Behandlung von oxydierten Zink führenden Erzen,insbesondere
solcher, die beträchtliche Mengen Silikat enthalten, wirft Probleme auf, die bis jetzt weder in
technischer noch in wirtschaftlicher Hinsicht befriedigend
gelöst worden sind.
• i
Diese Erze können käufig durch Flotation oder durch Sinkschwimmaufbereitung
nur bis zu einem Gehalt von maximal 3o bis 4o £■"/ k konzentriert werden, selbst nach Anreicherung?
sie enthalten noch erhebliche Mengen dolomit-,quarz-
und limonit-haltiger Gangart, was die anschliessende Gewinnung
des Metalls in einem thermischen Verfahren mit horizontalen
oder vertikalen Destillieröfen oder im elektrolytischen Verfahren erschwert.
009887/0607 -2-
Um eine weitere Anreicherung des Zlnka zu erzielen, werden
solche Konzentrate fiir gewöhnlich einer pyrometallurgisehen
Zwischenbehandlung unterworfen, durch welche ein sehr viel leichter bearbeitbares Produkt erhalten wird.
Diese Behandlung wird in den meisten Fällen in langen Drehöfen ( Waelz-Prozeß) vorgenommen ff in welchen eine
Charge des mit Koka gemischten Konzentrates eingeführt
wird, Dafl in der Charge enthaltene Zink gelangt bei hohen Temperaturen zum Ende des Ofens, wird zu Metall reduziert
und verdampft. Ee wird dann durch die im Gegenatrom
zum Erz umlaufenden Gaae durch Sandfilter oder durch Elektrofilter filtriert, wobei ein Material gewonnen wird,
das 75 bis 9o 5* Zinkoxyd enthält.
Bin solche β Verfahren hat zahlreiche Naohteile,
Es ist ein großer Ofen erforderlich^ der nur zu einem
kleinen Teil mit Charge beschickt werden kann f die starke Abnutzung des feuerfesten Materials in der Endzone des
Ofens j die Bildung von Erzringen, die an den Wänden festkleben, was die Weiterbewegung des Materials verhindert
ι die Notwendigkeit, dass die ganze schwere Vorrichtung
inprehbewegung gehalten werden muss.
Um diese Nachteile zu beheben, ist vorgeschlagen worden, das Material in einem Wirbelschichtbett bei hoher Temperatur
mit reduzierenden Gasen zu behandeln. Zum Beispiel 1st in der USA-Patentschrift 2 747 966 ein Verfahren zur Gewinnung
von Zink aus oxydierten Mineralien beachrieben, bei welchem
die Mineralien durch Verbrennung von Luft/Methan im Wirbel
^ehalten werden. Bas Verfahren wird in alternierenden
Stufen durchgeführt, d.h. in der ersten Stufe wird Methan vollständig mit Luft verbrannt, um die Feststoffe
des Wirbelschichtbettes auf die Zinkoxyd-Reduktionste&peratujiztt
bringenf in der nächsten Stufe wird Methan
mit Lufi£iur partiell verbrannt, so dass ein reduzierendes
Gas gebildet wird, welches Zinkoxyd zu Zink reduziert und dann wird das Zink als Dampf entfernt. FUr die endothermen.
Reduktionsraktionen sum Metall wird die bei der vorangehenden
Verfahrensstufe gesammelte Wärme verwendet.
Dieser Wechsel von Hitze- und Reduktionsbehandlung bringt eine große Anzahl von Nachteilen mit sich, nämlichι
Die Möglichkeit eines Zusammenfaliens des Wirbelschichtbettes
in der Ephitzuncsstufe infolge der erreichten höheren !Temperaturen !häufiges Auftreten von Rissen durch
Hitze in den feuerfesten Materialien, die raschen Temptraturänderungen
unterworfen sind j beträchtliche Erschwerung der Regelung der Verbrennung und des ganzen Verfahrens im
allgemeinen ·
Ee ist nun gefunden worden, dass es möglich ist, Zinkoxyd
zu Zink kontinuferlich in einem Wirbelschichtbett zu reduzieren unter gleichbleibenden Temperaturbedingunpen und
gleichbleibender Zusammensetzung der reduzierenden Grase, wodurch die alternierenden Zyklen entfallen. Dies wird
durch kontinuierliches Einspritzen eines gasförmigen oder flUs-sipen Brennstoffes und Luft in einer oit Bezug auf
008887/0607 BAD ORIGINAL ^_
die gesamte Verbrennung unterstöchiometrischen Menge
erreicht.
Der Brennstoff ist ein Kohlenwasserstoff-BrennstoffJ
die Verwendung eines Schweröls ( Bunker Oil C), das leicht zu niedrigem Preis erhältlich ist, dürfte vom wirtschaftlichen
Standpunkt aus gesehen am geeignetsten sein.
Die Arbeitsbedingungen , welche das LufJ/Brennstoff-Gewichtsverhältnis
bestimmen, sind zahlreich. Die wichtigsten sind :
Die Temperatur des Wirbelschichtbettes, welche die Geschwindigkeit
der Reduktion des Zinkerzes bestimmt, und die maximale Konzentration der Dämpfe dieses Metalls, die
in die Gase übergehen können. ^
Die Menge der wiedergewonnenen Wärme durch die Vorwärmung des zinkhaltigen Erzes und der In das reduzierende Wirbelschichtbett eingeführten Luft unter Ausnutzung der Eigenwärme und der Verbrennungswärme, die in den heißen reduzierenden Gasen am Auslaß der Reduktionszone verfügbar sind.
Die Menge der wiedergewonnenen Wärme durch die Vorwärmung des zinkhaltigen Erzes und der In das reduzierende Wirbelschichtbett eingeführten Luft unter Ausnutzung der Eigenwärme und der Verbrennungswärme, die in den heißen reduzierenden Gasen am Auslaß der Reduktionszone verfügbar sind.
Tatsächlich sind die Reduktionsreaktionen des im Erz oder im Konzentrat anwesenden Zinkoxyds und Zinksilikati
stark endotherm und verbrauchen viel Wärme. Weitere Wän&s
wird dafür benötigt, die luft, den Brennstoff und das Erz
von ihren Yorwärmtemperaturen auf die Temperatur des Reaktionsbettes zu bringen ( die keinesfalls unter 10000O
- 5 009887/0607
liegt) und um die -WäHBverteilung Im Reaktor auszugleichen.
Die hierfür erforderliche Wärme wird durch die partielle
und kontrollierte Verbrennung des in das Wirbelschichtbett eingespritzten Brennstoffes mit Luft geliefert. Infolge
der intensiven Bewegung der schwebenden Teilchen ist die Verbrennung sehr regelmäßig, sie verläuft ohne örtliche
Überhitzung mit einem Minimum an Kracken und liefert ein
Gas mit hohem Heduktionsvermögen.
Wenn das luft/Brennstoff- Gewichtsverhältnis ansteigt, |
erhält man eine größere Wärmemenge, aber gleichzeitig
sinkt das Reduktionsvermögen der gebildeten Gase f das
Heduktionsvermögen ist gegeben durch das Verhältnis von Summe der'reduzierenden Komponeten ( Oo + Hg) zur Summe
der oxydierten Komponenten (COg+HgO) .--'An der Grenze bei
Verwendung der für die vollständige. Verbrennung des Brennstoffes genau berechneten Menge Luft entsteht die
maximale Wärmemenge, welche gleich ist seinem unteren Heizwert, doch erhält man Gase mit einer Reduktionskraft,
die gleich 0 ist .
Einfache thermodynamisehe Überlegungen auf den Vorgang
der Verdampfung des als Oxyd oder Silikat Torliegenden
Zinks angewandt, lassen den Schluß zu, daß die Konzentration des Zinkdampfes in den Gasen , die den Reaktor verlassen,
für jede Temperatur ungefähr proportional dem Reduktionsvemnögen
der Gase ist. Es ist daher zweckmässig, die
.'■ - 6 ~ ■.' 009887/0607
175871S
Wärmezufuhr zum Wirbelschichtbett auf das erforderliche Minimum zu reduzieren, so daaa der gasförmige oder flüssige
Brennstoff mit der kleinsten Luftmenge verbrannt und ein Wirbelatromgas mit größtmöglichen Heduktionsvermögen erhalten
wird.Das Gewichtsverhältnis von Brennstoff zu Mineral liegijim allgemeinen bei o,25 bis o,35 , das Luft/Brenn toff-Verhältnis
bei 3 bis 6 Nm5Ag, d»h. Luft wird in einer
Menge eingesetzt , die 3o bis 5o $> der für die totale
Verbrennung erforderlichen stöchiometrisehen Menge entspricht.
Die Erfindung wird nun noch genauer besehrieben, wobei
auf die beigefügten Pig. 1,2 und 3 Bezug genommen wird. Das gesamte Verfahren zur Gewinnung von Zink aus oxydierten
zinkhaltigen Erzen oder Mineralien oder aus Konzentraten ' gemäß der vorliegenden Erfindung, ist in der Pig. 1
Bchematisch dargß stellt. Es kann in z^-ei Haupt stufen unterteilt
werden J A) Vorkalzinieren des Minerals und Vorwärmen P der Luft·
Die reduzierenden Gase GR, die die Zinkdämpfe, welche die
Eeduktionszone V "verlassen, enthalten, werden mit einem Sekundärluftstrom B in IV verbrannt, um CO1H2 und Zn in
COg, HgO bzw. ZnO zu überführen. Die freiwerdende Wärme
wird in erster Linie zum Vorwärmen eines Primärluftstromes
A in III, der in das Wirbelschichtbett eingeleitet wird, verwendet, und dann zum Vorwärmen und Kalzinieren , in II, des
_ 7 _ 009887/0607
. - 7 -■■■■'
zinkhaltigen Minerals M. Anschließend werden die, das
Zinkoxyd in Schwebe haltenden Verbrennungsgase GC von den Zinkoxyddämpfen in I befreit, entweder durch elektrostatische
Ausfüllung oder durch Filtration J hier werden die zinkreichen Dämpfe ( mit einem Gehalt von 75 bis 9o i»
ZnO ) gesammelt und zur Gewinnung des Metalls auf ther- ■
miscnem oder elektrolytischem Wege verwendet.
In Stufe II des Vorwärmens des zinkhaltigen Minerals oder
Konzentrates ist es notwendig, dass die Temperatur von 8oo°<3 überschritten wird, um die Carbonate von Zink,
Kalzium und Magnesium zu ersetzen und das Hydratwasser von Hemimorpit J^Zn^ (OHjgSigO^.HgOj vollständig zu
entfernen. Das CO2 der Carbonate und da« Hydratwasser
des Silikate würden, wenn sie in dieser Stufe nicht entfernt
würden, sich im Wirbelschichtbettreaktor entwickeln und damit die Reduktionskraft der Ga#e herabsetzen und
die Entzinkung des Erzes verhindern.
Das Mineral M muü, um in Wirbelbewegung gehalten werden
su können,'mindestens zu 6o j6 eine Korngröße zwischen o,o4
und 5 mm. haben. Die Wirbelstromgase haben vorzugsweise eine Geschwindigkeit von o,5 bis Z m/sec.
B) Verdampfung des Zinks aus dem Erz oder dem Konzentrat
in einem Wirbelschichtbett.
Das in II vorkalzinierte Material iii wird in den Wirbelschichtreaktor
V eingeführt, in welchem durch eine Heihe
009887/0607
,8-
seitlicher Düsen ein flüssiger oder gasförmiger Brennstoff C, der zur Eeduktion benötigt wird, eingeleitet.
Die Luft A, vorgewärmt in III, wird durch einen geeigneten
Verteiler zum Boden des Bettes geführt$ sie verbrennt
teilweise den Brennstoff C, wobei die reduzierende Wirbelstromgase gebildet werden und die Temperatur auf 1000 bis
1200 0C gebracht wirde Anstelle des Luftstromes A kann
auch Sauerstoff oder mit Sauerstoff angereicherte Luft verwendet werden.
Im Wirbelschichtbett finden die folgenden endothermen Reaktionen zwischen dem Feststoff und dem Gas statt:
| ZnO | Zn2SiO4 - |
| ZnO | Zn2SiO4 ·. |
| 1/2 | l· CO |
| 1/2 | HH2 |
| h CO | |
| HH2 |
Zn Dampf + C02 - 45 Oal
Zn Dampf + H2° " 46^ "
Zn Dampf + C02 + 1/2 Si02 " 49'3 "
Zn Dampf + H2° + ^2 Si02 - 5O'° "
Die Rückstände R, die aus dem Ofen entfernt werden, enthalten noch etwa 5 ^ des ia Ausgangematerial anwesenden Zinks.
Die Vorteile dieses Verfahrens sind ι Eine kleinere Vorrichtung, also auch geringere Kosten)
Abwesenheit von Teilen, die sich bei hohen Temperaturen
bewegen}
Die Verwendung von Brennstoff in Form eines Treiböles oder
Treibgases, d. h. billiger Brennstoff; wirksame Wärmerückgewinnung.
- 9 00SSS7/Q6Q7
DIe Erfindung soll nun an zwei Beispielen veranschaulicht
werden, auf die die Erfindung jedoch nicht begrenzt ist.
Beispiel 1 ( Fig. 2) ι ■
In einem Drehofen werden mittels eines dosierenden Einfülltrichters 1ooo kg/Std. Zinkoxyd enthaltendes
Konzentrat M, das zu einer Partikelgröße unter 1 mm gemahlen worden ist, und das einen Feuchtigkeitsgehalt
von 1o $> hat, eingeführt. Es hat folgende Zusammensetzung*
Zn = 25 $ J Pb = 1,2 $ j Fe2O, =? 18,9 $>
} CaO = 7,9 τ>\ MgO = 3,8 fo γ SiO2 = 9,3 $>\ CO2 = 15»9i gebundenes Wasser =
.5 $ , bezogen auf die Trockensubstanz. Im Endteil des Drehofens
2 erreicht das Material eine Temperatur von 9oo bis I0000 C, was zur Zersetzung aller anwesenden Carbonate und
Hydrate ausreicht. Der Gewichtsverlust, bezogen auf das trockene Ausgangsmaterial, beträgt -2o #.
Vom Drehofen tritt das kklzinierte zinkhaltige Konzentrat
M kontinuierlich in den Wirbelschichtbettreaktor 5 ein, welcher bei Temperaturen von 1TOO0C arbeitet. Am Boden dieses
Reaktors werden das Brennstofföl C und der auf 5oo 0C
vorgewärmte Primärluftstrom A eingedüst. Tom reduzierenden
Bett V abgezogene Rückstände R ( 44o kg /Std.) werden
kontinuierlich ausgetragen. Sie enthalten 2,8 Ji Zink, entsprechend 5 $ des■ Z'inkgehaltee des Ausgangskonzentrates M.
Der Primärluftstrom A wird in das System mit einer
Strömungsgeschwindigkeit von 135o Nm /Std. eingeleitet. Diese Luft ist in einem Wärmeaustauscher III auf 5oo ° C
009887/0607 - To»
vorgewärmt und' dann durch einen geeigneten Verteiler im
Boden des Reaktors V eingedüst. Zum Boden des Reaktors V werden durch eine Reihe radial angeordneter Düsen 300 kg/Std.
Brennstofföl C (Bunker Oil C) eines Nutzheizwertes von
etwa 10 000 CalAg eingeführt. Die partielle Verbrennung
des Öls mit der Luft liefert 1950 NmVstd. reduzierendes
•z
Gas Q-R mit einem Nutzheizwert von 110 Cal/Nm und hat
die folgende Zusammensetzung (auf das Volumen bezogen)} 00 + H2 * 40 i>% H2O + GO2 m 4 $, N2 = 56 #.
Am Auslaß des Wirbelschichtbettes enthält dieses Gas ungefähr 4 Vol.-# Zinkdämpfe; es strömt durch einen Cyclon Va,
der auf einer !Temperatur von über 1000 0C gehalten wird,
um die Bildung von Zinkoxyd-Abscheidungen (Inkrustierungen)
während der Reozydation der Zinkdämpfe zu vermeiden. Der Cyclonstaub PC, welcher sich mit einer Geschwindigkeit
von 100 bis 120 kg/Std. sammelt und der 12 bis 15 f>
Zinkoxyd enthält, wird kontinuierlich in das Reduktionsbett 5 zurückgeführt.
Die reduzierenden Gase GR werden nach Verlassen des Cyclone Va
mit einem Sekundärluftstrom B in geringem Überschuß
(2100 Nm /Std.) in der Verbrennungszone IV verbrannt. Die Verbrennungsgase GC geben einen Teil ihrer Eigen- und Verbrennungswärme
zuerst an den Luftstrom A im Wärmeaustauscher III und dann das Mineral H im Drehofen II ab. Die Verbrennungsgase GC verlassen den Drehofen und werden zu einem Elektrofilter
geführt, in welchem sie gesammelt werden bei einer
- 11 009887/0607
Geschwindigkeit von 33o kg/Std. des Dampfes ρ der folgenden
Zusammensetzung ι ZnO = 88 $>
, PbO = 3,5 $ MgO = 0,3 ^c Die Ausbeute an gewonnenem Zink beträgt 93 $ des Zinkgehaltes
des Minerals I£, von dem ausgegange.i wurde.
Ein Zinkoxyd enthaltendes ilineral M ( mit einem Feuchtigkeitsgehalt von etwa 12 ?S ), zu einer Partikelgröße unter 3 m
gemahlen, hat die folgende chemische Zusammensetzung |
( bezogen auf den Trockeneufostanzgehalt ) t
Zn = 35 $ i Pb = 2,7 9δ j Pe2O3 = 15,4 ?S ; Ca 0 = 5,3 $\
^IgO = 2,6 $ ; SiO2 =12,3 ^ , CO2 = 13,2^ gebundenes Wasser =
6 #. Durch einen dosierenden Einfülltrichter wird das
mineral * ( I000 kg/Std. ) kontinuierlich in den oberen
Teil II +III +IV eines Zweistufen-Wirbelschichtbettreaktors geführt. In dieser Stufe wird das Erz bei 95o ° C
durch Verbrennen der Gase GC, die aus der unteren Zone V kommen
mit Luft kalziniert.
Dann passiert es einen im unteren Teil vorgesehenen Überlaut , wodurch die Wirkung der reduzierenden Gase GR,
Heduktion des Zinkoxyds zum Einkmetall unter Bildung
metallischer Zinkdämpfe stattfinden· Die Temperatur wird in dieser Stufe auf 1160 ° C gehalten. Vom Boden V werden
am Schluß kontinuierlich 345 >g/Std. EUekstände R entfernt,
die 3,4 i> Zink enthalten, was 3,5 % des gesamten
Zinks entspricht.
0098 87/060 7 BAD
Der Primärluftstrom A wird in das System mit einer
Strömungsgeschwindigkeit von 137o Nm5/Std. eingeleitet}
er wird auf 45o bis 5oo e C In dem Wärmeaustauscher, der
in das Wirbelschichtbett ( II +III + IV ) hineinragt, vorgewärmt und dann in den Boden des Wirbelbettes V eingeleitet,
wo die Reduktion der Zinkverbindungen stattfindet. In dieses Bett werden auch 32o kg/Std. Rohöl C eingespritzt. Durch
die partielle Verbrennung werden reduzierenden Gase GR erhalten'mit 38 $ <
CO + Hp) , welche das Zink aus seinen Verbindungen zum Metall reduziert und das Wirbelschichtbett
mi-tjetwa 4,5 Vol.-# metallischen Zinkdämpfen verlassen. Diese
Gase gehen durch das Wirbelschichtbett II + III + IV, in welches
ein Sekundärluftstrom B eingeführt wird, um das Kohlenmonoxyd
und den Wasserstoff zu verbrennen und die Zinkdämpfe zum Zinkoxyd zu oxydieren. Die bei der Verbrennung
entstehende Wärme wird zum Kalzinieren des Minerals M und zum Vorwärmen des JPrimärluftstromes A verwendet. Die
Verbrennungsgas1. GC passieren dann den Cyclon, wo sie fast
den ganzen mitgeschleppten Staub PC abgeben. Dieser, dessen Gewicht bis zu 5o bis 6o kg/Std. beträgt, wird kontinuierlich
in die reduzierenden Zone des Reaktors V zurückgeführt und besteht aus feinem Mineral und Zinkoxyd.
Die Zinkoxydpartikel, die in den Verbrennungsgasen GC anwesend
sind, werden vom Cyclon infolge ihrer extremen Feinheit ( 0 unter
1 μ ) nicht gefangen. Sie bleiben in den Verbrennungsgasen GC
schwebend zurück und werden in einem Elektrofilter I gewonnen.
-43-009887/0607
Von letzterem werden pro Stunde 45o kg Dämpfe P abgezogen,
die folgende Zusammensetzung haben : ZnO = 86,0 fo , PbO =
5,9 1= , MgO = o,4 fo .Die Gewinnung von Zink und Blei beträgt
93 bzw. 92 9έ.
00988 7/0607
Claims (6)
1. Kontinuierliches Verfahren zur Hera ellung von Zinkoxyd
einer Reinheit aber 75 # aus oxydierten zinkführenden Erzen durch Reduktion des Erzes unter Bildung von Dämpfen
metallischen Zinks und η chfolgende Oxydation dieser Dämpfe zu Zinkoxyd, gekennzeichnet durch
Vorwärmen des zinkhaltigen Minerals und Kalzinieren desselben bei Temperaturen über 8000C, vorzugsweise
bei 900 bis 100O0C, mit Hilfe der Verbrennungsprodukte der Gase, welche den Reduktionsreaktor verlassen,
Behandeln des kalzinierten Erzes in einem Wirbelschichtbett bei einer Temperatur von 1000 bis 120O0C mit reduzierenden
Gasen, die durch unmittelbares Einspritzen eines Kohlenwasserstoff-Brennstoffes und einer unterstöchiometrischen
Menge Luft in das Wirbelschichfbett erhalten werden ,und
Entfernen der zinkfreien, Rückstände, Verbrennen des reduzierenden Gases in der Reduktionszone,
die die Dämpfe metallischen Zinks und luft enthalten, wobei ein CO2, HgO und ZnO enthaltendesL Verbrennungsgas
00988 7/060 7 " 2"
ORIGINAL INSPECTED
entsteht,
Vorwärmen der Luft, die für die teilweise Verbrennung des Brennstoffes benötigt wird, mit Verbrennungsgas en
durch indirekten Wärmeaustausch sowie des eingeführten zinkhaltigen Erzes durch direkten Wärmeaustausch,
Unterwerien der abziehenden Gase, nachdem sie einen Teil ihrer Wärme an die Luft und das Erz abgegeben haben,
der Entstaubung zur Gewinnung des Zinkozyde.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ä
für 1 kg Erdo,25 bis .Q,35 kg Brennstoff verwendet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet", daß
der Primärluftstrom in einer Menge von 3© bis 5o $ ,
bezogen auf die theoretisch für die totale Verbrennung
benötigte Menge, eingesetzt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
in der Reduktionszone die das Wirbelschicht bett bildenden
reduzierenden Gase mit einer Geschwindigkeit von o,5 bis
2m/sec. eingeführt werden. ™
5. Verfahren'nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Vorwärmen und Kalzinieren des Erzes in einem Drehofen ausgeführt
wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorwärmen und Kalzinieren des Erzes sowie das Vorwärmen
des Primörluftstromes in einer einzigen Wirbelschichtbett-Zone
ausgeführt wird.
009887/0607
AC
Leerseite
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT1908167 | 1967-08-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1758715A1 true DE1758715A1 (de) | 1971-02-11 |
Family
ID=11154380
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19681758715 Pending DE1758715A1 (de) | 1967-08-01 | 1968-07-27 | Kontinuierliches Verfahren zur Gewinnung von hochhaltigem Zinkoxyd aus zinkhaltigen Mineralien |
Country Status (6)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3649186A (de) |
| BE (1) | BE718896A (de) |
| DE (1) | DE1758715A1 (de) |
| FR (1) | FR1584064A (de) |
| GB (1) | GB1229933A (de) |
| NL (1) | NL6810538A (de) |
Families Citing this family (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3928550A (en) * | 1974-09-12 | 1975-12-23 | Sun Ventures Inc | Process for making hydrogen |
| US5013532A (en) * | 1988-12-15 | 1991-05-07 | Iit Research Institute | Method for recycling electric arc furnace dust |
| DE3942337A1 (de) * | 1989-12-21 | 1991-06-27 | Metallgesellschaft Ag | Verfahren zur aufarbeitung von zink und blei enthaltenden huettenwerks-reststoffen |
| FI93660C (fi) * | 1993-06-24 | 1995-05-10 | Outokumpu Eng Contract | Tapa liuottaa sinkkioksidia ja -silikaattia sisältävää materiaalia |
| RU2148065C1 (ru) * | 1999-09-16 | 2000-04-27 | Семенов Николай Феофанович | Способ получения сухих цинковых белил |
| CN104671279B (zh) * | 2015-03-09 | 2016-07-06 | 张家港市双龙氧化锌厂 | 一种用于生产氧化锌的窑炉 |
| CN115304094B (zh) * | 2022-08-23 | 2023-09-05 | 扬州金霞塑胶有限公司 | 一种二氧化碳连续制备纳米氧化锌材料的方法 |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2747966A (en) * | 1951-09-04 | 1956-05-29 | American Zinc Lead & Smelting | Process of manufacturing pigment zinc oxide |
-
1968
- 1968-01-25 US US700498A patent/US3649186A/en not_active Expired - Lifetime
- 1968-07-25 NL NL6810538A patent/NL6810538A/xx unknown
- 1968-07-27 DE DE19681758715 patent/DE1758715A1/de active Pending
- 1968-07-30 FR FR1584064D patent/FR1584064A/fr not_active Expired
- 1968-07-30 GB GB1229933D patent/GB1229933A/en not_active Expired
- 1968-07-31 BE BE718896D patent/BE718896A/xx unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US3649186A (en) | 1972-03-14 |
| NL6810538A (de) | 1969-02-04 |
| GB1229933A (de) | 1971-04-28 |
| BE718896A (de) | 1969-01-31 |
| FR1584064A (de) | 1969-12-12 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2629743C2 (de) | Verfahren zur Herstellung eines vorreduzierten Produkts | |
| EP0179752B1 (de) | Verfahren zur Direktreduktion von eisenoxidhältigen Materialien | |
| DE4240197C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Roheisen aus Eisenerzen und Vorrichtung zur thermischen und/oder chemischen Behandlung eines leicht zerfallenden Materials oder zur Herstellung von Roheisen mittels dieses Verfahrens | |
| EP0072457B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Synthesegas | |
| DE2001450A1 (de) | Ein im Zusammenhang mit dem Schmelzen von Sulfiderzen anzuwendendes Verfahren | |
| EP0183677A3 (de) | Verfahren und Anlage zur Direktreduktion von Eisenoxidteilchen und zum Einschmelzen der erhaltenen Eisenschwammpartikel in einem Einschmelzvergaser | |
| DE2401540A1 (de) | Verfahren zum einschmelzen von eisenschwamm | |
| DE1758715A1 (de) | Kontinuierliches Verfahren zur Gewinnung von hochhaltigem Zinkoxyd aus zinkhaltigen Mineralien | |
| DD141056A5 (de) | Verfahren und vorrichtung zur aufbereitung und verbrennung von kohle | |
| DE1433341A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Eisenschwamm und zur Wiedergewinnung von Titan und Aluminium aus dem Rotschlamm von Bauxit | |
| DE3023670A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum schwelen von oelschiefer | |
| DE3137755A1 (de) | Verfahren zur herstellung von roheisen und energiereichen gasen | |
| DE2736579A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur thermischen behandlung von feinkoernigem gut mit heissen gasen | |
| DE3413664C2 (de) | ||
| US1711153A (en) | Ore-dust treatment | |
| AT407878B (de) | Verfahren und anlage zum verwerten von eisen- und schwermetallhältigen reststoffen und/oder eisenerz | |
| DE69210074T2 (de) | Verfahren zur Rückgewinnung von Metallen aus metallurgischen Abfallstoffen mittels Flammschmelzen | |
| DE4240194C1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Roheisen aus Feinerz und Vorrichtung zu seiner Durchführung | |
| DE1178406B (de) | Verfahren zur Herstellung schwefeldioxydhaltiger Gase durch Schweberoestung von Eisensulfat | |
| DE907417C (de) | Verfahren zur Reduktion von Fe O in mageren Erzen zu Fe O | |
| AT200802B (de) | Verfahren zur kontinuierlichen Durchführung von chemischen oder physikalischen Prozessen zwischen gasförmigen und festen und/oder flüssigen Stoffen | |
| DE954740C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur chlorierenden Aufarbeitung eisen- und buntmetallhaltiger sulfidischer Erze | |
| DE2118880A1 (de) | Verfahren zur Behandlung von feinkörnigem metalloxydhaltigem, vorzugsweise eisenoxydhaltigem Material | |
| DE1667667C3 (de) | Verfahren zur Gewinnung von elementa rem Schwefel aus Pyrit oder Pyntkonzen traten | |
| WO2008052232A1 (de) | Eisenoxid-sinterverfahren für sprühröstoxid mit abgasrückführung |