DE1756606C - Vorrichtung zum Ankuppeln von Stahlbetonfertigteilen an die Last tragmittel eines Hebezeuges - Google Patents
Vorrichtung zum Ankuppeln von Stahlbetonfertigteilen an die Last tragmittel eines HebezeugesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ankuppeln von Stahlbetonfertigteilen an die Lasttragmittel
eines Hebezeuges, bestehend aus einem in das Stahlbetonfertigteil einbetonierten Ankerbolzen mit
Ankerkopf und aus einem auf den Ankerkopf aufsetzbaren Kupplungselement mit daran angeschlossenem
Lasttragmittel, wobei das Kupplungselement aus zwei gegen den Ankerkopf setzbaren Halbschalen
besteht.
Bei einer bekannten Vorrichtung der vorstehend beschriebenen Gattung (vgl. USA.-Patentschrift
3 109 677) sind die beiden Halbschalen über einen in der Teiiungsebene angeordneten Gelenkbogen
verbunden. Hierzu weisen der Gelenkbolzen und eine aufgeschraubte Kronenmutter einen sich in der Achsrichtung
des Bolzens erstreckenden Kragen auf, mit dem sie in entsprechende Ringnuten der Halbschalcn
eingreifen. Der Aufbau ist so getroffen, daß die einander zugekehrten Flächen der beiden Halbschalen
mit zunehmendem Abstand vom Gelenkbolzen sich entfernen. Die Halbschalen weisen eine Ausnehmung
auf und innenseitig einen widerhakenartig eingezogenen Kragen. Der Ankerkopf ist als Pilzkopf ausgebildet,
der von dem widerhakenartigen Kragen im Innern der Halbschalen unterfaßt wird. Eine derartig
aufgebaute Vorrichtung ist insofern nachteilig, als lediglich eine Verhakung mit dem Ankerkopf stattfindet.
Das genügt für eine betriebssichere Befestigung nicht ohne weiteres. Insbesondere bei einem zwischenzeitlichen
Absetzen des Betonfertigteils besteht die Gefahr, daß die Verbindung zwischen Ankerkopf
und Halbschalen gelöst wird. Ferner ergibt sich ein komplizierter und damit herstellungstechnisch
aufwendiger Aufbau.
Bei einer Vorrichtung einer anderen Gattung, und zwar bei einer Vorrichtung zur Manipulation von
Rundstählen u. dgl., ist es bekannt (vgl. USA.-Patentschrift 1171 315), an einem Lasttragmittel zwei elastisch
verformbare Klemmbacken zu befestigen, die unter Zwischenschaltung einer Platte oder eines Rohres
mittels eines als Schließorgan wirkenden Treibrir."»s
gegeneinander verstellbar sind. Das Greücn des%Verkstückes erfolgt allein durch Reibungsschluß.
Eine derartige Maßnahme läßt sich bei der Manipulation von Stahlbetonfertigteilen nicht verwirklichen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Gattung so
zu gestalten, daß bei vereinfachtem Aufbau und einfacher Handhabung die erforderliche Betriebssicherheit
bei der Manipulation von Stahlbetonfertigteilen, selbst von wandgroßen Elementen, gegeben ist.
Durch die Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Halbschalen Bohrungen für den unmittelbaren
Anschluß des Lasttragmittels aufweisen und mittels des durch die Bohrungen hindurchgeführten
Lasttra.i: ttels \ ereinigt sind sowie daß eine auf
die gc«enci lander gesetzten Halbschalen aufsetzbare
und" arreuerbare Schließpiatte vorgesehen ist. In
Weiterbildung der Erfindung ist die aufgesetzte
Schließplatte durch das an die Halbschalen angeschlossene Lasttragmittel arretiert. Nach einer weiteren
Ausführungsform sind die Halbschalen und ci:->
Schließplatte unverlierbar durch eine Schlaufe des Lasttragmittels ve-einigt und ist die Schließplatte
über ij···. Schlaufe des Lasttragmittels zu schieben.
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind vor allem darin zu sehen, daß- sich die Vorrichtung
durch einfachen Aufbau auszeichnet und die Halbschalen formschlüssig am Ankerbolzen bzw. am Ankerkopf
angreifen, wobei eine öffnungsbewegung durch die aufgesetzte Schließplatte ..lit Sicherheil
verhindert wird. Es ist somit die erforderliche Betriebssicherheit unter allen Betriebsbedingungen
sichergestellt. Die Halbschalen selbst lassen sich praktisch ohne jegliche Nachbearbeitung auf einfache
Weise im Gesenk schlagen. Als Schließplatte läßt sich eine einfache Stahlplatte mit einer entsprechenden
Bohrung verwenden. Auch der Anker bzw. Ankerkopf bedarf keiner aufwendigen Formgebung.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand einer ein Vusführungsbeispiel darstellenden Zeichnung
näher erläutert; es zeigt
Fig. 1 perspektivisch die Vorrichtung an einem
nur ausschnittsweise dargestellten Stahlbetonfertigteil,
Fig. 2 einen Schnitt in Richtung A-A durch den
Gegenstand nach F i g. 1 und
Fig. 3 die Ansichten einer einzelnen Halbschale.
Die in den Fig. dargestellte Vorrichtung ist zum
Ankuppeln von Stahlbetonfertigteilen 1 an die Lasttragmittel 9 eines Hebezeuges bestimmt. Die Vorrichtung
besteht aus in das Stahlbetonfertigteil ί einbetonierten Ankerbolzen 2 mit schraubenkopfförmigem
Ankerkopf 3 und aus einem auf den Ankerkopf aufsetzbaren Kupplungselement für den Anschluß der
Lasttragmittel. Das Kupplungselement besteht aus zwei gegeneinander und mit Aufnahmeöffnungon 4
gegen den Ankerkopf 3 setzbaren Halbschalen ;>, 6.
Auf die gcgeneinandergesetzten Halbschalen 5, ό ist
gemäß F i g. 1 eine Schließpiatte 7 aufgesetzt, wobei diese durch das an die Halbschale S, 6 angeschlossene
Lasttragmittel 9 arretiert ist. Die Halbschalen 5, 6 besitzen einerseits die Aufnahmeöffnungen 4 für den
Ankerkopf 3 und andererseits Bohrungen 8 für den Anschluß des Lasttragmittels 9. Aus der strichpunktierten
Darstellung in F i g. 1 entnimmt man, daß die Halbschalen 5, 6 und die Schließplatte 7 unverlierbar
an eine Schlaufe des Lasttragmittels 9 angeschlossen werden können. Die Schließplatte 7 besitzt dazu eme
derart gestaltete Ausnehmung 11, daß sie schließend auf die zusammengesetzten Halbschalen 5, 6 aufgesetzt,
aber zum öffnen der Halbschalen S, 6 über die
Seilschlaufe hinweg geschoben werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Ankuppein von Stahlbetonfertigteilen
an die Lasttragmittel eines Hebezeuges, bestehend aus einem in das Stahlbetonfertigteil
einbetonierten Ankerbolzen mit Ankerkopf und aus einem auf den Ankerkopf aufsetzbaren
Kupplungselement mit daran angeschlossenem Lasttragmittel, wobei das Kupplungselement
aus zwei gegen den Ankerkopf setzbaren Halbschalen besteht, dadurch gekennzeichnet,
daß die Halbschalen (5, 6) Bohrungen (8) für den unmittelbaren Anschluß des Lasttragmittels (9) aufweisen und mittels des
durch die Bohrungen (8) hindurchgeführten Lasttragmittels (9) vereinigt sind sowie daß eine auf
die gegeneinand"·- gesetzten Halbschalen (5, 6)
aufsetzbare und anetierbare Schließplatte (7) vorgesehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aufgesetzte Schließplatte (7)
durch das an die Halbscha'en (5, 6) angeschlossene Lasttragmittel (9) arretiert ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Halbschalen (S, 6)
und die Schließpiatte (7) unverlierbar durch eine Schlaufe des Lasttragmittels (9) vereinig! sind und
die Schließplatte (71 über die Schlaufe des Lasttragmittels
(9) zu schieben ist.
30
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681756606 DE1756606C (de) | 1968-06-14 | Vorrichtung zum Ankuppeln von Stahlbetonfertigteilen an die Last tragmittel eines Hebezeuges |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681756606 DE1756606C (de) | 1968-06-14 | Vorrichtung zum Ankuppeln von Stahlbetonfertigteilen an die Last tragmittel eines Hebezeuges |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1756606A1 DE1756606A1 (de) | 1970-04-09 |
| DE1756606B2 DE1756606B2 (de) | 1972-07-27 |
| DE1756606C true DE1756606C (de) | 1973-02-22 |
Family
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