DE1755573A1 - Stosspolster fuer das Innere von Kraftfahrzeugen - Google Patents
Stosspolster fuer das Innere von KraftfahrzeugenInfo
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Description
Ford - Werke Aktiengesellschaft, 5 Köln-Deutz 1, Ottoplatz 2
"Stoßpolster für das Innere von Kraftfahrzeugen"
Die Erfindung bezieht sich auf ein im Inneren von Kraftfahrzeugen benutztes und als Energieverzehrvorrichtung dienendes
Stoßpolster.
Eis heute wurden die in Kraftfahrzeugen als Stoßpolster eingesetzten
Kunststoffschäume, beispielsweise Polystyren, als wirksame
Energieverzehrer betrachtet und beispielsweise zum Überziehen von verformbaren Metallblechen, Drahtgeweben, Glasfaserschichten
usw. benutzt, jedoch niemals als wirksamer Unterbau für eine Energieverzehrvorrichtung. Die Kombination von PoIystyrenschaum
und Glasfasern ist z.B. in der US-Patentschrift
3 113 738 beschrieben.
— 2 —
109835/0461
Beim Schaffen optimaler Energieverzehrvorrichtungen für das Innere von Kraftfahrzeugen ist es ein Ziel, ein Maximum an möglicher
Verzögerung für einen aufstoßenden oder aufprallenden Körper zu erreichen, wobei gleichzeitig ein Minimum an Eindringung
benötigt werden soll. Die üblicherweise eingesetzten· Energieverzehrer,
wie beispielsweise Stahlblech, sind im Erreichen dieser beiden Ziele relativ unwirksam und die Verzögerungskurve
erreicht erst ihre Spitze einige Zeit nach dem Aufprall und fällt dann schnell ab, bis der aufstoßende Körper zum Stillstand gebracht
ist. Bei einer idealen Energieverzehrvorrichtung erreicht die Verzögerungskurve ein Maximum und hält diesen Spiegel unmittelbar
nach dem Aufprall bis der aufprallende Körper zum Stillstand gebracht ist. Der Stopweg würde wesentlich kürzer sein.
Die Erfindung bezieht sich auf den Einsatz eines brüchigen oder bröckeligen, starren Schaumes, der im Inneren von Kraftfahrzeugen
als Energieverzehrvorrichtung benutzt wird. Die Quetschcharakteristik von bröckeligen Schäumen, die als primäre Energieverzehrer
in Fahrzeugstoßpolster eingesetzt werden, schaffen einen hoch wirksamen Energieverzehrer, d.h. einen Energieverzehrer, der
ein Maximum an zulässiger Verzögerung hinsichtlich eines aufprallenden Körpers schafft, wobei gleichzeitig ein Minimum an "
Bremsweg oder Eindringtiefe erforderlich ist.
Ein Stoßpolster für das Innere von Kraftfahrzeugen gemäß der vorliegenden
Erfindung umfaßt einen plattenförmig ausgebildeten
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Werkstoff als Unterlage. Über diese plattenförmig ausgebildete
Unterlage ist ein erster Energieverzehrer angeordnet, der aus
einer Schicht von Schaumstoff besteht, der unter Läse susamniengeque-cscht
wird. Eine Schicht eines Lastverteilerschaurr.es überdeckt
diu Schicht von zusomr.ienpreßbarem Schaum, um den letzteren gegen
die Stoßkraft abzuschütten, die unter der liegt, welche für die
Krafffahrzeugbenutzer gefahrlich ist und um die Stoßkraft zu verteilt::;,
wenn die energieverzehrende Charakteristik ausgenutzt werden soll. Die Schicht des LastverteilerSchaumes ist durch eine
weitere Schicht von Jberzugmaterial abgedeckt, wie beispielsweise
Vinyl j Acrylnitril, Butadienstyren oder andere, an sich bekannte
Innendekorationsstoffe,
Schaumstoffe, die durch ihre Zerdrückbarkeit gekennzeichnet sind,
sini als sogenannte brüchige, starre Schäume bekannt. Zwei solcher
Schäume wurden untersucht und für den Zweck gemäß der vorliegenden
Erfindung für geeignet erachtet. Diese Schäume sind Phenolschaum und starrer Polyurethanschaum, wobei der letztere etwa
eine Dichte von 1,016 bis 0,048 g/ccm aufweist.·
Weitere Vorteile und Merkmale der erfindungsgemäßen Einrichtung
gehen aus der nachfolgenden Beschreibung an Hand der Zeichnung hervor. Die Zeichnung zeigt in
Fig. 1 eine teilweise perspektivische Ansicht auf ein Fahrzeugarmaturenbrett
mit Umgebung, wobei ein Stoßpolster in Ober-
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cinstimnung nit den Vorschlägen gemäß der vorliegenden
Erfindung besonders nützlich ist und in
Fi?7. 2 einen Teilschnitt gemäß der Linie 2-2 in Fig. 1 und in
Fig. 3 eine Sitzlehne, die mit einem Stoßpolster gemäß der Erfindung
überzogen ist.
In den Fig. 1 und 2 ist ein Armaturenbrett dargestellt, das
allgemein mit 11 bezeichnet und mit einem mit 12 bezeichneten
Stoßpolster überzogen iär, welches gemäß der vorliegenden Erfindung
ausgebildet ist.
Das Stoßpolster 12 umfaßt eine z. B. aus Blech bestehende,
schachtförmig ausgebildete Unterlage 13, aus der das Instrumentenbrett
geformt ist. Gemäß der vorliegenden Erfindung schafft die Unterlage 13 eine Basis für die energieverzehrende Vorrichtung,
die aus einem bröckeligen Schaumkissen 14 besteht. Zwei
Kunststoffschaumstoffe, die untersucht wurden, wurden als besonders v/irksam als Energieverzehrung gefunden, und zwar Phenolschaurr.
und starres Polyurethan. Phenolschaum ist aufgrund seiner Eigenart starr und bröckelig, wobei starres Polyurethan eine
Dichte von etv/a 0,016 bis 0,048 g/ccm aufweist und ebenfalls
einen brüchigen Werkstoff darstellt.
Das bröckelige Schaumkissen 14 ist vollkommen durch einen
schweren überzug 15 abgedeckt. Die Dicke dieses Überzuges 15
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BAD
kann variiert werden, indem der Abkühlvorpan^ der Forn, in
welcher das bröckelige Schaunkissen 14 auf die gewünschte Forn
3ebracht wird, entsprechend gesteuert wird. Schnelles Kühlen der Forn resultiert in einer. Anstieg der Dicke der Haut auf der
mit dar Forn in Kontakt könnenden Seite. Wenn dies pewünscht ·
ist, kann eine besondere Überzu^schicht 15 durch übliches
vakuumformen oder übliche Zentrifugalfornverfahren vorgesehen
werden. Der bröckelige Schaun 14 wird dann innerhalb der Überzugschicht
geschäumt.
Die nächste äußere Schicht ist eine Schicht eines weichen elastischen Lastverteilerschaunes 16. Die Charakteristik dieser
Schicht ist die, daft sie zusannenpreßbar und elastisch ist. Ein entsprechendes Material ist beispielsweise Polyurethankunststoff,
der nahezu in jeder gewünschten Dichte erzielbar ist und daher nit den entsprechenden gewünschten Eigenschaften hergestellt
werden kann.
Die Schicht des Lastverteilerschaurnes ist nit einer äußeren,
Widerstandsfähigen Zierschicht 17 aus entsprechenden Material
überzogen. Vinyl oder Akrylonitrilbutadienstyron-Kunststoffe
v/erden zum Überziehen von Armaturenbrettern benutzt.
Fig. 3 zeigt eine Rückenlehne eines Fahrzoupsitzes, die allgemein
nit 18 bezeichnet ist und die ein Stoßpolster, dan all^enein
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mit 19 bezeichnet ist, aufweist, das entsprechend dem Vorschlag
der Erfindung konsiruiert ist. Das Stoßpolster 19 umfaßt
eine Schicht 21 als Unterlage, die vorzugsweise aus Blech besteht und die eine Auflage und Basis für das vorgeformtem
aus bröckeligem Schaum bestehende Kissen 22 bildet. Das Kissen aus bröckeligem Schaum ist dann mit einer Haut 23, einem weichen,
lastverteilenden Schaum 24 und einem Überzugsmaterial 25, das aus Stoff oder Kunststoff oder einer Kombination aus beiden
bestehen kann, überzogen.
Das Schaumkissen 22, die Haut 23 und der Las.tverteilerschaum
24 entsprechen in Werkstoff und Werkstoffcferakteristik dem
Stoßkissen 14, der Schicht 15 und dem Schaum 16 des Instrumen--. tenbrettes gemäß Fig. 1 und 3.
Bis heute wurden in Fahrzeugkarosserien eingesetzte und aus Kunststoffschäumen bestehende Stoßpolster als wirksame Energieverteiler
angesehen, beispielsweise als Überzug über verformbarem 31ech, Maschendraht, Glasfaserkonstruktion od. dgl.,
jedoch nicht als wirksame Energieverzehrerunterlage selbst. Mit anderen Worten, die weiche nachgiebige Polyurethanschaumschicht
16 gemäß Fig. 1 und 2 oder 24 gemäß Fi?. 3 wird unter einem entsprechenden Aufprall als Energieverteiler wirken.
Unter einer relativ geringen Stoßbelastung hat sie einen Polster-
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effekt,und in fahren der vorliegenden Erfindung eingesetzt
schütz sie das aus bröckeligen Schaum bestehende Kissen.
Die wesentliche Charakteristik des bröckeligen Schauinkissens
14- oder 22, welche dieses Kissen insbesondere als StoÄpolster·
einsatzfähif? macht, ist seine zerquetschende Eigenschaft, die
sich' von der Zusammenpressbarkeit eines reicher. Ener^ieverteilcrschauntes
unterscheidet. Da es unter einer Stoßbelastun*? zerquetscht viird, wirkt es als primäre Energieverzehrvorrichtunp-.-Ts
hat keine wesentlichen Rvclopral !eigenschaften, da es nicht
elastisch ist. Bei einem Aufprall vzird durch den zerbröckelnden
Schaur ein Maxiirun an zuliissi^er Versöperung während eines
sehr kurzen Zeitintervalls nach den Aufprall erreicht und diese
Verzögerung aufrecht erhalten, bis zu der. Punkt, an welchem
das Kissen vollständig zerbröckelt ist, so da?, dadurch der Erensweg
oder die Kindringtiefe des aufprallenden Körpers auf ein Hinirur. herabgesetzt ^iird, v.'änrenc nur ein Minimum an ursprünglicher, und zusammengepreßter Konstruktion erforderlich ist.
Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf das dargestellte
und beschriebene Ausführunpsbeispiel beschränkt, sondern es sind
d.er.gepenüber Abänderungen möglich, ohne den Grundgedanken der
Erfindung zu verlassen.
. Patentansorüche: ■
103835/046 1 "δ -
Claims (1)
- Patentansprüche:1. Stoßpolster für das Innere von Kraftfahrzeugen, gekenn-•ΐ ο j ch net d ur cha) eineschichtförmige Unterlage (13, "21),b) einen primären Energieverzehrer (IM, 22) aus einer Lage von Schaumstoff über der Unterlage (13, 21), wobei der Schaumstoff unter Last zerquetscht wird,c) eine Schicht von lastverteilendem Schaum (16, 2M) über der Schicht des zusammenquetschbaren Schaumes (IM, 22), wobei dieser Lastverteilerschaum zusammenpreßbar und elastisch ist,d) eine äußere Abdeckschicht (17, 25).2. Vorrichtung nach Anspruch 1, da d urch g e ke nnζ ei cn ηet, daß der zusammenquetschbare Schaum (IM-, 22) ein Phenolschaum ist.3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der lastverteilende Schaum (16, 2M) aus nachgiebigem Polyurethanschauir besteht.M. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die unterschiedlichen Schaumlagen durch eine dicke, hautförmige Schicht (15,23) des zusammenpreßbaren Schaumes voneinander getrennt sind.109835/0461 - 9 -BAD OBiQiNAl.5. Vorrichtung- nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zusammenquetschbare Schaum Cl1I, 22) aus einem Polyurethan besteht, der eine Dichte von etwa 0,016 bis 0,048 g/cGin aufweist.S. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Unterlage (13, 21) ein Blech gewählt wird, auf das der zusammenquetschbare Schaum (14, 22) aufgezogen ist.7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Oberschicht aus Vinyl oder Acrylnitrilbutadienstyren besteht. ·8. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Überzugschicht (15, 23) auf dem zusammenquetschbaren Schaum (14, 22) aus einer dicken Schicht des Schaumes besteht, die auf dem Schaum während des Formvorganges des Schaumes in der gewünschten Form aufgebracht wird.109835/0461/fOLeerseit«
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1968
- 1968-05-24 DE DE19681755573 patent/DE1755573A1/de active Pending
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Also Published As
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| GB1168067A (en) | 1969-10-22 |
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