DE1639417C - Elektromagnetisches Mehrkontaktre lais - Google Patents
Elektromagnetisches Mehrkontaktre laisInfo
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Description
I 639417
Die Erfindung betrilTt ein elektromagnetisches
Melirkontuktrelais mit einem als Schutzrohr für die Kontakte und dem Anker ausgebildeten Spulenkörper
imd mindestens einem aus Isoliermaterial bestehenden
Kontaktträger. S
Die bekannlen Mehrkontaktrelais, tieren Kontakte sich in einem Schutzrohr befinden, besitzen gewöhnlich
KoiUaktzuiigen aus ferromagnetischem Material,
die sich .bei Erregung einer Spule über einen Luftspalt
bzw. Konlaktabslaiid schließen. UnvermeidlicheToIe- to
ranzen in der Malerialstlirke, unterschiedliche Clratbilduiig
oder Entgratung an den Konlaktzungen und ungleiche Luftspalt erwirken, daß sich praktisch
jeder Kontakt mil einer anderen Eriegerleislung schließt bzw. olfnct. Diese sogenannte Spreizung ver- is
größen sich noch durch eine naturgemäße Verdichtung der magnetischen Feldlinien über "den zuerst
geschlossenen Kontakt bei entsprechender Verdünnung der magnetischen Feldlinien über die noch
olfenen Kontakte. Weitere Nachteile dieser bekann- an
ten Mchrkontaktzungenrelais bestehen noch darin, daß
1. jede einzelne Kontaktzunge wegen der erforderlichen
Federung einen relativ kleineren Querschnitt haben muß, als dieser zur Leitung des
Magnetllusses und zur Erzeugung geeigneter Kontaktkräfte zweckmäßig wäre;
2. die Relais größer als wünschenswert gebaut werden müssen, um einigermaßen brauchbare
Querschnitte der Konlaktzungen zu erhallen;
3. die zulässige Schaltleistung der Kontakte relativ klein gehalten werden nuiß, weil die ferroinagnetischen
Kontaktzungen nur mit einer sehr dünnen Edelmetallschicht versehen werden können,
die einem Lichtbogen nicht lange genug wider- ;i5 slehU
4. der Wirkungsgrad ungünstig ist, weil die den elektrischen Strom und ilen Magnctlluß leitenden
Kontaktzungen aus Isolationsgründen keinen geschlossenen Magnetkreis besitzen können. n>
Es sind auch elektrische Schallvorrichtungen bekannt, welche Anker, Polschuhc und Kontakte innerhalb
eines zweiteiligen Spulenkörpers angeordnet haben und damit einen Teil der obenerwähnten Nachteile
beseitigen. An diesen Schaltvorrichtung^! sind jedoch die Kontaktfedern mit den Jochen elektrisch
verbunden, und auch der Anker wird zumindest im angezogenem Zustand stromführend. Außerdem
haben diese Schaltvoi richtungen loche aus rechtwinkelig
gefoiinten Lamellen, die, auch als Kontakt- 5"
bügel ausgebildet, strom- und llußführend sind und
somit nicht voneinander elektrisch isoliert werden können.
Weiten- Nachteile dieser bekannten Sehaltvorrichluiiivii
bestehen noch darin, daß der Luftspalt nicht mn um den Toleranzen der Malerialstärken, sondern
auch von den Toleranzen der Verformung der loche
bzw. 1..UiR-IIcU und der beiden Spulctiköipcrliälflcii
abhaiml, und daß außerdem weder vor noch nach
dem Zusammenbau eine sichere Kontrolle der Kon <
>" laktab .tiinde und der Ankerrückslcllkraft mit veiiiünlVu'cm
Aufwand möglich ist.
Die Erlindung beseitigt diese Nachteile dadurch,
daß sieh der Kontaktträger elwa in Spiilcninilte in
I .äiu'sik'!llung erstreckt, gleichzeitig als Träger für
die Pnlschiihc dient und Aussparungen aufweist,
dun. h die am Anker bJestigte Iletätiguiigsstiicke hinduichiMcifeii.
Weitere Einzelheiten dor Erfindung »1ml in
FIg, L bis 5 dargestellt.
FIg, L bis 5 dargestellt.
Fig, I ist eine .symmetrische Hlllflc des Schnittes
A-Ii von Fig. 2;
Fig, 2 ist ein Schnitt der Mittellinie C-D von
Pig. I;
FI g. 3 ist ein Schnitt H-F von F i g. 4, der in der
Drehachse X des Ankers 7 liegt;
F i g. 4 ist ein Schnitt Ci-H von F i g, 5, und
F i g. 5 ist ein Schnitt K-L von F i g. 4.
Das Ausführuugsbeispiel nach Fig. 1 und 2 zeigt
einen Kontaktträger 3 aus Isolationsmaterial, auf dem
sowohl beide I'olsehuhc 14, 15 als auch die beweglichen
Kontakte 10, 11 und die stationären Kontakte 22, 23 voneinander isoliert befestigt sind. Die Befestigung
kanu in bekannter Weise durch Vernietung oder Umlappung mit entsprechender Versenkung im
Kontaktträger 3 oder durch isolierende Kiinststolfnieten
oder, ähnlieh Fig. 5, durch Einbettung erfolgen.
Eine Ankerhaltefeder 18 lagert den Anker 6
auf dem Polschuh 15. Am Anker 6 ist ein aus Isolalionsmaterial
bestehendes UeläligungsstückB vorzugsweise
eingespritzt, !'impel des lletätigungsstückes 8
ragen durch die dafür vorgesehenen Löcher 24 des Kontaktrtägers 3 und betätigen bei Erregung der
Spule 25 die Kontaktfeder» 10, 11. Die Kontaktfeder 10 liegt mit der die Ruhekontaktkraft bestimmenden
Vorspannung auf dem stationären Kontakt 22. Das Kontaktpaar" 11, 23 ist als Arbeitskontakt ausgebildet.
Eine Deckplatte 26 aus Isolationsmaterial, die den Kontaktträger 3 entweder durch Verklebung oder
Unisprit/.ung umschließt, ist mit dem Spulenkörper veibuiiden. Die Art der Verbindung hängt von den
Werkstolfen des Spulenkörper, der Deckplatte und des KontakUrägers ab. Hei Verwendung von keramischen
Werkstoffen könnten die Uerühruiigslläclieii
metallisiert und dann verlötet werden, Kunststoffe werden verklebt. Die aus ferromagnetische!!! Werkslolf
bestehende Kappe 20 ist an den beiden PoI-schuhen 14, 15 punktgeschweißt, verlötet oder vernietet
und schließt somit bei angezogenem Anker den magnetischen Kieis.
Beim Ausfülltungsbeispiel nach ilen Fig. .\, 4
und 5 sind die Kontaktträger 4, 5 und die Enden des Spulenköipers 2 mit zueinander passenden konischen
!•'lachen 27, 28, 2l), 30 versehen.
Sowohl die beweglichen Kontaktfedern 12, 13 als auch die stationären Kontaktteile I1), 35 sind so abgewinkelt,
daß die Enden an einer Seite des Relais als Kontaktanschlüsse 31, 32 ausgeführt sind und
auch hinsichtlich der Spuleuanschlüsse i.\, 34 im Rasleimaß für gedruckte Schaltungen liegen. Auch
in diesem Aiisführungsbeispiel ist dargelegt, daß in
einem als Schutzrohr dienenden Spulenkörper Arbeits-, Ruhe·, I Imschalt- und Folgekontakte gleichzeitig
gebildet weiden können.
Der Aibcitskontakt wild aus dein Kontaktpaar Ll,
.15 daduicli gebildet, daß sich aus der Position der
beweglichen Kontaktfeder 13 und dem stationiiieii
Kontaktstück 35 ein Kontaktabstand ergibt, der bei angezogenem Anker 7 iibeibrückt wild.
Der Ruhekontakt ergibt sich beim Einsetzen der beiden Kontaklliiiger 4, a in den Spulenköiper 2 dadurch,
daß die bewegliche Kontaktfeder I i auf eine schräg abgewinkelte Fläche des stationären Kontaktteile«
I1J trilft, darauf abgleitet und durch die sich
daraus ergebende Federvorspannung die Ruhokontaktkraft
erzeugt. Mit gleichen! 1 Ifekl kann
<f
natürlich auch du» Ende der beweglichen Kontaktfeder 12 (schrüg abgewinkelt werden, Die ÜITnung
des Ruhekontaktes erfolgt beim Anzug des Ankers 7 über das üetUtigungsstück 9.
Ein Umschaltkontakt ergibt sieh mis einer elekirischen
Verbindung der beweglichen Kontaktfedern 12, 13, die auch aus wirtschaftlichen Gründen in der
gedruckten Leiterplatte erfolgen kann.
Eine Folgekontaktgabe ergibt sich allein aus der
ausgefüllt ist.
Claims (8)
- Patentansprüche:
I Elektromagnetisches Mehrkontaktrelais mitBetätigungsstückes» m Mg. l guncuji m, «v ».w spielsweise der Abstand zwischen der beweglichen Ruhekontaklfedcr 10, IZ und dem dieser Feder zugeordneten Piinpel des Belätigungsstückes 8, 9 kleiner als der entsprechende Abstand zur Arbeitskontaktfeder II, 13 zuzüglich des Kontaktabstandes, dann öffnet der Ruhekontakt zwangsläufig bevor der Arbeitskontakt schließt, Sinngemäß läßt sich auch eine zwangHuilige Kontaktgabe des Arbeitskontaktes erwirken, bevor der Ruhekontakt ölTnct.Ein weiterer Vorteil der Erfindung ergibt sich dadurch, daß in gleicher Weise wie bei nicht in einem Schutzrohr befindlichen Kontakten massive Kontaktwerkstoffe zur Anwendung kommen können, weil die Kontaktstelle keinen Magnetfluß zu leiten braucht. So sind im Ausführiingsbeispiel die beweglichen Kontaktfedern 12, 13 geschlitzt und mit Kontaktnicten 36, die auch aufgeschweißt oder aufgewalzt werden können, versehen. Ebenso können auch die stationären Kontaktteile 19, 35 mit einer Edelnietalleinlagc versehen sein.Für die Kontaktsicherheit ist es erforderlich, daß zwischen dom Betätigungsstück 8, 9 und den Kontaktfedern 10, 11, 12, 13 ein als Pimpelluft bekannter Abstand besteht, wenn der Anker 6, 7 nicht angezogen ist. Feiner ist es notwendig, daß der Anker definiert gelagert ist, damit die Anzugs- und Abfallwerte des Ankers auch nach Erschütterungen des Relais konstant sind. Diese beiden Bedingungen werden dadurch erfüllt, daß im Anker Zapfen 37 eingedrückt sind, die in entsprechenden Vertiefungen oder Löchern 38 im Polschuh 15, 16 lagern. Eine Ankerhaltefeder 18, die in bekannter Weise an der der Lagerung abgewandten Fläche des Polschuhes 15, 16 einrastet, hält den Anker in einer bestimmten Position. Zur Ankerrückstellung und gleichzeitiger Sicherstellung der Pimpelluft ist ein Teil 39 des Ankers 7 mit dem Abstand <i von der Ankerdrehachse ,V etwas abgewinkelt, so daß nur dieses Teil 39 5U des Ankers von der Ankerhaltefeder niedergedrückt werden kann.Die Kappe 21 besitzt federnde Lappen 40, welche beim Oberschieben an den Polsclnihen 16, 17 einrasten, so daß sowohl eine für die magnetische Fluß- r)5 führung zweckmäßige Berührung und gleichzeitig eine Halterung der Kappe gewährleistet ist.mindestens einem _.den Kontaktträger (3), dadurch „ zeichnet, daß sich der Kontaktträger etwa in Spulenmitte in Längsrichtung erstreckt, gleichzeilig als Träger für die Polschuhe dient und Aussparungen aufweist, durch die am Anker befestigte Betätigungsstücke hindurchgreifen. - 2. Elektromagnetisches Melukontaktrelais nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß tier Anker auf einem Polschuh gelagert ist.
- 3. Elektromagnetisches Melukontaktrelais nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ankerrückstellung die Ankerhaltefeder (18) um Anker mit einem Abstand (11) von der Drehachse (X) in seine Lagerposition drückt.
- 4. Elektromagnetisches Melukontaktrelais nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß vorzugsweise das stationäre Kontaktteil (I1J) schräg abgewinkelt ist, wodurch die bewegliche Kontaktfeder (12) eine für die Ruhekontaktkraft erforderliche Vorspannung erhält.
- 5. Elektromagnetisches Melukontaktrelais nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine aus ferromagnetisehem Material bestehende Kappe (20, 2t) an den Polschuhen (14, 15, 16,17) befestigt ist.
- 6. Elektromagnetisches Mehrkontaktrelais nach Anspruch I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontakt- und Spulenansehlüsse im Rastermaß für gedruckte Schaltungen an einer Seiteausgeführt sind.
- 7. Elektromagnetisches Melukontaktrelais nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfolge (öffnen des Ruhekontaktes bevor der Arbeitskontakt schließt oder umgekehrt) zwangläufig bestimmt ist.
- 8. Elektromagnetisches Mehrkontaktrelais nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die beweglichen Kontaktfedern (12, 13) zwecks Doppelkontaktgabe geschlitzt und mit Edelmetallversehen sind.'), Elektromagnetisches Melukontaktrelais nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kappe (21) mit Lappen (40) versehen ist, die die Polselnihe (16, 17) berühren.Hierzu I Blatt Zeichnungen
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3132239A1 (de) * | 1981-08-14 | 1983-03-17 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Elektromagnetisches relais |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3132239A1 (de) * | 1981-08-14 | 1983-03-17 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Elektromagnetisches relais |
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