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DE16343C - Apparat, um Personen in den Stand zu setzen, in verdorbener Luft zu verbleiben - Google Patents

Apparat, um Personen in den Stand zu setzen, in verdorbener Luft zu verbleiben

Info

Publication number
DE16343C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
air
vessel
tube
mask
remain
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT16343D
Other languages
English (en)
Original Assignee
H. A. FLEUSS in London
Publication of DE16343C publication Critical patent/DE16343C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62BDEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
    • A62B7/00Respiratory apparatus
    • A62B7/10Respiratory apparatus with filter elements

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Pulmonology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Respiratory Apparatuses And Protective Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 61: Rettungswesen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. Januar 1881 ab.
Diese Erfindung bezweckt, Personen in den Stand zu setzen, in verdorbener Luft zu verbleiben, während sie ihnen gleichzeitig gestattet, sich mit vollkommener Freiheit umher zu bewegen und irgend welche Arbeit zu verrichten.
Zu diesem Zwecke combinirt der Erfinder einen Apparat, durch welchen die ausgeathmete verdorbene Luft durch eine biegsame Röhre zu einem Gehäuse geführt wird, welches Substanzen enthält, mit welchen Kohlensäure sich leicht verbindet, und nachher wieder durch eine 'Rückkehrröhre vom Gehäuse zum Munde zurückgeführt wird. Diese Röhre mündet auch in einen biegsamen, luftdichten Sack, welcher sich ausdehnt, wenn Luft von den Lungen ausgeathmet wird, und aus dem Gehäuse, welches die luftreinigende Substanz enthält, in den Sack gelangt und sich zusammenzieht, wenn Luft aus demselben in die Lungen eingezogen wird, so dafs die Person, welche den Apparat trägt, keine Schwierigkeit beim Athmen erfahren kann.
Mit solchen Apparaten verbindet der Erfinder Ventile, um sicher zu bewirken, dafs die ausgeathmete Luft durch das Gehäuse passiren mufs, bevor sie wieder eingeathmet werden kann und dafs der Sauerstoff der Luft wieder hergestellt wird.
Fig. ι bis 12 der beiliegenden Zeichnungen sind verschiedene Ansichten von Apparaten, die geeignet sind, von einer Person gebraucht zu werden, die in verdorbener Luft zu arbeiten hat.
Fig. ι zeigt eine Vorderansicht und Fig. 2 eine Seitenansicht einer Maske oder eines Mundstückes, durch welches Mund, Nas"e und Ohren der Person, welche es trägt, von der umgebenden Luft abgeschlossen werden können.
Die Maske ist auch gewöhnlich mit durch Glas bedeckten Oeffhungen versehen, um die Augen zu schützen und zum gröfsten Theile aus Vulcanite oder ähnlichem verhältnifsmäfsig steifen Materiale gebildet, während die Ränder aus dünnem, biegsamem, vulcanisirtem Kautschuk sind, welche dicht auf das Gesicht des Trägers passen.
Wie gezeigt, sind auch Riemen angebracht, durch welche die Maske am Gesichte befestigt werden kann. Auch zwei Röhren A B ragen aus der Maske heraus, eine für den Eirilafs gereinigter Luft in das Innere der Maske, die andere für Ueberführung der ausgeathmeten, verdorbenen Luft zum Reinigungs-Apparate.
Dieser Apparat kann am Rücken des Trägers mittelst Schulterriemen befestigt werden. In Fig. 3, 4 und 5 sind Plan, Seiten- und Endansichten des für den Zweck geeigneten Apparates gezeigt. Am Boden befindet sich ein starkes metallenes Gefäfs C, das' unter hohem Drucke mit Sauerstoff geladen ist.
Ueber diesem Gefäfse befindet sich ein rechtwinkliges metallenes Gehäuse D, in welches ein rechtwinkliges Gefäfs E eingepafst ist, das aus Vulcanite oder anderem geeigneten (einer starken Aetzkalilösung widerstehenden) Stoff gebildet ist. Das Gefäfs E, Fig. 6, 7, 8 und 9, hat einen durchbrochenen falschen Boden und ist durch Abtheilungsplatten in Kammern abgetheilt. Zwei dieser Platten gehen vom Obertheile des Gefäfses bis zum falschen Boden, während sich die mittlere vom eigentlichen Boden des Gefäfses bis nahe zu dessen Obertheile erstreckt. Die Abtheilungen des Gefäfses E sind mit schwammartigem Kautschuk
gefüllt, der mit starker Aetzkalilösung bedeckt ist. Das Gefäfs ist durch einen Deckel geschlossen, der durch Vermittelung einer weichen Unterlagscheibe oder Packung zwischen Deckel und Gefäfs annähernd luftdicht pafst.
An dem Deckel sind zwei Röhren F und G angebracht. Durch F wird die ausgeathmete verdorbene Luft in eine Endabtheilung geleitet, während durch G die Luft, welche durch die Abtheilungen des Gefäfses E auf- und abwärts gegangen ist, zum Innern der Maske oder des Mundstückes zurückkehren kann, um wieder eingeathmet zu werden.
Die Röhre G ist mit einer Zweigröhre G' in Verbindung, aus welcher eine biegsame Röhre zum Innern eines luftdichten Sackes G", Fig. ίο, geführt ist, so dafs Luft zu und von diesem Sacke passiren kann. Der Sack dient also als ein biegsames Luftreseryoir, welches sich ausdehnt, wenn Luft ausgeathmet wird, und zusammenzieht, wenn die Luft aus demselben wieder in die Lungen eingezogen wird.
Die Einlafs- und Auslafsröhren an der Maske oder dem Mundstücke sind bezw. durch elastische Röhren aus vulkanisirtem Kautschuk mit den Einlafs - und Auslafsröhren des Gefäfses E verbunden.
Jede elastische Röhre besitzt zwei Längen, die durch eine kurze metallene Röhre verbunden sind, in welcher sich eine Erweiterung befindet, die ein Ventil enthält.
In der einen elastischen Röhre ist das Ventilstück so angeordnet, dafs das Ventil sich nach innen gegen die Maske hin öffnet, in der andern so, dafs das Ventil sich nach aufsen von der Maske weg öffnet. Jede der elastischen Röhrenlängen ist vorzugsweise mit Riffeln, Fig. 11, angeordnet, so dafs sie sich leicht ausdehnen kann.
Die Enden der kürzeren Röhren an der Maske und am Deckel des Gefäfses E und die Enden des röhrenförmigen Ventilstückes haben jedes rundum einen kleinen vorragendenFlantsch; die Enden der elastischen Röhren brauchen blos über diese geflantschten Enden gezogen zu werden, um fest an denselben zu halten und luftdichte Verbindungen zu bilden. Die Art und Weise, in welcher der Erfinder vorzugsweise die Ventile bildet, ist in Fig. 12 gezeigt, wo jeder Theil dieses Ventilstückes separat gezeigt ist.
Um der Luft die nöthige Menge Sauerstoff wieder beizumischen, wird eine kleine Röhre vom metallenen Gefäfse C ausgeführt, in welchem der Vorrath von Sauerstoff unter Druck enthalten ist, und durch eine biegsame Röhre H*, welche mit demselben verbunden ist, in die biegsame Röhre geleitet wird, welche mit dem elastischen Sacke G" in Verbindung ist; eine kurze Röhre aus Metall, wie sie in Fig. 12 gezeigt ist, wird dort angewendet, wo die kleinere Röhre in die gröfsere eingeleitet wird.
Um die Passage des Sauerstoffes aus dem Gefäfse C zum Sacke G" zu controliren, ist ein Ventil / angewendet, welches nach Bedarf mehr oder weniger geöffnet werden kann; die Art und Weise, in welcher der Erfinder dieses Ventil vorzugsweise construirt, ist in Fig. 13 gezeigt. Durch Drehen der Handhabe J dieses Ventils kann dieses mehr oder weniger von seinem Sitze weggeschraubt und auf diese Weise einer gröfseren oder geringeren Quantität Luft gestattet werden, aus dem Gefäfse C heraus durch die kleine Röhre H zu passiren.
Die Oehre K am unteren Theile des Sackes passiren über Knöpfe L an den Enden des Gefäfses C, die Riemen am oberen Theile des Sackes werden zusammengeschnallt und bilden eine Schlinge, die um den Nacken des Trägers gehängt wird. An den Oehren M, Fig. 4, werden Lederriemen befestigt, welche über die Schultern gelegt und an der Brust des Trägers gekreuzt werden, worauf ihre Enden an die oben erwähnten Knöpfe L geknöpft werden. Durch Stangen N wird der Deckel des Gefäfses E nieder-, und das Gefäfs im metallenen Gehäuse D zurückgehalten; diese Stangen gehen durch Oehre, welche oben am Gehäuse angebracht sind, quer über den Obertheil des letzteren. Zwischen dem Deckel und den Stangen N können kleine Keile eingeführt werden, um jede Bewegung des Deckels zu verhindern.
Nachdem nun das Wesen der Erfindung, wie auch die Art und Weise ihrer Verrichtung geschildert wurde, sei bemerkt, dafs sich diese Erfindung nicht auf die, genaue Construction des Apparates beschränkt, wie sie hier auseinandergesetzt ist, indem diese abgeändert werden kann.
So kann z. B. statt der luftdichten Röhre, welche angewendet wird, um die ausgeathmete Luft vom Munde der Person zu dem Gefäfse zu führen, welches Aetzkali enthält und die mit einem erweiterten Mundstücke gebildet ist, welches über das Gesicht der Person pafst, das Ende der Röhre in manchen Fällen im Innern des Mundes gehalten und die Lippen der Person selbst dazu verwendet werden, um eine luftdichte Verbindung zu sichern. An der im Munde gehaltenen Röhre kann eine Abzweigung so construirt sein, dafs sie dazu dient, um Luft zum Gehäuse zu führen, welches Aetzkali enthält, und die andere, um Luft wieder vom Gehäuse und dem elastischen Sacke zum Munde zurückzuführen.
Wenn das Ende der biegsamen Röhre in den Mund eingeführt wird und nicht mit einer Maske gebildet ist, welche über das Gesicht
pafst, mufs eine Art Klemme auf der Nase getragen werden, um das Athmen durch dieselbe zu verhindern.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Gesammtanordnüng des zum Athmen in verdorbener Luft bestimmten Apparates, bestehend aus der Zusammenstellung einer Gesichtsmaske, Fig. ι und 2, eines luftreinigenden Gehäuses JE, eines Sauerstoffbehälters C, eines biegsamen Luftsackes G", eines Luftzuführungsrohres G G' und eines Luftableitungsrohres F.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
    BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
DENDAT16343D Apparat, um Personen in den Stand zu setzen, in verdorbener Luft zu verbleiben Active DE16343C (de)

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